- Welche Kreditkarte passt, hängt vor allem vom Einsatz ab: Alltag, Reisen, Mietwagen und Ausgabenkontrolle setzen unterschiedliche Schwerpunkte.
- Eine Kreditkarte ohne Jahresgebühr kann durch Teilzahlung, Fremdwährungsentgelt oder Bargeldkosten trotzdem deutlich teurer werden.
- Prüfen Sie, ob Abrechnung, Verfügungsrahmen, Girokonto-Bindung und Extras zu Ihren tatsächlichen Anforderungen passen.

Kreditkarten unterscheiden sich nicht nur bei der Jahresgebühr. Je nach Karte werden Umsätze sofort, gesammelt oder in Teilbeträgen abgerechnet. Dazu kommen Unterschiede bei Bargeld, Fremdwährungen, Kreditrahmen und Zusatzleistungen. Ein sinnvoller Vergleich von Kreditkarten beginnt deshalb bei Ihren Anforderungen und nicht bei einzelnen Werbevorteilen.
Wer hauptsächlich im Alltag bezahlt, setzt andere Schwerpunkte als jemand, der regelmäßig verreist oder eine Karte für Hotel- und Mietwagenkautionen benötigt. Der Vergleich soll Ihnen dabei helfen, die für Ihren Einsatz wichtigen Kosten und Bedingungen zu erkennen und Angebote danach zu beurteilen, statt sich allein von einer kostenlosen Kreditkarte, Bonusprogrammen oder umfangreichen Extras leiten zu lassen.
1. Welche Kreditkarte passt zu Ihren Anforderungen?
Die passende Kreditkarte erkennen Sie nicht an einem einzelnen Merkmal. Ausgangspunkt sind die Funktionen und Kosten, die bei Ihrem persönlichen Einsatz tatsächlich eine Rolle spielen.
1.1. Wofür möchten Sie Ihre Kreditkarte nutzen?
Für Zahlungen im Alltag reichen häufig niedrige laufende Kosten und eine unkomplizierte Abrechnung. Auf Reisen werden Fremdwährungs- und Bargeldkosten wichtiger. Bei Hotels und Mietwagen können zusätzlich Kartenart, Kautionsbedingungen und verfügbarer Rahmen eine Rolle spielen. Je nach Einsatz verschieben sich damit die wichtigsten Auswahlkriterien.
Wer seine Ausgaben möglichst direkt über das Girokonto kontrollieren möchte, kann mit einer Debitkarte auskommen. Versicherungen, Cashback oder andere Extras sollten wiederum erst dann den Ausschlag geben, wenn die grundlegenden Konditionen passen.
| Einsatz | Besonders wichtig | Eher nachrangig |
|---|---|---|
| Alltag und Onlinekäufe |
| umfangreiche Reiseleistungen |
| Reisen und Fremdwährungen |
| Bonusprogramme ohne Reisebezug |
| Hotels und Mietwagen |
| Cashback bei Alltagskäufen |
| Direkte Ausgabenkontrolle |
| hoher Verfügungsrahmen |
| Versicherungen und Extras |
| reine Anzahl der Extras |
1.2. Wie unterscheiden sich Charge, Revolving, Debit und Prepaid?
Bei einer Charge-Kreditkarte werden die Umsätze gesammelt und später vollständig abgerechnet. Eine Revolving-Kreditkarte bietet zusätzlich eine Teilzahlung, wobei auf den offenen Betrag Sollzinsen anfallen können. Die BaFin weist auf die möglichen hohen Kosten solcher Teilzahlungen hin. Wer keinen Kredit zur Finanzierung seiner Ausgaben benötigt, sollte auf einen vollständigen Rechnungsausgleich achten.
Debitkarten belasten das verknüpfte Girokonto zeitnah, während Sie bei einer Prepaid-Kreditkarte nur über zuvor bereitgestelltes Guthaben verfügen. Auch bei einem Kinderkonto können je nach Angebot Debit- oder Guthabenlösungen eine Alternative zu einer Kreditkarte mit eigenem Kreditrahmen sein.
