Buchscanner Test 2017

Die 7 besten Buchscanner im Vergleich.

Avision FB6280E Avision FB6280E
Plustek A 300 Plustek A 300
Fujitsu SV600 Fujitsu SV600
Avision FB2280E Avision FB2280E
Plustek OpticBook 4800 Plustek OpticBook 4800
Plustek OpticBook 3800 Plustek OpticBook 3800
Microtek XT3300 Microtek XT3300
Abbildung Vergleichssieger Preis-Leistungs-Sieger
Modell Avision FB6280E Plustek A 300 Fujitsu SV600 Avision FB2280E Plustek OpticBook 4800 Plustek OpticBook 3800 Microtek XT3300
VergleichsergebnisTÜV Siegel TÜV-geprüftes Test- & Vergleichsverfahren
Vergleich.org
Bewertung 1,3 sehr gut
08/2017
Vergleich.org
Bewertung 1,4 sehr gut
05/2017
Vergleich.org
Bewertung 1,5 gut
05/2017
Vergleich.org
Bewertung 1,6 gut
08/2017
Vergleich.org
Bewertung 1,7 gut
08/2017
Vergleich.org
Bewertung 2,2 gut
08/2017
Vergleich.org
Bewertung 2,3 gut
08/2017
Kundenwertung
bei Amazon
2 Bewertungen
1 Bewertungen
12 Bewertungen
10 Bewertungen
12 Bewertungen
28 Bewertungen
1 Bewertungen
Scannertyp Flachbett Flachbett Overhead Flachbett Flachbett Flachbett Flachbett
Format max. A3 max. A3 max. A3 max. A4 max. A4 max. A4 max. A4
Auflösung Für Bücherscans reichen ca. 300 dpi. Viele Modelle sind als Multifunktionsgeräte auch für Bilderscans mit einer höheren Auflösung gewappnet. 600 dpi 600 dpi 285 dpi 600 dpi 1.200 dpi 1.200 dpi 1.200 dpi
Lichtquelle Leuchtstoffröhren verbrauchen mehr Strom und brauchen beim ersten Scan etwas Aufwärmzeit, leuchten das Material aber perfekt aus.

LEDs sind bedeutend stromsparsamer, umweltschonender und ein perfekter Preis-Leistungs-Kompromiss.
LED Leucht­stof­fröhre LED LED LED LED LED
Sensor-Typ CCDs werden verstärkt in zeilenbasierten Scanner verwendet.

