Spiegelreflexkamera Test 2016

Die 7 besten digitalen Spiegelreflexkameras im Vergleich.

AbbildungTestsiegerPreis-Leistungs-Sieger
ModellNikon D7200 SLR-Digitalkamera KitSony alpha SLT-A99VCanon EOS 700D SLR-Digitalkamera KitSony Alpha 68 A-Mount Digitalkamera KitPentax K 50 SLR-Digitalkamera KitNikon D750Canon EOS 6D
Testergebnis¹
Hinweis zum Testverfahren
Vergleich.org
Bewertung1,4sehr gut
08/2016
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Bewertung1,5gut
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Bewertung1,6gut
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Bewertung1,7gut
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Bewertung2,0gut
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Kundenwertung
67 Bewertungen
33 Bewertungen
327 Bewertungen
23 Bewertungen
67 Bewertungen
87 Bewertungen
136 Bewertungen
Bildqualität
Bedienung
AuflösungDie Auflösung in Megapixeln gibt Aufschluss darüber, wie gut die Kamera Details abbilden kann.24,2 Megapixel24 Megapixel18 Megapixel24 Megapixel16 Megapixel24 Megapixel20 Megapixel
max. ISO-WertDer ISO-Wert gibt die Lichtempfindlichkeit des Sensors an. Je höher dieser Wert ist, desto besser kann die Spiegelreflexkamera schlechte Lichtbedingungen ausgleichen.25.600
auch bei wenig Licht gute Bilder, bei Vergrößerung stärkeres Bildrauschen
25.600
auch bei wenig Licht gute Bilder, bei Vergrößerung stärkeres Bildrauschen
25.600
auch bei wenig Licht gute Bilder, bei Vergrößerung stärkeres Bildrauschen
25.600
auch bei wenig Licht gute Bilder, bei Vergrößerung stärkeres Bildrauschen
51.200
hohe Lichtempfindlichkeit, aber starkes Bildrauschen
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hohe Lichtempfindlichkeit, aber starkes Bildrauschen
25.600
auch bei wenig Licht gute Bilder, bei Vergrößerung stärkeres Bildrauschen
min. Belichtungszeit1/8.000 s
sehr schnell
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sehr schnell
1/4.000 s
schnell
1/8.000 s
sehr schnell
1/6.000 s
sehr schnell
1/4.000 s
schnell
1/4.000 s
schnell
DisplaygrößeEin großes Display ist besonders wichtig, um die gemachten Bilder direkt auf Bildfehler überprüfen zu können. Ein Zoll entspricht dabei 2,54 cm.3,2 Zoll3,0 Zoll3,0 Zoll2,7 Zoll3,0 Zoll3,2 Zoll3,0 Zoll
WLAN-KompatibelJaJaNeinJaNeinJaJa
Gewicht765 g812 g580 g679 g650 g840 g770 g
Vorteile
  • hervorragende Bildqualität
  • vielfältige manuelle Einstellungen
  • hervorragende Bildqualität
  • abgedichtetes Gehäuse
  • geringe Auslöseverzögerung
  • gute Bildqualität
  • schwenkbares Touchdisplay
  • hervorragende Bildqualität
  • großer Funktionsumfang
  • abgedichtetes Gehäuse
  • großer Funktionsumfang
  • hervorragende Bildqualität
  • Klappdisplay
  • hervorragende Bildqualität
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Spiegelreflexkamera-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Spiegelreflexkameras bilden die Königsklasse unter den Fotokameras. Sie machen hervorragende Bilder. In ihrem Inneren befindet sich ein klappbarer Spiegel, der das Bild zunächst zum Sucher umleitet, durch den man beim Fotografieren schaut. Betätigt man den Auslöser, schwingt der Spiegel zurück und das Bild fällt auf den Sensor.
  • Wer die Wahl hat, hat die Qual: Spiegelreflexkameras sind relativ groß und teilweise auch schwer, dafür hat man eine große Auswahl an Wechselobjektiven in allen Preisklassen.
  • Wenn Sie es leichter und kompakter mögen, kann auch zur Systemkamera gegriffen werden. Diese ist dann aber in Bezug auf die Objektive auf einen Hersteller festgelegt.

Spiegelreflexkamera Test Film Negativ
Wer gern fotografiert und etwas auf sich hält, greift heutzutage gern zur digitalen Spiegelreflexkamera, kurz DSLR. Die Königsklasse unter den Kameras hat viele Vor-, aber auch einige Nachteile. So liefern sie die beste Bildqualität und können dank zahlreicher Funktionen flexibel eingesetzt werden, sind aber größer und schwerer als kleine Kompaktkameras.

Wer sich für eine DSLR entscheidet, nimmt dies in der Regel gern in Kauf. Gute Modelle sind mit etwa 500 Euro auch für Einsteiger erschwinglich geworden. Der Umsatz von digitalen Spiegelreflex- und Systemkameras lag im Jahr 2015 dennoch bei stolzen bei 610 Millionen Euro (Quelle: Statista). Egal ob Hobbyfotograf oder Profi: Für jeden gibt es das richtige Modell! Doch beim Kauf einer DSLR gilt es eine ganze Menge zu beachten. Welche Geräte gut sind und wie Sie sich in dem Wirrwarr von Bildsensorgröße bis Zoomfaktor zurechtfinden, erfahren Sie in unserem Spiegelreflexkamera Test 2016 und der umfassenden Kaufberatung.

