Streaming-Box Test 2016

Die 7 besten Streaming-Boxen & -Sticks im Vergleich.

AbbildungTestsiegerFire TVNVIDIA ShieldPreis-Leistungs-SiegerFire TV StickPatuoxun Topop TV-BoxVicTsing Smart TV BoxVicTsing Miracast-StickJinyjia MXQ
ModellFire TVNVIDIA ShieldFire TV StickPatuoxun Topop TV-BoxVicTsing Smart TV BoxVicTsing Miracast-StickJinyjia MXQ
Testergebnis
Vergleich.org
Bewertung1,3sehr gut
08/2016
Vergleich.org
Bewertung1,5gut
08/2016
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Bewertung1,6gut
08/2016
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Bewertung1,9gut
06/2016
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Bewertung2,0gut
06/2016
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Bewertung2,1gut
08/2016
Vergleich.org
Bewertung2,1gut
06/2016
Kundenwertung
2.626 Bewertungen
136 Bewertungen
21.233 Bewertungen
24 Bewertungen
20 Bewertungen
103 Bewertungen
11 Bewertungen
BauartBoxKonsolen-BoxStickBoxBoxStickBox
BetriebssystemFire OSAndroid TVFire OSAndroid 5.1Android 5.1LinuxAndroid 4.4
Videoauflösung4K Ultra-HDUltra-HDFull HDUltra HD4K Ultra-HDFull HDFull HD
Prozessor1,5 GHz Quad-Core2,5 GHz Octa-Core1 GHz Dual-Core1,5 GHz Octa-Core1,5 GHz Octa-Core1,2 GHz Single-CoreQuad-Core
Speicher8 GB16 GB8 GB8 GB8 GBk.A.k.A.
Speicher erweiterbar
USB-AnschlussJaJaNeinJaJaNeinJa
Ethernet-AnschlussJaJaNeinJaJaNeinJa
SD-Karten-Slot
Micro-SD

Micro-SD

Micro-SD

SD

SD
BluetoothNeinNeinJaNeinJaNeinNein
inkl. FernbedienungJaNeinJaJaJaNeinJa
Vorteile
  • einfache Installation
  • vorkonfiguriert geliefert
  • Fernbedienung mit eingebauter Sprachsuche
  • zum Spielen geeignet
  • bestechendes Bild
  • Gaming-Controller mitgeliefert
  • ansprechendes Design
  • schnell eingerichtet
  • vorkonfiguriert geliefert
  • große Auswahl an Apps
  • einfache Installation
  • gute Menüführung
  • Maus und Tastatur anschließbar
  • viele Anschlussmöglichkeiten
  • gute Reaktionszeiten
  • unterstützt Miracast und Airplay
  • einfache Handhabung
  • wichtigste Apps vorinstalliert
  • unterstützt viele Videoformate
  • viele Anschluss-Möglichkeiten
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Streaming-Box-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Streaming-Box wird an Ihren Fernseher angeschlossen und bieten Ihnen somit Zugriff auf webbasierte Videoinhalte, z.B. über YouTube, Netflix oder die TV-Mediatheken.
  • Viele Geräte laufen mit einem eigenen Betriebssystem, auf das Sie auch Spiele und Apps laden können. So bietet die Streaming-Box absolute Entertainment-Qualitäten.
  • Die erste TV-Internet-Box war das Apple TV, das 2007 vorgestellt wurde. Mittlerweile gibt es Lösungen von unterschiedlichen Herstellern.

streaming-box test

Im 21. Jahrhundert neigt sich die Ära des Fernsehens langsam aber sicher dem Ende zu. Im April 2015 hatte Netflix, der führende Anbieter von Video-On-Demand, bereits 62 Mio. Kunden weltweit – Tendenz steigend. Die Zeiten, in denen sich Nutzer an der Sendezeit ihres Lieblingsprogramms orientieren mussten, sind vorbei – längst sind viele Inhalte auch jederzeit online abrufbar. Die öffentlich-rechtlichen Sender machen viele ihrer Sendungen im Rahmen des Rundfunkstaatsvertrags online zugänglich – so können Sie jederzeit schauen und müssen sich nicht an Ausstrahlungen orientieren. Zudem warten Streaming-Anbieter mit Eigenproduktionen auf: Publikumskracher wie House of Cards werden von den Streaming-Anbietern produziert und krempeln so den TV-Markt gehörig um. Wenn Sie es ebenfalls leid sind, lineares Fernsehen zu schauen, aber noch nicht über ein Smart-TV verfügen, ist eine Streaming-Box für Sie die optimale Lösung. Wir zeigen Ihnen in unserem Streaming-Box Vergleich, worauf Sie achten müssen, wenn Sie eine Streaming-Box kaufen möchten und welche die beste Streaming-Box ist.

