- Prüfen Sie zunächst den offiziellen Verkaufsweg Ihrer Veranstaltung, erst danach lassen sich verfügbare Tickets sinnvoll vergleichen.
- Vergleichen Sie bei ähnlichen Tickets stets den Gesamtpreis sowie Regeln zu Personalisierung, Transfer und offiziellem Wiederverkauf.
- Ist der Vorverkauf ausverkauft, sollten Sie den offiziellen Resale zuerst prüfen und andere Zweitmarktangebote kritisch bewerten.

Wer Tickets online kaufen möchte, findet schnell verschiedene Ticketportale, Preise und Verkaufswege. Für einen sinnvollen Vergleich sollten Sie zunächst klären, welche offiziellen Angebote für die gewünschte Veranstaltung tatsächlich verfügbar sind.
Dieser Ratgeber zeigt, welche Kriterien bei Preis, Ticketbedingungen und Anbieterwahl wirklich zählen und worauf Sie vor dem Kauf achten sollten.
1. Über welchen Kaufweg sollten Sie Tickets online kaufen?
Auch wenn nur ein offizieller Anbieter Tickets führt, kann sich ein Vergleich lohnen – etwa mit dessen offiziellem Wiederverkauf. Welche Tickets Sie überhaupt vergleichen können, hängt von der Veranstaltung ab: Nicht jedes Portal führt dieselben Kategorien oder Kontingente.
Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ) empfiehlt, zuerst die offiziellen Verkaufsstellen zu prüfen und Tickets möglichst direkt beim Veranstalter oder über ein offiziell beauftragtes Ticketportal zu kaufen.
1.1. Wo sollten Sie Tickets kaufen: direkt beim Veranstalter oder über ein offizielles Ticketportal?
Ein Direktkauf beim Veranstalter und der Kauf über ein Ticketportal schließen sich nicht aus. Viele Veranstalter arbeiten mit Ticketdienstleistern zusammen und verlinken deren Shops auf der eigenen Website.
Der vom Veranstalter genannte Verkaufsweg ist daher ein guter Ausgangspunkt, um offizielle Angebote zu erkennen. Auch die Website der Spielstätte oder des Künstlers kann zum zuständigen Ticketanbieter führen.
Sind Tickets über mehrere offizielle Anbieter erhältlich, lohnt sich der eigentliche Ticketportale-Vergleich. Dann sollten Sie nicht nur prüfen, ob die Veranstaltung gelistet ist, sondern auch verfügbare Preiskategorien und Plätze vergleichen. Ein Direktshop ist nicht automatisch günstiger und ein großes Ticketportal nicht grundsätzlich teurer.
Aussagekräftig wird der Vergleich erst, wenn tatsächlich vergleichbare Tickets samt Gesamtpreis und Bedingungen gegenüberstehen.

Rund um den Einlass werden mitunter auch Tickets von Privatpersonen angeboten. Solche Verkäufe sind nicht mit einem geregelten Ticket-Zweitmarkt gleichzusetzen: Vor Ort lässt sich oft nur schwer prüfen, ob eine Eintrittskarte echt und noch gültig ist.
1.2. Wann kommt der Ticket-Zweitmarkt infrage und wie erkennen Sie den Originalpreis?
Ist der reguläre Vorverkauf ausverkauft, können Sie Angebote auf dem Ticket-Zweitmarkt prüfen. Dabei ist ein offizieller Wiederverkauf (Resale) von einer beliebigen Ticketbörse zu unterscheiden:
Einige Veranstalter oder Ticketanbieter ermöglichen für bestimmte Tickets einen eigenen Wiederverkauf, während auf anderen Plattformen private oder gewerbliche Verkäufer anbieten. Das EVZ empfiehlt bei ausverkauften Veranstaltungen, zunächst nach offiziellen Wiederverkaufsmöglichkeiten zu suchen.
Bei Online-Marktplätzen für weiterverkaufte Eintrittskarten gelten zudem besondere Informationspflichten. Unter anderem muss der Betreiber angeben, ob der Anbieter nach eigener Erklärung Unternehmer ist. Ist er es nicht, muss darauf hingewiesen werden, dass die Verbraucherschutzvorschriften für diesen Kauf nicht gelten.