1. Gängige Kameratypen und Kategorien

1.1 Der Klassiker: Die digitale Spiegelreflexkamera (DSLR)

Nikon Coolpix L830

Nikon Coolpix L830 Digitalkamera mit 16 Megapixel und 34-fach opt. Zoom.

Spiegelreflexkameras mit einem digitalen Bildsensor werden kurz auch als DSLR bezeichnet. Die Abkürzung steht für digital single-lense reflex und bezieht sich damit direkt auf den Aufbau der Kamera. In puncto Mechanik ähnelt sie sehr ihren älteren, analogen Vorgängern.

Ein klappbarer Spiegel projiziert das Bild auf den Sucher. Beim betätigen des Auslösers schwingt der Spiegel zurück, sodass das Licht stattdessen auf ein lichtempfindliches Medium fällt. Im Inneren der digitalen Spiegelreflexkamera befindet sich allerdings – im Gegensatz zu den analogen Modellen – kein Film, sondern ein Aufnahme-Sensor.

Das Bildmaterial steht somit sofort digital zur Verfügung, wodurch es möglich wird, misslungene oder fehlerhafte Aufnahmen umgehend zu erkennen und zu korrigieren. Darüber hinaus können Bildgröße und –qualität direkt an der Kamera eingestellt und geändert werden.

Die Objektive der Geräte aus dem Spiegelreflexkamera Test können gewechselt werden, was eine große Einsatzvielfalt erlaubt. Da die Bilder meist im RAW-Format gespeichert werden, stehen alle möglichen Bildinformationen zur Verfügung. Dadurch bieten die Modelle im Spiegelreflexkamera Vergleich auch die besten Möglichkeiten bei der anschließenden Nachbearbeitung der Bilder.

Die Vor- und Nachteile einer digitalen Spiegelreflexkamera auf den Punkt gebracht:

  • sehr gute Bildqualität durch größere Bildsensoren
  • weniger Bildrauschen – Bildsensor erwärmt sich nicht
  • Wechselobjektive ermöglichen Anpassung
  • leistungsstarker Autofokus
  • höhere Geschwindigkeit durch schnellere Schärfeerkennung
  • Aufnahmen in Rohdatenformat ohne Informationsverlust
  • relativ groß und schwer
  • manuelle Einstellungen brauchen tiefergehende Fotografiekenntnisse
  • empfindlich für Schäden durch Schmutz und Staub

1.2 Das hat System: Systemkameras (DSLM)

Panasonic Lumix DMC-G6KEG-S Systemkamera

Panasonic Lumix DMC-G6KEG-S Systemkamera mit 16 Megapixel.

Die spiegellosen Systemkameras, kurz DSLM (digital single lense mirrorless), haben sich in den vergangenen Jahren zu einer echten Konkurrenz für digitale Spiegelreflexkameras entwickelt. Sie besitzen zwar weder einen Spiegel, noch einen optischen Sucher, bieten aber dennoch die Möglichkeit, verschiedene Objektive einzusetzen. Allerdings ist das Angebot an Objektiven bei dieser recht jungen Kameraklasse noch überschaubar.

Systemkameras haben vor allem einen Vorteil: Sie sind leichter und kompakter. In Sachen Bildqualität gibt es kaum Unterschiede. Kontrolliert und fokussiert wird das Bild über das Kameradisplay, welches sich bei guten Systemkameras auch schwenken lässt. Für Videoaufnahmen, z.B. mit hochauflösenden 4k, eignen sie sich in der Regel besser als die Produkte im Spiegelreflexkamera Test 2016.
Eine Studie dazu, wie sich Systemkameras auf dem Markt in Deutschland etablieren, finden Sie hier.

1.3 Nicht zu unterschätzen: Kompaktkameras

nikon

Nikon Coolpix S6400 Kompaktkamera mit 16 Megapixeln und 12-fach opt. Zoom.

Kompaktkameras ermöglichen digitale Fotoapparate für Jedermann. Die Preise reichen von 50 bis weit über 500 Euro, entsprechend unterschiedlich sind hier auch die Ausstattungsmerkmale. Es gibt Geräte mit großem Zoom, andere sind besonders klein und leicht. Auch wasserdichte Kompaktkameras gibt es. Diese Unterwasserkameras sind für Aufnahmen im feuchten Nass geeignet.

Darüber hinaus bieten die Fotoapparate zahlreiche Automatik-Funktionen, auch einige manuelle Einstellungen sind möglich. Über ein digitales Display kann das gewählte Motiv anvisiert und abgelichtet werden; einige Modelle haben auch einen optischen Sucher, der jedoch eher selten zum Einsatz kommt.

Die verbauten Bildsensoren sind deutlich kleiner als bei digitalen Spiegelreflexkamera Testsiegern und Systemkameras, weshalb Aufnahmen von Kompaktkameras eine geringere Auflösung und Qualität haben.

Die Bilder werden von der Fotokamera im platzsparenden JPEG-Format gespeichert, wobei jedoch Bildinformationen verloren gehen. Angemerkt sei noch, dass der Markt für Kompaktkameras zunehmend einbricht. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass mittlerweile auch Smartphones wie z.B. das iPhone 6 oder das Samsung Galaxy Note 4 eine sehr gute Bildqualität bieten.

