Das Wichtigste in Kürze
  • Bei Teleobjektiven handelt es sich im allgemeinen Sprachgebrauch um Wechselobjektive für eine Kamera. Im Gegensatz zu einem Standard- bzw. Normalobjektiv haben Teleobjektive jedoch eine höhere Brennweite bzw. einen größeren Zoom und einen kleineren Bildwinkel.
  • Teleobjektive folgen dem Prinzip des Fernglases. Sie werden eingesetzt, um weit entfernte Objekte zu vergrößern und somit näher ranzuholen. So können weit entfernte Details eines Gegenstands fotografiert werden. Mit einem Standard-Objektiv ist das nicht möglich.
  • Beim Kauf sollte man zuallererst darauf achten, ob man ein Teleobjektiv für eine Spiegelreflexkamera oder eine Systemkamera benötigt. Die Teleobjektive sind unter den Kamera-Typen nicht kompatibel. Darüber hinaus gehört die Brennweite zu den wichtigsten Kaufkriterien. Sie bestimmt, wie groß oder klein ein Motiv aus der Ferne abgebildet werden kann. So können beispielsweise Tiere in ihrer natürlichen Umgebung „unbeobachtet“ fotografiert werden.

Teleobjektiv Test

Die schönste Momente und Ereignisse in ihren kleinsten Details auf nur einem Bild festhalten – das ist das Bestreben nicht nur von Profifotografen und Bildjournalisten, sondern auch von vielen Hobbyknipsern. Doch zu einem perfekten Bild gehört immer auch eine gute Kamera.

Wie wichtig die richtige Kamera ist, zeigen Ihnen die Absatzzahlen von 2015. Rund 630.000 Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiven wurden in Deutschland in diesem Jahr verkauft. Und wie es bei vielen Dingen so ist, gibt es für die Spiegelreflexkameras auch jede Menge nützliches Zubehör, mit dem sich fototechnisch allerlei ausprobieren lässt.

Ein beliebtes Zubehör, das in keiner guten Fotoausrüstung fehlen sollte, ist das sogenannte Teleobjektiv, das, vereinfacht gesagt, weit entfernte Motive heranzoomt und im Detail gestochen scharf sichtbar macht.

In unserem Teleobjektiv-Vergleich 2020 haben wir uns die praktischen Zoomwunder, im speziellen die Tele-Zoomobjektive, einmal genauer angeschaut und zeigen Ihnen, was Sie Schönes mit ihnen anstellen können und was Sie beim Kauf eines Objektivs unbedingt beachten sollten.

1. Was ist ein Teleobjektiv und wie funktioniert es?

Teleobjektive für Canon-Kameras ermöglichen überwältigende Tieraufnahmen.

Teleobjektive für Canon-Kameras ermöglichen überwältigende Tieraufnahmen.

In erster Linie dient ein Teleobjektiv dazu, Objekte aus weiter Entfernung zu vergrößern und heranzuholen bzw. zu zoomen, sodass sie im Detail sichtbar werden.

Sie können in den meisten Fällen als Wechselmotiv an eine Spiegelreflexkamera oder eine Systemkamera angeschlossen. Bereits in einer Kamera integrierte Teleobjektive sind eher selten.

Im Gegensatz zu einem Standardobjektiv weisen Teleobjektive eine deutlich längere Brennweite und einen kleineren Bildwinkel auf. Grundsätzlich verläuft die Grenze zwischen einem Normalobjektiv und einem Teleobjektiv aber fließend.

Spiegelreflexkamera vs. Systemkamera

Eine Spiegelreflexkamera (SR-Kamera) meint einen Fotoapparat, bei dem sich zwischen Objektiv und Bildebene ein wegklappbarer Spiegel befindet. Wenn ein Foto geschossen wird, wird es in der Regel auf einer horizontal liegenden Mattscheibe seitenverkehrt abgebildet. Auf eine Spiegelreflexkamera können unterschiedliche Objektive montiert werden.

Bei einer Systemkamera fehlt hingegen der Spiegel. Das Fotomotiv landet direkt auf dem Sensor, der das Bild direkt auf das Display an der Rückseite überträgt. Zusätzlich hat man bei einer Systemkamera die Möglichkeit, verschiedene Objektive zu montieren, so zum Beispiel auch ein Makroobjektiv.

