Energiemessgerät Test 2016

Die 7 besten Energiekostenmessgeräte im Vergleich.

AbbildungTestsiegerELV Energy Master ProfiELV Energy Master BasicreVolt NC5461-944Preis-Leistungs-SiegerBrennenstuhl PM 231 ETechnoline Cost ControlX4-Life 700379 Inspector IIIHama Premium 00047770
ModellELV Energy Master ProfiELV Energy Master BasicreVolt NC5461-944Brennenstuhl PM 231 ETechnoline Cost ControlX4-Life 700379 Inspector IIIHama Premium 00047770
Testergebnis
Vergleich.org
Bewertung1,4sehr gut
08/2016
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Bewertung1,5gut
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Bewertung1,6gut
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Bewertung1,9gut
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Bewertung2,1gut
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Bewertung2,2gut
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Bewertung2,3gut
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Kundenwertung
39 Bewertungen
86 Bewertungen
19 Bewertungen
278 Bewertungen
457 Bewertungen
23 Bewertungen
85 Bewertungen
MessbereichDies ist der minimale und der maximale Watt-Bereich, den das Messgerät erfassen kann.0,1 - 3.680 Watt0,1 - 3.680 Watt0,1 - 3.680 Watt0,2 - 3.600 Watt4,0 - 3.600 Watt1,0 - 3.680 Watt1,0 - 3.680 Watt
Messgenauigkeit90%70%90%90%50%90%70%
zeigt Energieverbrauch an
(in kWh)
Die meisten Energiemesser messen nur die Stromspannung und die Stromstärke. Daraus lassen sich unterschiedlichste Werte ableiten.

Der wichtigste Wert ist der Energieverbrauch in Kilowattstunden (kWh).

Je nach Gerät werden zusätzlich weitere Wert-Bereiche ausgerechnet und angezeigt.
rechnet Kosten aus
Stromversorgung
Netzbetrieb | Akku
Mit einem zusätzlichen Akku können Messgeräte Werte speichern, wenn sie aus der Steckdose gezogen werden.
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Display
Vorteile
  • beleuchtetes Display
  • Prognoseberechnung
  • Kindersicherung
  • beleuchtetes Display
  • Prognoseberechnung
  • Kindersicherung
  • mobiles Display
  • Alarmfunktion
  • Funkmessgeräte zusätzlich anschließbar
  • Prognoseberechnung
  • Kindersicherung
  • Prognoseberechnung
  • ausführliche Anleitung
  • einfache Bedienung
  • Display gut lesbar
  • einfache Bedienung
  • Stromtarif einstellbar
  • Kindersicherung
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Energiemessgerät-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Mit Energiemessgeräten lässt sich der Stromverbrauch elektrischer Geräte nachmessen. Bei einigen Energiemessern lassen sich Tarife einstellen, sodass Sie die genauen Energiekosten eines Gerätes ausrechnen.
  • Ein solches Energiekosten-Messgerät wird direkt zwischen Steckdose und das nachzumessende Gerät gesteckt. Daher hat ein Energiemessgerät eine integrierte Steckdose.
  • Energiemessgeräte, die sehr genau messen, können auch Energiekosten von einem Gerät im Standby-Modus nachprüfen. Für elektrische Geräte mit hohem Stromverbrauch (zum Beispiel Waschmaschinen oder Staubsauger), reicht auch ein Energiekostenmessgerät, das nur grob misst.

energiemessgerät test

Die Deutschen liegen mit 7.080 kWh Verbrauch pro Kopf weit vorn in Europa. Wer sich wundert, warum er jedes Jahr Strom nachzahlen muss, obwohl er immer akribisch in jedem Zimmer das Licht ausschaltet, der hat vermutlich einen „Energiefresser“ in seiner Wohnung versteckt. Um herauszufinden, welches Gerät wie viel Strom verbraucht, helfen Energiemessgeräte. In unserem Energiemessgerät Vergleich 2016 haben wir die besten Geräte für Sie zusammengestellt.

