Das Wichtigste in Kürze
  • Spiegelreflexkameras, Universalkameras, Kompaktkameras, Systemkameras und Reisezoomkameras gehören in die Familie der Digitalkameras. Die Kategorien unterscheiden sich in Preis, Funktion und Handhabung. In unserem Digitalkamera Test 2020 haben wir universelle Digitalkameras verglichen.
  • Universelle Reise-Digitalkameras sind die optimale Mitte zwischen Handlichkeit, Preis und Bildqualität.
  • Für 100 bis 200 Euro dürfen Sie schon Bildstabilisatoren, Full-HD-Videos WLAN und natürlich richtig gute Bilder erwarten.

Reisezoomkamera Test

Die schönsten Momente im Leben kommen einem oft so kurz und zerbrechlich vor, weshalb man sie nur zu gerne festhalten möchte. Wortwörtlich ist dies seit der Einführung der Fotographie Ende des 19. Jahrhunderts möglich. Seitdem hat sich bei den technischen Möglichkeiten viel getan. Eine gute Kamera macht schon mal den Unterschied zwischen roten Augen, verwackelten Bildern und der Bildschärfe aus. Wer kein Smartphone besitzt, eine gute Zweitkamera sucht oder mit den spärlichen Fotoergebnissen unzufrieden ist, der sollte den Blick über den Fotorand auf Digitalkameras werfen. In unserem Digitalkamera Vergleich 2020 haben wir die besten Digitalkameras, darunter unseren Digitalkamera Testsieger, unter die Lupe genommen und sagen Ihnen worauf es beim Kauf ankommt.

1. Wie funktioniert eine Digitalkamera?

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Sony DSC W810 Digitalkamera mit scharfen Bildern.

Eine Digitalkamera ist ein Fotoapparat, der nach dem gleichen Prinzip funktioniert wie sein analoger Vorfahre, nur dass nicht etwa ein Film belichtet wird, sondern ein elektronischer Sensor. Licht, das durch eine Blende und einen Verschluss gesteuert wird, gelangt durch ein Objektiv (Linse) auf den Sensor, auch Bildwandler genannt, welcher die Daten zur Größe und Farbe des Bildes aufnimmt. Es entsteht ein digitales Signal, das zu jedem Pixel Informationen über dessen Position auf dem Sensor, die Farbe und die Farbintensität des aufgezeichneten Lichts enthält.

Der Bildprozessor in der Kamera ist ein kleiner Computer, der aus dem digitalen Signal das fertige Foto berechnet und bezüglich des Kontrastes und der Helligkeit bearbeitet. Die Bildinformationen werden auf einem digitalen Speichermedium (meist SD-Karte) abgespeichert. Spiegelreflexkameras speichern oft in RAW-Formaten ab, die sämtliche Bildinformationen beinhalten, während normale Digitalkameras im günstigen bis mittleren Preissegment die Fotos als jpeg abspeichern, wodurch einige Bildinformationen verloren gehen. Für eine Bildbearbeitung als Hobby- und Amateurfotograf ist das jedoch völlig unbedenklich und ausreichend.

2. Welche Digitalkamera-Typen gibt es?

Rasende Entwicklung: Die Welt der Kameras ist bevölkert von einer Vielzahl unterschiedlicher Kategorien, Modelle und Typen. Dies liegt daran, dass die digitale Fototechnologie immer neue Funktionen und Möglichkeiten hervorbringt, um sich letztlich den Wünschen, Bedürfnissen und Portemonnaies der Urlaubs- und Profifotografen anzupassen. Wir möchten Ihnen der Einfachheit halber kurz einige gängige Kamera-Typen vorstellen.

2.1. Spiegelreflexkamera

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Nikon D3200: Eine bewährte Spiegelreflexkamera.

Vor der Spiegelreflexkamera ziehen alle anderen Kameras ehrfürchtig ihre Hülle. Berufsfotografen, die ja wissen dürften, wovon sie sprechen, bevorzugen nach wie vor teure Spiegelreflexkameras (DSLR/DSR). Der Name dieser Königsklasse bezieht sich auf die Funktionsweise, wonach ein integrierter, klappbarer Spiegel zwischen Objektiv und Bildebene das Bild auf einer Mattscheibe abbildet. DSLRs haben eine geringe Auslöseverzögerung und zeitgleich einen schnelleren Fokus als andere digitale Kameras, wodurch die Bilder insgesamt besser werden – gerade bei Videos. Allerdings sind die Kameras mit mindestens 350 bis in die tausende Euro ziemlich teuer.