1. Was ist eine Streaming-Box?

1.1. Die Anfänge

Der Anfang der Streaming-Box (auch: WLAN-TV-Box oder Internetbox für TV) liegt in der Innovationsabteilung von Apple. Dessen unermüdlicher Antreiber Steve Jobs hatte sich gefragt, wie das Fernsehen der Zukunft aussehen könne. Die formgewordene Antwort stellte Apple im Januar 2007 als Apple TV vor. Diese Set-Top-Box verfügte über WLAN und war als iTunes-Erweiterung für den Fernseher gedacht.

streaming box maxdome media box test

Viele Geräte im Streaming-Box Test lassen sich auch über Mobilgeräte steuern.

Im Jahr 2007 stieg der bis dato als Online-Videothek agierende Anbieter Netflix ins Video-On-Demand-Geschäft ein und lieferte somit ein Angebot für die neu geschaffenen Geräte. Durch immer schnellere Internet-Leitungen wurde das Filme-Schauen via Internet attraktiver. Auch Amazon bot Video-On-Demand an und in den USA wurde Hulu, ein Angebot verschiedener amerikanischer Fernsehsender, vorgestellt. Auch in Deutschland wurde 2008 das Fernsehen im Internet forciert – die ARD-Mediathek wurde ins Leben gerufen.

Um diese neuen Möglichkeiten abseits des traditionellen Fernsehens nutzen zu können, wird eine Streaming-Box benötigt. Diese meist kleinen Geräte sind ähnlich wie Video-Recorder, DVD-Player etc. so genannte Set-Top-Boxen, welche die Funktionsweisen des Fernsehgeräts erweitern. Gerade als Smart-TVs noch nicht die Regel waren, wurden Streaming-Boxen benötigt, um den Fernseher internetfähig zu machen. Auch heute können ältere Flachbild-TV-Geräte mit einer Streaming-Box ausgerüstet werden, um so die Angebote von Netflix, Amazon und Co. genießen zu können. Viele Geräte können dank schneller Prozessoren auch zum Spielen von Android-Games verwendet werden.

1.2. Die Spezifikationen

Wie viele moderne Helfer im Alltag, z. B. Autoradios mit Navi, sind auch Streaming-Boxen im Grunde kleine Computer. Sie verfügen über einen Mehrkern-Prozessor, Arbeitsspeicher und Speicherplatz für das Ablegen von Daten. So sind die Geräte im Gegensatz zum ersten Apple TV komplett eigenständig und können ohne einen Computer betrieben werden. Die meisten Systeme laufen mit einem Android-basierten-Betriebssystem. Die von Amazon angebotenen Geräte verwenden Fire OS, das eine auf die Amazon-Dienste optimierte Version von Android ist – es laufen demnach auch alle gängigen Android-Spiele auf dem Fire TV. Andere Marken verwenden direkt eine Android-Version oder das spezielle für smarte Fernseher entwickelte Android TV.

Mit dem Fernseher verbunden werden die Boxen über den HDMI-Anschluss. Damit werden Video- und Audiosignale ausgegeben. Die HDMI-Version 2.0 kann auch Ultra-HD-Signale ausgeben. Um die Stromversorgung zu gewährleisten, verfügen die Geräte über einen Micro-USB-Anschluss, wie er auch von den meisten Smartphones bekannt ist. Für die Speichererweiterung können je nach Modell externe Datenträger über USB angeschlossen werden oder SD-Karten eingelegt werden. Der Speicher wird dafür genutzt, App-Daten zu hinterlegen. Sie benötigen also nur viel Speicher, wenn Sie tatsächlich viel auf ihrer Streaming-Box spielen wollen. Da beim Anschauen von Videos keine Daten heruntergeladen werden, müssen Sie dafür auch keinen Speicherplatz einkalkulieren.

Einige Hersteller liefern keine Fernbedienung zu ihren Geräten mit. In diesem Falle wird die Box über das Smartphone gesteuert. Die Verbindung geschieht über WLAN. Häufig ist auch eine Sprachsteuerung integriert, sodass Sie sich mühevolles Tippen sparen. Einige Modelle, z.B. die Fire TV Box oder das NVIDIA Shield, verfügen auch über einen Gaming-Controller, mit dem Sie evtl. Spiele steuern können.

