Das Wichtigste in Kürze
  • Mit 360 Grad Kameras ist es möglich, Fotos und Videos aus allen Richtungen aufzunehmen und sich damit in eine so genannte virtual reality (eine computergenerierte, virtuelle Umgebung) zu begeben.
  • Der Erwerb einer solchen Kamera ist mittlerweile günstiger als etwa bei einer Spiegelreflexkamera. Technisch sind sie inzwischen ausgereift genug für den Gebrauch als Hobbyfilmer.
  • 360 Grad Kameras benötigen prinzipiell kein weiteres Zubehör; eine (mitunter kostengünstige) Virtual Reality Brille ist allerdings stark zu empfehlen.

360 Grad Kamera Test

Noch bei weitem nicht jeder ist mit dem technischen Novum einer 360 Grad Kamera bereits vertraut: Fotos oder gar Videos im 360 Grad Format erstellen – ist das überhaupt möglich? Und wozu sollte das gut sein? Panoramabilder erstellen kann ich doch auch mit meinem iPhone und Extremsport ist auch nicht meins – würde sich das also wirklich lohnen? Und was ist eigentlich der Unterschied zu einer Action-Cam? Schließlich: Welche Anbieter, Marken und Modelle lohnen sich am ehesten und welche 360 Grad Software benötige ich? In unserem 360-Grad-Kamera-Vergleich 2020 sind wir all diesen Fragen auf den Grund gegangen und präsentieren Ihnen hier nun eine ausführliche Kaufberatung, die aktuell beste 360 Grad Kamera inklusive der notwendigen Ausstattung, den wichtigsten Typen und zahlreiche Nebeninformationen zum 360-Grad-Kamera-Vergleichssieger. In unserer Vergleichstabelle wird zudem ersichtlich, welche 360 Grad Kamera günstig zu erwerben ist.

1. Was genau ist eine 360 Grad Kamera und wie funktioniert sie?

Ricoh Kamera Zubehör

Ebenfalls ganz vorne mit dabei bei 360-Grad-Kamera-Tests: Die Ricoh THETA S Vollsphärenkamera inklusive Zubehör.

360 Grad Kameras sind auch als Vollsphärenkameras oder omnidirektionale Kameras bekannt, was sich aus dem Lateinischen schlicht mit „jede Richtung“ übersetzen lässt. Denn tatsächlich: ein 360 Grad Foto ist nichts anderes als ein Foto, das nicht nur das vor einem aufgenommene Bild speichert, sondern auch jenes über, unter und insbesondere hinter einem selbst, 360 Grad eben. Den meisten ist diese Technik spätestens seit Google Street View nichts Unbekanntes mehr: Seit einigen Jahren ist es bereits möglich, im 360 Grad Modus durch die großen Städte der Welt zu reisen und sich neue Urlaubsorte wie Arbeitsplätze in einer Art virtueller Realität genauer anzuschauen, wie auf dem Eiffelturm in Paris. Dieser Effekt nennt sich auch sphärisches oder Kugelpanorama, denn sämtliche Blickwinkel sind von einem Standpunkt aus sichtbar, mitunter kann sogar herangezoomt werden (siehe Punkt 5). Hierfür kommt eine spezielle Kugelkamera zum Einsatz, mit der vollständige 360 Grad Panoramabilder aufgenommen werden können.

Relativ neu ist nun auch die Videofunktion, denn eine Vollsphärenkamera ist zugleich auch eine 360 Grad Videokamera, mit der man dementsprechend ein 360 Grad Video erstellen kann. Auf YouTube gibt es da bereits seit einiger Zeit zahlreiche Beispiele, beispielsweise beim Bungee-Jumping, auf einer Safari mit wilden Elefanten oder auch beim Skydiving (mehr dazu jedoch in den späteren Punkten):

Eine 360 Grad Kamera ähnelt dabei von der Größe einer Action-Kamera wie der GoPro Kamera oder der QUMOX, allerdings ist sie für ihren speziellen Zweck grundlegend anders aufgebaut: Um Bilder aus wirklich allen Richtungen in einem Bereich (oder eine Sphäre) von 360 Grad aufzunehmen – horizontal wie vertikal (360° sphärisch) – benötigt die Kamera spezielle Spiegel und eine Technik, die unterschiedlich aufgebaut sein kann. So genannte katadioptrische Sichtsysteme etwa sorgen dafür, dass Lichtstrahlen in einem möglichst weiten horizontalen und vertikalen Bereich der Umgebung in Richtung der Kameralinse reflektiert werden. Hierzu haben wir eine kleine Tabelle mit den gebräuchlichsten Bauformen zusammengestellt.