1. Was ist ein Energiemessgerät und wie funktioniert es?

Der Energiemesser wird zwischen Steckdose und Verbrauchs-Gerät gesteckt. Er misst wie viel Leistung das Gerät aufnimmt und wie viel es über einen Zeitraum verbraucht (Kilowatt pro Stunde = kWh). So gesehen gehören sie im weitesten Sinne zu den Stromzählern.

Großer und kleiner Stromzähler: Energiekostenmessegeräte sollten nicht mit dem herkömmlichen Stromzähler verwechselt werden, der im Keller hängt und den gesamten Verbrauch für ein Haus misst. Durch diese Drehstromzähler geht wesentlich mehr Strom als durch die kleinen Energiemesser.

Der Drehstromzähler

Die meisten Haushaltsstromzähler sind Drehstromzähler, die auf dem Ferraris-Prinzip beruhen. Dabei wird eine Scheibe durch ein Magnetfeld zum Drehen gebracht. Mittels der Drehgeschwindigkeit kann der verbrauchte Strom gemessen werden. Da in unserem Stromnetz nur Wechselstrom fließt, kann man sie auch als Wechselstromzähler bezeichnen.

Eine Grundvoraussetzung für das Einsetzen eines Energiekostenmessgeräts ist, dass das zu messende Gerät einen Stromstecker besitzt. Bei einem Herd oder einer Deckenlampen ist es daher nicht möglich den Stromverbrauch zu messen. Bei installierten Geräten messen Profis die Stromstärke mit einem Multimeter und rechnen die weiteren Werte selber aus. Multimeter geben die Werte nicht so komfortabel wie ein Energiekostenmessgerät aus.

Multimeter heißen auch Strommessgeräte. Zuweilen werden sie Amperemeter genannt, da sie hauptsächlich die Stromstärke messen. Als Messgerät zum Stromverbrauch im Haushalt eignen sie sich weniger gut. Im Gegensatz zum Energiemessgerät können sie nicht als Leistungsmesser in die Steckdose dazwischen gesteckt werden.

Genauer betrachtet, messen alle Energiemessgeräte das Gleiche: Sie messen die elektrische Spannung (Volt) und den durchfließenden Strom (Ampere). Aus den beiden Werten wird die momentane Leistung (Watt) des jeweiligen Gerätes errechnet. Dieser Wert wird wiederum über einen Zeitraum summiert, dies nennt sich dann Kilowattstunden (kWh).

Diese Stromverbrauchsmessgeräte unterscheiden sich untereinander lediglich darin, welche Werte sie Umrechnen und anzeigen. Theoretisch könnte man mit einem Taschenrechner und den passenden Formeln alles selber nachrechnen.

Häufig werden auf den Displays unterschiedliche Werte angeboten. Hier sind die Wichtigsten im Detail erklärt:

Werte auf den Displays Was die Werte bedeuten
Energieverbrauch
(kWh)
Energieverbrauch gibt an, wie viel ein Gerät pro Stunde verbraucht.
Leistungsaufnahme
(Watt)
Soviel Leistung nimmt das Gerät in einem Augenblick auf.
Spannung
(Volt)
Dies gibt an, wie hoch die Spannung ist, die das Gerät verlangt.
Stromstärke
(Ampere)
Wie viel Strom zu einem Moment fließt, wird mit der Stromstärke angegeben.
Frequenz
(Hertz)
Dies meint die Frequenz des Stromnetzes. In Europa kommt hauptsächlich Wechselstrom mit einer Frequenz von 50 Hz zum Einsatz. Schwankungen sind äußerst selten.
CO2-Bilanz Das Messgerät kann den Tatsächlichen CO2-Ausstoß nicht berechnen, den ein Gerät verursacht, aber es errechnet einen angenäherten Wert.
Wirkleistung
(Watt)
Dies ist die Leistung, die in dem Gerät, das geprüft wird, wirklich zum Einsatz kommt.
Blindleistung
(Var)
Dies ist die Leistung (in Voltampere Reaktiv), die ein Gerät braucht, um überhaupt zu starten. Mit dieser Energie baut es ein Magnetfeld auf und gibt diese anschließend wieder ins Netz ab. Bei schwachen Netzen, kann eine zu hohe Blindleistung zu Überlastungen führen. Gerade bei maroden Leitungen im Altbau bremst dies die (wichtige) Wirkleistung aus.
Scheinleistung
(VA)
Diese Leistung ist ein reiner Rechenwert (Voltampere): Er spiegelt die Gesamtleistung wieder und setzt sich aus Wirk- sowie Blindleistung zusammen.

