Beim Kauf eines Desktop-Computers begegnen Ihnen zahlreiche Fachbegriffe und Produktbezeichnungen. Neben dem Betriebssystem Windows werden Sie häufig auf Prozessoren von Intel stoßen, etwa aus den Serien Intel Atom oder Intel Core i3, i5 und i7. Diese bezeichnen unterschiedliche Leistungsstufen der CPU. Im Bereich der Desktop-PCs spielt zudem AMD weiterhin eine wichtige Rolle als Alternative zu Intel. Bei den Grafikkarten dominieren Modelle von Nvidia, insbesondere der GeForce-GTX- bzw. RTX-Reihe, sowie AMD Radeon-GPUs.
Damit Sie bei der Vielzahl an Angeboten den Überblick behalten, haben wir im Folgenden eine übersichtliche Kaufberatung für Office- und Desktop-PCs zusammengestellt.
Info: Bei „refurbished PCs“ handelt es sich um gebrauchte, professionell aufbereitete Geräte, die technisch überprüft und wieder in einen verkaufsfähigen Zustand versetzt wurden.
3.1. Prozessor

Während Business-Desktop-PCs meist auf energieeffiziente und zuverlässige Prozessoren für Office, Datenverarbeitung und Multitasking setzen, nutzen Gaming- oder Workstation-Systeme deutlich leistungsstärkere CPUs mit mehr Kernen und höherer Taktfrequenz für anspruchsvolle Anwendungen.
Unabhängig davon, ob es sich um Komplett-PCs von Asus, Acer, Lenovo oder Medion handelt, kommen in der Regel Prozessoren von Intel oder AMD zum Einsatz. Die frühere grobe Einteilung in Dual-Core oder Quad-Core ist heute nur noch eingeschränkt aussagekräftig, da moderne CPUs deutlich mehr Kerne besitzen und zusätzlich zwischen Leistungs- und Effizienzkernen unterscheiden können. Wichtiger als die reine Kernanzahl sind daher die tatsächliche Architektur der CPU sowie ihre Einordnung innerhalb der jeweiligen Produktgeneration.
Für die Kaufentscheidung sollten Sie deshalb nicht allein auf Bezeichnungen wie „Core i5“ oder „Ryzen 7“ vertrauen, da diese nur eine grobe Leistungsstufe beschreiben. Entscheidend ist vielmehr der Vergleich innerhalb der aktuellen Generationen, da neuere Mittelklasse-Modelle ältere High-End-Prozessoren oft übertreffen. Zusätzlich liefern unabhängige Benchmark-Tests eine verlässliche Orientierung, um die tatsächliche Performance eines Systems im Alltag und bei anspruchsvollen Anwendungen besser einschätzen zu können.
3.2. Arbeitsspeicher
Der Arbeitsspeicher (RAM) ist entscheidend dafür, wie flüssig ein Desktop-PC im Alltag arbeitet, da er alle aktuell genutzten Programme und Daten zwischenspeichert. Für einfache Office-Anwendungen, Surfen und E-Mails gelten heute 8 GB als Minimum, während 16 GB klar empfehlenswert sind, um auch bei mehreren geöffneten Programmen oder vielen Browser-Tabs flüssig zu arbeiten.
Für Gaming und anspruchsvollere Anwendungen hat sich der Bedarf in den letzten Jahren deutlich erhöht: 16 GB sind aktuell der Standard für die meisten Spiele, während 32 GB zunehmend als ideal gelten, insbesondere für moderne AAA-Titel, Multitasking oder zukünftige Anforderungen.

Durch steigende Speicher- und Grafikkartenpreise kann die Ausstattung je nach Budget stark schwanken, weshalb ein genauer Vergleich verschiedener Systeme noch wichtiger geworden ist, wenn Sie planen, einen Desktop-PC wie dieses Modell von Lenovo zu kaufen.
3.3. Speicher
Die Wahl des richtigen Speichermediums hat großen Einfluss auf die Geschwindigkeit eines Desktop-PCs. Klassische Festplatten (HDD) spielen heute nur noch eine Nebenrolle, da moderne SSDs (Solid State Drives) deutlich schnellere Lade- und Startzeiten ermöglichen. Im Interesse von Betriebssystem und Programmen ist eine SSD daher mittlerweile Pflicht, wobei sich besonders NVMe-SSDs durch ihre hohe Datenübertragungsrate von älteren SATA-SSDs abheben.