Bezeichnungen wie Gold oder Premium beschreiben dagegen keine feste Abrechnungsart. Für den Vergleich zählt die tatsächliche Funktionsweise, nicht der Produktname.
| Modell | Abrechnung | Geeignet, wenn … |
|---|---|---|
| Charge-Kreditkarte | gesammelte Umsätze, vollständiger Ausgleich | Sie einen Verfügungsrahmen möchten, aber keine dauerhafte Teilzahlung benötigen. |
| Revolving-Kreditkarte | Vollständige oder teilweise Rückzahlung; bei Teilzahlung fallen in der Regel Sollzinsen an | Sie die Kreditfunktion tatsächlich benötigen und mögliche Zinskosten bei Teilzahlung berücksichtigen. |
| Debitkarte | zeitnahe Belastung des Girokontos | Sie Ihre Ausgaben möglichst direkt auf dem Konto sehen möchten. |
| Prepaid-Kreditkarte | Zahlung aus vorhandenem Guthaben | Sie Ihre Kartenausgaben auf das verfügbare Guthaben begrenzen möchten. |
1.3. Brauchen Sie überhaupt einen Kreditrahmen?
Ein eigener Verfügungsrahmen ist vor allem dann nützlich, wenn Sie größere Beträge vorübergehend finanzieren oder Beträge wie Hotel- und Mietwagenkautionen reservieren müssen. Die Höhe des Rahmens legt der Anbieter individuell fest und prüft dafür in aller Regel Ihre Bonität.
Ein möglichst hohes Limit ist jedoch kein Qualitätsmerkmal. Wenn Sie keinen zusätzlichen finanziellen Spielraum benötigen und Ihre Zahlungen lieber direkt über das Girokonto kontrollieren, kann eine Debitkarte ausreichen. Grundsätzlich ist eine klassische Kreditkarte mit Verfügungsrahmen aber im Vorteil, sofern Ihre Bonität es zulässt: Sie wird von Hotels und Mietwagenanbietern deutlich breiter akzeptiert als eine Debitkarte, und Kautionen lassen sich damit zuverlässiger hinterlegen.

Beim normalen Bezahlen fallen je nach Kartentarif keine zusätzlichen Gebühren an. Andere Nutzungsarten wie Bargeldabhebungen können jedoch anders bepreist sein.
2. Wie hoch sind die Kosten und Gebühren einer Kreditkarte?
Welche Kosten eine Kreditkarte verursacht, hängt vor allem von Ihrer tatsächlichen Nutzung ab. Wer beispielsweise häufig Bargeld abhebt oder außerhalb des Euroraums bezahlt, gewichtet andere Gebühren stärker als jemand, der die Karte fast ausschließlich für Einkäufe in Euro nutzt.
Die tatsächlichen jährlichen Kosten bei Ihrer Nutzung sind aussagekräftiger als die beworbene Jahresgebühr allein.
2.1. Wann ist eine Kreditkarte ohne Jahresgebühr wirklich günstig?
Bei einer kostenlosen Kreditkarte entfällt meist die regelmäßige Jahresgebühr. Ob das dauerhaft gilt, hängt vom jeweiligen Angebot ab. Gebührenfreiheit kann beispielsweise zeitlich begrenzt oder an Bedingungen geknüpft sein. Relevant ist daher, unter welchen Voraussetzungen die Jahresgebühr tatsächlich entfällt und welcher Preis anschließend gilt.
Auch eine dauerhaft kostenlose Kreditkarte muss nicht die günstigste Wahl sein. Ein notwendiges Girokonto, Gebühren für häufig genutzte Leistungen oder Zinskosten können den Gesamtpreis erhöhen. Umgekehrt kann sich eine Karte mit Jahresgebühr rechnen, wenn sie bei Ihren regelmäßig genutzten Leistungen günstiger ist.
» Mehr Informationen2.2. Welche Kosten entstehen beim Bezahlen und Geldabheben?
Beim Bezahlen in Fremdwährungen kann der Kartenanbieter ein zusätzliches Entgelt berechnen. Für Bargeldabhebungen gelten wiederum eigene Konditionen, etwa prozentuale Gebühren oder Mindestentgelte. Wer die Karte regelmäßig im Ausland oder am Geldautomaten nutzt, sollte diese Kosten getrennt von der Jahresgebühr betrachten.
