Zahnzusatzversicherungen Vergleich 2016

Die besten Zahnzusatzversicherungen im Test.

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Zähne zusammenbeißen – wenn es noch geht!

Das Wichtigste in Kürze
  • Zähne sind unbezahlbar! Insbesondere, wenn es nicht mehr die eigenen sind! 2.700 Euro Zuzahlung? Keine Seltenheit!
  • Zahnzusatzversicherungen federn das Risiko ab – für GESETZLICHE Krankenversicherungs-Patienten.
  • Jedoch muss man das Risiko gut kennen … um gute Leistungen zu bekommen!

Zahnzusatzversicherung Vergleich

Die privaten Zahnzusatzversicherungen können gut angelegtes Geld sein. Ab Mitte 40 braucht fast jeder einen Zahnersatz. Egal wie gut man aufgepasst und geputzt hat. Nur zahlen die gesetzlichen Versicherer fast nichts dazu. Die Rechnung beträgt leicht 2.000 Euro pro Zahn! Oft werden nicht einmal 10 % übernommen, also weniger als 200 Euro! Wie soll die Differenz bezahlt werden? Die Lücke füllen private Zahnversicherungen. Deshalb ist es Zeit für den Vergleich der Zahnzusatzversicherungen 2016 und einen Versicherungs-Rechner für Sie, um für Sie die optimale Lösung zu finden.

Gemein: Auch viele privat krankenversicherte Menschen erhalten keine Zuzahlung über das Niveau der gesetzlichen Versicherung hinaus, können jedoch keine Zusatzversicherung abschließen!

1. Wer braucht eine Zahnzusatzversicherung?

War es früher der Stolz des deutschen Gesundheitswesens, ist es heute die offensichtliche „Lücke“: Gesetzlich versicherte Krankenkassenpatienten bekommen kaum Geld für den Zahnersatz. Sie stehen sprichwörtlich mit einer Lücke im Gebiss da. Es sei denn, sie hätten selbst genug Geld, um den Zahnersatz zu bezahlen oder sie haben eben eine Zahnversicherung. Die private Zusatzversicherung lockt mit billigen Tarifen pro Monat, schon wenige Euros sollen Leistungen für einige tausend Euro erbringen. Dazu wird oft damit geworben, dass die Versicherung sogar noch abgeschlossen werden kann, wenn die Behandlung schon begonnen hat. Kann das alles stimmen? Eine gute Zusammenfassung zeigt der BR:

2. Wofür zahlt die Zahnzusatzversicherung?

Die Arten der Zahnzusatzversicherung im Vergleich unterscheiden sich nicht sehr, die Kategorien ihrer Leistungen sind sehr gleich und auch überraschend: So zahlen alle Typen von Zahnzusatzversicherungen im Test zum Beispiel für die Zahnreinigung. Die Zahnreinigung wird gut und gerne zweimal im Jahr erforderlich und sie hat genau genommen überhaupt nichts mit Zahnersatz zu tun. Die AOK zahlt inzwischen einmal im Jahr 40 Euro dazu.

Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt in der Zahnbehandlung nur noch die Hälfte der Regelversorgung. Also einer einfachen Versorgung der Probleme. Mit der Führung eines Bonusheftes können Sie das etwas erhöhen über viele Jahre.

2.1. Krone – aus Keramik

Zahnzusatzversicherung Test

Die Krone war der Scheideweg, einst, als die Entscheidung getroffen wurde, dass die Krankenversicherung entlastet werden müsste. Es war das erste, was in der Zahnmedizin nicht mehr ohne Zuzahlung von der Krankenkasse zu erhalten war. Seitdem gab es eine neue Entwicklungen und ein besseres Material. Die Krone aus Spezial-Keramik hat Einzug gehalten.

Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt immer noch 112 Euro dazu, bei durchschnittlichen Kosten von 550 Euro. Das heißt ca. 440 Euro bleiben offen. Davon übernehmen einige Zusatzversicherungen Kosten, aber längst nicht alle und auch nicht komplett.

Sind die Bedingungen des Tarifs eingehalten, so zahlt nur die Württembergische Versicherung (nur im Tarif ZGU70 + BZGU20 + ZBU) alles. Lediglich 55 Euro bleiben übrig im Premium Tarif der Allianz, ARAG, Axa, Bayrische, HanseMerkur, R+V und einiger kleinerer regionale Versicherer. Auch die ergo als Versicherer ist stets gut besprochen.

2.2. Implantate

Das Implantat ist heute höchste Handwerkskunst in der Zahnmedizin und schlägt mit:

  • 1.200 Euro zu Buche pro Implantat.
  • Ist ein Knochenaufbau noch dazu erforderlich, kostet das weitere 800 Euro.
  • Darin ist die notwendige Krone, die noch aufgesetzt werden muss, nicht enthalten. Die in dieser Kombination teurer ist als eine einfache Krone, und noch einmal 700 Euro verschlingt.

