Das Wichtigste in Kürze
  • Insbesondere für Langzeitbelichtungen und Zeitraffer-Aufnahmen, aber auch für ungünstige Lichtverhältnisse benötigen Sie ein Stativ, um bei der Qualität Ihrer Fotos und Videos keine Abstriche machen zu müssen und bspw. unnötige Verwackelungen zu vermeiden.
  • Während sich Dreibeinstative (Tripods) ideal für Naturfotografie oder Studioaufnahmen eignen, ermöglicht Ihnen ein Einbein-Stativ (Monopod) mit Teleskop-Funktion das Fotografieren von andernfalls schwer einsichtigen Orten oder Perspektiven.
  • Achten Sie beim Kauf eines neuen Stativs neben einem möglichst unkomplizierten Aufbau und einer hohen Grundstabilität insbesondere auf Feautures wie Trage- und Handgriff und einen Mittelsäulenhaken – dieser ermöglicht Ihnen bei starkem Wind das zusätzliche Beschweren Ihres Tripods.

stativ test

Es gibt gute Gründe, warum der Umsatz mit Kamerastativen in Deutschland seit einigen Jahren stetig ansteigt (Quelle: GfK/Photoindustrie-Verband): Die beste Kamera nützt nicht viel, wenn man sie nicht überall dort sicher und stabil platzieren kann, wo gute Film- wie Fotomotive auch scharf und unverwackelt festgehalten werden können.

Stative gibt es mittlerweile für jeden Anlass und in allen erdenklichen Formen, Farben und Variationen – damit Sie den Überblick über die Welt der Fotostative nicht verlieren, haben wir mit diesem Ratgeber zu unserem großen Stativ-Test 2020 genau das Richtige für Sie.

In den folgenden Punkten berichten wir genau, worauf Sie beim Erwerb des für Ihre Zwecke besten Stativs achten sollten: Zwischen welchen Typen wird unterschieden und was sind die jeweiligen Vor- und Nachteile? Ein reisetaugliches Stativ sollte nicht zu schwer sein und ein kleines Packmaß besitzen – so viel ist klar. Aber worauf ist noch zu achten, wenn Sie mit Ihrem neuen Tripod durch Gebirge wandern oder Zeitraffer-Aufnahmen von Sonnenuntergängen am Meer planen? Die folgende Kaufberatung verrät es Ihnen.

1. Stativ-Test 2020: So haben wir getestet

stativ-testkriterien

Wir haben die Modelle aus unserem Kamera-Stative-Test auf drei wesentliche Kriterien hin untersucht. Je nach Relevanz sind diese unterschiedlich in die Gesamtwertung unseres Stativ-Tests eingeflossen.

  • Aufbau und Handhabung:
    Wie leicht bzw. (un)kompliziert lässt sich das Fotostativ errichten? Wie gut sind das Stativ und (falls vorhanden) die mitgelieferte Tragetasche verarbeitet? Lässt sich die Stativ-Höhe unkompliziert verändern oder gibt es Probleme mit den Beinverschlüssen? Schließlich: Wie reisetauglich ist das Stativ?
  • Stabilität:
    Wir haben sämtliche Test-Stative mit Spiegelreflexkameras und schweren Zusatz-Objektiven bestückt und erprobt, wie robust und standhaft diese dabei blieben. Wie gut kamen zudem die Stativbeine mit Erschütterungen aus und wie flexibel lässt sich das Stativ einsetzen, umstellen und bspw. mit Zusatz-Gewichten bestücken?
  • Ausstattung:
    Lässt sich das jeweils getestete Stativ auch als Monopod bzw. Tripod nutzen? Verfügt es über gummierte Beine oder eine Schaumstoff-Ummantelung? Hand- und Tragegriff? Sorgen Metall-Spikes und sogenannte Tellerfüße für zusätzlichen Halt?

2. Für jeden Anlass den richtigen Stativ-Typ finden: Einen Allrounder gibt es nicht

stativ-klemmstativ-joby

Die besten Klemmstative sind flexibel, zugleich höchst stabil und lassen sich auf allen erdenklichen Oberflächen einsetzen.

