3D-Fernseher Test 2017

Die 4 besten 3D-Fernseher im Vergleich.

LG 55UH950V LG 55UH950V
Sony KDL-50W805C Sony KDL-50W805C
Sony KDL-43W805C Sony KDL-43W805C
Sony KDL55W805C Sony KDL55W805C
Abbildung Vergleichssieger Preis-Leistungs-Sieger
Modell LG 55UH950V Sony KDL-50W805C Sony KDL-43W805C Sony KDL55W805C
Vergleichsergebnis Hinweise zum Test- und Vergleichsverfahren
Vergleich.org
Bewertung1,7gut
06/2017
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Bewertung2,0gut
06/2017
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Bewertung2,4gut
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06/2017
Kundenwertung
bei Amazon
19 Bewertungen
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3D-TypActive Shutter arbeitet mit einem rasend schnellen Bildwechsel, wofür eine Brille mit Batterien notwenig ist.
Passiv 3D arbeitet mit polarisiertem Licht und benötigt keine Stromversorgung für die Brille.
Passiv 3D Active Shutter Active Shutter Active Shutter
Bildschirmgröße 55 Zoll 50 Zoll 50 Zoll 55
Energieeffizienzklasse A+ A+ A+ A+
max. AuflösungEine Full-HD-Auflösung beträgt 1.920 x 1.080 Bildpunkte, während Ultra-HD mit 3.840 x 2.160 Bildpunkte anzeigt. Ultra HD Full HD Full HD Full HD
BildwiederholungsrateEine hohe Bildwiederholungrate (ab 120 Hz) ist besonders beim Active-Shutter für eine störungsfreie Bildwiedergabe wichtig und schont die Augen. 100 Hz 800 Hz 800 Hz 800
Anschlüsse Antenne, 3 x HDMI, 3 x USB, SCART Antenne, 4 x HDMI, 3 x USB, SCART, Com­po­nent Antenne, 4 x HDMI, 3 x USB, SCART, Com­po­nent Antenne, 4 x HDMI, 3 x USB, SCART, Com­po­nent
Digitaltuner
neuestes Protokoll
Fernsehen wird nur noch digital übertragen. Mit den DVB-S2 und DVB-T2 Standards sind in den letzten Jahren neue Protokolle erscheinen, die eine höhere Datenübertragungsrate bieten.

DVB-S2, DVB-T2

DVB-S2, DVB-T2

DVB-S2, DVB-T2

DVB-S2, DVB-T2
Internetfunktion
WLAN, Ethernet

WLAN, Ethernet

WLAN, Ethernet

WLAN, Ethernet
Aufnahmefunktion
mit ange­sch­los­sener USB-Fest­platte

mit ange­sch­los­sener USB-Fest­platte

mit ange­sch­los­sener USB-Fest­platte
MiracastMit Miracast/DLNA ist es möglich, Inhalte vom Smartphone oder Tablet drahtlos auf den Fernseher zu übertragen. Ja Ja Ja Ja
Bluetooth | NFC | | | |
CI+-SlotMit CI+ können zusätzliche Programme empfangen werden, deren Frequenzen sonst gesperrt sind, etwa Pay-TV oder HD+ der Pro7Sat1-Gruppe. Ja Ja Ja Ja
inkl. 3D-Brille
Vorteile
  • gute Sicht von jedem Blick­winkel aus
  • gute Sprach- und Ges­ten­steue­rung
  • ein­fache Bedi­e­nung
  • Sprach­steue­rung
  • intui­tive Touch-Fern­be­di­e­nung
  • gute Bild­qua­lität
  • sehr gutes Bild
  • starker Ton
  • gutes Bild
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4,5/5 aus 96 Bewertungen

3D-Fernseher-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Für den vollen Genuss von Blockbustern wie Avatar und Captain America ist die 3D-Technik ein wichtiger Bestandteil. Sie macht die beeindruckenden Bilder der Filme auch in der gesamten Tiefe erfahrbar.
  • Es gibt verschiedene Techniken, um 3D-Filme anzuzeigen. Die wichtigsten zwei sind die Polarisations- und die Shutter-Technik, die in einem Großteil der am Markt erhältlichen 3D-Fernseher verbaut sind.
  • Die 3D-Fernseher der neuesten Generation verbinden die besten Komponenten der TV-Technik miteinander: Sie sind HD-Smart-TVs, die darüber hinaus das TV-Erlebnis veredeln können, sodass man sich tatsächlich wie im Kino fühlt. Häufig liefern die Hersteller gleich einen Satz Brillen mit.

