Vorteile
- sehr kompaktes Design
- OLED-Display
- PictBridge-Direktdruck möglich
Nachteile
- keine Bluetooth-Konnektivität

Wenn Sie nicht nur ab und zu mal ein Urlaubsfoto schießen, sondern Digitalfotos mit dem größt möglichen Detailreichtum aufnehmen wollen, Ihnen eine Spiegelreflexkamera (DSLR) aber zu groß und zu schwer ist, dann ist eine Systemkamera die richtige Alternative. Die auch DSLM genannten Geräte vereinen die Kompaktheit von kleinen Digitalkameras mit dem Funktionsreichtum und der Bildqualität von Spiegelreflexkameras.

Bei Systemkameras wie der Sony 6400 richten wir unser Augenmerk auf die Vielseitigkeit und Verfügbarkeit von kompatiblen Objektiven.

An dieser Stelle sehen wir die Olympus-Pen-Systemkamera, die ein Objektiv ED 14 – 42 mm aufweist.
Wie diese kann man bei einer Systemkamera auf zahlreiche Wechselobjektive zurückgreifen, die eine besondere Flexibilität bei der Komposition Ihrer Bilder ermöglichen. Die noch recht junge Geräteklasse liegt voll im Trend, aber viele Nutzer sind unsicher, ob eine Systemkamera wirklich zu Ihnen passt. In unserem Systemkamera-Vergleich 2026 gehen wir den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zur klassischen Spiegelreflex auf den Grund.

Canon stellt mit EOS M Reihe auch Systemkameras im mittleren Preissegment her.
Sie wissen nicht, was eine Systemkamera ist? Das ist nicht schlimm und auch nicht selten. Die Geräte aus dem Systemkamera-Vergleich sind noch eine relativ junge Erscheinung auf dem Markt. Sie rangieren (mittlerweile) auf einer Ebene mit der klassischen Spiegelreflexkamera. Spiegelreflexkameras werden aufgrund ihrer Bauweise auch kurz als DSLR bezeichnet. Die Abkürzung steht für digital single lense reflex, was sich darauf bezieht, dass die einäugige (single lense) Digitalkamera über einen klappbaren Spiegel verfügt, der das Bild zunächst durch den optischen Sucher reflektiert. Wird der Auslöser betätigt, schwingt er zurück und das Licht fällt stattdessen auf den lichtempfindlichen Sensor.
Analog bezeichnet man die Systemkamera stattdessen als DSLM – digital single lense mirrorless. Bei dieser Kamera Art ist kein beweglicher Spiegel zwischen Sensor und Sucher geschaltet. Der spiegellose Fotoapparat verfügt stattdessen entweder über einen elektronischen Sucher, bei dem ein digitales Bild im Okular aus den Daten erzeugt wird, die der Bildsensor liefert. Oder er verzichtet vollständig auf einen Sucher und setzt ausschließlich auf ein Display. Dadurch, dass es sich um spiegellose Digitalkameras handelt, ist eine kompaktere Bauweise möglich. Damit kommen sie den Kompaktkameras an Größe und Gewicht deutlich näher, als die Spiegelreflexkameras. So eignen sie sich perfekt um auf Reisen tolle Fotos zu machen, ohne dass die Kamera zu schwer ins Gewicht fällt.

Ein schwenkbares Display macht auch Selfies möglich.
Anders als bei einer Kompaktkamera oder Bridgekamera ist man mit der Systemkamera aber ebenso flexibel, was die Perspektive angeht, wie mit einer Spiegelreflex: Auch hier können Sie mit dem jeweiligen Objektiv, das an das Gehäuse angeschraubt wird, enormen Einfluss nehmen auf die Schärfebereiche, die Lichtintensität und die möglichen Bildausschnitte. Ein Nachteil – das muss man allerdings auch hinnehmen – besteht jedoch darin, dass die Objektive der Hersteller untereinander kaum kompatibel sind. Hier kocht jeder Hersteller gewissermaßen sein eigenes Süppchen, was die Anschlüsse (Bajonette) betrifft. Nur Olympus und Panasonic haben sich auf einen gemeinsamen Standard geeignet, allerdings stehen dann nicht bei jedem Objektiv an jedem Kamerabody auch alle Funktionen zur Verfügung.

