Das Wichtigste in Kürze
  • Tamron stellt vergleichsweise günstige Kamera-Objektive her und bietet damit qualitativ oft gute Alternativen zu den deutlich teureren Marken-Linsen der großen Hersteller Canon, Nikon, Sony, Olympus und auch Pentax.
  • Tamron bietet eine große Bandbreite an Objektiv-Typen, die sich insbesondere von der Blende und Brennweite her unterscheiden. Für Portrait-Aufnahmen empfehlen wir ein Festbrennweiten-Objektiv, für Aufnahmen von Tieren und Details ein Telezoom-Objektiv. Ein Weitwinkelobjektiv lohnt sich für so genanntes Video-Logging („Vlogging“).
  • Achten Sie beim Kauf auch auf die Naheinstellgrenze: Je niedriger diese ist, desto besser ist das Objektiv für Makroaufnahmen geeignet.

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Zwar sinkt der Absatz von Digitalkameras in der Bundesrepublik seit einigen Jahren (bedingt durch die verstärkte Nutzung von Smartphones mit vergleichsweise leistungsstarken Kameras), doch sind die Zahlen noch immer beeindruckend (schätzungsweise 2,35 Millionen in 2018; Quelle: GfK). Wer Fotografie als „ernsthaftes“ Hobby versteht, wird sobald nicht auf den Spaß und die Freiheit verzichten, die Kameras mit Wechselobjektiven versprechen.

Dass Wechselobjektive großer Kamera-Hersteller wie Canon, Nikon und Sony allerdings nicht immer ganz billig sind, wird jeder bemerkt haben, der zumindest einmal einen Blick in die Glasvitrinen eines Fotoladens warf. Dabei gibt es qualitativ vergleichbare Alternativ-Anbieter von hochwertigen Kameralinsen – in unserem großen Tamron-Objektiv-Vergleich 2020 schauen wir uns die beliebtesten Modelle genauer an und geben Ihnen Tipps zur richtigen Brennweite und Blende für Ihre Ansprüche.

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Ein Tamron-Objektiv für eine Nikon D5300? Kein Problem – die Auswahl ist groß!

1. Tamron-Objektive als guter Kompromiss: Muss Qualität teuer sein?

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Objektive von Tamron liegen fast so gut in der Hand und sind vergleichsweise solide gebaut wie die deutlich teureren Modelle von Canon, Nikon und Sony.

Sie besitzen bereits eine Digitalkamera von Canon, Sony, Nikon oder Pentax, sind aber mit dem zusätzlich gelieferten Kit-Objektiv entweder unzufrieden oder fühlen sich schlicht bereit, mit einem lichtstarken Objektiv (also einer größeren Blende) zu fotografieren? Oder ist die Brennweite ein Thema und Sie wollen mit einem Telezoom Aufnahmen in der Natur machen, Tiere ablichten oder den großen Zoom für Portrait-Aufnahmen nutzen?

Das Problem ist dabei oft: Die entsprechenden Kameraobjektive lassen sich die Hersteller mit großem Namen leider etwas kosten und das nicht wenig. Dabei gibt es Alternativen, bei denen Sie auch qualitativ keine großen Abstriche machen müssen – bei Tamron handelt es sich dabei um einen der bekanntesten Anbieter von Objektiven.

Achtung: Nicht jede angebotene Kameralinse passt auch auf jede Digitalkamera; für manche Hersteller existiert leider noch kein passendes Alternativ-Objektiv – am meisten Glück haben Sie höchstwahrscheinlich mit Kameras von Canon und Nikon.

Es folgt eine kurze Zusammenfassung der Vorzüge und Nachteile bei der Verwendung eines Tamron-Objektivs:

  • bestens für Einsteiger in die Fotografie geeignet
  • deutlich preisgünstiger als Marken-Objektive
  • kompatibel mit allen handelsüblichen Kameras
  • große Auswahl an verschiedenen Objektiv-Typen
  • Bildqualität den teuren Objektiven von Canon, Nikon und Co. üblicherweise etwas unterlegen
  • Mechanik und Haptik nicht so ausgereift wie bei Nikon-, Sony- oder Canon-Linsen
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Ein Tamron-Objektiv für Ihre Sony Alpha 6000? Auch dafür gibt es entsprechende Modelle. Achten Sie auf die Angaben in unserer Test- bzw. Vergleichstabelle.

