Das Wichtigste in Kürze
  • Beim Kauf eines Laserdruckers müssen Sie sich entscheiden, ob Sie einen Farblaserdrucker zum Drucken von Fotos benötigen oder einen Mono-Laserdrucker zum Erstellen von Schwarz-Weiß-Dokumenten.
  • Viele Laserdrucker verfügen mittlerweile über einen Netzwerkanschluss, der das Drucken von mehreren Rechnern erleichtert. Auch das Smartphone kann zur Nutzung dienen.
  • Beim Kauf sollten Sie auch die Druckkosten im Auge behalten, da bei manchen Herstellern die Tonerkartuschen – das wichtigste Druckerzubehör für Laserdrucker – sehr teuer sind.

Arbeiten am Kopiergerät
In fast jedem Büro, der Bibliothek und jeder Behörde steht ein Kopierer. Neben einem Scanner ist hier auch ein Laserdrucker integriert. Laserdrucker gelten als sehr sparsame Printer, die langsam auch für den Heimgebrauch erschwinglich werden. Auf dem Markt liefern sich derzeit sogar die großen Hersteller wie Samsung, HP oder Ricoh einen Kampf um den günstigsten Farblaserdrucker. In unserem Vergleich stammte er von Samsung. Wenn Sie unsere Kaufberatung zum Laserdrucker Vergleich 2020 gelesen haben, können Sie entscheiden, welches Produkt zu ihrem Laserdrucker Vergleichssieger wird und ob es der beste Laserdrucker für Ihre Zwecke ist. Wenn dem nicht so ist: Wir haben auch einen Preis-Leistungs-Sieger gewählt, damit Sie einen guten wie günstigen Laserdrucker kaufen können.

1. Was ist ein Laserdrucker und wie funktioniert er?

Unter einem Drucker (englisch: printer) versteht man in der Datenverarbeitung ein Gerät zur Ausgabe von Daten (z. B. Texte) auf ein Trägermedium (Papier). Im Unterschied zu Tintenstrahldruckern oder Nadeldruckern wird bei den Laserprintern die Elektrofotografie oder das Xerox-Verfahren für den Druck benutzt.

Im Mittelpunkt befindet sich eine statische und rotierende Bildtrommel. Der Laser beschreibt sie dort, wo der Toner haften bleibt. Durch den Laser wird die Ladung auf dem jeweiligen Punkt der Bildtrommel entfernt. Da das Tonerpulver ebenfalls geladen ist, haftet es nur an ungeladenen Stellen. Das Tonerabbild wird von einem statisch geladenen Papier übernommen und durch Erhitzung fixiert. Der Toner stellt somit das wichtigste Zubehör beim Laserprinter dar. Da Bilder mehr als tausend Worte sagen, soll an dieser Stelle ein Video zur Illustration des Funktionsprinzips eines Laserdruckers dienen.

Hinweis: In die Kategorie der Laserprinter werden auch LED-Drucker eingeordnet, da die Funktionsweise ähnlich ist. An die Stelle eines herkömmlichen Lasers tritt hier eine LED-Lampe. LED-Drucker können die Bildtrommel zeilenweise und nicht nur punktweise belichten. Aus diesem Grund können LED-Drucker schneller drucken und auch günstiger produziert werden. Von den Herstellern werden sie meist als LED-Laserdrucker benannt.

2. Welche Laserdrucker-Typen gibt es?

Laserdrucker Test

Ein guter Laserprinter – der Brother HL 2250 DN

Wir haben uns in unserem Laserdrucker Vergleich 2020 auf zwei Kategorien von Laserdruckern beschränkt. Neben den Mono-Laserdruckern, die nur Schwarz-Weiß-Dokumente erstellen können, gibt es auch Farblaserprinter zum Ausdrucken von Bildern. Mit Fotodruckern können sie jedoch nicht mithalten.

2.1. Mono-Laserdrucker

Mono-Laserdrucker oder Monochromlaserdrucker stellen die einfachste Form der Laserprinter im Laserdrucker-Vergleich dar. Sie haben nur einen Toner, der eine schwarze Farbe enthält. Die Laserdrucker sind vor allem für das Erstellen von Text und Grafiken ohne Farbe optimiert. Sie können relativ schnell drucken und haben geringere Druckkosten als Tintenstrahldrucker und Fotodrucker. Mit ihnen hat man jedoch keine Möglichkeiten, Farbdrucke zu realisieren.

