Das Wichtigste in Kürze
  • Mehr als 40 Internetvergleichsseiten haben wir untersucht, aber nur 8 hatten eigenständige Suchalgorithmen.
  • Zahlreiche Portale haben „Sonderangebote“ von einzelnen Anbietern, sodass sie den Strom günstiger anbieten können als andere Portale. Vor allem Verivox und Check24 sind hier zu nennen. In unserem Vergleich hatte Check24 in den meisten Fällen die besseren Sonderangebote. Allerdings wechseln sie im Laufe des Jahres, so dass wie empfehlen beide Portale zu nutzen, um den besten Preis zu finden.

In ganz Deutschland kann man zwischen mehr als 1000 Stromversorgern und über 10000 Stromtarifen wählen. Da die meisten nur regionale Angebote haben, hat der einzelne Haushalt meist nur eine Auswahl zwischen 95 Anbietern (Quelle: Stiftung Warentest). Stromtarifrechner helfen Ihnen, hier den besten Tarif zu finden.

1. Was sind die vier besten Tipps?

1. Tipp: die Filter

Filter richtig einstellen! Meiden Sie Strompakete und Vorauszahlungen . Kunden haben in den Jahren 2011 und 2013 ihr Geld verloren, als die Billig-Stromanbieter Teldafax und Flexstrom insolvent wurden. Außerdem kann man höchsten 5 – 10 % sparen. (Beispiel PLZ: 17126; 2000 kWh Verbrauch bei Check24 504,80 bei normalen Einstellungen; 478,33 mit Pakettarifen und Vorasuzahlung)

Was sind „Sonderangebote“?

Sonderangebote sind spezielle Tarifangebote, die einzelne Portale mit den Betreibern haben. Sie wechseln zwischen den beiden Anbietern im Verlauf des Jahres.

2. Tipp: Werbung

Lassen Sie sich nicht von der Werbung verwirren! Viele Portale werben mit hohen Ersparnissen. In unserem Vergleich betrug die Ersparnis im Durchschnitt nur 25 % des angezeigten Preises. Sie sollten den angezeigten Preis unbedingt mit Ihrer letzten Rechnung abgleichen, damit Sie sehen, was Sie wirklich sparen würden.

3. Tipp: Boni

Achten Sie auf die Boni! Manche Boni werden von den Stromanbietern erst nach einem Jahr ausgezahlt. Es dauert also ein ganzes Jahr, bis Sie etwas von dem Wechsel haben. Nach 12 Monaten können Sie dennoch wieder wechseln, der Bonus wird Ihnen trotzdem ausgezahlt. Besser sind hier die Sofortboni, die innerhalb von 4 Wochen nach dem Stromanbieterwechsel gezahlt werden.

4. Tipp: Nachtstrom

Große Überraschung: Wer eine Wärmepumpe oder eine alte Nachtspeicherheizung betreibt und Nachtstrom (mit einem Schwachlast-Stromzähler) bezieht, findet meist keinen günstigeren Tarif über die Portale. Von den jeweiligen Anbietern werden die speziellen Tarife nicht gelistet, daher sind sie, obwohl es eine Filtereinstellung gibt, keine große Hilfe.

2. Wie aufwendig ist ein Stromanbieterwechsel?

Den Stromanbieter über ein Vergleichsportal zu wechseln ist sehr einfach. Nachdem Sie den richtigen Stromtarif gefunden haben, müssen Sie nur auf den „Weiter“-Button klicken. Dann öffnet sich ein neues Fenster und Sie werden gefragt, wie sie wechseln wollen.

einfach wechseln
Voreingestellt ist der Wechsel übers Portal-Formular. Sie können auch per Mail oder Post wechseln. Vorsicht: einige Boni gibt es nur speziell beim online Wechsel. Wir empfehlen den Online-Wechsel, da er einfacher und schneller ist.

  1. Eingabe der persönlichen Daten und Angaben zur Lieferadresse
  2. Eingabe der Daten des Versorgers: Sie benötigen den Namen des Versorgers, den Namen des Tarifs, Ihre Kundennummer und die Nummer des Stromzählers. Die Angaben zum Anbieter finden Sie auf Ihrer letzten Jahresabrechnung oder im Email-Postfach. Die Nummer des Stromzählers müssen Sie an ihm ablesen. Die Kündigung wird vom Portal übernommen.
  3. Eingabe der Bankverbindung
  4. Prüfung des Vertrages und der AGBs
  5. Die Prozedur endet mit einem Klick auf „Bestätigen“ und sollte keine 20 Minuten dauern.

Die Kündigung wird wie von selbst ablaufen. Nach spätestens 14 Tagen erhalten Sie von Ihrem alten Versorger eine Bestätigung. Sie sollten ein Begrüßungsschreiben vom neuen Anbieter erhalten. Dort finden Sie die Angaben zum Beginn der Stromlieferung und den Abschlagszahlungen. Der neue Betreiber wird Sie bitten, den Zählerstand zu nennen. Falls der Anbieter Sie nicht auffordert, sollten Sie ihn trotzdem und möglichst mit Zeugen notieren, damit Sie Abrechnungsproblemen entgegenwirken können.

Übrigens: Hier geht es zu unserem Vergleich von Gasversorgern.