Der Grund für die große Vielfältigkeit, was die verschiedenen Arten von Kamera-Stativen anbelangt, liegt in der ähnlich großen Bandbreite an Möglichkeiten, Fotos und Filme aufzunehmen.

Jede Situation ist einzigartig und bedingt eine besondere Herangehensweise: Sie wollen ein Selfie mit gleich mehreren Leuten und gestrecktem Hintergrund-Motiv schießen? Sie wollen aus einer Menschenmenge heraus fotografieren bzw. filmen? Oder möchten Sie vielleicht Zeitraffer-Aufnahmen von einer Brücke aus machen, bei der Sie aber ohne ebenen Untergrund auskommen müssen?

Mit dem richtigen Stativ stellt all das kein Problem dar – unsere Typen-Tabelle hilft Ihnen bei der Auswahl. Wichtig ist dabei: Ein Stativ, das wirklich alles kann und für jede Situation gewappnet ist, gibt es nicht.

Stativ-Typ Beschreibung
Einbein-Stativ (Monopod)

stativ2017-einbeinstativ

Einbeinstative (auch Monopods genannt) wirken Tripods auf den ersten Blick klar unterlegen – aber der Schein trügt! Bereits ein einfaches Einbeinstativ sorgt für einen wesentlich effizienteren Halt der Kamera, insbesondere wenn diese mit einem schweren Teleobjektiv ausgestattet ist. Durch die Teleskop-Funktion eröffnen sich zudem ungeahnte Perspektivwechsel.

Entlastung von Händen und Armen bei längeren Filmaufnahmen
gut geeignet für Panoramabild-Aufnahmen
verwackelungsfreie Aufnahmen (unter 1 Sekunde)
Fotografieren von ansonsten uneinsichtigen Orten möglich (bspw. bei einer Mauer oder Menschenmengen)
grundlegend sehr klein und kompakt (sehr reisetauglich)

x keine langen Belichtungszeiten (länger als 1 Sekunde) verwackelungsfrei möglich
x nur bedingt für Zeitraffer-Aufnahmen geeignet
x am Boden stehende Einbeinstative kippen leicht über

Dreibeinstativ (Tripod)

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Dreibein-Stative bzw. Tripods gelten als die Stativ-Klassiker, und das völlig zu Recht: Ohne den Einsatz dieses Grund-Accessoires der Fotografie wären scharfe Aufnahmen vom Nachthimmel oder auch in der Morgen- und Abenddämmerung undenkbar. Unterschieden werden sollte hier zwischen zwei Kategorien: Dreibeinstative zum Reisen und jene für Studioaufnahmen. Gerade bei letzterem spielt das Gewicht keine Rolle, im Mittelpunkt stehen vielmehr Arbeitshöhe und Stabilität.

ideal geeignet für Naturfotografie oder ungünstiges Terrain (bspw. an Stränden)
unabdingbar für Langzeitbelichtungen und Time-lapse-Aufnahmen (Zeitraffer)
halten auch sehr schwere Kameraobjektive aus (je nach Stativ bis zu 60 kg)
manche Modelle auch als Monopod nutzbar

x teilweise sehr schwer und umständlich zu transportieren
x manche Modelle ohne Stativkopf geliefert

Klemmstativ

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Klemmstative sind eine relativ neue Stativ-Art, die bekannteste Variante darunter ist vermutlich der Gorilla Pod vom Hersteller Joby. Während das klassische Klemmstativ ganz wörtlich an bspw. einen Tisch geklemmt werden kann (womit Sie unabhängig von unebenem Boden-Terrain werden), gehen Klemmstative mit flexiblen Beingelenken noch weiter. Diese sind speziell dafür entwickelt worden, um überall dort einsetzbar zu sein, wo herkömmliche Tripods an ihre Grenzen kommen.

speziell für ungünstiges Terrain entworfen, welches den Einsatz von Dreibeinstativen verhindert
sehr einfach zu transportieren
extrem flexibel einsetzbar
High-End-Modelle auch für schwere Objektive problemlos geeignet (bis zu ca. 5 kg)
eignen sich perfekt für Video-Logging (Vlogging) bzw. für Selfie-Aufnahmen

x Handhabung etwas gewöhnungsbedürftig
x nicht geeignet für weiches Terrain (bspw. Strände)

Schwebestativ

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Schwebestative sind auch als Steadicam bzw. Steadycam, Schulterstativ oder als Glidecam bekannt und finden insbesondere für Filmaufnahmen (als Videostativ) Verwendung: von privaten Urlaubsvideos über Naturdokumentationen bis zu Events wie Hochzeiten oder Modenschauen.