CMOS-Technik kommt verstärkt in Voll-Format-Dokumentenkameras zum Einsatz.
CCD CCD CCD CCD CCD CCD CCD
Scan-Geschwindigkeit 4,5 Sek.
(A4-Farb­bild 300 dpi)
2.48 Sek.
(A3-Farb­bild 300 dpi)
3 Sek.
(A3-Farb­bild 300 dpi)
4 Sek.
(A4-Farb­bild 300 dpi)
3,6 Sek.
(A3-Farb­bild 300 dpi)
7 Sek.
(A3-Farb­bild 300 dpi)
3,5 Sek.
(A4-Farb­bild 300 dpi)
Tagesvolumen 3.500 Seiten 5.000 Seiten k.A. 2.500 Seiten 2.500 Seiten 2.500 Seiten 2.500 Seiten
Betriebssystem kom­pa­tibel mit Win­dows kom­pa­tibel mit Apple kom­pa­tibel mit Win­dows kom­pa­tibel mit Win­dows kom­pa­tibel mit Apple kom­pa­tibel mit Win­dows kom­pa­tibel mit Apple kom­pa­tibel mit Win­dows kom­pa­tibel mit Win­dows kom­pa­tibel mit Win­dows kom­pa­tibel mit Apple
Ausgabe-Formate TIF | JPEG | PDF
DOC | XLS u.a
TIF | JPEG | PDF
DOC | XLS
JPEG | PDF | PPT
DOC | XLS
TIF | JPEG | PDF
DOC | XLS u.a
TIF | JPEG | PDF
DOC | XLS
TIF | JPEG | PDF
DOC | XLS
TIF | JPEG | PDF
BMP | PCX | DCX
TWAIN-Schnittstelle Hardware-Software-Kommunikation: TWAIN-kompatible Scan-Software von Drittanbietern lässt sich zur Steuerung der Scan-Hardware nutzen. Besonders zu empfehlen, wenn Ihnen die mitgelieferte Software missfällt oder zu wenig Funktionen bietet.
Stromverbrauch
Betrieb | Standby
38,4 W | 15 W 36 W | 8 W 20 W | 2,4 W 30 W | 10 W 36 W | 8 W 18 W | 4,3 W 15 W | 3,2 W
Abmessungen
(L x H x T)
645 x 135 x 428 mm 623 x 133 x 400 mm 210 x 383 x 156 mm 480 x 115 x 288 mm 491 x 102 x 291 mm 453 x 105 x 285 mm 444 x 90 x 279 mm
Gewicht 7,6 kg 7,7 kg 3 kg 6,5 kg 3,5 kg 3,4 kg 3 kg
Vorteile
  • 9 Scan-Pro­file spei­cherbar
  • Scannen, Kon­ver­tieren und Senden über Sch­nell­taste mög­lich
  • umfang­rei­ches Soft­wa­re­paket inkl.
  • 2 mm Buch­an­le­ge­kante
  • umfang­rei­ches Soft­wa­re­paket inkl.
  • umfang­rei­ches Soft­wa­re­paket inkl.
  • bewe­g­liche Overhead-Scan­ein­heit tastet zei­len­weise ab
  • 2 mm Buch­an­­le­­ge­­kante
  • gute Qua­lität der Scans
  • schnell
  • 2 mm Buch­an­le­ge­kante
  • hohe Auflö­sung
  • hohe Auflö­sung
  • Scannen, Kon­ver­tieren und Senden über Sch­nell­taste mög­lich
  • geringer Strom­ver­brauch
  • Scannen, Kon­ver­tieren und Senden über Sch­nell­taste mög­lich
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4,7 /5 aus 14 Bewertungen

Buchscanner-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Mit Buchscannern für die Heimanwendung lassen sich schnell und kostengünstig ganze Buchbestände digitalisieren.
  • Vor allem Scanner mit einer für Bücher angepassten Flachbettauflage und Aufsichtscanner - auch als Overhead-Scanner bezeichnet – konnten im Vergleich punkten.
  • Neben Funktionen zum einfachen Scannen von Büchern bieten die meisten Geräte umfangreiche Software-Pakete zur Bearbeitung der erstellten Digitalisate. Vor allem Texterkennungs-Software punktet bei den Anwendern, da hiermit auch durchsuchbare PDF-Dateien erstellt werden können.

buchscanner-vergleich
In Universitätsbibliotheken sind sie schon lange state of the art. Für den Einsatz in den eigenen vier Wänden war die Technik aber bisher noch zu teuer und klobig. Buchscanner beflügeln alle Fantasien einer voll digitalisierten Welt und ermöglichen die Konservierung historischer und von Zerfall bedrohter Schriftstücke. Dabei arbeiten die besten Buchscanner der Welt vollautomatisch und erfassen mehrere Tausend Buchseiten pro Stunde.

Hersteller moderner Hard- und Software zum Scannen bieten mittlerweile auch erschwingliche Modelle für private Haushalte an. Angepasste Flachbettscanner oder Overhead-Scanner konkurrieren dabei mit unterschiedlichen Profilen um die Gunst des Käufers. Beide Scanner-Typen punkten aber mit der Fähigkeit, Bücher mit ihren für Scanner problematischen Eigenschaften zu bändigen: Mit Buchscannern lassen sich die von der Buchbindung hervorgerufenen Verzerrungen in Scans eliminieren. Das schont nicht nur die Bücher sondern spart auch Arbeitskraft und Stress. Darüber hinaus glänzen alle Scanner mit einer mitgelieferten Software zur Nachbearbeitung der erstellten Digitalisate.

In unserem Ratgeber geben wir Ihnen einen kleinen Überblick über die wichtigsten Merkmale moderner Buchscanner für den Einsatz in den eigenen vier Wänden. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Scanner-Typen kurz vor, erklären Ihnen die besonderen Herausforderungen des Bücher-Scanners und listen Ihnen die wesentlichen Kaufkriterien auf. Nutzen Sie unsere Kaufberatung und küren Sie Ihren ganz persönlichen Buchscanner-Vergleichssieger!

