Das Wichtigste in Kürze
  • Galgenstative, auch Boom-Stative oder kurz „Boom“ genannt, sind spezielle Stative, die vorwiegend von Fotografen und Filmschaffenden genutzt werden. Sie bestehen aus einem üblichen Lichtstativ, an welchem ein Stativarm samt Gegengewicht angebracht ist, der sich beliebig schwenken und neigen lässt. Wie Galgenstativ-Tests im Internet zeigen, liegt der Vorteil von Galgenstativen darin, dass sie auf ein Objekt ausgerichtet werden können, ohne selbst im Weg zu stehen. Daher werden sie meist zum Positionieren von Beleuchtungselementen eingesetzt. Fotografen nutzen Galgenstative, um Blitze und Softboxen auszurichten. Tontechniker verwenden Galgenstative für Mikrofone und mutige Kameramänner montieren auch schon mal eine Kamera ans Galgenstativ. Wählen Sie unbedingt ein Galgenstativ mit mindestens 5 kg Traglast aus der Vergleichstabelle, wenn Sie schweres Gerät an den Ausleger montieren wollen.

1. Welche Maße sollte ein Galgenstativ haben?

Wenn Sie ein Galgenstativ kaufen wollen, sollten Sie zunächst die Daten zu Stativhöhe und Stativarmlänge unter die Lupe nehmen. Wie Sie sich sicher vorstellen können, erleichtert ein Stativ mit möglichst weiten Einstellmöglichkeiten das Arbeiten ungemein und ermöglicht Kreativschaffenden, ganz neue Perspektiven einzunehmen.

So sollte sich das Standstativ möglichst weit hochfahren lassen. Die besten Galgenstative erreichen hier in Kombination mit dem Arm Höhen jenseits von vier Metern. Ideal also, um eine hohe Lichtquelle anzubringen. Wählen Sie hingegen ein Stativ mit einer Mindesthöhe von etwa einem Meter oder niedriger aus der Vergleichstabelle, wenn Sie Ihr Equipment in Bodennähe ausrichten wollen.

Auch ein langer Stativarm ist von Vorteil. Wie im Galgenstativ-Vergleich deutlich wird, erreichen einige Ausleger hier Längen von mehr als 2,50 Metern. Die Ausleger eignen sich perfekt, um beispielsweise einen Blitz senkrecht über einem Objekt zu positionieren.

2. Welche Gewindeanschlüsse bieten Galgenstative?

Wie flexibel Sie Ihr Stativ nutzen können, hängt maßgeblich auch von den Anschlüssen ab. Verbreitet sind vorwiegend Spigot-Anschlüsse mit 1/4-Zoll- sowie 3/8-Zoll-Gewinde. Nicht alle Modelle bieten jedoch auch alle Anschlüsse. So verfügen beispielsweise Galgenstative von Manfrotto oder Rollei oft über erwähnte Anschlüsse. Galgenstative von Walimex sowie von anderen Herstellern aus dem mittleren Preissegment lassen ein 3/8-Zoll-Gewinde hingegen des öfteren vermissen.

Doch wozu eignen sich die unterschiedlichen Anschlüsse überhaupt? Das 1/4-Zoll-Gewinde ist salopp gesagt eine Art Consumer-Gewinde. Es handelt sich um ein Standardgewinde für zahlreiche technische Geräte wie Sucherkameras, Richtmikrofone, aber auch professionelle Spiegelreflexkameras und Studioblitze. Wählen Sie daher ein Modell mit 1/4-Zoll-Gewinde aus der Vergleichstabelle, wenn Sie das Galgenstativ für Ihre Kamera verwenden wollen.

3. Wozu dienen 3/8-Zoll-Gewinde und 5/8-Zoll-Spigot?

Die eigentliche Paraderolle für Galgenstative liegt im Bereich der Lichttechnik. Und genau dort wo schwere Scheinwerfer, professionelle Blitze und diverse Stativköpfe zum Einsatz kommen, ist oft ein 3/8-Zoll-Gewinde gefragt. Auch an einigen Mittelformatkameras findet man diese Gewindeart.

Aus der Vergleichstabelle zeigt sich zudem, dass der 5/8-Zoll-Spigot-Anschluss der verbreitetste Anschluss unter den Galgen-Stativen ist. Das liegt schlicht und einfach an seiner Kompatibilität mit zahlreichen Geräten der Licht- und Studiotechnik.

galgenstativ-test