- Beim Vergleich privater Pflegeversicherungen finden Sie verschiedene Varianten, die sich in ihrer Ausgestaltung deutlich unterscheiden.
- Diese lassen sich grundsätzlich in Pflegetagegeld-, Pflegekosten- und Pflegerentenversicherungen einteilen.
- Die Pflegetagegeldversicherung ist die am häufigsten gewählte Variante. Im Pflegefall können Sie frei über eine feste Auszahlung verfügen.

Pflegebedürftigkeit zählt zu den größten finanziellen Risiken im Alter. Besonders bei stationärer Pflege entstehen schnell erhebliche Zusatzkosten. Entsprechend stellen sich viele Menschen die Frage, wie sich diese finanzielle Lücke schließen lässt. Eine Möglichkeit ist eine private Pflegeversicherung – doch ist diese Lösung überhaupt sinnvoll?
In unserem Ratgeber erfahren Sie, welche Tarifarten es überhaupt gibt und in welcher Weise sie die gesetzliche Absicherung ergänzen können. Darüber hinaus zeigen wir Ihnen, worauf Sie beim Vergleich der besten Pflegezusatzversicherungen mit Blick auf Kosten sowie weiteren Vertragsbedingungen achten sollten und für wen sich eine solche Versicherung in erster Linie lohnt.
1. Ist eine Pflegezusatzversicherung sinnvoll?
Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt im Pflegefall meist nur einen Teil der tatsächlichen Kosten ab. Vor allem bei einer Pflege im Heim müssen Pflegebedürftige oft mehrere tausend Euro pro Monat selbst bezahlen. Die Versorgungslücke kann schnell zur finanziellen Belastung für Betroffene und Angehörige werden.
Deshalb ist es für viele Arbeitnehmer und Selbstständige sinnvoll, eine Pflegezusatzversicherung zu prüfen, um Eigenanteile abzufedern und den gewohnten Lebensstandard im Alter besser abzusichern.
1.1. Was beinhaltet der gesetzliche Versicherungsschutz?
Bei Eintritt eines Pflegefalls übernimmt die gesetzliche Pflegeversicherung lediglich einen Bruchteil der Kosten. Abhängig vom Pflegegrad, der sich an der Selbstständigkeit im Alltag orientiert, wird der Auszahlungsbetrag festgelegt.
Je höher der Pflegegrad ist, desto mehr Unterstützung bietet die gesetzliche Pflegeversicherung. In folgender Tabelle geben wir Ihnen einen Überblick über die Pflegegrade sowie die wichtigsten Leistungen:
| Pflegegrad | Beeinträchtigung und wichtige Leistungen |
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1.2. Welche Zuzahlungen können im Pflegefall auf Versicherte zukommen?
Besonders bei stationärer Pflege entstehen hohe Eigenanteile. Pflegebedürftige in deutschen Pflegeheimen zahlen im Durchschnitt häufig mehr als 3.000 Euro pro Monat selbst. In einigen Bundesländern liegen die Kosten sogar deutlich höher.
Bei häuslicher Pflege ist die finanzielle Belastung zwar oft geringer, dennoch reichen Pflegegeld oder Pflegesachleistungen auch hier meist nicht aus. Gerade bei täglicher Unterstützung können mehrere hundert bis über tausend Euro zusätzliche Kosten pro Monat entstehen.
» Mehr Informationen2. Welche Arten von privaten Pflegeversicherungen gibt es?
Bei privaten Pflegezusatzversicherungen können Sie zwischen verschiedenen Varianten wählen, die sich in Leistungen, Flexibilität und Kosten deutlich unterscheiden. Besonders verbreitet sind Pflegetagegeld-, Pflegekosten- und Pflegerentenversicherungen.
Welche Variante am besten geeignet ist, hängt vor allem davon ab, wie individuell die Absicherung ausfallen soll und wie viel finanzieller Spielraum vorhanden ist.
2.1. Wie funktioniert eine Pflegetagegeldversicherung?

Am besten orientieren sich die Leistungen der Pflegezusatzversicherungen an den Pflegegraden der gesetzlichen Pflegeversicherung. So haben Sie mehr Klarheit und müssen keine zusätzlichen Begutachtungen durchlaufen.