Die Videokamera ersetzt die Systemkamera im Prinzip auch. Wer gerne mal ein Video in hochauflösendem Full-HD dreht, kommt hier auch auf seine Kosten. Allerdings sollte man dann darauf achten, dass man optional auch ein Mikrofon an die Kamera anschließen kann, da die Tonqualität der eingebauten Mikros nicht immer überwältigend ist.

Auf dem Bild: Das Modell Z 50 der Marke Nikon bietet ein kompaktes Design mit OLED-Display.
Darüber hinaus ist die beste Systemkamera die richtige Wahl für Smartphone-Fotografen, die den nächsten Schritt zu professionelleren Bildern gehen wollen. Denn die meisten Systemkameras verfügen mittlerweile über die Möglichkeit zur WLAN Verbindung und erlauben so das direkte Hochladen von Fotos und Videos zu Facebook, Twitter und Co.
Durch das meist schwenkbare Display kann man übrigens auch hervorragende Selfies machen. Das Smartphone selbst wird bei den meisten Modellen in unserem Systemkamera-Vergleich übrigens zu Fernbedienung und Kontrollbildschirm gleichermaßen. Für die Verbindung mit dem Smartphone setzen aktuelle Systemkameras vor allem auf WLAN, Bluetooth und die jeweilige Hersteller-App. Damit gelingen Bildübertragung, Fernsteuerung und je nach System auch zusätzliche Cloud- oder Update-Funktionen komfortabel direkt aus der Kamera.

Die Sony Alpha 7 II ist eine Vollformatkamera ohne Spiegel.
Genau genommen gehört auch die Spiegelreflexkamera (DSLR) zu den Systemkameras – auch sie arbeitet mit einem spezifischen Fotografie-System, bei dem einzelne Kamera-Komponenten ausgetauscht werden können. Die korrekte Bezeichnung wäre eigentlich spiegellose Systemkamera (DSLM) oder kompakte Systemkamera, weil sie eben den handlichen Bau einer Kompaktkamera nachahmt, indem auf einen Rückschwingspiegel verzichtet wird. Der Hobbyfotograf mag aber trotzdem beim Namen Systemkamera bleiben.
Wirklich unterschiedliche Typen von Systemkameras gibt es nicht. Wir wollen Ihnen an dieser Stelle im Systemkamera-Vergleich stattdessen verraten, was der Unterschied zwischen einer „gewöhnlichen“ Systemkamera und einer Vollformatkamera ist. Der große Unterschied besteht in der Größe des Sensors. Der Sensor ist bei einer Digitalkamera das, was bei einer analogen Kamera der Film ist: Er ist der lichtempfindliche Bereich, wo letztlich das Bild entsteht. Beim Negativ dauerhaft, sodass der Film weiter transportiert werden muss, um ein neues Bild aufzunehmen, beim Sensor dagegen temporär, bis die digitalen Bild-Daten verarbeitet gespeichert sind.
Bei einer gewöhnlichen Systemkamera, wie sie auch der geneigte Hobbyfotograf benutzt, hat der Sensor eine Größe zwischen 13,2 x 8,8 mm (1 Zoll, bei einigen Kameras von Nikon und Samsung), 17,3 x 13,0 mm (Micro Four Thirds oder MFT, bei Kameras von Olympus und Panasonic) oder 22,2 x 14,8 mm (APS-C, bei Canon und anderen). Je größer die Sensorfläche ist, desto mehr Platz hat letztlich jeder einzelne Bildpunkt (Pixel) darauf. Dadurch kann der Sensor besser und detailreicher Bildinformationen aufnehmen. Auch in schlechten Lichtsituationen können so hervorragende, hochwertige Fotos entstehen, ohne dass ein Qualitätsverlust auftritt.

