Das Wichtigste in Kürze
  • Neben dem Standard-Memory-Kartenspiel gibt es auch das Klatsch- und das Brett-Memory. Während es beim Klatsch-Memory auf die Reaktion Ihres Kindes ankommt, richten sich Brett-Memory-Spiele an Grundschulkinder. Zusätzlich zum Gedächtnis wird beim Brett-Memory die Kombinatorik gefördert.
  • Memory-Spiele eignen sich nicht nur für Kleinkinder und Grundschüler, sondern ebenfalls für Erwachsene. Abgesehen von Standard-Memorys, die sich mit ihren Motiven (beispielsweise Sehenswürdigkeiten) an ältere Spieler richten, gibt es auch Memorys rund um Anagramme, die das das Sprachgefühl fördern und die Kombinationsgabe schulen.
  • Die Karten des Memory-Spiels bestehen aus Holz oder Karton. Holz-Memorys richten sich dabei an Kinder ab etwa 2 Jahren und haben oft nur 16 Paare. Karton-Memorys beinhalten hingegen bis zu 36 Paare.

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Zeit mit der Familie ist kostbar. Gut 32 % aller Eltern in Deutschland gaben im Jahr 2013 an, dass sie gerne sehr viel mehr Zeit mit ihren Familien verbringen würden (Quelle: IfD Allensbach). Neben der Arbeit und dem Haushalt bleibt dafür aber kaum Platz im Terminplaner.

Damit sich die Familie wieder öfter sieht, helfen feste Spieleabende. Neben Mensch ärgere Dich nicht und Schach gehört Memory zu den bekanntesten Spielen für Groß und Klein. Dabei macht das Spiel nicht nur Spaß, sondern trainiert ebenfalls die grauen Zellen.

In unserem Memory-Vergleich 2020 zeigen wir Ihnen, welche Memory-Spiele auch für Erwachsene spannend sind, wie Sie das Spiel nach Ihren Wünschen gestalten und wieso sich Memory-Spiele aus Holz besonders für Kleinkinder lohnen.

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1. Kaufberatung: Trainiert der beste Memory für Erwachsene Sprachgefühl und Kombinatorik?

Stiftung Warentest

memory-spielBereits in ihrem Test 12/2002 ging die Stiftung Warentest auf verschiedene Familienspiele ein und stellte dabei fest, dass einige scheinbare Kinderspiele durchaus auch für Erwachsene geeignet sind.

Ein Beispiel dafür sind Memory-Spiele, die das Gedächtnis zum Arbeiten anregen. Verschiedene Memorys verglichen und einen Memory-Test durchgeführt hat die Stiftung Warentest bis heute allerdings noch nicht.

Auf einen Memory-Testsieger aus dem Hause Stiftung Warentest müssen wir also noch etwas warten.

Wer bei dem Begriff Memory nur an das Standard-Gedächtnisspiel für Kleinkinder denkt, der liegt falsch. Durch verschiedene Hersteller wie Ravensburger, Noris Spiele oder sogar die Süddeutsche Zeitung kamen immer weitere abgeänderte Varianten des Spiele-Klassikers auf den Markt.

Welche Varianten für Sie zur Auswahl stehen und für welches Alter die Spiele am besten geeignet sind, haben wir für Sie aufgelistet.

1.1. Das Standard-Memory: Mit dem klassischen Memory-Spiel fördern Sie die Merkfähigkeit Ihres Kindes

Das Standard-Memory gibt es sowohl für Kleinkinder ab 3 Jahren als auch für Grundschulkinder ab etwa 6 Jahren und Erwachsene. Im Spielprinzip unterscheiden sich die beiden Spiel-Typen kaum voneinander.

Dementsprechend beinhalten beide Spiele ein Karten-Set, das mit der Bildseite nach unten hingelegt wird. Nacheinander darf jeder Spieler zwei Karten umdrehen. Sind sie identisch, dürfen die Karten behalten und ein weiteres Mal zwei Karten aufgedeckt werden.