Mit der Pflegetagegeldversicherung vereinbaren Sie einen festen Tagessatz, der im Pflegefall ausgezahlt wird. Die Höhe dieser Leistung richtet sich in der Regel nach dem anerkannten Pflegegrad.
Beispielsweise kann ein Tarif ein Pflegetagegeld von 50 Euro pro Tag vorsehen. Bei voller Leistung entstehen daraus monatlich rund 1.500 Euro zusätzliche finanzielle Unterstützung.
Ein großer Vorteil dieser Tarifart liegt in der freien Verwendung des Geldes. Versicherte müssen meist nicht nachweisen, wofür sie die Leistungen einsetzen.
Das Geld kann daher flexibel für Pflegeheimkosten, ambulante Pflege, Unterstützung durch Angehörige, Haushaltshilfen, barrierefreie Umbauten oder private Betreuungskräfte genutzt werden.
» Mehr InformationenWichtig: Beim Vergleich der Pflegezusatzversicherungen sollten Sie die Tarifdetails genau im Blick haben. Manche Versicherer zahlen die volle Leistung erst ab Pflegegrad 4 oder 5. Hochwertige Tarife leisten dagegen bereits ab Pflegegrad 2 oder teilweise sogar ab Pflegegrad 1 spürbare Zuschüsse.
2.2. Womit können Sie bei einer Pflegekostenversicherung rechnen?
Die Pflegekostenversicherung funktioniert anders als das Pflegetagegeld. Hier ersetzt der Versicherer einen Teil der tatsächlich entstandenen Pflegekosten, die nach Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung übrig bleiben.
Dabei können Versicherte etwa Rechnungen für Pflegeheime, Pflegedienste, medizinische Betreuung oder Pflegehilfsmittel einreichen. Die Versicherung übernimmt anschließend, abhängig vom Tarif, einen festgelegten Anteil der verbleibenden Kosten.
Ein Nachteil besteht darin, dass Leistungen oft nur gegen Nachweis ausgezahlt werden. Bei einer Pflege durch Angehörige verzichten Versicherer allerdings häufig darauf.
Achten Sie auf Erstattungsgrenzen: Nicht jede Rechnung wird automatisch vollständig übernommen. Versicherte sollten deshalb genau prüfen, ob Höchstgrenzen existieren, ambulante und stationäre Pflege gleichermaßen abgesichert sind und welche Leistungen ausgeschlossen werden.
Im direkten Vergleich der Pflegezusatzversicherungen erscheint daher ein flexibles Pflegetagegeld häufig attraktiver. Die Pflegekostenversicherung kann dennoch sinnvoll sein, wenn gezielt hohe Restkosten abgesichert werden sollen.
» Mehr Informationen2.3. Was bietet eine Pflegerentenversicherung?

Bei Testsiegern von Pflegezusatzversicherungen sollte es keinen Unterschied machen, ob Sie Zuhause von Fachkräften oder Angehörigen gepflegt werden.
Die Pflegerentenversicherung kombiniert Pflegeabsicherung mit Elementen einer Lebens- oder Rentenversicherung. Versicherte zahlen über viele Jahre Beiträge ein und erhalten im Pflegefall eine vereinbarte monatliche Pflegerente.
Die Auszahlung erfolgt meist lebenslang und kann frei verwendet werden, sobald ein bestimmter Pflegegrad erreicht wird. Einige Tarife bieten zusätzlich garantierte Mindestleistungen, Kapitalauszahlungen, Rückkaufswerte oder Leistungen für Hinterbliebene.
Der größte Unterschied zu anderen Pflegezusatzversicherungen liegt im Kapitalaufbau. Ein Teil der Beiträge wird angespart. Dadurch bleiben oft Leistungen erhalten, selbst wenn später keine Pflegebedürftigkeit eintritt.