2. Welche Streaming-Typen gibt es?

Grundsätzlich lässt sich zwischen den eigenständigen Systemen, die über eine eigenständige Funktionsweise verfügen, und Cast-Geräten, welche nicht selbst als Datenquelle für die Bildausgabe fungieren, unterscheiden.

2.1. eigenständige Systeme

eigenständig

Der Begriff ist hier so zu verstehen, dass das Gerät selbst die Daten streamt und nicht nur als Bildverdoppler dient.

Dieser Typus verfügt über eine abgeschlossene Architektur und benötigt keine externen Signalquellen, um Bildsignale an den Fernseher zu senden. Sie können dieses Gerät demnach eigenständig nutzen, um Ihre Lieblingsserien auf dem Fernseher zu streamen. Die Geräte, z.B. Amazon Fire TV oder Apple TV, verfügen über eine eigene Benutzeroberfläche, über die Sie die Medieninhalte, die Sie auf dem Fernseher wiedergeben möchten, auswählen können. Die Geräte fragen selbst die Daten aus dem Internet ab und geben sie wieder. Sie sind entweder selbst mit einer Fernbedienung ausgeliefert oder lassen sich mit dem Smartphone koppeln.

Eigenständige Systeme ähneln am ehesten den traditionellere Wegen, Medien auf die TV-Geräte zu bringen. Im Gegensatz zu einer DVD oder Video-Kassette sind die Datenquellen jedoch hierbei nicht mehr physisch im Wohnzimmer vorhanden.

2.2. Chromecast

internet tv box

Mithilfe des in Android integrierten Google Cast Standards sind Ihre Geräte mit dem Fernseher verbunden.

Seit 2013 vertreibt Google mit dem Chromecast einen eigenen Smart-TV-Stick. Dieser arbeitet mit der eigens entwickelten Streaming-Architektur Google Cast. Im Gegensatz zu anderen Streaming-Protokollen, z.B. Miracast oder AirPlay, werden hier jedoch keine Bildinformationen übertragen. Vielmehr definiert Google Cast die Kommunikation zwischen Stick und Eingabegerät. Diese wird über das WLAN-Netz gewährleistet. Google Cast übermittelt nur Steuerinformationen und Datenquellen an den Stick, keine Bildinformationen. Der Stick ruft mithilfe der übermittelten Daten eigenständig die Videos ab und gibt sie auf dem Fernseher wieder. Das hat den Vorteil, dass auf dem Mobilgerät andere Aktionen ausgeführt werden können, nachdem die nötigen Informationen an den Stick gesendet wurden. Zudem wird so für die Übertragung weniger Energie benötigt, als wenn der gesamte Bildschirminhalt und Ton übertragen würde.

Mit dem Chromecast-Stick der zweiten Generation, der im September 2015 auf den Markt kam, ist auch eine Screen-Mirroring-Funktion integriert. Diese funktioniert mit Android-Geräten ab Version 4.4.2 (KitKat).

Mit der Neuauflage des Chromecast Sticks im Herbst 2015 besteht auch die Möglichkeit, den Bildschirm zu verdoppeln. Dazu muss eine Android-Version ab 4.4.2. auf dem Steuergerät vorhanden sein. Durch diese Implementierung ist es Entwicklern möglich, ihre Apps auch für Chromecast zu programmieren. Mit dem Chrome-Browser ist es auch möglich, einzelne Browserfenster direkt auf dem Fernseher auszugeben. Diese Funktion ist jedoch noch in der Entwicklungsphase. Auch die Fähigkeit, über Chromecast zu spielen, ist noch wenig ausgeprägt und wird noch entwickelt.

Die Vor- und Nachteile von Chromecast in der Übersicht:

  • weniger Energieverbrauch beim Sender
  • mit jedem Laptop, Smartphone und Tablet zu bedienen
  • Wiedergabe wird nicht durch evtl. Verbindungsstörung beeinträchtigt
  • nur simple Spiele
  • kein 4K-Ultra-HD
  • muss in App integriert sein

2.3. Miracast

Ein weit verbreiteter Standard zum Übertragen von Bildschirminhalten ist Miracast. Im Gegensatz zu anderen Technologien, die von einzelnen Firmen entwickelt wurden (WiDi von Intel, Screen Mirroring von Samsung oder AirPlay von Apple), ist der Standard für Entwickler zugänglich und kann daher für die Entwicklung von neuen Programmen genutzt werden. Bei der Technologie werden Bildinhalten und Toninformationen übertragen. Die Kommunikation zwischen Sender und Empfänger funktioniert über WiFi-Direkttechnologie, d.h. es ist nicht notwendig, dass der Miracast-Empfänger im WLAN angemeldet ist.

