Server Vergleich 2018

Die 11 besten Home-Server im Überblick.

Fast jeder Haushalt in Deutschland besitzt ein Heim-Netzwerk. Doch die wenigsten nutzen alle Möglichkeiten, die sich dadurch bieten. Server können Videos und Musik an die mobilen Endgeräte streamen, als Backup-Möglichkeit dienen oder dem Nachwuchs das gemeinsame Computerspielen ermöglichen.

Die besten Home-Server setzen auf die schnelle Intel Xeon Prozessoren und können später noch aufgerüstet werden, zum Beispiel durch die Festplatteneinschübe und PCI-Express-Slots. Lesen Sie unseren Ratgeber und erfahren Sie, auf welche Hardware-Komponenten Sie sonst noch achten sollten und welches Server-Betriebssystem das richtige für Sie ist.
1 7 von 11 der besten Server im Vergleich:
Aktualisiert: 12.07.2018

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4,7/5 aus 14 Bewertungen

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Lenovo ThinkServer TS150 Lenovo ThinkServer TS150
HPE ProLiant ML10 Gen9 HPE ProLiant ML10 Gen9
Dell PowerEdge T30 Dell PowerEdge T30
Fujitsu Primergy TX1310 M3 Fujitsu Primergy TX1310 M3
Fujitsu Primergy TX1320 M3 Fujitsu Primergy TX1320 M3
Dell PowerEdge T130 Dell PowerEdge T130
datamate Homie datamate Homie
Netgear RN212D22-100NES Netgear RN212D22-100NES
WD My Cloud EX2 Ultra 6 TB WD My Cloud EX2 Ultra 6 TB
Western Digital My Cloud Home Duo Western Digital My Cloud Home Duo
Synology DS218J/4TB-RED Synology DS218J/4TB-RED
Abbildung Vergleichssieger Lenovo ThinkServer TS150 HPE ProLiant ML10 Gen9 Preis-Leistungs-Sieger Dell PowerEdge T30 Fujitsu Primergy TX1310 M3 Fujitsu Primergy TX1320 M3 Dell PowerEdge T130 datamate Homie Netgear RN212D22-100NES WD My Cloud EX2 Ultra 6 TB Western Digital My Cloud Home Duo Synology DS218J/4TB-RED
Modell Lenovo ThinkServer TS150 HPE ProLiant ML10 Gen9 Dell PowerEdge T30 Fujitsu Primergy TX1310 M3 Fujitsu Primergy TX1320 M3 Dell PowerEdge T130 datamate Homie Netgear RN212D22-100NES WD My Cloud EX2 Ultra 6 TB Western Digital My Cloud Home Duo Synology DS218J/4TB-RED

Vergleichsergebnis

Das Qualitätsmanagement für unser Test- und Vergleichsverfahren ist nach ISO 9001 TÜV-geprüft