» Mehr InformationenHinweis: Bei dieser Tarifart müssen Sie häufig mit höheren Beiträgen rechnen. Besonders bei frühem Eintritt können die monatlichen Kosten spürbar über denen einer klassischen Pflegetagegeldversicherung liegen. Darüber hinaus sollten Sie die Bedingungen einer Pflegerentenversicherung auch immer mit alternativen Kapital- und Lebensversicherungen vergleichen.
2.4. Welche staatlichen Förderungen gibt es?
Der Staat unterstützt zum einen bestimmte Pflegezusatzversicherungen mit einem Förderbetrag, zum anderen können Sie Beiträge zu privaten Pflegeversicherungen steuerlich geltend machen. Förderfähig ist der sogenannte Pflege-Bahr. Dabei handelt es sich um eine nach bestimmten Kriterien ausgestaltete Pflegetagegeldversicherung.
Versicherte erhalten einen Zuschuss von 5 Euro im Monat, wenn sie mindestens 10 Euro monatlich in den Vertrag einzahlen. Darüber hinaus muss der Vertrag speziell zertifiziert sein und etwa in allen fünf Pflegegraden leisten.
Ein Vorteil des Pflege-Bahr besteht darin, dass Versicherer keine klassische Gesundheitsprüfung durchführen dürfen. Dadurch können auch Menschen mit Vorerkrankungen leichter Versicherungsschutz erhalten.
» Mehr InformationenBeachten Sie, dass ein Pflege-Bahr allein häufig nicht ausreicht, um hohe Eigenanteile im Pflegefall vollständig abzudecken. Daher wird er oft mit ungeförderten Zusatzversicherungen kombiniert. Wir von Vergleich.org raten Personen mit guter Gesundheit von einer Pflege-Bahr-Versicherung grundsätzlich ab – Tarife ohne staatliche Förderung sind hier oft sinnvoller.
3. Pflegezusatzversicherungs-Tarife im Vergleich: Worauf sollten Sie besonders achten?
Eine Pflegezusatzversicherung sollte nicht nur günstig wirken, sondern vor allem im Ernstfall zuverlässig leisten. Unterschiede zeigen sich häufig erst im Detail: bei den Leistungen je Pflegegrad, möglichen Wartezeiten oder späteren Beitragserhöhungen.
Bedenken Sie: Wer Tarife ausschließlich nach dem Preis auswählt, riskiert Versorgungslücken im Pflegefall.
3.1. Ab wann leisten die besten Pflegezusatzversicherungs-Tarife?
Ein guter Tarif zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er möglichst früh und möglichst umfassend leistet. Viele günstige Angebote zahlen erst bei schweren Pflegefällen hohe Beträge. Dadurch entsteht gerade in den ersten Jahren der Pflegebedürftigkeit oft eine finanzielle Lücke.
Sinnvoll sind Tarife, die bereits ab Pflegegrad 2 solide Leistungen bieten. Hochwertige Versicherungen leisten teilweise sogar schon ab Pflegegrad 1, etwa bei eingeschränkter Selbstständigkeit oder beginnender Demenz.
Wichtig ist darüber hinaus, dass sowohl ambulante als auch stationäre Pflege abgesichert sind. Viele Menschen möchten möglichst lange zuhause versorgt werden. Die besten Pflegezusatzversicherungen unterstützen deshalb beide Pflegeformen gleichermaßen.
» Mehr InformationenHinweis: Achten Sie auch auf die Definition der Pflegebedürftigkeit im Vertrag. Am besten orientiert sich Ihr Tarif klar an den gesetzlichen Pflegegraden und verzichtet auf zusätzliche Einschränkungen.
3.2. Warum ist eine Beitragsdynamik in den Tarifen wichtig?
Pflegebedürftigkeit tritt häufig erst im hohen Alter ein. Zwischen Vertragsabschluss und Leistungsfall liegen oft mehrere Jahrzehnte. Problematisch wird es, wenn Leistungen über diesen Zeitraum hinweg nicht angepasst werden.
Ein heute ausreichendes Pflegetagegeld kann in 20 oder 30 Jahren deutlich an Wert verloren haben. Bei dynamischen Tarifen steigen Leistungen regelmäßig an, häufig gekoppelt an die Inflation oder durch feste jährliche Erhöhungen.