1.4 Eine Brücke schlagen: mit Bridgekameras

Canon Powershot SX50 HS

Canon Powershot SX50 HS mit 100-fach Zoom und ZoomPlus.

Bridgekameras gehören zu den Kompaktkameras, werden hier jedoch aufgrund ihrer etwas abweichenden Bauweise gesondert behandelt. Optisch sind die Geräte Spiegelreflexkameras nachempfunden, d.h. sie verfügen über ein größeres Gehäuse, das einen stabilen Griff erlaubt.

Das Hauptmerkmal dieser Fotokameras ist ihr enorm großer Zoom, der mitunter eine 60fache Vergrößerung oder noch mehr erlaubt. Daher müssen die in den Bridgekameras verbauten Bildstabilisatoren besonders leistungsfähig sein, um ein Verwackeln der Fotos auch bei großer Entfernung zu verhindern.

2. Aufbau und Funktion einer Spiegelreflexkamera

Der Aufbau einer Spiegelreflexkamera aus dem Spiegelreflexkamera Vergleich ist sehr komplex und direkt mit ihrer Funktionsweise verbunden. Zu unterscheiden ist zwischen dem Gehäuse (auch: Body) der Kamera und dem Objektiv. Wie eine Spiegelreflexkamera funktioniert, möchten wir Ihnen im Folgenden näher erläutern.

Die Nikon D7200 ist eine der besten Kameras auf dem Markt.

Nicht nur für Schnappschüsse: Die Nikon D7200 ist eine der besten Kameras auf dem Markt.

Das Objektiv kann vom Kameragehäuse getrennt und auch gewechselt werden. Dabei unterscheiden sich die jeweiligen Anschlüsse von Hersteller zu Hersteller. Im Objektiv sind mehrere geschliffene Linsen verbaut, die das Licht brechen. Darüber hinaus bilden mehrere kreisförmig angeordnete metallische Lamellen die sogenannte Blende, mit deren Hilfe die Belichtung – je nach Helligkeit – reguliert wird.

Das durch die Linsen im Objektiv einfallende Licht, wird von einem Spiegel im Inneren des Gehäuses umgelenkt. Dieser ist klappbar gelagert und projiziert das Bild auf die sogenannte Einstellscheibe oder Mattscheibe.

Sie besteht aus einem lichtdurchlässigen Material mit einer glatten und einer matten Seite. Auf der mattierten Fläche entsteht ein Bild, das mit Hilfe einer Sammellinse umgelenkt und so reflektiert wird, dass es im Sucher der Spiegelreflexkamera sichtbar wird.

Beim Betätigen des Auslösers schwingt der Spiegel zurück, sodass das Licht nun stattdessen auf ein lichtempfindliches Medium fällt. Bei analogen Kameras ist dieses Medium ein mit lichtempfindlichen Substanzen beschichteter Film. Digitale Modelle aus dem Spiegelreflexkamera Test haben an seiner Stelle einen Bildsensor. Das einfallende Licht wird vom Bildsensor erfasst und in ein digitales Bild umgewandelt. Dieses wird auf einer Speicherkarte im Gerät gesichert und kann auf einem Display auf der Rückseite der Kamera angezeigt werden.

Wie schnell der technische Fortschritt voranschreitet, veranschaulicht Ihnen dieses Video:

3. Ein Schnappschuss der Geschichte: Die Entwicklung der Kamera

Jahr Ereignis Erläuterung
4. Jh. v. Chr. Camera obscura Durch ein kleines Loch fällt Licht in einen abgedunkelten Raum, welches ein Abbild der Umgebung auf die gegenüberliegende Wand projiziert.
1826 erste „Fotografie“ Dem Franzosen Nièpce gelingt mit Hilfe verschiedener fotochemischer Substanzen die erste dauerhafte Fotografie.
1861 Thomas Sutton Der Brite baut die erste Spiegelreflexkamera. Ein Wechselmagazin wird 1893 zum Patent angemeldet.
1929 Rolleiflex und Rolleicord Die Firma Franke & Heidecke stellt ihre zweiäugigen Spiegelreflexkameras (TLR) vor. Die Modelle erfreuen sich großer Beliebtheit und sind heute bei Sammlern heiß begehrt.
1936 Kine-Exakta Die Dresdner Firma Ihagee stellt mit der Kine-Exakta die erste Spiegelreflexkamera im Kleinbildformat vor.
1943 Duflex Als erste Spiegelreflexkamera verfügt die Duflex über einen Sucher auf Augenhöhe mit seitenrichtigem und aufrechtem Bild sowie einen Rückschwingspiegel, der das Sucherbild nach Betätigung des Auslösers sofort wieder sichtbar macht.
1972 Polaroid-Kamera Edwin Land, Gründer von Polaroid, präsentiert ein Sofortbild, das innerhalb von 4 Minuten vollkommen selbständig entwickelt ist.
1980 Nikon F3 Mit der Nikon F3 kommt die erste vollelektronische Profi-Spiegelreflexkamera im kleinen Bildformat auf den Markt.
1985 Minolta 7000 Als erste Spiegelreflexkamera verfügt die Minolta 7000 über eine vollständige Autofokus-Funktion. Die Steuerung erfolgt über Mikroelektronik.
1981 Sony Mavica Mit einem CCD-Chip speichert die Sony Mavica Bilder als analoges Videosignal und ist damit der Vorläufer heutiger Digitalkameras.
1989 Canon EOS-1 Canon bringt das erste Modell seiner bis heute erfolgreichen EOS-Serie auf den Markt.
1991 Kodak DCS 100 Auf der Basis der Nikon F3 und eines eigens entwickelten Bildsensor produziert Kodak die erste professionelle Digitalkamera.
2010 DSLM Spiegellose Systemkameras können sich als neue Kameraklasse am Markt etablieren. Sie sind kompakter als Spiegelreflexkameras, verfügen aber über Wechselobjektive.

