Nun wird es ernst. Wollen Sie einen Flachbettscanner kaufen, dann gibt es einige Produkteigenschaften, die Sie durch den Flachbettscanner Vergleich führen können: Unter anderem die Flachbettscanner Auflösung und die spezifischen Scan-Eigenschaften unterscheiden die Flachbett Scanner untereinander und sind stets Teil einer ausgewogenen Kaufentscheidung. Aus diesem Grund haben wir Ihnen in der Übersicht Flachbettscanner-Test auch eine kleine Liste zur Kaufberatung zusammengestellt.
4.1. Scan-Technologie
Wie bereits erwähnt, können Sie bei einem Flachbettscanner Vergleich zwischen der CIS-Technologie und der CCD-Technologie zum Scannen Ihrer Dokumente wählen. Während ein Scanner mit CIS weniger Strom verbraucht, dafür jedoch bei nicht ganz flach aufliegenden Dokumenten Unschärfe produziert, bietet ein Scanner mit CCD durchweg scharfe Ergebnisse, verbraucht im Durchschnitt jedoch auch mehr Watt im Betrieb.
4.2. Auflösung
Scanner Software
Jeder Hersteller bietet je Modell-Serie eine Scan Software an. Die Software dient nicht nur der Erkennung der Scans, mit ihr lässt sich vorab auch das Format bestimmten und der Scan, beispielsweise ein Foto, nachträglich, wie in einem Bildbearbeitungsprogramm bearbeiten.
Beste Flachbettscanner werben mittlerweile mit Auflösungen im Bereich zwischen 4800 und 9600 dpi (dots per inch). Grundsätzlich steht hierbei die höhere Auflösung von 9600 dpi auch für eine höhere Pixeldichte der Scans und somit für eine bessere Qualität von Fotos und Dokumenten. Die Angaben sind jedoch auch tückisch, denn in den meisten Fällen handelt es sich bei den Angaben um die sogenannte interpolierte Auflösung. Demnach werden die zusätzlichen Pixel nicht vom Scanner abgetastet, sondern nachträglich von der Software hinzugefügt, indem die Mittelwerte der umliegenden Punkte berechnet werden. So würde beispielsweise zwischen einem roten und einem weißen Punkt ein rosafarbener Punkt hinzugefügt, der das Bild zwar ansehnlich verbessern kann, jedoch nicht dem ursprünglichen Farbton des Bildpunktes entspricht. Dies sollten Sie bei Ihrem persönlichen Flachbett-Scanner-Test beachten.
Für einfache Scans zum Beispiel von Textseite mit normaler Schriftgröße reichen schon 300 dpi, handelt es sich um schwer lesbare, kleine Buchstaben können auch schon mal 600 dpi notwendig sein. Auch Papierfotos benötigen die 600 dpi, bei Dias im Scanfortmat von 10 x 15 cm sind bereits 1200 dpi notwendig, bei größeren Ausdrucken sollte der Scanner mind. 2400 dpi haben.

Laut unserer Recherche ist dieser Epson-Flachbettscanner „Perfection V600 Photo“ für die unterschiedlichsten Foto- und Filmformate geeignet, wie z. B. auch 35-mm-Filmstreifen, gerahmte Dias oder Panorama-Mittelformatfilme.
Aufgrund der unterschiedlich erforderlichen dpi-Werte je nach Dokument, sollten Sie, wenn Sie einen Flachbettscanner kaufen, stets überlegen, für welche Zwecke Sie den Scanner benötigen und welche Flachbettscanner Auflösung Ihren Anforderungen Genüge tut.
Ergänzend zur Auflösung können Sie zur Auswahl eines A4-Scanners einen Blick auf die Farbtiefe werfen. Während Scanner-Tests im Internet einen 16-bit-Scanner vor allem für Schwarz-Weiß-Fotos oder -Dokumente empfehlen, sind für Scanner mit Flachbett 24 Bit oder 48 Bit gängig. Die Farbtiefe bei Flachbettscannern bezieht sich auf die Anzahl der Farbinformationen, die ein Scanner mit Flachbett pro Pixel erfassen kann. Bei 24 Bit werden pro Pixel 8 Bit pro Farbkanal (Rot, Grün, Blau) erfasst, was insgesamt 16,7 Millionen Farben ermöglicht. Dies ist ausreichend für die meisten Anwendungen wie Fotoreproduktion und Dokumentenscans. 48 Bit Farbtiefe hingegen ermöglicht eine erheblich größere Farbskala, da sie 16 Bit pro Farbkanal verwendet. Dies entspricht mehr als 280 Billionen Farbvariationen, was besonders bei der Digitalisierung von Kunstwerken und Fotos mit feinen Farbnuancen von Vorteil ist. Der Hauptunterschied zwischen 24 Bit und 48 Bit liegt somit in der Anzahl der verfügbaren Farben und der Genauigkeit bei der Reproduktion von Bildern. Scanner von Epson sind zum Beispiel mit unterschiedlichen Farbtiefen erhältlich.