Aufnahmen wirken deutlich flüssiger und professioneller

x langwierige Übung notwendig

Aufgepasst beim Ablegen der Kamera: Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Ihre Kamera zusammen mit dem Stativ ablegen – gerade Einbein- und Klemmstative können leicht zur Seite kippen und die Kamera damit beschädigen. Im schlimmsten Fall fällt Ihre teure Spiegelreflex gar vom Tisch auf den Boden. Wir empfehlen Ihnen, die Kamera stets mit der Unterseite auf die Oberfläche abzulegen.

3. Aufbau und Handhabung: Klicken gelingt schneller als Drehen

Manchmal muss es einfach schnell gehen: Sie sind draußen in der Natur, um bspw. Vogelschwärme festzuhalten, und wollen dazu schnell Ihr Stativ aufbauen? Um dazu die Stativbeine auszuziehen, haben Sie normalerweise die Wahl zwischen Stativen mit so genanntem Twist Lock (Drehverschluss) und welchen mit Flip Lock (Klickverschluss). Gerade beim Öffnen der Flip Locks benötigen Sie bei manchen Modellen etwas mehr Kraft, dafür ermöglichen diese allerdings auch einen zügigeren Aufbau des Stativs. Und manchmal zählt jede Sekunde beim Schießen des perfekten Fotos.

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Sämtliche Stative aus unserem Test sind entweder mit so genannten Flip Locks (Klickverschlüsse, links) oder Twist Locks (Drehverschlüsse, rechts) versehen. Während sich Drehverschlüsse leichter öffnen und schließen lassen, sorgen Klickverschlüsse zumeist für einen stabileren Halt.

Achten Sie bei einem Stativ mit Drehverschlüssen stets darauf, diese fest zuzudrehen, damit beim Fotografieren nicht plötzlich ein Bein absackt. Twist-Lock-Stative eignen sich insbesondere für Aufnahmen im Studio, wo Sie normalerweise genügend Zeit für die Vorbereitung Ihres Kamera-Equipments haben.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die generelle Handhabung des Stativs: Die Test-Modelle unterschieden sich hier teilweise darin, wie leicht oder schwer die Beinhöhe geändert bzw. angepasst werden kann. Auch der Stativ-Kopf spielt eine wichtige Rolle: Bei einigen der getesteten Stative, insbesondere bei den 3-Wege-Neigern, gelang die Bedienung nur schwerfällig.

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Die Modelle aus unserem Test werden entweder ohne Stativkopf geliefert (links), mit Kugelkopf („Ballhead“, Mitte) oder mit so genanntem 3-Wege-Neiger (rechts). Wichtig: Die meisten Stativköpfe können problemlos an alle anderen Stativ-Kopfscheiben angeschraubt werden, sind also untereinander austauschbar.

Falls Sie ein Stativ nicht nur für den Gebrauch im Studio oder zu Hause benötigen und stattdessen vorhaben, es mit auf große Reisen zu nehmen, sollten Sie auf folgende Dinge achten:

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    Stative mit Metall-Spikes an den Füßen sind besonders für schwieriges Terrain geeignet.

    Gewicht: Mit etwa 1 bis 1,5 kg müssen Sie bei einem ausreichend stabilen wie gut verarbeiteten Stativ rechnen; mehr als 2,5 kg sollten Sie sich gerade bei längeren Wanderungen nicht zumuten. Ein Stativ aus Carbon ist dabei leichter als Aluminium, aber in der Regel auch deutlich teurer.