Zusammen: 2.700 Euro. Pro Zahn.

Von Implantat plus Krone, zusammen 1.900 Euro übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung gerade einmal 294 Euro. Es bleiben 1.606 Euro übrig. Bis auf 190 € bleibt der Patient wieder haftbar, nur die bereits erwähnte Württembergische Versicherung im Tarif ZGU70 + BZGU20 + ZBU als absoluter Premium Tarif zahlt alles. Bis zu 190 € zahlen die bereits zuvor erwähnten – nur im Premium Tarif der Allianz, ARAG, Axa, Bayrische, HanseMerkur und R+V.

Wer die 2.700 Euro – inklusive Knochenaufbau – zahlen muss, bleibt bei den genannten Versicherern im Premium Tarif auf 270 Euro sitzen, dazwischen alle bis 2.400 Euro im schlechtesten Tarif. Und erneut zahlt wieder nur der Testsieger alles: Württembergische Versicherung im Tarif ZGU70 + BZGU20 + ZBU. Es bleibt das gewohnte Bild. Hier eine gute Übersicht mit Erstattungsbeispielen:

2.3. Keramik-Inlays

Wer noch mit Amalgam im Mund rumläuft, wird die Vorteile zu schätzen wissen, die Keramik-Inlays bieten, allerdings auch die Kosten fürchten: 350 Euro für einen Zahn und die Krankenversicherung zahlt nichts davon.

2.4. Füllungen aus Kunststoff

Die Keramikfüllungen kosten im Schnitt 180 Euro, die Krankenkasse erstattet 50 €, 130 € bleiben dem Patienten. Hier zahlen mehr Versicherungen alles, jedoch bleibt der Versicherungsnehmer auch hier gerne mal auf bis zu 90 Euro sitzen, nicht wenige Tarife zahlen auch gar nichts dazu. Nur wenige Tarife darunter der Testsieger übernehmen alles, ansonsten sind zwischen 35 und 305 € alle Zuzahlungen möglich.

2.4. Zahnreinigung

Erstaunlicherweise wird diese oft stiefmütterlich behandelte Prophylaxe von vielen Zusatzversicherern gern auch ganz übernommen, wenn sie denn nicht mehr als 60 Euro kostet, allerdings sind für den Service 100 € wohl realistischer.

Behandlung Preis
 Krone  550 €
 Implantat  2.700 €  Implantat + Krone

 

 Inlay  350 €
 Füllung / Keramik  180 €

2.5. Wurzelbehandlungen

Schwierig bleiben auch Wurzelbehandlungen, zu denen die gesetzliche Versicherung gerne knappst bis gar nichts zahlt. Allerdings muss diese hier teils eintreten, wenn die medizinische Indikation vorliegt.

2.6. Parodontose

Die Volkskrankheit war auch auf der Streichliste der Bundesregierung. Ärgerlich, aber nun nicht mehr zu ändern und für Sie zahlungspflichtig.

2.7. Kieferorthopädie

Besonders wenn Kinder mitversichert werden sollen, muss diese langwierige Behandlung aufgenommen werden.

Zahnzusatzversicherung Test3. Kaufempfehlungen und wichtige Kriterien für die Zahnzusatzversicherung: Darauf müssen Sie achten!

Das Alter und die Vorbehandlungen sind wichtige Kriterien bei dieser Versicherung.

Soll ich meine Versicherung wechseln?

Eine Zahnzusatzversicherung können Sie erst nach zwei Jahren kündigen. In der Regel ist der Termin zum 1. Januar, um in eine andere Marke zu wechseln (bei drei Monaten Kündigungsfrist). Beachten Sie, dass Sie die Altersrückstellungen Ihrer Ansparungen verlieren, wenn Sie kündigen. Dadurch ist das wenig attraktiv!

3.1. Wie viel soll übernommen werden?

Wenn nahezu alles bezahlt werden oder die Zuzahlung möglichst gering ausfallen soll, steigen die Beiträge, oft wird eine lange Versicherungsdauer verlangt und nur wenige Tarife decken alles ab.

3.2. Wartefrist

Viele Versicherungen verlangen drei, sechs oder noch mehr Monate Wartefrist bevor eine Behandlung beginnen kann. Einige erlauben den Einstieg sogar noch während der Behandlung! Zu stark erhöhten Tarifen, versteht sich.

3.3. Unbehandelte Zahnschäden

In der Regel werden Zahnschäden nicht übernommen, die vor Versicherungsabschluss bestanden. Hier kann diskutiert werden, jedoch gemeint sind nicht behandelte Zahnschäden. Fällt ein Inlay heraus, zerbricht eine Krone, dann muss geleistet werden.