3d-fernseher test

Wenn man aus dem Kino kommt und beeindruckt von der Bilderwelt ist, die sich auf der Leinwand aufgetan hat, kann schon der Wunsch erwachsen, ein solches Erlebnis auch im eigenen Wohnzimmer geboten zu bekommen. Die Anzahl der 3D-Leinwände steigt seit Jahren kontinuierlich (Studie des MPAA), da ist es nur logisch, auch das Heimkino auf 3D aufzurüsten. Wir zeigen Ihnen im 3D-Fernseher-Vergleich, worauf Sie achten sollten, wenn Sie einen 3D-Fernseher kaufen möchten und bieten Ihnen eine Kaufberatung, sodass Sie Ihren persönlichen 3D-Fernseher-Vergleichssieger schon bald Ihr Eigen nennen können.

1. Dreimensional Fernsehen – wie funktionierts?

1.1. Räumliches Sehen

Wir Menschen nehmen unsere Umwelt normalerweise räumlich wahr. Das ist eine wesentliche Voraussetzung für die evolutionäre Entwicklung des Menschen und führt in den alltäglichsten Situationen dazu, dass wir nicht permanent in räumlichen Konflikt mit unserer Umgebung geraten. Dieses wird als stereoskopische Sehen bezeichnet, da wir aus zwei Augen auf die zu betrachtenden Objekte schauen.

Mithilfe der Daumenprobe können Sie sich einen Eindruck von der Funktionsweise des Stereo-Sehens verschaffen.

Mithilfe der Daumenprobe können Sie sich einen Eindruck von der Funktionsweise des Stereo-Sehens verschaffen.

Die räumliche Sicht entsteht in unserem Gehirn dadurch, dass die zwei verschiedenen Bilder, die durch die leicht veränderte Position der Augen zum Betrachtungsobjekt zustande kommen, zusammengefügt werden. Die divergenten Bilder werden überlagert und ermöglichen uns so, Entfernungen abzuschätzen. So können wir nach Sachen greifen, Auto fahren, etc.

Um nachzuvollziehen, dass unser Gehirn in jedem Moment zwei verschiedene Bilder zusammenfügt, können Sie die so genannte Daumenprobe durchführen: Strecken Sie Ihren Arm aus, recken den Daumen und fixieren Sie diesen vor einem Objekt, etwa einer Blumenvase. Dann schließen Sie zunächst das eine, dann das andere Auge. Sie werden bemerken, dass der Daumen „hüpft“. Je weiter das hinter dem Daumen liegende Objekt entfernt ist, umso weiter liegen die Positionen auseinander. So bekommen Sie einen Eindruck, wie das Gehirn die Bildinformationen zusammensetzt.

Menschen, die nicht über zwei „normal“ funktionierende Augen verfügen (z.B. wenn die Netzhaut eines Auges beeinträchtigt ist), sind im räumlichen Sehen eingeschränkt. Sie können zwar dennoch durch Erfahrungswerte und andere Eindrücke, wie etwa einen Schattenwurf, Entfernungen abschätzen. Jedoch sind Tätigkeiten, in denen einwandfreie Raumsicht notwendig ist, bspw. das Führen eines Fahrzeuges auf beruflicher Basis, für diese Mitmenschen versperrt.

1.2. Wie erzeugen Fernseher 3D-Bilder?

Das grundsätzliche Problem am Fernsehen ist, dass wir im gleichbleibenden Abstand zur Leinwand bzw. zum Bildschirm sitzen. Auf diesem Objekt werden die Szenen des Films angezeigt. Das Problem ist ein einfaches physikalisches: das Licht, welches für uns die Bilder erzeugt, trifft immer im gleichen Abstand zu unseren Augen auf. Da wir meist ruhig sitzen, entsteht so nur ein zweidimensionales Bild.

