Das Wichtigste in Kürze
  • Qualitativ liegen Sofortbildkamera-Fotos immer unter dem Niveau moderner Spiegelreflex- oder Systemkameras, aber darum geht es auch nicht, denn unperfekte Fotos werden nicht nur geduldet, sie sind oft gewollt. Genau hierin liegt auch der Charme der Sofortbildfotografie – Vintage ist in!
  • Grundlegend unterscheidet man zwischen rein analogen und digitalen Sofortbildkameras. Mit der digitalen Variante können Sie das Foto vor dem Drucken noch sichten und auf diese Weise an Film sparen – bei der analogen spielen Sie quasi auf Risiko, was aber gerade den Reiz ausmacht.
  • Wenn Sie eine neue Sofortbildkamera kaufen, achten Sie neben einer angenehmen Haptik auch auf wichtige Zusatzfunktionen – abhängig von Ihren Vorlieben gibt es Modelle mit und ohne Selbstauslöser und Selfie-Spiegel. Bei den meisten Kameras müssen Sie den Film noch dazu kaufen, einige wenige kommen mit einem Starter-Pack.

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Während immer mehr Menschen (nicht nur) in der Bundesrepublik beim Fotografieren auf die Kamera ihres Smartphones setzen (von etwa 13 Millionen in 2012 zu über 26 Millionen in 2015; nach einer Umfrage des IfD Allensbach), ist zugleich ein ganz anderer Trend spürbar: Das Revival der klassischen Sofortbildkamera! Ob im Büro-Alltag, auf einer Party oder beim Reisen – irgendein spontaner Anlass, Polaroid-Fotos zu verknipsen, findet sich fast immer.

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Sofortbildkameras (hier: die Fujifilm Instax Mini 90 mitsamt Tragetasche) sind wieder in! Innerhalb weniger Sekunden ist das Bild fertig entwickelt und sorgt dabei stets für Erstaunen und Vorfreude: „Und, wie sieht’s aus?!“

Polaroid – allein der Name dieser traditionsreichen Marke erweckt Erinnerungen an die 1970er und 80er Jahre; eine Zeit also, in der die Polaroid-Kamera Kultstatus erreichte. Tatsächlich gebraucht der Volksmund den Begriff „Polaroid“ bis heute quasi als Synonym für sämtliche Sofortbildkameras. Und das, obwohl die Marke Polaroid mittlerweile nur noch eine von vielen ist (neben Fujifilm, Leica und Lomo).

In unserem Sofortbildkamera-Vergleich 2020 haben wir uns die aktuell beliebtesten Modelle genau angesehen. Der folgende Ratgeber verrät Ihnen, wo die Stärken und Schwächen der einzelnen Modelle liegen, bspw. bei der Bedienung, der Haptik oder auch in der Foto-Qualität bei Selfie- und Außenaufnahmen. Und schließlich geht es vor allem um die Frage: analog oder digital?

1. Sofortbildkamera-Vergleich 2017: Das sind unsere Kandidaten

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Polaroid gleich Sofortbild?

Die Firma Polaroid (gegründet 1937, insolvent gegangen, 2001 wieder zum Leben erweckt) steht für viele synonym für Sofortbildfotografie. Mittlerweile konzentriert man sich bei Polaroid neben Sofortbildkameras allerdings zunehmend auf die Entwicklung von 3D-Druckern.

Wir haben sowohl analoge als auch digitale Sofortbildkameras verglichen – wo genau die Unterschiede zwischen diesen beiden Typen liegen und was das konkret für Sie als Anwender bedeutet, erklären wir Ihnen in der folgenden Tabelle.

So viel sei bereits verraten: Der Marktführer in Sachen digitaler Sofortbild-Fotografie ist ein Hersteller mit bekanntem Namen – Polaroid.

