Das Wichtigste in Kürze
  • Ob Konzert, Theater oder Oper: Online-Ticketportale erfreuen sich größter Beliebtheit, da der Bestellvorgang innerhalb kürzester Zeit abgeschlossen werden kann. Großer Pluspunkt einiger Anbieter: Ein sogenannter Ticketalarm informiert, wenn ein Künstler wieder tourt.
  • Der Preisvergleich lohnt sich. Auch wenn der reine Ticketpreis bei verschiedenen Portalen identisch ist, kann die Höhe der Versandkosten den Ausschlag geben. Zudem lohnt es sich, bei kleineren, lokalen Anbietern die Preise zu prüfen, es können Schnäppchen lauern. Teilweise können Sie die Tickets auch gratis abholen und sparen so deutlich.
  • Die Auswahl an Veranstaltungen ist unterschiedlich groß. Aber lassen Sie sich nicht beirren: Kleinere Ticketportale haben dafür meist regionale und einzigartige Workshops oder Stadtführungen im Angebot.

online Tickets kaufen

David Bowie hat es vor allen anderen geahnt: Durch den Siegeszug des Internets musste die Musikindustrie sich grundlegend neu aufstellen, um noch Gewinn zu machen. Musik, so schwante der Pop-Ikone, würde eines Tages so selbstverständlich sein wie fließendes Wasser oder Strom. Und in der Tat, die Tage, in denen man aufgeregt in den Plattenladen gerannt ist, um die neueste Single oder das volle Album der Lieblingsband zu erwerben, sind eine gefühlte Ewigkeit her. Stattdessen dominieren Online-Bezahlangebote wie iTunes, Amazon oder Spotify.

Das bedeutet gleichzeitig, dass sich eigentlich kein moderner Musikschaffender noch davor drücken kann, umfangreiche Konzerttourneen zu absolvieren. Die Gagen, die sich auf solchen stressigen Live-Touren anhäufen, sind aber auch ein attraktiver Anreiz für viele Interpreten.

Um die konzertwilligen Fans mit Eintrittskarten zu versorgen, gibt es in Deutschland einige namhafte Ticket-Börsen. Diese unterscheiden sich aber nicht nur in der Fülle ihres Angebots – auch die Konditionen und Versandarten geben Anlass zu einem genaueren Blick. In unserem Ticketportale-Vergleich 2020 stellen wir Ihnen die Ergebnisse unserer Recherchen vor und sagen Ihnen, wie Sie das beste Ticketportal für sich finden können.

Ticketportal Test

1. Wie setzt sich der Ticketpreis zusammen? Eine kleine Gebührenkunde der Ticketportale im Test

Der Ticketpreis setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen, für die eine Gebühr verlangt wird. Hiervon wird die gesamte Wertschöpfungskette bezahlt, die ein Ticket durchläuft, bis es schließlich beim zahlenden Kunden ankommt. Nicht selten ist für Kunden bei den Gebühren beträchtliche Unklarheit im Spiel.

Auf den Tickets selbst findet sich nur der Rohpreis und auch viele Veranstalter werben am liebsten damit.

Welche Kosten unweigerlich dazu kommen, lässt sich oftmals erst im Kleingedruckten entdecken. Zudem kann es passieren, dass für dasselbe Konzert unterschiedliche Gebühren anfallen, je nach Bestellart (z. B. telefonisch oder online) oder genutztem Ticketportal. Auch können die erhobenen Aufpreise je nach Vorverkaufsstelle variieren. Im Einzelnen lassen sich folgende Gebühren isoliert voneinander betrachten:

Gebührenart Beschreibung

Rohpreis

Beim Rohpreis handelt es sich um den vom Konzert-Veranstalter festgelegten Preis ohne die Gebühren, die im Anschluss noch dazukommen.

Hier bekommen natürlich die Künstler ein großes Stück vom Kuchen ab und die Kosten für den Veranstalter werden gedeckt. Natürlich bleibt auch hier schon etwas Gewinn für den Ausrichter hängen und oft ist man auch bei den Anschlussgebühren noch prozentual beteiligt.

Vorverkaufsgebühr

Steht der Termin für ein Konzert von Veranstalterseite fest, kann der Pre-Ticketverkauf beginnen. Gerade bei beliebten Künstlern ist für Fans oft Eile geboten. Die Vorverkaufsstellen sind hier die Nutznießer der Vorverkaufsgebühr, die sich zwischen 6 und 10 Prozent des finalen Kartenpreises bewegt.

System- & Dienstleistungsgebühr

Diese zwei Gebührenposten dürfen Ticketportale für sich verbuchen, die über entsprechende, eigene Ticketsysteme verfügen.

Die Systemgebühr ist quasi eine Bezahlung für die vom Portal dem Kunden zur Verfügung gestellte, digitale Infrastruktur, letztlich also die Webseite mit all ihren Event-Informationen und der Buchungsabwicklung. Die Dienstleistergebühr fällt meistens ebenfalls den Portalen zu, sie ist ein Honorar dafür, dass die Veranstaltungen in deren Ticketsystem eingepflegt und katalogisiert werden.

Servicegebühr

Auch als Bearbeitungs- oder Buchungsgebühr bezeichnet, steht dieser Aufschlag auf den Kartenendpreis für die Abwicklung des Bestellprozesses. Profiteure hiervon sind in den meisten Fällen die, die so ihren Gewinn steigern können, da sie im Vergleich ansonsten nur einen kleinen finanziellen Anteil am Kartenverkauf haben.

Der Service, für den der Kunde hier zur Kasse gebeten wird, kann variieren. Von der Abwicklung über eine – nicht selten ebenfalls kostenpflichtige – Bestellhotline bis hin zur Bearbeitung der Onlinebuchung können diese Kosten beinhalten.

Ticketportal-Vergleich

2. Warum schreitet der Verbraucherschutz bei den Versandoptionen ein?

Die Versandkosten der Ticketportale miteinander zu vergleichen bietet für Kunden echtes Sparpotential, das den Ticketpreis entscheidend beeinflussen kann.

Egal ob Standard-Versand, Express-Zustellung, Einschreiben oder Selbstabholung: Ein Kostenvergleich lohnt sich. Beim Print @ Home-Service gibt es zudem Druck vonseiten des Gesetzgebers.

2.1. Standard-Versand

Schon beim normalen Versand zeigen sich klare Unterschiede. Die Preise liegen zwischen 2,50 € und 5,90 € für den Standardversand.

2.2. Express-Versand

Bei der Expresszustellung fallem im Schnitt 9,90 € an. Einige Anbieter verlangen aber auch bis zu 12 € für den Expressversand.

2.3. Tickethinterlegung

Wer die Tickets vorab nicht zwingend haben muss, kann bei manchen Anbietern auch veranlassen, dass die Karten an der Abendkasse hinterlegt werden. Auch hierfür nehmen die Firmen oft eine Gebühr.

2.4. Print @ Home

Ein großer Streitpunkt, den viele Kunden als ungerecht empfinden und der auch aus juristischer Sicht als unfair gegenüber Verbrauchern beurteilt wird, ist die Methode „Print @ Home“. Dabei fallen für das Ticketportal selbst keine Materialkosten an, stattdessen wird das Zutrittsdokument per E-Mail an den Kunden verschickt, der es sich dann zu Hause ausdrucken kann.

Die privat anfallenden Kosten für die Druckertinte und das Papier noch nicht berücksichtigt, wird der Kunde auch für die digitale Übermittlung zur Kasse gebeten. Dabei zeigen sich auch hier Unterschiede bei den erhobenen Gebühren.