Bildfrequenz

Auch wenn das menschliche Gehirn ca. 20 Bilder pro Sekunde (das entspricht 20 Hz) verarbeitet, ist eine höhere Bildfrequenz erstrebenswert. Auf niedrigen Frequenzen kann es zu Ermüdungserscheinungen bei längerem Betrachten kommen. Bei Röhrenmonitoren ließ sich eine niedrige Bildrate (unter 80 Hertz) auch als Flackern wahrnehmen.

Das menschliche Gehirn kann etwa 20 Bilder pro Sekunde wahrnehmen, sodass höhere Bildwechselfrequenzen uns als flüssige Bewegungen vorkommen. Mit der Einführung des Tonfilms wurde daher die Frequenz von 24 Hertz (d.h. 24 Einzelbildern pro Sekunde) festgelegt, um ein flüssiges Bild zu erzeugen.

Für die Erzeugung von räumlichen Bildern bedeutet das, dass ca. 50 abwechselnd laufende Bilder aus zwei unterschiedlichen Perspektiven genügen würden, um einen 3D-Eindruck zu erhalten. Wären wir in der Lage, den Kopf 50-mal pro Sekunde zu drehen, könnten wir auch ohne technische Hilfe ein räumliches Bild auf dem Fernsehschirm wahrnehmen. Da wir physiologisch eingeschränkt sind und diese schnellen Kopfdrehungen nicht ausführen können (zumal dies vermutlich sehr anstrengend und 90 Minuten lang nicht durchzuhalten wäre), müssen andere Lösungen her.

Da für den räumlichen Eindruck im Gehirn zwei verschiedene Bilder vonnöten sind, verwenden 3D-Fernseher (wie auch 3D-Beamer und Kino-Prokjektionsanlagen) Tricks, um dem Gehirn vorzugaukeln, dass es zwei verschiedene Bilder gleichzeitig sieht. Um dieser Aufgabe Herr zu werden, haben sich verschiedene Technologien entwickelt, die zur Erzeugung des räumlichen Sehens führen: Die Grundidee ist, dem Gehirn den Eindruck zu vermitteln, zwei verschiedene Bilder gleichzeitig zu sehen. Man spricht von so genannter Kanaltrennung. Das geschieht auf unterschiedliche Weise.

1.2.1 Anaglyph 3D
3d brille

Das Bild einer Brücke, das mithilfe des Anaglyph-3D-Verfahrens für das stereoskopische Sehen vorbereitet wurde. Die Farbfilter sind Rot und Cyan.

Das klassische 3D-Verfahren, das uns als Kinder begeistert hat, basierte auf einer Kanaltrennung mittels Farbfiltern: Ein Stereobild wurde so abgedruckt, dass es mithilfe einer einfachen Brille mit Farbfilter-Folien angeschaut werden konnte, um seinen räumlichen Effekt zu entfalten. Dabei werden verschiedene Farbkanäle verwendet, die mithilfe der Folien vor den Augen dann für das jeweilige Auge verdeckt werden können.

Der Klassiker dabei sind Rot-Grün-Brillen, die sich gut für Schwarz-Weiß-Bilder eignen. Im letzten Jahrhundert wurde viel experimentiert – jedoch mit dem Ergebnis, dass das Farbfilter-System sich zwar mit wenig Aufwand realisieren lässt, jedoch keine gute Farbwiedergabe ermöglicht. Daher ist es im 3D-Kino-Bereich nicht sehr populär.

1.2.2. Polarisation

Eine zweite Möglichkeit, die Kanaltrennung zu erreichen, besteht durch polarisiertes Licht. Diese Technologie wird im Zusammenhang mit Fernsehern auch Passiv-3D genannt. Die Bezeichnung rührt daher, dass die 3D-Brillen, welche zum Betrachten der Bilder notwendig sind, keine eigene Stromversorgung benötigen.