Vorteile einer universellen Digitalkamera gegenüber einer Spiegelreflex

  • günstiger
  • gute Haptik, weil kompakt
  • leichter
  • schneller in der Bedienung, weil kein Objektivwechsel
  • einfacher in der Handhabung, d.h. auch ohne größere Fotografiekenntnisse
  • kein Zukauf von Objektiven
  • weniger empfindlich gegen Schmutz
  • Mikro- und Makro Aufnahmen ohne zusätzliche Objektive begrenzt
  • mehr Bildrauschen als bei einer Spiegelreflexkamera
  • Spiegelreflexkamera hat eine geringere Auslöseverzögerung und einen schnelleren Fokus, sodass in gleicher Zeit mehr Bilder entstehen
  • Spiegelreflex hat bessere Sensoren

2.2. Universalkamera

All in One – zumindest beinahe. Universalkameras bieten eine umfassende Fotoausrüstung in einem Kameragehäuse – ohne dabei größentechnisch eine Herkulesaufgabe zu sein. Eine Universalkamera sollte schon einen Sucher haben, mit dem Sie das gewünschte Motiv in einem Rahmen oder einem Fadenkreuz anvisieren können. In unserem Digitalkamera Vergleich haben alle Modelle ein LCD-Display als elektronischen Sucher. Wenn nicht, sollte ein Blitzschuh die Adaption eines Suchers zumindest ermöglichen. Bei Universalkameras ist auch das Objektiv im Gehäuse bereits eingebaut und muss demnach nicht zusätzlich erworben werden. Dadurch sind Mikro- und Makroaufnahmen nur begrenzt möglich. Aus den Universalkameras haben sich sogenannte Reisezoomkameras herausgebildet, die einen hohen optischen Zoom haben wie z.B. die Sony DCS HX50. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Belichtungsparameter einstellbar sind, um besonders bei Nachtaufnahmen noch etwas an der Bildqualität drehen zu können.

2.3. Systemkamera

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Canon EOS Systemkamera mit wechselbarem Objektiv.

Für technikverliebte Hobby- und Amateurfotografen. Hauptmerkmal einer Systemkamera ist die Wechselbarkeit der Objektive. Neben dem optischen Sucher einer Spiegelreflexkamera gibt es elektronische Sucher in Form eines LCD-Displays und Kameras ganz ohne Sucher, die manchmal jedoch auch im Nachhinein angebracht werden können. Vorteil von wechselbaren Objektiven ist ganz klar, dass der Fotograf dadurch beinahe jeder fotografischen Anforderung gewachsen ist. Allerdings sind Objektive mitunter sehr teuer, weshalb sich die Anschaffung nicht immer lohnt. Im Vergleich zu Spiegelreflexkameras sind sie trotzdem leichter und kompakter.

2.4. Kompaktkamera

Die gängigste Gruppe der digital cameras bilden die kleinen Kompaktkameras. Preislich liegen sie üblicherweise zwischen 50 und 350 Euro, obwohl wie immer die Grenze nach oben offen ist. Der Name ist bei den Kameras in jedem Fall Programm: Kompakt soll es vor allem für die Fotografie unterwegs sein. Die Fotoapparate haben ein festes Objektiv und spielen größentechnisch in der Liga von Zigarettenschachteln. Unter der kompakten Bauart leidet jedoch die hochwertige Optik. Die Ära der Smartphones, die immer bessere Fotos machen können, hat jedoch das langsame Aussterben der Kompaktkameras besonders unter den jungen Leuten heraufbeschworen.

Hinweis: Kompakt- bzw. Reisezoomkameras gibt es auch als analoge Version. Die Bilder sind zwar nicht so scharf wie bei System- und Spiegelreflexkameras, dafür sind die Modelle günstiger und handlicher.

3. Kaufkriterien für Digitalkameras: Worauf sollte geachtet werden?

Der Kauf von technischen Geräten geht des Öfteren Hand in Hand mit einer steigenden Frustration, die letztlich dazu führt, dass man sich irgendein Produkt kauft, nur um sich nicht länger mit technischen Details auseinandersetzen zu müssen. Begriffe wie Canon 1000d, Canon 400d, Casio exilim, Lumix, Nikon Coolpix, Sucher, ISO usw. bringen nur Amateurfotografen und Profis weiter, nicht den Digitalkamera Anfänger. Viele Funktionen sind automatisiert oder für unter 400 Euro gar nicht zu haben, weshalb es nicht lohnt, sich als Digitalkamera Einsteiger mit allen Einzelheiten zu beschäftigen. Aus diesem Grund haben wir in unserem nachfolgenden Reisezoomkamera Vergleich einmal die wesentlichen Kamera Kaufkriterien aufgeführt und erläutert.