  • Packmaß: Kleiner ist hier definitiv besser. Manches Test-Stativ lässt sich derart effizient zusammenpacken, dass Sie keine großen Einbußen an Stabilität befürchten müssen. Ein solides Reisestativ bekommen Sie schon mit einem Packmaß von ca. 10 x 30 x 10 cm (B x H x T) – mehr als 15 x 70 x 15 cm sollten es nicht sein.
  • Features: Gerade bei unbeständigem wie schwierigem Terrain (bspw. Sand, Sumpf oder Felsen) empfiehlt sich ein Blick auf die Zusatz-Ausstattung des Stativs. Mit Metall-Spikes an den Stativ-Füßen und so genannten Tellerfüßen vermeiden Sie ein Einsinken des Stativs, was insbesondere bei Langzeitbelichtungen ärgerlich wäre.
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Einige unserer Test-Modelle eignen sich besonders als Reisestative: Sie sind in aufgebauter Form stabil, lassen sich aber durch einen Einklapp-Modus problemlos in einem kleinen Turnbeutel verstauen und auf dem Rücken transportieren.

stativ-logoUnser Stativ-Test hat gezeigt, dass die Verarbeitung eines Stativs nicht unterschätzt werden sollte – immerhin investieren Sie hier in der Regel nicht nur langfristig in ein wichtiges Kamera-Accessoire, sondern müssen sich gerade bei längeren Expeditionen oder im Urlaub auf das Gerät verlassen können.

Grundsätzlich gilt: Je besser Ihr Stativ und auch die dazugehörige Stativtasche verarbeitet sind, desto eher können Sie sich gerade in schwierigen Situationen darauf verlassen, dass Ihr Shooting problemlos verläuft. Ein weiterer Indikator ist die vom Hersteller angegebene Maximal-Belastbarkeit. Diese variiert von etwa 1,5 kg bis zu über 60 kg – mit einem schweren Telezoom-Objektiv und einer großen DSLR-Kamera mit Batteriefach kommen Sie allerdings schnell auf über 3 oder gar 4 kg; das sollten Sie in jedem Fall beachten.

4. Stabilität: Auf die Beine kommt es an!

Wozu ein Mittelsäulenhaken?

Ein Haken an der Mittelsäule des Stativs ist ein nicht zu unterschätzendes Add-on. Bei besonders schlechten Wetterverhältnissen (bspw. bei starkem Wind) kann man die Standhaftigkeit des Stativs erheblich erhöhen, indem man einen Beutel mit Gewichten (ggf. auch Steinen) an den Haken hängt. Dadurch wird verhindert, dass das Stativ im Wind zu sehr schwingt. Alternativ kann man statt einem Beutel mit Gewichten auch einen gut befüllten Rucksack verwenden. Die Stiftung Warentest empfiehlt gar ein „mit Bohnen befülltes Säckchen“, einen so genannten „Beanbag“.

Nichts ist vernichtender für ein Stativ als eine mangelhafte Standhaftigkeit – sämtliche von uns getesteten Modelle jedoch hatten keinerlei Probleme damit, einfache Digital- und Systemkameras mit weit geöffnetem Objektiv sicher zu tragen. Selbst vergleichsweise leichte Mini-Stative (unter 600 g) hatten keinerlei Schwierigkeiten damit, eine Spiegelreflexkamera mitsamt Kit-Objektiv (bis 135 mm) zu halten.

Schwierig wird es erst bei gewichtigeren Objektiven wie einem ausgefahrenen Telezoom. Selbst wenn leichte Mini-Kamerastative noch mit dem Gewicht selbst zurechtkommen, sind die Beine von sehr leichten Kamera-Stativen oft so fragil und instabil, dass sich bereits leichte Erschütterungen negativ auf die Langzeit-Belichtung auswirken können.

Zu den Test-Stativen, die unter dem Kriterium „Flexibilität“ am besten abgeschnitten haben, gehören die so genannten Joby Gorilla Pods. Diese Variante der Klemmstative lässt sich mit ihren Kugelgelenk-Beinen praktisch überall dort problemlos einsetzen, wo übliche Dreibeinstative entweder gänzlich versagen oder wo zumindest der Stativ-Aufbau unnötig kompliziert werden würde, bspw. auf schrägen Ebenen, auf felsigem Terrain, in der Natur (etwa auf Ästen und gar Baumwipfeln) oder in der Stadt auf Zäunen, Stangen, Fensterbrettern und Türklinken.

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Sogenannte Gorilla-Stative gehören zu den Klemmstativen und gelten als besonders flexibel – die Einsatzfähigkeit dieses Modells von Joby kennt (fast) keine Grenzen.