2. Vom Weitwinkel zum Tele: Welche verschiedenen Objektiv-Typen gibt es?

Über Tamron

Tamron ist ein japanischer Hersteller, der sich 1950 gründete und seitdem auf die Produktion von Objektiven fokussiert. Die Europazentrale steht seit 1982 in Köln. Neben Objektiven werden auch Telekonverter produziert.

Tamron bietet eine große Bandbreite an verfügbaren Objektiven und wir wollen Ihnen an dieser Stelle die wichtigsten Arten von Linsen vorstellen. Wir erklären zudem, welche sich am besten für Ihre gewünschten Foto-Situationen eignen, sei es Portrait-Fotografie oder Landschaftsfotografie.

Wichtig: Gehen Sie nicht in erster Linie nach dem Preis. Bevor Sie ein vor allem preiswertes Tamron-Objektiv kaufen, sollten Sie nicht nur wissen, wofür Sie es verwenden wollen, sondern auch, was es mit Blende und Brennweite auf sich hat (siehe nächstes Kapitel).

Tamron-Objektiv-Typ Brennweite (Beispiel) wird genutzt für
Standardzoomobjektiv

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  • Tamron-Objektiv 17 – 50 mm
  • Tamron-Objektiv 24 – 70 mm
  • Portrait-Aufnahmen
  • Urban- und Reisefotos
  • Landschaftsfotos
Festbrennweiten-Objektiv

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  • Tamron-Objektiv 24 mm
  • Tamron-Objektiv 35 mm
  • Tamron-Objektiv 50 mm
  • Portrait-Aufnahmen
  • Kreatives/Details
  • Urban- und Reisefotos
  • schlechte Lichtverhältnisse
Weitwinkelobjektiv

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  • Tamron-Objektiv 10 – 24 mm
  • Urban- und Reisefotos
  • Landschaftsfotos
  • Vlogging (Video-Logging)
  • Situationen, in denen die Standard-Brennweite nicht ausreicht
Teleobjektiv

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  • Tamron-Objektiv 18 – 200 mm
  • Tamron-Objektiv 18 – 270 mm
  • Tamron-Objektiv 70 – 300 mm
  • Portrait-Aufnahmen
  • Reise- und Naturfotos
  • Tierfotografie

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3. Unsere Kaufberatung für Tamron-Objektive: Worauf sollte man achten?

Damit Sie schnellstmöglich zu Ihrem persönlichen Tamron-Objektiv-Testsieger finden, haben wir Ihnen in unserer Kaufberatung die wichtigsten Kriterien zusammengefasst, auf die Sie beim Objektiv-Kauf achten sollten.

3.1. Blende und Brennweite: Die richtige Objektiv-Wahl

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Tamron-Objektive mit einer niedrigen Naheinstellgrenze erzielen Makrobilder wie dieses (von einem kleinen Käfer).

Blende und Brennweite sind die entscheidenden Kriterien, nach denen Sie beim Kauf eines neuen Objektivs entscheiden sollten. Normalerweise wird den Kameras von Canon, Nikon und Sony standardmäßig ein Kit-Objektiv beigelegt, oft mit einer Brennweite von ca. 18 bis 55 mm und einer Blende von f/3,5 oder kleiner (4,5 und höher).

Grundlegend gilt Folgendes zur Blende: Je größer, desto besser (der Blendenwert sollte also möglichst niedrig sein, bspw. f/3 oder kleiner – das liest sich dann: ein Drittel). „Besser“ heißt in diesem Fall größer und „lichtstärker“, es dringt also mehr Licht in die Kamera, was einerseits bedeutet, dass Sie auch bei schwierigen Lichtverhältnissen fotografieren können (bspw. in der Dämmerung) und andererseits eine große Tiefenunschärfe erzielen. Dies ist besonders bei Portrait-Aufnahmen ein gewünschter Effekt.