2. Welche Energiemessgerät-Typen gibt es?

Messen am PC

Messen für die ganz kleinen Geräte: Ein Energiemessgerät für USB misst den Stromverbrauch von USB-Geräten. Diese werden auch USB-Multimeter genannt. Sie finden hauptsächlich Anwendung, um fehlerhafte USB-Ports zu ermitteln. Außerdem können damit auch schadhafte USB-Hubs identifiziert werden. Messungen gelingen hier im unteren Spannungsbereich um die 5 Volt und bei ungefähr 1 bis 2 Ampere.

Bei den Energiekostenmessgeräten gibt es Unterschiede in den Messbereichen und der Messgenauigkeit. Dabei lassen sich Kategorien für die Arten der Messungen aufstellen:

2.1. Messung von mittelgroßen und Großgeräten

Hierunter fallen Geräte wie:

Um diesen Bereich zu messen, sollte das Messgerät bis zu 3.800 Watt vertragen. Die untere Grenze der Leistungsaufnahme der großen Verbrauchsgeräte ist hier egal, da sie in der Regel mindestens über 1 Watt verbrauchen.

2.2. Messung von Kleingeräten während des Betriebs

Dies umfasst zum Beispiel:

Da diese Geräte selten eine hohe Leistungsaufnahme haben, braucht der Energiemesser nicht mehr als 2.000 Watt zu vertragen. Jedoch sind nun die unteren Messbereiche interessant. 1 Watt sollten diese Messgeräte mindestens noch aufspüren können.

2.3. Messung von Kleingeräten im Standby-Modus

Die eben genannten Geräte bleiben in der Regel permanent an der Steckdose. Dabei werden Hi-Fi-Geräte häufig nicht ausgeschaltet, sondern in einen Ruhemodus, den Standby-Modus, versetzt. So saugen sie jedoch weiterhin Strom; zwar nur sehr wenig, aber dafür konstant. Damit auch diese Leistungsaufnahmen nicht unentdeckt bleiben, muss der Messbereich hier sehr weit runter führen. Am besten auf 0,1 Watt.

Energiekosten-Messgerät

3. Smarthome: mehr als ein Stromverbrauchsmessgerät

Energiemessgerät Steckdose

ReVolt stellt Energiemesser her, die auf einem mobilen Display auch Temperatur und Luftfeuchtigkeit anzeigen.

Einige Messgeräte sind mehr als nur Energiezähler: So gibt es Stromkostenmessgeräte, die auch ihre Umgebungstemperatur und die Luftfeuchtigkeit wie eine kleine Wetterstation messen. AVM geht mit diversen Produkten sogar einen Schritt weiter. AVM, der sonst als Hersteller von Fritzboxen bekannt ist, hat einige Funksteckdosen im Sortiment, die als Energiemessgeräte mit Funk an den Router Anschluss finden.

Mit einer App-Anbindung kann bequem vom Mobiltelefon ein Messwert abgelesen werden. Bei Geräten deren Anschluss unzugänglich liegen, zum Beispiel hinter dem Schrank, ist ein Energiemessgerät mit Funk besonders praktisch.

Intelligente Steckdosen lassen sich auch per App oder Browser an- und ausschalten. Einige Steckdosen sind sogar programmierbar, dass sie zu bestimmten Uhrzeiten an- und ausgehen. Diese Steckdosen sind mehr als ein Energiemessgerät am WLAN, da sie die angeschlossenen Endverbraucher selbständig steuern.

Systemzwang: Smarte Steckdosen brauchen jedoch in der Regel eine Anbindung an ein Steuerungssystem. Dies kann ein Router oder ein kleiner Computer sein. Nur in seltenen Fällen funktionieren sie unabhängig. Daher sind diese Steckdosen nur bedingt als reines Stromverbrauchsmessgerät geeignet.

