Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Allnet-Flat ermöglicht das unbegrenzte Telefonieren mit dem Handy ins Festnetz sowie alle Mobilfunknetze. Dies ist bei vielen aktuellen Tarifen gängiger Standard. Dennoch gibt es teils große Unterschiede zwischen den verschiedenen Allnet-Flatrates, auf die wir in unserem Allnet-Flat-Vergleich eingehen.

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1. Was ist eine Allnet-Flat?

Entscheiden Sie sich für einen Handytarif mit einer Allnet-Flat, müssen Sie beim Telefonieren in Zukunft nicht mehr auf die Uhr schauen. Denn die Flatrate deckt alle Telefonate mit dem Smartphone ins deutsche Festnetz sowie alle deutschen Handynetze ab. Somit können Sie unbegrenzt telefonieren, ohne am Ende zusätzliche Kosten befürchten zu müssen.

Vorsicht: Gespräche ins Ausland sind bei Allnet-Flats meist nicht abgedeckt. Dank der neuen Regelung zum EU-Roaming können Sie aber die Allnet-Flat im EU-Ausland nutzen und von dort ebenfalls kostenfrei nach Deutschland telefonieren.

In den meisten Fällen geht mit einer Allnet-Flat für Telefonie auch eine SMS-Flatrate einher. Das bedeutet, dass Sie theoretisch unendlich viele SMS im Monat in sämtliche Handynetze verschicken können. Da die SMS in Zeiten von verschiedenen Messenger-Apps allerdings an Bedeutung verloren hat, ist dies nicht für alle ein wirklich entscheidender Vorteil.

2. Was unterscheidet eine Flatrate von anderen Tarifen?

Die Allnet-Flats von Vodafone, Telekom, congstar und Co unterscheiden sich durch die unbegrenzte Nutzung von den sonstigen Tarifen mit Inklusiv-Einheiten. Bei diesen bekommen Kunden nur eine begrenzte Menge von Einheiten für Telefonie und SMS für einen monatlichen Pauschalpreis. Dies sind also keine Allnet-Flatrates, mit denen Sie unbegrenzt im Monat telefonieren und SMS schreiben können.

3. Allnet-Flat bedeutet nicht zwingend Internet-Flat

Eine Allnet-Flat deckt nur die Telefonie und meist SMS ab. Nicht inbegriffen ist der Zugriff auf das Internet, der bei Smartphones immer mehr an Bedeutung gewinnt. Sei es zum Verschicken von WhatsApp-Nachrichten, zum Surfen auf Webseiten, zum Abrufen von E-Mails, beim Spielen von Online-Games oder beim Skypen sowie Streamen – ohne mobiles Internet geht unterwegs nichts.

Während in den heimischen vier Wänden und vielerorts wie Restaurants oder bei der Arbeit häufig auch WLAN genutzt werden kann, wird unterwegs fernab der Wi-Fi-Netzwerke auf das mobile Internet zurückgegriffen. Und genau dieser Datenverbrauch ist entscheidend. Wer viel im Monat surft, braucht auch viel Datenvolumen. Und genau das ist eben von einem Allnet-Flat-Tarif nicht zwingend abgedeckt.

3.1. Wie viel Datenvolumen ist enthalten?

Echte Internet-Flatrates für unlimitierten Datenverkehr gibt es relativ wenige. Viele Allnet-Flat-Angebote enthalten lediglich eine begrenzte Menge an Daten pro Abrechnungszeitraum (meist vier Wochen oder ein Monat). Meist sind dies je nach Einstufung und Preis des Termins einige hundert Megabyte bis hin zu einigen Gigabyte Internet-Traffic. Die enthaltene Datenmenge ist heute, wo viele Tarife Flatrates für Telefonie und SMS enthalten, das entscheidende Kriterium zur Vergleichbarkeit der verschiedenen Angebote.

3.2. Was passiert bei aufgebrauchtem Datenvolumen?

Ist das Datenvolumen aufgebraucht, wird das mobile Internet zwar nicht gesperrt. Der Zugang ist also weiterhin nutzbar. Allerdings regeln die meisten Anbieter dann die Geschwindigkeit deutlich herunter. Um weiterhin mit hoher LTE- oder 5G-Geschwindigkeit zu surfen und streamen, muss zusätzliches Datenvolumen gebucht werden oder bis zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums gewartet werden. Die Buchung von weiterem Internet-Traffic ist meist online, per SMS oder App möglich.

Einige Tarife beinhalten eine sogenannte Datenautomatik. Das bedeutet, dass automatisch neues Datenvolumen dazu gebucht wird, wenn der Inklusiv-Traffic aufgebraucht ist. Das verursacht somit automatisch weitere Kosten, auch wenn eigentlich keine weiteren Daten gewünscht sind. Meist kann die Datenautomatik ausgeschaltet werden. Dies ist aber nicht bei allen Tarifen möglich.

