Das Wichtigste in Kürze
  • Die besten Laubsauger mit Akku lassen sich mittels Knopfdruck in einen Laubbläser umfunktionieren. Das ist besonders bei großen Laubmengen von Vorteil, die nicht in den Fangsack des Laubsaugers passen würden.
  • Der Fangsack eines Laubsaugers sollte mindestens über ein Fassungsvermögen von 30 Litern verfügen. So müssen Sie die Arbeit nicht unnötig oft wegen der Ausleerung unterbrechen.
  • Damit Sie Ihren Akku-Laubsauger optimal handhaben können, verfügen viele Exemplare über einen Tragegurt und einen Zweihandgriff. Diese ermöglichen es Ihnen, auch schwerere Geräte zuverlässig und ohne Ermüdungserscheinungen handhaben zu können.

Akku-Laubsauger Test

So schön der Herbst als Jahreszeit auch ist, bringt er doch ganz besonders für Besitzer eines Grundstückes oder Gartens eine Menge Arbeit mit sich. Regelmäßig müssen Rasenflächen von gefallenem Laub befreit werden, aber netzbetriebene Laubsauger sind leider unhandlich und sehr schwer zu handhaben.

Akku-Laubsauger sind eine gute Ergänzung zu den großen Geräten. Durch die sehr begrenzte Betriebszeit eignen sich Akku-Laubsauger perfekt für die Reinigung von kleinen Flächen wie Vorgärten, Terrassen und Einfahrten. Vergleich.org verrät in der Kaufberatung zum Akku-Laubsauger-Vergleich 2020, worauf Sie beim Kauf eines Akku-Laubsaugers Wert legen sollten und warum sich die meisten Laubsauger ohne Weiteres auch in einen Laubbläser umfunktionieren lassen.

1. Wie groß sollte das Fassungsvermögen des Fangsackes sein?

Das Volumen des Fangsackes ist eines der wichtigsten Dinge, auf die Sie achten sollten, bevor Sie einen Akku-Laubsauger kaufen. Trotz der durch den Akku limitierten Betriebszeit empfiehlt Vergleich.org, dass der Fangsack ein Fassungsvermögen von mindestens 30 Litern haben sollte. Säcke mit einem Volumen von über 40 Liter sind allerdings auch nur in Ausnahmesituationen sinnvoll. Durch die begrenzte Laufzeit der sich schnell entleerenden Akkus ist kaum ein Akku-Laubsauger in der Lage, einen so großen Fangsack mit angesaugtem Laub zu füllen.

Mann mit Harke, Gartenarbeit im Herbst

Die Anschaffung eines Elektro-Laubsaugers erspart Ihnen die zeitaufwändige Arbeit im Garten mit Harke und Müllsäcken.

Für die Bearbeitung eines Gartens oder weitläufiger Rasenflächen empfehlen wir Ihnen daher Geräte mit einer langen Betriebszeit, die nicht von der Kapazität eines Akkus abhängig sind. Werfen Sie dazu doch einen Blick in unseren Laubsauger-Vergleich, wo Sie netzbetriebene Geräte finden. Damit Sie nicht mehr von vorgegebenen Kabellängen limitiert werden, empfehlen wir Ihnen außerdem, sich im Kabeltrommel-Vergleich von Vergleich.org eine passende Verlängerung zu beschaffen. Während die großen und leistungsstarken Laubsauger für die Grundreinigung eingesetzt werden, eignen sich Akku-Laubsauger hervorragend fürs tägliche Nachsaugen, das nicht viel Zeit in Anspruch nimmt.

2. Lassen sich leichte Akku-Laubsauger besser handhaben?

Das Gewicht eines Akku-Laubbläsers hat große Auswirkungen auf die Art und Weise, wie Sie das Gerät handhaben. Die besten Akku-Laubsauger sollten nicht mehr als drei Kilogramm wiegen, damit Sie das Gerät ohne Probleme über die komplette Betriebsdauer hinweg verwenden können.

Es gibt deutlich schwerere Modelle, und das macht sie freilich nicht automatisch schlecht. Aber unterschätzen Sie nicht das Gewicht, ob sie das Gerät nun frei mit den Armen tragen oder es per Tragegurt an Ihrem Torso hängt. Daher empfehlen wir den meisten Nutzern Akku-Laubsauger mit einem Gewicht von maximal vier Kilogramm.