Dessen großer Konkurrent Fujifilm hat sich stattdessen auf rein analoge Modelle konzentriert und auch die beiden Modelle von Leica und Lomo aus unserem Sofortbildkamera-Vergleich funktionieren ausschließlich analog.

Sofortbildkamera-Typ Beschreibung
analoge Sofortbildkamera

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Funktionsweise: Der große Unterschied zwischen einer „normalen“ sowie einer Sofortbild-Kamera liegt in dem Wörtchen „sofort“: Digitale wie analoge Bilder müssen normalerweise erst entwickelt werden; hier jedoch geschieht das Entwickeln dank eines lichtempfindlichen Spezialfilms in Windeseile.

Vorteile:
Analoge Sofortbildkameras konzentrieren sich auf das Wesentliche: Sie drücken auf den Auslöser und der Moment ist festgehalten.
Auch bei Analog-Modellen gibt es Zusatzfunktionen: bspw. verschiedene Helligkeitsstufen und eine Timer/Selbstauslöser-Funktion.

Nachteil:
x Jedes gedruckte Bild kostet Geld – und das je nach Modell sogar mehr als € 2. Für mehr als 10 unbelichtete Bilder ist in den besten Sofortbildkameras kein Platz. Sollte kein Ersatzfilm zur Hand sein, kommen Sie da schnell an Ihre Grenzen.

digitale Sofortbildkamera

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Funktionsweise: Digitale Sofortbildkameras kombinieren die oben beschriebene analoge Funktionsweise von herkömmlichen Sofortbildkameras mit der digitalen Speichermethode (zumeist in Form einer externen SD-Speicherkarte).

Das Prinzip ist simpel: Befindet sich keine Speicherkarte und nur ein Film in der Kamera, wird auch nur gedruckt.

Vorteile:
Sie haben alle Optionen: Ein Foto sofort drucken oder doch nur speichern und später nachbearbeiten – oder einfach beides!
Selbst, wenn alle unbeschriebenen Bilder verschossen sind, ist Ihre Kamera nicht nutzlos – Sie können einfach weiterknipsen wie bei einer regulären Digitalkamera.

Nachteil:
x Die Foto-Qualität digitaler Geräte ist nicht schlechter, aber anders als bei analogen Sofortbildkameras: der Vintage-Look kommt dabei etwas abhanden.
x Gerade die modernen Polaroid-Kameras erinnern eher an Drucker im Miniaturformat, wodurch der Instant-Effect etwas leidet (das Bild erscheint fertig gedruckt).

Welcher Typ Sofortbildkamera eignet sich am besten für Ihre Zwecke?

sofortbildkamera-sofortbild-iconLetztlich ist es eine Typ-Frage: Verfügen Sie bereits über eine kleine Kompaktkamera, die Sie auch auf Parties nutzen und öfter mit sich herum tragen? Nutzen Sie auch Ihr Smartphone regelmäßig für Snapshots, um diese im Anschluss zu bearbeiten und an Freunde und Kollegen zu schicken? Dann lohnt sich eine digitale Sofortbildkamera für Sie wohl nur bedingt. Insbesondere auch, weil Sie mit vielen modernen Smartphones bereits eine bessere Fotoqualität erzielen.

Dennoch ist eine Sofortbildkamera der Kategorie „digital“ alles andere als eine schlechte Idee: Fotomaterial ist teuer, die Technik simpel und im Zweifel können so spontan doch noch besondere Momente festgehalten werden – manche Geräte lassen sich gar als praktischer Fotodrucker nutzen, bspw. um (via Bluetooth) mit dem Telefon gemachte Fotos auszudrucken. Ein gleichwertiger Ersatz zu einer hochwertigen Smartphone- bzw. Digitalkamera ist so eine digitale Sofortbild-Cam allerdings nicht.

Betrachten Sie eine Sofortbild-Kamera lediglich als unterhaltsames Gimmick für wirklich besondere Momente, ist ein analoges Modell mehr als ausreichend.