Vergleich.org
Bewertung 1,3 sehr gut
06/2018
Vergleich.org
Bewertung 1,4 sehr gut
06/2018
Vergleich.org
Bewertung 1,5 gut
05/2018
Vergleich.org
Bewertung 1,6 gut
06/2018
Vergleich.org
Bewertung 1,7 gut
05/2018
Vergleich.org
Bewertung 1,8 gut
05/2018
Vergleich.org
Bewertung 1,9 gut
05/2018
Vergleich.org
Bewertung 2,1 gut
05/2018
Vergleich.org
Bewertung 2,2 gut
05/2018
Vergleich.org
Bewertung 2,4 gut
07/2018
Vergleich.org
Bewertung 2,5 gut
05/2018
Kundenwertung
bei Amazon
noch keine
1 Bewertungen
1 Bewertungen
noch keine noch keine noch keine
3 Bewertungen
17 Bewertungen
116 Bewertungen
70 Bewertungen
26 Bewertungen
Technische Daten
Prozessor-Typ Intel Xeon E3-1225V6 Intel Xeon E3-1225V5 Intel Xeon E3-1225V5 Intel Xeon E3-1225V6 Intel Xeon E3-1220V6 Intel Xeon E3-1220V6 Intel Celeron G3930 ARM Cortex A15 Mar­vell Armada 385 Mar­vell Armada 385 Mar­vell Armada 385
Taktfrequenz
Anzahl Prozessor-Kerne
+++
4 x 3,3 GHz
+++
4 x 3,3 GHz
+++
4 x 3,3 GHz
+++
4 x 3,3 GHz
+++
4 x 3,0 GHz
+++
4 x 3,0 GHz
++
2 x 2,9 GHz
+
4 x 1,4 GHz
+
2 x 1,3 GHz
+
2 x 1,3 GHz
+
2 x 1,3 GHz
Arbeitsspeicher (RAM)
installiert
+++
8 GB (DDR4)
+++
8 GB (DDR4)
+++
8 GB (DDR4)
+++
8 GB (DDR4)
+++
8 GB (DDR4)
+++
8 GB (DDR4)
++
4 GB (DDR4)
++
2 GB
+
1 GB (DDR3)
+
1 GB (DDR4)
+
512 MB (DDR3)
Erweiterungsmöglichkeiten
Festplatten-Einbauschächte ++
4 x 3,5"
+++
5 x 3,5"
++
4 x 3,5"
++
4 x 3,5"
++
2 x 3,5"
++
4 x 3,5"
+
2 x 2,5"
+
2 x 3,5"
+
2 x 3,5" Hot-plug
+
2 x 3,5" Hot-plug
+
2 x 3,5"
PCI-Express-Steckplätze
für schnellen SSD-Speicher
+++
2 x PCIe 3.0 x16
2 x PCIe 3.0 x1
+++
1x PCIe 3.0 x16
1 x PCIe 3.0 x8
2 x PCIe 3.0 x4
+++
1 x PCIe 3.0 x16
2 x PCIe 3.0 x4
++
1 x PCIe 3.0 x16
1 x PCIe 3.0 x4
+++
2 x PCIe 3.0 x8
1 x PCIe 3.0 x4
+++
1 x PCIe 3.0 x8
2 x PCIe 3.0 x4
1 x PCIe 3.0 x1
+
1 x PCIe 3.0 x4
Massenspeicher
Festplatte
installiert
+
1 TB
+
1 TB
+
1 TB
++
2 TB
+
1 TB
++
2 TB
+
2 TB
+++
4 TB
+++
6 TB
+++
6 TB
+++
4 TB
Festplatte
maximal möglich
24 TB keine Her­s­tel­le­r­an­gabe keine Her­s­tel­le­r­an­gabe keine Her­s­tel­le­r­an­gabe keine Her­s­tel­le­r­an­gabe keine Her­s­tel­le­r­an­gabe keine Her­s­tel­le­r­an­gabe 20 TB 20 TB 16 TB 24 TB
Peripherie
Ethernet-Ports 1 x GBit-Ethernet 1 x GBit-Ethernet 1 x GBit-Ethernet 1 x GBit-Ethernet 2 x GBit-Ethernet 2 x GBit-Ethernet 1 x Gbit-Ethernet 2 x GBit-Ethernet 2 x GBit-Ethernet 1 x GBit-Ethernet 1x Gbit-Ethernet
USB-Ports +++
8 x USB 3.0
+++
4 x USB 3.0
2 x USB 2.0
+++
6 x USB 3.0
4 x USB 2.0
+++
3 x USB 2.0
6 x USB 3.0
+++
5 x USB 2.0
5 x USB 3.0
+++
3 x USB 3.0