» Mehr Informationen3.3. Welche Rolle spielen Gesundheitsfragen beim Abschluss?

Laut diversen Tests zu Pflegezusatzversicherungen gibt es Tarife, in denen Sie auch dann noch Beiträge zahlen, wenn Sie schon Leistungen erhalten. Im Idealfall sollten Sie in diesem Fall beitragsfrei sein – möglicherweise sind solche Angebote aber teurer.
Die meisten Pflegezusatzversicherungen verlangen vor Vertragsabschluss eine Gesundheitsprüfung. Versicherer möchten dadurch das persönliche Pflegerisiko besser einschätzen.
Typische Fragen betreffen unter anderem bestehende Erkrankungen, frühere Krankenhausaufenthalte, psychische Erkrankungen, Medikamenteneinnahmen oder bereits anerkannte Einschränkungen.
Je nach Gesundheitszustand kann der Versicherer einen Risikozuschlag verlangen, bestimmte Erkrankungen ausschließen oder den Antrag komplett ablehnen. Besonders problematisch wird dies bei bereits bestehenden chronischen Erkrankungen oder ersten Anzeichen von Pflegebedürftigkeit.
» Mehr InformationenWichtig: Beantworten Sie Gesundheitsfragen immer vollständig und korrekt. Falsche oder unvollständige Angaben können später dazu führen, dass Leistungen verweigert werden.
3.4. Was sollten Sie bei Wartezeiten beachten?
Besonders im Blick haben sollten Sie sogenannte Karenzzeiten. Dabei handelt es sich um Zeiträume nach Vertragsabschluss, in denen noch kein voller Versicherungsschutz besteht. Tritt Pflegebedürftigkeit während dieser Phase ein, zahlt der Versicherer möglicherweise nicht oder nur eingeschränkt. Am besten wird im Tarif komplett auf eine Wartezeit verzichtet.

Beim Vergleich der Stiftung Warentest zu Pflegezusatzversicherungen (Stand: 06/23) wird betont, wie wichtig ein hohes Leistungsniveau über alle Pflegegrade hinweg und in verschiedenen Situationen ist. Kundenfreundliche Vertragsbedingungen durch eine hohe Flexibilität sind zusätzlich relevant.
4. Für wen lohnt sich eine Pflegezusatzversicherung besonders und welche Alternativen gibt es?
Für wen sich eine Pflegezusatzversicherung besonders lohnt, hängt stark von der persönlichen Lebenssituation ab. Entscheidend sind unter anderem Alter, Einkommen, Vermögen und familiäre Verpflichtungen.
Während manche Haushalte hohe Eigenanteile im Pflegefall problemlos selbst tragen könnten, würde eine längere Pflegebedürftigkeit andere finanziell stark belasten. Allerdings müssen Sie sich die monatlichen Raten leisten können, sodass Sie vor diesem Hintergrund auch mögliche Alternativen zu einer Pflegeversicherung prüfen sollten.
4.1. Warum profitieren jüngere Versicherte oft von günstigeren Beiträgen?
Je früher eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen wird, desto günstiger fallen die Beiträge meist aus. Versicherer kalkulieren das Risiko unter anderem anhand des Eintrittsalters und des Gesundheitszustands.
Jüngere Antragsteller gelten in der Regel als gesünder und haben statistisch ein geringeres kurzfristiges Pflegerisiko. Dadurch profitieren sie häufig von niedrigeren Monatsbeiträgen, besseren Tarifkonditionen, geringeren Risikozuschlägen und höheren Annahmechancen.
Ein früher Abschluss kann außerdem helfen, spätere Gesundheitsprobleme zu umgehen. Mit zunehmendem Alter steigen die Risiken für chronische Erkrankungen deutlich an. Dadurch werden Versicherungen oft teurer oder bestimmte Tarife sind gar nicht mehr verfügbar.
» Mehr InformationenHinweis: Ein früher Abschluss bedeutet auch, dass Beiträge über viele Jahre gezahlt werden müssen. Deshalb sollte die monatliche Belastung dauerhaft tragbar bleiben. Bedenken Sie, dass Sie eingezahlte Beiträge bei einer Kündigung nicht zurückerhalten.
