Canon-Objektiv Test 2016

Die 7 besten Objektive von Canon im Vergleich.

AbbildungTestsiegerPreis-Leistungs-Sieger
ModellCanon EF 70-200 mm 1:4,0 L IS USMCanon EF 100 mm 2,8 L IS USMCanon EF 24-70mm 1:2.8 L II USMCanon EF 24-105 mm 1:4,0 L IS USMCanon EF 8-15 mm 1:4,0 L USMCanon EF-S 55-250 mm 1:4-5.6 IS STMCanon EF-S 24 mm 1:2.8 STM
Testergebnis¹
Hinweis zum Testverfahren
Vergleich.org
Bewertung1,1sehr gut
10/2016
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Bewertung1,2sehr gut
10/2016
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Bewertung1,3sehr gut
10/2016
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Bewertung1,4sehr gut
10/2016
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Bewertung1,5gut
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Bewertung1,6gut
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Bewertung1,7gut
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Kundenwertung
112 Bewertungen
208 Bewertungen
64 Bewertungen
153 Bewertungen
40 Bewertungen
226 Bewertungen
111 Bewertungen
ObjektivtypJe nach Brennweite und Verwendungszweck kann man verschiedene Typen von Objektiven unterscheiden: Weitwinkelobjektiv, Teleobjektiv und Normalobjektiv. Diese können jeweils nochmal Zoomobjektive (Brennweite änderbar) oder Objektive mit Festbrennweite sein.TelezoomobjektivMakroobjektivNormalzoomobjektivNormalzoomobjektivFisheye-ObjektivSupertelezoomobjektivNormalobjektiv
kompatibel mitNicht alle Canon-Objektive sind für alle Canon-Kameras geeignet. Für APS-C-Kameras (digitale Spiegelreflexkameras mit APS-C-Sensor) z.B. passen in der Regel – entsprechend dem jeweiligen Bajonett – alle Objektive. Speziell für APS-C entwickelte Objektive sind bei Canon EF-S-Objektive.z.B. Canon EOS 700D, EOS 50D, EOS 1200Dz.B. Canon EOS 5D, EOS 550D, EOS 650Dz.B. Canon EOS 5D, EOS 7D, EOS 700Dz.B. Canon EOS 350D, EOS 1000D, EOS 6Dz.B. Canon EOS 6D, EOS 700D, EOS 7Dz.B. Canon EOS 1200D, EOS 70D, EOS 550Dz.B. Canon EOS 700D, EOS 70D, EOS 1000D
EinsatzgebietePortraits, Reise- & NaturfotosStillleben, Makros & formatfüllende PortraitsPortraits, Alltag-, Reise- & LandschaftsfotosAlltagsfotosLandschafts- & ArchitekturfotosTier- & Sportfotos, PortraitsReise- & Street-Fotos
Bildqualität
Haptik & Qualität
BrennweiteEntfernung zwischen Aufnahme- und Bildebene. Je größer die Brennweite, desto kleiner wird der Bildausschnitt bzw. desto größer wird das, was ich auf dem Bild sehe. Man unterscheidet zwischen Objektiven mit Festbrennweite und Zoomobjektiven.70 - 200 mm
Brennweite variierbar (Zoom)
100 mm
feste Brennweite (kein Zoom)
24 - 70 mm
Brennweite variierbar (Zoom)
24 - 105 mm
Brennweite variierbar (Zoom)
8 - 15 mm
Brennweite variierbar (Zoom)
55 - 250 mm
Brennweite variierbar (Zoom)
24 mm
feste Brennweite (kein Zoom)
BlendeDie größte Blendenöffnung, die bei einem Objektiv zur Verfügung steht, ist die Lichtstärke. Je größer die Öffnung der Blende ist, desto höher ist auch die Lichtstärke des Objektivs. Ein Objektiv mit der Blendenzahl f/1.8 (oder 1:1,8) lässt mehr Licht durch als bspw. ein Objektiv mit der Blende f/5.6.

Je größer die Blendenzahl, desto länger die Belichtungszeit.
Je kleiner die Blendenzahl, desto kürzer die Belichtungszeit. Daraus ergibt sich: Je kleiner die Blendenzahl ist, desto eher kann man scharfe Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen machen.
f/4,0f/2,8f/2,8f/4,0f/4,0f/4,0-5,6f/2,8
NaheinstellgrenzeDie Naheinstellgrenze meint den kleinsten Fokussierabstand, also den Mindestabstand zwischen Motiv und Sensorebene. Das bedeutet: Wenn die Naheinstellgrenze 0,21 m beträgt, muss ich zum fotografierenden Objekt mind. 21 cm Abstand halten, um ein scharfes Foto machen zu können.

Im Allgemeinen gilt: Je niedriger die Naheinstellgrenze, desto besser können nahe Objekte scharf fotografiert werden.
120 cm31 cm38 cm45 cm15 cm85 cm16 cm
makrofähigDer Abbildungsmaßstab beschreibt die Vergrößerung des zu fotografierenden Objekts. Wenn ein Käfer 7 mm lang und 3 mm breit ist, dann wäre ein Abbildungsmaßstab von 1:1 (1. Zahl = Abbildung, 2. Zahl = Original) gegeben, wenn der Käfer auf dem Foto genau 7 mm lang und 5 mm breit erscheint.
Schon ab 1:4 gilt ein Objektiv als makrofähig, weshalb viele Normalobjektive einen Makro-Bereich haben. Bei einem Maßstab von 1:4 wäre der Käfer folglich auf einem Sensor ein Viertel mal so groß wie im Original.

