Das Wichtigste in Kürze
  • Schlüsselbünde können ziemlich unhandlich werden, besonders wenn man im Unternehmen Verantwortung trägt und entsprechend viele Schlüssel besitzt. Mit einer elektronischen Schließanlage benötigt jeder nur noch ein Identifikationsmedium, unabhängig von Rang oder Verantwortungsbereich.
  • Bei herkömmlichen mechanischen Schließsystemen entstehen beim Verlust eines Schlüssels schnell hohe Kosten, da zahlreiche Schließzylinder ausgetauscht werden müssen. Bei elektronischen Schließsystemen müssen lediglich die Berechtigungen entzogen werden, die Folgekosten sind minimal.
  • Vor allem bei Familien mit Kindern kann eine elektronische Schließanlage auch an der Tür des Privathauses sinnvoll sein – am besten mit Keypad oder Fingerabdruck-Sensor, so dass überhaupt kein Schlüssel mehr transportiert werden muss.

Elektronische Schließanlage Test

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland ist auf einem konstanten Hoch. Allein im Jahr 2016 wurden mehr als 150.000 Wohnungseinbruchdiebstähle polizeilich erfasst, so das Bundeskriminalamt. Mechanische Schlösser haben dabei eine Reihe von Angriffspunkten, die immer wieder von Einbrechern ausgenutzt werden.

Klassische Zylinderschlösser können mit Hilfe eines Dietrichs aufgeknackt werden und Metallschlüssel sind leicht zu duplizieren. Und bei Verlust eines Schlüssels müssen oft diverse mechanische Schließzylinder getauscht werden, um die Sicherheit weiterhin gewährleisten zu können. All diese Schwachstellen haben elektronische Schließanlagen mit elektrischer Türverriegelung nicht.

Bei einer elektronischen Schließanlage besitzen alle Nutzer anstelle eines Schlüssel ein elektronisches Identifikationsmedium, meist in Form eines Transponders am Schlüsselbund oder einer Schlüsselkarte. Mit Hilfe des Transponders können dann bei vorliegender Zutrittsberechtigung Schlösser entriegelt werden. Ein digitales Zutrittskontrollsystem kann darüber hinaus auch viel detaillierter gesteuert werden.

Besonders für Unternehmen und Behörden haben elektronische Schließsysteme viele Vorteile, aber auch für Vermieter und selbst Privathaushalte kann es sinnvoll sein, auf elektronische Sicherheitstechnik zu setzen. Wir zeigen Ihnen in unserem großen Vergleich elektronischer Schließanlagen 2020, worauf es ankommt.

1. Was sind die Vorteile einer elektronischen Schließanlage?

Bürogebäude, aber auch Mehrfamilienhäuser sind meist mit Schließanlagen ausgestattet. Dies ermöglicht eine auf die einzelnen Nutzer zugeschnittene Zutrittskontrolle, ohne dass mehrere Schlüssel verwendet werden müssen. In einem Mehrfamilienhaus öffnet so der Schlüssel eines Mieters sowohl die Tür zum Hausflur als auch die Tür der eigenen Wohnung, aber weder eine andere Wohnungstür noch den Heizungskeller. Der Hausbesitzer hat für Notfälle einen Generalschlüssel, der sämtliche Türen öffnet.

Austausch mechanischer Schließzylinder

Nach Verlust eines Schlüssel wird der Schließzylinder getauscht.

Das System ist praktisch, hat aber einen gravierenden Nachteil. Geht einmal ein Schlüssel verloren, kommt es zu hohen Folgekosten, da alle Schließzylinder ausgetauscht werden müssen.Daher werden statt mechanischer Schließanlagen mit Schlüssel heute vermehrt elektronische Schließanlagen installiert.

Bei elektronischen Schließanlagen sind die Zugangsberechtigungen digital gespeichert und bei Verlust von Schlüsselkarte oder Transponder muss lediglich die Berechtigung mittels einer Software entzogen werden. Ein Austausch der Schließzylinder ist unnötig. Auf lange Sicht werden viele Kosten für Ersatz und Service eingespart.

Außerdem können Zugangsberechtigungen flexibel angepasst werden, zum Beispiel in Abhängigkeit von der Uhrzeit. Denkbare wäre beispielsweise, dass der Geschäftsführer die Türen zu jeder Zeit öffnen kann, während dies den Angestellten nur wochentags von 8 bis 20 Uhr möglich ist. Elektronische Schließsysteme sind daher besonders bei Großunternehmen, Universitäten und Behörden beliebt, die viele Mitarbeiter haben und ein komplexes System der Zutrittskontrolle benötigen.