3.1. Maße und Gewicht

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Sony DSC TX30 mit großem Touch-Display.

Einmal von der Spiegelreflexkamera abgesehen, zeichnen sich digitale Kompaktkameras besonders durch eine handliche Größe aus. Nicht umsonst werden sie Travelkamera (Reisekamera) oder je nach Modell Kompaktkamera genannt. So wie die Funktionen und der Preis an die Bedürfnisse eines Urlaubers und Hobbyfotografen angepasst sind, so ist es auch die Größe. Im Durchschnitt ergeben sich Maße von 11 x 7 x 4 cm. Besonders bei einer Digitalkamera für Kinder bietet es sich an auf eine kompakte Größe und ein leichtes Gewicht zu achten. In unserem Digitalkamera Vergleich haben wir Modelle mit unterschiedlichem Gewicht verglichen. Unter 140 g haben Sie ein Leichtgewicht in der Hand, wobei bis zu 300 g noch als akzeptables Reisegewicht durchgehen. Bei über 500 oder 700 g sollten Sie sich schon überlegen, ob Sie das mit sich umhertragen möchten, wenn es nur um ein paar Schnappschüsse geht.

3.2. Displaygröße und Displayauflösung

Beinahe alle Camcorder und Digicams von Nikon, Panasonic und Co. haben ein elektronisches LCD-Display. Es dient der Bildsuche, d.h. es gibt dem Fotografen zu erkennen, welchen Bereich er ablichtet. Je größer die Auflösung und das Display sind, desto besser. Weil so die Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Aufnahmequalität und der Bildschirmauflösung minimiert wird – die sollte möglichst klein sein. Alternativ kann man einzelne Bildausschnitte nur ranzoomen, um eventuelle Verwacklungen zu erkennen. Das kostet sowohl Zeit als auch Nerven, wenn es bei einigen Fotos besonders wichtig ist, keine Verwacklungen zu haben (z.B. wenn das Bild als Poster ausgedruckt werden soll).

3.3. Megapixel

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Panasonic Lumix DMC Serie: Geeignet zum Digitalkamera Testsieger.

20 Megapixel sind eigentlich schon zu viel für einen gewöhnlichen Digicam Bildsensor. Die Physik lässt sich nicht überlisten. Je mehr Pixel auf einen größenbeschränkten Sensor (Daumennagel-Größe) kommen, desto enger wird es für die kleinen Bildpunkte und sie müssen sich das einfallende Licht teilen. Weil sie so klein sind, können sie auch gar nicht viel Licht aufnehmen. So entsteht letztlich ein Bildrauschen. Es sei jedoch gesagt: digitale Kompaktkameras, die nicht gerade zur Spiegelreflex Kategorie für 800 Euro aufwärts gehören, haben nun einmal ein Rausche-Problem. Das fällt allerdings nur bei sehr dunklen Außenaufnahmen auf und kann zu Not mit einem Stativ und der dadurch möglich werdenden erhöhten Belichtungszeit ausgemerzt werden. Oftmals wird also gar nicht das Bild besser, sondern nur mehr Speicherplatz pro Bild erforderlich und ein Großformat-Ausdruck besser.

3.4. Digitalkamera Marken

Gerade auf dem Technologie-Markt neigen Verbraucher dazu, wieder zum gleichen Hersteller zu greifen, wenn sie schon einmal gute Erfahrungen gemacht haben. Eine Digitalkamera günstig kaufen sollte nicht auf dem Rücken der Qualität geschehen, weshalb wir langfristig zum Kauf bewährter Kamera-Typen raten. Eins sei vorweg gesagt: Eine Digitalkamera für unter 150 Euro ist bei fast allen Marken und Herstellern durchaus im Bereich des Möglichen.