Für Office- und Alltags-PCs sind aktuell mindestens 256 GB, besser 512 GB SSD-Speicher empfehlenswert, um genügend Platz für Programme und Daten zu haben. Für Gaming oder größere Projekte sollten Sie eher 1 TB oder mehr einplanen, da moderne Spiele und Anwendungen viel Speicher benötigen. Eine Kombination aus schneller SSD für System und Programme sowie zusätzlicher HDD für große Datenmengen kann weiterhin sinnvoll sein.
3.4 Grafikkarte
Die Grafikkarte (GPU) ist vor allem für die Darstellung von Bildern, Videos und 3D-Anwendungen verantwortlich und spielt eine zentrale Rolle bei Gaming und kreativen Aufgaben. Für einfache Office- und Alltagsanwendungen reicht in der Regel eine integrierte Grafikeinheit aus, die bereits in vielen Prozessoren enthalten ist. Insbesondere All-in-One-Desktop-PCs sind meist mit integrierten Grafikkarten ausgestattet, da hier kompakte Bauweise und Energieeffizienz im Vordergrund.
Wer jedoch aktuelle Spiele, Videobearbeitung oder grafikintensive Programme nutzen möchte, sollte zu einer dedizierten Grafikkarte greifen, da diese deutlich mehr Leistung bietet und für flüssige Bildraten sowie höhere Detailstufen sorgt.
| Grafikkarte (GPU) | Einsatzgebiete |
| Integrierte Grafik (Intel/AMD) | |
| Einsteiger-GPU (z. B. GTX 1650) | - ältere Spiele
- einfache Bildbearbeitung
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| Mittelklasse (z. B. RTX 4060) | - aktuelle Spiele in Full HD
- gelegentliche Content-Erstellung
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| Oberklasse (z. B. RTX 4070/4080) | - Gaming in WQHD/4K
- aufwendige Videobearbeitung
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| High-End (z. B. RTX 4090) | - 4K-Gaming auf höchstem Niveau
- professionelle Workloads (3D, KI)
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3.5 Betriebssystem
Das Betriebssystem ist die zentrale Schnittstelle zwischen Hardware und Nutzer und bestimmt maßgeblich, wie Sie Ihren Desktop-PC bedienen und welche Programme Sie nutzen können. Je nach Einsatzzweck, persönlichen Vorlieben und Softwareanforderungen kommen unterschiedliche Betriebssysteme infrage, die sich in Bedienung, Kompatibilität und Funktionsumfang teils deutlich unterscheiden.
- Windows: Windows ist das am weitesten verbreitete Betriebssystem und bietet die größte Software- und Hardware-Kompatibilität, weshalb es sich besonders für Allround-Nutzer, Gamer und den Office-Einsatz eignet.
- macOS: macOS ist das von Apple entwickelte Betriebssystem mit Fokus auf Benutzerfreundlichkeit und Design und richtet sich vor allem an kreative Anwender sowie Nutzer im Apple-Ökosystem.
- Linux: Linux ist ein flexibles Open-Source-Betriebssystem mit vielen Distributionen, das sich besonders für technikaffine Nutzer, Entwickler und sicherheitsbewusste Anwender eignet.
- ChromeOS: ChromeOS ist ein schlankes, cloudbasiertes Betriebssystem von Google, das vor allem für einfache Anwendungen im Browser konzipiert ist und sich gut für Schüler, Studenten und Gelegenheitsnutzer eignet.
Info: Klassische große Desktop-PCs mit ChromeOS sind eher selten – ChromeOS findet man fast immer auf Mini-Desktop-PCs oder Laptops. Alternativ können Sie aber auch ChromeOS Flex auf viele normale PCs installieren.

Bei vielen Desktop-PC-Sets ist Windows 11 bereits vorinstalliert, sodass das System direkt einsatzbereit ist und keine zusätzliche Einrichtung des Betriebssystems erforderlich ist. Es gibt jedoch auch Modelle mit anderen Betriebssystemen wie Linux oder ChromeOS sowie sogenannte „FreeDOS“-Systeme, bei denen Sie das Betriebssystem selbst installieren müssen.
3.6 Laufwerke und Anschlüsse
Moderne Desktop-PCs setzen heute vor allem auf digitale Lösungen, weshalb klassische optische Laufwerke (DVD oder Blu-ray) deutlich an Bedeutung verloren haben. Viele aktuelle Systeme verzichten komplett darauf, da Software, Spiele und Medien überwiegend per Download oder Streaming genutzt werden. Dennoch sind Laufwerke nicht völlig verschwunden: Wer noch CDs, DVDs oder Blu-rays nutzt oder Daten archivieren möchte, kann problemlos auf interne oder externe Laufwerke zurückgreifen, die meist per USB angeschlossen werden.