Pros und Contras für smarte Steckdosen als Energiekostenmesser:

  • Daten bequem vom PC oder Handy ablesbar
  • Zugang auch über Internet möglich
  • Steckdose kann Verbrauchsgerät steuern
  • Werte nicht direkt an der Steckdose ablesbar
  • nur in Verbindung mit einem Kontrollsystem (Router oder Computer) nutzbar
  • aufwendige Einrichtung
  • teuer

4. Der Experte zum Thema „Energiemessgeräte“

Jens Ehrecke Energiemessgerät

Jens Ehrecke ist Key Account Manager und Energie-Experte bei E.ON.

Wer weiß besser über Strom Bescheid und wie man ihn misst, als ein Energielieferant selber. Daher haben wir den Energie-Experten Jens Ehrecke von E.ON Energie Deutschland befragt:

4.1. Kann man mit Energiemessgeräten wirklich Geld sparen?

„Mit einem Energiemessgerät direkt lässt sich kein Geld sparen. Es bietet jedoch eine gute Orientierung und unterstützt beim Auffinden von „Energiefressern“ im eigenen Haushalt. Das heißt, dass sich energieintensive Haushaltsgeräte leicht identifizieren lassen, welche durch moderne energieeffizientere Geräte ersetzt werden können.

Energieeffizienzgeräte sind vor allem dann sinnvoll, wenn man damit hohe Einsparungen im eigenen Haushalt erzielen kann. Durch einen Tausch von verbrauchsintensiven Geräten kann man häufig am besten sparen! “

4.2. Wann und wo setzt man sie am besten ein?

„Verwenden Sie ein Energiemessgerät am besten bei den Top 5 der energieintensiven Haushaltsgeräte – zum Beispiel Waschmaschine, Wäschetrockner, Geschirrspüler, Kühlschrank und Fernsehgeräte. Hier können Sie überprüfen, ob Sie beispielsweise noch ein altes Gerät besitzen, das im Vergleich zu neuen sparsameren Geräten sehr viel Energie zieht – und ob es dann vielleicht Sinn macht, sich doch ein neues Gerät zuzulegen.“

Energiemessgerät richtig einsetzen: „In jedem Fall sollten Sie ein Energiemessgerät für einen längeren Zeitraum einsetzen. Eine Nutzung nur für drei Stunden ist in der Regel nicht sehr genau und lässt geringe Rückschlüsse zu. Besser: Lassen Sie das Energiemessgerät mindestens für einen Monat angeschlossen. Auf der Basis können Sie dann auch Ihren Jahresverbrauch hochrechnen und erhalten einen repräsentativen Wert.“

4.3. Auf welche technischen Details sollte man beim Kauf eines Energiemessgerätes achten?

„Achten Sie darauf, für welche Wattzahl das Gerät ausgelegt ist – das lässt Rückschlüsse darüber zu, wie viele Geräte Sie tatsächlich anschließen können. Wenn Sie unsicher sind, können Sie auch bei einem Elektroinstallationsbetrieb um Rat bitten.“

4.4. Nutzen Sie zu Hause selber Energiemessgeräte?

„Ich selbst nutze eine Web-App, den kostenlosen E.ON SmartCheck. Der vergleicht meinen Energieverbrauch mit dem ähnlicher Haushalte anderer Nutzer. Ohne großen Aufwand kann ich mich und meinen eigenen Verbrauch verbessern und erhalte Transparenz über meinen Energiekonsum. Außerdem gibt es dazu individuelle Energiespartipps, die auf meine Haushaltssituation abgestimmt sind und die mir helfen, Energiekosten zu sparen.“

4.5. Welchen besonderen Rat geben Sie Verbrauchern?

„Bei Energiemessgeräten können Sie üblicherweise auch den Energiepreis hinterlegen. Um Transparenz über Ihren Energieverbrauch zu erhalten oder überhaupt ein Gefühl dafür zu bekommen, wie viel ein Gerät verbraucht, können Sie beispielsweise auch einmal das Gerät nur kurz anschließen und erhalten dann die Information, wie viel Energie zum Beispiel eine Waschmaschinenladung oder ein Toast im Toaster benötigt – und was das dann schlussendlich kostet.“