Bei der Polarisationstechnik werden die Lichtwellen mit unterschiedlicher Ausrichtung mit der Übertragung der Einzelbilder beauftragt. Am simpelsten zu verstehen ist die lineare Polarisation. Dabei werden die Einzelbilder aufgeteilt in die Ausrichtung der Wellen: Die horizontalen Lichtwellen übertragen ein Bild, die vertikalen Wellen das andere. Die Brille ist bei der linearen Polarisation als ein feinmaschiges Raster angelegt, das einmal horizontal bzw. vertikal ausgerichtet ist und so die jeweiligen Lichtwellen filtert.

polarisationsbrille

Der Nachteil an linearer Polarisation ist, dass bereits bei einer leichten Neigung des Kopfes eine Bildstörung (so genanntes Ghosting) auftreten kann. Zudem wird die effektive Auflösung des Gezeigten halbiert, da praktisch nur „die Hälfte“ des Signals bei den Augen ankommt.

Bei einer zirkularen Polarisation wird das Licht vom Projektor in Drehung versetzt – einmal im und einmal gegen den Uhrzeigersinn. Das polarisierte Licht wird dann ebenfalls von entsprechenden Filtern vor dem Auge abgefangen. Der dadurch entstehende 3D-Effekt ist nicht so anfällig für Ghosting durch leichtes Neigen des Kopfes und daher in den meisten Kinos Standard.

Hinweis: Nicht jede polarisierte 3D-Brille ist mit jedem Projektionsgerät, das auf dieser Technologie basiert, kompatibel. Achten Sie darauf, dass die Polarisation bei Brille und Projektor oder Fernseher übereinstimmen.

1.2.3. Interferenz

Eine weitere Technik zur Erzeugung von dreidimensionalen Bildern arbeitet mit Farbfiltern, die die jeweiligen Einzelbilder vor dem Auge filtern. Dafür ist im Kinobereich eine silberbeschichtete Leinwand erforderlich. Der bekannte Markenname für diese Projektionstechnologie ist Dolby 3D. Im Heimkinobereich ist diese Technologie aufgrund des erhöhten Aufwands, mit dem sie einhergeht, nicht gebräuchlich.

1.2.4. Active Shutter
led tv test

Eine Active-Shutter Brille zum Betrachten der 3D-Bilder auf Fernsehern mit dieser Technologie.

Die bei weitem verbreitetste Technik bei 3D-Fernsehern ist die so genannte Active-Shutter-Technologie. Dass diese Technik als „aktiv“ bezeichnet wird, leitet sich aus der Tatsache ab, dass die Brillen, welche für dieses Verfahren notwendig sind, über eine eigene Stromversorgung verfügen müssen. Diese Notwendigkeit ergibt sich aus der Verfahrensweise: Die projizierende Einheit sendet abwechselnd ein Bild für das rechte und für das linke Auge. Die Brille „verschließt“ (engl. to shut) jeweils ein Auge für diesen Sekundenbruchteil. Dieser Bildwechsel erfolgt mind. 100 mal pro Sekunde.

Um eine saubere Bilderzeugung zu gewährleisten, ist es notwendig, die Frequenz der Brillen mit der des Fernsehers bzw. Projektors zu synchronisieren. Dies geschieht meist über ein Weißlichtimpulsverfahren, das als DLP-Link bezeichnet wird.

Auch die aktive Shutter-Technik hat mit Ghosting-Effekten zu kämpfen, wenn die Synchronisation der Brillen und Projektoren nicht optimal funktioniert oder eine ungünstige Position zum Fernseher bzw. zur Leinwand eingenommen wird. Zudem kann verfahrensbedingt eine erhöhte Gefahr zur Induktion von epileptischen Anfällen bestehen.

Das folgende Video zeigt Ihnen anschaulich die Funktionsweise von Active Shutter:

1.2.5. Autostereoskopie
led tv test

Eine nicht realitätsgetreue Abbildung eines Auto-Stereoskopie-Geräts.

Da das Tragen einer Apparatur auf der Nase, die je nach verwendeter Technik auch noch recht schwer sein kann, auf Dauer unangenehm wird, haben die Hersteller schon lang versucht, 3D-TV ohne Brille zu ermöglichen. Autostereoskopie basiert auf einem System von zwei gleichzeitig dargestellten Bildern, die mithilfe von so genannten Parallax-Barrieren nur an das rechte bzw. linke Auge gesendet werden.

Beim Nintendo 3DS funktioniert die Autostereoskopie sehr gut, dieses Gerät wird meist jedoch nur von einer Person auf eine kurze Distanz verwendet.

