Das Wichtigste in Kürze
  • Der Band- und Tellerschleifer ist ein stationäres Elektrogerät, das in keiner Werkstatt fehlen darf. Besonders wer gerne mit Holz arbeitet, kommt mit diesem Kombigerät auf seine Kosten, da es sich sowohl zur Holz- als auch zur Metallverarbeitung einsetzen lässt.
  • Ein Motor mit hoher Aufnahmeleistung treibt Schleifteller und Schleifband meist mit besonders hohen Geschwindigkeiten an. Mit dem richtigen Schleifzubehör kann so auch Metall bearbeitet werden.
  • Schleifmaschinen mit einem Materialtisch ermöglichen ein bequemes und genaues Arbeiten, besonders wenn die Neigung des Tisches individuell einstellbar ist.
Band- und Tellerschleifer-Test: Wo gerarbeitet wird, fallen Spähne. Beosnders beim Glätten und Schleifen entsteht unmengen an Holzstaub.

Eine staubige Werkbank kennt wohl jeder, der zu Hause selber gerne mit Holz arbeitet. Besonders beim Schleifen und Glätten kann es zu einer massiven Staubentwicklung kommen. Sowohl teure als auch günstige Band- und Tellerschleifer sollten über einen Ansaugstutzen verfügen, an dem Sie einen Staubsauger installieren können. Ade zu übermäßigem Staub.

Das Arbeiten am eigenen Haus ist mittlerweile mehr als nur ein Hobby. So gelten die Deutschen als typische Heimwerker, die im eigenen Haus gerne selbst Hand anlegen. Mit einem Stand-Band-Tellerschleifer, der einen festen Platz auf Ihrer Werkbank findet, schleifen und glätten Sie Werkstücke aus verschiedenen Materialien.

Dank eines integrierten Ansaugstutzens am Band- und Tellerschleifer besteht die Möglichkeit, einen Nass- und Trockensauger am Schleifgerät anzuschließen. Damit bleibt Ihre Werkstatt auch nach einem langen Tag sauber. Nichtsdestoweniger sollten Sie während der Arbeit mit einem Elektrowerkzeug auf die nötige Sicherheit in Form von Sicherheitsbrille, Handschuhen und Atemschutz achten.

Damit Sie neben Holz auch härteres Material wie Metall bearbeiten können, sollte der Band- und Tellerschleifer genug Motorleistung unter der Haube haben. So ist auch das Werkeln mit Metall kein Problem mehr.

Wir zeigen Ihnen in unserer Kaufberatung zum Band- und Tellerschleifer Vergleich 2020 außerdem, auf welche Kriterien Sie neben der Motorleistung achten müssen, um den besten Band- und Tellerschleifer zu kaufen und die Ausstattung Ihrer Werkstatt zu vervollständigen.

1. Lässt sich Metall dank kraftvollem Motor bearbeiten?

Band-und-Tellerschleifer-Test: Sie können Messer und Werkzeuge aus Metall selber schärfen.

Ein potenzieller Band- und Tellerschleifer Testsieger sollte leistungsstark sein, damit Sie selbst Ihre Werkzeuge und Messer schleifen können. Achten Sie nur auf das richtige Schleifpapier.

Ein Band- und Tellerschleifer sollte mit einem besonders kräftigen Motor ausgestattet sein. So ist es Ihnen möglich, neben Weichholz auch dichteres Material, wie Hartholz und sogar Metall, zu schleifen.

Des Weiteren darf die Schleifmaschine nicht stoppen, sollten Sie das Werkstück mit hohem Druck gegen die Schleifmaschine drücken. Ansonsten kann immer nur schrittweise wenig Material abgetragen werden. Das ist auf Dauer unsinnig und nicht zweckmäßig.

Um Metall zu schleifen, benötigen Sie anderes Schleifpapier als zur Bearbeitung von Holz. Das Schleifpapier für Metall verfügt über eine P- bis Z-Körnung. Diese ist besonders hart und eignet sich bestens zur Bearbeitung von Metall, wie Titan und Stahl.

Bei der Metallbearbeitung beginnt man für gewöhnlich mit einer 40er Körnung und arbeitet dann mit immer feineren Körnungen. Ein Schleifpapier mit einer 1.000er Körnung wird zum Polieren von Metall verwendet.

Für die Bearbeitung von Holz greifen geübte Handwerker auf Bänder zurück, deren Körnung zwischen 80 und 400 liegt.

Schliff Körnung Verwendung
grob 6 – 30 Entfernen von Leim- und Farbschichten
mittel 36 – 80 Vorschleifen
fein 100 – 180 Feinschleifen
sehr fein (Holz) 220 – 400 Finish von Holz vor dem Lackieren/ Ölen
sehr fein (Metall) 400 – 1.000 Polieren von Metall
Quelle: hausjournal.net

Wir empfehlen Ihnen, dass der Stand-Band-Tellerschleifer über eine Aufnahmeleistung des Motors von mindestens 370 Watt verfügt. Zwar wird damit nicht die tatsächliche Motorleistung angegeben, potenziell kräftige Motoren haben jedoch häufig hohe Wattaufnahmen.