5 x USB 2.0
++
2 x USB 3.0
1 x USB 2.0
1 x USB-C
++
3 x USB 3.0
+
2 x USB 3.0
+
2 x USB 3.0
+
2 x USB 3.0
Weitere Ports
  • 1 x seriell
  • 1 x VGA
  • 1 x Mic-In
  • 1 x Line-In
  • 1 x Line-Out
  • 2 x Dis­play­port
  • 1 x seriell
  • 2 x PS/2
  • 2 x Dis­play­port
  • 1 x HDMI
  • 4 x Klinke
  • 1 x Dis­play­port
  • 1 x Seriell
  • 1 x VGA
  • 1 x VGA
  • 1 x Dis­play-Port
  • 1 x VGA
  • 1 x HDMI
  • keine wei­teren Ports
  • keine wei­teren Ports
  • keine wei­teren Ports
  • keine wei­teren Anschlüsse
Allgemeines
Betriebssysteme
offiziell unterstützt
  • Win­dows 10
  • Win­dows Server 2012
  • Win­dows Server 2016
  • Red Hat (Linux)
  • SUSE (Linux)
  • Win­dows Server 2012
  • Win­dows Server 2016
  • CentOS 7 (Linux)
  • Red Hat (Linux)
  • SUSE (Linux)
  • Fre­eNAS (Unix)
  • Win­dows Server 2012
  • Win­dows Server 2016
  • Red Hat (Linux)
  • Ubuntu (Linux)
  • Win­dows Server 2012
  • Win­dows Server 2016
  • Red Hat Linux
  • SUSE Linux
  • Win­dows Server 2012
  • Win­dows Server 2016
  • Redhat (Linux)
  • Suse (Linux)
  • Win­dows Server 2012
  • Win­dows Server 2016
  • Red Hat (Linux)
  • SUSE (Linux)
  • Ubuntu (Linux)
  • Rea­dyNAS OS (Linux)
  • My Cloud OS
  • My Cloud OS
  • Disk­Sta­tion Manager (Linux-basiert)
Abmessungen
(B x T x H)
431 x 175 x 375 mm 175 x 367 x 401 mm 435 x 360 x 175 mm 180 x 305 x 375 mm 98 x 399 x 340 mm 175 x 435 xx 360 mmm 165 x 184 x 111 mm 171 x 291 x 261 mm 99 x 155 x 171 mm 160 x 102 x 179 mm 225 x 95 x 160 mm
Vorteile
  • sehr sch­neller Pro­zessor
  • sehr gut aufrüstbar
  • mit DVD-RW-Lauf­werk
  • sehr sch­neller Pro­zessor
  • sehr gut aufrüstbar
  • sehr sch­neller Pro­zessor
  • sehr gut aufrüstbar
  • gut aufrüstbar
  • sehr sch­males Gehäuse
  • gut aufrüstbar
  • sehr sch­males Gehäuse
  • sehr gut aufrüstbar
  • iDRAC-Chip inte­griert für Fern­war­tung
  • mit DVD-RW-Lauf­werk
  • Kon­fi­gu­ra­tion durch Her­s­teller per Fern­war­tung im Preis inbe­griffen
  • pri­vate Cloud für Ein­s­teiger ohne tech­ni­sches Fach­wissen
  • stil­volles Design
  • kom­pa­tibel mit Apple Time Machine Soft­ware
  • Anti-Virus-Soft­ware inte­griert
  • NAS, ideal als File­server
  • kom­pa­tibel mit Apple Time Machine
  • NAS, ideal als File-Server
  • kom­pa­tibel mit Apple Time Machine
  • NAS, per­fekt als File-Server
  • geringer Strom­ver­brauch
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    106
  • Überprüfte Produkte
    11
  • Investierte Stunden
    86
  • Überzeugte Leser
    96
Vergleich.org Statistiken