Bauformen Erklärung
Katadioptrische Systeme (Kameras mit Spiegeln) Kombination von Kamera, Linsen, und Spiegeln, die alle möglichen Formen aufweisen können, bspw. hyperbolisch, sphärisch, elliptisch oder konisch.
Mosaikbasierte Kameras Die Bilder von mehreren „normalen“ Kameras werden miteinander kombiniert und wie Mosaiksteine zusammengesetzt, was ein 360 Grad Gesamtbild ergibt.
Rotierende Kameras Hier wird statt mehrer Objektive nur eine einzige Kamera verwendet, die um eine vertikale Achse rotiert.
Kameras mit speziellen Weitwinkel- oder Fisheye-Linsen Hier kommen mehrere extreme Weitwinkelobjektive zum Einsatz, die mitunter einen so genannten Fischaugen-Effekt hervorrufen können (wobei der Horizont verzerrt dargestellt wird).

2. Wofür verwendet man eine 360 Grad Kamera?

Die 360 Grad Fotografie findet zunächst professionelle Verwendung, beispielsweise beim Einsatz von Polizei und Feuerwehr oder auch bei Armee/Marine/Luftwaffe, etwa um das Geschehen im Nachhinein besser auswerten zu können, bspw. zu Trainingszwecken. Nicht selten wird eine Vollsphärenkamera aber auch als 360 Grad Überwachungskamera genutzt, bspw. bei Baustellen, Demonstrationen oder Großereignissen.

Weitere wichtige Felder beim Einsatz von 360 Grad Aufnahmen sind die Wissenschaft (etwa bei der Beobachtung von schwer zugänglichen Habitaten oder bei vom Aussterben bedrohten Spezies), beim Sport (bei einer 360 Grad Kamera fürs Auto), im Immobilienmarkt (bei einer 360 Grad Tour, auch als virtueller Rundgang bekannt), in der Mode (360 Grad Produktfotos), in der Erotik-Industrie, bei Konzerten, in der Kunst und bei kulturellen Ereignissen (bei einer Vernissage oder der Eröffnung eines neuen Ausstellungsstücks in einem Museum). Großes Aufsehen etwa erregte der 360 Grad Rundgang im Berliner Naturkundemuseum im März 2016, bei der ein Tyrannosaurus rex durch eine Kamera für Panoramabilder virtuell zum Leben erweckt wurde (mit fatalem Ausgang…).

Privat nutzbar ist eine 360 Grad Videokamera selbstverständlich aber auch bspw. bei einer großen Geburtstagsfeier, bei Hochzeiten oder sonstigen sozialen Ereignissen. Hobbyfotografen nutzen eine 360 Grad Cam des Weiteren auch für Standfotografien, etwa von zerfallenen Kirchen, Krankenhäusern und Sanatorien – also Orte von einem gewissen künstlerischen Interesse, bei denen es sich ästhetisch besonders lohnt, 360 Grad Bilder zu erstellen. Die „einfache“ Panoramafotografie wird hierbei ebenfalls aufgewertet, beispielsweise bei der Urbanfotografie, der Landschaftsfotografie und auch bei privaten Exkursionen zu ohnehin abgelegenen und geographisch interessanten Orten wie Berggipfeln, Nationalparks und Naturreservaten, wo man sich möglicherweise bereits in der Vergangenheit mehrfach wünschte, ein 360 Grad Foto erstellen zu können.