1:0,21

1:1

1:4,76

1:4,30

1:2,94

1:3,2

1:3,7
AutofokusDer Autofokus meint das automatische Scharfstellen der Kamera. Er ist besonders hilfreich beim Fotografieren bewegter Motive.
präzise, schnell & lautlos

präzise & schnell

präzise, schnell & lautlos

schnell & lautlos

präzise, schnell & lautlos

präzise & lautlos

schnell & lautlos
BildstabilisatorEin Bildstabilisator (IS - Image Stabilizer) kann unscharfe Aufnahmen verhindern. Es handelt sich um einen Verwacklungsschutz. Er kann sowohl im Objektiv als auch im Kameragehäuse eingebaut sein.JaJaNeinJaNeinJaNein
wetterfestDas Objektiv ist spritzwasser- und staubgeschützt.JaJaJaJaJaNeinNein
Maße (Durchmesser x Länge)7,6 x 17,2 cm7,77 x 12,3 cm8,85 x 11,3 cm8,35 x 10,7 cm7,85 x 8,3 cm7,0 x 11,2 cm6,82 x 2,28 cm
Gewicht760 g625 g805 g670 g540 g375 g125 g
Vorteile
  • trotz Größe leicht und kompakt
  • präzise Bedienung des Zoom- und Schärfe-Rings
  • vierstufiger Bildstabilisator (Stativ nicht notwendig)
  • schönes BokehUnschärfebereich im Foto
  • präzise Bedienung des Zoom- und Schärfe-Rings
  • sehr hohe Schärfeleistung
  • intensive, natürliche Farben
  • schönes BokehUnschärfebereich im Foto
  • präzise Bedienung des Zoom- und Schärfe-Rings
  • lichtstark (gut für Fotos bei Dämmerung)
  • sehr hohe Schärfeleistung (große Detailtreue)
  • intensive, natürliche Farben
  • schönes BokehUnschärfebereich im Foto
  • präzise Bedienung des Zoom- und Schärfe-Rings
  • sehr guter Bildstabilisator
  • intensive, natürliche Farben
  • schönes BokehUnschärfebereich im Foto
  • Fluor-Beschichtung des Objektiv-Glases (einfache Reinigung)
  • kurze Naheinstellgrenze
  • sehr hohe Schärfeleistung
  • trotz Größe sehr leicht und kompakt
  • sehr guter Bildstabilisator
  • sehr hohe Schärfeleistung
  • sehr leicht und kompakt
  • lichtstark (gut für Fotos bei Dämmerung)
  • kurze Naheinstellgrenze
  • realistische Fotos mit natürlicher Perspektive
Zum Angebotzum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »
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Canon-Objektive-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Das Hauptkriterium zur Unterscheidung von Objektiven ist die Brennweite. Man unterscheidet zwischen Objektiven, mit denen man zoomen bzw. die Brennweite verändern kann, und Objektiven mit fester Brennweite. Beide Objektiv-Arten haben ihre Vor- und Nachteile.
  • Weiterhin gibt es viele unterschiedliche Typen von Objektiven, die für verschiedene Einsatzgebiete geeignet sind: Standardobjektive, Teleobjektive, Makroobjektive, Weitwinkelobjektive oder Exoten wie Fisheye-Objektive. Alle diese Typen gibt es mit Zoomfunktion und mit Festbrennweite.
  • Standardobjektive eignen sich für Alltags-, Reise- oder Street-Aufnahmen, Weitwinkelobjektive zum Festhalten von Umgebungsportraits, Architektur, Landschaften, Panoramen oder Reisen. Mit einem Makroobjektiv können Sie z.B. kleinste Insekten scharf ablichten und Teleobjektive sind ideal, um Reisen, Sportereignisse und Tiere abzulichten.

Canon-Objektiv Test

Kamera-Objektive gibt es in vielen unterschiedlichen Ausführungen: als Tele-, Makro-, Weitwinkel- oder Standardobjektive. Je nach Objektiv ist die Eignung für ein fotografisches Einsatzgebiet besser oder schlechter. Mit Teleobjektiven können Sie z.B. weit entfernte Motive gut ablichten, mit dem Weitwinkelobjektiv vor allem landschaftliche Panoramen festhalten. Insekten oder anderes kleines Getier können Sie am besten mit einem Makroobjektiv einfangen. Ein Standardobjektiv eignet sich wiederum sehr gut zum Fotografieren des Alltags, für Portraits oder zum Festhalten von Reiseimpressionen.

Objektive gibt es von vielen namhaften Herstellern, z.B. von Olympus, Tamron, Nikon, Sony, Sigma oder Walimex Pro. In unserem Ratgeber geht es allerdings um Objektive des Herstellers Canon. Im Canon-Objektiv Vergleich 2016 stellen wir Ihnen unterschiedliche Objektiv-Typen des Unternehmens mit ihren Eigenschaften und Einsatzgebieten vor.

Wenn Sie sich jetzt fragen, ob Canon-Objektive kompatibel mit Kameragehäusen anderer Hersteller sind, so sei Ihnen gesagt, dass dies häufig nicht der Fall ist, doch gibt es heutzutage Adapter, mit denen sich etwa Canon-Objektive auf Sony-Kameras montieren lassen. Die Verfügbarkeit solcher Adapter sollten Sie für jedes Kamera- und Objektivmodell vor dem Kauf prüfen.