Selbst eine laut Kartentarif kostenlose Bargeldabhebung muss nicht vollständig kostenfrei bleiben. Der Betreiber eines Geldautomaten kann ein eigenes Entgelt verlangen, auf das der Kartenanbieter keinen Einfluss hat. Im Preis- und Leistungsverzeichnis sollte außerdem erkennbar sein, ob und ab wann Bargeldumsätze verzinst werden.

Kreditkartenausgaben lassen sich am besten zusammen mit Rückzahlung und möglichen Zinsen betrachten. Dadurch wird sichtbar, welche Kosten über den Kaufpreis hinaus entstehen.
2.3. Wann wird die Teilzahlung zur Kostenfalle?
Bei einer Revolving-Kreditkarte können Sie einen Teil der Monatsrechnung auf später verschieben. Der offene Betrag bleibt dann als Kredit bestehen und wird nach den jeweiligen Vertragsbedingungen verzinst. Gerade bei niedrigen Rückzahlungsraten kann sich die Tilgung lange hinziehen. Eine kleine Monatsrate bedeutet damit nicht automatisch geringe Gesamtkosten.
Wenn Sie den Kreditrahmen nur für Zahlungen oder Reservierungen benötigen, ist eine vollständige monatliche Rückzahlung meist die deutlich einfachere Kostenkontrolle. Prüfen sollten Sie deshalb vor allem, ob sich die Monatsrechnung vollständig ausgleichen lässt und welche Rückzahlung voreingestellt ist.
» Mehr InformationenWarnung: Ist bei Ihrer Kreditkarte eine Teilzahlung voreingestellt, kontrollieren Sie diese Einstellung direkt nach der Kartenfreischaltung. Wenn Sie Ihre Umsätze nicht finanzieren möchten, sollte die Monatsrechnung vollständig ausgeglichen werden.
3. Welche Kriterien sind bei einer Kreditkarte im Ausland besonders wichtig?
Eine gute Reisekreditkarte sollte nicht nur bei Fremdwährungszahlungen und Bargeldabhebungen günstig sein. Für Hotels oder Mietwagen können zusätzlich die akzeptierte Kartenart und ein ausreichender Verfügungsrahmen wichtig werden. Auf Reisen zählt das Zusammenspiel mehrerer Konditionen und nicht nur eine einzelne Gebühr.
3.1. Was sollten Sie bei Fremdwährung und Währungsumrechnung beachten?
Beim Einsatz einer Kreditkarte im Ausland kann neben dem Fremdwährungsentgelt eine weitere Kostenquelle hinzukommen. Händler und Geldautomaten bieten teilweise an, den Betrag direkt in Euro statt in der jeweiligen Landeswährung abzurechnen.
Bei dieser dynamischen Währungsumrechnung, kurz DCC, legt der Betreiber den Umrechnungskurs fest. Der angezeigte Euro-Betrag kann dadurch einen zusätzlichen Aufschlag enthalten.
Die Verbraucherzentrale weist auf mögliche Mehrkosten durch die direkte Umrechnung in Euro hin. Wird Ihnen eine Auswahl zwischen Euro und Landeswährung angezeigt, sollte deshalb erkennbar sein, welcher Kurs und welcher Aufschlag für die Umrechnung gelten. Ein fehlendes Fremdwährungsentgelt der Kreditkarte verhindert DCC-Kosten nicht.
» Mehr InformationenHinweis: Wählen Sie am Geldautomaten oder Kartenterminal nicht vorschnell die Abrechnung in Euro. In der Regel vermeidet die Zahlung in der jeweiligen Landeswährung den zusätzlichen DCC-Aufschlag, wenn anschließend die reguläre Umrechnung über Ihre Karte erfolgt. Kontrollieren Sie vor der Bestätigung trotzdem den angezeigten Betrag und mögliche Aufschläge.
3.2. Welche Karte eignet sich für Hotels, Mietwagen und Kautionen?
Bei einer Kreditkarte für Mietwagen und Hotelbuchungen ist ein ausreichender freier Verfügungsrahmen für Kautionen wichtig. Hotels und Mietwagenanbieter können einen Betrag auf der Karte vorübergehend reservieren, um eine Kaution abzusichern.