2. Auf diese Kriterien kommt es an

Wir haben die oben vorgestellten Sofortbildkameras unter verschiedenen Aspekten verglichen. In den folgenden Kapiteln unseres Ratgebers stellen wir Ihnen die wichtigsten Kriterien vor, die Sie beim Kauf einer Sofortbildkamera beachten sollten.

3. Foto-Qualität: Von Party-Snapshots, Selfies und Doppelbelichtung

Letztlich dreht sich alles um die Frage: „Ist das Bild was geworden?“ – dementsprechend hoch haben wir diesen Aspekt der Sofortbildkamera auch gewichtet. Denn was nützt Ihnen eine äußerlich schicke Kamera im Retro-Stil, wenn Sie mit den sofort gedruckten Fotos nicht viel anfangen können?

Einige Modelle verfügen außerdem über verschiedenen Zusatzfunktionen. Wichtig ist nämlich: Anders als bei einer modernen Digital-Cam verfügt eine Sofortbildkamera nicht über die Möglichkeit der Fokussierung. Das geschieht dabei automatisch, wenn auch mit mehr oder minder guten Ergebnissen – Sie müssen in jedem Fall nur noch abdrücken.

Bei der Bewertung der Bildqualität ist es wichtig, dass die Sofortbildkameras mir unterschiedlichen Lichtsituationen bei Aufnahmen einerseits in geschlossenen Räumen und andererseits in der freien Natur umgehen können. Während sich die Qualität der Innenaufnahmen bei den meisten Modellen stark ähnelt, zeigen sich bei Bildern im Freien klare Unterschiede – die Polaroid-Sofortbildkameras bspw. können sich erst dort richtig profilieren.

sofortbildkamera-sofortbild-iconWürde man allein die Foto-Qualität von Sofortbildkameras bewerten, gäbe es wohl keinen klaren Sieger – zu unterschiedlich sind die einzelnen Modelle, was ihre Leistung in den verschiedenen Situationen widerspiegelte. Und mit welchen Eigenheiten der Bildwiedergabe Sie sich am besten anfreunden können, werden Sie letztendlich nur in einem persönlichen Sofortkamera-Test ausmachen können.

4. Haptik und Verarbeitung: Auch eine Sofortbildkamera sollte gut in der Hand liegen

Gleichermaßen wichtig ist neben der Foto-Qualität die Beantwortung folgender Fragen:

  • Wie gut bzw. sicher liegt die Kamera in der Hand? (Haptik/Ergonomie)
  • Wie ist das Modell fabriziert und wie stabil wirkt es generell? (Verarbeitung)
  • Ist die Funktionsweise der Kamera intuitiv verständlich und wie einfach oder schwer ist die Bedienung?

Während sich einige Modelle augenblicklich vertraut und angenehm in der Hand anfühlen und auch die Position des Auslösers bzw. anderer Knöpfe (für Fein-Einstellungen) sehr sinnvoll gelöst ist, wirken andere Modelle nicht nur richtig unhandlich oder gar etwas klobig, auch die gesamte Funktionsweise erscheint bei manchen Kameras auf den ersten Blick kompliziert und teilweise sehr gewöhnungsbedürftig.

Wenn Sie bisher nur reguläre Digital- und Kompaktkameras in der Hand hatten, werden Sie sich mit manchen Sofortbild-Cams möglicherweise schwer tun. Aber: Einige Exemplare ähneln in ihrem Aufbau klassischen Kameras, was die Handhabung deutlich erleichtert. Letztlich ist es nicht nur eine Frage der Gewöhnung – eine gute Partyknipse darf durchaus auch aus der Reihe tanzen, solange die Bedienung nicht darunter leidet.

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Während der Einschaltknopf bei der Fujifilm Instax Wide 300 (rechts im Bild) nicht nur intuitiv positioniert, sondern auch noch mit dem Auslöser verbunden wurde, hat bspw. Polaroid für seine PIC-300 eine ungewöhnlichere Methode gewählt (zum Einschalten müssen Sie die Linse herausziehen).

