Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Online-Druckerei druckt gute Qualität und hohe Auflagen von Ihren gestalteten Dateien und sendet Ihnen diese nach der Fertigstellung zu.
  • Online- Druckereien unterscheiden sich in Angebot, Qualität und Kosten.
  • Durch verschiedene Druckverfahren, Farben und Lacke und Designs haben Sie die Möglichkeit, Ihre Drucke zu individualisieren.

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1. Welche Vorteile bieten Online-Druckereien?

Online-Druckereien sind eine wunderbar praktische Lösung, wenn die Qualität des eigenen Tintenstrahl- oder Laserdruckers für Ihre Visitenkarten, Flyer, Broschüren oder Briefbögen nicht ausreicht. Laden Sie Ihre fertig gestalteten Dateien einfach über ein praktisches Online-Formular auf den Server des Anbieters hoch, geben Sie die gewünschte Menge und weitere Optionen wie etwa Bindung und Einbandart an und lassen Sie auch hohe Auflagen drucken.

Viele der Anbieter im Internet bedrucken nicht nur normale Papierbögen, sondern auch Servietten, Ordner, Aufkleber, Kalender und Wandkalender, Plakate, Fotobücher, Jahresplaner und vieles mehr.

Online-Druckereien operieren auf einem hart umkämpften Markt. Das ist gut für Sie als Käufer – die Preise sind üblicherweise recht günstig, die Qualität lässt sich bei den meisten Anbietern sehen. Unabhängige Online-Tests und Kundenmeinungen im Internet zeigen, dass es dennoch starke Abweichungen gibt, vor allem bei den Preisen und beim Kundendienst.

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Wer bei Online-Druckereien kaufen möchte, sollte eine möglichst hohe Auflagenzahl wählen. So wird auch Markenpapier in der Masse günstiger.

2. Was passiert in der Druckerei mit den Dateien?

Gerade wenn Sie noch keine Erfahrungen mit Druckereien haben, kann die geballte Ladung Technologie durchaus ein wenig einschüchternd wirken. Wenn Sie sich jedoch auskennen, haben Sie die Möglichkeit, Vergleiche zu ziehen, dem Druckdienstleister gegebenenfalls selbstbewusst Fragen zu stellen und schließlich eine informierte Entscheidung zu treffen.

Deshalb beginnen wir unseren Ratgeber mit einer Übersicht über die eingesetzten Druckverfahren, erläutern Ihnen anschließend, wie Sie sich für das passende Papier und eventuell eine Veredelung entscheiden und in welchem Dateiformat Sie Ihr Dokument abspeichern und hochladen sollten.

2.1 Von Online-Druckereien verwendete Druckverfahren

Die beiden häufigsten Druckverfahren, mit denen Online-Druckereien Ihre Daten zu Papier bringen, sind der Digitaldruck und der Offsetdruck.

Etwas verwirrend ist auf den ersten Blick, dass auch das moderne digitale Offsetdruckdruckverfahren häufig als Digitaldruck bezeichnet wird. In den folgenden Abschnitten erklären wir die Unterschiede genau.

2.1.1 Digitaldruck

Beim Digitaldruck wird die Datei direkt an die Druckmaschine ausgegeben. Sie können sich das in etwa so vorstellen wie den Workflow zwischen Ihrem Computer und dem Laserdrucker in Ihrem Büro – auch wenn die Maschinen in einer Digitaldruckerei natürlich viel größer, teurer und professioneller sind als Ihr Bürodrucker.

Zwar hat der Digitaldruck in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, dennoch müssen Sie hierbei meist Abstriche in der Qualität in Kauf nehmen. Dafür erhalten Sie Ihre Drucksachen oft in kürzerer Zeit und die Kosten sind gerade bei kleinen Auflagen (niedriger Stückzahl) meist geringer. Einer der Gründe dafür ist, dass im Gegensatz zum Offsetdruck keine Druckform hergestellt werden muss.

Möchten Sie beispielsweise Ihre Diplomarbeit, Ihre Bewerbungsunterlagen oder einen Geschäftsbericht in einigen wenigen Exemplaren online drucken und binden lassen, ist eine Digitaldruckerei wahrscheinlich der richtige Ansprechpartner für Sie. Viele dieser Unternehmen firmieren auch als „Online-Copyshop“. Sie sind oft deutlich billiger als der reale Copyshop um die Ecke.

Die preisliche Spanne reicht von etwa 10 Euro pro Exemplar bis zu ca. 20 Euro netto. Hinzu kommen Mehrwertsteuer und Versandkosten. Eingehende Preisvergleiche sind hier also sicherlich sinnvoll.