1. Was ist ein Objektiv und wie funktioniert es?

Objektivbajonett

Ein Objektiv mit Bajonett für den Anschluss an ein Kameragehäuse.

Ein Objektiv bezeichnet ein sammelndes optisches System, mit dem man eine reelle Abbildung eines Objektes (Gegenstandes, Menschen etc.) erzeugen kann. Eine reelle Abbildung meint Bilder, von denen wirklich Lichtstrahlen ausgehen. Ein reelles Bild ist kleiner und steht auf dem Kopf. Dieses Prinzip wurde auch bei der Fotokamera ausgenutzt: ein großer Gegenstand soll auf dem kleinen Film abgebildet werden.

Das Gegenteil des reellen Bildes ist das virtuelle Bild, bei dem sich das Objekt zwischen Brennpunkt und Linse befindet, wie z.B. beim Spiegel- oder Lupenbild.

Objektive findet man bspw. in:

  • Kameras
  • Mikroskopen
  • Teleskopen
  • Ferngläsern
  • Projektoren

Bestandteile eines Objektivs können Linsen oder Spiegel sein. Es zeichnet sich durch die Hauptmerkmale Brennweite, Abbildungsqualität, Streulichtempfindlichkeit, Lichtstärke, Naheinstellgrenze und Apertur (freie Öffnung der Frontlinse) aus.

In unserem Ratgeber geht es um Objektive für Kameras. Objektive können mechanisch, elektrisch oder elektronisch an Kameragehäuse angeschlossen werden. Der Anschluss eines Objektivs kann ein Gewinde oder ein Bajonett sein:

  • ein Gewinde ist ein standardisierter, herstellerunabhängiger Objektivanschluss für Wechselobjektive (genormte Gewindeanschlüsse sind C-Mount und CS-Mount)
  • ein Bajonett ist ein heute verbreitetes System für Wechselobjektive, was je nach Hersteller unterschiedlich ausgeführt ist (bei Canon gibt es z.B. das EF- oder das EF-S-Bajonett, bei Nikon das Bajonett Nikon 1 oder Nikon F)

Über elektrische Anschlüsse können Brennweite oder Bildstabilisierung, z.B. durch Motoren zur Objektweiten-Veränderung, eingestellt werden.

Über elektronische Anschlüsse können digitale Informationen zwischen Objektiv und Kameragehäuse übermittelt bzw. ausgetauscht werden; etwa bei Autofokus-Objektiven, bei denen elektrische Motoren die Entfernungseinstellungen steuern und regeln. Auch die Brennweite bei Objektiven ohne Festbrennweite (Zoomobjektive) kann über Motoren eingestellt werden.

Das Objektiv befindet sich immer im vorderen Teil der Kamera. Auf diesem stehen meistens zwei Angaben: die maximale Lichtstärke und die Brennweite.

1.1. Zur Geschichte des Objektivs

Fernrohr

Die einfachste Objektivart ist die Sammellinse, die bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts für Fernrohre verwendet wurde.

Objektive gibt es schon seit dem 18. Jahrhundert, allerdings lautete der damalige Name Objektivglas. Ein Objektivglas steht zwischen Objekt und Abbildung. Die einfachste Art eines Objektivs nennt man Sammellinse und wurde bereits 1608 für Fernrohre verwendet.

Fortschritte machte die Fotografie vor allem im 19. Jahrhundert. Die vermutlich erste, haltbare Fotografie der Welt stammt Joseph Nicéphore Nièpce – der Erfinder der Heliografie, der ersten fotografischen Technik – aus dem Jahre 1826. Der deutsch-ungarische Mathematiker Josef Maximilian Petzval berechnete 1840 das erste lichtstarke Objektiv für Portrait-Aufnahmen.

Victor Hasselblad, schwedischer Fotograf und Erfinder, fertigte 1948 die erste Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiven an. Weitere wichtige Entwicklungen im Bereich der Objektive ab 1950 waren:

  • 1954 – erste Leica-Kamera mit Bajonettverschluss für Objektive
  • 1959 – erstes serienmäßig produziertes Zoomobjektiv vom Unternehmen Voigtländer
  • 1995 – erstes Objektiv mit eingebautem Bildstabilisator

1.2. Zur Funktionsweise eines Objektivs

Meistens besteht ein Objektiv aus einer Anordnung verschiedener Linsen (Sammel- oder Zerstreuungslinsen) in unterschiedlicher Zahl, die bestimmte Eigenschaften aufweisen. Das Objektiv Canon 2,8 (28 mm besteht etwa aus fünf Linsen-Elementen, währen das Sigma 2,8/120-300 mm über 23 Linsen-Elemente verfügt.

Sammel- und Zerstreuungslinse – kennen Sie den Unterschied? Eine Sammellinse bündelt auftreffendes Licht in einem Punkt, der sich hinter der Linse befindet. Zerstreuungslinsen verteilen bzw. zerstreuen das auftreffende Licht, als käme es von einem Punkt, der sich vor der Linse befindet.

Das Unternehmen Canon

Canon ist ein 1937 gegründetes, japanisches Elektronik-Unternehmen mit Sitz in Tokio. Der Name des Unternehmens leitet sich von der Bezeichnung des ersten Kamera-Prototyps Kwanon ab, der nach dem buddhistischen Erleuchtungswesen der Barmherzigkeit Kannon benannt wurde.