Hersteller Beschreibung
Canon Der japanische Hersteller Canon ist ein Gigant in der Kamerawelt. Wer sich mit ihm messen will, spielt mit den Großen – wortwörtlich. Seit den 1980er Jahren stellt Canon digitale Cameras her, damals noch die Canon RC-Reihe. Später kam die digitale Kompaktkamera der Reihen Power Shot und Digital IXUS, die wir in unserem Reisezoomkamera Vergleich für Sie mit berücksichtigt haben. Auch der Markt für digitale Spiegelreflexkameras wäre ohne die Canon Eos-Digital Reihe nicht denkbar.
Casio Der Elektronikriese Casio hat seine Wurzeln ebenfalls in Japan. Die Produktpalette reicht von Uhren über Taschenrechner hin zu digitalen Kompaktkameras. In allen drei Bereichen konnte sich Casio bislang behaupten. Mit seiner Casio Exilim Serie hat der Hersteller ein festes Standbein auf dem Digitalkamera Markt, jedoch gibt es erste Anzeichen dafür, dass Casio sich den Smartphones ergibt und keine neuen Digitalkameras veröffentlicht.
Panasonic Wenn Sie eine günstige Digitalkamera kaufen wollen, ist das bei Panasonic kein Problem, wie Sie in unserem Digitalkamera Vergleich nachvollziehen können. Das Unternehmen Panasonic reiht sich in die japanische Führung der Digicam-Welt ein, und zwar vom günstigen bis zum teuren Preissegment. Mit der DMC-CM und DMC FZ Reihe gibt es starke Kompaktkameras für Profis. Mit einem Modell aus der Panasonic Lumix DMC Reihe konnte das Unternehmen in unserem Digitalkamera Vergleich punkten.
Sony Sony hat seine technischen Flügel großflächig ausgebreitet und ist nach Hitachi und Panasonic der drittgrößte japanische Elektronikkonzern. Unter der Marke Cyber-Shot produziert Sony digitale Kameras sowie Camcorder unter der Marke Handycam. Mit der Spiegelreflex Baureihe Sony Alpha hat die Marke neue Maßstäbe für digitale Kameras gesetzt. Der Hersteller hat unter anderem die besten und größten Bildsensoren für eine herausragende Bildqualität.

3.5. Zoom

Auf der Suche nach Digitalkamera-Test werden Sie auf ein ganz wichtiges Kaufkriterium treffen: Den Zoom. Besonders für Landschaftsaufnahmen und im Urlaub bietet sich das Heranholen eines Motivs an. Entfernte Tiere oder Gebäude können fixiert und angezoomt werden, sodass Sie auf dem LCD-Display den Bildausschnitt wählen können. Es gibt zwei Zoom-Arten:

  • den optischen Zoom
  • den digitalen Zoom

Der optische Zoom verändert den Bildausschnitt durch eine Variation der Linsenanordnung im Objektiv, wodurch die Brennweite geändert wird und ein scharfes Bild entsteht. Ein 5 fach optischer Zoom sollte für eine digitale Kamera um die 100 Euro inklusive sein. Fotografen mit einer Kamera, an die kein externes Objektiv angebaut werden kann, nutzen eher Zoomfaktoren ab 30 oder 50 fach Zoom für entfernte Details (Superzoomkamera).

Der digitale Zoom dagegen verändert die Brennweite nicht. Das Bild rückt zwar näher, doch die Schärfe wird nicht angepasst, weshalb wir dazu raten, auf den optischen Zoom zu achten und den digitalen Zoom nur sparsam anzuwenden. Weil die Zoomzahlen sehr abstrakt erscheinen können, sind Bilder manchmal hilfreicher als Worte. Schauen Sie im folgenden Video am Beispiel der Sony DSC-HX50V, wie beeindruckend ein 30 facher optischer Zoom ist:

4. Welche Digitalkamera schneidet im Test am besten ab?

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Sony DSC HX50 – kabelloser Fototransfer dank WLAN-Funktion.

Durch das massige Angebot von Fotoapparat, Systemkamera, Camcorder und Co. in unterschiedlichen Preiskategorien mit mehr oder weniger Funktionen gibt es viele Technik-Tests. In einem Digitalkamera-Test der Stiftung Warentest werden neben technischen Daten auch die Bildqualität, Outdoor-Kamera Fähigkeiten und die Benutzerfreundlichkeit getestet. Ein umfangreicher Katalog listet sämtliche Modelle aus den Kategorien Systemkamera, Bridgekamera, Spiegelreflexkamera und Digitalkamera, weshalb der Stiftung Warentest Testsieger je nach Kategorie variiert. Zu Bemängeln ist jedoch die Unübersichtlichkeit der Kamera-Ergebnisse, zudem sind die Qualitätsurteile, wie bei der Stiftung Warentest üblich, nur gegen ein Entgeld zu erhalten.