2.1.2 (Digitaler) Offsetdruck

Beim Offsetdruck wird Ihr Dokument zuerst aufgerastert und auf (Aluminium-)Platten geätzt. Heutzutage werden die Druckplatten von den meisten Druckereien direkt digital aus den Daten belichtet. Deshalb spricht man manchmal vom „Digitalen Offsetdruck“, was nicht mit dem oben erläuterten Digitaldruck verwechselt werden sollte.

Das Druckergebnis von Offsetdruckmaschinen ist im Allgemeinen besser als das von Digitaldruckern. Die Vorbereitung des Druckes ist durch die Herstellung der Druckplatten deutlich teurer. Auch der Druckvorgang selbst ist sehr viel komplexer. Zum Beispiel kommt es häufig vor, dass zuerst einmal mehrere hundert Papierbögen verbraucht werden müssen, um die Maschine für den Druckvorgang bereit zu machen, damit sich die Druckfarbe gleichmäßig auf allen Platten verteilt.

Deshalb sammeln manche Druckereien mehrere Aufträge von verschiedenen Kunden auf einem einzigen großen Montagebogen. Dadurch wird der Onlinedruck günstiger, häufig aber auf Kosten längerer Wartezeiten.

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Einige Anbieter besitzen eine kostenlose Hotline. Dort erhalten Sie im Zweifelsfall eine erste Kaufberatung zu individuellen Farb- oder Formatwünschen.

2.1.3 Farben und Lacke

Am günstigsten ist der Offsetdruck eines Schwarzweißdokuments: Hierzu benötigt die Druckerei nur eine einzige Druckplatte für die schwarze Farbe.

Enthält Ihre Drucksache viele Farben, zum Beispiel Fotos, wird sie in der Druckerei in die so genannten Prozessfarben mit den vier Grundfarben Cyan (ein Türkisblau), Magenta (ein Pink-Ton), Gelb und Schwarz zerlegt. Fachleute nennen diesen Vorgang „Farbseparation“.

Für jede der vier Prozessfarben wird nun eine eigene Platte angefertigt. Mithilfe der Platten wird die Druckfarbe an den entsprechenden Stellen auf das Papier übertragen. Für jede Farbe gibt es einen eigenen Durchgang.

Die Herstellung vierfarbiger Drucksachen ist also deutlich aufwändiger und deshalb auch teurer als der Onlinedruck einfarbiger Dokumente.

Alternativ können Sie Ihre Drucksachen auch in Schwarz und einer so genannten Volltonfarbe herstellen lassen. Eine Volltonfarbe wird nicht aus den vier Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz zusammengemischt, sondern ist als fertige Farbmischung erhältlich und wird auf einer gesonderten Platte gedruckt. Die Volltonfarben sind in Farbbibliotheken wie etwa Pantone oder HKS zusammengefasst.

Diese Druckvariante ist dann gut geeignet, wenn Ihre Werbeagentur Ihr Firmenlogo beispielsweise in einer HKS- oder Pantone-Farbe angelegt hat. Da die Druckerei nun eine fertig gemischte, standardisierte Farbe für die Wiedergabe Ihres Logos verwendet, kann es (außer etwa durch Verschmutzungen der Druckmaschine) keine Farbabweichungen geben.

Auf den Websites der Online-Druckereien finden Sie bestimmte Codes bzw. Abkürzungen, die die beim Druck verwendeten Farben kennzeichnen:

Abkürzung Erläuterung
1/0-farbig Vorderseite schwarz bedruckt, Rückseite leer
1/1-farbig Vorder- und Rückseite schwarz bedruckt
2/0-farbig Vorderseite in Volltonfarbe (beispielsweise HKS) und Schwarz oder in zwei Volltonfarben bedruckt, Rückseite leer
2/1-farbig Vorderseite in Volltonfarbe (beispielsweise HKS) und Schwarz oder in zwei Volltonfarben bedruckt, Rückseite schwarz bedruckt
2/2-farbig Vorder- und Rückseite in Volltonfarbe (beispielsweise HKS) und Schwarz oder in zwei Volltonfarben bedruckt
4/0-farbig Vorderseite farbig bedruckt (CMYK-Prozessfarben), Rückseite leer
4/1-farbig Vorderseite farbig, Rückseite schwarz bedruckt
4/4-farbig Vorderseite und Rückseite farbig bedruckt

Für spezielle Ansprüche gibt es noch weitere Varianten: 5/0-farbig bezeichnet etwa den einseitigen Farbdruck mit CMYK-Prozessfarben plus einer Volltonfarbe. Dies kann eine übliche HKS- oder Pantone-Farbe sein, aber auch eine Sonderfarbe wie Gold oder Silber oder sogar eine Lackierung mit einem UV-Lack.