  • geringe Anschaffungskosten
  • geringe Druckkosten
  • hohe Druckgeschwindigkeit
  • keine Möglichkeit des Farbdrucks

2.2. Farblaserdrucker

Farblaserdrucker haben mehrere Toner und unterschieden sich von den Monochromlaserdruckern nur durch die Anzahl an Farbtonern und Bildtrommeln. Es sind die gängigen vier Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz vorhanden. In der Regel sind Farblaserprinter teurer als herkömmliche Laserdrucker, da die Konstruktion um einiges aufwendiger ist. Der größte Vorteil eines Farblaserdruckers ist natürlich, dass er auch Bilder erstellen kann. In vielen glaubwürdigen Laserdrucker Tests hat sich jedoch auch gezeigt, dass die Druckqualität nicht an hochwertige Fotodrucker heranreicht.

  • Farbdrucke auf Tintenstrahldrucker-Niveau
  • hohe Druckgeschwindigkeit
  • höhere Druckkosten
  • mehrere Toner müssen gekauft und gewechselt werden

2.3. Weitere Printer

Printer-Typ Kurzbeschreibung
3D-Drucker Ein 3D-Drucker ist kein Drucker im herkömmlichen Sinne. 3D Drucker können ganze Werkstücke aus Kunststoff drucken und dienen daher eher zum Drucken von Produkten.
A3-Drucker Die im Hausgebrauch üblichen Drucker können meist nur das Format A4 ausgeben. Es gibt jedoch spezielle A3-Drucker, die auch das größere Format ohne Probleme bedienen. Mittlerweile gibt es hierfür Laser- und Tintenstrahldrucker. Für den Hausgebrauch sind sie in der Regel nicht erschwinglich.
CD-Drucker CD-Drucker dienen zum Bedrucken von CD oder DVD-Rohlingen. Einige Tintenstrahldrucker verfügen über die Funktion, auch CDs und DVDs bedrucken zu können.
Foliendrucker Die meisten Menschen verstehen unter Foliendruckern Drucker für Projektor-Folien. Hier wird die Schrift in der Regel eingebrannt. Allerdings werden immer noch spezielle Geräte benötigt, die auch auf normalen glatten Folien schreiben können. Es gibt heutzutage für Tintenstrahl- und Laserdrucker spezielle Folien, die auf einer Seite rau sind.
Nadeldrucker Nadeldrucker und Typenraddrucker gehören in die große Gruppe der Impact (Aufprall)-Drucker. Nadeln schlagen hier auf ein Farbband und erzeugen so die Schrift.
Tintenstrahldrucker Tintenstrahldrucker sind Matrixdrucker, bei denen der Druck über Düsen und Farbtanks erfolgt. Da kein physischer Druck auf das Papier ausgeübt wird, gehören die Drucker in die Familie der Non-Impact-Drucker. Sie sind die herkömmlichen Farbdrucker und können in vielen Haushalten angetroffen werden. Die Anschaffungskosten sind deutlich geringer als bei Laserprintern, allerdings sind die Folgekosten durch Druckerpatronen und Tintenpatronen um einiges höher. Vor allem die Canon Inkjet-Drucker sind besonders bekannt. Falls Sie sich für den Kauf von Inkjet Druckern interessieren, können Sie auch bei unserem Drucker Vergleich vorbeischauen.
Thermosublimationsdrucker Thermosublimationsdrucker sind Farbdrucker, die ein spezielles Thermodruckverfahren anwenden. Hier wird Farbwachs auf das Papier aufgetragen. Durch den Thermosublimationsdruck werden hohe Temperaturen von 300 bis 400° C benötigt.
Etikettendrucker Bei Etikettendruckern handelt es sich um Thermodrucker, die zum Ausdrucken von Etiketten verwendet werden. Die Ausdrucke der Thermodrucker erfolgen meist auf einem speziellen Thermopapier, wie es von Kassenbons bekannt ist.

3. Kaufkriterien für Laserdrucker: Welches ist der beste Laserdrucker?

Ricoh Laserdrucker mit USB-Anschluss

Ein sehr preiswerter Laserdrucker nur mit USB-Anschluss von Ricoh.