3.4. Welche Behandlungen erwarten Sie?

Da es sehr viele Tarife gibt, die sich gewaltig unterschieden, ist es sinnvoll sich anhand unserer Liste von 2.1. bis 2.7. Gedanken zu machen, was fällt bei mir eigentlich an? Klar ist, wer Kinder hat, braucht Kieferorthopädie.

  • Kinder, die Kieferorthopädie brauchen, im Haus
  • Neigung zu Parodontose
  • Viele Füllungen, die zu Kornen werden könnten
  • Naschbär und Putzmuffel
  • Beruf: Boxer oder ähnliches
  • Über 35 Jahre alt
  • Ich bin unter 30
  • Privat krankenversichert
  • Zähne, wie ein Showstar

Parodontose scheint eine Anfälligkeit zu sein, die früh bemerkt werden und durch regelmäßiges Putzen in Schach gehalten werden kann. Inlays und Keramik sind eine Geschmacksfrage. Viele trauen Amalgam schlimmes zu.

4. Darauf sollte man bei der Nutzung von Zahnzusatzversicherungen achten

shutterstock_364127240Für die meisten Menschen ist Zahnersatz im Alter am wichtigsten. Dafür ist es wichtig, dass die Versicherung noch eine Weile läuft. Kalkuliert man ab Mitte 40 mit erstem Zahnersatz, dann wäre 35 Jahre kein schlechtes Alter, um mit der Versicherung zu beginnen und bei niedrigen Beiträgen zu bleiben.

Aber Achtung, was niedrig erscheint, wird auf Zeit ganz schön viel: Acht Euro im Monat sind nach 5 Jahren auch viel Geld mit Zins und Zinseszins.

5. Rahmenbedingungen

Die Leistung ist begrenzt vor Abschluss der Zahnversicherung.

  • Meist besteht eine Wartezeit von drei bis sechs Monaten.
  • Zu Behandlungen zu denen Ihnen Ihr Zahnarzt vor Abschluss geraten hat, bekommen sie keine Zuzahlung.
  • In den ersten drei bis fünf Jahren bekommen Sie nur begrenzte Summen.

Insbesondere benötigen Sie von Ihrem Zahnarzt einen Behandlungsplan – auch Heil- und Kostenplan genannt – VOR Beginn der Maßnahme, dieser soll verbindlich sein. Sonst stellt er Ihnen Kosten in Rechnung, die nicht vereinbart waren oder mit denen Sie nicht gerechnet haben und die die Versicherung nicht übernimmt. Wichtig ist, dass die Kosten der Hersteller des Zahnersatzes (Krone, Inlay) auch ausgewiesen sind.

6. Zahnzusatzversicherungen im Vergleich bei der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat in einem Vergleich 29 Zahnzusatzversicherungen zum Testsieger erklärt und ein „sehr gut“ ausgestellt. In einem Vergleich so viele Testsieger sind eigentlich selten bei der Stiftung. Die Zahnzusatzversicherungen bieten insgesamt ein gutes Bild. Also könnte bei der Kaufberatung gesagt werden: „Nehmen Sie doch jede“. Jedoch ist zu bemängeln, dass die Versicherer sehr viele verschiedene Tarife anbieten und mit diffusen Bezeichnungen ohne Not einen „Tarifdschungel“ schaffen. Ein Vergleich der besten Zahnzusatzversicherungen scheitert daran auch, weshalb unser Rechner die bessere Lösung ist. Die Hallesche (Tarif DentZE.100), die DKV (KDTP100) und die DFV (DFV-Zahnschutz Exklusiv) waren am überzeugendsten.

7. Fragen und Antworten rund um das Thema Zahnzusatz

  • Brauche ich eine Zahnzusatzversicherung?

    Als Mensch in der gesetzlichen Krankenversicherung sei es dringend empfohlen. Privat versicherte Personen benötigen diese Versicherung nicht.
  • Wann soll ich so eine Versicherung abschließen?

    Je nachdem wie gut Ihre Zähne sind und wie gut Sie auf Ihre Zähne aufpassen, ab dem 35. Lebensjahr sei es empfohlen.
  • Wird alles an Zusatzkosten übernommen?

    Meist nicht, es kommt sehr auf den Tarif der Versicherung an. Sodann, ob Sie schon mehr als 3-5 Jahre versichert sind und wie groß die Behandlung ist
  • Worauf muss ich beim Zahnarzt achten?

    Der Zahnarzt muss einen Heil- und Kostenplan erstellen, den sog. Behandlungsplan und diesen für verbindlich erklären. Sonst werden die Kosten u.U. zu hoch oder nicht übernommen.

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