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5. Technische Details – Achten Sie immer auf den passenden Film

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Der Sofortbildkamera-Film „Fujifilm Instax“ ist der am häufigsten verwendete – auch die Lomography Lomo’Instant (siehe Foto) greift auf ihn zurück.

Neben dem Äußeren und der Qualität der gedruckten Fotos dürfen bei einem guten Sofortbildkamera-Vergleich natürlich auch die technischen Details nicht fehlen – und diese variieren bei den verschiedenen Modellen sehr stark.

Viele Fans der Instant-Photography wissen es bereits vor dem Kauf – oder ahnen es zumindest: Die Sofortbild-Filme sind nicht billig. Bei den üblichen Sofortbild-Kameras kamen fünf verschiedene Filme zum Einsatz: Pro Foto müssen Sie dabei zwischen € 0,60 und € 2,10 bezahlen (in Klammern: Kosten pro Foto):

  • Fujifilm Instax Mini Film (€ 0,60)
  • Fujifilm Instax Wide Film (€ 1,00)
  • Leica Camera 19553 Film (€ 0,90)
  • Polaroid 2×3 Zoll Premium ZINK (€ 0,67)
  • Polaroid PIF 300 (€ 2,10)

Achtung: Auch die Lomography Lomo’Instant setzt praktischerweise auf Filme der Firma Fujifilm – falls Sie oder Ihre Freunde parallel eine Fujifilm-Sofortbildkamera nutzen, können Sie die Filme also untereinander austauschen.

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Einigen der Kameras mangelt es an einem Stativgewinde (hier: die Fujifilm Instax Mini 8) – allerdings ist fraglich, ob dieses bei einer Sofortbildkamera wirklich notwendig ist, denn die Unschärfe auf Bildern ist durchaus gewollt.

Die Filme selbst werden in kleinen, silbernen Plastik-Tüten geliefert, sind unkompliziert einzulegen und können problemlos nachbestellt werden – in variabler Anzahl (zumeist als 10er-Pack). Ausschließlich die Digital-Sofortbildkameras von Polaroid werden vom Hersteller bereits mit einem Grundvorrat an Polaroid-Bildern ausgeliefert.

Zwar verfügen sämtliche von uns untersuchten Sofortbildkameras über den notwendigerweise eingebauten Blitz und auch über eine praktische Trageschlaufe, allerdings mangelt es einigen am Selbstauslöser bzw. Timer und auch am manchmal hilfreichen Gewinde zum Einschrauben eines Stativs.

Ebenfalls nicht zu vernachlässigen ist die Stromversorgung der Kameras. Hier setzen die Hersteller auf ganz verschiedene Methoden, die wir Ihnen anhand der folgenden Tabelle genau verdeutlichen:

Art der Stromversorgung Beschreibung und Kamera-Modelle
Akku (austauschbar)

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Die Hersteller von Sofortbildkameras mit austauschbarem Akku liefern das dazugehörige Aufladegerät inklusive Netzstecker gleich mit.
Akku (integriert)
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Einige Modelle verfügen über einen integrierten Akku; das Aufladen erfolgt hier ausschließlich über ein (mitgeliefertes) USB-Kabel.
Batterie

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Manche Sofortbildkameras werden jedoch schlicht mit handelsüblichen Batterien betrieben.

sofortbildkamera-sofortbild-iconWas die technischen Details anbelangt, können einige Kameras stark auftrumpfen, während andere eher enttäuschen, bspw. durch ein fehlendes Stativgewinde oder eine nicht vorhandene Selbstauslöse-Funktion.