Bei den Anschlüssen hat sich dagegen einiges getan: Moderne Desktop-PCs bieten eine Vielzahl an Schnittstellen wie USB-A und USB-C (häufig in schnellen Standards wie USB 3.0 oder höher), HDMI oder DisplayPort für Monitore sowie LAN und oft auch WLAN für die Netzwerkverbindung. Für interne Komponenten sind vor allem SATA (für Laufwerke) und PCIe (für Grafikkarten oder SSDs) relevant. Insgesamt gilt: Während klassische Laufwerke heute eher optional sind, sind vielseitige und schnelle Anschlüsse wichtiger denn je für Flexibilität und Zukunftssicherheit.

Was für Anschlüsse sollte ein guter Desktop-PC haben? Wichtige Anschlüsse sind USB-A und USB-C, HDMI oder DisplayPort für Monitore sowie ein schneller LAN-Anschluss, idealerweise ergänzt durch WLAN und Bluetooth für flexible Verbindungen.
Beim Shinobee PCs 004 gebt ihr an er hätte einen HDMI Anschluss. Wenn man auf das Angebot von Amazon geht hat er keinen. Wie man auch in den Bildern und der Produktbeschreibung unter Punkt Mainboard sieht.
Guten Tag Alessa,
vielen Dank für Ihre wertvolle Anmerkung zu unserem Desktop-PC-Vergleich!
Wir haben die Angabe in unserem Vergleich angepasst.
Beste Grüße
Ihr Vergleich.org-Team
Frage zur Grafikkarte des Megaport High End Gaming PC: Was für ein Stromanschluss?
Hallo Quinn,
vielen Dank für Ihren Kommentar und das Interesse an unserem Desktop-PC-Vergleich.
Es handelt sich laut Hersteller um einen 6-poligen PCI-Express-Anschluss.
Beste Grüße
Ihr Vergleich.org-Team
Suche nach einem Guten Computer der viel Leistung hat. Meiner fängt z.B immer an zu rauschen wen ich Photoshop und Illustrator gleichzeitig offen habe. Welchen können sie Mir da empfehlen.
Danke
F.
Sehr geehrter Leser,
da sind Sie in diesem Produktvergleich schon ganz an der richtigen Adresse. Zahlreiche der hier empfohlenen PCs hätten nicht die geringsten Schwierigkeiten mit den Anforderungen, die Sie beschreiben. Lassen Sie sich nicht von der Kategorisierung als „Gaming PC“ abschrecken – das sind einfach die stärksten Modelle auf dem Markt.
Unter 8 GB RAM sollten Sie bei Medienbearbeitung nicht wählen, mit 16 GB wären Sie aktuell sehr gut ausgestattet. Auch sollten es möglichst viele CPU-Kerne sein, damit Multitasking locker von der Hand geht (gerade bei Grafik- und Musikproduktion spielen die Vielkerner ihre Stärken aus). Was den Prozessor selber angeht, ignorieren Sie die i3-Serie komplett und greifen Sie zu einem i7 oder wenigstens einem der starken i5-Prozessoren (sofern es eine Intel CPU sein soll). Und natürlich werden Sie oft auf die Festplatte zugreifen, also erhöht eine SSD auch da das Arbeitstempo.
Wie Sie sehen, erfüllen viele der hier empfohlenen PCs all diese Anforderungen. Sie können also relativ wenig falsch machen.
Freundliche Grüße
Vergleich.org
Ich persönlich bin ein großer Fan von apple-Geräten, suche aber den iMac vergebens in Ihrer Vergleichsliste oben :/. Ist er was Preis-Leistung betrifft trotzdem empfehlenswert oder eher nicht?
Lieber Leser,
vielen Dank für Ihren Kommentar zu unserem Vergleich Desktop-Vergleich.
Für Bürotätigkeiten ist der iMac definitiv empfehlenswert. Nutzen Sie zusätzlich andere Apple-Produkte, umso mehr. Sein Bildschirm ist extrem detailreich und bietet eine sehr hohe Bildqualität – auch das Arbeitstempo ist sehr gut.
Zudem arbeitet er sehr leise.
Extraprodukte dagegen sind recht teuer und die Maus ist während des Aufladens nicht nutzbar.
Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Freude mit den Desktop-PCs.
Beste Grüße
Ihr Vergleich.org Team
Hi, cooler Vergleich zum Desktop. Ich selber bin auch ein Fan, gerade beim Zocken oder bei Grafikprogrammen kann kein Laptop mithalten. Lohnt es sich, einen Windows PC zu kaufen, wenn meine portablen Geräte alle Apple sind?
Ich sehe da kein Problem.
Da die meisten Spiele für Windows sind, würde ich eher zu einem Windows PC raten.