4. Beliebte Hersteller und Marken von Spiegelreflexkameras

Hersteller Produktserien Besonderheiten Aktuelle Top-Produkte
Canon Canon EOS deckt alle Bereiche vom Einsteiger bis Profi ab Einsteiger: Canon EOS 1200D Kit 18-55 mm für ca. 350 €, Canon EOS 700D Kit 18-55 mm für ca. 550 €
Nikon Nikon D deckt alle Bereiche vom Einsteiger bis Profi ab Nikon D3300 Kit 18-105 mm für ca. 570 €, Nikon D750 Kit 24-120 mm für ca. 2.500 €
Sony Sony Alpha, Sony SLT innovativ; beste Bildsensoren Sony Alpha 77 M2 Kit 16-50 mm für ca. 1.590 €
Pentax Pentax K Vorrangig hochwertige Geräte im Profibereich Pentax K-S1 Kit 18-55 mm für ca. 560 €, Pentax K-50 Kit 18-55 mm für ca. 450 €
Hasselblad Hasselblad H Ausschließlich hochwertige Geräte im Profibereich Hasselblad HV Kit 24-70 mm für ca. 10.100 €, Hasselblad H5D-40 (Body) für
ca. 10.300 €

Natürlich soll diese Tabelle lediglich einen Überblick bieten, digitale SLR-Kameras erhalten Sie auch von anderen Herstellern wie beispielsweise Olympus oder Leica.

5. Eine digitale Spiegelreflexkamera kaufen: Darauf kommt es an

5.1. Grundsatzentscheidung: Spiegelreflex- oder Systemkamera?

Wenn Sie eine Kamera möchten, mit der Sie im Urlaub schnell und einfach Schnappschüsse machen können, sollten Sie gegebenenfalls lieber zur handlicheren und leichteren Kompaktkamera greifen. Eine digitale Spiegelreflexkamera lohnt sich für ambitioniertere Hobbyfotografen. Nicht ohne Grund kommen dieses Fotoapparate schließlich auch beim Profi zum Einsatz. Zwar verfügen die meisten Geräte auch über einen ausgezeichneten Automatik-Modus, in aller Regel ist es jedoch notwendig, sich mit der Bedienung und den Einstellungsmöglichkeiten etwas genauer auseinanderzusetzen.

Darüber hinaus wächst der Anteil von spiegellosen Systemkameras auf dem Markt seit ein paar Jahren beständig an. Mit ihren kompakteren Abmessungen und dem niedrigeren Gewicht werden sie mittlerweile auch den Spiegelreflexkameras gerne vorgezogen. Allerdings haben DSLR Kameras noch immer eine geringere Auslöseverzögerung und fokussieren schneller, sodass Sie in der gleichen Zeit mehr Bilder hintereinander schießen können. Damit eignen sich diese Geräte besonders für bewegte Motive, etwa Sportereignisse oder Kinder.

Ein großer Unterschied zwischen DSLR und DSLM: der Sucher. Dieser ermöglicht einen anderen – und eventuell besseren – Blick auf das Motiv. Die meisten Systemkameras verzichten auf den Einbau eines Suchers, sodass Sie das Motiv nur auf dem Display sehen können. Dies macht das Fotografieren mitunter etwas umständlich. Wenn Sie die Kamera allerdings hauptsächlich zum Filmen verwenden wollen, so sind Sie mit einer Systemkamera tendenziell besser beraten.

5.2. Sensorformat: mehr ist mehr

In puncto Bildsensor lässt sich Folgendes sagen: je größer der Sensor, desto besser die Bildqualität. Hier liegt die große Stärke von digitalen Kameras aus dem Spiegelreflexkamera Test, denn die verbauten Chips sind denen einer Kompaktkamera bei Weitem überlegen. Allerdings werden die Sensoren mit zunehmender Größer auch deutlich teurer, weshalb Modelle mit einem sogenannten Vollformatsensor es preislich ganz schön in sich haben.

Bei Kameras im Vollformat hat der Sensor-Chip im Inneren des Gehäuses die gleiche Größe wie ein Kleinbild-Negativ-Streifen, also 24 x 36 mm. Mit einem derart großen Sensor gelingen selbst bei vergleichsweise schlechten Lichtverhältnissen gute Aufnahmen. Außerdem können die Bilder in einem größeren Format ohne Schärfeverlust ausgedruckt werden. Die meisten digitalen Spiegelreflexkameras besitzen jedoch einen Sensor-Chip, der etwa halb so groß ist wie das Vollformat. Dieses Format wird APS-C genannt und liefert hervorragende Ergebnisse zu einem vergleichsweise erschwinglichen Spiegelreflexkamera Preis.