6. Extras und Zusatzfunktionen – „Und was kann die sonst noch so?“

Der letzte Punkt unseres Sofortbildkamera-Vergleichs betrifft die zusätzlich verfügbaren Funktionen – diese sind dabei als Extras zu verstehen, die für den Durchschnitts-Einsatz (etwa auf einer Party) nicht notwendig sind. Dieser Abschnitt ist für Sie vor allem interessant, falls Sie mit Ihrer neuen Sofortbildkamera nicht einfach nur Schnappschüsse produzieren wollen, sondern auch am Experimentieren interessiert sind.

Grundsätzlich ist anzumerken, dass die digitalen Sofortbildkameras naturgemäß über mehr Zusatzfunktionen verfügen als ihre analogen, artverwandten Modelle. Die digitalen Polaroid-Kameras schneiden in dieser Hinsicht dementsprechend auch am besten ab – einige analoge Sofortbildkameras erzielen allerdings ebenfalls durchaus befriedigende Ergebnisse.

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Bei der Lomography Lomo’Instant können Sie Farbfilter manuell einfügen: bunte Streifen in vier verschiedenen Farben (siehe Foto links). Rechts: zwei Bilder im Vergleich, jeweils durch einen Rot- und Blau-Filter fotografiert.

Während nur wenige analoge Sofortbildkameras, wie die Lomo’Instant, mit Farbfiltern ausgerüstet werden können, sind Mehrfachbelichtungen auch bei anderen Modellen möglich – nicht jedoch bei den digitalen Polaroids.

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Auch in Sachen Selfies bzw. Selbstportraits sind die Hersteller kreativ. Diese vier Modelle verfügen über einen so genannten Selfie-Spiegel (im Uhrzeigersinn von oben links): die Fujifilm Instax Wide 300, die Leica „Sofort“, die Fujifilm Instax Mini 90 Neo Classic sowie die Lomography Lomo’Instant.

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Mit der passenden Smartphone-App (hier auf einem iPhone) und mit Hilfe einer Bluetooth-Verbindung können Sie Ihr Telefon direkt mit Ihrer Polaroid-Kamera verbinden – und Fotos vom Smartphone aus drucken.

Nicht alle Digital-Sofortbildkameras von Polaroid können ihren digitalen Vorteil tatsächlich ausspielen. Während die Z2300 nicht nur über digitalen Zoom, SD-Kartenspeicher sowie einen LCD-Bildschirm verfügen (die SnapTouch gar über Touchscreen und Bluetooth), sondern auch noch Videos aufnehmen können, ist der einzige reale Vorteil der Digital Instant Snap, dass Sie geschossene Fotos später (sollten Sie eine microSD-Karte zur Hand haben) noch am Computer nachbearbeiten können.

Eine Sofortbildkamera mit Bluetooth? Lassen Sie sich das kurz auf der Zunge zergehen: Ein Gerät, mit dem Sie nicht nur spontan Fotos schießen und sofort ausdrucken können, sondern (mit Hilfe einer kostenlosen App) auch anderweitig entstandene oder bereits vorhandene Fotos spontan ausdrucken können, falls die Situation es erfordert. Mit der Polaroid SnapTouch wird dies möglich – und noch dazu in durchaus überzeugender Qualität. Es bleibt allerdings ein teurer Spaß.

sofortbildkamera-sofortbild-iconFalls Sie nicht nur einfach drauf los schießen wollen, Spaß am Experimentieren haben und sich generell mit den Vorzügen des Digitalen wohler fühlen, führt an den Modellen von Polaroid kein Weg vorbei.

Experimentierfreudige und Alternativ-Fotografen kommen allerdings auch mit der Lomography Lomo’Instant auf ihre Kosten: Neben der Möglichkeit der Mehrfachbelichtung gibt es hier einen Selfie-Spiegel, Farbfilter sowie die Option, zusätzliche Linsen zu erwerben, falls Sie einfach nicht genug bekommen.

7. Häufige Fragen zur Sofortbildkamera

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Polaroid-Fotos aus früheren Tagen wurden geschüttelt, um die Flüssigkeiten auf der Bildoberfläche schneller trocknen zu lassen – heute ist das nicht mehr notwendig, egal ob bei Zinkpapier von Polaroid (siehe Foto) oder den Instax-Bildern von Fujifilm.

