Das Wichtigste in Kürze
  • Farblaserdrucker sind 2020 längst nicht mehr nur als große Büromaschinen erwerbbar, sondern auch im Heimbereich angekommen. Dank der inzwischen oft niedrigeren Druckkosten als bei Tintenstrahldruckern lohnt sich ein Farblaserdrucker auch für Wenigdrucker.
  • Wenn Sie nicht gerade Fotos ausdrucken, bietet ein Laserdrucker die bessere Textschärfe und eine schnellere Druckgeschwindigkeit.
  • Bereits für 100 – 140 Euro können Sie heute Farblaserdrucker kaufen. Günstige Modelle sparen besonders bei den Anschlüssen. NFC, WLAN oder Cardreader suchen Sie hier vergebens, alles läuft über USB.
  • Kabelchaos adé: Windows-basierte PCs drucken über WLAN, MacOS und iOS Geräte optional auch über „Airprint“, einen proprietären Apple-Standard. Holen Sie sich als Apple User also am besten einen Airprint Drucker.
  • Installieren Sie am besten die Druckertreiber direkt von der Website des Herstellers, die beigelegte Treiber-CD ist manchmal veraltet.

Farblaserdrucker Test

Wer seinen Tintenstrahldrucker nach zwei Monaten anwirft, um eines der seltenen Male im Jahr etwas auszudrucken, erlebt oftmals eine böse Überraschung: Der Ausdruck funktioniert nicht, oder ist streifig, oder, falls es ein Farbdruck ist, eine Farbe fehlt. Mal wieder ist der Druckkopf des Tintenstrahlers mit vertrockneter Tinte verstopft. Was nun heißt, schnell in den Copy-Shop, um den Ausdruck doch noch zu erhalten. Zeit und Geld, die besser genutzt werden könnten.

Was macht denn ein Farblaser-Drucker in dieser Situation besser? Nun, erstmal trocknet die Tinte nicht ein. Solche Erlebnisse gehören also der Vergangenheit an. Aber es gibt noch einige weitere Gründe, die für einen Laserdrucker sprechen. Diese, wie auch die Kontra-Punkte, lesen Sie in diesem Überblick über Farblaserdrucker-Tests. Lassen Sie sich also in diesem Farblaserdrucker Vergleich informieren, so dass Sie ihren persönlichen Farblaserdrucker Testsieger finden können, den für Sie besten Farblaserdrucker!

1. Was ist ein Farblaserdrucker?

Ein Farblaser-Printer druckt nicht etwa mit farbigen Lasern, auch wenn der Name es vielleicht suggeriert. Wenn Sie sich wirklich dafür interessieren, was genau innerhalb der Blackbox Laserdrucker geschieht, empfehlen wir den folgenden Link und auch das untenstehende Youtube Video.

Durch die Funktionsart entsteht beim Betrieb etwas Ozon als auch sehr feiner Staub. Beides kann aber laut verschiedenen Tests weitgehend durch entsprechende Filter vor den Lüfter-Öffnungen aufgefangen werden. Empfohlen wird jedoch, einen Laserdrucker nicht direkt am Arbeitsplatz, sondern etwas entfernt davon aufzustellen. Dies lässt sich durch einen LAN- oder WLAN-Drucker am einfachsten realisieren.

  • sehr feiner und sauberer Textdruck
  • Druck meist deutlich schneller als beim Tintenstrahldrucker
  • Toner trocknet nie ein (gut für seltene Nutzung)
  • Ausdrucke beständiger gegen Licht, Wasser, etc.
  • etwas geringere Kosten pro Druck als beim Tintenstrahldrucker
  • auch für Vieldrucker und Kleinunternehmen geeignet
  • nicht so gut als Fotodrucker geeignet wie Tintenstrahldrucker
  • Toner sehr teuer (halten aber länger)
  • hoher Anschaffungspreis ( im Vergleich zu Tintenstrahldruckern)
  • Stromverbrauch deutlich höher als bei Tintenstrahldruckern
  • Prinzip-bedingter Ausstoß von Ozon und Feinstaub (filterbar)
  • oft recht laut

2. Welche Laserdrucker-Typen gibt es?

2.1. Schwarz Weiß Drucker

Wer nicht auf der Suche nach einem Fotodrucker ist, sondern nur Text oder Dokumente ausdruckt, der kann sich auch einen reinen schwarz-weiß-Printer besorgen. Da bei den meisten Anwendern im Heimbereich aber doch mal etwas in Farbe ausgedruckt werden soll, konzentrieren sich diverse A4 Farblaserdrucker Tests auf die besten Farblaserdrucker, reine s/w-Printer sind nicht Teil dieser Kaufberatung.