Ursprüngliches Ziel war es, technisch führende Kleinkameras preisgünstig nachzubauen. Heute stellt Canon Kleinbild- und Digitalkameras, Videokameras, Kamera-Zubehör, Scanner sowie Drucker und Kopierer her.

Durch das Linsensystem fällt das Licht in die Kamera. Eine Blende und Blendenlamellen befinden sich im Objektiv. Die Blendenlamellen sorgen dafür, dass die Öffnung der Blende größer oder kleiner werden kann. Auf diese Weise wird die Lichtmenge steuerbar. Je größer die Öffnung der Blende, desto mehr Licht kann einfallen.

Im hinteren Teil der Kamera befinden sich Spiegel, Verschlussvorhang und Bildsensor. Der Spiegel projiziert ein Bild auf ein kleines Sichtfenster (Sucher), welches sich hinten an der Kamera befindet. Sobald Sie den Auslöser drücken, öffnet sich der Verschluss und lässt für die gewählte Zeit Licht auf die Bildebene fallen. Anschließend verschließt sich der Verschluss erneut.

Der Fotograf kann die Belichtungszeit variieren; damit ist das Tempo gemeint, mit der sich der Verschluss wieder schließt und somit die Dauer, wie lang Licht einfallen kann.

Der Bildsensor (Bildebene) nutzt das einfallende Licht und wandelt dieses in digitale Werte um. Es gibt unterschiedliche Bildsensoren, aber in der Regel gilt: Je größer der Bildsensor, desto besser.

Da es sich um ein kompliziertes Thema handelt, finden Sie hier noch einmal ein Video, in welchem die Funktionsweise eines Objektivs bzw. einer Spiegelreflexkamera (DSLR) noch einmal auf einfache Art und Weise erläutert wird:

2. Canon-Objektive: Was bedeuten IS, USM, STM oder L?

Jeder Kamera- und Objektiv-Hersteller hat seine eigenen Bezeichnungen und Abkürzungen. Daher möchten wir Ihnen an dieser Stelle die für Canon-Objektive gängigsten Abkürzungen und deren Bedeutungen vorstellen:

Abkürzung Bedeutung
1:1 Der Abbildungsmaßstab würde hier 1:1 betragen. Die erste Zahl meint die Abbildung und die zweite Zahl das Original. Hier wäre ein 5 x 7 mm großer Käfer auf dem Foto ebenso 5 x 7 mm groß.
10 – 70 mm Die minimale Brennweite (f) beträgt in diesem Fall 10 mm und die maximale Brennweite 70  mm.
EF EF steht für Electric Focus. Dieses Objektiv kann im Gegensatz zu EF-S-Objekten an sämtlichen EOS-Kameras von Canon genutzt werden.
EF-S S steht für Short back focus. Dieses Objektiv kann lediglich an Kameras mit APS-C-Sensoren verwendet werden.
f/1,3-4,7 In diesem Fall beträgt die niedrigste Blendenzahl bei kürzester Brennweite (f) 1,3 und die niedrigste Blendenzahl bei längster Brennweite 4,7.
II Dieses Objektiv liegt in der zweiten Version vor; es gibt also eine Vorgängerversion.
III Dieses Objektiv liegt in der dritten Version vor; es gibt also zwei Vorgängerversionen.
IS Das Objektiv verfügt über einen Bildstabilisator (Image stabilization).
L Objektiv für die L-Serie von Canon.
STM Objektive mit Schrittmotor (Stepping-Motor-Technologie). Ermöglichen kontinuierliche automatische Fokussierung (ideal für Videoaufzeichnungen). STM sind schnell und leise und ermöglichen jederzeit den manuellen Eingriff in den Autofokus. STM treiben den Autofokus an.
Tilt-Shift Es gibt Tilt-Shift-Objektive, bei denen der Fotograf den Schärfebereich flexibel beeinflussen kann und selbst wählen kann, welcher Bereich auf dem Foto scharf oder unscharf sein soll.
USM Objektive mit Ultraschallmotor. Sie sind sehr schnell und leise und ermöglichen stets den manuellen Eingriff in den Autofokus. Ultraschallmotoren treiben den Autofokus an.

3. Objektiv-Typen: Hauptkriterium Brennweite

Die Brennweite ist das Hauptkriterium, nach welchem man Objektive in unterschiedliche Kategorien einteilen kann.

Die Brennweite wird in Millimetern (mm) angegeben und sie meint die Entfernung zwischen Objektiv-Ebene und Aufnahme-Ebene. Je größer die Brennweite, desto kleiner der Bildausschnitt oder desto größer das, was ich auf meinem Bild letztendlich sehe.

Wie Sie unserer Canon-Objektiv Test Vergleichstabelle entnehmen können, unterscheidet man zwischen Zoomobjektiven mit Drehzoom mit variabler Brennweite (z.B. 70 bis 200 mm) und Objektiven mit Festbrennweite (z.B. ein Canon-Objektiv mit 50 mm Brennweite).