Selbst so exotische Veredelungen wie Relieflack, Hologrammfolie, Glitzer- oder Duftlack bieten Anbieter an. Halten Sie auf den Websites der Online-Druckereien Ausschau nach dem Menüpunkt „Veredelungen“.

2.1.4 Die Weiterverarbeitung

Schließlich benötigen viele Produkte nach dem eigentlichen Druck und dem Schneiden noch eine Weiterverarbeitung:

Faltblätter auf starkem Papier ab etwa 170 Gramm werden beispielsweise mit einer Rille versehen, damit das Papier nicht bricht. Karton-Einbände erhalten aus demselben Grund eine Nut. Dabei wird an der Falzstelle ein schmaler Streifen aus dem Einbandmaterial herausgetrennt.

Abreißkalender und -blöcke wiederum benötigen neben der Bindung auch eine Perforation, die das saubere Abtrennen der Blätter ermöglicht.

Tipp! Sie müssen sich über die Weiterverarbeitung keine Gedanken machen – dies entscheidet die Online-Druckerei anhand Ihrer Konfiguration.

Falls Sie auf den Websites der ausgewählten Online-Druckerei nichts Passendes finden, sollten Sie sich ein individuelles Angebot unterbreiten lassen. Oft kommt dies jedoch etwas teurer, weil es nicht den üblichen Workflows der Druckerei entspricht.

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In unserem Online-Druckereien-Vergleich [year] finden Sie auch Anbieter, die Autobeschriftung anbieten.

2.1.5 Sonstige Druckverfahren

Für bestimmte Bedruckstoffe, etwa T-Shirts, Aufkleber, Motivtassen oder Werbegeschenke gibt es verschiedene weitere Drucktechniken. Die folgende Tabelle gibt Aufschluss über einige gängige Verfahren.

Drucktechnik geeignet für Besonderheiten
Flex-/Flockdruck Textilien Beim Flexdruck wirkt der Aufdruck glatt und gummiartig, beim einfarbigen Flockdruck samtig.
Flexodruck Pappkartons, Kunststoff-Tragetüten und sonstige Verpackungsmaterialien, Etiketten, Servietten Günstige Druckkosten bei hohen Auflagen; ideal geeignet, wenn Sie Servietten bedrucken lassen möchten
Siebdruck Schilder, Folien, Plakate, CDs, Textilien Rentabel bei hohen Auflagen
Tampondruck Verpackungen, Werbemittel wie Tassen, Aufkleber, Feuerzeuge und Kugelschreiber Vorteil gegenüber dem Siebdruck: Es können auch gebogene Flächen bedruckt werden.
Textil-Direktdruck Textilien Geeignet für Textilien ab 50% Baumwollanteil. Umweltfreundlich. Hohe Detailtreue beim Fotodruck.
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Abschlussarbeiten, Werbemittel und Bürozubehör: Die besten Online-Druckereien haben eine übersichtliche Website mit aufschlussreichen Kategorien.

3. Was sollte man beachten, bevor Drucksachen in Auftrag gegeben werden?

Für perfekte Drucksachen ist nicht nur ein schönes Design wichtig. Qualitätspapiere leisten einen ganz entscheidenden Beitrag zum professionellen Aussehen des fertigen Produkts. Wichtig ist zudem die Haptik, also wie Ihnen eine Visitenkarte in der Hand liegt oder wie sich eine Broschüre beim Durchblättern anfühlt. Auch für die Haptik ist der Bedruckstoff maßgeblich, normalerweise also die Papiersorte.

Bevor Sie die Drucksachen in Auftrag geben, sollten Sie deshalb wissen, welche Möglichkeiten es gibt und welche davon für Ihr spezielles Vorhaben am besten geeignet sind.

3.1 Das richtige Papier

Das beginnt schon bei der Papierfarbe – selbst „Weiß“ kann eine erstaunliche Bandbreite von Tönungen bedeuten. Ein eher gelbliches Weiß eignet sich vor allem für Einladungen oder verschiedenartige Karten (Geburtstagskarten, Grußkarten, Einladungskarten usw.), kühles Reinweiß oder „Hochweiß“ beispielsweise für die Reproduktion von Fotobüchern und Kalendern oder für Geschäftsdrucke wie Briefpapier, Briefschläge oder Etiketten.