Durch das Auf- und Zudecken der Karten wird Ihr Kind dazu animiert, sich in relativ kurzer Zeit die Bilder auf dem Tisch zu merken und sich anschließend daran zu erinnern, wo die Karten-Pärchen lagen. Auf diese Weise wird nicht nur die Konzentration, sondern auch das Gedächtnis Ihres Kindes gefördert.

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Beim Brettspiel-Memory muss sich Ihr Kind nicht nur die Karten merken, sondern zusätzlich den passenden Platz für sie finden.

Im Gegensatz zum Memory ab 3 Jahren haben Memorys für ältere Kinder einen höheren Schwierigkeitsgrad. Ravensburger bietet ein Brettspiel-Memory an, bei dem die Karten nach dem erfolgreichen Aufdecken an die richtige Stelle des Spielbrettes gelegt werden müssen.

Durch eine gleiche Färbung wird die Übereinstimmung zwischen Karten und Brett angezeigt. Neben Gedächtnis und Konzentration wird dadurch zusätzlich die Kombinationsfähigkeit Ihres Kindes gefördert.

Wie viele Karten-Paare in einem Memory-Spiel enthalten sind, kommt zum großen Teil darauf an, für welche Altersklasse das Memory gedacht ist. Das Eiskönigin-Memory-Spiel von Ravensburger (für Kinder ab 3 Jahren) hat 24 Karten-Paare. Für Kinder ab 4 Jahren bietet der gleiche Hersteller das Deutschland-Memory mit 36 Karten-Paaren an. Beide Kartenspiele liegen dabei bei einem Preis von 10 bis 20 Euro.

Wollen Sie Geld sparen und nur einmal ein Memory kaufen, raten wir Ihnen, sich ein Memory für ältere Kinder mit mehr Karten-Paaren zu kaufen. Hier können Sie anfangs einige Karten aus dem Spiel entfernen und die Schwierigkeitsstufe langsam erhöhen.

1.2. Mit dem Klatsch-Memory trainiert Ihr Kind neben seiner Konzentration auch seine Reaktion

Suchen Sie ein Spiel, bei dem Ihr Kind seine Aufmerksamkeit und seine Reaktion verbessern kann, dann empfehlen sich Klatsch-Memorys.

Bei diesen Memorys dürfen die Kinder reihum eine Karte aufdecken. Ist das Bild sichtbar, wird die Karte danach auch nicht mehr zugedeckt. Sobald zu einer Karte die Partner-Karte umgedreht wird, dürfen alle Kinder versuchen, auf die identischen Karten zu klatschen. Wer als erstes seine Hand auf der Karte hat, der gewinnt diese.

Beide Karten kann das Kind gewinnen, wenn es gleichzeitig als erstes auf beide Karten geklatscht hat. Bei diesem Spiel ist es daher durchaus möglich, dass Ihr Kind in einer Runde nur eine Karte gewinnt.

Klatsch-Memory-Spiele gibt es für Kinder ab 3 Jahren von Noris Spiele. Beachten Sie dabei, dass auch hier die Pärchen-Anzahl unterschiedlich groß ausfällt.

1.3. Memorys mit Anagrammen schulen Gedächtnis und Kombinationsgabe

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Beim Anagramm-Memory kann aus dem Schaumbaden schnell ein Baumschaden werden.

Wenn Sie sich nach einem anspruchsvollen Memory für sich oder nach einer guten Geschenkidee für Wortakrobaten umschauen, dann raten wir Ihnen zum Kauf des Wort-Bild-Memorys Gemischtes Doppel des Magazins der Süddeutschen Zeitung .

Bei diesem Spiel dreht sich alles um Anagramme, also um Worte, deren Buchstaben in einer anderen Reihenfolge ein anderes Wort ergeben. Ein Beispiel für solch ein Anagramm ist beispielsweise Helm, aus dessen Buchstaben man das Wort Lehm oder Mehl bilden kann.