5.3. Pixelschlacht: die Auflösung

Die Auflösung der gängigen DSLR Kameras liegt zwischen 18 und 24 Megapixeln, vereinzelt auch darüber. Dank des besseren Bildsensors sehen jedoch auch Fotos mit einer niedrigeren Auflösung im Vergleich zu denen von einer Kompaktkamera deutlich besser aus. Eine reduzierte Pixelanzahl führt bei einer digitalen Kamera aus dem Spiegelreflexkamera Test dazu, dass jeder Pixel auf dem Bildsensor etwas größer ist. Dies ist gerade bei Aufnahmen mit wenig Licht ein großer Vorteil.

Eine Kamera wie die Canon EOS 700D erreicht so einen ISO-Wert von bis zu 25.600. Zum Vergleich: ISO-Standardwerte liegen normalerweise in einem Bereich zwischen 100 und 1.600.

Rauschangriff: Je höher der ISO-Wert, desto weniger Licht benötigt man zum Fotografieren, womit sich die Belichtungszeit reduzieren lässt. Gleichzeitig wirkt das Bild bei steigendem ISO-Wert gröber. In der Digitalfotografie spricht man in diesem Zusammenhang von Rauschen.

5.4. Bedienung und Komfort

Der Moiré-Effekt

Bei Negativ-Filmen ist das sogenannte Korn, also die lichtempfindliche Silberemulision, ungleichmäßig verteilt. Die Sensoren von DSLRs haben dagegen eine regelmäßige Struktur, die zum Auftreten eines Moiré-Effekt führen kann. Dabei handelt es sich um eine Interferenz des aufgenommenen Motivs mit der Struktur des Sensors. Ein eingebauter Tiefpass-Filter kann das verhindern, verringert jedoch auch die Auflösung des Bildes.

Ihr Spiegelreflexkamera Testsieger sollte robust sowie handlich sein und sich leicht bedienen lassen. Verarbeitung und Bedienung sind ebenso wichtige Kriterien für den Kauf wie Bildqualität und Ausstattung. Viele günstige Modelle für Einsteiger bestehen aus Kunststoff, professionelle Geräte werden dagegen aus Magnesium gefertigt. Das macht die DSLR robust, ohne sie zu sehr zu beschweren.

Sinnvoll ist bei Spiegelreflexkameras eine Abdichtung gegen Staub, Schmutz und Wasser, da diese den empfindlichen Bildsensor stören oder sogar beschädigen können. Achten Sie beim Kauf Ihrer Spiegelreflexkamera auf Form und Haptik. Sie sollte gut in der Hand liegen, der Auslöser sollte ohne Probleme erreichbar sein. Eine Gummibeschichtung an den Griffflächen sorgt für einen sichereren Halt.

Hilfreich ist es auch, wenn die beste Spiegelreflexkamera über einen Schnellzugriff verfügt, mit dem Sie Ihre wichtigsten oder liebsten Funktionen einstellen können, ohne erst langwierig durch die Menüs zu scrollen.

5.5. Der Bildstabilisator

Verwackelte oder unscharfe Bilder mag niemand gern – erst recht nicht, wenn das Motiv einmalig und nicht wiederherstellbar ist. Ein Bildstabilisator kann im Gehäuse verbaut sein. Er hilft bei längeren Belichtungszeiten und starkem Zoom das Bild ruhig zu halten.

Die Bildstabilisierung funktioniert unabhängig vom Objektiv. Allerdings gibt es auch Objektive, die über einen eigenen Stabilisator verfügen. Kurz gesagt: Er bewirkt, dass Sie bei gleichen Lichtbedingungen – abhängig von der Brennweite des Objektivs – eine kürzere Belichtungszeit wählen können, wodurch ein Verwackeln der Bilder minimiert wird. Bei sehr langen Belichtungszeiten kommen Sie dennoch um ein Stativ nicht herum.

In der Tabelle finden Sie ein Beispiel für mögliche Belichtungszeiten mit und ohne Bildstabilisator, bei denen Bilder auch ohne Stativ wackelfrei aufgenommen werden können:

Brennweite Max. Belichtungszeit ohne Bildstabilisator Max. Belichtungszeit mit Bildstabilisator
35 mm 1/35 Sekunde 1/8 Sekunde
105 mm 1/120 Sekunde 1/26 Sekunde
270 mm 1/270 Sekunde 1/68 Sekunde

Je größer die Brennweite des Objektivs und damit die Zoommöglichkeit ist, desto mehr Zugewinn bringt ein Bildstabilisator. Bei Objektiven mit kurzer Brennweite kann er dagegen auch vernachlässigt werden. Die Frage, ob ein optischer Stabilisator im Objektiv oder ein mechanischer Stabilisator im Kameragehäuse besser ist, lässt sich nicht ganz einfach beantworten.

Der große Vorteil von mechanischen Stabilisatoren liegt darin, dass diese nur einmal verbaut werden und mit allen Objektiven funktionieren. Da Objektive mit eigenem Stabilisator mitunter mehr als das Doppelte kosten, kann dies ein entscheidender Faktor sein. Andererseits arbeitet der automatische Fokus bei Objektiven mit Bildstabilisator meist schneller und genauer und auch die Belichtungsmessung ist bei diesen besser.

Hinweis: Fallen Sie bitte nicht auf solche Formulierungen wie „digitaler Bildstabilisator“ herein! Dabei handelt es sich um eine Mogelpackung, denn statt einer „echten“ Stabilisierung wird bei schlechten Lichtverhältnissen einfach der ISO-Wert, also die Lichtempfindlichkeit des Sensors, erhöht. Das Ergebnis: Bilder mit starkem Bildrauschen.