Server-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt aus dem obigen Server Test oder Vergleich

Das Wichtigste in Kürze
  • Home-Server haben viele Einsatzmöglichkeiten: Sie liefern Filme und Musik für das heimische Netzwerk und ermöglichen das Betreiben eines privaten Webspace, Cloud-Speichers oder Mail-Servers.
  • Je nach Ihren Anforderungen haben Sie die Wahl zwischen einem vorkonfigurierten günstigen NAS-Server oder einem flexibleren leistungsstarken Home-Server.
  • Ein Windows-Server lässt sich noch vergleichsweise einfach administrieren, zu Linux sollten dagegen eher Tech-Nerds und IT-Profis greifen.

Server Test

In den meisten Haushalten finden sich heute eine Vielzahl von Geräten, mit denen digitale Medien abgespielt werden: Desktop-Computer, Notebooks, Smartphones, Tablets und Smart-TVs. Und im Idealfall sollten all diese Geräte auf die gemeinsame Medien-Sammlung zugreifen können. Die Lösung ist ein Server, auf den im lokalen Netzwerk alle zugreifen können, egal ob vom Rechner oder von mobilen Endgeräten.

Mit einem dedizierten Server können Sie aber noch mehr tun, als nur Videos für die ganze Familie zu streamen. Sie können auch Ihren eigenen Cloud-Dienst betreiben, um Ihre wichtigen Daten nicht an Firmen auslagern zu müssen, oder für Ihre Kinder einen eigenen Minecraft-Server bereitstellen. Das Betreiben eines eigenen Servers erfordert zwar ein gewisses technisches Fachwissen, aber durch die Informationen in unserem großen Server-Vergleich 2018 werden Sie sich sicherlich zurechtfinden.

1. Home-Server oder NAS-Server: Server-Typen im Vergleich

Definition: Server

Ein Server ist ein Computer, der über ein Netzwerk Dienstprogramme oder Daten für andere Computer (die sogenannten „Clients“) bereitstellt. Große Server-Farmen nutzen meist Server-Racks im 19-Zoll-Format, im privaten Bereich oder bei kleineren Unternehmen sind dagegen eher Desktop-Server in normalen Tower-Gehäusen zu finden.

Wenn Sie im Internet recherchieren, da Sie sich einen Server kaufen möchten, werden Sie auf zwei verschiedene Produkt-Kategorien stoßen: NAS-Server und Home-Server. Von den technischen Grundlagen her gesehen sind beide Arten von Servern relativ ähnlich. Es handelt sich schließlich einfach um Computer, die auf einen Dauerbetrieb im Netzwerk ausgelegt sind.

Aufgrund des unterschiedlichen Aufgabenspektrums unterscheiden sie sich aber in Bezug auf ihre Ausstattung. NAS ist eine Data-Management-Lösung und steht für „Network Attached Storage“ (zu Deutsch: "Speicherplatz, der mit dem Netzwerk verbunden ist") und dient hauptsächlich dazu, Dateien zu speichern und an die Endgeräte im Netzwerk auszuliefern. NAS-Server zeichnen sich daher vor allem durch eine oder mehrere große Festplatten aus, Prozessor und Arbeitsspeicher sind eher niedrig dimensioniert.

Server-Test: Dell T30

Der Dell T30 ist ein typischer Desktop-Server im Tower-Gehäuse

Ein Home-Server kann dagegen auch andere Aufgaben übernehmen, die eine höhere Rechenleistung erfordern. Daher sind die besten Server mit schnelleren Prozessoren und mehr Arbeitsspeicher ausgestattet, was aber den Stromverbrauch etwas erhöht. Da das Aufgabengebiet weniger fest definiert ist, erfordert die Konfiguration meist etwas mehr technisches Verständnis.

Vor- und Nachteile eines Home-Servers im Vergleich mit einem NAS-Server:
  • vielfältig einsetzbar, z.B. als Game-Server, Firewall oder Webspace
  • kann auch Aufgaben eines NAS-Servers übernehmen
  • kompliziertere Konfiguration
  • etwas höherer Stromverbrauch

server admin

2. Kaufberatung für Server: Darauf sollten Sie achten

2.1. Prozessor und Arbeitsspeicher bestimmen die Leistungsfähigkeit

Wenn Sie einen Server kaufen, steht die Server-Hardware im Zentrum. Sie sollten unbedingt darauf achten, dass der Prozessor ausreichend Leistung für die Anwendungen hat, die Sie darauf nutzen möchten. Bei Arbeitsspeicher macht es meistens Sinn, lieber etwas zu viel zu haben. Daher sollten es mindestens 4 GB, besser noch 8 GB sein – es sei denn, Sie benötigen nur einen günstigen NAS-Server, der mit weniger auskommt.

Prozessor-Typ Anwendungsgebiete
Dual-Core bis 2 GHz
  • File-Server
  • Media-Center (ohne Transkodierung)
  • Webserver
  • Mail-Server
Quad-Core ab 2 GHz
  • private Cloud
  • Game-Server (zum Beispiel für Minecraft oder Counterstrike)
  • Teamspeak-Server
  • Media-Center (mit Transkodierung)

2.2. File-Server benötigen große Festplatten

Wollen Sie Ihren Server als Speicher- und Backup-Lösung benutzen, sollten Sie darauf achten, dass ausreichend Speicherplatz zur Verfügung steht. 2 bis 4 TB sollten es für heutige Data-Management-Systeme schon mindestens sein. Wenn Sie viele Filme in FullHD und 4K besitzen, können sogar 6 oder 8 TB Sinn machen.

