Das Wichtigste in Kürze
  • Fotopapier suchen Sie danach aus, wie Sie Ihr Bild in Szene setzen wollen. Für Schwarz-Weiß-Fotos lohnt sich mattes Papier. Für intensive Farbfotos greifen Sie am besten zu glänzendem Papier, durch das die Kontraste deutlich hervorgehoben werden.
  • Fotos können Sie sowohl mit einem Tintenstrahl- als auch einem Laserstrahldrucker auf das Fotopapier bringen. Da Laserdrucker hauptsächlich für die Büroarbeit gedacht sind, ist die Fotodruckqualität hier jedoch oft schlechter.
  • Achten Sie beim Drucken auch auf die Grammatur (Flächengewicht) des Fotopapiers. Diese sagt unter anderem etwas über die Dicke des Papiers aus. Wollen Sie ein besonders stabiles Fotopapier, sollte die Grammatur deutlich über dem von Zeichenpapier (ca. 130 g/m²) liegen.

fotopapier-test
Geburtstage oder die letzte Urlaubsreise bleiben uns länger in Erinnerung, wenn wir sie fotografieren. Wollen Sie diese besonderen Augenblicke mit anderen teilen, lohnen sich Fotobücher für Sie. Wie eine Studie zeigte, wird diese Art der Fotosammlung immer beliebter. Während im Jahr 2008 nur rund vier Millionen Fotobücher in Deutschland verkauft wurden, betrug die Absatzmenge im Jahr 2017 bereits mehr als neun Millionen Bücher (Quelle: Photoindustrie-Verband; Futuresource).

Klassischer und günstiger ist oft das Drucken auf Fotopapier. Dieses ist in den meisten Fällen beschichtet und wird von den verschiedenen Herstellern als Fotopapier in matt oder glänzend angeboten.

In unserem Fotopapier-Vergleich 2020 zeigen wir Ihnen die unterschiedlichen Vor- und Nachteile von mattem und glänzendem Papier und stellen Ihnen die beiden Drucker-Typen vor, die Sie zum Bedrucken Ihres fotografischen Papiers nutzen können.

Fotos auf Fotopapier matt oder glänzend

Eine geringe Lichtspiegelung oder besonders intensive Farben: Durch die Fotopapierwahl entscheiden Sie, wie Ihre Bilder am besten zum Ausdruck kommen.

1. Kaufberatung: Hängt es von der Farbkraft der Fotos ab, ob diese glänzend oder matt sind?

Vom Foto zum Memory

fotopapier-selbstklebend-als-memory-nutzenSelbstgemachte Aufkleber für die Frischhaltedosen oder ein ganz besonderes Memory-Spiel für die ganze Familie erschaffen Sie, wenn Ihr Fotopapier selbstklebend ist. Für die Aufkleber müssen Sie lediglich auf das selbstklebende Fotopapier drucken, die Fotos ausschneiden und die Klebefolie abziehen.

Wollen Sie ein Memory aus Ihren schönsten Fotos basteln, können Sie hier sogar auf weiße Memorykarten der Hersteller Folia oder Noris zurückgreifen. Sind Sie noch auf der Suche nach dem passenden Papier, finden Sie unter anderem beim Hersteller HP Fotopapier, welches selbstklebend ist.

Wenn Sie für sich das beste Fotopapier suchen, haben Sie bei den verschiedenen Marken und Herstellern eine große Auswahl. Wir raten Ihnen daher, die Preise zu vergleichen, bevor Sie sich für ein Fotopapier entscheiden. Ein gutes Fotopapier muss nicht zwangsläufig über zehn Euro kosten. Beim Hersteller Epson finden Sie beispielsweise Fotopapier für einen günstigen Preis von rund sieben Euro, welches beidseitig bedruckt werden kann, für Farbdruck geeignet und wasserfest ist.

Ein weiterer Punkt ist die Oberflächenstruktur Ihres Fotopapiers. Hier gibt es Fotopapier in unterschiedlichen Kategorien, wie matt und glänzend. Vor- und Nachteile bringen dabei beide Struktur-Arten mit sich. Für welche Sie sich entscheiden, sollten Sie hauptsächlich davon abhängig machen, was für eine Art von Foto Sie drucken wollen.

Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern und damit Sie wissen, welcher Oberflächen-Typ für Ihr Fotopapier am günstigsten ist, haben wir die beiden unterschiedlichen Papier-Arten in den nachfolgenden Unterkapiteln näher beleuchtet. Für einen schnellen Überblick finden Sie am Ende eines jeden Kapitels eine kurze Übersicht über die jeweiligen Vor- und Nachteile.

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Mattes Fotopapier spiegelt die Sonne deutlich weniger als glänzendes Papier. Wollen Sie Ihre Fotos in einem besonders sonnigen Raum aufhängen, sollten Sie zu Fotopapier greifen, das matt ist.

1.1. Für Schwarz-Weiß-Fotos nutzen Sie Fotopapier, das matt ist

Die Oberflächenstruktur von mattem Fotopapier ist besonders fein. Hierdurch wird das Licht besser als bei hochglänzendem Papier gestreut, sodass Sie bei diesem Papier keine Reflexionen haben. Vorteilhaft hierbei: Wollen Sie Ihre Bilder ausstellen, sind sie von jeder Seite gleich gut zu erkennen.

Im Allgemeinen wird dem matten Fotopapier nachgesagt, dass es aufgrund seiner geringen Reflexion eine geringere Farbkraft hat als Fotopapier, das hochglänzend ist. Diesen Mangel machen matte Papiere bei Schwarz-Weiß-Bildern allerdings wieder wett. Hier erscheinen die schwarzen Töne besonders intensiv und wirken edler auf den Betrachter.

Fotografieren Sie hauptsächlich in schwarz-weiß, raten wir Ihnen daher, für einen gelungenen Ausdruck zum matten Fotopapier zu greifen. Haben Sie bisher noch nicht das geeignete Papier für Ihre Schwarz-Weiß-Fotografien gefunden? Neben Fotopapier vom Hersteller Epson hat auch der Hersteller HP Fotopapier, welches sich durch eine matte Oberflächenstruktur auszeichnet.

Hier sehen Sie die Vor- und Nachteile des Fotopapiers mit matter Oberflächenstruktur:

  • Licht wird nicht reflektiert (kein Überblenden des Bildes)
  • besonders gut für Ausstellungen und Schwarz-Weiß-Bilder geeignet
  • kleine Fehler im Bild fallen kaum auf
  • dunkle Töne wie Schwarz wirken intensiver
  • keine Beeinträchtigung des Bildes durch Fingerabdrücke oder Kratzer
  • Kontraste können nicht gut wiedergegeben werden
  • Farben wirken dumpf (weniger intensiv als bei Glanzpapier)
  • nicht gut für Farbfotos (bspw. Naturfotos) geeignet
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Ihre ganze Farbenpracht entfalten Ihre Fotos nur auf glänzendem Fotopapier. Achten Sie darauf, dass bei falscher Sonneneinstrahlung die Motive vom Licht überblendet werden.

1.2. Für eine perfekte Farbpracht entscheiden Sie sich für glänzendes Fotopapier

Wollen Sie Fotopapier kaufen, das die Farben Ihrer Fotos richtig zur Geltung bringt, sollten Sie sich für glänzendes Fotopapier entscheiden. Im Gegensatz zu mattem Papier ist die Oberfläche bei diesem Papier-Typ besonders glatt und reflektiert das Licht stark wieder. Auf diese Weise erscheinen die Fotos detaillierter und farbintensiver.

Wie kräftig das Licht reflektiert wird, hängt vom Papier ab. Neben normalem, glänzendem Papier finden Sie bei vielen Herstellern auch Hochglanzpapier. So bietet der Hersteller Canon Fotopapier als glänzend und hochglänzend an. Fotografieren Sie hauptsächlich Landschaften oder Gebäude, empfehlen wir Ihnen, für besonders detailreiche Fotos glänzendes Papier zu nutzen.

Achtung: Durch die hohe Spiegelung ist glänzendes Fotopapier nur bedingt für Ausstellungen geeignet. Fällt das Licht ungünstig auf das Foto, kann es stark blenden und das eigentliche Bild schnell überdecken. Matte Fotopapiere eignen sich hier deutlich besser.