Ein Objektiv mit einer Brennweite von über 50 mm wird als Teleobjektiv bezeichnet. Zum Vergleich: Die Brennweite von 50 mm bietet einen Blickwinkel, der dem des menschlichen Auges entspricht. Objektive mit einer Brennweite von über 300 mm werden hingegen als Super- oder Ultraobjektive bezeichnet.

Hinsichtlich ihrer Brennweite lassen sich zwei Kategorien von Teleobjektiven unterscheiden. Solche, die über eine feste Brennweite verfügen, und diejenigen, die mit einem Telezoom ausgestattet sind, also über einen bestimmten Zoombereich bzw. über eine verstellbare Brennweite verfügen.

Tele-Zoomobjektive haben den Vorteil, dass ein anvisiertes Objekt beliebig nah herangeholt oder optisch entfernt werden kann. Diese geschieht mithilfe mehrerer Linsen, die in den Telezoom-Objektiven verbaut sind.

Durch die Betätigung des Zooms, entweder manuell mittels Drehung am Objektiv oder automatisch an der Kamera, wird die Stellung der Linsen verändert. Deshalb werden Tele-Zoomobjektive zum Beispiel bei Sportfotografien oder Tierbildern angewandt. Überall dort, wo man nicht sonderlich nah an das zu fotografierende Objekt herantreten kann.

In unserem Teleobjektiv-Vergleich stellen wir Ihnen ausschließlich Tele-Zoomobjektive vor, nicht nur, weil sie am häufigsten unter dem Begriff Teleobjektiv verstanden werden, sondern auch, weil sie für Profifotografen als auch für Hobbyknipser eine interessantes Zubehör mit tollen Möglichkeiten fürs Fotografieren sind.

Die Vor- und Nachteile von Tele-Zoomobjektiven auf den Punkt gebracht:

    Vorteile
  • praktisch, da durch verschiedene Brennweiten weit Entferntes herangezoomt werden kann
  • kein Wechsel des Objektivs nötig
  • in den meisten Fällen leicht und deshalb gut zu transportieren
    Nachteile
  • Bildqualität im Vergleich zu Teleobjektiven mit Festbrennweite schwächer
  • Objekte aus nächster Nähe können nicht fotografiert werden

2. Was für einen Teleobjektiv-Typen benötigen Sie?

Bevor wir zur Kaufberatung in unserem Teleobjektiv-Vergleich kommen, sollten Sie zuerst feststellen, für welchen Kameratyp Sie ein Teleobjektiv suchen. Es gibt nämlich sowohl für Spiegelreflexkameras (DSLR) als auch für Systemkameras (DSLM) spezielle Teleobjektive.

Teleobjektiv für Beschreibung
Spiegelreflexkameras

Teleobjektiv Nikon

Teleobjektive für Spiegelreflexkameras eignen sich, wie der Name schon verrät, nur für Spiegelreflexkameras. Doch nicht jedes Teleobjektiv, dass Sie sich aussuchen passt auch automatisch auf Ihre Kamera.

Grundsätzlich haben die großen Marken wie Nikon, Sony und Canon unterschiedliche Objektivanschlüsse, weshalb die Teleobjektive nicht herstellerübergreifend angebaut werden können. Canon Objektive passen meistens nur auf Canon-Kameras.

Eine Lösung dafür bieten Hersteller wie Sigma und Tamron. Beide Hersteller bieten verschiedene Arten von Teleobjektiven an. Entsprechend werden Sie im Sortiment dieser Hersteller Teleobjektive mit bekannten Objektivanschlüssen der gängigen Kameras der Marken Canon, Sony und Nikon. Im Gegensatz zu den meist sehr teuren Teleobjektiven der Marken, bieten Sigma und Tamron günstigere Teleobjektive an.

Systemkameras

Systemkamera

Sowie Sie spezielle Teleobjektive für Spiegelreflexkameras finden, werden Sie auch speziellen Teleobjektiven für Systemkameras begegnen. Auch bei diesen ist die Wahl des richtigen Objektivanschlusses besonders wichtig.

Neben den Objektiven der bekannten Marken (Nikon, Sony, Olympus), die speziell für eine bestimmte Serie vorgesehen sind, gibt es auch bei Systemkameras wieder einige Firmen, die Teleobjektive für mehrere Hersteller anbieten. Grundsätzlich ist das Angebot an Teleobjektiven für Systemkameras aber überschaubar.