Sie können Drucker mittlerweile von verschiedenen Herstellern und Marken kaufen. Die Hersteller Brother, HP, Canon, Lexmark, Kyocera und Xerox stehen für hochwertige Drucker. Sie können aber auch vom Hersteller Ricoh Laserdrucker günstig kaufen. Dennoch sollten Sie beim Kauf auf wichtige Kriterien, wie die Auflösung, Druckgeschwindigkeit, die Anschlüsse und die Scanfunktion legen. Die Druckqualität ist jedoch am wichtigsten, auch wenn Sie Laserdrucker günstig kaufen. Wenn Sie diese Kaufkriterien beherzigen, können Sie auch Ihren persönlichen Laserdrucker Testsieger oder den besten Laserdrucker für Ihre Zwecke wählen.

3.1. Auflösung

Die Auflösung des Druckers gibt an, wie fein das Druckbild eines Druckers sein kann. Die Angabe erfolgt in der Einheit dpi (dots per inch), also übersetzt Bildpunkte je Zoll. Die Angabe von 1000 x 600 dpi beschreibt dabei die Auflösung in horizontaler und vertikaler Richtung. Beim Laserdrucker-Vergleich waren die Auflösungen der Printer von Brother, Canon, HP, Epson und Ricoh relativ dicht beieinander. Egal ob es sich um monochrome Laserdrucker oder Farblaserprinter handelte.

3.2. Druckgeschwindigkeit

Bei der Druckgeschwindigkeit gab es im Laserdrucker-Vergleich auch nur wenige Unterschiede. In der Regel schaffen die hochwertigen Laserdrucker von Brother, Samsung und Canon 18 Blätter pro Minute. Einige Mono-Laserdrucker von Samsung und Kyocera können auch mehr als 20 Ausdrucke in der Minute auswerfen. Für den Hausgebrauch sind jedoch 18 Seiten vollkommen ausreichend.

3.3. Anschlüsse

Was ist AirPrint?

Die AirPrint-Technologie hat Apple entwickelt und stellte eine Software-Schnittstelle für das drahtlose Drucken dar. Seit 2010 gibt es AirPrint und wird von den Betriebssystemen iOS 4.2.1. und höher und dem Mac OS X 10.7 und höher verwendet. Die Kommunikation durch die AirPrint-Schnittstelle erfolgt über eine WiFi-Verbindung. Über diverse Apps können Airprint-Drucker auch mit dem iPad oder iPhone verwendet werden. Drucker mit der AirPrint-Technologie überzeugen so als mobile Drucker für iPad und iPhone.

Bei den Anschlüssen konnte man zwischen USB-, LAN- und WLAN-Anschlüssen wählen. Manche Menschen möchten einen Drucker mit Netzwerkanschluss erwerben. Sie können hier zwischen einfachen LAN- und WLAN-Verbindungen wählen. Bei LAN-Verbindungen besteht das Problem, dass ein Kabel verlegt werden muss. WLAN-Netzwerke sind in der Regel in der Ersteinrichtung etwas schwieriger, haben aber den Vorteil, dass auch Smartphones, Handys oder andere mobile Geräte genutzt werden können. Die Markenhersteller Brother, Canon, Epson und Samsung werben auch immer wieder mit einer AirPrint-Funktion. Diese erleichtert die Verbindung zu Apple-Produkten. Solche Laserdrucker können als Drucker für iPad, iPhone oder das Macbook überzeugen. Nichts ist einfacher als die Steuerung über das eigene Handy. Der Printer kann sich dann als mobiler Drucker zu erkennen geben.

3.4. Scanfunktion

Der Besitz eines Multifunktionsdruckers kann einige Vorteile haben. Multifunktionsdrucker können nicht nur Ausdrucke erstellen, sondern auch Dokumente scannen oder Faxgeräte ersetzen. Die Drucker mit Scanner können ähnlich schnell Blätter kopieren wie normale Kopierer für das Büro. In unserem Laserdrucker-Vergleich hatten nur wenige Modelle einen Scanner integriert und konnten sich als Multifunktionsdrucker hervortun. Allerdings überzeugen alle namhaften Hersteller wie Brother, Hewlett-Packard, Dell und Canon mit guten Multifunktionsdruckern, für die man jedoch einen Aufpreis zahlen muss. Wie bei allen Druckern sind die Druckertreiber und die mitgelieferte Software sehr wichtig. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um USB-Drucker, Netzwerkdrucker oder WLAN-Drucker handelt. Wenn die Software oder Treiber veraltet sind, kann die Funktion deutlich beschränkt sein. Falls Sie sich für Multifunktionsdrucker interessieren sollten Sie sich unseren Vergleich ansehen.