Weitere Tipps zum Stromsparen ohne Energiemessgeräte gibt es in diesem Video:

5. Gegen den Strom: Kaufberatung für ein Stromkostenmessgerät

5.1. Der große und der kleine Verbrauch – Was soll gemessen werden?

Dies meint in erster Linie nicht wie genau der Energiemesser überprüft, sondern wie groß sein Fassungsvermögen für unterschiedliche Watthöhen (und -tiefen) ist. Wer nur wissen will, wie viel Strom der Staubsauger zieht, oder ob die Kühltruhe im Keller mehr Kosten produziert, als mit Tiefkühlkost eingespart wird, der wird mit einem Messgerät glücklich, das hohe Wattzahlen verträgt.

Wer sich nicht sicher ist, wie hoch die Leistungsaufnahme seiner häuslichen Elektronik ist, geht mit einem besonders großen Spektrum an messbaren Wattgrößen sicher. Dieses sollte von 0,1 bis 3.680 Watt gehen.

5.2. „The same procedure as every year“ – Wie häufig wird gemessen?

energie messgerät

Ein Energiemessgeräte Test zeigt schnell: Staubsauger sind Haushaltsgeräte mit hohem Wattbedarf.

Energie-Experte Ehrecke empfiehlt über einen langen Zeitraum zu messen, um aussagekräftige Werte zu erhalten. Dies ist entscheidend, wenn man besonders genaue Informationen über ein Haushaltsgerät haben möchte.

Somit sind Energiemesser mit vielen Anzeigemöglichkeiten im Langzeiteinsatz hilfreich. Wenn der kleine Energiemonitor auch noch Prognosen berechnen kann, können Sie Ihre Energiekosten bequem im Voraus kalkulieren.

Wer hingegen nur mal eben wissen will, ob seine Waschmaschine und weitere Geräte „Stromfresser“ sind, oder noch im Mittelfeld liegen, dem reicht auch nur eine Anzeige von Kilowattstunden.

Hierbei kann zudem getestet werden, ob alte Haushaltsgeräte defekt sind: Ein Energiemessgeräte Test offenbart, wenn Elektronik ungewöhnlich viel Leistung bezieht oder Werte ungewöhnlich schwanken.

5.3. Volle Kontrolle – Messen wie ein Profi

Das beste Energiemessgerät muss laut der Stiftung Warentest eine hohe Messgenauigkeit vorweisen. 2009 kürte die Stiftung Warentest in ihrem Energiemessgeräte Test ein Gerät von Conrad zum Testsieger. Doch im produktiven Einsatz konnte der Energiemessgerät Testsieger viele Nutzer bei Amazon nicht überzeugen.

Messgenauigkeit ist gefragt, wenn der Verbrauch auf den Cent genau berechnet werden soll. Dies ist besonders wichtig, falls mit dem Messgerät Prognosen für das kommende Jahr gemacht werden. Bereits eine kleine Messabweichung verfälscht Ergebnisse stark, wenn auf ein Jahr hochgerechnet wird.

5.4. Messen mit Hindernissen – Wo sitzt das Messgerät?

Energiemessgerät Steckdose

Bei hellen Displays sind Tarife in dunklen Ecken leichter abzulesen.

Da Energiemessgeräte eine Steckdose brauchen, sind sie nicht immer gut zugänglich. Im Altbau sind Steckdosen häufig rar gesät und so mancher Anschluss ist in einem dunklen Winkel oder hinter einem großen Schrank versteckt.

Wer also unter die Anrichte kriechen muss, um den Verbrauch abzulesen, der freut sich über ein beleuchtetes Display.

Wem das Ablesen trotz hellem und großem Display zu akrobatisch wird, der kann den Energiemesser auch abziehen. In dieser Variante muss der Messer einen internen Akku haben, um die Werte jenseits vom Stromnetz zu speichern.

Ein mobiles Display oder ein Zugriff auf das Energiemessgerät per Smartphone, vereinfacht das Überprüfen ungemein.

Da für die jüngsten Hausbewohner die Steckdose unter der Anrichte jedoch leicht zu erreichen sind, ist es von Vorteil, wenn gerade diese Energiemessgeräte auch eine Kindersicherung mit sich bringen.