2.2. Farb Drucker

Alle Printer aus diesem Farblaserdrucker Vergleich können schwarz-weiß (s/w) als auch farbig drucken. Mit dem zusätzlichen Farbausdruck können Deckblätter von Hausarbeiten, Einladungen, Grußkarten oder Flyer ansprechend gestaltet werden.

Für den Ausdruck von Fotos in hoher Qualität empfiehlt sich ein Gerät dieser Kategorie hingegen weniger. Hierfür sind Tintenstrahldrucker mit speziellem Foto-Papier geeigneter. Durch ihre höhere Auflösung in dpi können diese Printer die feinen Details von Fotos einfach wesentlich besser darstellen.

Aber warum ist dann der Textdruck beim Laserdrucker feiner, wenn doch dessen Druckauflösung im Mittel geringer ist? Die Antwort darauf liegt im Funktionsprinzip, in der Hardware des Laserdruckers: Die Farbe wird in das Papier unter Hitze und Druck „eingebrannt“, was ein nachträgliches „Ausfransen“ der Schrift, wie es bei Tintenstrahldruckern vorkommt, zuverlässig verhindert.

Laserdrucker, die auch farbige Seiten produzieren können, werden von verschiedenen Herstellern unter diversen Marken angeboten:

  • Brother
  • Hewlett-Packard HP
  • Lexmark
  • Xerox
  • Canon
  • Oki Systems
  • Samsung
  • Dell
  • Konica Minolta
  • Seiko
  • Epson
  • Kyocera
  • Ricoh

3. Welche Kaufkriterien für Farblaserdrucker sind besonders wichtig?

3.1. Laufende Kosten

Toner und Patronen: Warum so teuer?

Die Hersteller versuchen, die Einnahmen nicht aus den Geräten, sondern den Verbrauchsmaterialien zu generieren. Dies geht so weit, dass in den Tonern Hardware in Form von Chips enthalten ist, die unabhängig vom tatsächlichen Füllstand, nach einer bestimmten Seitenanzahl durch die Software den Toner als leer anzeigen. Dies betrifft nicht nur Brother, Lexmark, Samsung, Oki und Canon Drucker – fast alle Hersteller verfahren mittlerweile so.

Folgende Bauteile und Verbrauchsmaterialien sind nach gewisser Zeit zu ersetzen:

  • 4 Toner für die 4 Grundfarben (inklusive Schwarz)
  • Fixiereinheit
  • Bildtrommel

Während Sie bei den Tonern nach kompatiblen Fremd-Tonern suchen können, welche oftmals bis zu 70 % Ersparnis ermöglichen, sind Sie bei den beiden anderen Bauteilen auf den Hersteller angewiesen. Andere Toner als die Originalen haben sehr unterschiedliche Qualität, eine modellspezifische Recherche lohnt sich hier enorm.

Da herstellerübergreifend inzwischen nur noch sogenannte Starter-Toner den Printern beigelegt werden, die deutlich weniger Druckmaterial (bei gleicher Qualität) beinhalten, steht zumindest die Anschaffung der Toner relativ bald an. Die anderen Verschleiß-Bauteile sind im Low-Price-Segment oftmals auch nur für ca. 5000 Seiten ausgelegt.

Umweltschutz: Der Austausch von Bildtrommel, Fixiereinheit und Tonern kostet zusammengerechnet gerade bei einem günstigen Farblaserdrucker deutlich mehr als das Gerät selber. Somit kommen im Jahr 2020 Käufer von einem besonders günstigen Farblaser-Printer in die Situation, dass es günstiger sein kann, den alten Printer wegzuwerfen und sich den selben erneut zu kaufen, anstatt die teuren Bauteile und Original-Toner zu bestellen. Dies ist aus Gründen des Umweltschutzes verwerflich, zeigt aber, wie hart umkämpft der Marktbereich inzwischen ist.

3.2. Funktionen

Druckerzubehör und Verbrauchsmaterial

Unter Druckerzubehör versteht man:
Anschlusskabel (USB, LAN), Papier und Spezialpapier (Fotopapier, Folie, etc.) und Toner, sowie je nach Modell auch Bildrollen und Fixiereinheiten. Während sich für perfekte Farbdruckergebnisse die originalen Ersatztoner von beispielsweise Samsung, Oki oder Canon durchaus lohnen, können Sie das weitere Druckerzubehör ruhig von anderen Anbietern beziehen. Für einfachen Textdruck sind auch alternative Fremd-Toner absolut ausreichend.