Bei weiterverkauften Eintrittskarten muss zudem angegeben werden, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe der Veranstalter nach Angaben des Anbieters einen Preis für den ursprünglichen Erwerb festgelegt hat. Grundlage dafür ist Art. 246d § 1 EGBGB.
Diese Angaben erleichtern die Einordnung des Angebots, ersetzen aber nicht die Prüfung von Preis, Personalisierung und Ticketbedingungen.
» Mehr InformationenWarnung: Verwechseln Sie ein Zweitmarktangebot nicht mit dem offiziellen Vorverkauf. Preise können deutlich vom ursprünglichen Verkaufspreis abweichen, zudem können bei personalisierten oder nicht übertragbaren Tickets Probleme entstehen. Die Verbraucherzentrale nennt unter anderem überhöhte Preise, nicht erhaltene oder ungültige Tickets und mangelnde Transparenz als mögliche Risiken. Prüfen Sie deshalb zuerst, ob Veranstalter oder offizieller Ticketpartner einen eigenen Wiederverkauf anbieten.
1.3. Woran erkennen Sie seriöse Ticketportale?
Seriöse Ticketanbieter erkennen Sie nicht an einem einzelnen Merkmal. Ein Impressum und nachvollziehbare Kontaktmöglichkeiten sind sinnvolle Prüfpunkte, reichen allein aber nicht aus.
- Verweisen Veranstalter, Spielstätte oder Künstler selbst auf den Anbieter?
- Wird vor dem Kauf klar, was das Ticket kostet und welche Bedingungen gelten?
Prüfen Sie außerdem, wer beim konkreten Ticketkauf Ihr Vertragspartner ist. Das kann je nach Verkaufsmodell der Veranstalter, ein Ticketdienstleister oder bei einem Zweitmarkt ein anderer Anbieter sein. Davon kann abhängen, an wen Sie sich bei Fragen, Problemen oder einer Erstattung wenden. In der Regel finden Sie diese Angabe in den AGB des Portals oder in der Bestellbestätigung.
Bewertungen anderer Käufer können zusätzliche Hinweise liefern, sollten aber nicht der einzige Seriositätsnachweis sein. Auch eine verschlüsselte HTTPS-Verbindung macht eine Ticketseite nicht automatisch seriös. Gerade bei Wiederverkaufsplattformen sollten Sie prüfen, wer das Ticket anbietet und welche Möglichkeiten bei Problemen bestehen.
Das EVZ weist außerdem darauf hin, dass Zahlungsarten unterschiedliche Schutzmechanismen bieten können, zugleich können Käuferschutzprogramme Ticketkäufe teilweise ausschließen.
» Mehr Informationen2. Welche Unterschiede sollten Sie neben dem Preis vergleichen?
Der günstigste Preis hilft wenig, wenn die gewünschte Kategorie nicht verfügbar ist oder das Ticketformat nicht zu Ihrer Situation passt. Neben dem Preis sind vor allem Verfügbarkeit und Ticketform kaufentscheidend.
Servicefunktionen werden meist erst interessant, wenn zwei Angebote ansonsten ähnlich gut sind. Komfortfunktionen können anschließend den Ausschlag geben, sollten aber nicht wichtiger werden als das konkrete Angebot.
2.1. Welche Rolle spielen Verfügbarkeit, Kontingente und Sitzplatzwahl?
Ob Konzert, Theater oder Sportveranstaltung: Dass ein Ticketportal eine Veranstaltung listet, bedeutet nicht automatisch, dass dort auch Ihre gewünschte Kategorie oder passende Plätze erhältlich sind.
Tickets können über unterschiedliche offizielle Vertriebswege und Kontingente angeboten werden. Für Ihre Entscheidung sollte daher das konkrete Angebot für Ihre Wunschkategorie im Mittelpunkt stehen – nicht allein die Gesamtzahl der Veranstaltungen eines Portals.
Auch zwei offizielle Verkaufsstellen müssen nicht zwangsläufig dieselben Plätze oder Kategorien anbieten. Ein günstigeres Ticket ist beispielsweise kein sinnvoller Vergleich, wenn es zu einer schlechteren Kategorie gehört oder andere Leistungen umfasst. Aussagekräftig wird der Preisvergleich erst, wenn Kategorie und Leistungsumfang tatsächlich zusammenpassen.