4. Wie fällt der Laserdrucker Vergleich bei Stiftung Warentest aus?

Samsung Xpress M2835DW - Testsieger bei Stiftung Warentest Ausgabe 10/2014.

Samsung Xpress M2835DW – Testsieger bei Stiftung Warentest Ausgabe 10/2014.

Die Stiftung Warentest hat in der Ausgabe 10/2014 Laserdrucker untersucht. Laserdrucker Testsieger bei den Schwarz-Weiß-Laserdruckern war der Samsung Xpress M2835DW mit einer Gesamtwertung von 1,8. Dahinter ist der Hewlett-Packard Laserjet Pro 400 M 401 dne mit der Gesamtnote von 2,1. Auf dem dritten Platz im Laserdrucker Test landeten der Canon-i-Sensys LBP6020B und der Ricoh SP 311DNw mit einer Gesamtnote von 2,5. Bei den Farblaserdruckern waren ebenfalls die Modelle von Samsung und Canon vorne. Auf Platz drei schaffte es ein Farblaserprinter von Brother.

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Laserprinter

5.1. Ab wann lohnt sich ein Laserdrucker?

Ein normaler Tintenstrahldrucker wie der Canon Pixma MX 925 kostet ungefähr 155 € und erzeugt Druckkosten von 4,5 Cent pro Schwarz-Weiß-Seite. Ein guter Laserdrucker wie der HP LaserJet Pro MFP M277dw von Hewlett-Packard kostet ungefähr 290 €, hat aber nur Druckkosten von 3 Cent.

Nach ungefähr 9000 gedruckten Schwarz-Weiß-Seiten sind Laserdrucker billiger als Tintenstrahldrucker. Damit lohnen sich Laserdrucker nur für Büros und Vieldrucker wie Selbstständige oder Studenten.

Sehr guter Farblaserdrucker von Kyocera.

Sehr guter Farblaserdrucker von Kyocera.

5.2. Wie ist die Funktionsweise eines Laserdruckers?

Herzstück eines Laserdruckers stellt die Bildtrommel dar. Sie ist statisch aufgeladen und kann mit einem Laser entladen werden. An den ungeladenen Stellen kann sich der Toner ablagern, der für die Erzeugung der Farbe verantwortlich ist. Durch die Einwirkung von Wärme verfestigt sich die Farbe auf dem Blatt.

5.3. Welche Auflösung ist beim Laserdrucker gut?

Die Auflösung (oder auch Resolution) gibt an, wie fein das Druckbild der Geräte ist. Für einfache Schwarz-Weiß-Dokumente mit viel Text reichen 600×600 dpi. Für aufwendige Grafiken und Bilder sollten es schon 1200×600 dpi oder mehr sein.

5.4. Wie schädlich sind Laserdrucker?

Hochwertiger Multifunktionsdrucker von HP.

Hochwertiger Multifunktionsdrucker von HP.

Viele Menschen befürchten, dass der Tonerstaub von Laserdruckern in die Luft gelangen und die Gesundheit der Nutzer gefährden könnte. Einige Behörden und Institutionen (z. B. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, die Bundesanstalt für Materialforschung und Materialprüfung und das Bundesinstitut für Risikobewertung) sind dem Verdacht nachgegangen. Weder bei Luftuntersuchungen im Büro noch im Labor ließ sich eine Gesundheitsgefahr durch Laserdrucker wissenschaftlich belegen. Falls Sie dennoch Angst vor möglichen Langzeit-Risiken haben, können Sie nach einem Drucker mit dem blauen Engel Ausschau halten. Laserdrucker (egal ob USB-Drucker, WLAN-Drucker oder Netzwerkdrucker) mit diesem Zeichen haben einen sehr geringen Ausstoß an Tonerstaub.

5.5. Wo sollte man einen Laserdrucker aufstellen?

Sie können den Laserdrucker aufstellen, wo auch immer Sie Platz haben. Falls Sie einen Netzwerkdrucker, Airprint-Drucker oder einen WLAN-Drucker besitzen, der von mehreren Personen genutzt wird, empfiehlt sich ein möglichst zentraler Aufstellungsort. Hier wäre ein Durchgangsflur ideal, damit kein Nutzer von dem WLAN-Drucker gestört wird. Einen separaten Raum für den Drucker benötigen Sie in der Regel nicht.