Möchten Sie den Band- und Tellerschleifer jedoch auch zum Säubern und Schärfen von Messern und Werkzeugen nutzen, sollten Sie auf eine Aufnahmeleistung von mindestens 550 Watt achten.

2. Kombigerät: Die Bandschleifmaschine

2.1. Fixer Materialabtrag durch schnelles Schleifband

Mit einem Band-und-Tellerschleifer schleifen Sie Metall, Holz und Kunststoff.

Band- und Tellerschleifer Test: Mit einem Schleifband, das mit einer Geschwindigkeit von mindestens 7,5 m/s läuft, schleifen Sie nicht nur Holz, sondern auch Werkstücke aus Metall.

Je schneller sich das Schleifband dreht, desto schneller tragen Sie Material ab. Natürlich müssen Sie hier auch auf den Anpressdruck des Werkstücks auf das Band achten, denn auch hier gilt: je mehr Druck, desto mehr Abtrag.

Metall ist ein sehr dichter Werkstoff und kann oft nur bei hohen Band-Geschwindigkeiten abgetragen werden. Titanlegierungen und Stahl schleifen Sie mit Bänder-Geschwindigkeiten zwischen 5,0 und 18,0 m/s. Diese Geschwindigkeiten reichen also aus, um Messer oder einfaches Werkzeug zu schleifen.

Um Holz zu schleifen, benötigen Sie hingegen eine Schleifmaschine, deren Band mit etwa 5 m/s läuft. Möchten Sie jedoch auch Werkstücke aus Hartholz oder Kunststoff bearbeiten, sollte die Schleifmaschine mit mindestens 7,5 m/s laufen.

Wer demnach den stationären Stand-Band-Tellerschleifer nutzen möchte, um sowohl Metall als auch Holz und andere Materialien zu schleifen, sollte beim Kauf darauf achten, dass das Band der Schleifmaschine mit mindestens 7,5 m/s läuft.

Möchten Sie die Tisch-Schleifmaschinen ausschließlich zum Bearbeiten von Holz nutzen, reicht eine Geschwindigkeit von 5,0 m/s.

2.2. Winkel mithilfe des Materialtisches schleifen

Die hier vorgestellten Band- und Tellerschleifer können in zwei Kategorien unterschieden werden Zum einen in die Schleifer, die über einen neigbaren Materialtisch am Schleifarm verfügen, zum anderen in die, deren Schleifarm angewinkelt werden kann.

Bandschleifer Merkmale
Band-und-Tellerschleifer mit festem Schleifarm und neigbaren Materialtischen.
  • stationärer Schleifarm
  • neigbarer Materialtisch am Band- und Tellerschleifer
Band-und-Tellerschleifer mit neigbarem Schleifarm und stationären Materialtischen.
  • neigbarer Schleifarm
  • stationärer Materialtisch an der Oberseite des Schleifarms
  • neigbarer Materialtisch am Tellerschleifer

Um den Materialtisch in den richtigen Winkel zu bringen, lösen Sie einfach die Feststellschraube und bewegen Sie den Tisch in den gewünschten Winkel. Orientieren Sie sich dabei an der Skala am Materialtisch. Damit stellen Sie immer den richtigen Winkel ein und bearbeiten Ihr Werkstück passgenau.

Schraube lösen, Winkel einstellen und schon passts.

Das Verstellen des Materialtisches ist einfach. Lösen Sie die Feststellschraube und orientieren Sie sich nach der Skala am Tisch.

Besonders für Holzarbeiten oder für das Schleifen von Messern ist das winkelgenaue Einstellen des Tisches wichtig. Damit ist das Schleifen eines falschen Winkels unmöglich und das Werkstück passt immer wie maßgeschneidert.

Auch bei einer Schleifmaschine mit verstellbarem Schleifarm besteht ebenfalls die Möglichkeit einen Winkel in das Werkstück zu schleifen. Anders als beim Schleifer mit neigbarem Materialtisch wird der Winkel hier über den Schleifarm eingestellt.

Nutzen Sie den Stand-Band-Tellerschleifer besonders für den Innenausbau oder zur Herstellung von Möbeln, müssen die geschliffenen Winkel immer perfekt sein. Um herauszufinden, ob Sie lieber einen Bandschleifer mit neigbarem Schleifarm oder Materialtisch beim Arbeiten bevorzugen, sollten Sie vor dem Kauf einen band- und Tellerschleifer Test im Handwerkermarkt Ihres Vertrauens durchführen.

3. Kombigerät: Die Tellerschleifmaschine

3.1. 20-cm-Teller ermöglicht Schleifen von größeren Werkstücken

Ob große oder kleine Arbeitsstücke, mit einem Tellerschleifer ist das kein Problem.

Am Tellerschleifer können Sie sowohl große als auch kleine Stücke bearbeiten. Wo der Bandschleifer oft zu sperrig ist, bietet sich das Arbeiten am Tellerschleifer an.