5.6. Sucher und Display

Ein Sucher wird von vielen Fotografen als klarer Vorteil der Spiegelreflex- gegenüber der Systemkamera gesehen. Er vermittelt in der Regel ein realistischeres Gefühl für das Motiv und macht das Fotografieren insgesamt angenehmer, als wenn Sie nur mit einer Live-Vorschau auf dem Display arbeiten. Bei guten Kameras kann im Sucher auch eine Dioptrienzahl eingestellt werden, um diesen für Brillenträger anzupassen.

Die meisten Geräte im Spiegelreflexkamera Test haben ein Display mit einer Diagonale von etwa 3 Zoll und einer sehr hohen Auflösung, so dass die direkte Beurteilung von Bildern sehr gut möglich ist. Displays, in denen zusätzliche weiße Pixel verbaut wurden, sind besonders hell und auch bei Tageslicht hervorragend zu erkennen.

5.7. Gestochen scharf: die Bildqualität

Die Bildqualität ist sicherlich das wichtigste Kriterium bei der Kaufentscheidung, wenn es um Spiegelreflexkameras geht. Mit einer Spitzenqualität werben letztlich aber alle Hersteller. Sie sollten dabei auf jeden Fall beachten, dass die Bildqualität nicht allein von der Kamera abhängig ist, sondern zu einem nicht unerheblichen Teil auch vom verwendeten Objektiv beeinflusst wird. Mit einem hochwertigen Objektiv lassen sich dementsprechend auch bessere Bilder machen. Die Bildqualität lässt sich in verschiedene Faktoren aufschlüsseln, deren Zusammenspiel bewertet werden muss.

Konkret handelt es sich dabei um:

  • die Schärfe, die Bildsensor und Objektiv gemeinsam erreichen. Diese sollte möglichst hoch sein, um auch feinste Strukturen detailgetreu abbilden zu können.
  • das Bildrauschen, das bei höheren ISO-Werten auftritt. Dieses wird auch als „Visual Noise“ (VN) bezeichnet und sollte möglichst gering sein.
  • die Rauschunterdrückung, die Bildrauschen ausgleichen soll. Dabei kann es vorkommen, dass gerade bei Motiven mit schwachen Kontrasten Details in den Strukturen verloren gehen. Darüber Auskunft gibt die „Kurtosis-Messung“, deren Ergebnis möglichst klein sein sollte.
  • die Blende. Der Blendenwert hat einen großen Einfluss auf die Abbildung von kontrastreichen Motiven. Die Anzahl der Blendenstufen sollte möglichst groß sein, damit Kontraste richtig dargestellt werden können.
  • die Farbgenauigkeit, mit der die Kamera fotografierte Motive möglichst realitätsnah wiedergeben kann. Diese wird mit dem Delta E-Wert angegeben, der möglichst klein sein sollte.
  • der Weißabgleich (DeltaRGB), für den das gleiche gilt wie für die Farbgenauigkeit.

Objektiv

5.8. Das Herzstück einer Spiegelreflexkamera: das Objektiv

Das wichtigste Zubehör jedes DSLR-Fotografen sind seine Objektive. Ein einzelnes Objektiv kostet meist genau so viel wie der Body der Kamera – oder sogar mehr! Gerade als Einsteiger sollten Sie sich beim Kauf daher genau überlegen, welches Objektiv für Ihre Zwecke das Richtige ist. Zu unterscheiden ist zwischen sogenannten Zoom-Objektiven, bei denen die Brennweite variabel ist, und Objektiven mit Fest-Brennweite.

Viele Hersteller bieten ihre Kameras auch in einem Kit an. Dieses beinhaltet meist ein sehr einfaches Zoom-Objektiv für Einsteiger und ist deutlich günstiger als beim Einzelkauf.
Zoom-Objektive sind häufig weniger lichtstark, also nicht so gut für das Fotografieren unter schlechten Lichtbedingungen geeignet. Dafür bieten sie in der Motivik eine große Variabilität.

Empfehlenswert ist für den Anfang die Anschaffung von zwei verschiedenen Objektiven mit unterschiedlichen Brennweiten. Ein Objektiv mit einer Brennweite von etwa 24 bis 70 mm und ein weiteres von 70 bis 200 mm sind ein gute Start. Damit gelingen auch Teleaufnahmen problemlos.

Objektiv Brennweite Kompatibilität Preis
Tamron SP AF 17-50 mm f2,8 XR Di II LD IF 17 – 50 mm Canon, Nikon, Pentax, Sony ab ca. 270 €
Sigma 50-150 mm f2,8 EX DC OS HSM 50 – 150 mm Canon ab ca. 900 €

Wenn Ihnen der Tele-Zoom nicht so wichtig ist, bekommen Sie für etwa das gleiche Geld drei lichtstärkere Objektive mit Festbrennweiten. Diese bieten eine höhere Detailschärfe als Zoom-Objektive. Für den Anfang empfehlen sich ein lichtstarkes Weitwinkelobjektiv, ein Makroobjektiv sowie ein einfaches Teleobjektiv.

