
Die Arbeitsfläche bei Doppelschleifern stellt die breite Seite des Schleifsteins dar, an der das Werkstück angelegt und abgeschliffen wird. Dabei haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Schleifstein-Kategorien. Jeder Stein besteht aus drei Hauptkomponenten:
- Schleifkörnern
- Poren
- Bindung
Diese drei Komponenten entscheiden darüber, für welche Einsatzzwecke sich ein bestimmter Schleifstein eignet. Der wohl wichtigste Faktor beim Kauf eines Schleifsteins ist das Schleifmittel. Die Schleifkörner eines Schleifsteins müssen sehr hart sein, damit der Abtragungseffekt am Werkstück stattfindet und sich nicht nur einfach das Schleifmittel abnutzt. Aus diesem Grund werden ausschließlich sehr harte Materialien wie Korund, Siliciumcarbid oder Diamant für die Herstellung verwendet.
Das am häufigsten verwendete Schleifmittel ist Korund, ein sehr hartes Mineral, das aufgrund seines häufigen Vorkommens sehr günstig ist. Je härter das Material ist, umso effektiver kann das Werkstück abgeschliffen werden und je größer die Körner sind, umso grobkörniger ist der Schleifstein und umso besser ist die Abtragungswirkung am Werkstück.

Die Bindung hält die Schleifkörner des Schleifsteins zusammen und bestimmt die Härte des Steins. Häufig werden hierzu Keramik, Kunstharz, galvanische Verbindungen und in seltenen Fällen sogar Metall verwendet. Das macht die Schleifscheiben auch robuster als beispielsweise ein Schleifband.
Die Größe und die Menge der Poren richten sich vor allem nach der Korngröße. Je größer die Körner sind, umso größer sind auch die Poren. Schleifsteine mit einem hohen Porenvolumen tun sich durch eine besonders große Abtragleistung hervor. Diese entsteht, weil der grobkörnige Schleifstein sehr porös ist, wodurch beim Schleifen nicht so viel Wärme entsteht wie bei einem feinkörnigen Schleifstein. Dieser sogenannte „kalte Schliff“ erhöht den Materialabtrag. Feinkörnige Schleifsteine haben weniger Porenvolumen als ihre grobkörnigen Pendants und eignen sich eher für den Feinschliff an bereits grob vorgeschliffenen Werkstücken.

Wie wir hier erkennen können, bietet der Hersteller dieses Femi-Doppelschleifers und Polierers „36H“ auch Produktvarianten mit anderen Ausstattungen an.
Für welche Art von Schleifstein sollten Sie sich also nun entscheiden? Unsere Empfehlung: Wählen Sie einfach beide Typen! Doppelschleifmaschinen eignen sich durch ihren Aufbau mit zwei Schleifsteinhalterungen ideal fürs Vor- und Nachschleifen. Indem Sie sowohl einen groben als auch einen feinen Schleifstein für Ihren Doppelschleifer kaufen und auf je einer Seite des Doppelschleifers anbringen, haben Sie jederzeit die Möglichkeit, sowohl einen groben Schliff als auch einen Feinschliff auszuführen. Viele Doppelschleifer-Tests und auch die Hersteller bekannter Marken wie Güde (Doppelschleifer und Bandschleifer im Sortiment) werden Ihnen in deren Kaufberatungen zu derselben Vorgehensweise raten.

Wir meinen, dieser Femi-Doppelschleifer und Polierer „36H“ ist eine gute Option für alle, die nicht nur Schleifen, sondern auch Polieren möchten.
Videos zum Thema Doppelschleifer
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Sollte man an einer Schleifmaschine Handschuhe tragen oder nicht?
Lieber Leser,
ob Sie Handschuhe anziehen oder nicht, liegt ganz in Ihrem Ermessen. Beides hat seine Vor- und Nachteile.
Bei einer Bearbeitung von Metall sind Handschuhe beispielsweise unerlässlich, da beim Schleifen Hitze entsteht, die durch das Werkstück weitergeleitet wird. Allerdings birgt das Tragen von Handschuhen auch ein erhöhtes Risiko, da Sie mit dem Stoff Gefahr laufen, an der Maschine oder dem rotierenden Schleifstein hängen zu bleiben.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Vergleich.org-Team