Auch viele kleine und mittlere Unternehmen setzten mittlerweile auf elektronische Schließanlagen und selbst für Privathaushalte kann sich die Anschaffung lohnen, zum Beispiel wenn die Kinder regelmäßig ihren Schlüssel verlieren.

Die Vorteile einer elektronischen Schließanlage gegenüber einer mechanischen:
    Vorteile
  • kaum Folgekosten bei „Schlüssel“-Verlust
  • komplexere Schließpläne möglich, z.B. abhängig von Wochentag und Uhrzeit
  • Zugangsberechtigungen können individuell vergeben und nachträglich angepasst werden
  • Integration mit Zeiterfassungssystemen und Alarmanlagen möglich
    Nachteile
  • relativ hohe Investitionskosten

2. Welche Identifikationsmethoden gibt es?

Für elektronische Türschlösser gibt es eine Reihe verschiedener Identifikationsmethoden, die den mechanischen Schlüssel ersetzen. Von Transpondern und Schlüsselkarten über Smartphone-Apps bis hin zu Fingerabdruck-Sensoren. Im Folgenden stellen wir Ihnen die verschiedenen Typen vor.

Transponder für elektronische Schließanlage

Die meisten Transponder haben die Form eines Schlüsselanhängers.

2.1. Transponder können am Schlüsselbund getragen werden

Transponder sind kleine Funkmodule und arbeiten mit der RFID-Technologie. Häufig sind sie in Schlüsselanhänger integriert, es gibt sie aber auch als Armbänder oder Plastikkarten. Um eine Tür zu entriegeln, wird der Transponder an das RFID-Lesegerät gehalten, das die Zugangsberechtigung des Transponders verifiziert und gegebenenfalls das Schloss öffnet.

Was ist RFID?

RFID steht für „Radio-Frequency Identification“ und ist ein System zur drahtlosen Identifikation. RFID-Module sind heute allgegenwärtig, auch wenn Sie sich dessen vielleicht nicht bewusst sind. Moderne Autoschlüssel enthalten einen RFID-Transponder, der die Wegfahrsperre deaktiviert, Reisepass und Personalausweis können über RFID ausgelesen werden und viele Kreditkarten ermöglichen die drahtlose Zahlung mit Hilfe eines RFID-Chips.

Transponder gibt es in den Varianten aktiv und passiv. Passive Transponder beziehen ihre Energie aus dem Lesegerät und haben daher eine sehr geringe Reichweite. Aktive Transponder enthalten eine Batterie und müssen per Knopfdruck ausgelöst werden. Dadurch haben sie eine höhere Reichweite und sind besser gegen ungewollltes Auslesen geschützt.

2.2. Schlüsselkarten: Günstig aber mit Sicherheitslücken

Früher waren Schlüsselkarten mit Magnetstreifen vor allem in Hotels weit verbreitet. Allerdings gehen Magnetstreifen schnell kaputt und können leicht kopiert werden. Daher werden auch Schlüsselkarten heute meist mit einem RFID-Chip ausgestattet und sind genaugenommen ebenfalls passive Transponder – nur in einem anderen Format.

2.3. Biometrische Sensoren: Der Fingerabdruck ersetzt den Schlüssel

Fingerabdrucksensor an elektronischer Schließanlage

Viele elektronische Schließsysteme unterstützen auch Fingerabdrucksensoren.

Eine Möglichkeit der Zutrittskontrolle ohne zusätzliche Gegenstände ist die Identifikation über biometrische Charakteristika, also individuell einzigartige Körpermerkmale. Einige elektronischen Schließanlagen nutzen einen Fingerabdruck-Sensor zur Identifikation. Die Gesichtserkennung findet noch keine Anwendung, auch wenn sie mit Apples iPhone X im Mainstream angekommen ist.

2.4. Keypad: Schlösser öffnen mit Pincode

Eine weitere Möglichkeit, ohne Zusatzgeräte elektronische Schließsysteme zu entriegeln, ist mit Hilfe eines Keypads. Dabei gibt der Nutzer einen geheimen Pincode auf einem Zahlenfeld ein, wie man es auch von Geldautomaten kennt.