360 Grad Kamera

Im Folgenden haben wir die Vor- und Nachteile einer 360 Grad Kamera noch einmal zusammengefasst:

    Vorteile
  • zumeist leicht und kompakt
  • völlig neue Darstellungsmöglichkeiten
  • vielfältige Verwendungsmöglichkeiten
    Nachteile
  • sensible Objektive
  • Datenschutzprobleme
  • noch viele Bildfehler

3. Welche unterschiedlichen Typen gibt es?

360 Grad Kameras sind noch eine relativ neue Erscheinung auf dem schwer übersichtlichen Kameramarkt, aber es gibt dennoch bereits einige unterschiedliche Typen, die sich an der jeweils gewünschten Nutzung orientieren. Zu den wichtigsten Herstellern und Marken aus den besten 360-Grad-Kamera-Tests gehören: Panono (mit einer so genannten panoramic ball kamera), EyeSee360, LG, Kodak, Samsung, Ricoh und Nikon.

Zu den wichtigsten Typen gehören die wie folgt aufgelisteten:

3.1. 360 Grad Action und Sport Kameras

Ähnlich üblichen Action Cams wurde hier auf eine besonders stabile und solide Verarbeitung Wert gelegt; sie sind zudem oft wasserfest und gegen (leichte) Stürze geschützt (bspw. die Samsung Gear 360 Grad Kamera). Möglich sind hier auch Kombinationen mit einer Drohne, um 360 Grad Aufnahmen aus der Vogelperspektive zu erzielen.

3.2. Professionelle 360 Grad Kameras

360 Grad Kamera

Eine 360 Grad Kugelkamera, hier von Topjoy.

Ausschlaggebend ist hier neben dem hohen Preis auch eine hohe technische Leistung und damit verbunden eine außergewöhnlich hohe Auflösung (bspw. bei 150 Gigapixel-Panorama-Aufnahmen), Speicherkapazität und Akkuleistung (bspw. die 360 Grad Kamera Ozo von Nokia im fünf- bis sechsstelligen Bereich, eine Kugelkamera).

3.3. Standard 360 Grad Kameras

Für relativ sichere und action-arme Panoramabilder 360 Grad geschossen, aber dafür teilweise mit WiFi und Bluetooth gibt es eine 360 Grad Videokamera wie die Ricoh Theta S Vollsphärenkamera.

3.4. 360 Grad Smartphonekameras

Extra für Smartphones wurden so genannte Aufsteckkameras wie die NeoEye von eYs3D Microelectronics entwickelt, die momentan nur für Android-Telefone konzipiert wurde, aber Apple mit seiner iPhone-Reihe wird hier in Zukunft sicherlich nachziehen.

4. Worauf ist beim 360 Grad Kamera Kaufen zu achten?

Ähnlich den Action Cams zählen auch bei einer 360 Grad Kamera die folgenden Kategorien (neben dem Preis) zu den wichtigsten Kaufkriterien:

4.1. Bedienung der Kamera

Die Bedienung einer Kamera für 360 Grad Fotografie ist im Wesentlichen einfacher als man sich das möglicherweise vorstellt. Wer 360 Grad Bilder erstellen möchte, muss sich nicht etwa mit den Dutzenden von Einstellmöglichkeiten wie bei einer herkömmlichen Digitalkamera bzw. einer digitalen Spiegelreflexkamera auseinandersetzen und tatsächlich ist das perfekte Foto ja auch gar nicht das Ziel bei einer Vollsphärenkamera. Im Großen und Ganzen benötigt eine solche Kamera nur wenige Knöpfe; bei der Theta S von Ricoh etwa sind es drei: einen zum Ein- und Ausschalten, einen für die Aktivierung des WiFi und einen letzten, um zwischen Foto- und Videoaufnahme zu wechseln.

Achtung: Sie sollten genau hinschauen, welche Extra-Einstellungsmöglichkeiten Ihnen bei jedem Modell noch zur Verfügung stehen (oder eben nicht). Nicht zu vernachlässigen ist im Übrigen auch das Gewicht der Kamera, denn auch dieses kann je nach Marke und Modell teils stark variieren.

4.2. Auflösung (von Full HD zu Ultra HD/4K) und Framerate

panono kamera

Darf in keinem 360-Grad-Test fehlen: Die Wurfkamera von Panono. Sie ist zwar nicht billig, aber beeindruckt dafür mit vergleichsweise großer Bildauflösung.