2.3. Festplatten-Einschübe und RAM-Steckplätze erlauben späteres Aufrüsten

Server-Test: Aufrüstmöglichkeiten

Sie sollten darauf achten, dass Sie Ihren Server aufrüsten können, um auch für die Zukunft gesichert zu sein.

Auch wenn Sie Ihre technischen Anforderungen vor dem Kauf genau formulieren und den passenden Server kaufen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Ihre Hardware-Ansprüche in zwei oder drei Jahren etwas höher sind. Daher sollten Sie unbedingt darauf achten, dass es ausreichend Upgrade-Möglichkeiten gibt.

Ganz zentral ist dabei der Speicherplatz, der meist als erstes voll ist. Festplatten können Sie einfach in Einschubschächten (oder auch „Bays“) über die SATA-Schnittstelle nachrüsten. Außerdem sind auch PCIexpress-Steckplätze für die Aufnahme von SSD-Speicher geeignet.

Beim Arbeitsspeicher sollten Sie darauf achten, dass der Server mindestens das Doppelte der aktuellen Konfiguration verwalten kann. So haben Sie noch Spielraum nach oben.

2.4. Grafikkarten spielen kaum eine Rolle

Ein Thema, das Sie von Ihrem Desktop-Rechner wahrscheinlich kennen, kann dafür beim Server-Kauf vernachlässigt werden: die Grafikkarte. Ein Monitor muss ohnehin nur bei der Installation angeschlossen werden, die Administration wird vollständig per Netzwerk vorgenommen. Daher reicht der integrierte Grafik-Chip eines Intel-Prozessors vollkommen aus.

NAS als Home-Server

3. Wofür werden Home-Server verwendet?

Es gibt viele Gründe, einen Server im heimischen LAN laufen zu lassen. Vom privaten Cloud-Speicher über die Smart-Home-Zentrale bis hin zum Media-Center. Wir haben Ihnen die häufigsten Nutzungs-Szenarien für Heim-Server zusammengestellt.

3.1. File-Server und private Cloud garantieren Datenschutz

Was ist ein RAID-System?

RAID steht für "Redundant Array of Independent Disks". In RAID-Systemen können mehrere Festplatten kombiniert und die Daten dadurch entweder schneller abgerufen oder sicherer abgelegt werden. Ein RAID-1-System, in dem auf beiden Festplatten die gleichen Daten gespiegelt werden, bietet hohen Schutz gegen den Ausfall einer einzelnen Platte.

Kommerzieller Cloud-Speicher ist eine günstige Back-Up-Lösung, hat aber einen entscheidenden Nachteil. Man muss den Cloud-Computing-Anbietern vertrauen oder darauf verzichten, sensible Daten in der Cloud abzulegen. Wenn Sie aber nicht alle Ihre Daten in der Cloud speichern können, sinkt der Nutzen rapide. Wenn Sie auf Ihrem eigenen Server eine Cloud-Computing-Anwendung wie ownCloud oder Nextcloud hosten, haben Sie die volle Kontrolle über die Verwendung Ihrer Daten. Gerade für Gewerbetreibende und Firmen, die viele delikate Geschäftsdokumente besitzen, ist eine persönliche Cloud von großem Wert.

ACHTUNG: Um die Ausfall-Sicherheit Ihrer Daten zu gewährleisten, sollten Sie zwei Festplatten zu einem RAID-1-System kombinieren, auf dem alle Daten redundant abgelegt werden. Außerdem sollten Sie in regelmäßigen Abständen Backups auf einer externen Festplatte erstellen.

3.2. Ein privater Web-Server bietet maximale Flexibilität

Webhoster gibt es wie Sand am Meer. Doch nicht immer können Sie den Webspace an die eigenen Bedürfnisse anpassen, wenn Sie einen Internet-Server mieten.  Wenn Sie Ihren eigenen Webserver (auch Http-Server genannt) betreiben, können Sie alles ideal einstellen, ohne an die Vorgaben eines Hosters gebunden zu sein. Dadurch können Sie sowohl Sicherheit als auch Ladezeiten Ihrer Website optimieren.