Die Brennweite ist einfacher erklärt: Je niedriger, desto größer der Weitwinkel (besonders beliebt bei Architektur-Aufnahmen). Je höher, desto mehr können Sie zoomen – das ist günstig für Portrait-Aufnahmen, da bei großem Zoom ebenfalls eine große Tiefenunschärfe erreicht wird. Ansonsten ist eine hohe Brennweite natürlich optimal für das Fotografieren von Details oder eben weit entfernen Objekten wie bspw. Tieren.

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Mit einem Tamron-Weitwinkelobjektiv gelingen Ihnen Natur-Aufnahmen wie diese.

3.2. Je niedriger, desto schärfer: Zur Naheinstellgrenze

Dieser Abschnitt sollte für Sie besonders dann interessant sein, wenn Sie viel im Makrobereich fotografieren, also bspw. Pflanzen, kleine Tiere oder Portrait-Details. Generell gilt: Je niedriger dieser Wert, desto eher liefert das Objektiv ein scharfes Bild vom gewünschten Objekt.

  • + ab 50 cm: akzeptabel bis wenig geeignet für Makro-Aufnahmen
  • ++ 25 bis 50 cm: gut geeignet für Makro-Aufnahmen
  • +++ unter 25 cm: bestens geeignet für Makro-Aufnahmen

3.3. Alles muss passen: Maße und Gewicht

Die Abmessungen eines Kameraobjektivs sind besonders dann wichtig, wenn Sie dieses (oder gleich mehrere) nicht nur mit auf eine Reise nehmen, sondern bspw. in einer entsprechenden Kameratasche bzw. in einem Fotorucksack umherschleppen. Bereits bei einem Tagesausflug oder auch nur wenigen Stunden unterwegs kann ein besonders schweres Objektiv sich deutlich auswirken (etwa auf Ihr Wohlbefinden).

Generell gilt: Festbrennweiten-Objektive mit nur einem Spiegel sind deutlich leichter als sperrige Telezoom- oder gar Ultrazoom-Objektive.

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Sie nutzen eine Nikon-Kamera? Auch dafür gibt es Objektive von Tamron.

4. Fragen und Antworten rund um das Thema Objektive

An dieser Stelle beantworten wir Ihnen kurz und knapp noch weitere Fragen zum Thema, damit Sie möglichst wenig Zeit damit verbringen, das für Sie beste Tamron-Objektiv zu finden.

4.1. Gibt es bereits einen Tamron-Objektiv-Test bei der Stiftung Warentest?

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Um Tier-Motive einzufangen, benötigen Sie ein Objektiv der Kategorie Telezoom.

Die Kollegen von der Stiftung sind zwar generell sehr interessiert, was Kamera-Themen anbelangt – einen reinen Tamron-Objektiv-Test führten sie bislang allerdings nicht durch. Nichtsdestoweniger schnitten Tamron-Objektive in einem Test für Kameras mit einem Canon-Bajonett (also einem Anschluss für Canon-Objektive) gut bis sehr gut ab.

Insbesondere das Tamron SP 70-200 mm F/2.8 Di VC USD G2 machte bei den Testern der Stiftung Warentest einen herausragend guten Eindruck. Und auch das Tamron SP 70-300 mm F/4-5,6 Di VC USD machte eine gute Figur. Das vergleichsweise günstige Tamron 18-200 mm 1:3.5-6.3 Di II VC schnitt immerhin noch „befriedigend“ ab.

4.2. Was sind andere wichtige Hersteller und Marken von Objektiven?

Neben Tamron gibt es natürlich eine ganze Reihe anderer mehr oder weniger bekannter Hersteller von Kameralinsen. Zu den mit Abstand bekanntesten gehören die folgenden großen Namen:

  • Canon-Objektive
  • Olympus-Objektive
  • Panasonic-Objektive
  • Nikon-Objektive
  • Sony-Objektive
  • Fujifilm-Objektive

Auch folgende Firmen stellen vergleichsweise preiswerte Alternativen zu den Marken-Objektiven her:

  • Sigma-Objektive
  • Yongnuo-Objektive
  • Tokina-Objektive