4. Allnet-Flat-Angebote mit Handy – oder doch besser ohne?

Ein entscheidender Punkt für die monatlichen Kosten ist, ob ein neues Smartphone beim Tarif dabei ist oder nicht. Die Allnet-Flat-Angebote ohne Handy sind günstiger. Dies betrifft meist nicht nur die monatlichen Kosten, sondern auch die Anschaffungskosten. Denn meist fällt für ein neues Smartphone zum Tarif eine Einmalzahlung an, die je nach Geräteklasse sowie dem gewählten Tarif einige hundert Euro betragen kann.

Bevor Sie sich für einen Vertrag mit Handy entscheiden, lohnt sich folgender Vergleich: Zahlen Sie am Ende wirklich weniger, wenn Sie das Smartphone mit Vertrag erwerben und dafür monatliche Mehrkosten in Kauf nehmen? Oder ist es am Ende vielleicht sogar günstiger, das Gerät unabhängig vom Mobilfunkanbieter zu kaufen und dort ein Allnet-Flat-Angebot ohne Handy zu buchen? Dies lässt sich einfach errechnen, indem Sie für beide Varianten alle anfallenden Kosten aufaddieren (Kaufpreis, monatliche Kosten, eventuelle Einmalzahlungen etc.)

5. Worauf Sie noch achten sollten, um die beste Allnet-Flat zu finden

Bevor Sie einfach die nächstbeste Allnet-Flat kaufen bzw. einen Vertrag über diese abschließen, sollten Sie die verschiedenen Angebote vergleichen. Denn es gibt neben den bereits erwähnten Punkten noch weitere maßgebliche Kriterien, um den besten Allnet-Flat-Tarif für Sie zu finden.

5.1. Vertrag mit Laufzeit oder monatlich kündbar?

Die großen und bekannten Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland (o2) können in der Regel Laufzeitverträge über 24 Monate anbieten. Bei Discountern wie congstar oder Blau können Sie hingegen oft auch Allnet-Flat-Tarife ohne zweijährige Bindung abschließen. Diese sind dann in der Regel monatlich kündbar. Die Freiheit bezahlen Sie aber meist mit höheren Kosten für den Tarif und einer Einmalzahlung bei Anmeldung.

5.2. Wie hoch ist die LTE-Geschwindigkeit?

Mobiles Internet via LTE ist heute bei den meisten Tarifen inbegriffen, sogar bei Günstig-Angeboten der Mobilfunkdiscounter. Allerdings gibt es hier Unterschiede bei der LTE-Geschwindigkeit. Bei vielen günstigen Tarifen ist diese gedrosselt (z. B. auf 25 kBit/s). Bei mobilem Streamen von Videos und Co kann dies trotz LTE-Empfang schon mal ein Problem sein. Daher ist wichtig, dass die LTE-Geschwindigkeit möglichst ungedrosselt ist.

5.3. Ist 5G enthalten?

Die Netzbetreiber haben kürzlich mit dem Ausbau der 5G-Netze begonnen. Der neue Mobilfunkstandard ist aber längst nicht bei allen Anbietern und Tarifen enthalten. Möchten Sie von den Vorteilen des noch schnelleren mobilen Internets profitieren, achten Sie darauf, dass der jeweilige Tarif 5G beinhaltet. Allerdings ist aktuell die Netzabdeckung noch bei weitem nicht flächendeckend, 5G damit nicht überall verfügbar.

6. Allnet-Flat-FAQ: Antworten auf häufig gestellte Fragen

Wir schließen unseren Ratgeber zum Thema Allnet-Flat mit einigen häufig gestellten Fragen.

6.1. Gibt es einen Allnet-Flat-Test von der Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest hat schon häufiger Handytarife unter die Lupe genommen und bewertet. Dazu zählen auch Tests von Allnet-Flats. Allerdings sind Tests von Tarifen durch unterschiedliche Allnet-Flat-Aktionen und sich ständig ändernde Angebote meist recht schnell wieder veraltet. Daher sollten Sie vor dem Abschluss eines Handyvertrags oder Prepaid-Tarifs mit Allnet-Flat einen aktuellen Vergleich zurate ziehen.

6.2. Können Sie Ihre Rufnummer behalten?

Die Möglichkeit der Rufnummernmitnahme ist heute gängig. Das bedeutet, dass Sie Ihre bestehende Rufnummer auch beim Abschluss eines neuen Tarifs selbst bei einem anderen Anbieter behalten können. Wie die Mitnahme Ihrer Rufnummer genau funktioniert, erfahren Sie direkt bei Ihrem neuen Anbieter (z. B. auf der jeweiligen Webseite). Bestellen Sie Ihre neue Allnet-Flat online, können Sie die Rufnummernmitnahme direkt im Bestellvorgang auswählen.