Hier sehen Sie die Vor- und Nachteile des Fotopapiers mit glänzender Beschichtung:

  • besonders kontrastreiche Bilder
  • Farben wirken besonders strahlend und intensiv
  • besonders gut für Farbfotos (bspw. Naturfotos) geeignet
  • starke Reflexion kann zum Überblenden der Fotos führen
  • aufgrund der Reflexion nicht gut für Ausstellungen geeignet
  • Bild kann durch Fingerabdrücke oder Kratzer beschädigt werden
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Laserdrucker bringen Ihre Fotos auf Papier, indem Sie den Toner oberflächlich aufbrennen. Handelt es sich um beschichtetes Papier, schmilzt die Beschichtung leicht. Eine Verschmutzung des Druckers ist die Folge. Achten Sie daher immer darauf, spezielles Fotopapier für Laserdrucker zu nutzen.

2. Welches sind nutzbare Drucker für Fotopapier auf einen Blick?

Abgesehen von der Entscheidung, ob Ihr Fotopapier matt oder glänzend sein soll, müssen Sie sich überlegen, mit welchem Drucker-Typ Sie Ihre Bilder ausdrucken möchten. Hier haben Sie die Auswahl zwischen den Laserdruckern und den Tintenstrahldruckern.

fotopapier-foto-auf-die-richtige-groeße-zuschneiden

Über den Drucker wählen Sie die Größe Ihrer Fotos aus. Haben Sie nur Din-A4-Papier, drucken aber kleinere Bilder, müssen Sie diese am Ende zuschneiden.

Auf dem Papier geben die Hersteller an, ob dieses bei einem Tintenstrahldrucker (Fotopapier für Inkjet) genutzt wird oder ob das Fotopapier für einen Farblaserdrucker beziehungsweise einen Laserdrucker (Fotopapier für Laserjet) geeignet ist.

Sind Sie noch auf der Suche nach einem guten Drucker, mit dem Sie auch Fotos perfekt drucken können, sollten Sie sich die Entscheidung zwischen den beiden Drucker-Typen nicht zu leicht machen. Vor- und Nachteile beim Drucken von Fotos bringen beide Drucker mit.

Damit Sie einen Überblick darüber haben, was die Drucker leisten können, stellen wir Ihnen die Drucker im Nachfolgenden vor und fassen ihre individuellen Vor- und Nachteile zusammen.

Drucker-Typ Beschreibung
Tintenstrahldruckerfotopapier-inkjet-mit-farbnachfuellern Hier sehen Sie die Vor- und Nachteile des Tintenstrahldruckers auf einen Blick:

+ Bildqualität besser als bei Laserdrucker (durch Farbtropfen höhere Auflösung)

- Tintennutzung macht regelmäßige Reinigung des Gerätes notwendig
- bei vernachlässigter Wartung sinkt die Bildqualität
- für gute Bild-Ergebnisse wird spezielles Fotopapier für Tintenstrahldrucker benötigt
- durch hochwertiges Papier entstehen höhere Kosten bei der Papieranschaffung

Laserdruckerfotopapier-laserdrucker-geoeffnet Hier sehen Sie die Vor- und Nachteile des Laserdruckers auf einen Blick:

+ geringerer Wartungsaufwand
+ gedruckte Bilder sind besonders abrieb- und wasserfest
+ druckt schneller als ein Tintenstrahldrucker

- Bilder haben keine so gute Auflösung wie Bilder vom Tintenstrahldrucker
- spezielles Fotopapier für Laserdrucker nötig

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Fotopapier-Tests, wie beispielsweise von der Stiftung Warentest, haben gezeigt, dass die Qualität des Drucks nicht nur vom Drucker abhängig ist. Einige Fotopapiere sollen speziell für bestimmte Drucker-Typen ausgelegt sein. Nutzen Sie diese in den vorgegebenen Druckern, bekommen Sie immer ein besonders gutes Ergebnis.

3. Gibt es einen Fotopapier-Test bei der Stiftung Warentest?

Immer das passende Fotopapier für Ihren Drucker

fotopapier-unterschiedliche-groessenWie gut Ihr Fotodruck wird, hängt auch von der Qualität des Fotos ab. Nutzen Sie Bilder mit einer niedrigen Auflösung, kann es passieren, dass die Bilder auf einem Fotopapier im A3-Format verwaschen erscheinen.