Das nächste Kriterium sind die Papiersorte und die Papierstärke oder -dichte, in der Fachsprache „Grammatur“ genannt. Sie wird in Gramm pro Quadratmeter Papier angegeben. Je leichter das Papier ist, desto preiswerter (oder im negativen Sinne „billiger“) wird es sich anfühlen.

Grundsätzlich gilt jedoch: Je höher die Anzahl der Seiten Ihres Druckwerks ist, desto dünner sollte das Papier sein. Sonst halten Sie vor allem bei Büchern, Prospekten und Katalogen am Schluss einen dicken Wälzer in den Händen.

Nachfolgend einige Beispiele typischer Grammaturen für unterschiedliche Einsatzgebiete.

Einsatzgebiet Typische Papiersorten Passende Papiergrammatur
Briefpapier Offsetpapier 80 bis 100 g/qm
Visitenkarten, 1- und 2-seitig Bilderdruckpapier oder Postkartenkarton 250 bis 400 g/qm
Klapp-Visitenkarten, 4-seitig Bilderdruckpapier 170 bis 300 g/qm
Handzettel, Falzflyer und Broschüren Offset- oder Bilderdruckpapier 80 bis 170 g/qm (je geringer der Seitenumfang, desto stärker kann das Papier sein)
Image-Broschüren Bilderdruckpapier 170 bis 250 g/qm
Plakate Bilderdruck- oder Affichenpapier 90 bis 300 g/qm
Kalender Bilderdruckpapier 170 bis 400 g/qm
CD/DVD-Cover und -booklets Bilderdruckpapier 90 bis 170 g/qm (Cover) bzw. bis 400 g/qm (Booklet)
Postkarten Postkartenkarton 250 g/qm bis 400 g/qm
Grußkarten, Einladungskarten, Geburtstagskarten usw. Bilderdruckpapier oder Postkartenkarton 250 bis 400 g/qm
Speisekarten, 1- und 2-seitig Offset- oder Bilderdruckpapier 80 bis 400 g/qm
Speisekarten, gefaltet oder gebunden Offset- oder Bilderdruckpapier 80 bis 300 g/qm
Bücher Offsetpapier 80 g/qm
Prospekte und Zeitungsbeileger LWC-Papier 39 bis 80 g/qm
  • Offsetpapier entspricht dem normalen, hochweißen Papier, das Sie auch für Ihren Fotokopierer oder Laser-/Tintenstrahldrucker verwenden. Die Erzeugnisse lassen sich somit gut beschriften und bedrucken – optimal für Briefbögen und Visitenkarten. Da das Papier matt ist, ist es gleichzeitig blendungs- und reflexionsarm. Es eignet sich somit bestens für textlastige Drucksachen, die gut lesbar sein müssen.
  • Bei vielen Anbietern, beispielsweise Flyeralarm, Flyerpilot, Diedruckerei oder Druckbombe, gibt es Offsetpapier auch in umweltfreundlichen Recycling-Varianten. Es existieren mittlerweile recht hochwertige Recyclingpapiere, die über einen hohen Weißgrad verfügen.
  • Bilderdruckpapier wiederum lässt sich weniger gut beschriften. Es ist glänzend oder matt gestrichen, sodass die Oberfläche glatter wirkt als bei Offsetpapier. Diese Papiere eignen sich hervorragend, wenn Sie Fotos wiedergeben möchten; das Papier lässt die Farben brillant leuchten.
  • Affichenpapier wählen Sie vor allem für Plakate, die im Freien aufgehängt werden sollen. Es ist nicht nur stabil und wetterfest, sondern zeichnet sich auch durch eine blaue Rückseite aus. Dadurch wird gewährleistet, dass der Untergrund nicht durch das Papier hindurchscheint.
  • Postkarten- oder Chromokarton hat eine gestrichene Vorderseite und eine matte Rückseite, die dem Offsetpapier entspricht. Wählen Sie ihn vor allem für Grußkarten, Geburtstagskarten Antwortpostkarten, Visitenkarten und Ähnliches.
  • LWC(Light Weight Coated)-Papier ist ein beidseits gestrichenes, sehr dünnes, holzhaltiges Papier. Es eignet sich bestens für Zeitungsbeileger und Prospekte, aber auch andere Drucksachen, die dünn und nicht zu schwer sein sollen, etwa Beilagen von Werbebriefen, Versandhauskataloge usw.