Was ist besser – ein Objektiv mit fester Brennweite oder ein Zoom-Objektiv? Wir listen Ihnen die Vor- und Nachteile auf, die ein Canon-Objektiv mit Festbrennweite haben kann:

  • lichtstärker als Zoomobjektive
  • verbesserte optische Auflösung
  • Schärfentiefe geringer und Bokeh (Unschärfebereich im Foto) schöner
  • weniger flexibel als Zoomobjektiv
  • kein Wechsel zwischen Brennweiten möglich (daher ungeeignet für Natur- oder Sportfotografie)
  • logistischer Mehraufwand, wenn man auch Fotos mit anderer Brennweite schießen will

In der folgenden Tabelle stellen wir Ihnen die wichtigsten Objektiv-Typen vor und für welche Arten der Fotografie man sie am besten einsetzen kann:

Objektiv-Typ Brennweite Einsatzgebiete
Canon EF 24-70mm 1:2.8 L II USMStandardzoomobjektiv
(Normalobjektiv)
  • Brennweiten um 50 mm herum
  • im Bereich der Brennweite des menschlichen Auges (etwa 50 mm): natürliche Bilddarstellung
  • Alltags-Fotografie
portraitobjektivPortraitobjektiv
  • Brennweite zwischen 80 und 105 mm, teilweise bis 135 mm
  • verzerrungsfreie Abbildung, verringerte Schärfentiefe
  •  Portrait-Fotografie
StandardteleobjektivStandardteleobjektiv
  • Brennweiten zwischen 135 und 200 mm
  • Stativ ist sinnvoll bei schlechten Lichtverhältnissen
  • Reise-Fotografie
  • Natur-Fotografie
SuperteleobjektiveSuperteleobjektiv
  • Brennweiten ab 200 und 300 mm
  • aufgrund des hohen Gewichts lassen sich diese Objektive fast nur mit Stativ nutzen
  • Tier-Fotografie
  • Sport-Fotografie
Herkömmliches Weitwinkelzoomobjektiv (Reportageobjektiv)herkömmliches Weitwinkelzoomobjektiv
(Reportageobjektiv)
  • Brennweiten von 24 bis 35 mm 
  • größere Schärfentiefe, geringe Verzerrung
  • Reportage-Fotografie
  • Umgebungs-Portraits
Superweit- oder UltraweitwinkelobjektivSuperweit- oder Ultraweitwinkelobjektiv
  • Brennweiten zwischen 12 und 24 mm
  • größere Bildverzerrung (Abhilfe: Abstand zwischen Kamera und Motiv gering halten)
  • Architektur-Fotografie
  • Landschafts-Fotografie
  • Panorama-Fotografie
  • Reise-Fotografie
Fisheye-ObjektivFisheye-Objektiv
  • Brennweiten unter 10 mm
  • Verzerrung der Horizontallinie im Bild
  • künstlerische Fotografie (z.B. vor einem hohen Objekt)
Makrozoomobjektiv
  • echte Makrozoomobjektive sind selten (Brennweiten zwischen 10 und 180 mm)
  • viele Zoomobjektive bieten eine Makro-Funktion
  • echte Makroobjektive schaffen eine Vergrößerung von 1:1, unechte nur von etwa 1:2
  • Aufnahmen kleiner Lebewesen
Objektiv mit FestbrennweiteObjektiv mit
Festbrennweite
  • gibt es z.B. mit einer Brennweite von 24 mm, 35 mm, 50 mm, 70 mm oder 100 mm
  • sind lichtstärker
  • Aufnahmen bei Dämmerlicht (Low-Light-Fotografie)
  • Portrait-Fotografie
Makroobjektiv mit FestbrennweiteMakroobjektiv mit Festbrennweite

 

  • als Makro-Normalobjektiv mit etwa 60 mm Brennweite
  • als kurzes Makro-Teleobjektiv mit etwa 105 mm Brennweite
  • als langes Makro-Teleobjektiv mit rund 200 mm Brennweite
  • Stillleben
  • Aufnahmen von kleinen Lebewesen mit Fluchtverhalten
  • formatfüllende Portraits
Die Brennweite definiert den Bildwinkel eines Fotos. Menschen haben in der natürlichen Wahrnehmung einen Bildwinkel von 40 bis 50 °. Dies entspricht einem Normalobjektiv. Ein Weitwinkelobjektiv hat eine kürzere Brennweite und einen größeren Bildwinkel. Somit werden weit entfernte Objekte kleiner dargestellt; beim Teleobjektiv ist es andersherum.

4. Kaufberatung für Canon-Objektive: Darauf müssen Sie achten

Die Anforderungen an ein Objektiv sind immens. Ein Canon-Objektiv Testsieger sollte sowohl eine große Lichtstärke als auch eine gute Bildqualität besitzen – egal, ob Nahaufnahme oder Landschafts-Fotografie – sowie auch einen großen Brennweitenbereich abdecken. Zusätzlich wäre noch wünschenswert, dass das Objektiv nicht zu schwer, in seinen Abmessungen kompakt und vom Preis her nicht zu hoch ist.

Dass sich all diese Dinge nur schwer kombinieren lassen, ist Ihnen sicherlich bewusst. Vor allem eine hervorragende Bildqualität und eine kleine Bauform zum günstigen Preis in Kombination dürften eher Wunsch statt Wirklichkeit entsprechen.

4.1. Objektivtypen & Preise: Normal-, Weitwinkel-, Tele- oder Makro-Objektiv?

Beispielfoto mit Fisheye

Ein Fischaugen-Objektiv stellt alles stark verkrümmt und verzeichnet dar.

Die Typen an Objektiven sind vielfältig, wie Sie auch dem Abschnitt 3 aus dem Canon-Objektiv Test entnehmen konnten. Als erstes sollten Sie sich daher überlegen, was Sie fotografieren wollen.

Weitwinkelobjektive haben die kürzeste Brennweite, weshalb man sehr viel aufs Bild bekommt. Hierbei  handelt es sich um die beliebtesten Objektive; sie sind ideal für Landschafts- und Architektur-Fotografie, doch auch Personenaufnahmen fernab klassischer Portraits lassen sich damit realisieren: Man kann eine Person in Bezug zum Hintergrund darstellen; z.B. einen Feuerwehrmann vor einem Feuerwehrauto.