Unser Fokus lag bei Systemkameras wie dieser Sony 6400 darauf, ob sie Funktionen wie eingebauten Bildstabilisator, Wi-Fi-Verbindung und Touchscreen unterstützen.
Bei Vollformatkameras, auch (und weniger verwirrend) als Kleinbildformatkameras bezeichnet, ist der Sensor um ein ganzes Stück größer als beim APS-C Format. Er entspricht etwa der Größe, die ein Kleinbildnegativ hat, also 36,0 x 24,0 mm. Diese Sensorgröße gibt es auch bei Systemkameras. Allerdings steigt mit der Sensorgröße auch der Kamerapreis exponentiell. Die Investition in einen Systemkamera-Testsieger mit Vollformat lohnt sich daher nur für Profis. Einen Nachteil haben die großen Sensoren auch: Sie brauchen sehr viel Strom und können leicht heiß laufen.
Hinweis: Mittelformat ist heute auch bei spiegellosen Systemkameras angekommen. Solche Modelle bleiben jedoch ein Spezialsegment für höchste Auflösung, viel Reserven in der Nachbearbeitung und entsprechend hohe Budgets.

Diese Olympus-Pen-Systemkamera macht auf uns einen hochwertigen Eindruck, was nicht zuletzt an den vielen Aluminiumteilen liegt, wo andere Kameras Kunststoff verwenden.
Wer auf Reisen Fotos machen will, greift heutzutage zur Digitalkamera. Eine Kamera mit System ohne Spiegel eignet sich dabei als Fotoapparat für Leute mit Ambitionen. Sie erreichen damit die gleiche Bildqualität, wie mit einer Spiegelreflexkamera. Je nachdem, wofür Sie die Systemkamera einsetzen wollen, sollten Sie auf unterschiedliche Kriterien achten. Wasserdicht sollte sie beispielsweise sein, wenn Sie viel Outdoor-Fotografie oder Landschaftsfotografie betreiben. Für actionreiche Szenen wie in der Sportfotografie darf das Modell auch ruhig stoßfest sein. Und wer mit dem Fotoapparat Aufnahmen am Strand machen will, sollte auf ein Staubdichtes Gehäuse setzen, damit Sandkörner der feinen Mechanik nichts anhaben können. Ein schneller und effektiver Autofokus ist hilfreich, wenn Sie blitzschnell einen Augenblick einfangen wollen. Ein guter Bildstabilisator sorgt dafür, dass auch bewegte Bilder nicht so leicht verwackeln. Wir haben für Sie eine Liste mit Kriterien zusammengestellt, die Ihnen helfen sollen, die beste Systemkamera für Ihre Ansprüche zu finden. Diese müssen Sie bei Ihrem persönlichen Systemkamera-Test beachten.

System im Retro-Design: die Olympus OM D E-M10
Das Erste, worauf man bei einer Digitalkamera schaut, ist meist die Auflösung. Diese wird in Megapixel angegeben. Je höher die Auflösung ist, desto feinere Strukturen können abgebildet werden. Ein Megapixel besteht aus einer Million Pixeln, d.h. Bildpunkten. Man kann allerdings die Anzahl der Pixel einer Kamera nicht mit jener eines Fernseh- oder Computerbildschirms gleichsetzen. Sensoren von Digitalkameras bestehen aus mehreren Pixelschichten – je eine für die Farben Rot, Grün und Blau. Dabei wird jeder farbige Sub-Pixel einzeln gezählt, sodass sich eine höhere Pixelzahl ergibt.
Die Anzahl der Megapixel ist jedoch nicht das entscheidende Kriterium, wenn es um die Bildqualität geht. Hier spielt die Größe des Sensors nämlich eine entscheidende Rolle. Bei gleicher Größe des Sensors hat bei einer Kamera mit 16 Megapixeln jeder Bildpunkt mehr Platz auf dem Sensor, als bei einer Kamera mit 24 Megapixeln. So kann es vorkommen, dass die Systemkamera mit geringerer Auflösung zwar keine ganz so große Tiefenschärfe besitzt, dafür aber gerade bei ungünstigen Lichtverhältnissen die besseren Bilder liefert. Zudem kann es bei der Abbildung von sehr feinen Strukturen durch eine hohe Auflösung auch leicht zur Überlagerung des Bildes durch Artefakte kommen, wodurch die Strukturen anders erscheinen, als sie es tatsächlich sind. Man spricht in diesem Zusammenhang vom Moiré-Effekt.
Hinweis: Unsere Empfehlung im Systemkamera-Vergleich lautet daher, sich von einer hohen Megapixel-Zahl nicht zu einem schnellen Kauf verführen zu lassen. Prüfen Sie erst, ob das Gesamtpaket stimmt!
Bei jeder Digitalkamera, sei es Spiegelreflexkamera (DSLR), Systemkamera (DSLM) oder Kompaktkamera, gibt der maximale ISO-Wert an, bis zu welchem Grad sich die Lichtempfindlichkeit vom Sensor ausreizen lässt.