Tipp: Sie möchten sich auch über andere Scannertypen informieren?

1. Optische Datenerfassung – Scannertechnik für verschiedene Zwecke

Obwohl Licht für viele Menschen ein ausschließlich optisches Phänomen darstellt, besitzt die elektromagnetische Strahlung eine ganz besondere technische Funktion. Die Elementarteilchen des Lichts – Photonen – setzen Elektronen in Metallen frei – diese sind die Voraussetzung für einen Stromfluss. Mit dem Photoelektrischen Effekt lässt sich Licht in Strom transferieren. Dieses Phänomen nutzen moderne Bildaufzeichnungsgeräte aus, denn in digitalen Kameras und Scannern stecken lichtreaktive Halbleiterchips, die aus dem einfallenden Licht elektrische Spannungen erzeugen.

Besonders in Scannern werden diese Lichtsensoren bereits seit den 1950er Jahren genutzt. Industrielle Trommelscanner dienten über viele Jahrzehnte im Druckwesen zur Auf- und Vorbereitung einer finalen Druckvorlage. Seit der Computer in die privaten Haushalte Einzug gehalten hat, erfreuen sich auch viele Menschen an der Möglichkeit, ihre Dokumente, Bilder und Belege in einem digitalen Format auf dem PC zu speichern. Dabei produzieren die Hersteller von Computerprodukten verschiedene Modelle zum Erstellen von sogenannten Digitalisaten. In der folgenden Übersicht stellen wir Ihnen Scanner für unterschiedliche Einsatzszenarien vor:

Scannertyp Beschreibung

 Durchlichtscanner

durchlicht-scanner-vergleich

Mit den auch als Dia- oder Filmscanner genannten Geräten digitalisieren Sie Diapositive und -negative in hoher Qualität. Dabei wird das zur Ausleuchtung geworfene Licht nicht wie bei Auflichtscannern gegen eine lichtundurchlässige Abdeckung gerichtet, sondern zum Durchscheinen des halbtransparenten Materials.

 Einzugsscanner

einzug-scanner-test

Für Belege, Quittungen und andere Papiervorlagen eignen sich Einzugsscanner. Mit einem automatischen Dokumenteneinzug ausgestattet, lassen sich Scans in Windeseile erledigen – auch im A3-Format. Dabei lassen sich die zu scannenden Dokumente in ein Vorlagenfach legen und automatisch vom Scanner einziehen. Beste Wahl für Stapelverarbeitung mit einem Dokumentenscanner.

 Flachbettscanner

flachbett-scanner-buch

Auf einer dem Papierformat angepassten Glasplatte werden die einzuscannenden Dokumente aufgelegt und durch eine mit Lichtsensoren ausgestatteten mechanischen Einheit abgetastet. Ideal für Einzelscans verschiedener Papierformate.

 Handscanner

handscanner-buch

Handliche Scanner zum Einlesen von Textpassagen und Einzelseiten. Im Batterie- oder Akkubetrieb erlauben Handscanner auch mobile Scans fernab von Computern und Stromquellen. Die aufgezeichneten Dokumente werden dann auf einer Flash-Speicherkarte für spätere Bearbeitung am PC zwischengespeichert.

 Aufsichtscanner

aufsicht-scanner-test

Aufsicht- oder Overhead-Scanner arbeiten per Draufsicht. Dabei werden zwei Kategorien unterschieden: Geräte mit beweglichen Zeilensensor tasten die Dokumente Zeile für Zeile ab und übertragen die Daten auf den Computer. Darüber hinaus existieren auch Modelle, die ganze Bilder ähnlich einer Kamera aufzeichnen und deshalb auch als Dokumentenkameras bezeichnet werden.
Multifunktionsgeräte kombinieren auch unterschiedliche Typen in einem Gehäuse. Beispielsweise ein Flachbettscanner mit integrierter Durchlichteinheit für Dias und einem zusätzlichen Fach für den automatischen Papiereinzug.

2. Altbestände digitalisieren – Buchscanner machens möglich

Optische Zeichenerkennung (OCR)

Optical Character Recognition – kurz OCR – ist das Schlagwort bei der Digitalisierung von Schriftstücken. Intelligente OCR-Software erstellt keine betrachtbaren Bilddateien, sondern gleich weiterzuverarbeitende Textdateien. Wie gut eine OCR-Software die Buchstaben erkennt, hängt einerseits von der Qualität des Schriftstücks, anderseits von der Leistungsfähigkeit der Hard- und Software ab.