Dafür muss genügend verfügbarer Rahmen vorhanden sein. Bereits vorgemerkte Umsätze können den noch verfügbaren Betrag reduzieren. Für Kautionen sollte deshalb ausreichend finanzieller Spielraum auf der Karte bleiben.
Welche Karten akzeptiert werden, hängt vom jeweiligen Hotel, Vermieter, Land und teilweise von der gebuchten Fahrzeugklasse ab. Debitkarten sind zum Teil möglich, werden aber nicht überall unter denselben Bedingungen angenommen wie Karten mit eigenem Verfügungsrahmen.
Umgekehrt garantiert auch eine Charge- oder Revolving-Kreditkarte nicht automatisch die Fahrzeugübergabe. Relevant sind die Bedingungen des jeweiligen Hotels oder Mietwagenanbieters, insbesondere zur Kartenart, zum Karteninhaber und zur Höhe der Kaution.
» Mehr Informationen4. Welche Bedingungen sollten Sie vor der Auswahl prüfen?
Auch eine preislich attraktive Kreditkarte kann im Alltag unpraktisch sein, wenn sie ein zusätzliches Girokonto voraussetzt oder wichtige Funktionen fehlen. Neben Gebühren und Kartenart gehören deshalb auch die Bedingungen für die tägliche Nutzung in den Vergleich.
4.1. Brauchen Sie für die Kreditkarte ein zusätzliches Girokonto?
Je nach Angebot lässt sich die Kreditkarte mit einem bereits vorhandenen Girokonto als Referenzkonto nutzen oder ist an ein Konto beim selben Anbieter gekoppelt. Ein zusätzliches Konto ist nicht grundsätzlich ein Nachteil, kann aber weitere Gebühren oder Bedingungen wie einen Mindestgeldeingang mit sich bringen. Solche Kontokosten gehören zum Gesamtpreis der Kreditkarte.
Wenn Sie mit Ihrem bisherigen Girokonto zufrieden sind, kann eine unabhängig erhältliche Kreditkarte praktischer sein. Bei einem Paket aus Konto und Karte sollten Sie dagegen beide Produkte gemeinsam bewerten und nicht nur auf die ausgewiesene Kartengebühr schauen.

Eine gute Karten-App kann mehr leisten als Umsätze anzuzeigen. Funktionen zum Sperren, Entsperren oder Verwalten von Einstellungen erleichtern den Alltag.
4.2. Welche App-, Wallet- und Kartenfunktionen brauchen Sie wirklich?
Eine App ist vor allem dann hilfreich, wenn Sie Umsätze zeitnah prüfen, die Karte vorübergehend sperren oder Einstellungen selbst verwalten möchten. Welche Funktionen verfügbar sind, unterscheidet sich je nach Angebot. Wichtig sind die Funktionen, die Sie tatsächlich nutzen möchten, nicht allein das Vorhandensein einer App.
Wenn Sie regelmäßig mit dem Smartphone bezahlen, sollte die Karte Ihre bevorzugte Wallet unterstützen. Eine virtuelle Karte kann dafür ausreichen, sofern das konkrete Produkt mobiles Bezahlen ermöglicht. Wer häufiger eine physische Karte benötigt, sollte zusätzlich auf deren Bereitstellung achten.
» Mehr InformationenTipp: Für die Aufbewahrung ist eine passende Kreditkartenhülle sinnvoll, wenn Sie die Karte regelmäßig separat mitführen.
5. Welche Zusatzleistungen rechtfertigen einen höheren Preis?
Versicherungen, Cashback und andere Extras können einen höheren Kartenpreis rechtfertigen. Voraussetzung ist, dass Sie die Leistungen tatsächlich nutzen und ihr Wert die Mehrkosten ausgleicht. Zusatzleistungen sollten erst nach den grundlegenden Konditionen bewertet werden.