Unter „Auflösung“ versteht man die Anzahl an Bildpunkten, die der Kamera-Sensor an einem 360 Grad Objektiv erfassen kann und normalerweise gilt zwar: Je mehr Bildpunkte, desto schärfer – allerdings hängt dies auch davon ab, wie gut die Daten verarbeitet werden können und auch bei vergleichsweise vielen Bildpunkten kann es zu schwammigen und unscharfen Fotos kommen.

War bis vor einiger Zeit noch Full HD das Maß aller Dinge, hat sich dies in den vergangenen Jahren – wie in der Informationstechnologie typisch – nochmal grundlegend geändert und aktuell ist 8K mit 7.680 × 4.320 Pixeln der neue Standard (im Vergleich zu 1.920 x 1.080 Pixeln bei Full HD – 8K ist somit viermal so fein bzw. hat sechzehnmal mehr Bildpunkte).

Der Begriff Framerate (oder auch Bildfrequenz,) bezeichnet die Anzahl von Einzelbildern, die in einer gewissen Zeiteinheit aufgenommen werden (ab etwa 15 Frames pro Sekunde spricht man von einem Film). Auch hier sollten Sie auf eine möglichst hohe Frequenz achten (etwa ab 60 Frames pro Sekunde), um bspw. auch problemlos Zeitlupen abspielen zu können. Im Folgenden ein Vergleichsvideo mit drei unterschiedlichen Frameraten für den visuellen Unterschied (24, 30 und 60 Bilder pro Sekunde bzw. fps, also frames per second):

4.3. WiFi, Bluetooth, etc.

Die kabellose Verbindung zum Internet mit WiFi und Bluetooth (für die Datenübertragung auf kurze Distanz) macht es möglich, mit Ihrer 360 Grad Cam Fotos und Videos innerhalb kurzer Zeit 360 Grad online zu stellen. Nicht mit jeder Kamera allerdings ist dies möglich – hierauf sollte beim Kauf also ebenfalls geachtet werden.

5. Wie kann ich meine 360-Grad-Aufnahmen am besten anschauen und teilen?

Virtual Reality?

Mit so genannten VR-Brillen können Sie das 360-Grad-Erlebnis komplett auskosten.

Mittlerweile haben die sozialen Netzwerke, und allen voran YouTube und Facebook, auf die immer relevanteren 360 Grad Bilder reagiert und diese technisch in ihre Plattformen eingebunden. Bei YouTube wie bei Facebook ist es möglich, per Mausklick den Blickwinkel bei entsprechenden Videos zu verändern. Mit modernen Smartphones kann man zudem ein Panoramafoto erstellen und dies im Anschluss auf Facebook veröffentlichen, wobei die Plattform die 360 Grad Ansicht automatisch erkennt und das Foto entsprechend verändert darstellt. So ist es bspw. möglich, den Blickwinkel durch eine variierende Haltung des Telefons zu verändern – etwa so, als würde man durch das Display direkt auf das aufgenommene Panorama blicken.

Im Folgenden haben wir jeweils eine kurze Anleitung zum Upload für 360 Grad Videos (bei YouTube) und Fotos bzw. Kugelbilder (bei Facebook) zusammengefasst:

Folgende Kameras sind mit YouTube kompatibel:

  • Kodak SP360
  • Ricoh Theta
  • IC Real Tech Allie
Schritt Upload 360 Grad Video bei YouTube: Erklärung
Vorbedingung Die aktuelle Version des jeweiligen Browsers (Chrome, Firefox, Opera, Explorer/Edge) sollte installiert sein.
Empfehlung YouTube empfiehlt das Hochladen von so genannten Stitching-Videos mit einem Seitenverhältnis von 16:9 und einer Auflösung von mindestens 4K (also 3.840 x 2.160 Bildpunkten).
Download einer App und Upload Vor dem Upload müssen Sie die App 360 Video Metadata (für Mac oder Windows) herunterladen, um damit das jeweilige Video öffnen. Sie müssen nun Spherical (bzw. Sphärisch) auswählen und bei Save as (bzw. Speichern als) einen neuen Namen für die Datei angeben. Durch die App für 360 Grad Fotos und Filme wird nun eine neue (Upload-kompatible) Datei am gleichen Ort erstellt und der Upload im Anschluss ermöglicht. Gedulden Sie sich! Die Verarbeitung des 360 Grad Effekts kann nach Angaben bei YouTube bis zu eine Stunde in Anspruch nehmen.