Bei regionalen oder kleineren Veranstaltungen lohnt sich deshalb ein Blick auf alle offiziell genannten Verkaufsstellen. Wichtiger als die Größe des Portals ist das Ticket, das dort tatsächlich verfügbar ist.

Die gleiche Preiskategorie bedeutet nicht zwangsläufig die gleiche Sicht. Entfernung, Blickwinkel und Lage des Sitzplatzes können sich innerhalb eines Saals deutlich unterscheiden und sollten beim Vergleich mitberücksichtigt werden.
2.2. Welche Ticketform passt zu Ihrem Kaufverhalten?
Je nach Veranstaltung können beispielsweise klassische Versandtickets, PDF-Tickets zum Ausdrucken, E-Tickets sowie Mobile- oder Wallet-Tickets angeboten werden. Prüfen Sie bereits vor der Bestellung, welche Ticketform angeboten wird und ob sie für Sie praktisch nutzbar ist.
Bei einem kurzfristigen Kauf ist eine sofort nutzbare digitale Bereitstellung meist praktischer als der Postversand. Bei bestimmten Mobile Tickets kann dagegen ein Smartphone, ein Kundenkonto oder eine App für den Zugriff auf das Ticket erforderlich sein. Wer darauf verzichten möchte, sollte deshalb schon vor dem Bezahlen nach einer anderen verfügbaren Ticketform suchen.
Print-at-Home-Tickets können insbesondere dann praktisch sein, wenn Sie nicht auf eine postalische Zustellung warten möchten. Ob dadurch tatsächlich zusätzliche Versandkosten entfallen, hängt vom jeweiligen Angebot ab. Auch beim Verschenken eines Tickets sollten Sie Ticketform und mögliche Weitergabe gemeinsam prüfen, da digitale Tickets nicht zwangsläufig beliebig übertragbar sind.
» Mehr Informationen2.3. Welche Service- und Komfortfunktionen können bei ähnlichen Angeboten den Ausschlag geben?
Sind Ticketangebot, Gesamtpreis und Bedingungen nahezu gleich, können zusätzliche Funktionen den Unterschied machen. Für regelmäßige Käufer sind etwa eine übersichtliche Ticketverwaltung, ein guter Sitzplan oder eine praktische App relevanter als für jemanden, der einmalig ein Konzertticket kauft. Komfortmerkmale sollten erst bei ansonsten vergleichbaren Angeboten den Ausschlag geben.
Ähnliches gilt für Zahlungsmöglichkeiten, Kundenservice und Gutscheine. Ein Gutschein ist vor allem für Geschenkkäufer interessant, während ein erreichbarer Support wichtiger wird, wenn bei Zustellung, Ticketzugriff oder späterer Abwicklung Probleme auftreten.
Wie viele Zusatzfunktionen ein Portal bietet, ist dabei zweitrangig. Wichtig ist, welche davon Sie tatsächlich benötigen.
» Mehr Informationen3. Welche Kosten müssen Sie beim Ticketkauf wirklich vergleichen?
Der zuerst angezeigte Ticketpreis reicht für einen fairen Vergleich nicht aus. Entscheidend ist, welchen Betrag Sie für ein tatsächlich vergleichbares Ticket insgesamt bezahlen.
Dabei können neben dem Ticketpreis weitere verpflichtende Kosten entstehen, während optionale Leistungen wie eine Ticketversicherung separat bewertet werden sollten.
3.1. Warum ist der Gesamtpreis wichtiger als der zuerst angezeigte Ticketpreis?
Nach § 3 Preisangabenverordnung müssen Unternehmer gegenüber Verbrauchern grundsätzlich den Gesamtpreis angeben. Wird ein Preis aufgegliedert, ist der Gesamtpreis hervorzuheben.
Bei Fernabsatzverträgen müssen außerdem gegebenenfalls zusätzliche Liefer-, Versand- und sonstige Kosten vor Vertragsschluss angegeben werden, wie Art. 246a § 1 EGBGB vorsieht. Für Ihren Vergleich zählt deshalb der tatsächlich zu zahlende Gesamtpreis und nicht nur der zunächst beworbene Ticketpreis.