5.1. Wann lohnt sich eine Kreditkarte mit Reiseversicherung?
Eine Kreditkarte mit Reiseversicherung kann sinnvoll sein, wenn Sie regelmäßig verreisen und den enthaltenen Schutz ohnehin benötigen. Eine Reiserücktrittsversicherung oder Auslandskrankenversicherung bietet aber nur dann einen echten Mehrwert, wenn Umfang und Bedingungen zu Ihren Reisen passen. Der konkrete Versicherungsschutz ist wichtiger als die Anzahl der enthaltenen Policen.
Je nach Tarif kann der Schutz davon abhängen, ob Sie die Reise ganz oder teilweise mit der Kreditkarte bezahlt haben. Auch Selbstbehalte, versicherte Personen, Reisedauer und Ausschlüsse können sich unterscheiden. Eine höhere Jahresgebühr lohnt sich eher, wenn die enthaltenen Leistungen den tatsächlich benötigten Schutz abdecken, den Sie sonst separat abschließen würden.
Vor dem Antrag sind vor allem diese Punkte relevant:
- Muss die Reise mit der Kreditkarte bezahlt werden?
- Welche Personen sind mitversichert?
- Gibt es einen Selbstbehalt?
- Welche Leistungen und Ausschlüsse gelten?
- Wie lange besteht der Schutz pro Reise?

Medizinischer Auslandsschutz und Reiserücktritt sind unterschiedliche Leistungen. Eine Kreditkarte kann deshalb nicht allein aufgrund des Begriffs „Reiseversicherung“ bewertet werden.
5.2. Wann lohnen sich Cashback, Rabatte und Bonusprogramme?
Cashback oder Bonuspunkte sind vor allem dann interessant, wenn Sie die Karte ohnehin regelmäßig für passende Umsätze einsetzen. Mindestumsätze, Obergrenzen oder ausgeschlossene Zahlungen können den tatsächlichen Vorteil schmälern. Relevant ist der realistisch erreichbare Jahresvorteil nach Abzug der Kartenkosten.
Ein hoher Startbonus sollte schwächere Grundkonditionen nicht verdecken. Wenn eine Karte bei Fremdwährungen, Bargeld oder Teilzahlung deutlich teurer ist, kann ein einmaliger Bonus diese Nachteile auf Dauer kaum ausgleichen. Wiederkehrende Kosten wiegen langfristig meist schwerer als einmalige Extras.
» Mehr Informationen6. Wie vergleichen Sie konkrete Kreditkartenangebote sinnvoll?
Sind mehrere Karten grundsätzlich für Ihren Einsatz geeignet, sollten Sie die Angebote nicht anhand einzelner Werbevorteile vergleichen. Zuerst zählen Abrechnungsart und laufende Kosten, danach die für Sie wichtigen Einsatzbedingungen und erst zum Schluss Extras. So bleiben die kaufentscheidenden Kriterien im Vordergrund.
Für einen direkten Vergleich bietet sich diese Reihenfolge an:
- Passt die Karten- und Abrechnungsart zu Ihrem Bedarf?
- Welche Jahres-, Bargeld- und Fremdwährungskosten entstehen bei Ihrer Nutzung?
- Kann eine Teilzahlung Zinskosten verursachen und lässt sich die Monatsrechnung vollständig ausgleichen?
- Erfüllt die Karte Ihre Anforderungen bei Reisen, Kautionen oder mobilen Zahlungen?
- Benötigen Sie ein zusätzliches Girokonto und entstehen dadurch weitere Kosten?
- Rechtfertigen Versicherungen oder Bonusprogramme mögliche Mehrkosten?
Gerade bei einer kostenlosen Kreditkarte lohnt sich eine konkrete Jahresrechnung.
Beispielhaft angenommen:
Karte A kostet keine Jahresgebühr, verlangt aber zwei Prozent für Fremdwährungszahlungen. Bei 3.000 Euro Jahresumsatz in Fremdwährung entstehen dadurch 60 Euro Kosten.
Karte B kostet in diesem Beispiel 40 Euro pro Jahr und erhebt kein Fremdwährungsentgelt. Für diesen Einsatz wäre die Karte mit Jahresgebühr damit günstiger.