Panasonic brachte 2012 den ersten 3D-Fernseher ohne Brille in den Handel. Dabei wurde die Position des Zuschauers durch eine Kamera im Gehäuse des Gerätes erfasst. Da hier mitunter mehrere Zuschauer mit Bildern versorgt werden müssen, kommt die Technik an ihre Grenzen und hat den Durchbruch am Markt nicht geschafft.

1.3. 3D-Fernseher – die Zukunft der Heimelektronik?

Auch wenn sich die Hersteller alle Mühe gegeben haben, die 3D-Technologien in die Wohnzimmer der Verbraucher zu bringen, stehen 3D-Fernseher vor dem Aus. Viele Namhafte Hersteller, unter anderem Samsung und Philips, haben mit der neuen Produktpalette 2016 keine 3D-LED-Fernseher mehr im Angebot. Sony und LG haben ihre Angebote im Bereich der 3D-Fernseher zumindest stark zurückgefahren. Die früher üblichen LCD-Fernseher, die es ermöglichten, 3D-Fernseher günstig anzubieten, sind heute aufgrund von Schwierigkeiten mit der Bildqualität kaum noch auf dem Markt.

Vermutlich sind die hohen Herstellungskosten und die dennoch nicht ausgefeilte Technik der Auslöser für die Hersteller Philips und Samsung, in Zukunft anderen Technologien, etwa Ultra-HD und Virtual Reality, mehr Forschungsaufwand zu widmen.

Tipp: Greifen Sie jetzt zu, solange 3D-Fernseher günstig und verfügbar sind. Sobald keine Neugeräte mehr verfügbar sind, wird der Preis steigen.

led tv test

2. Welche 3D-Fernseher-Typen gibt es?

Einige Features haben alle LED-TVs mit 3D-Technologie gemeinsam. So ist es mittlerweile Standard, dass die Fernseher als Smart-TVs mit Internetanschluss ausgestattet sind. Zudem sind alle Geräte in unserem Vergleich Full-HD-Fernseher und haben einen Digitalempfänger für Satellitensignale (DVB-S). Die größten Unterschiede liegen naturgemäß also in der verwendeten 3D-Technologie.

2.1. Aktiv-3D-Fernseher

Die am weitesten verbreitete Technik unter Fernsehern für das dreidimensionale Bilderlebnis ist das aktive Shuttering. Dabei werden, wie oben bereits erläutert, abwechselnd Bilder gezeigt, wobei in korrespondierender Frequenz eine Linse der Brille lichtundurchlässig geschaltet wird.

Ein besonders wichtiger Faktor dabei ist die einwandfreie Synchronisation von Brillen und Fernseher. Sobald der Bildwechsel auch nur minimal versetzt ist, kann es zu Bildstörungen kommen.

Vor- und Nachteile von Fernsehern mit Active Shutter:

  • 3D-Genuss ohne Auflösungsverlust
  • kaum Bildstörungen
  • Kompatibibiltät muss geprüft werden
  • kann epileptische Anfälle induzieren

2.2. Passiv-3D-Fernseher

Bei Fernsehern mit passiver 3D-Technologie wird polarisiertes (d.h. in eine gewisse Schwingung versetztes) Licht verwendet, um den Tiefeneffekt im Bild zu erzeugen. Dabei ist es notwendig, die passenden Brillen zum Fernseher zu besitzen. Es ist darauf zu achten, dass die Brille die gleichen Polarisationswinkel aufweist. Bei Real-3D-Technik ist der Standard eine Angabe von 0°/0°, während die meisten linearen Polarisationen eine Art V-Stellung (-45°/45°) aufweisen.

  • helles Bild
  • keine zusätzliche Stromversorgung für Brillen
  • Auflösung halbiert sich
  • Bildstörungen möglich

2.3. 3D-Fernseher ohne Brille

3d fernseher panasonic

Funktioniert ohne 3D-Brille: Der 55ZL2G von Toshiba.

Da viele Nutzer von dreimensionaler Unterhaltungstechnik sich über die Notwendigkeit, beim Genuss der 3D-Bilder eine Brille tragen zu müssen, wunderten, wurde an der Realisation von 3D-Fernsehern ohne Brille gearbeitet. Dabei wird eine tatsächliche Trennung der Bildkanäle vorgenommen.