5. Fragen und Antworten zum Thema Kamera digital

Auf dem Weg endlich die beste Digitalkamera Ihr eigen nennen zu können, sind Sie sicherlich auch schon auf die ein oder andere Frage gestoßen, deren Beantwortung Ihnen einfach keine Ruhe lässt. Um Ihnen beratend zur Seite zu stehen, haben wir die dringendsten Fragen in unserer Digitalkamera Kaufberatung beantwortet.
Digitalkamera Test

5.1. Ab wann gab es Digitalkameras?

Die Geschichte der Fotografie fand ihre Ansätze bereits zu Zeiten Aristoteles. Die erste digitale Camera jedoch wurde erst in den 1970er Jahren erfunden, nachdem in den 60ern das erste Patent auf einen digitalen Bildsensor angemeldet wurde. Sie wog gewaltige 10 Kilo und war an ein Stromkabel gebunden, was noch nicht ganz der heutigen, federleichten Kompaktkamera entspricht. Als Digicams 1973 kommerziell wurden, sollte die 0,1 Megapixel Auflösung erst der Anfang einer digitalen Fotoära sein, deren Ergebnisse heute erschwingliche High-End Modelle sind, wie Sie sie in unserem Digitalkamera Vergleich finden.

5.2. Wie viel Megapixel braucht man?

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Nikon Coolpix L840 mit 38 fachem Zoom.

Die deutsche Übersetzung von Pixel ist ein Bildpunkt, wonach Megapixel eine Million Bildpunkte sind. Für den Verbraucher galt und gilt diese Zahl als ein entscheidendes Digitalkamera Kaufkriterium, denn mit einer großen Pixelanzahl erhöhen sich die Farbpunkte auf einem Foto. Warum dies jedoch immer wieder ein Streitthema unter Laien und Fotografen ist liegt daran, dass die Megapixelanzahl in Relation zur Größe des Bildsensors gesehen werden muss. Wenn mit der Pixelanzahl nicht auch der Bildsensor größer wird, werden die einzelnen Punkte kleiner, um auf die Fläche des Sensors zu passen. Das ist zwar gut für einen großformatigen Foto-Ausdruck, erfordert aber einen guten ISO-Wert und das ist bei günstigen Digitalkameras, selbst bei einer Nikon oder einer Panasonic DMC Lumix noch nicht wirklich machbar. Hier helfen gute Foto- oder Video-Softwares für und ein ruhiges Stativ bei Nachtaufnahmen. 16 Megapixel sind schon sehr gut und mehr als 20 sind bei digitalen Kompaktkameras oder einem Camcorder nicht notwendig.

5.3. Digitalkamera mit wenig Auslöseverzögerung

Jeder Hobbyfotograf hat es bei seiner ersten Kamera wahrscheinlich bemerkt: Die Zeit zwischen dem Druck auf den Auslöser, um ein Foto zu machen bis zu dem Moment, da das Bild wirklich entsteht, können Ewigkeiten dauern. Auf einmal haben alle schon „Cheese“ gesagt und übrig bleiben verzerrte Gesichter und geschlossene Augen. Aus diesen Gründen war die Auslöseverzögerung lange Zeit ein wichtiges Kaufkriterium. Mittlerweile jedoch muss es nicht die beste Digitalkamera sein, damit die Auslösezeit schnell vergeht, denn eine günstige Digitalkamera für unter 100 Euro lässt nur wenige Zehntelsekunden verstreichen. Interessanter ist mittlerweile eher der Blick auf die Zeit, die vom Moment der Kamera-Inbetriebnahme bis zum ersten Foto (Startmodus) vergeht.

Zubehör

Kameras lassen sich nach und nach durch den Zukauf von Kamerazubehör aufwerten. Neben einer kratz- und bruchsicheren Hülle lohnt sich langfristig auch die Investition in ein Stativ für wackel- und rauschfreie Bilder sowie in einen zusätzlichen Blitz, der mehrere Meter weit Licht streut.