Obwohl Miracast eine herstelleroffene Technologie ist, wird sie nicht ausreichend dokumentiert. Daher kann es zu Problemen bei der Übertragung kommen. Viele Miracast-Sticks haben den Standard nur mangelhaft implementiert, daher kann es in der Koppelung zu Problemen kommen.

Eine kurze Einführung in den Miracast-Standard bietet das folgende Video:

3. Kaufberatung für Streaming-Box: Darauf müssen Sie achten

3.1. Funktionsweise

Die wichtigste Entscheidung beim Kauf einer TV-Streaming-Box ist die der Funktionsweise der Box. Dabei ist die Frage, ob die Box eigenständig agieren soll oder ein Bildsignal von einer anderen Quelle an den Fernseher übertragen soll. Bei einer Standalone-Box benötigen Sie dementsprechend kein weiteres Gerät, um auf Ihrem Fernseher zu streamen. Falls Sie sich für ein Chromecast oder Miracast-Gerät entscheiden, müssen Sie neben der Box auch immer ein Smartphone, Tablet oder Laptop parat haben, um die zu streamenden Daten auszuwählen. Die Boxen haben zudem den Vorteil, dass sie auch Anschlüsse für Wechseldatenträger wie Festplatten und USB-Sticks besitzen und somit auch Ihre Fotos und Urlaubsvideos auf den Fernseher bringen können. Falls Ihr Fernseher über einen USB-Anschluss verfügt, ist dieses Feature jedoch eventuell obsolet.

3.2. Set-Top-Box oder Stick

Wenn Sie sich für eine Variante mit Miracast oder Chromecast entschieden haben, bekommen Sie einen kleinen Stick, der an den Fernseher angeschlossen wird und per Micro-USB mit Strom versorgt wird. Sie haben jedoch auch die Möglichkeit, ein Standalone-Gerät in kompakter Abmessung zu erwerben. Der Fire-TV-Stick von Amazon verfügt nahezu über die gleiche Funktionsweise wie der „große Bruder“, ist aber kaum größer als ein USB-Stick.  Wenn Sie kein USB-Speichergerät haben, von dem Sie Daten auf den Fernseher bringen wollen, können Sie auf das kleinere Produkt zurückgreifen.

Tipp: Wenn Ihr Fernseher über einen USB-Anschluss verfügt und Sie diesen nicht benötigen, können Sie ihn verwenden, um Strom für Ihren HDMI Streaming Stick bereitzustellen. Viele Fernseher neueren Datums liefern genügend Strom über die USB-Buchse, um den Streaming-Stick zu versorgen. Im Zweifelsfall gilt jedoch, auszuprobieren, ob Ihr Gerät genügend Strom liefert, um den Stick ohne Netzteil zu betreiben.

3.3. unterstützte Apps

Gerade bei den Set-Top-Boxen sollten Sie darauf achten, dass Ihre Lieblingsapps auch von Ihrem Streaming-Box Testsieger unterstützt werden. Mit einem aktuellen Android-Gerät funktioniert das Pairing per Miracast und Chromecast üblicherweise problemlos. Schwieriger wird es bei den Set-Top-Boxen, bei denen Hersteller mitunter einige Anbieter ausschließen. In unserem Streaming-Box Test 2016 war das z.B. NVIDIAs Shield. Bei diesem Modell lassen sich keine Inhalte von Amazon Video streamen. Wenn Sie hier keine Einschränkungen in Kauf nehmen wollen, sollten Sie zu einem Modell mit Android-Betriebssystem greifen oder ein Chrome- oder Miracast-Modell zum Einsatz bringen.