Weitwinkelobjektive sind in der Herstellung sehr aufwendig und daher können sie sehr teuer sein. Ein günstiges Canon-Objektiv im Weitwinkelbereich wäre z.B. Canon EF-S 10-22 mm.

Eine extreme Form des Weitwinkelobjektivs ist sicherlich das Fisheye. Sie bekommen höchstens 180 Grad auf Ihr Foto und alles wird stark verkrümmt und verzeichnet abgebildet. Die Anschaffung eines Fisheyes sollte wohl überlegt sein, da es nicht praxistauglich ist und sich der Effekt schnell abnutzt. Hinzu kommt, dass Fischaugenobjektive oft teuer sind. Mehr über Weitwinkelobjektive erfahren Sie in unserem Weitwinkelobjektiv-Vergleich.

50 mm Objektiv

Aufnahmen, die mit einem Standardobjektiv gemacht wurden.

Ein Objektiv mit normaler Brennweite (um 50 mm) – Standard- oder Normalobjektive – entspricht am ehesten unserem Sehempfinden. Canon-Objektive mit 50 mm Brennweite gehören zu den günstigen, wie z.B. das Canon EF 50 mm 1:1,8 STM. Insbesondere für Einsteiger ist dieser Objektivtyp empfehlenswert, denn man bekommt weder zu wenig noch zu viel aufs Bild.

Teleobjektive haben eine große Bandbreite an Einsatzgebieten, da sie weit entfernte Motive nah heranholen und je mehr man in den Telebereich geht, desto unschärfer wird der Hintergrund, das Hauptmotiv im Bildvordergrund erscheint kleiner und Dinge im Hintergrund größer. Teleobjektive sind u.a. gut für Portrait-, Natur- und Sportfotografie. Für mehr Informationen besuchen Sie auch unseren Teleobjektiv-Vergleich.

Die besten Canon-Objektive im Telebereich sind sehr kostspielig, aber es gibt auch Einsteiger-Modelle, wie bspw. das Canon EF 70-300 IS USM.

Richtige Makroobjektive sind sehr teuer, weshalb man sich als Einsteiger überlegen sollte, ob das wirklich das richtige Objektiv ist. Kleine Dinge (z.B. Insekten) formatfüllend abzubilden, ist sicherlich eine tolle Sache, allerdings sind derartige Objektive nicht sehr alltagstauglich.

Viele Standardobjektive haben auch einen Makrobereich bzw. sind makrofähig, wie Sie unserem Canon-Objektiv Test entnehmen können. Ab einem Abbildungsmaßstab von 1:4 spricht man schon von Makrofähigkeit.

Wenn Sie sich ein Makroobjektiv mit einer Brennweite von 50 mm anschaffen, können Sie dieses auch für die Portrait-Fotografie einsetzen. Objektive im Makrobereich haben einen sehr kleinen Schärfebereich. Gute Makroobjektive gibt es mit Festbrennweite, z.B. das Canon EF 100 mm 1:2,8 USM Macro.

4.2. Objektiv mit Zoom oder mit Festbrennweite?

Bokeh

Aufnahme mit Bokeh – Unschärfebereich im Foto.

Die Brennweite wird in Millimetern (mm) angegeben und sie beschreibt den Abstand zwischen der Aufnahme- und der Objektiv-Ebene. Je größer die Brennweite, desto größer wird das, was ich auf meinem Bild abbilde, dargestellt. Ein Vorteil von Festbrennweiten-Objektive ist das schönere Bokeh (Unschärfebereich im Foto) aufgrund der geringeren Schärfentiefe.

Vor allem für Anfänger ist ein Objektiv mit Festbrennweite eine Überlegung wert, denn durch die vermeintliche Einschränkung, dass man nicht zoomen kann, ist man dazu gezwungen, sich intensiver mit dem Bild auseinanderzusetzen: mit Blickwinkel, Abstand und Perspektive. Statt einfach zu zoomen, müssen Sie etwas an das Motiv herangehen oder sich entfernen.

Hier bieten sich insbesondere Normalobjektive mit einer festen Brennweite von 50 mm an, die auch vergleichsweise günstig sind. Das Preis-Leistungsverhältnis ist hier sehr gut, denn diese Objektive bekommen Sie nicht nur für wenig Geld, sondern sie sind auch qualitativ äußerst hochwertig.

Die Stiftung Warentest (Ausgabe März/2016) hat 38 Objektive mit Zoom und fester Brennweite unterschiedlicher Hersteller getestet. Die Verbraucherorganisation kommt zu dem Schluss, dass Festbrennweite-Objektive zwar sehr lichtstark, aber nicht so flexibel sind. Weiterhin werden Preis, Maße, Gewicht und Detailtreue positiv erwähnt. Bei Standardzoomobjektiven hänge die Bildqualität oft vom Preis ab, so die Stiftung.

4.3. Fotografieren auch bei schwierigen Lichtverhältnissen: Lichtstärke und Blende

Die Lichtstärke ist die größte Blendenöffnung, die bei einem Objektiv zur Verfügung steht. Je größer diese Öffnung ist, desto größer ist auch die Lichtstärke des Objektivs. Angegeben wird die Lichtstärke in der Regel folgendermaßen: 1:2,8 oder 1:2,8-3,5 (manchmal auch f/2,8). Je kleiner die Zahl unterhalb des Bruchstrichs, desto größer ist die Lichtstärke.