Objektiv Objektivart Kompatibilität Preis
Canon EF 35 mm f2,0 Weitwinkel Canon ab ca. 330 €
Nikon Nikkor 28 mm f2,8D AF Weitwinkel Nikon ab ca. 300 €
Tamron SP AF 60 mm f2,0 Di II LD IF Makro Canon Nikon Sony ab ca. 290 €
Sigma 85 mm 1,4 EX DG HSM Tele Canon Nikon Sony Pentax ab ca. 800 €

Bedenken Sie bitte auch, dass Sie sich mit dem Kauf einer Spiegelreflexkamera – auch in Bezug auf die Objektive – auf einen Hersteller festlegen. Jeder Hersteller hat einen eigenen Objektivanschluss, so dass diese nicht untereinander gewechselt werden können. Zwar gibt es mittlerweile auch Adapter – ihr Einsatz verändert jedoch die Brennweite der Objektive.

Außerdem kann es sein, dass Sie spezielle Funktionen des jeweiligen Objektivs an einer fremden Kamera nicht nutzen können. Die größte Auswahl an Objektiven bieten die Marktführer Canon und Nikon. Bei den Fremdherstellern Tamron und Sigma erhalten Sie außerdem Objektive, die auch bei Spiegelreflexkameras von Canon und Nikon-Spiegelreflexkameras passen. Diese sind meist etwas günstiger, aber qualitativ nicht ganz so hochwertig.

Reinigungsset

6. Hilfreiches Zubehör für eine Spiegelreflexkamera

Neben dem Objektiv als wichtigstes Spiegelreflexkamera Zubehör können Sie Ihre DSLR natürlich noch um einiges mehr erweitern. Die sinnvollsten Ergänzungen – egal ob Spiegelreflexkamera für Anfänger, Canon Kamera oder Spiegelreflex von Nikon – haben wir im Folgenden für Sie zusammengetragen.

6.1. Es werde Licht: der Blitz

Bis auf Profikameras verfügen alle Spiegelreflexkameras über einen eingebauten Blitz, der sich je nach Programm und Lichtverhältnissen automatisch zuschaltet. Das Licht dieses Blitzes reicht allerdings kaum aus, um ein Objekt auch in mehreren Metern Entfernung ausreichend zu beleuchten: Drei Meter sind hier die maximale Reichweite. Außerdem lässt sich der eingebaute Blitz weder frei positionieren, noch streuen.

Wer den Blitz häufiger einsetzen möchte, dem empfiehlt sich daher der Kauf eines zusätzlichen Systemblitzes. Diese Geräte schaffen in der Regel eine gute Ausleuchtung bei ausreichend hoher Leuchtdichte.

Tipp: Ein frei beweglicher Reflektor ermöglicht es darüber hinaus, das Blitzlicht gegen eine helle Fläche zu richten und reflektieren zu lassen. Damit wird das Motiv weicher und gleichmäßiger beleuchtet.

6.2. Handlich und sicher: die Kameratasche

Wer sich die beste Spiegelreflexkamera kaufen will, braucht auch eine passende Fototasche. Eine Hülle ist für den Transport der Kamera unerlässlich und schützt diese vor äußeren Einflüssen, sei es durch Feuchtigkeit oder durch Staub.

Beim Kauf einer Fototasche sollten Sie nicht nur darauf achten, dass die Kamera sicher verstaut werden kann. Sie sollte daneben auch ausreichend Platz für Objektive, Blitz und gegebenenfalls einen Wechselakku bieten. Für ambitionierte Outdoor- und Reisefotografen kann der Erwerb eines speziellen Kamera-Rucksacks sinnvoll sein.

6.3. Das Stativ – die Ruhe selbst

stativ spiegelreflex

Schaffen Sie Stabilität mit einem robusten Stativ.

Ein Stativ brauchen Sie z.B., wenn Sie planen Aufnahmen mit längerer Belichtungszeit zu machen. Dabei muss die Kamera ruhig gehalten werden, damit das Bild nicht verwackelt. Darüber hinaus entlastet ein Stativ Ihre Arme. Gerade in der Landschaftsfotografie ist es oft notwendig, lange auf das richtige Motiv zu warten. Auch in der Studio-Fotografie macht ein Stativ bezahlt, da es hilft, die Kamera stabil und gerade auszurichten.

Heutzutage verfügen alle Spiegelreflexkameras über einen Stativanschluss. Dabei handelt es sich um ein Gewinde an der Unterseite des Kameragehäuses. Die üblichste Form sind Dreibein-Stative. Sie verfügen gegebenenfalls über einen Haken für ein Gewicht, so dass sie auch dann nicht umkippen können, wenn Sie eine Kamera mit einem sehr großen, schweren Objektiv darauf befestigen. Die Beine der Stative lassen sich auf unterschiedliche Längen einstellen und gleichen so Unebenheiten im Untergrund aus.

Wenn Sie unter sehr windigen Bedingungen ruhig fotografieren möchten, empfehlen wir Ihnen außerdem auf eine möglichst kurze Mittelsäule zu achten, da diese besonders windanfällig ist. Wollen Sie das Stativ auch auf Reisen mitnehmen, achten Sie zudem auf das Gewicht.

Tipp: Es gibt auch Einbeinstative, sogenannte Monopods. Diese eignen sich dank ihrer fest einstellbaren Arbeitshöhe vor allem für die Aufnahme von bewegten Motiven, wie z.B. Sportler oder Tiere.