Achtung: Google weist darauf hin, dass beim Upload von einem 360 Grad Video auf YouTube darauf zu achten ist, es nicht vorher mit Optimierungstools zu bearbeiten, da 360 Grad Videos mit diesen Tools momentan nicht kompatibel sind. Weitere Informationen hierzu, auch zu einem 360 Grad Programm, finden Sie direkt beim YouTube-Support. Zudem sollten Sie beim Videos-Hochladen auch stets den Datenschutz im Blick behalten.

Schritt Upload 360 Grad Kugelbild bei Facebook: Erklärung
Vorbedingung Für den Upload von einem 360 Grad Kugelbild bei Facebook ist die Google Streetview App zu empfehlen, also eine 360 Grad Foto App, die sowohl für Android als auch für iOS (also iPhones) verfügbar ist.
Hinweise bei der Erstellung des Fotos Im Unterschied zu einem Panoramafoto wird nicht mit einer fließenden Rundum-Bewegung „gefilmt“, vielmehr werden schrittweise mehrere Einzelbilder erstellt, die dann durch die Google Streetview App zu einem 360 Grad Gesamtmotiv zusammengesetzt werden, bis quasi das Innere einer imaginären Fotokugel visuell abgedeckt ist.
Teilen auf Facebook Das eigentliche Teilen von Ihrem 360 Grad Foto auf Facebook verhält sich genauso wie bei jedem anderen von Ihnen hochgeladenen Foto. Facebook erkennt automatisch den 360 Grad Effekt und stellt die entsprechenden Funktionen zur Verfügung.

Aufnahmetipp für 360 Grad Fotos: Zunächst sollten Sie sich wie bei einem Panoramabild rundum einmal komplett um die eigene Achse drehen, im Anschluss den Raum über Ihnen und danach unter Ihnen zu filmen. Zwar können im Anschluss einzelne mitunter unsaubere Bildteile neu aufgenommen werden, allerdings könnte dies möglicherweise den Gesamteindruck beeinträchtigen.

6. Welches Zubehör gibt es neben der Virtual Reality Brille?

Virtual Reality Brille

Eine Virtual Reality Brille, hier die Samsung Gear 360 Grad.

Bei einer Virtual Reality Brille, die auch als Videobrille, VR-Helm oder als Head-Mounted Display bekannt ist, handelt es sich um das Hauptzubehör einer Vollsphärenkamera. Solch eine Brille findet Verwendung vom (weiter oben beschriebenen) Museumsbesuch bis hin zu einem 360 Grad Videospiel (die Anzahl der Spiele, bei der eine Kamera 360 Grad abdecken muss, wächst seit einiger Zeit in erstaunlichem Maße). Es ist dabei nicht unbedingt notwendig, sich für viel Geld eine High-End-Brille zuzulegen – mitunter ist es bereits ausreichend, eine auf das Smartphone installierte 360 Grad Kamera App bzw. eine (kostenlose) 360 Grad Fotografie Software zu nutzen. Hierbei wird lediglich das Handy zusammen in einen extra dafür vorgesehenen Schlitz gesteckt und darüber das 360 Grad Video zu genießen.

Zu dem wichtigsten Zubehör für eine VR-Kamera gehören SD Speicherkarten (denn viele 360 Grad Kameras besitzen neben einem internen Speicher auch (oder nur) Steckplätze für erweiterten Speicher), Powerbanks (also mobile Stromversorger) für die durchaus stromfressenden 360 Grad Kameras sowie ein 360 Grad kompatibles Stativ, um Verwacklungen zu vermeiden oder einfach nur, um (etwa bei Landschafts- oder Innenarchitektur-Aufnahmen) sich selbst aus dem Bild herauszuhalten. Zu weiterem relevanten Zubehör zählen eine Kamerahaltung (bspw. eine Saugnapfhaltung für die Nutzung im Auto) sowie eine wasserdichte Hülle, bspw. für die Nutzung der Vollsphärenkamera als Unterwasserkamera. Hierzu als Beispiel eine 360 Grad Videoaufnahme von einer Unterwasserbegegnung mit einem Weißen Hai:

7. Welche Software eignet sich zur Bearbeitung von einem 360 Grad Video?

Ein weiteres wichtiges Zubehör zur Vollsphärenkamera neben der oben aufgezählten Hardware ist natürlich die Software. In vielen standardmäßig zu erhaltenden Videobearbeitungsprogrammen wie etwa Adobe Premiere ist die Zusatzfunktion zur Bearbeitung von 360 Grad Videos (und Fotos) noch nicht enthalten. Entsprechende Programme machen sich zur Zeit noch rar, aber es gibt sie, beispielsweise in der Form von Video Deluxe 2016 von Magix oder auch die Kolor Autopano Video-Plattform, die mittlerweile auch mit YouTube kompatibel ist und auf Windows wie dem Mac funktioniert.

8. Weitere Fragen und Antworten rund um das Thema 360-Grad-Kamera

  • 1. Kann ich eine Vollsphärenkamera auch als Überwachungskamera nutzen?

    Wie bereits weiter oben beschrieben, eignet sich eine Vollsphärenkamera wegen ihrer quasi vollständigen Abdeckung der Umgebung hervorragend zur 360 Grad Kamera Überwachung etwa von Innenhöfen, Kellern und Garagen (wie im öffentlichen Bereich bereits vielfach eingesetzt). Auch hier gibt es allerdings große Unterschiede im Preis und in der Qualität bzw. bei den technischen Fähigkeiten. Durch Videosensorik etwa ist die Kamera mittlerweile fähig, ganz ohne menschliches Einwirken gewisse Ereignisse im 360 Grad Aufnahmebereich zu entdecken und ggf. einen Alarm auszulösen. Stellen Sie in jedem Fall sicher, dass die von Ihnen ausgewählte Überwachungskamera 360 Grad auch wirklich komplett abdeckt.
  • 2. Worauf ist bei so genannten 360 Grad Wurf-Kameras zu achten?

    Vom Prinzip her ist eine Wurfkamera eine Kugelkamera (bzw. ein 360 Grad Kamera Ball), die ihre Bilder durch einen Wurf in die Luft aufnimmt (obwohl man sie ebenso am legendären Selfie-Stick herumführen kann). Bekannte Beispiele für aktuelle Kameras dieser Art stammen bspw. von Panono oder auch von 360FLY und EyeSee360. Sollten Sie eine Wurfkamera kaufen wollen, sollten Sie bedenken, dass es bei einigen dieser Modelle, etwa bei der Kamera von Panono, nicht möglich ist, die Aufnahmen im Nachhinein weiter zu bearbeiten (womit zumindest zusätzliche Software entfällt).
  • 3. Ist eine 360 Grad Kamera Auto-kompatibel?

    Sie müssen kein Google-Fahrzeug durch die Straßen der Großstädte dieser Welt fahren, um mit einer Ultra HD Kamera 360 Grad Aufnahmen Ihrer Umgebung aufzunehmen. Tatsächlich sind 360 Grad Aufnahmen der Umgebung bereits seit einigen Jahren Standard, etwa bei der Ein- und Ausparkhilfe. Hierbei sind Kameras an allen wichtigen Positionen des Autos befestigt, deren Aufnahmen durch einen Computer zusammengefügt und als Gesamtaufnahme auf dem Display angezeigt werden. Mit einer Saugnapfhaltung können Sie Ihre 360 Grad Kamera natürlich auch an der Windschutzscheibe innerhalb des Autos befestigen, auch wenn dies vermutlich eher dem privaten Spaß dient als tatsächlich die Fahrsicherheit zu erhöhen.
  • 4. Hat die Stiftung Warentest bereits einen 360-Grad-Kamera-Test durchgeführt?

    Bislang existiert von der Stiftung Warentest noch kein VR- bzw. 360-Grad-Kamera-Test und folglich auch kein 360-Grad-Kamera-Testsieger, den wir Ihnen weiterempfehlen könnten. Aber dafür gibt es einen ausführlichen Test der 360-Grad-Wurfkamera von Panono, den Sie hier einsehen können.

Bildnachweise: dollarphotoclub.com/Kirill Makarov, dollarphotoclub.com/Kirill Makarov (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)

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