2.5. Smartphone-App als Schlüssel ist sehr flexibel

Relativ neu ist die Identifikation über eine Smartphone-App. Dabei werden die Daten bezüglich der Zugangsberechtigung vom Smartphone per NFC oder Bluetooth Low Energy an das Lesegerät übertragen. Der große Vorteil liegt darin, dass fast jeder ein Smartphone besitzt und Verluste schneller als bei Transponder oder Schlüsselkarte gemeldet werden.

ÜBRIGENS: Da die Credentials per Internet auf das Smartphone übertragen werden, funktioniert diese Methode auch in einem Offline-System.

Diese Identifikationsmethode besonders in der Hotellerie beliebt, da sie ein automatisiertes Einchecken ermöglicht. Auch für elektronische Schließsysteme an Privathäusern eignet sich dieses System ausgesprochen gut. So könnten Sie zum Beispiel Freunden schon die Tür öffnen, obwohl Sie selbst noch im Stau stecken.

Elektronische Schließanlage Test in Smart Home

3. Elektronische-Schließanlage-Test: Welche Installations- und Konfigurationsmöglichkeiten gibt es?

3.1. Elektronischer Schließzylinder sind ideal für Außentüren

Wenn Sie ein elektrisches Schloss nachrüsten wollen, gibt es dafür zwei Möglichkeiten. Sie können den gesamten Schließzylinder tauschen und durch einen elektronischen Schließzylinder ersetzen. Diese Möglichkeit wird überall dort eingesetzt, wo Türen regelmäßig abgeschlossen werden müssen – also bei Außentüren, aber auch bei den innen liegenden Eingangstüren von Wohnungen oder Büros.

ACHTUNG: Bei Außentüren müssen spezielle elektronische Schließzylinder verbaut werden, die gegen Witterungseinflüsse wie Regen und Nässe, aber auch schwankende Temperaturen geschützt sind.

3.2. Ein Elektronischer Türbeschlag kann leicht nachgerüstet werden

Elektronischer Türbeschlag in Hotel

Elektronische Türbeschläge kennen viele aus dem Hotel.

Bei einer Tür, die hauptsächlich mit einer Schlossfalle (umgangssprachlich: „Türschnapper“) genutzt und selten mittels Verriegelung abgeschlossen wird, kann der Einsatz eines elektronischen Türbeschlags ausreichen. Dieser wird an der Tür angeschraubt, ohne das eigentliche Schloss zu wechseln, und verhindert die Nutzung der Türklinke ohne vorherige elektronische Identifikation. Elektronische Türbeschläge findet man häufig in Hotels oder Krankenhäusern, aber auch an der Tür einer Besenkammer.

3.3. Zur Zugangsverwaltung können die Schlösser vernetzt werden

Für die Überprüfung der Zugangsberechtigungen gibt es zwei grundsätzlich unterschiedliche Lösungen. Die Daten können entweder auf dem Identifikationsmedium hinterlegt sein oder am Schloss. Beide Methoden haben jedoch ihren Platz – je nachdem, ob die einzelnen Schlösser vernetzt sind oder nicht. Es gibt daher Online-Schließsysteme, Offline-Schließsysteme und Hybride. Und die besten elektronischen Schließanlagen bieten alle drei Varianten an.

Die Eigenschaften der drei Kategorien haben wir Ihnen in der folgenden Tabelle zusammengestellt, damit Sie eine begründete Entscheidung treffen können, wenn Sie Ihre elektronische Schließanlage planen.

Online Offline Hybrid
  • alle Schließzylinder mit zentralem Server in Intra- oder Internet verbunden
  • Zugangsberechtigung wird unmittelbar vom Server abgerufen
  • Identifikationsmedium enthält nur ID
  • Schließzylinder sind nicht vernetzt
  • Zugangsberechtigungen entweder auf Identifikationsmedium oder Schloss gespeichert
  • Schlösser müssen im Verlustfall alle einzeln umprogrammiert werden
  • Schließzylinder sind nicht vernetzt
  • eine zentrale Station ist mit Server verbunden
  • Zugangsberechtigungen werden regelmäßig auf die Identifikationsmedien übertragen, oft mit Zeitbegrenzung
Berechtigungen können in Echtzeit geändert oder entzogen werden
Status der Türen kann online überwacht und protokolliert werden
besonders für große Unternehmen
Zeiterfassung und Alarmanlage können integriert werden
x alle Schlösser müssen mit Server vernetzt sein
x hohe Anschaffungskosten
relativ geringe Anschaffungskosten
nur bei simplen Systemen mit wenigen Türen sinnvoll (z.B. für ein Privathaus)
x hoher Aufwand bei Umprogrammierung wegen Verlust
günstiger als Online-System
flexibler als Offline-System

Das folgende Video erklärt sehr anschaulich, wie ein derartiges hybrides System aufgebaut sein kann.