Decken Sie eine Karte mit einem Helm (in Bild und Schrift) auf und danach eine Karte mit Mehl, so gehören diese beiden Karten zusammen.

Durch das schnelle Umstellen der Wortpaare regen Sie Ihre grauen Zellen an, trainieren das schnelle Kombinieren von Wort und Schrift und erweitern Ihren Sprachschatz.

1.4. Bei Memorys für kreative Kinder sollten die Memory-Karten zum selber Basteln sein

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Mit einem Foto-Memory machen Sie aus Ihren liebsten Urlaubserinnerungen ein ganz besonderes Memory.

Bei den meisten Memory-Marken gibt es bereits eine große Auswahl an unterschiedlichen Motiven. Angefangen von Memory-Spielen mit Tieren bis hin zu Bildern von Autos oder Drachen finden Sie so immer genau das Memory, das Ihr Kind mag.

Falls Sie aber die Kreativität Ihres Kindes anregen und selbst ein individuelles Memory-Spiel gestalten wollen, empfehlen wir Ihnen, ein Selbstmach-Set für Memorys zu kaufen.

Diese Sets gibt es in zwei Ausgaben: Zum selbstständigen Bemalen der Memory Karten oder aber mit Aufklebebögen für ein Foto-Memory mit Ihren eignen Fotos.

Während das Bemalen des Memorys mit eigenen Bildern besonders Kindern Spaß macht, stellt das Foto-Memory zum selbst Gestalten unter anderem für Reise- und Spielbegeisterte ein schöne Geschenk-Idee dar.

Beide Sorten der Selbstmach-Memorys bietet unter anderem der Hersteller Noris für Kinder ab 6 Jahren an.

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2. Warum sollten Memory-Spiele für Kinder ab 2 Jahren aus Holz sein?

Punta, Merkfix und Memory

memory-kartenspielEine feste Bezeichnung hat das Memo-Spiel nicht. Dementsprechend trug es bereits die Namen Zwillingsspiel, Punta und Merkfix.

Bei der allseits bekannten Bezeichnung Memory handelt es sich deshalb nicht etwa um einen Überbegriff, sondern vielmehr um eine eingetragene Marke des Herstellers Ravensburger. Dieser hat bereits über 50 Millionen Memory-Spiele verkauft.

Wenn Sie bereits auf der Suche nach einem guten Memory-Spiel für Ihre Kinder sind, wird Ihnen aufgefallen sein, dass es zwei Kategorien gibt: Die Memo-Spiele aus Holz und die aus Karton.

Holz-Karten sind meistens in Memory-Spielen für Kinder ab 2 Jahren enthalten, während Memos mit Karton-Karten eine Altersfreigabe ab etwa 3 Jahren haben.

Damit Sie entscheiden können, welches Memory am günstigsten für Ihr Kind ist, haben wir beide Karten-Sorten einmal näher beleuchtet.

Karten-Material Beschreibung
Memory-Karten aus Holzmemory-junior Erste Memory-Kartenspiele können Sie mit Ihrem Kind bereits ab einem Alter von etwa zwei Jahren spielen. Hersteller wie Ravensburger oder Eichhorn bieten dafür extra Memory-Spiele aus Holz an.

Holz-Karten sind wesentlich robuster als Karton-Karten. So weichen sie nicht auf, wenn Ihr Kind sie in den Mund steckt. Abgelutschte Teile können so auch nicht von Ihrem Kind verschluckt werden.