Für besondere Ansprüche bieten die verschiedenen Anbieter auch den Druck auf Effektpapieren an: Es gibt zum Beispiel Gold- oder Silberpapier sowie Chromolux-Papiere mit Perlmuttoptik im Angebot.

Wenn die Entscheidung Ihnen schwer fällt, sollten Sie Testmuster bei den Druckereien anfordern. Die meisten von uns verglichenen Online-Druckereien bieten Papierproben an, bei vielen kostet dieses Musterbuch noch nicht einmal etwas.

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Ihr selbst ernannter Online-Druckereien-Testsieger hat Sie nicht überzeugt? Dann können Sie oftmals Ihr Geld zurückverlangen oder einen neuen Druck veranlassen.

3.2 Dateiformate für die Anlieferung der Druckdaten

Viele Online-Druckdienstleister nehmen zahlreiche Dateiformate entgegen – von Microsoft Word- über PowerPoint-Dateien bis hin zu JPEG-Bildern. Diese Formate können jedoch unter Umständen problematisch sein.

  • Microsoft-Word- und PowerPoint-Dateien beispielsweise können nur dann korrekt ausgegeben werden, wenn alle im Dokument verwendeten Schriften auch auf dem Computer der Druckerei installiert sind. Das ist jedoch keine Selbstverständlichkeit.
  • JPEG-Dateien wiederum sind häufig mit zu niedriger Qualität abgespeichert. Bei der JPEG-Kompression werden Bilddetails verworfen, und zwar umso mehr, je höher der Kompressionsgrad ist (bzw. je niedriger Sie die Qualität beim Abspeichern der Datei einstellen). Die verbleibenden Bildinformationen werden zu Blöcken zusammengefasst. Bei zu starker Kompression fallen diese Blöcke als so genannte JPEG-Artefakte unangenehm ins Auge. Aber auch eine JPEG-Datei, die auf Ihrem Monitor durchaus gut aussieht, ist unter Umständen für einen sauberen Druck nicht mehr geeignet.
3.2.1 PDF

Heutzutage liefern Sie Ihre Daten am besten als PDF-Dateien an Ihre Online-Druckerei.

Die neueren Microsoft-Office-Versionen unterstützen die Speicherung im PDF-Format nativ; Sie benötigen also kein extra Programm: Wechseln Sie im Menüband einfach in den „Datei“-Reiter und klicken Sie auf den Menüpunkt „Als Adobe PDF speichern“.

Auch Ihr Mac-Computer, das OpenOffice-Paket und die Programme der Corel Graphics Suite sowie der Adobe Creative Cloud können PDF-Dateien direkt speichern. Selbst wenn Sie ein Betriebssystem oder Programm nutzen, das keine Speicherfunktion in das PDF-Format beinhaltet, müssen Sie kein Geld für ein Exportprogramm hinlegen: Es gibt mittlerweile zahlreiche Gratis-Anwendungen, mit denen Sie PDF-Dateien erzeugen können.

3.2.2 PDF/X

Vielleicht haben Sie schon einmal von PDF/X-1a bzw. PDF/X-3 gehört. Es handelt sich dabei um ISO-Normen, die Probleme beim Austauschen von Dateien mit Druckereien verhindern sollen. Die gute Nachricht ist, dass Online-Druckereien darauf eingestellt sind, Ihre Flyer, Einladungskarten und andere einfache Drucksachen auch dann problemlos auszugeben, wenn Ihre Datei nicht PDF/X-konform ist.

Bei größeren Projekten wie etwa Büchern und Katalogen schaffen Sie jedoch für alle Beteiligten Sicherheit, wenn Sie Ihre Daten PDF/X-konform anliefern. Solche PDF-Dateien lassen sich beispielsweise aus Adobe InDesign oder Adobe Photoshop erzeugen. Falls Sie hier unsicher sind, sollten Sie sich dem ausgewählten Druckanbieter in Verbindung setzen.

3.3 Die Beschnittzugabe

Sollen Bilder, Farbflächen oder andere Elemente bis direkt an die Papierkante reichen, dürfen Sie die Beschnittzugabe nicht vergessen. Das heißt, dass Sie die Elemente ein Stückchen über die Dokumentbegrenzungen hinausragen lassen müssen. Ohne Beschnittzugabe könnte sich durch Passerungenauigkeiten beim Druck und nicht ganz exaktes Schneiden ein schmaler unbedruckter Streifen (ein so genannter „Blitzer“) am Papierrand zeigen.