Besonders können wir hervorheben, dass die Sony-6400-Systemkamera über übersichtliche Einstellungsmöglichkeiten verfügt.
Dieser ist analog zur Empfindlichkeit von Negativfilmen zu verstehen. Je höher der Wert, desto weniger Licht wird benötigt, um ein Bild aufzunehmen. So lassen sich auch unter ungünstigen Lichtbedingungen Fotos aufnehmen. Allerdings nimmt mit steigendem ISO-Wert auch das sogenannte Bildrauschen zu, ein Effekt, der dem Korn beim Film ähnelt. Dadurch wirken die Fotos gröber und auch weniger Detailreich. Den ISO-Wert einer Fotokamera voll auszureizen, ist daher nicht unbedingt sinnvoll – auch wenn die Möglichkeiten in er digitalen Fotografie enorm sind. Dies sollten Sie bei Ihrem persönlichen Systemkamera-Test im Hinterkopf behalten.
Ein großes Display bei einer Kamera kann Vor- und Nachteile haben. Bei einem klassischen Fotoapparat gibt es einen Sucher. Dieser ist in der Regel optisch, das heißt, man blickt durch ein Okular und sieht das Bild, das über Spiegel reflektiert wird. Systemkameras sind teilweise mit einem elektronischen Sucher ausgestattet.

Da Systemkameras keinen Spiegel haben, wird bei einem elektronischen Sucher ein digitales Bild in das Okular projiziert. Das erlaubt die Darstellung von Zusatzinformationen wie z.B. Hilfslinien oder Histogram. Gegenüber einem optischen Sucher hat der elektronische Sucher vor allem bei wenig Licht den Vorteil, dass man immer ein helles Bild sieht.
Bei sehr kompakten Einsteigermodellen fehlt teils ein Sucher. Viele aktuelle Mittel- und Oberklassemodelle besitzen jedoch einen elektronischen Sucher, zusätzlich zu einem klapp- oder schwenkbaren Display. Das ist besonders praktisch, da sich so Fotos aus Perspektiven aufnehmen lassen, die mit einem Sucher nicht so einfach einzufangen sind. Auch können so hochwertige Selfies entstehen.

Die Sony alpha 5000.
Für eine einfache Bedienung bringen einige Systemkameras mittlerweile einen Touchscreen mit, sodass Sie direkt auf dem Display Einstellungen ändern oder zoomen können. Achten Sie bei Ihrem persönlichen Systemkamera-Test also auch auf die Art des Displays.
Camcorder adé: Wer heute Video Aufnahmen machen will, kann auf eine Videokamera in fast allen Fällen schon verzichten. Systemkameras sind heute meist starke Hybridkameras für Foto und Video. 4K gehört in vielen Klassen zum Standard; je nach Modell kommen höhere Bildraten, 6K oder 8K, Log-Profile und Anschlüsse für externe Mikrofone oder Kopfhörer hinzu. Einziges Manko gegenüber einer separaten Videokamera ist eine schlechtere Audio-Qualität. Dem schafft ein Anschluss für ein externes Mikrofon Abhilfe, den es bei einigen Modellen gibt. Wer also gern auch das ein oder andere Filmprojekt umsetzen möchte, sollte genau darauf achten.
Eine Kamera, die auf Reisen mit dabei sein soll, darf nicht zu viel wiegen. Ein Fotoapparat, der mehrere Kilo auf die Waage bringt, lässt sich nicht nur schwer transportieren. Er lässt sich auch nicht so lange still und ruhig halten. Daher sollten Sie darauf achten, dass der Kamera-Body nicht zu viel Gewicht hat. In diesem Punkt sind Systemkameras aber den größeren Spiegelreflexkameras meist etwas überlegen, da die Bodys leichter sind.