Das Ergebnis kann sich bereits bei einem anderen Zahlungsverhalten umkehren. Wer kaum in Fremdwährungen bezahlt, gewichtet die Jahresgebühr stärker als das Fremdwährungsentgelt. Die beste Kreditkarte ergibt sich daher aus Ihren typischen Umsätzen und nicht aus einem einzelnen Preismerkmal.

Jahresgebühr, Auslandskosten und mögliche Zinsen gehören nicht isoliert betrachtet. Erst ihre Summe zeigt, wie teuer die Karte im eigenen Alltag wird.
7. Wie sollten Sie eine Kreditkarte beantragen?
Ob und zu welchen Bedingungen Sie eine Kreditkarte erhalten, entscheidet sich nicht am Tarif, sondern an den Voraussetzungen des Herausgebers. Dazu zählen in der Regel Mindestalter, Wohnsitz und ein regelmäßiges Einkommen – bei Karten mit Verfügungsrahmen vor allem Ihre Bonität.
Welche Nachweise Sie einreichen müssen und wie der Antrag bis zur fertigen Karte abläuft, zeigen die folgenden Abschnitte.
7.1. Welche Voraussetzungen sollten Sie vor dem Antrag prüfen?
Welche Voraussetzungen gelten, hängt vom jeweiligen Kartenprodukt ab. Bei jeder Karte mit Verfügungsrahmen entscheiden Ihre Bonität und die Vergabekriterien des Herausgebers darüber, ob und in welcher Höhe ein Rahmen eingeräumt wird.
In Deutschland holen Banken dafür in aller Regel eine SCHUFA-Auskunft ein – aus eigenem Interesse und als Vertragspartner der SCHUFA. Wird mit der Karte ein Verbraucherkredit vereinbart, ist zusätzlich eine Kreditwürdigkeitsprüfung nach § 505a BGB vorgeschrieben.
Aus dem Ergebnis dieser Prüfung ergibt sich der individuelle Rahmen – wenig hilfreich sind daher pauschale Aussagen zu einem erreichbaren Kreditrahmen.
Vor dem Absenden des Antrags sollten auch das Preis- und Leistungsverzeichnis sowie die Bedingungen zur Rückzahlung bekannt sein. Ist für die Karte ein zusätzliches Girokonto erforderlich, müssen dessen Gebühren und Voraussetzungen ebenfalls berücksichtigt werden. Kontogebühren gehören damit in die Gesamtrechnung der Kreditkarte.
» Mehr Informationen7.2. Wie laufen Online-Antrag, Identifikation und Kartenbereitstellung ab?
Bei einem Online-Antrag geben Sie zunächst die erforderlichen persönlichen Daten an. Anschließend muss der Anbieter Ihre Identität feststellen. Die Identifizierung des Vertragspartners gehört zu den allgemeinen Sorgfaltspflichten nach dem Geldwäschegesetz.
Welche zulässige Identifikationsmethode angeboten wird, hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Ein abgeschickter Antrag bedeutet noch keine sofort nutzbare Kreditkarte.
Ob eine Kreditkarte sofort nutzbar ist, hängt vom jeweiligen Bereitstellungsprozess ab. Je nach Produkt können digitale Kartendaten vor der physischen Karte bereitstehen oder erst nach weiteren Schritten nutzbar werden. Wenn Sie die Kreditkarte zu einem bestimmten Termin benötigen, sollten Sie sich deshalb vorab über die voraussichtliche Bereitstellung der Karte informieren.
» Mehr InformationenFazit: Die beste Kreditkarte richtet sich nach Ihren Anforderungen
Eine Kreditkarte sollte zu den Zahlungen passen, die Sie tatsächlich vornehmen. Für den Alltag können niedrige laufende Kosten und eine einfache Abrechnung ausreichen, während auf Reisen zusätzlich Fremdwährungs- und Bargeldkosten, Verfügungsrahmen und Kautionsbedingungen wichtig werden. Entscheidend sind die Gesamtkosten bei Ihrer eigenen Nutzung, nicht allein Jahresgebühr, Bonus oder Kartenbezeichnung. Versicherungen, Cashback und andere Extras sollten erst danach den Ausschlag geben.