5.4. Digitalkameras mit WLAN

Nicht nur Smartphones, nein auch die besten Digitalkameras wie aus unserem Digitalkamera-Vergleich rühmen sich seit einigen Jahren mit einer WLAN-Funktion. Die beiden Foto-Konkurrenten rücken dadurch sogar noch näher, denn WLAN macht einen drahtlosen Datentransfer zwischen Digicam und Smartphone möglich. Ist das WLAN einmal eingestellt, scannen die Fotoapparate oder Camcorder mit Video-Funktion ihre Umgebung. Nach dem Verbindungsaufbau lassen sich die eben geschossenen Fotos drahtlos an an den Rechner, Drucker oder die Lieben daheim senden. Bei mangelndem Speicherplatz können Fotos somit auch in einer Cloud hochgeladen werden, um die Daten vor dem Löschen zu sichern.

5.5. Was bedeutet ISO?

Um ein perfektes Bild zu erreichen kann man an drei Werten drehen: Blendenwert, Verschlusszeit und mittels ISO-Wert an der Belichtung. Die ISO-Werte sagen aus, wie sensibel der Kamerasensor ist (Lichtempfindlichkeit). Man kann sich aber merken: Je höher der ISO-Wert, desto weniger Licht braucht man für ein gelungenes Foto, jedoch führt dies gleichzeitig zu einem Bildrauschen (helle und bunte Pixel auf eigentlich dunklen Bildpartien), das Sie bereits auf dem LCD-Sucher erkennen können. Für ganz klare Bilder braucht man also einen geringen ISO-Wert. Bei einer digitalen Reisekamera organisiert die Automatikfunktion die ISO-Werte, um ein Rauschen möglichst zu vermeiden. Im Handbuch einer jeden Digitalkamera finden Sie dazu entsprechende Einstellungs-Empfehlungen.

6. Urlaub in Corona-Zeiten: Das sind die beliebtesten Urlaubsstädte in Europa!

Seit Mitte Juni sind die Reisewarnungen für 29 EU-Länder wieder aufgehoben. Wer sich traut und die Corona-Beschränkungen beachtet, kann also durchaus auch einen sommerlichen Städteurlaub in Betracht ziehen. Die beliebtesten Städte für einen Kurztrip hat die Vergleich.org-Redaktion anhand der Google-Suchanfragen zusammengestellt!

  • Auf Platz 1: Amsterdam! Mit 17.220 Google-Suchanfragen für “Amsterdam Urlaub” sichert sich die Hauptstadt der Niederlande den ersten Platz bei den Städtereisen-Fans.
  • Auf Platz 2: Rom! Die “Ewige Stadt” wird monatlich von 8.040 Reiselustigen gesucht, die sich den unwiderstehlichen Mix aus Kultur und Dolce Vita nicht entgehen lassen wollen.
  • Auf Platz 3: Paris! Die „Stadt der Liebe“ ist ein absoluter Klassiker unter den Urlaubsstädten und interessiert jeden Monat 8.030 Google-Nutzer.
  • Auf Platz 4: Prag! Die “Goldene Stadt” hat ihren Namen völlig zu Recht, finden auch 5.950 Google-Nutzer pro Monat.
  • Auf Platz 5: Berlin! Die deutsche Hauptstadt lockt nicht nur Partytouristen, sondern hat auch erstaunlich viel Grün für die 5.590 Google-Nutzer zu bieten, die hier urlauben wollen.

Berlin – Nachdem die Reisebeschränkungen für viele Länder seit dem 15. Juni aufgehoben sind, wünschen sich auch zunehmend viele Menschen einen Stadturlaub im Jahr 2020. Wie viele, hat die Vergleich.org-Redaktion anhand der Google-Suchanfragen herausgefunden.

Besonders wichtig, wenn Sie dieses Jahr trotz Corona nicht auf einen Stadturlaub verzichten möchten: unbedingt auf alle empfohlenen Verhaltensmaßnahmen wie Händewaschen, Maskenpflicht und Abstandsregelungen achten und sich vor der Reise auch nochmal über die konkreten Regeln im Zielland informieren.

Klarer Sieger: Amsterdam!

Die reizende Hauptstadt der Niederlande hat viele Namen: Stadt der Tulpen, Stadt der Grachten, Stadt der Sünde… in Amsterdam ist definitiv für jeden Geschmack was geboten. Doch so perfekt wie wohl kaum eine andere Metropole eignet sich Amsterdam für eine Erkundung mit dem Rad. Schließlich gibt es in der Stadt mehr Fahrräder als Einwohner!