4.3. Kompatibilität
Mittlerweile sind alle tauglichen und erhältlichen Flachbett Scanner sowohl mit Microsoft Windows als auch Apple-Produkten kompatibel. Diese Angabe allein reicht jedoch nicht aus, denn insbesondere neue Modelle unterstützten die alten Betriebssysteme nicht. Suchen Sie beispielsweise einen Flachbettscanner für Windows 10, dann sollte der gewünschte Scanner auf die entsprechende Kompatibilität auf der Verpackung vermerkt haben. Das gleiche gilt für einen Flachbettscanner für Mac OS X.
4.4. Scan-to Eigenschaften
Mit den Scan-to Eigenschaften ist die Fähigkeit einzelner Scanner gemeint, die gescannten Dokumente in unterschiedliche Dateiformen umzuwandeln. Die häufigsten Funktionen sind hierbei Scan-to-Email, Scan-to-PDF und Scan-to-Cloud. In der folgenden Tabelle sind die einzelnen Funktionen erläutert.
| Funktion | Beschreibung |
| Scan-to-Email | Scans können statt auf den Desktop des PCs direkt in eine E-Mail verpackt werden, um sie auf schnellstem Wege weiterzuleiten. Die Installation dieser Funktion erfordert unter anderem die Wahl des gewünschten E-Mailkontos, auf welches die Scans weitergeleitet werden sollen. |
| Scan-to-PDF | Der vollbrachte Scan eines Dokuments wird direkt in die Bearbeitungsliste für PDF-Dokumente aufgenommen. Manchmal sind die Programme sogar in der Lage, komprimierte PDFs zu erstellen, die sich anschließend leicht per E-Mail versenden lassen. |
| Scan-to-Cloud | Mit dieser modernen Funktion lassen sich gescannte Dateien unmittelbar in einer gewünschten Cloud abspeichern. Die Scanner unterstützten meist unterschiedliche Clouds, wie zum Beispiel Dropbox, Evernote oder Google Docs. |
4.5. USB-Anschluss
Jeder Scanner sollte über einen USB-Anschluss oder gleich mehrere USB-Schnittstellen verfügen, damit er an den PC angeschlossen werden kann. Ausgenommen sind einzig die Flachbettscanner mit WLAN-Netzwerk, welche die Scans über FireWire an gewünschte elektronische Geräte weiterleiten.
Hinweis: Einige der CIS-Scanner, die mit LED-Lämpchen arbeiten, verfügen über kein weiteres Netzteil; die kleinen Lämpchen benötigen so wenig Energie, dass die Stromzufuhr über den USB-Anschluss ausreichend ist.
4.6. Stromverbrauch
Mit der Leistung steigt logischerweise auch der Stromverbrauch. Beste Flachbettscanner können so schon mal zwischen 20 und 30 Watt im Betriebszustand verbrauchen. Dies trifft in der Regel jedoch nur auf die Modelle mit CCD-Technologie zu. Günstige Flachbettscanner mit CIS-Technologie benötigen mit 11 Watt meist weniger als die Hälfte dessen, was ein CCD-Scanner verbraucht. Das Modell Canon LiDE 110 funktioniert sogar bei nur 2,5 Watt.

Liebe Redaktion,
ich fand den Scenner Vergleich sehr informativ, möchte aber noch eine Anmerkung machen: In eurem Text steht gar nichts zur Farbtiefe, ist diese denn nicht auch wichtig für einen Scanner? Da es bei jedem Scanner dabei steht, scheint es sich ja um eine relevante Information zu handeln oder nicht?
Liebe Grüße,
Maria
Liebe Maria,
vielen Dank für Ihren Kommentar zu unserem Flachbettscanner-Vergleich.
In der Tat geben die Hersteller für Flachbettscanner auch immer die Fartiefe in Bit an. Diese kann bei 24, 36, 48 oder 96 Bit liegen. Der niedrigste Wert von 24 Bit mit 16,7 Millionen unterschiedlichen Farben ist hierbei im Alltag bereits ausreichend. Die gängigen Modelle sowie alle geprüften Produkte aus unserem Vergleich verfügen sogar über mindestens 48 Bit, was bereits im professionellen Bereich liegt. Bei 96 Bit benötigen Sie bereits ein entsprechendes Bearbeitungsprogramm, das die hochaufgelösten Bilde verarbeiten kann. Insofern müssen Sie sich beim Kauf eines neuen Flachbettscanners keine Sorgen über eine zu niedrige Farbtiefen der Scans machen.
Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unserer Antwort weiterhelfen konnten und wünschen Ihnen noch viel Spaß auf unserer Seite,
Ihr Vergleich.org-Team