6.4. Sicher aufbewahrt auf Speicherkarten

Digitale Spiegelreflexkameras speichern Ihre Fotos – wie der Name schon sagt – digital ab. Dafür ist ein entsprechendes Speichermedium notwendig. Hierbei gibt es unterschiedliche Varianten, von denen wir Ihnen die Gängigsten in unserem Spiegelreflexkamera Test vorstellen wollen.

  • CompactFlash
    Die meisten digitalen Spiegelreflexkameras unterstützen CompactFlash (CF) Speicherkarten. Diese sind etwas größer und bringen den Vorteil mit sich, dass sie besonders robust sind und auch bei häufigem Wechseln keine Probleme machen. Sie können Kapazitäten bis zu 256 GB haben.
  • SD
    SD-Karten („Secure Digital Memory Cards“)kommen hauptsächlich bei Kompaktkameras zum Einsatz. Neben der „normalen“ Größe gibt es auch Karten in einem kleineren Format, die z.B. in Smartphones eingesetzt werden. Sie sind günstig, aber auch vergleichsweise anfällig für Schäden. Gängige SD-Karten haben eine Speicherkapazität bis zu 2 GB, weshalb sie für den Einsatz in Spiegelreflexkameras nur bedingt geeignet sind. Da Bilder von Spiegelreflexkameras in einem Rohdatenformat gespeichert werden, sind sie sehr groß und benötigen dementsprechend viel Speicherplatz.
  • SDHC
    SDHC-Karten sind die Weiterentwicklung der SD-Karten. Sie fassen bis zu 64 GB, sind allerdings in der Anschaffung auch teurer. Gerade bei älteren Kameramodellen muss man aufpassen, da diese das Kartenformat eventuell nicht unterstützen.

7. Fragen und Antworten rund um das Thema Spiegelreflexkamera

  • 1. Wie viel kostet eine DSLR?

    Wie viel eine Spiegelreflexkamera kostet, hängt natürlich von ihrer Ausstattung und Technik ab. Kameras ohne Wechselobjektiv oder viel sonstiges Zubehör können Sie bereits ab 200 Euro erwerben. Dabei handelt es sich jedoch meist nicht um die neuesten Modelle des jeweiligen Herstellers. Für aktuelle, hochwertige DSLRs sollten Sie mit einem Preis ab 500 Euro rechnen. Spiegel-Kameras mit Vollformatsensor sind besonders teuer und nicht unter 1.000 Euro zu erhalten. Ist eine Spiegelreflexkamera günstig, sollten Sie vor dem Kauf auch die Preise für Objektive und Ausstattung beachten. Der Gesamtpreis kann für eine gute Spiegelreflexkamera-Ausstattung schnell enorm steigen.
  • 2. Wie mache ich gute Fotos mit einer Spiegelreflexkamera?

    Sie sind Spiegelreflexkamera-Einsteiger und möchten Ihre Fotografie-Fähigkeiten verbessern? Heutzutage müssen keine speziellen Kurse mehr besucht oder langwierige Gebrauchsanweisungen studiert werden. Hilfreiche Praxistipps, wie Sie mit einer DSLR gute Fotos machen können, finden Sie ganz einfach im Internet. Folgendes Video erklärt Ihnen beispielsweise kompakt die Grundlagen der Spiegelreflex-Fotografie:

  • 3. Wie viele Megapixel sollte eine DSLR haben?

    Die Anzahl der Megapixel gibt Aufschluss darüber, wie gut die Kamera Details abbilden kann. In der Regel haben Spiegelreflexkameras eine Auflösung zwischen 16 und 24 Megapixel. Für Hobbyfotografen mit Kompaktkameras reichen im Vergleich oft schon sechs Megapixel aus, während Vollformatkameras teilweise sogar über 30 Megapixel aufweisen können. Eine hohe Pixelzahl allein ist noch keine Garantie für eine gute Bildqualität. Vor allem ISO-Wert und Sensorgröße, aber auch Belichtungszeit oder Bildstabilisator sollten für eine besonders hohe Qualität der Aufnahmen ebenso berücksichtigt werden.
  • 4. Womit kann eine Spiegelreflexkamera gereinigt werden?

    Staub und Verunreinigungen können langfristig Ihrer Kamera schaden, Wassertropfen oder Fusseln auf der Linse stören bei jeder Aufnahme. Eine professionelle Reinigung von Spiegelreflexkamera und Objektiv können Sie bei verschiedenen Service-Stellen oder vom Hersteller durchführen lassen, dies ist jedoch eher kostspielig und oft gar nicht notwendig.

    Möchten Sie selbstständig Ihre Spiegelreflexkamera reinigen, können Sie spezielle Reinigungs-Sets erwerben, welche meist aus feuchten oder trockenen Reinigungsstäbchen, Pinseln und Reinigungsmittel bestehen. Für die Säuberung von Objektiven genügt oft schon ein angefeuchtetes, fusselfreies Tuch. Ausführliche Tipps zur eigenständigen Sensor-Reinigung erhalten Sie hier.

  • 5. Was sagt die Stiftung Warentest?

    Die Stiftung Warentest hat in der Ausgabe (04/2008) das letzte Mal Spiegelreflexkameras getestet. Insgesamt testete das Prüfinstitut sechs Spiegelreflex- und sechs Bridgekameras. Abgesehen von Spiegelreflexkameras hat die Stiftung schon über 1500 Kameras unter die Lupe genommen. Wenn Sie sich generell über den Stand der Technik informieren wollen, dann werden Sie hier fündig.

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