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Ein Stativ mit Mittelsäulenhaken schützt ihre Kamera vor ungewünschten Bild-Verwackelungen: Befüllen Sie einfach einen Beutel mit Gewichten (bspw. Steinen) und hängen Sie diesen möglichst sicher an den Haken. Vor allem ansonsten leichte Stative profitieren hiervon.

stativ-logoVergleich.org empfiehlt:

Ministative (bei einer Arbeitshöhe von unter 130 cm) sind sicherlich praktische Hilfsmittel für kleine Touren durch den Großstadt-Dschungel, eine kleine Wanderung oder auch für den weniger anspruchsvollen Einsatz in den eigenen vier Wänden – bei größeren Kameras wie einer Spiegelreflex von Canon oder Nikon mit Telezoom-Objektiv werden sie bei bei heftigem Wind schnell unbrauchbar.

Achten Sie insbesondere auf die Stabilität der Beine – scheinen diese eher wacklig und verfügt das Stativ auch nicht über einen Mittelsäulenhaken, raten wir, im Zweifel die Finger davon zu lassen. Stativ-Testsieger kombinieren Stabilität zudem nicht nur mit guter Verarbeitung, sondern vor allem mit einer einfachen, unkomplizierten Handhabung. Behalten Sie bei der Auswahl des besten Stativs all diese Aspekte im Blick!

5. Ausstattung: Monopod oder Tripod? Beides auf einmal!

Die von uns getesteten Einbein-, Dreibein- und Klemmstative unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Handhabung oder Standfestigkeit, sondern auch anhand ihrer Ausstattung bzw. ihres Zubehörs. Einige Punkte sind für Sie als Nutzer bzw. Hobby-Fotograf dabei essenzieller als andere:

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Nicht alle unserer Test-Fotostative verfügen über einen zusätzlich integrierten Tragegriff.

  • Gummierte Beine oder Schaumstoff-Ummantelung? Beides dient einem festeren und damit sichereren Halt des Stativs, bspw. wenn Sie es zusammen mit installierter Kamera verschieben wollen, aber Ihre Hände und Finger aufgrund starken Regens oder großer Hitze rutschig sind.
  • Handgriff am Stativkopf: Gemeint ist ein kleiner Zusatzgriff, der die Navigation sehr viel einfacher macht. Nicht alle unsere Test-Stative konnten einen aufweisen – das bestrafen wir mit Punktabzug.
  • Ein zusätzlicher Tragegriff: Es sind die kleinen Dinge, die das Leben einfacher machen – während manche Fotostative völlig drauf verzichten, ist er gerade bei gewichtigeren Modellen unverzichtbar.
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    Eine integrierte Wasserwaage gehört mittlerweile beinahe zum Standard-Equipment eines Kamerastativs.

    Eine Stativwechselplatte am Stativkopf vereinfacht das schnelle Auf- und Abschrauben Ihrer Kamera. Auf dieses Accessoire sollten Sie nicht verzichten – nur bei kleineren Gorilla-Pod-Stativen lässt sich das Fehlen verkraften.

  • Wasserwaage: Mit diesem äußerst praktischen Feature wissen Sie stets, ob Ihre Horizontal-Linie gerade verläuft oder noch Korrekturbedarf hat. Während Sie bei Fotografien nachträglich mit Photoshop ausbessern können, wird das bei Zeitraffer-Filmen sehr viel schwieriger.
  • Transport-Tasche: Einige Hersteller aus unserem Stativ-Test haben darauf verzichtet, ihre Modelle mit einer Tragetasche auszustatten bzw. lassen sich den Erwerb dieser zusätzlich bezahlen. Unabhängig von der Qualität ist eine passende Tasche unserer Meinung nach unabdingbar für den angehenden Hobby-Fotografen bzw. -filmer.
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Einige Monopods aus unserem Stativ-Test (wie dieses Modell von Tarion) können dank einer mitgelieferten Standspinne auch wie ein Dreibeinstativ genutzt werden (links) und fungieren ansonsten als Teleskopstativ (rechts).