7.1. Lohnt sich das Wedeln des gedruckten Sofortbildes?

Die Annahme, dass Sie mit einem soeben gedruckten Sofortbild umherwedeln müssen, um bspw. die Entwicklung zu beschleunigen, hält sich hartnäckig – dabei schadet das Wedeln mehr als es nützt. Aber warum eigentlich? Der Grund: Zu starke Bewegungen sorgen dafür, dass sich die Chemikalien auf dem „Polaroid“-Foto nicht richtig zusammen mischen; leichte Fehlentwicklungen und Unschärfen können die Folge sein.

Wir raten Ihnen dazu, dass Foto einfach flach auf einem Tisch zu platzieren – mit der Fotoseite nach oben – und sich geduldig am chemischen Prozess zu erfreuen.

Achtung: Direkte Sonneneinstrahlung lässt die frisch gedruckten Sofortbilder erblassen – suchen Sie ihnen also ein möglichst schattiges Plätzchen.

7.2. Was gilt es, bei der Sofortbild-Fotografie zu beachten?

Prinzipiell gelten bei der Sofortbild-Fotografie sehr ähnliche Regeln wie auch beim „normalen“ Fotografieren bspw. mit einer Kompakt- oder Digitalkamera oder mit einem Smartphone:

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    Insbesondere der Hersteller Lomo (mit der Lomo’Instant) legt großen Wert auf kreatives Ausprobieren. Zusätzlich zur Kamera werden Beispielbilder mitgeschickt, auf deren Rückseite jeweils die Einstellungen im Detail angegeben sind. Perfekt zum Nachahmen!

    Vermeiden Sie direktes Gegenlicht!

  • Achten Sie darauf, die Anzahl der Lichtquellen generell niedrig zu halten – die Kamera wird es Ihnen danken.
  • Lesen Sie die der Kameras möglicherweise beigelegten individuellen Tipps.
  • Seien Sie gnädig gegenüber Bildfehlern – denn genau das macht die Sofortbildkamera aus bzw. verleiht ihr den gewissen Charme.
  • Wenn im Zweifel: Nutzen Sie in Innenräumen immer den Blitz!
  • Lernen Sie, geduldig zu sein: Bei manchen Motiven lohnt es sich, zu warten, bis Sie abdrücken – das spart nicht nur Geld, sondern führt manchmal auch zu einem besonders spannenden Bild.

7.3. Wie kälte- bzw. hitzeempfindlich sind Sofortbildkameras?

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Kälte ist weniger für die Sofortbildkamera an sich gefährlich, sondern sorgt vielmehr für schneller entladene Batterien bzw. Akkus.

Während die Kameras selbst mit Hitze und Kälte relativ gut auskommen, liegt das Problem zum einen eher bei den Fotos, die durch komplizierte chemische Reaktionen entstehen und zum anderen bei den Akkus bzw. den Batterien. Diese entladen sich bei Minusgraden sehr viel schneller als bei milden Temperaturen (zwischen 15 und 25 Grad), was schließlich bedeutet: Fotografieren mit Sofortbildkameras bei extremen Temperaturen (unter 0° und über 35° C) ist prinzipiell möglich.

Wir empfehlen Ihnen, Ihre neue Kamera nicht länger als nötig Kälte und Hitze auszusetzen und zumindest immer ausreichend viele Ersatz-Akkus parat zu haben.

Zum Schluss noch ein Video-Clip zum Erstellen von Polaroid-ähnlichen Fotos mit der Bildbearbeitungs-Software Photoshop – hier wird Ihnen in Kürze erklärt, wie Sie eigene Digitalfotos in das bekannte Sofortbildkamera-Format integrieren können. Viel Spaß dabei wünscht Ihnen Vergleich.org!