Objektiv für Systemkameras von Fujifilm.
Alle Modelle aus unserem Systemkamera-Vergleich verfügen über WLAN. So übernimmt die Systemkamera auch mehr und mehr eine Aufgabe des Smartphones. Denn wem die Qualität der Smartphone-Kameras nicht ausreicht, der hat mit der WLAN Option die Möglichkeit, hochwertige Fotos direkt von der Systemkamera auf Facebook, Twitter und Co. hochzuladen. Verfügt die Kamera zudem über einen GPS-Chip, ist auch das Geotagging einfach. Mit Geotagging werden die Fotos direkt mit einem Ortstempel versehen. So sehen Sie immer, wo genau das Bild aufgenommen wurde. Vorbei sind die Zeiten, als Fotos nach dem Urlaub nicht mehr zugeordnet werden konnten.
Neben WLAN Konnektivität bieten die meisten Systemkameras auch NFC als Verbindungsmöglichkeit für das Smartphone und theoretisch auch für bestimmte Drucker. Dabei halten Sie beide Geräte dicht aneinander, sodass die Near Field Communication aktiviert wird. Auch Bluetooth-Verbindungen sind mit einigen Systemkameras möglich. Gerade die Verbindung mit dem Smartphone kann praktisch sein. Mit speziellen Foto-Apps lässt sich die Kamera nämlich über das Smartphone fernsteuern. Das Smartphone wird damit zur Fernbedienung und zum Kontroll-Monitor für Ihre Aufnahmen.
Dos wohl wichtigste Zubehör für jede Systemkamera ist das Objektiv. Viele Hersteller bieten Ihre Kamera-Bodys zusammen mit einem Objektiv in sogenannten Kits an. Meist handelt es sich bei den beiliegenden Objektiven um einfach Standardzoom-Objektive, die jedoch besonders für den Einsteiger zunächst völlig ausreichend sind, um sich mit der Kamera vertraut zu machen. Wer schon über mehr Fotografie-Erfahrung verfügt, kann das Kamera-Gehäuse auch ohne Objektiv kaufen. Allerdings sind Objektive, wenn man sie einzeln erwirbt, in der Regel sehr teuer. Sie erreichen mitunter den gleichen Preis wie das Gehäuse selbst, manche Objektive kosten sogar deutlich mehr. Wer eine günstige Systemkamera kaufen möchte, sollte daher lieber zu einem Set greifen und später in weitere Objektive investieren.