Um ein Gefühl für die verschiedenen Griffarten und das Gewicht eines Akku-Laubsaugers zu bekommen, können Sie die Geräte in einem Baumarkt Ihrer Wahl – beispielsweise OBI, Hornbach oder Hellweg – schon einmal in die Hand nehmen und testen. Halten Sie in unserer Tabelle auch Ausschau nach besonders günstigen Akku-Laubsaugern und zeitlich begrenzten Angeboten. So unterbieten Sie in der Regel die Preise, die Ihnen im Baumarkt winken.

Besonders im Herbst sind in vielen Gebieten Deutschlands zusätzliche Fahrzeuge der zuständigen Stadtreinigungen unterwegs, die Säcke mit Altlaub einsammeln, welches häufig noch als Brennstoff verwendet wird. Stellen Sie die gefüllten Laubsäcke neben die Mülltonnen oder für die Sammelfahrzeuge gut sichtbar an den Straßenrand. Bei Drogerien wie Rossmann oder dm erhalten Sie außerdem umweltfreundliche Mülltüten, die sich gut zum Befüllen mit Altlaub eignen.

Laubsauger Fahrzeug Straßenreinigung

3. Welche Akku-Laubsauger sind energiesparend?

Die meisten handelsüblichen Akku-Laubsauger bieten Ihnen die Möglichkeit, die Saugstärke des Gerätes zu regulieren. Dabei wird zwischen zwei Kategorien der Regulierung unterschieden:

  • Stufenregulierung
  • stufenlose Regulierung

Während bei der Stufenregulierung werksseitig vorgeschriebene Betriebsstufen für den Motor vorgegeben werden, können Sie bei der stufenlosen Regulierung mit der Hilfe eines Drehrads oder eines Schiebereglers die Saugstärke frei wählen.

Akku-Laubsauger-Tests empfehlen Geräte mit stufenloser Regulierung, da die Leistung den Gegebenheiten angepasst werden kann. Wenn das Laub durch Morgentau oder Regen feucht ist, benötigen Sie eine höhere Leistung, um das Laub aufsaugen zu können. Saugen Sie deswegen Laub am besten an trockenen Tagen. So lässt sich das Laub leichter und mit weniger Energieaufwand aufsaugen. Wenn Sie die Leistung genau den äußeren Umständen anpassen, können Sie die begrenze Betriebszeit verlängern und so effektiver nutzen.

Vor- und Nachteile eines stufenlos geregelten Akku-Laubsaugers:

  • energiesparend, längere Akkulaufzeit
  • geringer Lärmpegel
  • Anpassungen mitunter öfter erforderlich

4. Laubhäcksler verringern die Kompostierzeit von Gartenabfällen

Laubsauger mit Häcksler – nützlich oder schädlich?

Nutzinsekten GartenWie die Stiftung Warentest im Test von Akku-Laubsaugern und anderer Laubsauger-Arten verriet, sind Laubsauger mit Häcksler zwar aufgrund der Platzersparnis beliebt, allerdings ist die Funktion nicht unumstritten. So bemängeln Naturschützer beispielsweise, dass durch die kräftigen Sauggebläse nicht nur Laub zerkleinert wird, sondern auch Kleintiere wie beispielsweise Käfer zu Schaden kommen.

Hochwertige Geräte verfügen über einen integrierten Laubhäcksler. Dieser zerkleinert die angesaugten Gartenabfälle, wodurch mehr Laub im Fangsack Platz findet, da das Volumen des Gartenabfalls verringert wird.

Ein weiterer Nebeneffekt des integrierten Häckslers ist, dass die Kompostierzeit für das Laub verringert wird. Ein netter Nebeneffekt, wenn Sie zu Hause Kompost verwenden, um nährstoffreiche Erde herzustellen.

Profi-Tipp: Überflüssiges Laub, das Sie im Herbst von Ihrem Rasen und anderen Flächen entfernen, kann genutzt werden, um den Nährstoffgehalt Ihres Bodens zu erhöhen.

Verteilen Sie das mit dem Akku-Laubsauger eingesammelte Laub dazu unter Büschen oder Hecken. So steigern Sie den Humusgehalt des Bodens und bieten gleichzeitig Kleintieren wie Igeln oder Insekten einen Überwinterungsplatz.