Bei Objektiven für Systemkameras gehören Hersteller Sigma und K&F Concept zu den bekannteren Namen. Letztgenannter setzt beispielsweise auf verschiedene Adapterringe, wodurch ein und dasselbe Teleobjektiv für mehrere gängige Kamera-Marken geeignet ist.

3. Eine Kaufberatung für Teleobjektive: Worauf sollte geachtet werden?

3.1. Die Sache mit der Brennweite

Beispiel Brennweite

Fotografie: Ein Beispiel für die Nutzung eines Telezoom-Objektivs.

Wie bereits erwähnt, gibt es in gängigen Teleobjektiv-Tests Modelle mit einer festen Brennweite und Telezoom-Objektive – auch Zoomobjektive – mit einer verstellbaren Brennweite. Festbrennweite und verstellbare Brennweiten werden wie folgt angegeben:

  • Festbrennweite: 35 mm
  • verstellbare Brennweite: 55 – 250 mm

Die Brennweite wird in Millimetern angegeben und meint in der Fotografiesprache den Abstand von der Linsenmitte zu ihrem Brennpunkt bzw. Fokuspunkt. Übersetzt: Die Brennweite meint die Entfernung zwischen der Aufnahme-Ebene und der Objektiv-Ebene.

Sie entscheidet darüber, wie groß oder klein ein Motiv abgelichtet wird. Darüber hinaus ermöglicht eine höhere Brennweite eine deutlichere Schärfentrennung zwischen dem fokussierten Motiv sowie dem Vorder- und Hintergrund.

Hinweis: Mit zunehmender Brennweite nimmt auch der Vergrößerungsfaktor zu. Das heißt, dass der Bildausschnitt kleiner, dieser aber größer bzw. detaillierter angezeigt wird.

3.2. Die Blende

Teleobjektiv

Ein Hochleistungsobjektiv mit einer Brennweite von bis zu 600 mm. Das Tamron SP 150-600 mm für Canon.

3.2.1. Lichtstärke der Blende

Die Lichtstärke meint die größte Blendenöffnung, die bei allen Objektiven, also auch bei Weitwinkelobjektiven und bei Teleobjektiven, zur Verfügung steht.

Dabei gilt: Je größer die Blendenöffnung, desto höher ist die Lichtstärke.

Beim Teleobjektiv Kaufen können die Angaben zur Lichtstärke der Blende jedoch etwas verwirrend sein. Folgende Angaben sind möglich: f/2,8 oder 1:2,8 (auch 1/2,8), oder nur 2,8.

Wie auch immer die Bezeichnung lautet, die Blendenzahl unter dem Bruchstrich, also die 2,8, gibt die jeweilige Lichtstärke an.

Hierbei gilt: Je niedriger die Blendenzahl, desto größer ist die Lichtstärke bzw. desto mehr Licht kommt auf den Bildsensor.

Bei Teleobjektiven mit Zoom werden hinsichtlich der Blende oft zwei Werte angeben, beispielsweise 1:2,8 – 3,5. Während der erste Wert die maximale Blendenöffnung für die kürzeste Brennweite des Objektivs angibt, bezeichnet der zweite Wert die Lichtstärke für die längste Brennweite.

3.2.2. Blende und Schärfe

Neben der Bildhelligkeit ist die Blende außerdem für die Schärfe verantwortlich. Beim Schließen der Blende, dem sogenannten Abblenden, wird nicht nur die Schärfentiefe größer, sondern auch die Schärfe insgesamt. Das heißt Abbildungsfehler bzw. Unschärfekreise werden durch das Abblenden verringert. Abbildungsfehler der im Objektiv eingebauten Linsen, die Linsen von Natur aus haben, werden am deutlichsten bei offener Blende sichtbar.

Hinweis: Nicht viel, hilft auch immer viel. Wenn Sie zu weit abblenden, kommen Sie in den Bereich der Beugungsunschärfe – in diesem werden die fotografierten Motive oder Objekte entsprechend unscharf.

3.3. Naheinstellgrenze

Die Naheinstellgrenze eines Teleobjektivs bezeichnet den minimalen Abstand zwischen dem zu fotografierende Objekt und dem Sensor der Kamera, bei der das Objekt noch scharf abgebildet werden kann. Liegt die Naheinstellgrenze Ihres Teleobjektivs bei beispielsweise 0,15 m, können Sie Objekte bis auf diese Entfernung immer noch scharf abbilden. Ein kürzerer Abstand sorgt hingegen dafür, dass das Objekt unscharf wird.