Hohe Lichtstärken sind demnach Werte von 1:0,9 bis 1:2,8. Objektive mit Brennweiten zwischen 35 und 80 mm haben normalerweise die höchsten Lichtstärken. Als Regel gilt: Je höher die Lichtstärke ist, desto besser können Sie mit dem Objektiv Aufnahmen bei schwierigen Lichtverhältnissen bzw. in der Dämmerung machen. Lichtstarke Canon-Objektive sind z.B. das EF-S 24 mm mit einer Lichtstärke von 1:2,8 oder das Canon-Objektiv EF 50 mm mit einer Lichtstärke von 1:1,8.

4.4. Scharfe Bilder: Autofokus vs. manueller Fokus

Canon-Objektiv Makro

Das Canon-Objektiv EF 100 mm 1: 2,8 ist mit einer Autofokus-Funktion versehen.

Den Schärfebereich auf einem Foto können Sie sowohl mit der Autofokus-Funktion (AF) als auch mit dem manuellen Fokus (MF) wählen. Autofokus bedeutet, dass die Kamera bzw. das Objektiv ein Motiv automatisch scharf stellen. Diese Funktion steht nur bei digitalen Kameras zur Verfügung.

Verfügt Ihr Canon-Objektiv über die AF-Funktion, erleichtert dies das Fotografieren. Über unterschiedliche AF-Felder können Sie sogar festlegen, welche Bereiche im Bild fokussiert werden sollen. Die AF-Felder können Sie im Kreativ-Programm Ihrer Kamera verändern. Ideal geeignet ist der Autofokus, um sich bewegende Objekte möglichst scharf festzuhalten: spielende Kinder, Tiere, Sportereignisse. Mit dem manuellen Fokus können Sie gar nicht so schnell scharf stellen, wie sich Objekte bewegen.

Objektive haben einen kleinen Schalter, mit dem Sie von AF auf MF umstellen können und mit dem Schärfering am Objektiv können Sie dann den Bereich manuell scharf stellen, der in Ihrem Bildmittelpunkt stehen soll. Es kann vorkommen, dass der Autofokus ruckelt und es nicht schafft, auf einen Punkt zu fokussieren – in diesen Fällen hilft nur noch der manuelle Fokus.

Tipp: Der manuelle Fokus eignet sich vor allem für folgende Motive: Flächen, die mit wenig Struktur versehen sind (Holzmaserungen, Hausfassaden). Auch wenn Sie Schneefall oder Regen fotografieren wollen, wird der Autofokus überfordert sein. Im Dämmerlicht ist ebenfalls der manuelle Fokus vorzuziehen.

4.5. Schutz vor unscharfen Fotos: Bildstabilisator

Auch der Bildstabilisator spielt im Canon-Objektiv Test eine wichtige Rolle, denn er hilft, scharfe Aufnahmen zu machen. Er ist eine Art Verwacklungsschutz und nicht Teil aller Objektive. Es gibt auch Kameragehäuse, die mit einem Bildstabilisator ausgestattet sind (z.B. alle Systemkameras der Marke Olympus). Wenn Sie also eine Kamera besitzen, die bereits einen Bildstabilisator hat, brauchen Sie beim Kauf Ihres Objektivs nicht mehr auf diese Funktion achten.

Ein Bildstabilisator lohnt sich vor allem, wenn Sie kein Stativ besitzen oder keines nutzen wollen. Als Fotograf müssen Sie eine ruhige Hand bewahren, damit das Bild nicht verwackelt. Je größer die Brennweite Ihres Objektivs, desto mehr haben Sie die Möglichkeit, zu zoomen, und desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Bild unscharf wird. Hier kann der Bildstabilisator Abhilfe schaffen.

Hinweis: Wenn der Bildstabilisator im Objektiv integriert ist, handelt es sich um einen optischen Bildstabilisator. Ist er im Kameragehäuse verbaut, nennt man ihn mechanischen Bildstabilisator. Besitzt das Kameragehäuse einen mechanischen Bildstabilisator, können Sie problemlos Objektive ohne Bildstabilisator verwenden.

Wie ein Bildstabilisator funktioniert? Über Bewegungssensoren, die die vertikale und horizontale Erschütterung messen, wird der Bildstabilisator gesteuert. Ein eingebauter Prozessor berechnet, wie stark die Erschütterungen sind und inwieweit diese kompensiert werden müssen. Dieser Prozessor steuert auch ein bewegliches Linsenelement im Objektiv an, das dann der Erschütterung entgegen wirkt.

Makroaufnahme

5. Canon-Objektive: Pflege und Reinigungstipps

Damit Sie lange schöne Fotos schießen können, sollten Sie Ihr Objektiv von Zeit zu Zeit reinigen. Schmutz wie Staub oder Wasserspritzer kann die Qualität der Bilder in negativer Hinsicht beeinflussen. Durch Schmutz auf der Linse kann es zu Lichtreflexen kommen. Auch gelangt bei starker Verschmutzung weniger Licht zum Sensor und die Bilder können unschärfer oder kontrastärmer werden.