Die Funktionen eines Printers definieren sich über dessen Hardware und Software. Die wichtigsten Ausstattungsmerkmale listen wir hier auf:

  • Duplex-Druck: Wenn Ihr Farblaser-Printer Duplex beherrscht, ist er in der Lage selbstständig beide Seiten eines Blattes zu bedrucken.
  • Automatischer Papiereinzug (ADF): Beschreibt das automatische Einziehen zu scannender Dokumente, so das diese nicht händisch auf die Scan-Fläche gelegt werden müssen. Dies ist nur bei einem Farblaserdrucker Multifunktionsgerät (Scanner, Kopierer und Laserdrucker All in One) von Bedeutung. In verschiedenen Farblaserdrucker-Tests sind nur wenige Geräte mit einer Scanner-Einheit ausgerüstet. Ein sehr zeitsparendes Feature, sollten einmal mehrere Seiten vervielfältigt werden müssen.
  • Faxfunktion: Dies ist für die meisten vermutlich nur im Büroumfeld von Interesse. Trotz alledem bieten auch die kleinen Heimgeräte dies manchmal an, ein Zeichen, dass die Hersteller diese auch mit Blick auf kleine bis mittelständische Unternehmen entwickelt haben.

3.3. Konnektivität

Hier entscheidet sich, welchen Drucker Sie brauchen. Was nützt Ihnen ein LAN-Anschluss an Ihrem Canon Drucker, wenn Sie häufig Dokumente direkt vom Smartphone drucken müssen? Ein NFC- oder WLAN-Drucker wäre hier von Vorteil.

Die nachfolgende Tabelle erklärt die Vor- und Nachteile jedes einzelnen der typischen Druckeranschlüsse:

Anschluss Verwendung
USB USB ist die klassische Verbindungsform und nach wie vor bewährt. Über ein USB-Kabel werden Drucker und Computer verbunden.
Besonderheit: Computer und Drucker müssen dicht beieinander stehen.
USB (Host) USB-Host bedeutet nichts anderes, als das dieser USB-Port am Drucker in der Lage ist, einen USB-Stick zu erkennen. Es ist also kein angeschlossener Computer zum Druck nötig.
Besonderheit: Die eigene Drucker Navigation ist oftmals schlechter als die in Windows, Mac OS oder Linux.
LAN Der LAN- oder Ethernet-Anschluss ermöglicht das Einbinden des Druckers ins Heimnetzwerk. Somit kann von allen Rechnern aus gedruckt werden, die im Heimnetz sind.
Besonderheit: Der Drucker selber muss entweder in der Nähe des Routers stehen, oder über ein langes (und oft unschönes) Kabel mit diesem verbunden werden.
WLAN Über WLAN ist das Procedere ähnlich vorteilhaft wie über LAN nur mit der Steigerung, dass auch der Drucker selbst ortsunabhängig vom Router aufgestellt werden kann. Wenn dies für Sie von Wichtigkeit ist, achten Sie darauf dass Ihr neuer Farblaserdrucker WLAN hat.
Besonderheit: Gibt Maximale Freiheit bei der Aufstellung
Cardreader Wer zum Beispiel ein Smartphone ohne NFC-Funktion hat, der kann mittels eines Cardreaders auch direkt Dateien von seiner microSD-Karte ausdrucken lassen.
Besonderheit: Wie beim USB-Host muss man sich auch hier mit der eventuell unintuitiv gestalteten Druckernavigation auseinandersetzen.
NFC Über NFC ist die Bequemlichkeit kaum zu überbieten: Dokument auf dem Bildschirm, an den NFC-Tag halten, Drucker druckt das Bild.
Besonderheit: Ihr Handy muss NFC unterstützen und auch die Komfortfeatures fürs schnelle Drucken. Laut einigen Tests scheint dieses neue Feature aber gut zu funktionieren
Airprint / Cloud print Apples, bzw. Googles WLAN-basierte Wireless-Techniken zur Kommunikation mit dem Gerät. Windows Nutzer sind nicht auf diese Systeme angewiesen. Besonders bei Canon Druckern verbreitet.
Besonderheit: Komfortables Drucken über Tablets und Smartphones.

4. Wie wird ein Farblaserdrucker gereinigt?

Lexmark: Dieser Lexmark Drucker wird zur Befüllung von vorne geöffnet.

Dieser Lexmark Drucker wird zur Befüllung von vorne geöffnet.

Im Inneren eines Laserdruckers sammelt sich mit der Zeit Staub an. Dieser stammt vom Papier, vom Toner und aus dem Haushalt. Sie können beim Wechseln der Toner kontrollieren, ob der Drucker stark verstaubt ist von innen. Wenn dies der Fall ist, reinigen Sie die gut erreichbaren Stellen vorsichtig mit einem leicht angefeuchteten Fusseltuch. Bedenken Sie aber, dass Sie im Inneren eines technischen Gerätes arbeiten, bitte beachten Sie die Bedienungsanleitung. Etwas Staub in Ihrem Laserdrucker ist vollkommen normal.