Vergleichen Sie dabei nur wirklich gleichwertige Angebote. Ein günstigerer Stehplatz lässt sich beispielsweise nicht sinnvoll einem Sitzplatz einer höheren Kategorie gegenüberstellen, auch Ticketform und Zustellung können Unterschiede verursachen. Ein Preisvergleich ist erst belastbar, wenn Veranstaltung, Kategorie und Leistung vergleichbar sind.
Beispiel für den Gesamtpreis:
Portal A bietet ein vergleichbares Ticket zunächst für 79 Euro an. Kommen aber 6 Euro verpflichtende Gebühren und 5 Euro Versand hinzu, beträgt der Zahlbetrag 90 Euro.
Portal B kann trotz eines Ausgangspreises von 84 Euro günstiger sein, wenn keine weiteren Pflichtkosten hinzukommen. Die Beträge dienen ausschließlich als Rechenbeispiel.
» Mehr Informationen3.2. Welche Gebühren, Zustellkosten und Preisänderungen können den Endpreis beeinflussen?
Welche zusätzlichen Kosten entstehen, hängt vom jeweiligen Angebot ab. Bezeichnungen wie Service-, Buchungs- oder Vorverkaufsgebühr werden nicht einheitlich verwendet und lassen sich deshalb nicht mit einer allgemeinen Prozentangabe zusammenfassen.
Für den Vergleich ist wichtiger, welche Kosten tatsächlich verpflichtend hinzukommen und welcher Gesamtpreis vor dem Kauf ausgewiesen wird. Ein höherer Preis muss außerdem nicht zwangsläufig durch eine zusätzliche Portalgebühr entstehen. Bei stark nachgefragten Tickets können Preise bereits im regulären Verkauf nachfrageabhängig angepasst werden.
Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass bei solchem Dynamic Pricing der verlangte Preis transparent erkennbar sein muss. Davon zu unterscheiden sind zusätzliche Gebühren und Preise auf dem Zweitmarkt.
Optionale Leistungen wie eine Ticketversicherung oder andere Zusatzprodukte sollten Sie separat betrachten. Prüfen Sie vor der Zahlung, was zwingend zum Kauf gehört und welche Leistungen Sie selbst hinzugefügt haben.

Wer ein gedrucktes Ticket per Post erhält, sollte mögliche Zustellkosten in den Gesamtpreis einrechnen. Ein höherer Ticketpreis mit kostenloser Zustellung kann unter dem Strich günstiger sein als ein niedrigerer Preis mit zusätzlichen Versandkosten.
4. Wie flexibel bleiben Sie, wenn sich Ihre Pläne nach dem Ticketkauf ändern?
Bei teuren Tickets oder Terminen weit in der Zukunft sollten Sie schon vor dem Kauf klären, was bei einer späteren Verhinderung mit dem Ticket passiert. Dafür sind vor allem Personalisierung, Weitergabe, Wiederverkauf und Versicherung relevant.
4.1. Was müssen Sie bei Personalisierung, Tickettransfer und Wiederverkauf prüfen?
Bei personalisierten Tickets kann die Nutzung an eine bestimmte Person gebunden sein. Ob und wie sich der Name später ändern lässt, hängt von den Bedingungen der Veranstaltung ab.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt deshalb, sich bereits beim Kauf über Personalisierung, Umschreibung und mögliche Kosten zu informieren. Wichtig ist vor allem, welche Regeln für genau dieses Ticket gelten.
Tickettransfer, Umpersonalisierung und offizieller Wiederverkauf erfüllen unterschiedliche Zwecke und stehen nicht für jedes Ticket zur Verfügung. Gerade wenn Sie weit im Voraus buchen, Tickets verschenken oder für mehrere Personen kaufen, sollten Sie mögliche Weitergabeoptionen vor der Zahlung prüfen.
Die folgende Tabelle zeigt, wie sich die drei Möglichkeiten grundsätzlich unterscheiden:
| Möglichkeit | Wofür gedacht? | Was vorher prüfen? |
|---|---|---|
| Tickettransfer | Ticket an eine andere Person weitergeben | Für dieses Ticket verfügbar? Welche Übertragungsregeln gelten? |
| Umpersonalisierung | Name eines personalisierten Tickets ändern | Fristen, mögliche Kosten und Vorgaben |
| Offizieller Wiederverkauf | Ticket über einen vorgesehenen Resale-Kanal verkaufen | Ticket freigegeben? Welche Verkaufsbedingungen gelten? |
4.2. Wann kann sich eine Ticketversicherung lohnen?
Eine Ticketversicherung kann insbesondere dann relevant sein, wenn das Ticket teuer ist, der Veranstaltungstermin noch weit in der Zukunft liegt und die Police gerade die für Sie relevanten Ausfallgründe abdeckt.