3.4. Legen Sie den Fokus

Reinigung eines Objektivs

Damit die Funktionen Ihres Objektivs einwandfrei funktionieren und Sie zufriedenstellende Bildergebnisse bekommen, ist die Pflege besonders wichtig,

Die Schärfe auf einem Foto sollte immer genau dort liegen, wo man als Betrachter als Erstes hinschauen soll. Um den optimalen Schärfebereich einzustellen, können Sie entweder den sogenannten Autofokus (AF) oder den manuellen Fokus (MF) nutzen. Der Autofokus einer Kamera oder eines Objektivs stellt ein Motiv oder Objekt automatisch scharf.

In der Regel können Sie über die sogenannten AF-Felder, die Sie im Kreativprogramm Ihrer Kamera finden, den Bereich festlegen, den Sie scharf stellen möchten. Möglich wird dies, durch Sensoren, die das einfallende Licht messen und so einen Bereich mit großem Kontrast auf dem Foto suchen und diesen dann scharfstellen. Mithilfe des Autofokus‘ lassen sich besonders gut Sportereignisse oder Tiere zu fotografieren.

Den manuellen Fokus (MF) können Sie hingegen an einem kleinen Schalter am Objektiv umstellen. Das Fotografieren mit manuellem Fokus ist besonders empfehlenswert, wenn Sie glatte, mit wenig Strukturen versehene Oberflächen wie Hausfassaden oder Holzmaserungen ablichten möchten. Ebenso nützlich ist der manuelle Fokus, wenn Sie ein Objekt bei Schnee oder Regen fotografieren möchten. Der automatische Fokus würde nämlich eher die Schneeflocken oder die Regentropfen statt das eigentliche Objekt fokussieren.

Folgende Bezeichnungen bei den Objektiven verraten Ihnen, ob Ihr persönlicher Teleobjektiv Testsieger über einen Autofokus verfügt (der Name erfolgt oft nach dem AF-Motor, der in dem Objektiv verbaut ist):

  • STM (Stepper Motor Technology)
  • HSM (Hypersonic Motor)
  • SWM (Silent Wave Motor)
  • PZD (Piezo Drive)
  • Mikro-USM (Mikro Ultrasonic Motordrive)
  • Einfacher Elektromotor (Autofocus)
  • SWD (Supersonic Wave Drive)
  • SDM (Supersonic Direct-drive Motor)

3.5. Bildstabilisator

Ob beim Fotografieren bei wenig Licht und ohne Blitz, beim Zoomen oder bei der Aufnahme von sich bewegenden Objekten, oft entstehen einfach unscharfe Aufnahmen. Denn: Je größer die Brennweite bzw. je mehr Sie zoomen können, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass unscharfe Aufnahmen entstehen.

Wenn Sie als Fotograf keine ruhige Hand haben, kann Ihnen ein Stativ helfen, um der wackeligen Hand entgegenzuwirken. Eine andere Alternative ist der Bildstabilisator, der außerdem auch suboptimalen Lichtverhältnissen entgegenwirkt. In der Regel ist der Bildstabilisator in der Kamera (mechanischer Bildstabilisator) oder im Objektiv (optischer Bildstabilisator) verbaut. Er kann je nach Hersteller folgende Bezeichnungen haben: IS, VR, OIS, OS, VC.

Hinweis: Wenn Ihre Kamera bereits über einen Bildstabilisator verfügt, können Sie problemlos Objektive ohne Bildstabilisator einsetzen.

Kameraobjektive

4. Was sind die besten Pflege- & Reinigungstipps für Teleobjektive?

Unabhängig davon, ob Sie sich ein günstiges Teleobjektiv oder ein teures kaufen – die richtige Pflege sorgt dafür, dass es lange seinen Dienst tut. Schon leichter Schmutz auf der Linse sorgt dafür, dass beim Fotografieren beispielsweise Geisterbilder oder Lichtreflexe entstehen. Starke Verschmutzung führt sogar dazu, dass weniger Licht bis zum Sensor durchdringt, sodass Motive und Objekte unscharf und weniger kontrastreich werden.