TIPP: Schnellere Ladezeiten wirken sich auch positiv auf Ihre Google-Rankings aus!

 Server Test: Video-Stream vom Media-Center

3.3. Media-Center versorgt mobile Endgeräte mit Inhalten

Wenn Sie Ihren Home-Server als Media-Center nutzen, können Sie jederzeit mit allen Geräten auf Ihr Medienarchiv zugreifen. Egal ob Sie am Schreibtisch sitzen oder auf der Couch, ob Sie aufs Smartphone schauen oder auf den Laptop-Bildschirm – nichts steht dem (mobilen) Film- oder Musik-Genuss im Wege.

ACHTUNG: Das reine Streamen braucht relativ wenig Rechenleistung. Aber falls Sie zum Beispiel Filme im 4K-Format auf dem Server ablegen und diese für den Stream zu ihrem Tablet heruntergerechnet werden müssen (das sogenannte „Transkodieren“), sollten Sie zu einem leistungsfähigen Quad-Core-Prozessor greifen.

3.4. Firewall & Virenscanner: Server schützt das Heimnetzwerk

Viren und Trojaner sind allgegenwärtig im Internet und gerade Windows-Nutzer sind latent gefährdet, da die meiste Schadsoftware auf Windows-Rechner abzielt. Wenn Sie einen Home-Server betreiben, haben Sie einige Möglichkeiten, ihr gesamtes Netzwerk zu schützen.

Mit einer Software-Firewall können Sie Hacker-Angriffe von außen abwehren und mit einem Viren-Scanner alle Dateien überprüfen, bevor sie überhaupt versuchen, auf die Systeme des lokalen Netzwerks zuzugreifen.

Server-Test: Gameserver

3.5. Server für Gamer: Minecraft, Counterstrike und Teamspeak

Gerade für Computerspieler bietet ein Home-Server viele interessante Möglichkeiten. Wer seinen eigenen Gameserver betreibt, kann die Spiele darauf genau mit der Lieblings-Kombination an Mods laufen lassen. Außerdem gibt es die volle Kontrolle über die Mitspieler, so dass nie mehr ein Freund draußen bleiben muss, weil der Server voll ist.

TIPP: Wollen Sie auf Ihrem Server Minecraft spielen, reicht auch ein günstiger Server aus. Schon mit einem Dual-Core mit 4 GB RAM können Sie problemlos mit 5 bis 10 Freunden zusammen spielen.

Um sich beim Online-Spiel mit den anderen Spielern besser koordinieren zu können, nutzen viele Gamer die Software Teamspeak – besonders, wenn sie sich zu einer Gilde oder einem Clan zusammengeschlossen haben. Im Normalfall müssen Sie die Teamspeak-Server mieten. Wenn man das Programm aber auf dem eigenen Home-Server installiert, kann man sich die Mietgebühren sparen.

3.6. Zusammenfassung im Video

Als kleine Zusammenfassung erklärt im folgenden Video ein Youtube-Nutzer noch einmal kurz und prägnant, wofür er seinen eigenen Home-Server verwendet. Sehenswert.

4. Server-Betriebssysteme für Zuhause

Wenn Sie einen Server betreiben möchten, müssen Sie sich auch für ein Betriebssystem entscheiden. Die meisten Server laufen unter Windows oder Linux, gerade NAS-Server können aber auch ihr eigenes abgespecktes Server-OS (meist auf Linux-Basis) mitbringen. Wir haben Ihnen die wichtigsten Betriebssystem-Typen für Server mit ihren Vor- und Nachteilen zusammengestellt.

4.1. Windows Server: Simplere Konfiguration bei höheren Kosten

An das Arbeiten mit Windows sind die meisten Menschen schon gewöhnt. Daher ist es auch ein verhältnismäßig kleiner Schritt, sich in die Administration eines Windows-Servers einzuarbeiten. Außerdem gibt es für Windows Server guten Support, da es sich um ein kommerzielles, proprietäres Produkt handelt. Falls Sie also kein IT-Fachmann sind, ist Windows wahrscheinlich die bessere Lösung für Sie. Allerdings sind die Kosten für eine Windows-Server-Lizenz recht hoch.