Sie ist jedoch weder ein allgemeines Rückgaberecht noch automatisch bei jedem Ticket sinnvoll. Maßgeblich sind Versicherungsumfang, Ausschlüsse und Kosten der Police. Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland empfiehlt, die konkreten Versicherungsbedingungen vor dem Abschluss genau zu prüfen.
Berücksichtigen Sie außerdem, welche Möglichkeiten das Ticket selbst bietet. Lässt sich das Ticket unkompliziert übertragen oder offiziell weiterverkaufen, kann eine zusätzliche Versicherung weniger wichtig sein. Entscheidend ist daher, ob der versicherte Schutz zu Ihrem persönlichen Risiko passt und nicht allein, wie hoch der Ticketpreis ist.
» Mehr InformationenHinweis: Eine Ticketversicherung ersetzt kein allgemeines Storno- oder Rückgaberecht. Versichert sind nur die Ereignisse, die in den jeweiligen Bedingungen ausdrücklich genannt werden. Prüfen Sie deshalb vor dem Abschluss auch Ausschlüsse und erforderliche Nachweise. Vergleichen Sie zusätzlich, ob Transfer oder offizieller Wiederverkauf für Ihr Ticket eine praktikable Alternative bieten.
4.3. Welche Unterschiede gelten bei eigener Verhinderung, Absage und Terminverlegung?
Drei Fälle, drei unterschiedliche Ausgangslagen
Ob Sie selbst verhindert sind, die Veranstaltung abgesagt oder lediglich verlegt wird, macht einen wesentlichen Unterschied. Daraus können unterschiedliche Rechte und Handlungsmöglichkeiten entstehen. Prüfen Sie deshalb getrennt, was Ihnen rechtlich zusteht und was freiwillig angeboten wird.
Können Sie selbst nicht teilnehmen, entsteht dadurch bei einem typischen Veranstaltungsticket mit festem Termin nicht automatisch ein gesetzliches Rückgaberecht. Auch das bei vielen Onlinekäufen bekannte 14-tägige Widerrufsrecht gilt für termingebundene Freizeitveranstaltungen grundsätzlich nicht – die Ausnahme regelt § 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB.
Bei eigener Verhinderung sind deshalb Transfer, Wiederverkauf, Umpersonalisierung oder Versicherung die entscheidenden Punkte, die Sie in den Ticketbedingungen prüfen sollten.
Wird die Veranstaltung vollständig abgesagt, ist die Ausgangslage eine andere, weil die gebuchte Leistung nicht wie vorgesehen erbracht wird. Ob und in welcher Form Sie den Ticketpreis zurückerhalten, hängt unter anderem von der konkreten Vertragsgestaltung und dem Veranstaltungsfall ab. Dabei kann das Ticketportal lediglich als Vermittler tätig sein, während der Vertrag über den Veranstaltungsbesuch mit einer anderen Stelle zustande kommt.
Prüfen Sie deshalb zunächst, wer für die Rückabwicklung Ihres Tickets zuständig ist, bevor Sie eine Erstattung beim Portal selbst verlangen.
Bei einer Terminverlegung ist die rechtliche Einordnung komplexer als bei einer vollständigen Absage. Ob eine Rückgabe möglich ist und welche Preisbestandteile gegebenenfalls erstattet werden, lässt sich nicht für jede Veranstaltung pauschal beantworten. Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland bietet hierzu weiterführende Verbraucherinformationen.
Entscheidend ist, rechtliche Ansprüche und freiwillige Regelungen auseinanderzuhalten.
» Mehr Informationen5. Wie kaufen Sie stark nachgefragte Tickets möglichst sinnvoll?
Bei stark nachgefragten Konzerten oder Sportveranstaltungen ist zunächst wichtiger, überhaupt ein passendes Ticket im offiziellen Verkauf zu bekommen, als den letzten Euro beim Preis zu sparen.