Der Nachteil dieser Karten liegt darin, dass sie speziell für ein gewisses Alter ausgelegt sind und deswegen nur eine begrenzte Anzahl an Spielkarten haben. Ein Beispiel wäre das Holzspiel-Memo von Eichhorn, in dem nur 20 Pärchen vorhanden sind. Für ältere Kinder kann dieses Memo daher schnell langweilig werden.

leichter zu reinigen als Holz-Karten
Kleinkinder können an den Karten lutschen, ohne sich an abgelösten Teilen zu verschlucken
Karten sind robuster und gehen nicht so schnell kaputt wie Karton-Karten

x Holz-Karten-Memorys haben weniger Pärchen
x weniger Motiv-Vielfalt als bei Karton-Memorys
x wenige Pärchen führen bei älteren Kindern zur Langeweile

Memory-Karten aus Kartonmemory-karton Memory-Kartenspiele aus Karton bekommen Sie bereits für Kinder ab einem Alter von drei Jahren. Diese Memory-Spiele haben mehr Spielkarten und vielfältigere Motive als Holz-Memorys.

In dem Dragons-Memory von Ravensburger können sich Ihre Kinder beispielsweise an 36 Pärchen austoben.

Der Nachteil dieser Karten liegt darin, dass sie schwerer sauber zu halten sind als Memo-Karten aus Holz. Wird hier einmal ein Saft verschüttet, weicht der Karton auf und die Karte wird beschädigt.

eine größere Motive-Auswahl
Spiele haben bis zu 36 Pärchen
durch die hohe Pärchen-Anzahl und erweiterte Regeln bleibt das Spiel für die Kinder länger interessant

x Karton-Karten gehen schneller kaputt als Holzkarten
x können nicht so leicht gereinigt werden wie Holz-Karten
x Kind kann sich an kleinen, abgelösten Teilen verschlucken

3. Fragen und Antworten rund um das Thema Memory im Test

3.1. Ab welchem Alter kann ich mit meinem Kind Memory spielen?

Das Memory-Spiel kann Ihr Kind bereits mit einem Jahr spielen. Es gibt Memory-Spiele, die sich speziell an Babys richten und aus Holz sind. Hier haben Sie den Vorteil, dass keine Kleinteile verschluckt werden können. Wirklich spielen wird Ihr Kind in diesem Alter mit dem Memory zwar noch nicht, aber es wird sich bereits die Bilder ansehen.

Wenn Ihr Kind ungefähr zwei Jahre alt ist, können Sie es langsam an die Regeln des Memo-Spiels heranführen und mit ihm spielen. Wir empfehlen hier, erstmal nur zwei oder drei Pärchen offen auf den Tisch zu legen und Ihr Kind nach den passenden Karten suchen zu lassen. Nach und nach können Sie die Regeln erweitern, mehr Karten hinzufügen und damit den Schwierigkeitsgrad erhöhen.

Durch diese allmähliche Steigerung wird Ihr Kind nicht überfordert, spielerisch an die Regeln herangeführt und das Interesse am Spiel bleibt über eine längere Zeit bestehen.

3.2. Für was ist Memory spielen eigentlich gut?

Wie Die Welt in ihrem Artikel Denksport: Mit Memory-Effekt zum Superhirn angab, nimmt die Leistung unseres Gehirns ab dem 25. Lebensjahr immer weiter ab. Häufig macht sich dies in zunehmender Vergesslichkeit bemerkbar. Memory-Spiele helfen dabei, dem entgegenzuwirken.

So fördern Memory-Spiele für Senioren und Erwachsene ebenso die Merkfähigkeit unseres Gehirns, wie es die Memo-Spiele bei den Kleinkindern tun. Durch neuere Varianten, wie beispielsweise den Klatsch- oder den Wort-Memorys, wird zusätzlich die Reaktion und die Kombinationsgabe gefördert. Hierdurch bieten Sie Ihrem Gehirn nicht nur abwechslungsreiche Gedankenspiele an, sondern motivieren es zum Arbeiten, wodurch die Vergesslichkeit verlangsamt wird.

Bildnachweise: CroMary/shutterstock,yana333/shutterstock,Budimir Jevtic/shutterstock,mekcar/shutterstock,spass/shutterstock,REDPIXEL.PL/shutterstock (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)