4.2. Welche Alternativen zu einer Pflegezusatzversicherung gibt es?
Eine private Pflegeversicherung ist nicht die einzige Möglichkeit, für die Pflege im Alter vorzusorgen. Alternativen zur Pflegezusatzversicherung finden sich im gezielten Vermögensaufbau, etwa über ETF-Sparpläne, Immobilien-Fonds oder private Rentenversicherungen.
Dadurch bleibt das Kapital verfügbar, auch wenn Sie eine Weile kein Geld anlegen können. Darüber hinaus sind Sie für eine Auszahlung an keinen Pflegegrad gebunden und können grundsätzlich frei entscheiden, wofür Sie das Geld ausgeben.
Allerdings gehört zum Sparen auch Disziplin, die über die Zeit nicht jeder aufbringt.

So notwendig eine Pflegezusatzversicherung oder eine alternative Absicherung für den Ernstfall auch sind: Durch gezielte Vorsorge lässt sich das Risiko für eine Pflegebedürftigkeit zum Teil deutlich senken.
5. Was kostet eine Pflegezusatzversicherung?
Die Kosten für eine Pflegezusatzversicherung lassen sich nicht pauschal angeben. Individuelle Merkmale wie Alter, Leistungsumfang und Gesundheitszustand spielen eine große Rolle. Beachtet werden sollte allerdings auch der Unterschied zwischen Pflegetagegeld-, Pflegekosten- und Pflegerentenversicherung.
5.1. Mit welchen monatlichen Kosten sollten Sie rechnen?
Die monatlichen Beiträge unterscheiden sich je nach Tarif und Eintrittsalter deutlich. Allgemeine Durchschnittswerte sind daher nur eine grobe Orientierung.
Junge Erwachsene können einfache Pflegetagegeldversicherungen teilweise bereits für wenige Dutzend Euro pro Monat abschließen. Wer später einsteigt, zahlt dagegen oft deutlich höhere Beiträge.
Zur groben Orientierung bei Personen mit einer durchschnittlichen Gesundheit:
- Personen zwischen 25 und 35 Jahren zahlen häufig zwischen 20 und 50 Euro monatlich
- zwischen 40 und 50 Jahren liegen viele Tarife bereits deutlich höher
- ab 60 Jahren können leistungsstarke Policen schnell weit über 100 Euro monatlich kosten
Entscheidend ist dabei vor allem die Höhe des abgesicherten Pflegetagegelds. Wer beispielsweise monatlich mehrere tausend Euro absichern möchte, muss mit entsprechend höheren Beiträgen rechnen.
Auch Unterschiede zwischen den Tarifarten wirken sich auf die Kosten der Pflegezusatzversicherung aus:
- Eine Pflegetagegeldversicherung ist häufig am günstigsten sowie flexibel und deshalb besonders verbreitet.
- Die Beiträge einer Pflegekostenversicherung orientieren sich an den abgesicherten Restkosten und liegen häufig im mittleren Bereich.
- Am höchsten sind die Beiträge oft bei einer Pflegerentenversicherung, da es sich hierbei um eine Kombination aus Pflege- und Kapitalvorsorge handelt.
5.2. Warum steigen Beiträge im Alter häufig an?
Anpassungen bei Pflegezusatzversicherungen sind nicht ungewöhnlich. Ein wichtiger Grund liegt in den steigenden Pflegekosten. Da Pflegeleistungen durch Inflation und politische Rahmenbedingungen kontinuierlich teurer werden, müssen Versicherer ihre Kalkulationen regelmäßig anpassen. Hinzu kommen weitere Faktoren wie eine steigende Lebenserwartung.
Manche Tarife sind außerdem bewusst mit niedrigen Einstiegsbeiträgen kalkuliert. Dadurch wirken sie zunächst attraktiv, können später jedoch deutlich teurer werden. Besonders im höheren Alter können Beitragserhöhungen problematisch sein, wenn das Einkommen im Ruhestand sinkt.