In dieser Situation sollten Sie Verkaufsstart, gewünschte Kategorie und persönliches Budget bereits vorher festlegen. So vermeiden Sie, unter Zeitdruck ungeeignete oder unnötig teure Tickets auszuwählen.
5.1. Was sollten Sie vor dem Verkaufsstart vorbereiten?
Bei stark nachgefragten Veranstaltungen ist es besonders wichtig, den offiziellen Verkaufsstart frühzeitig zu kennen. Prüfen Sie außerdem, ob für die gewünschte Veranstaltung ein Ticketalarm oder ein Presale angeboten wird. Ein Ticketalarm kann Sie rechtzeitig an den Verkaufsbeginn erinnern, verschafft Ihnen aber nicht automatisch früheren Zugang oder eine Ticketgarantie.
Falls für den Kauf ein Kundenkonto erforderlich ist, sollten Sie es vorher anlegen und Ihre Zugangsdaten sowie das gewünschte Zahlungsmittel bereithalten. Legen Sie außerdem Ticketkategorie und persönliche Preisgrenze vorab fest. So müssen Sie diese Entscheidungen nicht erst treffen, während begehrte Plätze möglicherweise schnell vergeben werden.
Prüfen Sie außerdem, ob der Veranstalter eine maximale Anzahl von Tickets pro Person oder Bestellung festlegt. Bei stark nachgefragten Veranstaltungen ist ein solches Ticketlimit üblich und begrenzt, wie viele Plätze Sie in einem Vorgang sichern können.
Ein Presale kann einen früheren Zugang zum Verkauf ermöglichen, seine Voraussetzungen unterscheiden sich jedoch je nach Veranstaltung. Der Zugang kann beispielsweise an eine Registrierung oder andere Teilnahmebedingungen geknüpft sein. Ein Presale bedeutet deshalb nicht automatisch bessere Chancen auf ein Ticket.

Bei begehrten Veranstaltungen lohnt es sich, Verkaufsstart und mögliche Presale-Termine selbst im Kalender zu notieren. Ein Ticketalarm ist eine zusätzliche Erinnerung, sollte aber nicht die einzige Vorbereitung sein.
5.2. Was sollten Sie in einer Online-Warteschlange und während des Kaufs beachten?
Bei stark gefragten Veranstaltungen können Ticketportale Warteschlangen oder andere Zugangssysteme einsetzen. Wie diese funktionieren, hängt vom jeweiligen Verkaufsprozess ab. Befolgen Sie deshalb die unmittelbar angezeigten Hinweise der Warteschlange, statt sich auf allgemeine Regeln zum Aktualisieren des Browsers oder zum Öffnen mehrerer Fenster zu verlassen. Eine gute Position in der Warteschlange garantiert außerdem nicht, dass Sie ein Ticket oder die gewünschte Kategorie erhalten – die Verfügbarkeit kann sich während des Bestellvorgangs noch ändern.
Auch nach längerer Wartezeit sollten Sie nicht jedes verfügbare Angebot ungeprüft akzeptieren. Kontrollieren Sie vor der Zahlung noch einmal Ticketkategorie, Anzahl, Gesamtpreis und gegebenenfalls die Ticketform. Besonders wichtig ist, Ihre vorher festgelegte Preisgrenze nicht wegen des Zeitdrucks aufzugeben.
» Mehr Informationen6. Welche Kriterien sind je nach Kaufsituation besonders wichtig?
Welches Ticketportal zu Ihnen passt, hängt von der Veranstaltung und Ihren Prioritäten ab. Denn je nach Kaufsituation sind andere Punkte entscheidend. Die Tabelle zeigt, worauf Sie jeweils zuerst achten sollten:
| Kaufsituation | Besonders wichtig | Darauf im Portalvergleich achten |
|---|---|---|
| Regulär verfügbares Ticket | Preis und passende Kategorie | Gesamtpreis, Platzangebot, Ticketform |
| Stark nachgefragte Veranstaltung | Verfügbarkeit und Verkaufsstart | Ticketalarm, Presale, Warteschlange, Ticketlimit |
| Teures oder langfristig geplantes Ticket | Spätere Flexibilität | Personalisierung, Transfer, Resale, Versicherung |
| Regionales oder kleineres Event | Konkretes Angebot | Offizieller Vertrieb, verfügbare Kategorien |
| Ausverkaufte Veranstaltung | Sicherer Wiederverkauf | Offizieller Resale, Verkäuferstatus, Ticketbedingungen |
Fazit: Das beste Ticketportal hängt von der konkreten Veranstaltung ab
Ein pauschal bestes Ticketportal gibt es nicht. Prüfen Sie zuerst, welche offiziellen Verkaufsstellen passende Tickets für Ihre Veranstaltung anbieten. Sind mehrere Angebote tatsächlich vergleichbar, geben vor allem Gesamtpreis, verfügbare Kategorie und spätere Flexibilität den Ausschlag. Bei ausverkauften Veranstaltungen sollten Sie zunächst nach einem offiziellen Wiederverkaufsweg suchen. Klicken Sie hier, um zur Vergleichstabelle zu gelangen.