Bei Systemkameras wie bei diesem Beispiel von Sony haben wir uns die Benutzerfreundlichkeit der Menüführung und die Ergonomie des Designs angeschaut.
Eine Investition, die sich fast immer lohnt, ist ein Kamerastativ. Wer unruhige Hände hat oder mit langen Verschlusszeiten arbeitet, für den ist ein Stativ unerlässlich. Alle modernen Systemkameras verfügen über ein Standardgewinde, dass an jedes übliche Kamerastativ passt.
Hinweis: Wie oben bereits näher ausgeführt, haben die meisten Systemkameras keinen integrierten Sucher. Einige Modelle können aber um einen elektronischen Sucher erweitert werden. Dieser wird oben in den Blitzschuh eingeklinkt.
Eine separate Handschlaufe zu erwerben, ist häufig unnötig. Sinnvoller ist es, einen Trageriemen zu kaufen, sofern er nicht sowieso bei der Systemkamera inklusive ist.
| Hersteller | Beschreibung |
|---|---|
| Canon | Canon ist ein japanischer Hersteller und gehört zu den ganz Großen in der Kamerawelt. Seit den 1980er Jahren stellt Canon auch Digitalkameras her, die damals in der Canon RC-Reihe erschienen. Später kamen mit der Power Shot und der IXUS Reihe Modelle im Bereich Kompaktkameras hinzu. Canon setzt im spiegellosen Bereich heute auf das EOS-R-System mit RF- und RF-S-Objektiven. Das Angebot reicht von kompakten APS-C-Kameras bis zu professionellen Vollformatmodellen. |
| Olympus | Olympus und Panasonic haben sich mit dem Micro-Four-Thirds Standard zusammengetan, was Systemkameras betrifft. Beide Konzerne stellen Kameragehäuse und Objektive her, die miteinander kompatibel sind – ein echter Vorteil gegenüber anderen Herstellern. Auch Objektive der deutschen Firma Leica sind damit kompatibel. Olympus hat, wie auch Panasonic, seinen Sitz in Japan. Im spiegellosen Bereich läuft das frühere Olympus-Kamerasystem heute unter OM SYSTEM weiter. Das Micro-Four-Thirds-System bleibt durch die Kompatibilität mit Panasonic für viele Reisende und Naturfotografen interessant. |
| Samsung | Samsung spielt im aktuellen Markt für Systemkameras praktisch keine Rolle mehr. Die frühere NX-Reihe ist vor allem als älteres Gebraucht- und Support-Thema relevant. |
| Fujifilm | Mit der Fujifilm X-T1 gibt es eine Systemkamera für Oldschool-Puristen: Die Kamera hat tatsächlich ein Bedienkonzept, dass an die alten, analogen Zeiten erinnert. Stellräder für ISO-Wert, Verschlusszeit und Belichtungskorrektur können direkt händisch bedient werden. Das Objektiv von Fujifilm hat sogar einen manuellen Blendenring. Man muss allerdings etwas Ahnung von der Materie haben, um die Kamera richtig nutzen zu können. Dafür gab es von Stiftung Warentest 03/2015 die Note 1,9. |
| Nikon | Auch Nikon gehört zu den bekanntesten Namen in der Welt der Kameras und kommt, wie sollte es anders sein, aus Japan. Nikon setzt bei spiegellosen Systemkameras auf das Z-System. Das Angebot umfasst APS-C- und Vollformatkameras; die frühere Nikon-1-Reihe ist dagegen ein abgeschlossenes System. |
| Panasonic | Günstige Systemkameras und Digitalkameras kommen oft aus dem Hause Panasonic. Das japanische Unternehmen hat Produkte aus allen Preisklassen auf dem Markt. Mit der DMC-G Reihe bietet Panasonic auch Systemkameras sowohl für Gelegenheits-Knipser als auch für Profis an. Die Lumix DMC-GH4 schaffte es bei Stiftung Warentest 03/2015 auf den zweiten Platz mit der Note 1,7. Objektive für Systemkameras von Olympus und von Leica passen auch an die Modelle von Panasonic. |
| Sony | Sony gehört zu den größten Elektronikkonzernen weltweit. Fast jeder kennt die Spielekonsole Playstation und ihre Nachfolger. Sony ist insgesamt breit aufgestellt. Mit der Spiegelreflex Baureihe Sony Alpha hat der Hersteller eine eigene Marke etabliert. Auch bei den Systemkameras kann Sony punkten: Die Sony alpha 7 S schaffte es bei Stiftung Warentest 03/2015 mit der Note 1,7 ebenfalls auf Platz zwei. |
Einen kleinen Überblick über die verschiedenen Programme und Optionen, die es bei digitalen Kameras gibt, liefert Ihnen das folgende Video:

Manche Systemkameras sind mit einem Touchdisplay ausgestattet.
Um Fotos auch bei wenig Licht machen zu können, sind ein großer Bildsensor, ein passender ISO-Wert und ein lichtstarkes Objektiv von Nöten. Alle Modelle aus dem Systemkamera-Vergleich sind aber qualitativ so hochwertig, dass sie auch bei wenig Licht mit dem richtigen Objektiv tolle Fotos machen.
» Mehr InformationenWas die Bildqualität angeht, definitiv ja. Auf Reisen sind Systemkameras sogar die besseren Begleiter, einfach weil sie leichter und kompakter sind. Schwächen hat die Kamera aber beim Akku und mitunter auch bei der Auslöseverzögerung. Das Fehlen eines optischen oder elektronischen Suchers kann ebenfalls ein Nachteil sein.
» Mehr Informationen
Auf der Rückseite können wir das LCD-Display bei der Olympus-Pen-Systemkamera nach unten klappen, was sehr praktisch ist, wenn beispielsweise mit über dem Kopf gehaltener Kamera fotografiert wird.
Eine Systemkamera lohnt sich dann, wenn Sie hochwertige Fotos machen, dabei aber auf die Größe einer Spiegelreflexkamera verzichten möchten. Bedenken Sie dabei, dass Systemkameras eine deutlich geringere Akku-Laufzeit haben. Einige Fotografen schwören auch bei Sportfotografie eher auf Spiegelreflexkameras. Wer lieber eine große Auswahl an Objektiven, auch von Drittanbietern haben möchte, sollte ebenfalls eher die Spiegelreflexkamera wählen.
» Mehr InformationenOhne an dieser Stelle parteiisch sein zu wollen: Die bessere Kamera ist sicherlich eine Systemkamera, da Sie damit deutlich flexibler sind. Bei einer Bridgekamera müssen Sie mit dem vorhandenen Objektiv arbeiten und haben keine Möglichkeit, auf andere Brennweiten oder Lichtstärken zurückzugreifen. Für die Urlaubsfotografie reicht eine Bridgekamera aber durchaus aus.
» Mehr InformationenDiese Frage kann man nicht kurz und bündig beantworten. Zu viele Punkte gilt es zu beachten, um den persönlichen Systemkamera-Testsieger zu finden. Wir empfehlen Ihnen daher, Kapitel 3 aus diesem Systemkamera-Vergleich gründlich zu lesen.
Hier geht es zu unserem Sony-RX-Vergleich und Sony-Alpha-Vergleich.
» Mehr InformationenDas Youtube-Video über die Sony Alpha 6400 ist ein ausführlicher Testbericht, der die Funktionen und Möglichkeiten dieser Kamera demonstriert. Es werden verschiedene Aufnahmesituationen gezeigt und die Bildqualität sowie die Bedienbarkeit des Produkts bewertet. Der Vlogger geht auch auf die Vor- und Nachteile der Sony Alpha 6400 ein und gibt Empfehlungen für potenzielle Käufer.
In diesem spannenden YouTube-Video wird die beste Kamera für das Jahr 2022 und 2023 vorgestellt, die perfekt für Anfänger und ambitionierte Fotografen geeignet ist. Von beeindruckender Bildqualität bis hin zu benutzerfreundlichen Funktionen bietet diese Systemkamera alles, was Sie für beeindruckende Aufnahmen benötigen. Erfahren Sie in diesem Video, warum diese Kamera eine lohnenswerte Investition für alle Fotografie-Enthusiasten ist.

Seit 2018 erstelle ich regelmäßig Vergleiche zu den unterschiedlichsten Themen. Spezialist bin ich aber vor allem für Vergleiche im Bereich Elektronik. Mit einem fundierten Hintergrundwissen und meiner Leidenschaft für technische Innovationen biete ich so umfassende wie präzise Informationen zu elektronischen Geräten, Gadgets sowie Technologien. Meine Beiträge beinhalten detaillierte Produktvergleiche, Kaufberatungen und technische Analysen, um Verbrauchern dabei zu helfen, sowohl informierte Entscheidungen zu treffen als auch die besten elektronischen Lösungen für ihre Bedürfnisse zu finden.
Der Systemkamera-Vergleich ist aus unserer Sicht besonders empfehlenswert für Fotografen.