TIPP: Man kann einen Server auch mit dem günstigeren Windows 10 Pro betreiben

  • gewohnte Konfiguration in grafischer Benutzeroberfläche
  • guter Support, da kommerziell
  • mehr Software verfügbar
  • hohe Lizenzgebühren
  • die meiste Viren und Malware-Programme sind auf Windows-Systeme ausgerichtet

4.2. Linux-Distributionen: Sehr flexibel und kostengünstig

Linux-Logo: Tux

Der sympathische Pinguin Tux ist das Maskottchen der Linux-Betriebssysteme.

Linux ist der Überbegriff für eine ganze Reihe von Betriebssystemen. Sie alle basieren auf dem von Linus Torvalds 1991 entwickelten Linux-Betriebssystemkern (oder Englisch: Kernel) und sind Open-Source-Software. Das heißt, der Quellcode muss veröffentlicht werden und darf von jedem kopiert und auch verändert werden. Linux-Distributionen (so heißen die Linux-basierten Betriebssysteme) sind also meistens kostenlos.

Auf normalen Anwender-Computern ist Linux nur ein Randphänomen, aber gerade bei Webservern ist es sehr weit verbreitet – die bekannte Server-Software Apache ist zum Beispiel ein Linux-Programm. Die Konfiguration eines Linux-Servers ist deutlich komplizierter als bei Windows und erfolgt hauptsächlich über die Kommandozeile.

ACHTUNG: Es gibt auch einige kostenpflichtige Linux-Distributionen, am bekanntesten sind Red Hat Enterprise Linux und SUSE Linux Enterprise.

Außerdem lebt Linux von seiner aktiven Community, also von den vielen Freiwilligen, die Linux in ihrer Freizeit weiterentwickeln. Dadurch ist es sehr sicher und man kann man zu den meisten Problemen im Internet Antworten finden. Im Gegensatz zu Windows gibt es aber keinen direkten Ansprechpartner für den Software-Support.

  • sehr flexibel, man muss wirklich nur die notwendigen Komponenten installieren
  • die meisten Distributionen sind kostenlos
  • durch den geringen Marktanteil bei den Endnutzern gibt es wenig Viren
  • Konfiguration eines Linux-Servers erfordert relativ viel Fachwissen
  • Wartung und Updates sind weniger gradlinig als bei Windows

server betriebssystem

4.3. NAS-Betriebssysteme: Beschränktes Aufgabenspektrum, dafür sehr sparsam

Wenn Sie sich beim Server-Kauf für einen NAS-Server entscheiden, wird oft ein vorinstalliertes Betriebssystem des jeweiligen Herstellers mitgeliefert. Dabei handelt es sich oft um etwas abgespeckte Betriebssysteme (auf Linux- oder FreeBSD-Basis), die speziell auf die Aufgabe als Netzwerk-Speicher zugeschnitten sind. Dadurch können Sie zwar weniger Aufgaben erledigen, als umfassendere Betriebssysteme, benötigen aber auch wesentlich weniger Prozessor-Leistung und Arbeitsspeicher.

  • eingeschränkter Funktionsumfang
  • ideal für NAS-Fileserver
  • geringer Ressourcen-Verbrauch

5. Häufige Fragen zum Thema Server

  • Kann ich auch einen alten Computer als Server verwenden?

    Im Grund ist das möglich. Allerdings sollten Sie bedenken, dass bei Server-PCs spezielle Server-Hardware verbaut ist, die besser für den dauerhaften Betrieb geeignet ist, als übliche PC-Komponenten. Gerade die höheren Stromkosten summieren sich auf Dauer. Greifen Sie also besser zu einem günstigen Dell-Server.
  • Wer ist der Server-Vergleichssieger der Stiftung Warentest?

    Einen Home-Server-Test hat die Stiftung Warentest noch nicht durchgeführt. Allerdings wurden in der Ausgabe 02/2016 NAS-Server untersucht. Produkte von Marken wie Western Digital und Synology, deren Nachfolge-Modelle auch in unserem Server-Vergleich 2018 vertreten sind, konnten dabei gute Ergebnisse erzielen, indem Sie Server-Hardware mit maßgeschneiderter Betriebssystem-Software kombinieren.
  • Macht ein Serverschrank für mich Sinn?