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8. FAQ – Weitere Fragen und Antworten zu Kreditkarten
8.1. Welche Vor- und Nachteile hat welche Kreditkartenart?
Welche wichtigen Vor- und Nachteile sich bei verschiedenen Kartenarten ergeben, haben wir Ihnen noch einmal übersichtlich gegenübergestellt:
- Vorteile
- Charge- und Revolving-Karten: eigener Verfügungsrahmen für Zahlungen und Kautionen
- breite Einsatzmöglichkeiten im In- und Ausland, auch bei Hotels und Mietwagen
- Debit- und Prepaid-Karten: direkte Kontobelastung statt Kreditspielraum
- je nach Karte Versicherungen, Cashback oder weitere Zusatzleistungen
- Nachteile
- Revolving-Karten: mögliche hohe Sollzinsen bei Teilzahlung
- Charge-Karten: verzögerte Belastung erschwert die laufende Ausgabenkontrolle
- Debit- und Prepaid-Karten: eingeschränkte Akzeptanz bei Kautionen
- je nach Tarif zusätzliche Gebühren für Bargeld oder Fremdwährungen
8.2. Was ist der Unterschied zwischen EC-Karte und Kreditkarte?
Mit „EC-Karte“ ist umgangssprachlich meist die Girocard gemeint. Zahlungen werden dem zugehörigen Girokonto belastet. Eine Kreditkarte mit eigenem Verfügungsrahmen sammelt die Umsätze dagegen zunächst und rechnet sie je nach Kartenmodell später vollständig oder teilweise ab. Der wesentliche Unterschied liegt in Abrechnung und Verfügungsrahmen.
Davon zu unterscheiden sind internationale Debitkarten. Auch sie greifen auf das Girokonto zu und belasten es in der Regel zeitnah, nutzen aber ein internationales Kartennetz. Ein internationales Kartenlogo bedeutet daher nicht automatisch einen Kreditrahmen.
» Mehr Informationen8.3. Ist Visa oder Mastercard die bessere Wahl?
Visa und Mastercard stellen die jeweiligen Zahlungsnetze bereit. Jahresgebühr, Rückzahlungsmodell, Verfügungsrahmen und Zusatzleistungen werden dagegen vom konkreten Kartenherausgeber und Tarif bestimmt.
Für die Auswahl sind deshalb vor allem die Kartenkonditionen relevant. Bei der Akzeptanz können sich je nach Land und Akzeptanzstelle dennoch Unterschiede zwischen den Zahlungsnetzen ergeben.
» Mehr Informationen8.4. Wie können Sie eine Kreditkarte kündigen?
Kündigungsfrist und erforderliche Form ergeben sich aus den Bedingungen Ihres Kartenvertrags. Vor der Kündigung sollten außerdem offene Umsätze, vorhandenes Guthaben und gegebenenfalls noch laufende Leistungen berücksichtigt werden.
Für das Schreiben können Sie eine passende Vorlage zur Kündigung verwenden. Maßgeblich sind immer die Bedingungen Ihres konkreten Kartenvertrags.
Für bestimmte Karten und Kartenarten stehen zusätzlich passende Kündigungshilfen zur Verfügung:
» Mehr Informationen






















Hallo,
ist mit jeder Karte ein kontaktloses Bezahlen möglich?
Hallo Frau Reich,
vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Kreditkarten-Vergleich.
In der Regel verfügen alle modernen Kreditkarten über diese Technik. Erkennen können Sie eine entsprechende Kreditkarte an einem kleinen „Funk-Symbol“ auf der Karte.
Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen.
Beste Grüße
Ihr Vergleich.org-Team
Hallo,
ist eine Mastercard oder eine Visa besser?
Hallo Herr Stefans,
vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Kreditkarten-Vergleich.
Sowohl die Mastercard als auch die Visa-Card werden von unterschiedlichen Kreditinstituten Angeboten. Welche genauen Leistungen diese bieten, ist von der ausgebenden Bank abhängig. Grundsätzlich bieten beiden Karten ähnliche Vorteile.
Wir hoffen, wir konnten Ihnen weiterhelfen.
Beste Grüße
Ihr Vergleich.org-Team
Coole webseite, bin immer hier