Mit den verschiedenen Scannern lassen sich verschiedene Objekte „abtasten“. Aber Vorsicht! Nicht jede Unterlage eignet sich für jeden Scannertyp. Bestimmte Vorlagenformate erfordern gar besondere Techniken. Gerade lichtdurchlässige Materialien wie Dias und fotografische Filme erfordern eine sogenannte Durchlichteinheit. Für die Stapelverarbeitung von Dokumenten eignet sich hingegen ein Dokumentenscanner mit automatischem Papiereinzug.

Auch Bücher stellen eine Herausforderung für Scanner dar:

  • Als gebundene Schriftwerke lassen sich Bücher nicht plan auf die Auflagefläche eines Flachbettscanners platzieren. Auch mit Aufsichtscannern abgetastet, enthalten die Digitalisate einen Schatten und Verzerrungen im Bereich der Buchmitte.
    .
  • Per Flachbettscanner Bücher zu digitalisieren, ist durch das Umblättern der Seiten sehr zeitaufwendig.
    .
  • Das ständige „Flachdrücken“ der Scanvorlagen führt zum schnellen Verschleiß. Die Bindung verliert dadurch an Haftung. Auch Buchrücken und einzelne Seiten können in Mitleidenschaft gezogen werden.
    .
  • Die fertigen Seiten sind oft von sehr unterschiedlicher Qualität. Mit einer Texterkennungs-Software lassen sich oft nur unbrauchbare Dateien zur Weiterverarbeitung erstellen.
    .
  • Bücher sind selten im A4-Papierformat. Oft bewegen sich die Formate fernab der vom Deutschen Institut für Normierung definierten Papierformate.

Je nach Beschaffenheit und Größe des Buches variieren diese Probleme. Eine moderne Scanlösung für Bücher muss aber auf alle Schwierigkeiten reagieren. Im professionellen Bereich werden schon seit vielen Jahren High-Tech-Lösungen zum Digitalisieren ganzer Bibliotheken verwendet. Auch in Archiven und Museen werden automatische Scanroboter zum Sichern der Buchbestände genutzt.

Mit höchster Präzision werden zwei um 180° versetzte Scanner in das nur leicht aufgeklappte Buch eingeführt. Die Auflageform der Bücher sieht wie der Buchstabe V aus, weshalb die High-End-Scanner auch als V-Buchscanner bezeichnet werden. Eine Buchwippe sorgt dabei für einen sicheren Halt des abzutastenden Objekts, während der Hochleistungsscanner geschmeidig die Seiten ansaugt und den Inhalt ablichtet. Folgendes Video zeigt Ihnen die Arbeitsweise der technisch sehr ausgereiften ScanRobots:

Für den privaten Gebrauch eher ungeeignet: Hochleitungs-Scanroboter schrecken wegen der exorbitanten Größe und den fünf bis sechsstelligen Anschaffungspreisen Kunden ab. Aber der technischen Entwicklung sei dank: Marken-Hersteller von Konsumer-Produkten haben gute Alternativen zu den Buchscannern für Bibliotheken auf den Markt gebracht. Prinzipiell kombinieren die Buchscanner im Vergleich moderne Fototechnik und anspruchsvolle Softwarelösungen für das adäquate Erstellen von digitalen Buchkopien. Dabei kommen vorranging zwei Scannertypen zum Einsatz:

angepasste Flachbettscanner

flachbett-angepasst-buch

Aufsichtscanner

aufsichtscanner-2-buchscanner

Auflagefläche reicht bis 2 mm zur Kante

Papierformate bis A3 abtastbar

Bücherseiten lassen sich plan auflegen

für absolut verzerrungsfreie Digitalisate

nur eine Seite pro Scanvorgang

 nach oben gerichtetes Licht blendet

muss regelmäßig gewartet werden

 als Overhead-Scanner oder -Kamera erhältlich

sehr bequemes Scannen

zwei Seiten pro Scanvorgang

Papierformate bis A3 abtastbar

wartungsfrei

Bildanpassung durch Software fehleranfällig

Streulicht kann Scanqualität mindern

Generell lassen sich auch Handscanner zum Ablichten von Zeitschriften und Büchern nutzen, jedoch sind die Ergebnisse oft unbefriedigend und erfordern ein ruhiges Händchen. Zum Scannen eines kurzen Zeitungsartikels durchaus zu empfehlen, für das Erstellen brauchbarer Buchkopien aber kaum zu gebrauchen.