5. Gibt es einen Farblaserdrucker-Test bei der Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest hat in der Ausgabe 08/2015 einen Farblaserdrucker Test veröffentlicht, ein im September erschienenes Update dieses Tests führt auch mehrere Drucker aus unserem Farblaserdrucker Test auf. Der Farblaserdrucker Testsieger von Stiftung Warentest Xpress C1860FW liegt mit ca. 400 Euro über der anvisierten Preisspanne dieses Vergleichs.

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Farblaserdrucker

6.1. Laserdrucker? Brauche ich dann keine Toner mehr?

Leider doch. Sie benötigen weiterhin Druckerzubehör. Auch wenn man es bei dem Namen denken könnte, ein Laserdrucker lasert nicht die Buchstaben ins Papier. Auch hier wird ein tintenähnliches Material auf das Papier aufgetragen. Die Toner für Laserdrucker sind wesentlich teurer als jene für Tintenstrahldrucker, halten jedoch auch deutlich länger. Durch die Verwendung von Fremd-Tonern können Sie etliche Euro, oft im hohen zweistelligen Bereich, sparen. Wenn der Drucker signalisiert, dass neue Druckerpatronen eingesetzt werden müssen, warten Sie bis wirklich „nichts mehr geht“. Anschließend kann leichtes Schütteln der Kartuschen nochmal einige Ausdrucke ermöglichen.

6.2. Welches Papier für Laserdrucker?

Übliches Büropapier ist kompatibel mit Farblaserdruckern. Für besonders gute Ergebnisse können Sie extra glattes Laserdruckerpapier kaufen, notwendig ist dies jedoch nicht.

6.3. Was benötigt ein Farblaserdrucker an Verbrauchsmaterial?

Bildrolle und Fixiereinheit in einem: die Transfereinheit von diesem Brother Drucker ist Verbrauchsmaterial.

Bildrolle und Fixiereinheit in einem: die Transfereinheit von diesem Brother Drucker ist Verbrauchsmaterial.

Ein Color Laserdrucker benötigt eine Tonerkartusche für jede der vier Grundfarben. Zusätzlich müssen nach einer gewissen Seitenzahl die Belichtungstrommel und die Fixiereinheit getauscht werden. Die beiden letzteren Bauteile halten meistens wesentlich länger als die Toner, bei geringer Nutzung oft sogar die gesamte Lebensdauer des Gerätes.

In besonders preisgünstigen Druckern kommen jedoch vermehrt Bildtrommeln zum Einsatz, die nach ca. 5000 Seiten ersetzt werden müssen. Zudem statten die Hersteller ihre Printer mit sogenannten Starter-Tonern aus. Diese beigelegten Toner enthalten deutlich weniger Druckmaterial, als die regulär erwerbbaren Ersatz-Toner.

Dies kann bedeuten, dass die Kosten für Toner, Bildrolle und Fixiereinheit zusammen deutlich über dem Preis des Printers liegen. Insofern mag es bei sehr preisgünstigen Geräten, wenn auch ökologisch verwerflich, günstiger sein, den selben Druckern inklusive Starter-Toner erneut zu kaufen, als den eigenen wieder mit neuen Tonern zu bestücken.

6.4. Wie arbeitet ein Farblaserdrucker?

Ein Farblaser-Drucker arbeitet deutlich anders als zum Beispiel ein Tintenstrahldrucker. Wenn Sie dich für das genaue Funktionsprinzip interessieren, möchten wir Ihnen dazu den sehr informativen Wikipedia-Artikel empfehlen.

6.5. Was ist besser Laserdrucker oder Tintenstrahldrucker?

Teurere Drucker, wie z.B. von Samsung, haben oft einen kleinen Touchscreen für die Menüführung der Software.

Teurere Drucker, wie z.B. von Samsung, haben oft einen kleinen Touchscreen für die Menüführung der Software.

Tintenstrahldrucker:

  • Wenn Sie regelmäßig jede Woche drucken und im Monat nicht über ca. 100 Seiten kommen.
  • Wenn Sie selten drucken, oder oft auch Fotos auf Spezialpapier.

Laserdrucker:

  • Wenn Sie unregelmäßig drucken und/oder aber sehr viele Seiten produzieren.
  • Wenn Sie kaum Fotos, dafür aber umso mehr Grafiken und Text vervielfältigen.