Wer inmitten des städtischen Trubels ein wenig im Grünen zur Ruhe kommen möchte, legt sich einfach eine Weile in den wunderschönen Vondelpark. Doch Vorsicht: Wer nicht wildfremden Pärchen beim seit 2008 völlig legalen Schäferstündchen im Park zusehen möchte, macht sich am besten vor Anbruch der Dunkelheit davon.

Auch sonst kann man hier Vieles tun, was andernorts verboten ist. Die freie Verfügbarkeit von Cannabis in den Coffeeshops tut ihr übriges dazu, die Stadt als ultimative Partymetropole auf den Plan der Feierwütigen zu setzen. Wer es eher beschaulich mag, unternimmt eine Bootsfahrt über die Grachten durch die Innenstadt, besucht das Rijksmuseum, das Stedelijk Museum oder den Blumenmarkt. 17.220 Google-Nutzer träumen davon, der Stadt der Grachten einen Besuch abzustatten.

Auf Platz 2: Rom!

Die “Ewige Stadt” ist immer eine Reise wert, so sehen das auch 8.040 Google-Nutzer pro Monat. Die italienische Hauptstadt überwältigt geradezu mit ihrer Menge an Sehenswürdigkeiten, die von der Antike über die Renaissance bis hin zur Moderne politische wie religiöse Geschichte eindrucksvoll wiederaufleben lassen. Das Kolosseum, der Petersdom, das Pantheon oder der Trevi-Brunnen sind nur ein Bruchteil der Attraktionen. Geheimtipp für Katzenfans: Der Largo di Torre Argentina, eine antike Ausgrabungsstätte, wurde als Zufluchtsort für die zahlreichen Straßenkatzen eingerichtet.

Wer genug von der sommerlichen Hitze in der südlichen Metropole hat, fährt einfach nach Ostia für einen Ausflug ans Meer. In den Restaurants wird meist hervorragende italienische Küche serviert und von Pizza und Pasta bis zu Spezialitäten wie Saltimbocca oder Ossobuco bleibt kein Wunsch unerfüllt. Ganz Abenteuerlustige bestellen Innereien, z.B. Trippa alla romana: Pansen bzw. Kutteln in Tomatensauce.

Auf Platz 3: Paris!

Paris, mon amour…. die Stadt der Liebe ist einer der bekanntesten Sehnsuchtsorte der Welt, auch für 8.030 Google-Nutzer pro Monat. Dass man hier eine Unmenge an weltberühmten Sehenswürdigkeiten wie den Louvre, die Champs Élysées und natürlich den Eiffelturm bewundern kann, versteht sich von selbst.

Einen gewissen morbiden Charme hat es derzeit sicherlich auch, die im April 2019 durch ein Feuer schwer beschädigte Kathedrale Notre Dame in ihrem lädierten Zustand zu betrachten – die Renovierungsarbeiten sollen sich noch bis mindestens zu den olympischen Sommerspielen 2024 ziehen.

Auch die französische Küche gilt nicht ohne Grund als eine der besten der Welt. Käseliebhaber finden hier 1.600 verschiedene Sorten. Empfehlenswert für Preisbewusste in dieser nicht ganz günstigen Stadt sind die “Formule” genannten Menüs, mit denen man teilweise bereits ab ca. 16€ ein oft kreatives und meistens sehr leckeres 3-Gänge-Menü bekommt.

Auf Platz 4: Prag!

Ob Sie das Goldene Gässchen, den Alten Jüdischen Friedhof oder die Karlsbrücke besuchen oder auf den Spuren Franz Kafkas wandern wollen, in Prag gibt es eine Menge zu sehen. Geheimtipp: Auf einer Tretboot-Fahrt über die Moldau lässt sich die prunkvolle und geschichtsträchtige Architektur der Altstadt (Staré Město) noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive bewundern. 5.950 Mal pro Monat wird nach Prag Urlaub gegoogelt.

Nicht zuletzt ist Tschechien für Deutsche immer noch ein recht günstiges Pflaster, sodass man es sich hier für vergleichsweise wenig Geld sehr gut gehen lassen kann. Durch das weltberühmte tschechische Bier und die äußerst schmackhafte, deftige Küche kommen gerade Genussurlauber hier besonders auf ihre Kosten.

Auf Platz 5: Berlin!

Die eigene Hauptstadt ist für die Deutschen nach wie vor ein beliebtes Reiseziel, wie die 5.590 monatlichen Suchanfragen zeigen. Kein Wunder, bietet sie doch für jeden etwas: Ob Kultur, Shopping, Natur oder Party, in Berlin finden erlebnishungrige Reisende alles, was das Herz begehrt. Die Partytouristen werden dieses Jahr allerdings wohl ausbleiben, denn die Clubs und Discos sind Corona-bedingt weiterhin geschlossen.