3.4. mitgelieferte Fernbedienung

Sollten Sie darauf Wert legen, unabhängig von einem Smartphone oder Tablet zu sein und deshalb zu einer Box-Lösung gegriffen haben, achten Sie darauf, dass eine Fernbedienung beigelegt ist. Manche Hersteller bieten Ihre Geräte in verschiedenen Ausführungen an. Amazon z.B. bietet FireTV entweder mit einer einfachen Fernbedienung oder aber mit einer Fernbedienung mit Spracherkennung an. So sparen Sie sich langes Herumklicken auf der Bildschirmtastatur. NVIDIA bspw. verkauft sein Shield auch ohne Fernbedienung. In diesem Fall wird die Box per Smartphone gesteuert.

android tv box fernseher test

4. Ihr TV-Programm

Wenn Sie sich zum Kauf einer Internet-Streaming-Box entschieden haben, können Sie Ihr eigenes TV-Programm zusammenstellen. Sie sind nicht mehr auf Sendezeiten angewiesen, können Ihre Lieblingssendungen zwischendurch anhalten und müssen (meist) keine nervige Werbung mehr über sich ergehen lassen. Wir führen Ihnen im Folgenden eine Übersicht der Möglichkeiten des nicht-linearen Fernsehens auf.

4.1. Mediatheken

Wenn Sie sich noch nicht ganz vom regulären Fernsehprogramm abwenden wollen, sondern lediglich selbst entscheiden möchten, wann Sie welche Sendung sehen, können Sie auf die Mediatheken der Fernsehsender zurückgreifen. Besonders das Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender ist sehr gut ausgebaut. Sie finden nahezu jede Sendung, die ausgestrahlt wurde, für eine bestimmte Zeit in den Angeboten der öffentlich-rechtlichen Sender. Jedoch sind nicht alle Inhalte unbegrenzt verfügbar. Nur Inhalte mit „zeit- und kulturhistorischen Inhalten“ dürfen unbegrenzt angeboten werden. Andere Sendungen sind nach einiger Zeit nicht mehr verfügbar. Sendungen werden entweder als Ganzes (etwa Telenovelas und Filme) oder in Ausschnitten (Magazine wie ttt) angeboten. Wegen der Lizenzverträge mit der DFL dürfen Ausschnitte von Bundesliga-Spielen nicht online verfügbar sein. Auch in Livestreams sind keine Ausschnitte der Spiele zu sehen.

Die ARD-Mediathek vereint viele Inhalte aus den einzelnen Landesmedienanstalten. So bekommen Sie kompletten Zugriff auf die Vorabend-Sendungen der dritten Programme. Jedoch werden nicht alle verfügbaren Videos über die ARD-Mediathek angeboten. Wenn Sie sich für eine spezielle Sendung interessieren, sollten Sie auch schauen, ob diese in der Mediathek des entsprechenden Dritten abrufbar ist. Wegen der wenigen Eigenproduktionen haben die kleinen Landesmedienanstalten HR, Radio Bremen und SR keine eigene Mediatheken-App. Gemeinschaftsproduktionen wie die Tagesschau sind nur in der ARD-Mediathek abrufbar.

Das ZDF sowie die länderübergreifenden Gemeinschaftssender 3SAT und ARTE haben jeweils ihre eigene Mediathek, über die die Sendungen abgerufen werden können. Die einzelnen Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender im Überblick:

streaming box 4k

Mit den Mediatheken haben Sie alle Programme im Blick.

  • 3SAT
  • ARD
  • ARTE
  • BR
  • mdr
  • ORF
  • rbb
  • SRF
  • SWR
  • WDR
  • ZDF

Auch die privaten Sender bieten ihre Inhalte teilweise in eigenen Mediatheken an. Die Pro7 Sat1Media AG bietet mit 7TV eine eigene App an, in der Highights einzelner Sendungen angesehen werden können. Auch Sport1 bietet Videos per App an. Von den Sendern der RTL-Gruppe gibt es bislang keine App.

4.2. VoD-Anbieter

Neben den klassichen Fernsehinhalten können Sie sich Filme, Serien, Dokumentation etc. auf Abruf auf Ihren Fernseher holen. Bei Amazon Prime haben Sie neben den Filmen und Serien auch Zugriff auf Musik. Wir haben im Internet-TV-Test bereits die wichtigsten Anbieter für Sie unter die Lupe genommen. Eine kurze Übersicht finden Sie in der nachfolgenden Tabelle.

Anbieter Preis Probemonat kostenlos auch Einzelabruf möglich Eigenproduktionen
Netflix 7,99 – 11,99 € im Monat
Amazon Video 49 € im Jahr oder Einzelkauf/-leihe
Maxdome 7,99 € im Monat
Watchever 8,99 € im Monat
Einige Serien, wie z.B. The Big Bang Theory, bekommen Sie bei mehreren Anbietern.