Tipp: Insbesondere die Aufsichtgeräte ähneln den professionellen Overhead-Book-Scannern in Universitätsbibliotheken. Viele der überkopf arbeitenden Geräte gehören aber genau genommen in die Kategorie Dokumenten-Kamera und sind keine echten Scanner. Beim Scannen werden Bilder zeilenweise abgetastet und erstellt, wohingegen Kameras gleich das ganze Objekt auf einmal ablichten.

3. Buchscanner im Detail – Zentrale Kaufkriterien im Überblick

dpi versus ppi

Die Auflösung von Scannern wird in dots per inch – also: Bildpunkte pro Zoll angegeben. dpi ist allerdings ein Begriff der Drucktechnik und wird für die mögliche Druckauflösung verwendet. Durch Missverständnisse und fehlerhafte Verwendung des Kürzels hat sich dpi nun zum Synonym für ppi entwickelt. Für die Auflösung von digitalen Dokumenten und Bildern wäre pixel per inch – also: Pixel pro Zoll die korrekte Einheit.

3.1. Papierformat und Auflösung

Die Größe der zu scannenden Objekte unterscheidet sich vor allem bei Buchscannern. Während die meisten Dokumentenscanner mit A4-Schriftstücken bestückt werden, kann die Größe von Büchern schon wesentlich größer sein. Dabei gibt es zwischen Aufsicht- und Flachbettscannern wesentliche Differenzen:

  • Flachbettscanner: Die Flachbett-Buchscanner im Vergleich sind nur zum Scannen einer Seite pro Vorgang geeignet. Die Auflagefläche lässt sich daher meistens mit A4-Vorlagen bestücken. Sollten Sie jedoch großformatige Bücher einscannen wollen, ist die Auswahl eher kleiner. A3-Buchscanner mit Flachbettauflage sind zudem nicht günstig.
  • Aufsichtscanner: Die von oben abtastenden Modelle haben mehr Spielraum. Die Scaneinheit bzw. Kamera der Overheads ist für die Erfassung von A3-Formaten ausgelegt. Auch als Bildscanner können die Geräte überzeugen.

Hinsichtlich der erzielbaren Auflösung herrscht keine Einigkeit unter den Vergleichsteilnehmern. Das hat auch einen Grund: Viele der besten Buchscanner sind Mulitfunktionsgeräte. Bücher scannen ist dann nur eine Funktion, die mit ca. 300 dpi eher wenig Auflösung erfordert. Zum Digitalisieren von Bildern benötigen die Geräte hingegen deutlich mehr Bildpunkte auf ihren lichtreaktiven Chips: Bildscanner schöpfen mit 1.200 dpi aus den Vollen. Lassen Sie sich also nicht verwirren! Sollten Sie ausschließlich einen sehr guten Buchscanner kaufen wollen, dann sind ca. 300 dpi eine Standardauflösung.

Das Herzstück digitaler Scanner und Kameras: Ein lichtreaktiver Chip wandelt Licht in Strom.

Das Herzstück digitaler Scanner und Kameras: Ein lichtreaktiver Chip wandelt Licht in Strom.

3.2. Bildsensoren – CCD oder CMOS?

Das Herzstück eines Scanners ist wie bei einer Digitalkamera der Sensor. Die kleinen Chips transformieren das einfallende Licht in Strom und erzeugen durch intelligente Lichtfilterung die Farben. Zur Zeit werden zwei Chiptypen verwendet, die sich in der Art der Adressierung der einzelnen Bildpunkte voneinander unterscheiden: Bei der Charge Coupled Device (CCD) werden die Spannungswerte der einzelnen Bildpunkte im Eimerkettenprinzip nacheinander ausgelesen, wohingegen beim Active-Pixel-Sensor in CMOS-Technik alle Bildpunkte einzeln adressierbar sind (eine kleine Einführung zum Thema finden Sie hier).

