Ganz egal, wofür Sie Ihren Komplett-PC benutzen möchten, laut PC-Tests und Vergleichen im Internet zählen die Leistungsdaten zu den wichtigsten Aspekten bei der Kaufentscheidung für ein PC-Komplettsystem. Denn auch wenn Sie keinen High-End-PC benötigen, sollte ein PC-Komplett-Set Ihnen zumindest die nächsten Jahre Freude bereiten. Dies muss allerdings nicht mit hohen Kosten verbunden sein, auch ein billiger PC kann Ihnen lange Zeit gute Dienste erweisen.
2.1. Prozessoren sind zentral für die Geschwindigkeit des PC-Systems

Die CPU ist das Herzstück des Computers und entscheidend für dessen Geschwindigkeit.
Das Herzstück eines Computers ist der Prozessor (oft finden Sie stattdessen auch das englische Kürzel: CPU). Dort werden die unzähligen Rechenoperationen durchgeführt, die bei der Ausführung all unserer Apps und Programme im Hintergrund ablaufen. Ein leistungsfähiger Prozessor ermöglicht also das verzögerungsfreie Arbeiten am Computer.
Um die Leistungsfähigkeit eines Prozessors zu beurteilen, müssen Sie laut Online-Tests von Desktop-PCs vor allem auf drei Punkte achten:
- Die Anzahl der Prozessorkerne bestimmt, wie viele Operationen zeitgleich ausgeführt werden können. Dies ist beim Multitasking elementar, kann aber auch die Geschwindigkeit einzelner Programme steigern, wenn diese dafür optimiert sind. Bei heutigen Komplett-PCs finden Sie meist Prozessoren mit zwei bis acht Rechenkernen.
- Die Taktfrequenz zeigt an, wie viele Rechenoperationen ein Prozessorkern pro Sekunde ausführen kann. Die Taktfrequenz aktueller Prozessoren wird in Gigahertz (das heißt: Milliarden Rechenzyklen pro Sekunde) gemessen. Um Strom zu sparen, laufen viele Prozessoren bei leichteren Aufgaben mit einer reduzierten Taktfrequenz und fahren diese nur bei rechenintensiven Aufgaben hoch. Dies nennt man „Turbo-Boost“.
- Die Prozessor-Version ist zwar schwerer zu fassen, aber sogar noch wichtiger als die reinen Eckdaten (Zahl der Prozessorkerne und deren Taktfrequenz). Denn die CPU-Hersteller Intel und AMD optimieren ihre Prozessoren kontinuierlich und bringen jährlich neue Prozessorgenerationen auf den Markt. Bei gleichen Eckdaten ist eine neuere Prozessor-Version immer schneller als das ältere Modell.
Falls Sie Ihren Komplett-PC hauptsächlich für das Surfen im Internet, Videostreams und Office-Software verwenden möchten, sind Sie mit den meisten aktuellen Prozessoren gut bedient. An dieser Stelle können Sie also gefahrlos Abstriche machen, um einen preiswerteren PC zu ergattern.
Wenn Sie jedoch gerne die aktuellsten Computerspiele spielen möchten, sollten Sie zu einem Gaming-PC-Set mit einem aktuellen High-End-Prozessor der Baureihen Intel Core i5, Intel Core i7 oder AMD Ryzen greifen.

2.2. Arbeitsspeicher: Mindestens 8 GB sollten es sein
Beim Arbeitsspeicher (auch: RAM, kurz für: Random Access Memory) handelt es sich um besonders schnellen Speicher, in dem temporär die Daten abgelegt werden, die der Prozessor gerade benötigt. Nur wenn die Daten im Arbeitsspeicher liegen, kann der Prozessor unmittelbar darauf zugreifen. Ist der Arbeitsspeicher voll, müssen Daten auf die langsamere Festplatte ausgelagert werden und die Performance des PC-Systems leidet.
Daher ist eine ausreichende Menge Arbeitsspeicher vor allem beim Multitasking wichtig. Auch, wenn Sie besonders viele Browserfenster gleichzeitig geöffnet haben, ist der Arbeitsspeicher schnell ausgelastet. Durchschnittsanwender sollten bei einem Multimedia- oder Büro-PC darauf achten, dass dieser über mindestens acht Gigabyte RAM verfügt.
Beim Spiele-PC für einen begeisterten Gamer empfehlen wir von Vergleich.org hingegen ein Modell mit 16 Gigabyte RAM zu wählen. Bei einem Gaming-PC-Komplettpaket sollten Sie außerdem darauf achten, dass der schnelle DDR4-Arbeitsspeicher verbaut ist. Für normale Nutzer reicht laut PC-Tests und -Vergleichen im Internet der ältere DDR3-Speicher vollkommen aus.
2.3. Massenspeicher: SSDs können den Systemstart beschleunigen
Auch der Massenspeicher kann die Geschwindigkeit eines PC-Rechners deutlich beeinflussen. Denn hier haben Sie die Wahl zwischen den herkömmlichen langsamen HDD-Festplatten und dem deutlich schnelleren SSD-Speicher. Wann immer große Datenmengen geladen werden müssen, spielt ein Desktop-Rechner mit SSD seine Geschwindigkeitsvorteile aus. So geht zum Beispiel der System- und Programmstart mit SSD deutlich schneller vonstatten und auch bei grafikintensiven 3D-Videospielen gibt es Performancevorteile.
Allerdings sind SSDs nach wie vor deutlich teurer als klassische Festplatten (HDDs). Bei High-End-PCs werden meist große SSDs mit einem Volumen von 500 Gigabyte oder mehr verbaut, dies hat jedoch seinen Preis. Für Sparfüchse gibt es jedoch einen guten Kompromiss: In hochwertigen günstigen Komplett-PCs wird oft eine relativ kleine SSD (z. B. 128 Gigabyte) mit einer großen HDD (1 Terabyte oder mehr) kombiniert. So können Programme vom schnellen SSD-Speicher profitieren; für seltener genutzte Daten, wie Musik- oder Fotosammlungen, wird die günstige HDD-Festplatte verwendet.

2.4. Nur Gamer benötigen eine dedizierte Grafikkarte
Vor allem für Computerspieler relevant ist die Grafikkarte. Denn diese ist ausschlaggebend dafür, dass Sie auf einem Game-PC auch grafisch anspruchsvolle 3D-Spiele ruckelfrei spielen können. Besonders beliebt sind Grafikkarten der Baureihen Geforce GTX von Nvidia und Radeon von AMD. Diese gibt es zum Beispiel im Programm der Hardware-Marken Asus oder MSI. Für Büro- und Multimedia-PCs genügen hingegen die Grafikchips, die in allen modernen Prozessoren integriert.
Vielen Dank für diesen aufschlussreichen Vergleich. Ich bin jedoch verwundert, dass es keine Komplett-PCs mit BluRay-Laufwerken zu geben scheint. Ich dachte dieser Technologie gehört die Zukunft?
Sehr geehrter Herr Meier,
die meisten Menschen haben heutzutage Heimkino und PC relativ klar getrennt und nutzen stattdessen einen BluRay-Player. Falls Sie für Ihren Komplett-PC einen BluRay-Laufwerk benötigen, können Sie aber auch ein externes Gerät dazukaufen. Die passenden Modelle finden Sie in unserem Vergleich zum Thema „externe BluRay-Brenner“.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team von Vergleich.org