4. Kaufberatung: Was sind typische Nutzungs-Szenarien?

Je nach Anwendungszweck spielen verschiedene Aspekte eine Rolle, wenn Sie eine elektronische Schließanlage kaufen. Ein Großunternehmen oder eine Behörde hat ganz andere Anforderungen an ein elektronisches Schließsystem als eine Praxisgemeinschaft oder der Besitzer eines Einfamilienhauses. Auch wenn jede Installation eines elektronischen Schließsystems an die individuellen Anforderungen angepasst werden sollte, so gibt es doch allgemeingültige Trends. Wir haben für einige typische Nutzergruppen die jeweils wichtigsten Kriterien zusammengestellt.

4.1. Unternehmen und Behörden benötigen vernetzte Schließanlagen

Unternehmen nutzen elektronische Schließanlage im Test

Gerade für Unternehmen lohnen elektronische Schließsysteme.

Je größer ein Unternehmen ist, desto wichtiger ist eine flexible Zutrittskontrolle für alle zugehörigen Gebäude. Denn oft müssen nicht nur Mitarbeiter Zutritt zu verschiedenen Bereichen erhalten, auch Lieferanten oder Reinigungskräfte benötigen regelmäßig eine zeitlich begrenzte Zugangsberechtigung.

Gleichzeitig steigt die Gefahr des Verlusts von Identifikationsmedien mit der Anzahl der Mitarbeiter und es ist wichtig, den späteren Administrationsaufwand möglichst gering zu halten. Daher ist eine vernetzte elektronische Schließanlage die sinnvollste Lösung für die Industrie.

Bei Bedarf kann auch die Arbeitszeiterfassung der Angestellten in dieses elektronische Schließsystem integriert werden. Da die Belegschaft nicht so häufig wechselt,sind aktive Transponder den günstigeren passiven aus Sicherheitsgründen vorzuziehen. Besonders sensible Räume können zusätzlich mit einem Keypad oder einem biometrischen Sensor geschützt werden.

4.2. Hotels und Pensionen profitieren von Smartphone-Apps als Schlüssel

Auch für Hotels ist ein vernetztes elektronisches Schließsystem, das zentral verwaltet werden kann, elementar. Anders als bei Unternehmen oder Behörden müssen hier aber ständig neue Schließmedien ausgegeben werden. Passive Transponder, zum Beispiel in Form einer Schlüsselkarte, sind eine wirtschaftlich sinnvolle Option.

Die beste Lösung ist jedoch die Türentriegelung per Smartphone-App. Mit dieser Methode entstehen keine Kosten für Identifikationsmedien und der Komfort für die Gäste steigt ebenfalls. So wäre zum Beispiel per Smartphone ein Check-In auch nachts möglich, wenn die Rezeption unbesetzt ist.

4.3. Mehrfamilienhäuser und Wohnanlagen können die Klingelanlage aufrüsten

Klingel an elektronischer Schließanlage im Test

Bei Mehrfamilienhäusern können Sie leicht ein elektronisches Türschloss nachrüsten.

Die meisten Mehrfamilienhäuser haben durch die Klingelanlage schon einen elektronischen Öffnungsmechanismus für die Haustür. Dadurch kann kostengünstig ein elektronisches Zutrittskontrollsystem nachgerüstet werden, damit die Mieter die Haustür per Transponder öffnen können. Für den Vermieter eines einzelnen Hauses ist das oft ausreichend, auch eine Vernetzung des elektrischen Türschloss ist unnötig.

Größere Vermieter mit vielen Objekten, wie zum Beispiel Wohnungsbaugenossenschaften, wissen hingegen die zentrale Verwaltung all ihrer elektronischen Türschlösser zu schätzen und sollten auf ein Online-System setzen.