stativ-logoVergleich.org rät: Nicht alle getesteten Kamerastative verfügen über oben aufgeführte Features – ein ausgiebiger Stativ-Vergleich mit Hilfe unserer Tabelle lohnt daher! Zudem: Manche Modelle lassen sich dank zügig durchgeführter Änderungen zugleich als Einbein- wie auch als Dreibeinstativ verwenden. Je nach Situation können Sie hier also auf das Beste beider Welten zugreifen, wenn auch mit kleinen Abstrichen:

  • Monopods mit zusätzlicher Standspinne sind nur begrenzt standfest und bereits eine größere Spiegelreflexkamera kann hier zum Gleichgewichtsverlust führen.
  • Dreibeinstative mit herausnehmbarem Monopod haben den Nachteil, dass dieser zumeist nicht über eine Teleskop-Funktion verfügt (wie bei regulären Einbeinstativen üblich).

Auch sehr günstige Stative aus unserem Test haben gezeigt: Statten die Hersteller diese mit genügend sinnvollen Zusatz-Features aus, können sie sich im Vergleich mit teuren und eigentlich viel solideren Studio-Stativen durchaus messen lassen.

6. Fragen und Antworten rund um das Stativ

6.1. Welches Stativ benötige ich, um Overhead-Aufnahmen zu machen?

Prinzipiell können Sie jedes Dreibeinstativ mit Kugelkopf (Ballhead) oder 3-Wege-Neiger dazu nutzen, Ihre Kamera derart zu platzieren, dass Sie direkt auf Ihren Arbeitsbereich zeigt und Sie bspw. beim Zeichnen, Schreiben oder Basteln filmt. Sehr beliebt ist diese Aufnahme-Art bei Technik-Reviews, also etwa beim so genannten Unboxing bzw. Entpacken von Technik-Geräten wie Smartphones, dem aktuellen Apple MacBook, anderen Laptops oder auch der neuen Systemkamera von Sony oder Canon.

Das Problem bei üblichen Dreibein-Stativen und dem so genannten Overhead-Filmen ist die Stabilität – Sie sollten zumindest ein Bein, je nach Gewicht von Kamera und Objektiv, mit einer Schnur befestigen (bspw. an einem Stuhl oder am Tisch selbst). Wie genau das aussehen kann und wie Sie sich ggf. einen Overhead-Camera-Rig selbst bauen, wird Ihnen im folgenden Video erklärt:

6.2. Was sind die beliebtesten Hersteller und Marken von Kamerastativen?

Zu den beliebtesten Stativherstellern gehören insbesondere die großen Namen der Branche:

  • Rollei
  • Hama
  • Manfrotto
  • Mantona
  • Tarion
  • Cullmann
  • Albott

Insbesondere Rollei, eine 1920 in Norddeutschland gegründete Firma (ursprünglich als Werkstatt für Feinmechanik und Optik, Franke & Heidecke) gilt als Qualitätsunternehmen.

Zu den anderen, (noch) unbekannteren Stativherstellern zählen die folgenden:

  • Amazon Basics
  • Falcon Eyes
  • Feisol
  • Fotodiox
  • Hähnel
  • Ixium
  • Joby
  • Jusino
  • Walther-Werke
  • Wondlan
  • Xcsource
  • Triopo
  • TS Optics

6.3. Wie befestige ich meine Kamera am besten auf dem Stativ?

hama stativkopf schnellwechselplatte

Die Schnellwechselplatte an diesem 3-Wege-Neiger lässt sich problemlos abschrauben und seperat an Ihrer Kamera befestigen, bevor Sie beides miteinander verbinden.

Zunächst ist beinahe jede heute im Handel verfügbare Kamera (ob Spiegelreflex-, System- oder sogar Sofortbildkamera) mit einem 1/4-Zoll-Stativgewinde ausgerüstet. Dieses ist in der Regel mit dem mitgelieferten Stativkopf (Kugelkopf oder 3-Wege-Neiger) kompatibel.

Verfügt Ihr ausgewähltes Stativ zudem über eine Schnellwechselplatte, können Sie diese ganz einfach vom Stativkopf entfernen und separat an die Kamera schrauben, bevor Sie beides miteinander verbinden. Auf diese Weise bleibt Ihnen das (potenziell nerbenraubende) direkte Anschrauben vom Stativ an die Kamera erspart.