Mithilfe von so genannten Parallax-Barrieren werden die Lichtsignale in Kanaltrennung jeweils in Richtung des linken bzw. rechten Auges geschickt. Dadurch entsteht bei dem Betrachter der räumliche Tiefeneindruck. Diese Barrieren sind meist als Folien auf dem Bildschirm ausgeführt, die mit LED-Technik die Richtung der Lichtwellen beeinflussen können.

Was bei Geräten, vor denen normalerweise nur ein Nutzer zu finden ist, wie etwa Laptops und das oben bereits erwähnte Nintendo 3DS, hervorragend funktioniert, stellt sich bei einem Fernseher, vor dem auch mehr als eine Person Platz nehmen, bereits als schwierig heraus. Zwar verfügen die Modelle über eine Kamera, welche die Position der Betrachter erfasst, um die Parallaxe dahingehend auszurichten, jedoch ist nur beim mittleren der Betrachter ein guter 3D-Effekt zu vezeichnen.

  • beeindruckender Effekt
  • keine zusätzlichen Geräte zum 3D-Sehen nötig
  • nur für einen Betrachter optimal
  • sehr teuer

3. Kaufkriterien für 3D-Fernseher: Darauf müssen Sie achten

3.1. 3D-Technologie

Curved 3D LED TV

Ein curved 3D-Fernseher von Samsung.

Das Wichtigste beim Kauf eines Flachbildfernsehers mit 3D-Funktion ist die Wahl der 3D-Technologie. Während die aktive Shuttertechnik bei vielen Herstellern die gängige Variante ist, schätzen Nutzer die passive Technik vor allem, weil die LED-Fernseher mit passiver 3D-Darstellung kein teures Zubehör erfordern. Die Nachteile der Bildstörung sind für ruhig sitzende Zeitgenossen kein Problem. Zudem ist für die 3D-Darstellung keine störanfällige Technik zwischengeschaltet.

Aktives Shuttering liefert Bilder in der tatsächlichen Auflösung und zeigt keine störenden Linien bei geringem Abstand zum Bildschirm. Wenn Sie also auch die brillante 4K-Auflösung in 3D sehen wollen, greifen Sie zu einem aktiven 3D-LED-TV.

3.2. Bildschirmdiagonale

Bei Fernsehern kann die – bei weitem nicht für alle Lebensbereiche anwendbare – Regel gelten, dass größer auch besser ist. Zwar besteht ein Zusammenhang zum Sitzabstand – falls Sie in Ihrem Gäste-WC einen LED-TV aufstellen wollen, muss es vielleicht nicht der 50-Zoll-TV sein. Jedoch macht sich im Wohnzimmer ein großer Bildschirm tendenziell gut. Ob nun Ihr Fernseher 32 Zoll Bildschirmdiagonale hat oder ob es lieber der Fernseher mit 42 Zoll sein soll, hängt auch von der Raumgröße ab. Dabei gilt die Regel: Bei HD-Inhalten können Sie näher am Bildschirm sein, um ein gutes Bild zu genießen. Single Defintion-Inhalte (also etwa DVDs) sollten Sie lieber von etwas weiter entfernt betrachten. Eine kleine Übersicht über gute Sitzabstände:

  • 32-Zoll-Fernseher: ca. 2,00 m bei SD, ca. 1,50 m bei HD
  • 37-Zoll-Fernseher: ca. 2,30 m bei SD, ca. 1,70 m bei HD
  • 50-Zoll-Fernseher: ca. 3,50 m bei SD, ca. 2,00 m bei HD
  • 55-Zoll-Fernseher: ca. 3,80 m bei SD, ca. 2,40 m bei HD
  • 60-Zoll-Fernseher: ca. 4,20 m bei SD, ca. 2,70 m bei HD

Beachten Sie: Diese Angaben sind lediglich Orientierungshilfen. Den perfekten Abstand zu Ihrem 3D-Fernseher können Sie am besten selbst herausfinden.