Technische Feinheiten hin oder her: Einen qualitativen Unterschied werden Sie heute nicht mehr feststellen. Zwar hatten die neueren CMOS-Sensoren anfangs mit einer geringeren Lichtausbeute zu kämpfen, können heute aber vollends mit CCDs mithalten. Viel wichtiger ist: Mit CMOS-Technik arbeitende Sensoren werden hauptsächlich in Flächensensoren von Dokumentenkameras verwendet. Und diese werden auch als Buchscanlösung eingesetzt!

3.3. Beleuchtung

Zur Ausleuchtung der zu scannenden Buchseite werden im Jahr 2017 fast ausschließlich LEDs genutzt. Die stromsparsamen Leuchtdioden bringen genügend Licht auf die Seiten. Seltener werden noch Leuchtstoffröhren eingesetzt, die eine sehr gute Belichtung gewährleisten, jedoch wesentlich mehr Strom verbrauchen und besonders beim ersten Scan nach dem Einschalten des Geräts etwas träge reagieren.

Eine gleichmäßige Ausleuchtung des Materials ist wichtig und der Funktionsweise eines Buchscanners geschuldet: Das von der Buch- oder Zeitschriftenseite reflektierte Licht wird in einer Sammellinse gebündelt und auf den Bildsensor geworfen. Ungleichmäßig ausgeleuchtete Bildbereiche würden auf dem Digitalisat fleckig erscheinen. Auch Streulicht von externen Lichtquellen kann die Bildqualität mindern – vor allem bei Overhead-Scannern und -kameras.

3.4. Ausgabedateien

Das Ausgabeformat ist bei allen Buchscannern im Vergleich mithilfe einer Scanner-Software individuell anpassbar. Sie können also selbst entscheiden, ob Sie eine durchsuchbare Text- oder eine ausschließlich darstellbare Bilddatei erstellen. Die wichtigsten Formate im Überblick:

Dateiformat Beschreibung
 TIF
  • Dateiformat zur unkomprimierten Speicherung von Grafiken
  • beste Qualität für Pixelgrafiken
  • mit allen Bildbetrachtungsprogrammen kompatibel
  • Als Rohdateiformat zur nachträglichen Bearbeitung geeignet
  • sehr große Dateien
 JPEG
  • Dateiformat zur komprimierten Speicherung von Grafiken
  • gutes Verhältnis von Größe und Qualität
  • sehr weit verbreitet
  • nicht als Rohdateiformat geeignet
  • mäßige Farbdarstellung
 BMP
  • Dateiformat zur komprimierten Speicherung von Grafiken
  • besonders gute Farbdarstellung unter den komprimierten Dateiformaten
  • nicht (mehr) sehr weit verbreitet
  • nicht als Rohdateiformat geeignet
  • vergleichsweise große Dateien
 DOC
  • Microsoft Textdateiformat
  • zur Weiterverarbeitung in Microsoft Office Word geeignet
  • nur mit Texterkennungssoftware
  • bei schlechten Scanvorlagen fehlerhafte Texterkennung
 XLS
  • Microsoft Tabellendateiformat
  • zur Weiterverarbeitung in Microsoft Office Excel geeignet
  • nur mit Texterkennungssoftware
  • bei schlechten Scanvorlagen fehlerhafte Texterkennung
 PPT
  • Microsoft Präsentationsdateiformat
  • zur Weiterverarbeitung in Microsoft Office PowerPoint geeignet
  • nur mit Texterkennungssoftware
  • bei schlechten Scanvorlagen fehlerhafte Texterkennung
 PDF
  • vektorbasiert – sehr leicht ohne Qualitätsverluste vergrößerbar
  • sehr weit verbreitetes und flexibles Textformat
  • besonders virensicher
  • mit OCR-Texterkennung auch nach Wörtern durchsuchbare Dateien erstellbar
  • perfektes Dateiformat für Bücherscans
Eine Scanner-Software mit Texterkennungsfunktion haben alle Buchscanner im Vergleich bereits dabei. Auch eine CD mit Scanner-Treibern und einer Dokumentation ist im Lieferumfang inklusive. Sollten Sie allerdings eine eigene Scanner-Software nutzen, achten Sie auf eine TWAIN-Kompatibilität zwischen Scanner und Software. TWAIN ist ein Standard zur Vereinfachung der Kommunikation von Hard- und Software unterschiedlicher Hersteller. Buchscanner ohne TWAIN-Schnittstelle sind an die vom Hersteller mitgelieferte Steuerungssoftware gebunden.

buchscanner test

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Buchscanner

plustek-scanner-anlegekante

Plustek A300: Mit nur 2 mm Buchkante lassen sich Buchseiten ohne Knicken und Drücken scannen.