Die meisten Druckereien verlangen 3 mm Überstand. In Programmen wie Microsoft Word ist es nicht möglich, Elemente außerhalb der Dokumentränder zu positionieren; das Programm schneidet sie automatisch ab. Als einziger Weg bleibt Ihnen, das Dokument größer als das beabsichtigte Endformat einzurichten. In InDesign und anderen Profi-Satzprogrammen können Sie hingegen beim Anlegen eines neuen Dokuments eine Beschnittzugabe definieren.

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4. Welche Auswahlmöglichkeiten gibt es?

Manche Druckereien können buchstäblich auf jedes Medium drucken; andere bieten nur recht begrenzte Auswahlmöglichkeiten für geschäftliche und/oder private Zwecke. Bedenken Sie, dass kleinere Anbieter mit einem eingeschränkten Produktsortiment nicht unbedingt schlechter drucken als die großen Anbieter. Gerade die Spezialisierung auf bestimmte Bereiche kann mit einer exzellenten Produktqualität und einem ausgezeichneten Kundensupport einhergehen.

4.1 Die Kosten

Kostenlose Visitenkarten

Es gibt zahlreiche Druckereien, die Gratis-Visitenkarten anbieten. Allerdings müssen Sie zum einen meist die Versandkosten bezahlen. Zum anderen befinden sich oft das Logo und die Kontaktdaten der Druckerei auf der Rückseite; Ihnen selbst „gehört“ also nur die Vorderseite der Visitenkarte.

Seien wir ehrlich: Der Preis ist eine der wichtigsten Variablen bei jeder größeren Investition. Gerade wenn es um die Auswahl der besten Online-Druckerei geht, sollten Sie bei den Preisen zweimal hinschauen: Sicherlich ist es auf den ersten Blick kein großer Unterschied, ob ein Jahresplaner nun 40 oder 50 Cent kostet. Wenn Sie aber 300 Jahresplaner als Werbegeschenke für Ihre Kunden bestellen möchten, fällt der Unterschied deutlich ins Gewicht.

Ein weiteres wichtiges Kriterium sind die Ausstattungsmerkmale Ihrer Drucksache. Und hier kann es tatsächlich schnell unübersichtlich werden.

4.2 Versand und Lieferzeit

Der Versand Ihrer Drucksachen erfolgt meist per Post oder über einen Paketlieferservice. Für Eilaufträge halten viele Online-Druckereien flexible Lieferoptionen bereit. Bei einigen bekommen sie Ihre Dokumente per Eilzustellung, bei Bedarf sogar über Nacht. Bedenken Sie jedoch: Auch wenn Eil- oder Overnight-Versand angeboten werden, kann dieser erst nach dem Druck, dem Schneiden und gegebenenfalls Binden Ihres Druckerzeugnisses erfolgen. In der Regel dauert dies mindestens einen Tag, bei aufwändigen Produkten wie Büchern, Fotobüchern, Kalendern usw. deutlich länger.

4.3 Umgang mit Reklamationen

Es passiert der besten Druckerei, dass beim Druck etwas schiefgeht: Passerungenauigkeiten, schlecht geschnittene Papierkanten oder falsche Farben können ein Druckerzeugnis unbrauchbar machen. Gute Online-Druckereien erstatten Ihnen Ihr Geld ohne große Diskussionen zurück oder liefern einen kostenlosen Neudruck. Meist müssen Sie jedoch zuvor die Produkte zurücksenden, damit der Fall geprüft werden kann.

4.4 Last but not least: Nachhaltigkeit

Heutzutage sollte auch die umweltfreundliche Herstellung von Drucksachen eine Rolle spielen. Für Papiererzeugnisse, Druckfarben und die Druckereien selbst gibt es mittlerweile verschiedene Umweltzertifikate und -zeichen, nach denen Sie auf den Websites des Online-Anbieters Ausschau halten sollten.

Bekannt sind beispielsweise der Blaue Engel, der sich auf die Umweltfreundlichkeit der verwendeten Papiere, Druckfarben und Lacke bezieht, das Prädikat „Klimaneutrales Drucken“, das der Druckerei einen aktiven und projektbezogenen Beitrag zum Klimaschutz attestiert, das FSC-Siegel (das Papier stammen aus einer umwelt- und sozialverträglichen Waldbewirtschaftung) und die ISO 50001, mit der das Unternehmen nachweist, dass sein Energiemanagementsystem mit der weltweit gültigen ISO-Norm übereinstimmt.