    Nein, für die meisten Anwender hat die Anschaffung von einem 19-Zoll-Schrank keinen Sinn. Nur wenn Sie als Unternehmen Server-Hosting betreiben und kommerzielle Cloud-Computing-Dienste oder Data-Management-Lösungen anbieten, sollten Sie über ein Server-System im Rack nachdenken.
  • Gibt es auch Mac-Server?

    Natürlich können Sie auch einen Apple-Rechner als Server einsetzen. Als Business-Server eignet sich der Mac Pro mit besonders leistungsstarker Hardware, zuhause könnten Sie sogar einen günstigen Mac Mini einsetzen.
  • Kann ich einen Server auch über WLAN ins Netzwerk einbinden?

    In der Theorie wäre das möglich, in der Praxis ist das aber keine gute Idee. Die Bandbreite und auch die Zuverlässigkeit reichen für die konstante Anbindung eines Routers nicht aus. Daher sollten Sie Ihren Server immer per Kabel mit einem Router, Switch oder auch Mesh-WLAN-System verbinden.
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Lenovo ThinkServer TS150
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gut (1,5) Dell PowerEdge T30
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Kommentare (1)
  1. Karl :

    Toller Ratgeber, ein eigener Server klingt sehr praktisch, vor allem die Media-Center-Funktionen.
    Allerdings weiß ich nicht, ob ich mir die Konfiguration selbst zutraue. Bisher habe ich nur die üblichen Windows-Programme im Alltag genutzt.

    Antworten
    1. Vergleich.org :

      Hallo Karl,

      die Konfiguration eines Servers kann tatsächlich etwas kompliziert sein. Falls Sie den Server hauptsächlich als Media-Center nutzen möchten, sollten Sie sich die NAS-Server im Vergleich näher ansehen. Diese sind oft etwas leichter einzurichten.
      Wenn Sie sich auch das nicht zutrauen, könnten Sie den Datamate Homie kaufen. Bei diesem Home-Server ist die Konfiguration per Fernwartung im Preis inbegriffen. So müssen Sie nur anfangs einmal mit der Hotline telefonieren und ein paar Daten durchgeben, den Rest machen die Support-Mitarbeiter.

      Wir hoffen, dass wir Ihnen auch mit dieser Antwort helfen konnten.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Team von vergleich.org

      Antworten
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Powerline-Adapter sind eine Art WLAN Verstärker, die mit einem vorhandenen Router kombiniert werden. Sie können helfen, Verbindungsprobleme zu umgehen…

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Router Test

Netzwerk Router

Der Router ist die Basis im Heimnetzwerk: Viele Modelle vereinen WLAN, DSL-Modem, Medienserver, Telefonanlage, Fax und Anrufbeantworter in einem …

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Switch Test

Netzwerk Switch

Sollten Sie mehr LAN-Anschlüsse zuhause brauchen, schließen Sie einen Netzwerk Switch an Ihren Router an. Kaufen Sie [year] Switches mit hoher …

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VDSL-Router Test

Netzwerk VDSL-Router

VDSL-Router sind besonders schnelle und leistungsfähige Router. Durch technische Standards wie Super-Vectoring sind sie geeignet für VDSL-Anschlüsse …

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WLAN-Antenne Test

Netzwerk WLAN-Antenne

WLAN-Antennen kommen zum Einsatz, um die Netzabdeckung des heimischen Drahtlosnetzwerkes zu verbessern. Sie sind sowohl für den Innen- als auch für …

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WLAN-Karte Test

Netzwerk WLAN-Karte

WLAN-Karten erweitern Laptops und PCs um einem WLAN-Empfänger. Die Karten müssen im Inneren des Computers auf das Mainboard gesteckt werden…

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WLAN-Repeater Test

Netzwerk WLAN-Repeater

Zum Abschluss eines Vertrags für einen Internetanschluss spendieren die meisten Service-Anbieter einen WLAN-Router, der für die Verbreitung des …

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WLAN-Stick Test

Netzwerk WLAN-Stick

WLAN-Sticks stellen nur ein WLAN-Netz her. Für eine Verbindung mit dem Internet benötigen Sie immer noch einen Router. Beim Kauf sollten Sie zunächst …

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