Wie Sie Ihr Canon-Objektiv richtig reinigen:

  1. Blasen Sie Staub von der Linse, der Fassung und dem Frontdeckel ab (am besten funktioniert das mit einem Blasebalg). Besser ist es, kein Tuch zu verwenden, da sonst der Schmutz in die Linse hineingerieben und die Linse verkratzt werden kann.
  2. Tupfen Sie größeren Schmutz mit einem Tuch ab. Auch hier besser nicht reiben aufgrund der Verkratzungsgefahr.
  3. Entfernen Sie Staub von Linse, Fassung und Frontdeckel mit einem Pinsel.
  4. Hartnäckige Flecken auf Ihrem Objektiv entfernen Sie mit etwas Flüssigkeit.

Achtung! Vergessen Sie bei der Reinigung Ihres Canon-Objektivs nicht, dass dies nicht nur aus einer großen Frontlinse besteht, sondern dass es fast noch wichtiger ist, das Rückteil des Objektivs zu reinigen. Vor allem die Linsen, die sich in der Nähe des Sensors befinden, üben Einfluss auf die Bildqualität aus.

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Canon-Objektive

6.1. Welches Canon-Objektiv eignet sich für Hochzeits-Fotografie?

hochzeitsfotografie

Um professionelle Fotos auf einer Hochzeit zu schießen, benötigen Sie mehrere Objektive.

Als erstes gilt: Will man ernsthaft Hochzeitspaare bzw. eine Hochzeitszeremonie fotografieren, ist es immer besser, zwei Kameras zur Hand zu haben. Wenn man beide mit unterschiedlichen Objektiven bestückt, erspart man sich einen vielleicht zeitaufwendigen Objektivwechsel, in dessen Anschluss das Hochzeitspaar schon nicht mehr in der Position ist, in der man es gerne abgelichtet hätte.

Zoomobjektive sind ideal, wenn sich das, was man fotografieren möchte, schnell verändert: herumlaufende Gäste, ein tanzendes Brautpaar, spielende Blumenmädchen. Mit den Objektiven zum Zoomen kann man die Brennweite schnell anpassen und sämtliche Momente adäquat einfangen. Für die Trauungszeremonie oder das Einlaufen der Braut und des Brautvaters in die Kirche eignen sich bspw. Zoomobjektive.

Objektive mit fester Brennweite sind gut geeignet, wollen Sie perfekt scharfe Bilder auch bei schlechten Lichtverhältnissen und ohne Blitz schießen. Um das Geschehen auf der Tanzfläche einzufangen, kann man ein Fisheye-Objektiv nutzen, aber die Bilder sind am Ende nicht sehr realitätsgetreu oder aber Sie greifen z.B. auf ein Objektiv wie das Canon EF 24 mm 1:1,4 II USM zurück, mit dem Feierlichkeiten und Ereignisse auf der Tanzfläche festgehalten werden können sowie auch größere Gruppenportraits in der Kirche oder im Freien.

Ein Objektiv wie das Canon EF 35 mm 1:1,4 L USM eignet sich für Ganzkörper- und Umgebungsportraits, da es den ganzen Raum erfasst. Auch ein Modell wie Canon EF 100 mm 2,8 IS USM wäre ideal für Portrait-Fotografie geeignet. Da es sich um ein Makroobjektiv handelt, können Sie damit aber auch Details auf der Hochzeit einfangen: etwa die Ringe des Brautpaares, Blumen, Speisen oder Dekorationselemente.

6.2. Welches Canon-Objektiv kann ich mit der Canon-600D-Kamera kombinieren?

Auf die Kamera Canon EOS 600D passen alle Canon-EF-Objektive und Canon-EF-S-Objektive. Dabei handelt es sich um Autofokus-Objektive, die problemlos an der 600D funktionieren.

Die Canon-EF-M-Objektive passen nur zur Canon EOS M, einer spiegellosen Systemkamera. Auch alte Objektive von Canon, etwa aus den 70er- oder 80er-Jahren, können nicht zusammen mit dem 600D-Gehäuse genutzt werden, da diese keine Autofokus-Motoren besitzen und einen anderen Anschluss haben.

6.3. Für Hunde-Fotografie kann ich welches Canon-Objektiv am besten verwenden?

hunde-fotografie

Beim Fotografieren von Hunden kommt es auf die Situation an, in die sich der Hund befindet. Das Nutzen verschiedener Brennweiten der Canon-Objektive ist hier sinnvoll.

Ähnlich wie bei Hochzeits-Fotografie kommst auch beim Fotografieren von Hunden auf die Situation an, auf die man die Brennweiten des Objektivs anpassen sollte:

  • Situationen, die man kontrollieren kann (Hund im Garten, auf dem Hundeplatz): 24 – 85 mm oder 14 – 105 mm Brennweite
  • für Spaziergänge, freilaufender Hund: 70 – 200 mm Brennweite (wie z.B. Canon EF 70-200 mm 1:4,0 L IS USM)
  • wenn der Hund scheu ist und einen nicht nah genug heranlässt oder er zu nah an die Linse kommt: 300 mm Festbrennweite oder 70 – 300 mm Brennweite (letzteres eignet sich auch für Punkt 2)

6.4. Was sagt die Naheinstellgrenze bei Canon-Objektiven aus?

Die Naheinstellgrenze ist der kleinste Fokussierabstand und beschreibt den Mindestabstand zwischen Motiv und Sensorebene. Wenn die Naheinstellgrenze 0,35 m beträgt, muss ich zum Objekt, das ich fotografieren möchte, mindestens 35 cm Abstand halten, um ein scharfes Foto machen zu können. Je niedriger die Naheinstellgrenze, desto besser können nahe Objekte scharf abgelichtet werden.

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