3.3. Auflösung und Bildwiederholungsrate

In einem 3D-Fernseher-Test wird schnell klar: In der Auflösung finden sich noch Unterschiede zwischen den Herstellern. Nur einige Geräte in unserem 3D-Fernseher-Vergleich können Ultra-HD-Auflösung darstellen. Während diese Funktion für das normale Fernsehprogramm zur Zeit noch nicht relevant ist, ist dies beim Video-Streaming ein Vorteil.

Eine hohe Bildwiederholungsrate hilft Ihnen sowohl, ohne Kopfschmerzen fernzusehen als auch der Qualität der dargestellten Inhalte. Bei niedrigen Bildwiederholungsraten kann sich, insbesondere bei Active Shutter, der Eindruck von ruckelnden Bildern einstellen. Wählen Sie daher ein Modell mit hoher Bildwiederholungsrate, z.B. den Samsung Fernseher – 50 Zoll oder 75 spielt dabei nicht die größte Rolle.

3.4. Anschlüsse

Eine weitreichende Vielfalt von Anschlüssen lässt Ihnen die Qual der Wahl. Wir zeigen Ihnen in der folgenden Tabelle, welche Anschlüsse existieren und wofür Sie diese benötigen. So können Sie entscheiden, ob die entsprechenden Anschlüsse für Sie relevant sind.

Anschluss Bild Verwendung
Antenne  antennen anschluss Wahrscheinlich für den Alltagsgebrauch der wichtigste Anschluss eines Fernsehers: Hier wird das Antennenkabel eingesteckt, um TV-Signale zu empfangen. Ganz streng ist der Name nicht zu verstehen: Auch die Signalquellen der Kategorie Kabel und Satellit werden durch ein Antennenkabel mit dem TV-Gerät verbunden.
Component  component anschluss Ein Komponenten-Anschluss ist eine Möglichkeit, Video-Signale an den Flachbildfernseher zu übertragen. Es sind Übertragungen bis zum HD-Standard (1.920 x 1.080 Pixel) möglich. Der Komponenten-Anschluss ist nicht sehr weit verbreitet, da er keine Tonsignale übertragen kann und somit noch weitere Anschlüsse zum Übertragen des Tonsignals notwendig sind.
Ethernet  ethernet anschluss Wenn Sie auf eine störungsfreie Internetverbindung Wert legen und Ihr 3D-LED-Fernseher sowieso in der Nähe Ihres Routers steht, sollten Sie darüber nachdenken, ihn kabelgebunden mit dem Internet zu verbinden. So sind eventuelle Störungen des WLAN kein Hindernis mehr für den optimalen Genuss von Filmen und Serien via Stream.
HDMI  hdmi buchse Der HDMI-Port ist mittlerweile Standard bei der Übertragung von Bild-Ton-Signalen. So können Sie per HDMI auch Ihren Laptop mit dem Flachbildfernseher verbinden. Aber auch Blu-Ray-Player und Spielekonsolen lassen sich per HDMI verbinden. Wenn Sie Ultra-HD-Auflösung von einem externen Gerät empfangen möchten, müssen Sie darauf achten, dass mindesten einer der HDMI-Ports in der Version 2.0 ausgeführt ist. Dieser kann die notwendigen Übertragungsraten für 4K-HD verarbeiten.
SCART  scart anschluss Wenn Sie noch ältere Geräte in Besitz haben, die Sie dennoch zum Schauen der geliebten Familienvideos verwenden möchten, sollte Ihr LED-Fernseher über einen Scart-Anschluss verfügen. Dieser war in der Vor-HD-Zeit Standard für die Übertragung von Bild-Ton-Signalen auf den Fernseher. Für Video-Recorder und ältere DVD-Player ist er immer noch notwendig.
USB  usb anschluss Um auch Medien von externen Datenträgern abspielen zu können, sollte Ihr 3D-Fernseher-Vergleichssieger über einen USB-Anschluss verfügen. Noch sind viele Flachbildfernseher nicht standardmäßig mit mehreren USB-3.0-Ports ausgestattet. Meist verfügen Sie nur über einen 3.0-Anschluss. Diesen sollten Sie wählen, um Ihre Festplatte zum Aufnehmen von Material anzuschließen, da USB 3.0 mehr Strom bereitstellt als die ältere Version des Protokolls. Einige Modelle in unserem 3D-Fernseher-Vergleich weisen den 3.0-Port speziell für die USB-Aufnahme aus.