4.3. Weitere audiovisuelle Unterhaltung

Auch abseits der klassischen Kategorien wie Filme und Serien können Sie bewegte Bilder zu Ihrer Unterhaltung genießen. Mit der Stream-Box lassen sich selbstverständlich auch Youtube-Clips auf Ihrem Fernsehen ansehen. Mit Twitch können Sie die eSports-Szene verfolgen. Hier werden die großen Turniere in Spielen wie Counter Strike: Global Offensive, Dota2 oder League of Legends übertragen. Beim professionellen Computerspielen werden heute oft Preisgelder im siebenstelligen Bereich ausgeschüttet.

Wenn Sie keine terrestrische Empfangsmöglichkeit für das Fernsehprogramm haben, können Sie mit Zattoo auch per Internet fernsehen. Als nicht zahlender Nutzer können Sie so die öffentlich-rechtlichen Sender (nicht in HD) sehen. Diese Version ist etwas nutzerfreundlicher als die direkt von den Sendern angebotenen Livestreams.

Bitte beachten Sie, dass kein Streaming kostenlos sein kann. Serien und Filme sind künstlerische Erzeugnisse und bedürfen daher auch finanzieller Mittel. Anbieter, die aktuelle Filme und Serien zum Streaming kostenlos anbieten, sind nicht seriös. Wenn Sie über diese Portale streamen, begehen Sie eine strafbare Handlung durch Verletzung des Urheberrechts.

5. Streaming-Box bei der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat sich in verschiedenen Artikeln mit dem Streamen auf dem TV beschäftigt. Schon etwas in die Jahre gekommen und daher nicht mehr aktuell ist der Artikel „Fernseher vernetzen„. Da sich seit 2011 jedoch einiges in diesem Bereich getan hat, sind die Hinweise dort mit Vorsicht zu genießen.

Auf jeweils ältere Versionen der Geräte beziehen sich der Streaming-Box Test des Amazon Fire TV und der des Chromecast. Während die Angaben über den Chromecast-Stick im Großen und Ganzen weiterhin aktuell sind, hat sich beim Fire TV einiges getan. Im Jahr 2015 wurde die Box komplett überarbeitet und hat weitere Features. So ist es mittlerweile möglich, das Bild vom PC auf den Stream-Stick zu spiegeln.

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Streaming Box

  • Welche Streaming-Box ist die Beste?

    Pauschal beantworten lässt sich diese Frage nicht, da auch Ihre persönlichen Bedürfnisse eine Rolle spielen. Falls Sie Amazon Video nutzen wollen, ist der Fire TV-Stick oder die Fire TV-Box eine sehr gute Wahl. Wenn Sie auf Amazon verzichten können und gerne mal eine Runde zocken, greifen Sie zu NVIDIAs Shield. Dort ist auch ein Cloud-Speicher für Games zugänglich.
  • Was ist KODI?

    KODI ist ein Multi-Media-Player, der ursprünglich für die Xbox entwickelt worden war. Nach der Emanzipation von der Plattform ist ihm der jetzige Name gegeben worden. Mithilfe dieses Programms können Sie Ihre Dateien übersichtlich anordnen. Es ist für jede Plattform erhältlich. So gibt es auch für die Streaming-Box Kodi. Dazu gibt es Addons, mit denen Sie Inhalte von den gängigen VoD-Anbietern beziehen können. Vorsicht: Es gibt auch Plugins, die Streaming von illegalen Quellen anbieten.
  • Kann meine Streaming-Box Sky empfangen?

    Über Miracast und Chromecast können Sie die Daten Ihrer SkyGo-App auf dem Fernseher spiegeln. Auch Internet-TV-Boxen mit Android-System können Sky auf Ihren Fernseher bringen. Amazon FireTV unterstützt Sky hingegen nicht.
  • Benötigt die Internetbox für Fernseher einen eigenen Stromanschluss?

    Ja. Die kompakten Sticks können Sie mitunter über die USB-Buchse Ihres Fernsehers mit Strom versorgen. Die Set-Top-Boxen jedoch brauchen definitiv einen Platz in der Steckleiste.
  • Gibt es Streaming-Boxen mit SCART-Anschluss?

    Die gibt es nicht. SCART ist eine veraltete Technologie und nur analoge Bildsignale transportieren. Wenn Sie Ihren Röhrenfernseher zum Smart-TV machen wollen, können Sie auf einen Adapter zurückgreifen, der das HDMI-Signal ins analoge umwandelt.
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