5.1. Was ist ein Buchscanner?

Ein Buchscanner für den Hausgebrauch ist keine technologische Neuentwicklung. Vielmehr handelt es sich bei den hier verglichenen Modellen um die clevere Kombination bereits bewährter Technologien, um neben Dokumenten auch Bücher als Scanobjekte bequem erfassen zu können. Dabei werden entweder Flachbettscanner mit einer extrem geringen Seitenkante ausgestattet, damit eine Buchseite plan auf die Auflagefläche aufgelegt werden kann.

Bei diesem Scannertyp wird absichtlich immer nur eine Seite gescannt, während die andere im 90° Winkel aus dem Gerät herausragt. Dadurch wird der Einband geschützt. Overhead-Scanner erzeugen einen Scan oder ein Bild durch Draufsicht. Die von kopfüber scannenden Modelle können immer zwei Seiten gleichzeitig erfassen, bearbeiteten aber die Verzerrungen am Einband mithilfe von Software, die mitunter fehleranfällig ist. Auch das Umgebungslicht spielt bei der letztlichen Scanqualität eine nicht zu unterschätzende Rolle.

5.2. Wie funktioniert ein Buchscanner?

Eine längliche Scaneinheit besteht aus lichtbündelnde Linsen und einem lichtreaktiven Halbleitersensor. Die längliche Scaneinheit tastet eine Buch- oder Zeitschriftenseite Zeile für Zeile ab. Dabei versetzt ein Schrittmotor die Scaneinheit nach jedem Scan um eine Zeile. Während die Umwandlung von Licht in Strom ein optoelektronischer Prozess ist, stellt die zeilenweise mechanische Veränderung der Scaneinheit einen optomechanischen Vorgang dar.

Neben den Zeilensensoren existieren auch andere Techniken: Flächensensoren scannen gleich das gesamte Bild pro Scanvorgang und ähneln dadurch Vollformat-Digitalkameras. Der Verzicht auch mechanische Bauteile macht Scanner mit Flächensensoren weniger anfällig für mechanischen Verschleiß.

5.3. Wie schnell ist ein Buchscanner?

Die Schnelligkeit ist vor allem vom verwendeten Sensor und den mechanischen Bauteilen abhängig. Die schnellsten Scans leisten Geräte mit Flächensensoren. Diese eher der Kategorie Dokumentenkamera zugehörigen Modelle erstellen ein Digitalisat in weniger als einer Sekunde. Die Geschwindigkeit von mit Zeilensensoren bestückten Buchscannern variiert hingegen zwischen zwei und sieben Sekunden.

Geschwindigkeitsunterschiede werden auch von der Größe und Auflösung eines Scans bestimmt. Je größer das Format und je höher die gewählte Auflösung ist, desto länger dauert auch der Scanvorgang.

5.4. Buchscanner bei der Stiftung Warentest?

Das Digitalisieren von Büchern und Zeitschriften wurde bei der Stiftung Warentest bisher noch nicht beleuchtet. Dafür widmeten die Kollegen der größten deutschen Organisation für Produktvergleiche dem Thema Digitalisierung von Fotografien ihr Augenmerk. In der Ausgabe 02/2010 verglich die Stiftung Warentest verschiedene Lösungen zum Scannen von Fotos und anderen gedruckten Bildern. Falls Sie auch eine große Bildsammlung vor dem Verfall retten möchten, empfehlen wir Ihnen diesen Test.

Vergleichssieger
Avision FB6280E
sehr gut (1,3) Avision FB6280E
2 Bewertungen
1.009,74 € Zum Angebot »
Preis-Leistungs-Sieger
Fujitsu SV600
gut (1,5) Fujitsu SV600
12 Bewertungen
671,00 € Zum Angebot »

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