4. 3D-Fernseher und Gesundheit

Auch wenn die Technik Ihnen vorspielt, „richtige“ 3D-Bilder wahrzunehmen, arbeiten die LED-Fernseher und auch andere Darstellungsgeräte wie 3D-Beamer mit Tricks. Auch wenn Sie die schnellen Bildwechsel z.B. bei der Active-Shutter-Technologie nicht wahrnehmen, können Kopfschmerzen auftreten, wenn das Gehirn mit der Verarbeitung dieser unmerklich inkohärenten Bildinformationen überfordert ist.

Gerade bei Epileptikern ist Vorsicht geboten, wenn die aktive 3D-Technologie genossen wird: Durch die schnellen Bildwechsel kann es zur Induktion von Anfällen kommen – verzichten Sie also als Epileptiker besser auf einen ausführlichen 3D-Fernseher-Test.

Für Kinder ist das 3D-Fernsehen nur in Maßen geeignet. Da sich das räumliche Sehen bis zum zehnten Lebensjahr entwickelt, sollte bis dahin nur bedingt auf 3D-Unterhaltung zurückgegriffen werden.

Hinweis: Im Vorschulalter sollten Kinder der 3D-Technik gar nicht ausgesetzt werden, im Alter bis 10 Jahren maximal eine halbe Stunde am Tag.

5. 3D-Fernseher bei der Stiftung Warentest

Zu Beginn des 3D-Hypes hat sich die Stiftung Warentest auch mit 3D-Fernsehern beschäftigt. Dabei kam sie zu dem Ergebnis, dass die Technologien zum räumlichen Darstellen dem Zuschauervergnügen durchaus zuträglich sind. Die zum Zeitpunkt des Tests noch gängigen LCD-Modelle wurden von den starken Marken im Bereich der Heimunterhaltung mittlerweile durch LED-Fernseher abgelöst. Keines der Modelle aus dem 3D-Fernseher-Test, den die Stiftung im Jahr 2010 durchgeführt hat, ist noch erhältlich. Dass im Jahr 2017 3D-Fernseher out sind, konnte die Stiftung jedoch nicht vorhersagen.

6. Fragen und Antworten rund um das Thema 3D-Fernseher

  • 1. Welcher 3D-Fernseher ist der Beste?

    In unserem 3D-Fernseher-Vergleich ist dasjenige Modell zum besten 3D-Fernseher gekürt worden, das neben einer brillanten 3D-Darstellung auch mit der Ausstattung, einer komfortablen Bedienung und weiteren Funktionen punkten konnte.
  • 2. Wie funktioniert ein 3D-Fernseher?

    Je nach verwendeter Technik verschieden. Allen gemeinsam ist, dass sie auf dem Display zwei Bilder anzeigen, die in unserem Gehirn dann zu einem räumlichen Bilderlebnis zusammengesetzt werden. Philips und Samsung werden die Produktlinien doch in naher Zukunft einstellen.
  • 3. Wie viel Hertz sollte ein 3D-Fernseher haben?

    Je mehr, umso besser. Bei höherer Bildwiederholungsrate sinken die Gefahren von Kopfschmerzen aufgrund unmerklicher Inkohärenzen im Bild. Das absolute Minimum für Active Shutter-Fernseher sind 120 Hz, bei passiven 3D-Fernsehern 100 Hz.
  • 4. Wie groß sollte ein 3D-Fernseher sein?

    Der 3D-LED-TV Fernseher wirkt beeindruckender, je größer der Bildschirm ist – das gilt durch die Bank, egal ob Philips oder Sony. Ein gewisses Verhältnis zum Raum, in welchem sich das Gerät befindet, sollte jedoch gewahrt werden – machen Sie also am besten noch vor dem Kauf Ihres 3D-Fernsehers den Test, ob Ihr Wohnzimmer auch groß genug ist.
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LG 55UH950V
gut (1,7) LG 55UH950V
19 Bewertungen
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Sony KDL-50W805C
gut (2,0) Sony KDL-50W805C
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