Um in jeder Situation das günstigste Fotopapier für Ihren Drucker zu nutzen, bieten viele Hersteller ihr fotografisches Papier in unterschiedlichen Größen an.
Zu den am häufigsten genutzten Fotopapier-Formaten zählen:

  • Fotopapier in Din A4 und Din A5
  • Fotopapier im Format 10 x 15 cm
  • Fotopapier im Format 13 x 18 cm

Wollen Sie Ihre Fotos in schönster Auflösung drucken und die beste Qualität erreichen, kommt es neben der Beschichtung und dem genutzten Drucker ebenfalls auf die Konsistenz des Fotopapiers an. So gibt es einige Drucker, bei denen manche Papiere schneller trocknen und besser Farbe aufnehmen als andere Papierarten.

In ihrem Test 06/2002 prüfte die Stiftung Warentest 25 Fotopapiere, die speziell für Tintenstrahldrucker ausgelegt waren, auf ihre Qualität. Innerhalb dieses Tests stellte sich heraus, dass einige Drucker, wie beispielsweise die Drucker vom Hersteller Epson, eine besonders gute Qualität erzielen, wenn Sie mikroporöses Papier nutzen. Allein vier Papier-Typen waren nicht für ein spezielles Drucker-System ausgelegt und brachten daher nur eine akzeptable Qualität zustande.

In ihrem Fotopapier-Test schnitt das Fotopapier vom Hersteller Hewlett besonders gut ab. Abgehängt wurde es nur vom Premium Glossy Photo Paper vom Hersteller Epson, welches der Fotopapier-Testsieger wurde. Damit Ihre Fotos auch besonders lange ihre Farbpracht behalten, gab die Stiftung Warentest den Tipp, die Bilder in einem Copyshop laminieren zu lassen, um ihre Haltbarkeit zu verlängern.

Möchten Sie sich das Geld für den Copyshop sparen und gemütlich von zu Hause aus Ihre Bilder selbst laminieren? In unserer Test- oder Vergleichstabelle finden Sie die besten Laminiergeräte auf einen Blick:

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4. Fragen und Antworten rund um das Thema Fotopapier

4.1. Was sagt die Grammatur bei dem Fotopapier aus?

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Über die Grammatur erfahren Sie, wie dick das Papier ist. Während normales Kopierpapier eine Grammatur von etwa 80 g/m² hat, liegt die Grammatur von Zeichenpapier bei etwa 130 g/m².

Die Grammatur (auch Flächengewicht genannt) gibt an, wie schwer ein Bogen des Papiers pro Quadratmeter (also 1 x 1 m) ist. Hierbei gilt, dass das Papier umso fester wird, je höher seine Grammatur ist.

So gelten Papiere mit einer Grammatur von 150 g/m² allgemein als Karton, während Papiere ab einem Gewicht von ca. 600 g/m² zur Pappe gezählt werden.

Damit Ihre Fotos lange halten und nicht während eines Transports zu Schaden kommen, raten wir Ihnen, ein Fotopapier mit hoher Grammatur (ca. 200 g/m²) zu kaufen. Zusammen mit der Grammatur steigt auch die Dicke des Papieres, wodurch dieses stabiler wird. So nimmt beispielsweise Fotopapier, das eine Grammatur von ca. 150 g/m² hat, schneller Schaden beim Transport als Papier mit ca. 200 g/m².

4.2. Inwieweit hilft mir Fotopapier beim Druck, wenn es wirklich wasserfest ist?

fotopapier-wasserfestWasserfestes Fotopapier ist bereits beim Druck sehr wertvoll für Ihre Aufnahmen. Denn ganz davon abhängig, wie sauber das Bild gedruckt wird, können Sie Ihre Aufnahmen später auch genießen.

Gibt ein Tintendrucker zu viel Tinte ab, kann dies durch das Wasser in der Tinte entweder dazu führen, dass sich das Papier wellt (Cockling genannt) oder aber, dass die Farben beginnen zu verlaufen (Bleeding genannt). Damit dies nicht passiert, sind Fotopapier-Blätter mit einer PE-Folie überzogen, welche das Wasser aufhält. Hierdurch bleibt das Hauptpapier (Trägerpapier) trocken und das Papier weiterhin fest.

Zusätzliche Druckfunktionen machen es möglich, dass Sie das Bild sofort nach dem Druck anfassen können, ohne dass die Farbe an Ihren Fingern haften bleibt oder verwischt.