» Mehr InformationenGut zu wissen: Es kann sich lohnen zu prüfen, wie stabil der Tarif kalkuliert ist. Wie hoch waren frühere Beitragserhöhungen und welche Möglichkeiten bestehen, den Tarif anzupassen? Ein solider Tarif mit etwas höherem Anfangsbeitrag kann langfristig oft sinnvoller sein als ein scheinbar besonders günstiges Angebot.
6. Häufig gestellte Fragen von Lesern, die nach Pflegezusatzversicherungs-Tests oder -Vergleichen suchen
6.1. Welche Pflegeversicherung ist die beste?
Die beste Pflegeversicherung hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Gute Tarife bieten bereits ab Pflegegrad 1 oder 2 solide Leistungen, verzichten auf lange Wartezeiten und sichern ambulante sowie stationäre Pflege ab.
Besonders wichtig sind möglichst stabile Beiträge, flexible Leistungen und eine Dynamik gegen steigende Pflegekosten. Ein günstiger Beitrag einer privaten Pflegeversicherung allein reicht nicht aus. Entscheidend ist, wie zuverlässig die Versicherung im Pflegefall zahlt und ob die Leistungen langfristig ausreichend bleiben.
» Mehr Informationen6.2. Kann eine Pflegezusatzversicherung von der Steuer abgesetzt werden?
Sie können die Beiträge der Pflegezusatzversicherungen grundsätzlich steuerlich absetzen. Die Zahlungen können in der Einkommensteuererklärung unter dem Posten „sonstige Vorsorgeaufwendungen“ angegeben werden.
Für Versicherungsverträge gibt es eine Höchstgrenze, welche bei Angestellten und Beamten bei 1.900 € und bei Selbstständigen und Freiberuflern bei 2.800 € liegt. Häufig wird diese Grenze allerdings mit den Beiträgen für gesetzliche Versicherungen überschritten.
» Mehr Informationen6.3. Kann eine Pflegezusatzversicherung gekündigt werden?
Die Pflegezusatzversicherungen im Vergleich können in der Regel jederzeit zum Ende der Versicherungsperiode gekündigt werden. Die genauen Fristen stehen im Vertrag. Nach einer Kündigung entfällt allerdings der gesamte Versicherungsschutz, und bereits gezahlte Beiträge werden meist nicht erstattet.
Ein späterer Neuabschluss kann wegen höheren Alters oder gesundheitlicher Probleme deutlich teurer werden. Deshalb sollte eine Kündigung gut überlegt sein und möglichst erst nach Prüfung alternativer Tarife erfolgen.
» Mehr Informationen6.4. Zahlen die privaten Pflegeversicherungen auch bei Demenz?
Viele Pflegezusatzversicherungen leisten auch bei Demenz, sofern ein anerkannter Pflegegrad vorliegt. Entscheidend sind jedoch die genauen Tarifbedingungen. Hochwertige Tarife zahlen bereits bei frühen Einschränkungen der Selbstständigkeit, wie sie bei Demenz häufig auftreten.
Manche günstige Versicherungen leisten dagegen erst bei schweren Pflegefällen oder schränken Leistungen bei Demenzerkrankungen ein.
» Mehr Informationen


















Ich suche eine Pflegezv bei bestehendem Pflegegrad also ich möchte das brennende Haus gegen Feuer 🔥 versichern. Gibt es das? Müsste ein Vertrag mit Annahmezwang oder so sein.
Hallo Klaus,
vielen Dank für Ihren Kommentar.
Bitten wenden Sie sich direkt an Ihren Wunsch-Versicherungspartner, um diese Frage zu klären.
Viele Grüße
Vergleich.org
Welcher Tarif ist der beste?
Hallo Frau Meyer,
vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Pflegezusatzversicherungs-Vergleich.
In den meisten Fällen eignet sich die Pflegetage-Versicherung am besten. Hier können die Beträge individuell und flexibel genutzt werden. Die meisten anderen Tarife bieten das nicht an. Zudem besteht hier die Möglichkeit, zusätzlich den Pflege-Bahr zu erhalten, welcher eine staatliche Förderung darstellt.
Beste Grüße
Ihr Vergleich.org-Team