Eine stationäre Tisch-Schleifmaschine verfügt neben dem Bandschleifer auch über einen Tellerschleifer. Der Tellerschleifer wird traditionell zum Glätten von Werkstücken genutzt, kann aber auch sehr gut zum Vorschleifen, Winkeln und Abrunden genutzt werden.

In Kombination mit dem Bandschleifer ist es Ihnen so möglich, sowohl kleine als auch große Werkstücke optimal zu bearbeiten.

Um immer das beste Schleifergebnis zu erzielen, sollte der Schleifteller einen Durchmesser von mindestens 20 cm aufweisen. Sonst müssen Sie oft die Position des Werkstücks am Schleifteller ändern, um ein gleichmäßiges Schleifergebnis zu erzielen.

Wer den Schleifteller jedoch hauptsächlich zum Bearbeiten von kleineren Stücken, zum Beispiel für den Modellbau, nutzt, kann ohne schlechtes Gewissen auf eine Schleifmaschine mit einem 150 cm großen Schleifteller zurückgreifen.

Vor- und Nachteile eines großen Schleiftellers:

  • große Werkstücke verarbeiten
  • fragile und kleine Stücke bearbeiten
  • erhöhtes Eigengewicht
  • oft sperrig

3.2. Winkel einstellen und bequem arbeiten

Arbeitstisch anwinkeln und schon kann es los gehen.

Band-und Tellerschleifer Test: Der Arbeitstisch des Tellerschleifers lässt sich insgesamt um 90° nach unten und oben schwenken. So können alle gängigen Winkel für Holzverbindungen schleifen.

Ähnlich der Neigbarkeit des Materialtischs beim Bandschleifer sollte der Arbeitstisch am Tellerschleifer neigbar sein. Da am Tellerschleifer oft Präzisionsarbeiten vorgenommen werden, sollte der Arbeitstisch um 45° neigbar sein und über einen Winkelanschlag verfügen.

Entschließen Sie sich zum Kauf eines Kombigeräts, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass das Schleifgerät über einen neigbaren Arbeitstisch am Tellerschleifer verfügt. Um besonders genaue Ergebnisse zu erzielen, darf der Winkelanschlag nicht fehlen.

Das Fertigen von Bilderrahmen, Modellen und anderen fragilen Werkstücken ist damit kein Problem mehr. Das Nutzen eines Winkelanschlags erlaubt ein besonders genaues Arbeiten. Damit passt am Ende alles so, wie es soll.

Achten Sie jedoch darauf, dass Sie immer mit der Drehrichtung des Tellers arbeiten, da das Werkstück so an den Arbeitstisch gepresst wird. Arbeiten Sie gegen die Drehrichtung, besteht die Gefahr, dass das Werkstück durch die Rotationskraft des Schleiftellers weggeschleudert wird.

4. Verhindern Absaugstutzen übermäßige Staubentwicklung?

Ein Adapter schafft Abhilfe

Schließen Sie einen Adapter zwischen Schleifmaschine und Staubsauger ein, damit auch Ihr alter Werkstattsauger auf den Ansaugstutzen des Band- und Tellerschleifers passt. Finden Sie keinen Adapter, hilft auch Gewebeklebeband, so Stiftung Warentest und Ökotest.

Nach einem langen Arbeitstag ist es oft mühsam, die Werkstatt aufzuräumen und zu säubern, besonders wenn jede Oberfläche mit einer feinen Schicht aus Staub und Spänen bedeckt ist.

Verfügt Ihre Band- und Tellerschleifmaschine jedoch über einen Staubsaugeranschluss, besteht die Möglichkeit, einen Staubsauger an die Maschine anzuschließen.

Neben Ihrer Werkstatt bleibt auch die Atemluft angenehm sauber; die Atemwege, Nase und Augen bleiben frei von Staub, was Ihrer Gesundheit auf Dauer deutlich zugunsten kommt.

5. Sind Band- und Tellerschleifer dank hohem Eigengewicht besonders stabil?

Stabil dank hohem Eigengewicht.

Ein hohes Eigengewicht stabilisiert den Band- und Tellerschleifer. So wackelt er auch während der Arbeit nicht. Bei Aldi und Co. finden Sie nur leichte Modelle.

Ein Kombigerät aus Band- und Tellerschleifer ist stationär. Das heißt, dass die Schleifmaschine auf Ihrer Werkbank steht und Sie das Holz zum Gerät führen.

Damit beim Schleifen nichts wackelt, schlagen einige Hersteller und Marken, wie Scheppach, vor, den Band- und Tellerschleifer mit Ihrer Werkbank zu verschrauben. Möchten Sie das nicht, sollte das Gerät mindestens 20 kg schwer sein. So stabilisiert das Eigengewicht den Stand-Band-Tellerschleifer.

Das Eigengewicht presst dabei die Schleifmaschine an die Werkbank und die Schwingbewegung des Teller- und Bandschleifers werden gekontert.