Gerade in der jetzigen Situation lohnt es sich also, die oft unterschätzten Berliner Naherholungsgebiete auszukundschaften: Brandenburg lockt mit knapp 3000 Seen, doch auch im Stadtgebiet warten gut erreichbare Gewässer wie der Weißensee oder der Schlachtensee und grüne Stadtwälder wie Grunewald oder Plänterwald auf Erholungssuchende. Sehr hübsch: Eine kurze Bootstour auf die Pfaueninsel, die ab dem 27.6. wieder geöffnet wird.

Auf Platz 6: Lissabon!

  • 4.320 monatliche Google-Suchanfragen
  • Die portugiesische Hauptstadt an der Atlantikküste bezaubert mit mediterran-maritimem Flair
  • Die Stadt erkundet man am besten mit den historischen Trams, den “Elétricos”. Beste Linie für eine Stadtrundfahrt: Nummer 28
  • Ein Muss: eine (oder zwei, oder drei…) der typischen “Pastéis de Nata” probieren, am besten bei Pastéis de Belém – und nicht von der Schlange vor dem Laden abschrecken lassen!

Auf Platz 7: Wien!

  • 4.240 monatliche Google-Suchanfragen
  • Kaum eine andere Stadt wartet mit so vielen Schlössern auf: Im Schloss Schönbrunn, der Hofburg oder dem Schloss Belvedere wandelt man auf den Spuren der Habsburger
  • Passend zum den Wienern oft nachgesagten Hang zum Morbiden kann man auf dem Zentralfriedhof die letzten Ruhestätten von Berühmtheiten wie Beethoven, Brahms oder Falco aufsuchen
  • Schönste Option für die Stadtrundfahrt: eine romantische Kutschfahrt mit dem Fiaker

Auf Platz 8: Budapest!

  • 1.760 monatliche Google-Suchanfragen
  • Die ungarische Hauptstadt wird nicht umsonst das “Paris des Ostens” genannt: Sie wartet mit beeindruckender Architektur auf, kann aber im Gegensatz zum “echten” Paris noch als Geheimtipp gelten
  • Nur in Budapest: Die sogenannten “Ruinenbars” im jüdischen Viertel sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Der Klassiker, die seit 2002 bestehende Bar Szimpla Kert, gilt als besonders authentisch
  • Für Wellness-Jünger ist im Széchenyi-Heilbad ein einmaliges Erholungserlebnis mit 21 Thermalwasser-Schwimmbecken zwischen barocken Kunstwerken geboten

Auf Platz 9: Stockholm!

  • 1.730 monatliche Google-Suchanfragen
  • Die malerische Altstadt Gamla Stan liegt auf einer eigenen kleinen Insel und begeistert mit den typischen, bunt bemalten Häuschen
  • Das Freilichtmuseum Skansen macht skandinavische Geschichte hautnah erlebbar
  • Für Familien sind der Freizeitpark Gröna Lund und das kindgerechte Astrid-Lindgren-Museum Junibacken zu empfehlen
  • Kulinarische Highlights: Köttbullar mal nicht in IKEA-Qualität und die schwedischen Zimtschnecken (kanelbullar), besonders empfehlenswert mit Kardamom. Für Mutige: Surströmming ist vergorener Fisch in Salzlake

Auf Platz 10: Athen!

  • 1.720 monatliche Google-Suchanfragen
  • Kultururlauber kommen hier voll auf ihre Kosten: Die Akropolis, das Dionysostheater oder die Agora muss jeder Liebhaber der griechischen Antike wenigstens einmal im Leben besucht haben
  • Doch auch der Genuss kommt nicht zu kurz: Nicht nur Klassiker wie Gyros oder Souvlaki, sondern auch die große Vielfalt an Vorspeisen ist es wert, probiert zu werden
  • Für einen kleinen Ausflug eignen sich die Strände in der Umgebung (z.B. Vouliagmeni, Vari, Saronida) sowie die Inseln der Ägäis (Ägina, Poros, Hydra)
  • Gerade in einem Viertel wie dem historischen Stadtteil Plaka sollte man sich auch einfach mal treiben lassen, denn hier gibt es unzählige wunderhübsche Gässchen zu entdecken

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