Ich bin seit 2019 im Team und freue mich sehr darüber, durch mein Lektorat der verschiedensten Vergleiche immer etwas Neues zu lernen. In meiner Freizeit beschäftige ich mich auch gerne mit dem Thema Sport und Freizeit. Als Lektorin ist es meine Aufgabe, Texte auf ihre inhaltliche Richtigkeit, sprachliche Präzision und Lesbarkeit zu überprüfen. Mein Ziel ist es, unseren Autoren dabei zu helfen, ihre Botschaften klar und effektiv zu kommunizieren. Durch meine Leidenschaft für das geschriebene Wort und meine breitgefächerten Interessen, bringe ich frische Perspektiven sowie neue Ideen in den Lektoratsprozess ein, um sicherzustellen, dass die Texte sowohl qualitativ hochwertig als auch ansprechend sind.
Position | Modell | Preis | Sensorformat | max. ISO-Wert | Lieferzeit | Angebote |
|---|---|---|---|---|---|---|
Platz 1 | Panasonic LUMIX G81 | ca. 991 € | Micro Four Thirds | 25.600 | ||
Platz 2 | Om System OM-5 | ca. 1.395 € | Micro Four Thirds | 25.600 | ||
Platz 3 | Nikon Z50II | ca. 949 € | CMOS | 51.200 | ||
Platz 4 | Sony ZV-E10K | ca. 799 € | APS-C CMOS | |||
Platz 5 | Sony Alpha 6400 | ca. 789 € | APS-C | 102.400 |
Spätestens nach 120 Tagen aktualisieren wir jede Rubrik mit neuen Produkten und recherchieren Entwicklungen in den Bestenlisten. Dadurch sind unsere Empfehlungen jederzeit aktuell.
Unsere Tests und Vergleiche sind objektiv und faktenbasiert. Hersteller haben keinen Einfluss auf die Bewertung. Wir sorgen für mehr Transparenz auf dem Markt und fördern so die Produktqualität.
In unseren Tests & Vergleichstabellen nehmen wir nur Produkte auf, die unsere Mindeststandards erfüllen können. So stellen wir sicher, dass Sie aus einer großen Auswahl genau das richtige Produkt für Ihre Anforderungen finden.
Warum ist die Hasselblad-Kamera nicht aufgeführt.
Liebe Frau Braun,
danke für Ihren Kommentar zu unserem Systemkamera-Vergleich.
Das Problem mit der Hasselblad-Kamera, auf die Sie vermutlich verweisen, ist 1., dass sie derzeit nicht bei Amazon verfügbar ist (und unsere Leser wollen absolut überwiegend bei Amazon bestellen) und 2. eine absolute Profi-Zielgruppe anspricht, die sich als Nische bezeichnen lässt. Alleine schon der exorbitante Preis (bei Amazon aktuell um die 10.000 Euro) ist etwas, das die allermeisten Nutzer sich nicht leisten können oder wollen. Und Profis, die so eine Kamera in Erwägung ziehen, wenden sich erfahrungsgemäß an den Fachmarkt um die Ecke. Und wir wollen ein breites Publikum ansprechen, das manche liebevoll „Otto Normal“ nennen.
Freundliche Grüße
Vergleich.org
Guter Artikel, wenn auch nicht ganz aktuell. Mittlerweile gibt es auch genügend Kleinbild-DSLM. Den genannten „Unterschied zwischen gewöhnlichen Systemkameras und Vollformatkameras“ gibt’s so also nicht mehr wirklich, zumindest nicht als klares Unterscheidungsmerkmal.
Zitat aus dem Text:
„Bei gleicher Größe des Sensors hat bei einer Kamera mit 16 Megapixeln jeder Bildpunkt mehr Platz auf dem Sensor, als bei einer Kamera mit 24 Megapixeln. So kann es vorkommen, dass die Systemkamera mit geringerer Auflösung zwar keine ganz so große Tiefenschärfe besitzt, dafür aber gerade bei ungünstigen Lichtverhältnissen die besseren Bilder liefert.“
–> Was genau die Tiefenschärfe mit der Anzahl der Megapixel auf dem Sensor zu tun hat, ist etwas schleierhaft 😉
Die Tiefenschärfe wird primär durch 2 Eigenschaften beeinflußt, den Abstand von Sensor-Motiv-Hintergrund und die Wahl der Blende im Objektiv. Wieviele Megapixel das resultierende Bild dann aufnehmen, hat hingegen keinerlei Einfluss, wie scharf oder Unscharf der Hintergrund abgebildet wird.
Die Tiefenschärfe wird natürlich auch von der Brennweite beeinflusst. Und die Normal-Brennweite bei einem großen Sensor ist größer als bei einem kleinen Sensor. Und deshalb ist die Tiefenschärfe bei Vollformat-Kameras bei gleicher Blende geringer. Das eröffnet Gestaltungsmöglichkeiten, die umso geringer werden, je kleiner der Sensor ist.
Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für den ausführlichen und auch für mich als Laien verständlichen Artikel.
Ich fühle mich nun erst einmal gut gewappnet, wenn ich eine Kamera kaufe bzw. Ausprobiere , und ich weiß, welche Fragen ich noch stellen muss.
Ich bin begeistert
Habe diesen Artikel als sehr hilfreich empfunden.
Kann nur jedem der sich in dem Dschungel der DSLR und oder DSLM Kameras verloren fühlt empfehlen diesen Artikel genau durchzulesen.