7. Häufige Fragen zum Ticketkauf über Ticketportale
7.1. Können Sie ein Ticket verschenken, wenn Ihr Name auf der Bestellung steht?
Der Name des Bestellers bedeutet nicht automatisch, dass auch das Ticket auf diese Person personalisiert ist. Entscheidend ist, ob das konkrete Ticket an einen bestimmten Besucher gebunden wurde.
Bei personalisierten Tickets können für eine Weitergabe zusätzliche Vorgaben oder eine Umpersonalisierung gelten. Prüfen Sie deshalb vor dem Verschenken die Ticketbedingungen beziehungsweise Hinweise des Veranstalters oder Ticketportals.

Beim Einlass wird der QR-Code des Mobile Tickets direkt vom Smartphone gescannt. Laden Sie das Ticket möglichst schon vor der Anreise in die App oder das Wallet – am Veranstaltungsort ist das Mobilfunknetz häufig überlastet.
7.2. Können Sie ein Mobile Ticket einfach als Screenshot weitergeben?
Verlassen Sie sich bei einem Mobile Ticket nicht darauf, dass ein Screenshot zur Weitergabe genügt. Welche Form der Übertragung möglich ist, hängt von den technischen und vertraglichen Bedingungen des jeweiligen Tickets ab.
Prüfen Sie deshalb, wie das Ticket offiziell weitergegeben werden kann, und nutzen Sie eine vorhandene Transferfunktion statt eines Screenshots.
» Mehr Informationen7.3. Dürfen Sie Ihr Ticket privat weiterverkaufen?
Ob und wie Sie ein Ticket weitergeben dürfen, regeln die Ticketbedingungen des Veranstalters. Verbreitet sind Einschränkungen wie eine Personalisierung, ein Übertragungsverbot oder eine Obergrenze für den Weiterverkaufspreis. Bieten Veranstalter oder Ticketportal einen offiziellen Wiederverkauf an, ist dieser Weg in der Regel der sicherere: Das Ticket wird dabei offiziell umgeschrieben und bleibt gültig.
Beim Verkauf über eine beliebige Ticketbörse besteht dagegen das Risiko, dass das Ticket am Einlass nicht anerkannt wird. Wenn Sie Tickets regelmäßig und mit Gewinnabsicht weiterverkaufen, kann daraus eine unternehmerische Tätigkeit werden. Dann gelten für Sie zusätzliche Pflichten gegenüber Käufern.
» Mehr Informationen



























Warum wird nicht der Kundenservice, die Erreichbarkeit z.B. mit einbezogen?
Bei eventim eine absolute Nullnummer. Siehe div. Stellen im Internet, wie Bewertungsportale etc.
Ich gebe lieber 5-10 € mehr aus, als mich dermaßen abbügeln zu lassen, wie es dort der oft genannte Fall ist.
Sehr geehrter Kunde,
vielen Dank für Ihre Anmerkung zu unserem Ticketportale-Vergleich.
Wir freuen uns, dass Sie Ihre anders gearteten Erfahrungen mit uns und unseren Lesern teilen und so dazu beitragen, einen tieferen Einblick in die Qualität des Produkts zu bekommen.
Viele Grüße
Ihr Vergleich.org-Team
Es existieren auch kleinere Start-Up Ticketportale die eine gute Alternative zu den den Alteingesessenen sind wie z.B. Keyvent.com