4.4. Im Einfamilienhaus lohnen Keypad oder Fingerabdruckleser

Auch im Privathaushalt kann die Nutzung eines elektronischen Schlosses Vorteile bringen, am besten mit Zugangskontrolle über einen Fingerabdruck-Sensor oder Zahlencode. Dann wird Ihr Kind nie mehr vor verschlossener Tür stehen, weil es den Schlüssel vergessen hat. Online-Funktionalität ist überflüssig, es sei denn, Sie möchten Ihr elektronisches Türschloss mit anderen Geräten Ihres Smart Homes verbinden, zum Beispiel der Überwachungskamera oder Alarmanlage.

5. Wie erfolgt die Konfiguration einer elektronischen Schließanlage?

Wenn Sie ihre elektronische Schließanlage konfigurieren wollen, erledigen Sie das komfortabel per Software. Dort vergeben Sie Zutrittsberechtigungen oder entziehen sie wieder. Wenn Sie ein vernetztes Zutrittskontrollsystem nutzen, wird alles automatisch übertragen, andernfalls müssen Sie noch jedes elektronische Schloss separat updaten.

Vernetzte Schließsysteme erstellen außerdem ein Ereignisprotokoll, mit welchem Medium wann welche Tür geöffnet wurde. Dies kann mit einer vorhandenen Alarmanlage verbunden werden und dann auch automatisiert Alarm auslösen – zum Beispiel wenn jemand nach 22 Uhr versucht, das besonders gesicherte Labor zu betreten.

Außerdem ist es oft möglich, Systeme zur Zugangskontrolle und Zeiterfassungssysteme miteinander zu kombinieren, so dass Ihre Angestellten nur einen einzigen Transponder benötigen.

6. Häufige Fragen zu elektronischen Schließanlagen

  • Ist es möglich, ein elektronisches Schließsystem mit mechanischer Sicherheitstechnik zu kombinieren?

    Selbstverständlich müssen Sie nicht unbedingt an jeder Tür ein elektrisches Türschloss anbringen. Schon der Umstieg auf elektronische Türschlösser an besonders wichtigen Punkten – wie den Eingängen zum Gebäude – kann die Sicherheit deutlich erhöhen. Falls Sie dies in Erwägung ziehen, sollten Sie darauf achten, dass der Anbieter auch Kombi-Schlüssel mit integriertem Transponder im Programm hat.
  • Welche Sicherheitsrisiken hat ein elektronisches System mit RFID?

    Die Kommunikation zwischen Transponder und RFID-Türschloss erfolgt verschlüsselt. Theoretisch ist zwar dennoch ein Abfangen und Entschlüsseln durch Hacker möglich, allerdings ist dies deutlich schwerer zu realisieren als ein Einbruch bei einem herkömmlichen System mit Schloss und Schlüssel.
  • Ab wann rentiert sich eine elektronische Schließanlage?

    Auch wenn bei der Installation einer elektronischen Schließanlage Kosten entstehen, so rechnet es sich doch relativ schnell. Um herauszufinden, wann sich die anfänglichen Kosten für Ihr Unternehmen amortisieren, sollten Sie diese den Einsparungen bei den jährlichen Folgekosten entgegenstellen.
    Falls Sie ihr elektronisches Schließsystem privat nutzen, ist es schwerer, den Nutzen zu quantifizieren. Hier sollten Sie abwägen, ob Ihnen der erhöhte Komfort das Geld wert ist.
  • Hat die Stiftung Warentest auch elektronische Schließanlagen getestet?

    Es gibt keinen Elektronische-Schließanlagen-Testsieger der Stiftung Warentest, elektronische Schließanlagen wurden dort noch nie untersucht. In der Ausgabe 11/2017 wurden aber mechanische Schließzylinder getestet. Einige der getesteten Anbieter haben auch elektronische Schließsysteme im Angebot, zum Beispiel Abus oder Assa Abloy.

7. Die wichtigsten Anbieter

Viele klassische Sicherheitstechnik-Hersteller produzieren mittlerweile neben mechanischen auch elektronische Schließanlagen. Wir haben Ihnen die wichtigsten Marken zusammengestellt, damit Sie prüfen können, ob der Hersteller Ihrer bisherigen Schlösser darunter ist. Dann ist die Integration bestehender mechanischer Schlösser leichter.

  • Abus
  • Assa Abloy
  • BKS
  • Burg Wächter
  • CES OMEGA FLEX
  • DOM
  • Dormkaba
  • EVVA
  • iLOQ
  • KIWI
  • Paco unlimited
  • Primion
  • SALTO
  • SimonsVoss
  • Winkhaus

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