6.4. Gibt es so genannte Gorilla-Stative nur für große DSLR-Kameras?

Die so genannten Gorilla-Pods von Hersteller Joby, eine Art Klemmstativ, können Sie für alle möglichen Kameras, selbst für Ihr Telefon bzw. Smartphone einsetzen. Wichtig ist, dass Sie hier kein zu kleines Stativ kaufen: Stabilität ist alles! Mittlerweile gibt es speziell angepasste Varianten für große SLR-Kameras, Bridgekameras, kleinere Action-Kameras (bspw. GoPro-Kameras), Digitalkameras und Smartphones jeder Größe. Sie benötigen ein flexibles Gorilla-Stativ für Ihr Handy? Selbst das ist kein Problem. Das folgende Video hilft Ihnen bei der Einordnung:

Bildnachweise: VGL/Wagner (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)

Gibt der Stative-Vergleich auf Vergleich.org einen Überblick über das gesamte Spektrum an Herstellern im Bereich Stative?

Unser Stative-Vergleich stellt 10 Stative von 9 verschiedenen Herstellern vor. Die Liste umfasst unter anderem Produkte von folgenden Herstellern: Rollei, Hama, Joby, AmazonBasics, Mantona, Manfrotto, TARION, AmazonBasic, König. Mehr Informationen »

Welche Stative aus dem Vergleich.org-Vergleich warten mit dem günstigsten Preis auf?

Das günstigstes Stativ in unserem Vergleich kostet nur 14,90 Euro und ist ideal für preisbewusste Kunden. Wer bereit ist, für bessere Qualität ein wenig mehr auszugeben, ist mir unserem Preis-Leistungs-Sieger Hama Fo­to­sta­tiv Action 165 gut beraten. Mehr Informationen »

Gibt es im Stative-Vergleich auf Vergleich.org ein Stativ, welches besonders häufig von Kunden bewertet wurde?

Ein Stativ aus dem Vergleich.org-Vergleich sticht durch besonders viele Kundenrezensionen hervor: Das Ama­zon­Ba­sics Leichtes Stativ (152 cm) wurde 33370-mal bewertet. Mehr Informationen »

Welches Stativ aus dem Vergleich.org-Vergleich wurde von anderen Kunden mit der besten Bewertung ausgezeichnet?

Die beste Bewertung erhielt das Joby Go­ril­la­pod Focus Klemm­sta­tiv, welches Käufer mit hervorragenden Produkteigenschaften überzeugt hat – das spiegelt sich in einer Bewertung von 701 von 5 Sternen für das Stativ wider. Mehr Informationen »

Welches Stativ aus dem Vergleich hat das Team der VGL-Verlagsgesellschaft mit der Bestnote "SEHR GUT" ausgezeichnet?

Leider konnte das VGL-Team keines der 10 im Vergleich vorgestellten Stative mit der Bestnote auszeichnen. Eine gute Wahl ist aber sicher unser Vergleichssieger Rollei Compact Traveler No. 1 für 68,23 Euro. Mehr Informationen »

Welche Stative hat die VGL-Redaktion für den Stative-Vergleich ausgewählt und bewertet?

Das Vergleich.org-Team hat insgesamt 10 Stative für den Vergleich ausgewählt. Wir präsentieren Ihnen ein breites Spektrum an unterschiedlichen Herstellern und Modellen, z. B.: Rollei Compact Traveler No. 1, Hama Fo­to­sta­tiv Action 165, Joby Go­ril­la­pod Focus Klemm­sta­tiv, Ama­zon­Ba­sics Leichtes Stativ (152 cm), Mantona Scout Max Drei­be­in­sta­tiv, Man­frot­to MT055XPRO3 Dreibein-Stativ, Ama­zon­Ba­sics Dreibein-Stativ (127 cm), Tarion A222, Ama­zon­Ba­sics Ein­bein­sta­tiv und König Tripod 19 Drei­be­in­sta­tiv Mehr Informationen »

Welche weiteren Suchbegriffe sind für Kunden, die sich für Stative interessieren, relevant?

Wenn Sie auf der Suche nach einem Stativ-Modell sind, können auch Suchbegriffe wie „Tripod“, „Kamera-Stativ“ und „Gorillapod“ relevant für Sie sein. Mehr Informationen »

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