Wir empfehlen Ihnen deshalb folgende Reinigungstipps:

  • leichter Staub auf der Linse, der Fassung oder dem Frontdeckel können sie einfach abblasen, am besten mit einem Blasebalg
  • ein anderes nützliches Utensil zum Staubentfernen ist ein Pinsel
  • stärkere Verschmutzungen können mit einem Tuch abgetupft werden, hartnäckige Flecken lassen sich hingegen mit etwas Flüssigkeit entfernen
  • vergessen Sie nicht das Rückteil des Objektivs. In der Nähe des Sensors sitzen nämlich die Linsen, die die Bildqualität beeinflussen.

Hinweis: Vermeiden Sie den Schmutz auf der Linse mit einem Tuch abzureiben. Dadurch können Sie den Schmutz nämlich aus Versehen in die Linse hineinreiben oder sie bekommt womöglich Kratzer.

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Teleobjektive

Eine Kameratasche ist ein nützlicher Begleiter für allerlei Kamera-Zubehör.

Eine Kameratasche ist ein nützlicher Begleiter für allerlei Kamera-Zubehör.

5.1. Wann ist eigentlich ein Kit-Objektiv?

Bei einem Kit-Objektiv handelt es sich um ein Wechselobjektiv für die Kamera, das beim Kauf einer Spiegelreflex oder Systemkamera in der Grundausstattung, dem sogenannten Kit, mitgeliefert wird. Ohne dieses Kit-Objektiv könnten Sie mit Ihrer neuen Kamera gar nichts anfangen. In der Regel sind die Kit-Objektive aufgrund ihrer vergleichsweise kostengünstigeren Herstellung lichtschwach, meistens aus Kunststoff und haben keinen integrierten Bildstabilisator.

5.2. Welche Marken und Hersteller von Teleobjektiven gibt es?

Wie einige Teleobjektiv-Tests zeigen, ist die Anzahl der Marken und Hersteller, die es auf dem Markt für Teleobjektive gibt, überschaubar. Zu den großen Namen der Branche zählen Nikon, Sony und Canon. Solche Objektive von Canon und Nikon-Objektive gibt es sowohl für Spiegelreflexkameras als auch teilweise für Systemkameras. Teleobjektive für Canon, Nikon und Sony siedeln sich preislich oft im höheren Preissegment an.

Eine interessante und vor allem oft auch günstigere Variante bieten Fremdhersteller wie Sigma und Tamron an. Die Hersteller bieten eine breite Palette von Kamera-Objektiven mit Telezoom für Canon-Kameras, aber auch für Nikon oder Sony an.

Weitere Marken und Hersteller im Überblick:

  • Canon
  • Nikon
  • Sigma
  • Panasonic
  • Sigma
  • Tamron
  • Top-Max
  • Leica

5.3. Was sagt überhaupt die Stiftung Warentest?

Erst in der März-Ausgabe von 2016 hat die Stiftung Warentest Reisezoomobjektive sowohl für Spiegelreflexkameras als auch für Systemkameras unter die Lupe genommen. Getestet wurden 17 verschiedene Objektive, darunter Marken-Objektive und Zoomobjektive von Fremdanbietern. Das Ergebnis: Oft waren die Reisezooms der Fremdanbieter besser als die bekannten Kamerahersteller. Zum vollständigen Artikel geht es hier.

5.4. Gibt es besondere Tipps beim Fotografieren mit einem Teleobjektiv?

Grundsätzlich macht das Fotografieren mit Teleobjektiv nur Sinn, wenn Sie weit entfernte Objekte heranzoomen und in ihrem kleinsten Detail sichtbar machen möchten. Obwohl viele der Teleobjektive über einen eingebauten Bildstabilisator verfügen, ist trotzdem ein Stativ empfehlenswert.

Ein Beispiel: Wenn Sie den Zoom Ihres Teleobjektivs ausnutzen, beispielsweise 300 mm (Brennweite), sollte man 1/300 Sekunde belichten. An einem strahlenden Sonnentag mag diese Belichtungszeit ausreichen, um gute Bildergebnisse zu erhalten. Ansonsten wird das Bild leider zu dunkel. Dagegen hilft dann nur ein längeres Belichten, was bedeutet, dass die Kamera länger ruhig in der Hand gehalten werden muss. Da dies selbst den besten Teleobjektiv-Fotografen nicht gelingt, ist das Fotografieren mit einem Stativ ratsam.

Weitere Tipps zur Fotografie mit Teleobjektiven, zeigt Ihnen folgendes Video:

Bildnachweise: https://shop.stockphotosecrets.com/02H79463, https://shop.stockphotosecrets.com/ISS_4109_00064 (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)

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