5.5. Kontrollzwang bringt Systemzwang

strommessgerät

Mit einer intelligenten Steckdose lassen sich nicht nur Stromkosten messen, sondern Lampen und andere Geräte auch fernsteuern.

Wenn Stromsparen zum Teil eines ganzheitlichen Spar-Konzeptes wird, dann reichen die bloßen Werte von klassischen Energiekostenmessgeräten nicht aus. Bei dieser Anwendung sind smarte Steckdosen gefragt, wie zum Beispiel die von AVM mit Anbindung an den Fritzbox-Router.

Auf diese Weise lassen sich im Smarthome dann nicht nur die Werte vom Handy ablesen, sondern gegebenenfalls auch mit einer Reaktion der Steckdose kombinieren. So ist es möglich, dass der Energiemesser bei einem bestimmten Verbrauchswert die Stromverbindung kappt. Damit hat der Nutzer die volle Kontrolle und kann Kosten gezielt bremsen. Smarte Steckdosen sind aber immer an ein System gekoppelt – bei AVM ist es die Fritzbox. Bei einigen Smarthome-Systemen werden übrigens sogar Heizkörper miteinbezogen.

6. Hersteller und Marken

Conrad und Brennenstuhl werden häufig als hochwertige Marken für Energiemesser gehandelt. In unserem Energiemessgerät Vergleich haben wir uns jedoch weniger auf Hersteller und Marken konzentriert, als auf die tatsächliche Leistung der kleinen Stromüberwacher. Ein günstiges Energiemessgerät muss nicht zwingend schlechter sein als ein Markenprodukt.

Gut funktionierende Stromkostenmessgeräte gibt es bei Amazon schon ab 10 Euro. Für oberflächliche Messungen reichen diese Geräte meist aus. Wer präzisere Ergebnisse und ein größeres Mess-Spektrum braucht, bewegt sich in einem Preisniveau ab 30 Euro.

Zur Übersicht hier einige Hersteller:

  • AVM
  • Brennenstuhl
  • Conrad
  • ChiliTec
  • Eco-Trading
  • ELV
  • Floureon
  • Gardigo
  • GreenBlue
  • Hama
  • Intertek
  • LogiLight
  • Magicfly
  • MultiDepot
  • Revolt
  • RevRitter
  • Technoline
  • Tevigo
  • Trotec
  • Wattmeter
  • Xavax
  • X4-Life

7. Energiemessgeräte zum Leihen

Wer jedoch kein Energiemessgerät kaufen will, oder sich unsicher ist, ob das etwas für ihn ist, der kann sich ein solches Gerät auch leihen. Laut der Stiftung Warentest verleihen Baumärkte, Stromanbieter und Verbraucherzentralen Energiekostenmessgeräte. Wo es welche Verleihstellen gibt, zeigt eine Homepage der Initiative No-Energy.

Jedoch verleihen diese Stellen Messgeräte nur für eine Woche. Für hinreichende Messergebnisse rät Energie-Experte Ehrecke jedoch, dass mindestens einen Monat lang gemessen werden sollte. Somit ist der Verleih-Zeitraum nur gut, um ein solches Messgerät mal aus der Nähe im Einsatz zu erleben.

Kommentare (2)
  1. Dieter Schulz sagt: 13. Juli 2016, 18:02 Uhr

    Hallo, beeinflusst die Stromversorgung vom Energiemessgerät nicht auch die eigene Messung?

    Gruß
    DS

    Antworten
    1. Vergleich.org sagt: 13. Juli 2016, 18:09 Uhr

      Sehr geehrter Herr Schulz,

      vielen Dank für Ihre Frage zu unserem Energiemessgerät Vergleich.

      Zum Einen ist der Verbrauch der Messgeräte so gering, dass er kaum ins Gewicht fällt. Zum Anderen sind die meisten Geräte so eingestellt, dass sie in der Regel ihren Eigenbedarf über einen Akku versorgen.
      Ansonsten werden sie den Eigenbedarf vermutlich in ihre Berechnung miteinbeziehen.

      Viel Erfolg beim Stromsparen!
      Ihr Vergleich.org-Team

      Antworten
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