5. So gut wie alle Laubsauger lassen sich auch als Laubgebläse verwenden

Die meisten Akku-Laubsauger lassen sich mittels eines einfachen Tastendrucks in einen Laubbläser umfunktionieren. Dabei benötigen Sie keinen Fangsack. Der Vorgang ist sehr simpel. Die Luftrichtung des Gerätes wird umgekehrt und die sonst eingesaugte Luft wird aus dem Saugrohr ausgestoßen. Diese Funktion ist besonders nützlich, wenn Sie es mit Laubmengen zu tun haben, die die Kapazität des Auffangsackes übersteigen. So können Sie das Laub in großen Haufen sammeln und diese dann direkt in Mülltüten oder auf den Kompost geben.

Die Blasgeschwindigkeit der Geräte variiert je nach Leistungsfähigkeit des Motors. Vergleich.org empfiehlt, auf Akku-Laubsauger mit einer Blasgeschwindigkeit von mindestens 150 km/h zurückzugreifen. Für wirklich hohe Leistungsstufen, wie sie beispielsweise bei nassem Laub benötigt werden, empfehlen sich sogar Geräte mit Blasgeschwindigkeiten von über 200 km/h. Allerdings ist diese Funktion bei Geräten, die hauptsächlich als Laubsauger vewendet werden, eher zweitrangig und daher nicht relevant für Ihre Kaufentscheidung. Werfen Sie doch einen Blick in unseren Akku-Laubbläser-Vergleich, falls Sie auf der Suche nach einem klassischen Laubsauger sind.

Laubsauger-Aufbau (mit Auffangsack) Laubbläser-Aufbau (ohne Auffangsack)
Laubsauger Laubgebläse

6. Warum die Akku-Spannung nichts über die Leistungsfähigkeit eines Gerätes aussagt

Wenn es um die Akku-Spannung geht, sollten Sie sich nicht von Herstellern bzw. deren Geräten mit hoher Spannung in die Irre führen lassen. Besonders die Produzenten von billigen Geräten werben gerne mit hoher Spannung, von der Sie allerdings nicht direkt auf die Leistungsfähigkeit eines Gerätes schließen können. Wie hoch die Spannung für ein Gerät sein sollte, hängt davon ab, wie viel Spannung notwendig ist, um den Motor des Gerätes zu betreiben. Bei Akku-Laubbläsern reichen hierzu in den meisten Fällen 36-V-Akkus aus. Höhere Spannung steigert die Leistungsfähigkeit des Gerätes nicht nennenswert, die entsprechenden Akkus sind allerdings deutlich teurer als 36-Volt-Akkus. Deswegen empfehlen wir 36-V-Geräte wegen Ihres guten Preis-Leistungs-Verhältnisses.

Herbst Igel Laubhaufen

Kleintiere wie Igel verbringen gerne Ihren Winterschlaf in Laubhaufen.

Für die Inbetriebnahme eines Akku-Laubbläsers wird relativ viel Energie benötigt. Das bedeutet, dass die Geräte eine geringe Betriebszeit haben, weil die Akkus sich schnell entleeren. Aus diesem Grund sind die Geräte auch eher als Ergänzung zu einem vollwertigen netzbetriebenen Gerät gedacht und können dieses keinesfalls ersetzen. Für kleine Flächen wie Vorgärten oder Terrassen, die sich in 10 – 15 Minuten reinigen lassen, sind Akku-Laubsauger also ideal. Bei größeren Rasenflächen oder kompletten Gärten raten wir Ihnen allerdings eher zum Kauf eines Benzin-Laubsaugers oder eines netzbetriebenen Laubsaugers.

7. Akkus und Ladegeräte müssen häufig zusätzlich zum Gerät gekauft werden

Bei einigen Herstellern und Marken wie Makita, Stihl oder Bosch sind der Akku bzw. die Akkus und das Aufladegerät für den Laubsauger mit im Lieferumfang enthalten. So sparen Sie sich unnötige Mehrkosten durch den Nachkauf des Zubehörs. Dieses Kriterium sollte bei Ihrer Kaufentscheidung allerdings eher eine untergeordnete Rolle spielen, da einige der besten Akku-Laubsauger ohne Akku und Aufladegerät geliefert werden. Diese können leicht beim Hersteller zusätzlich angefordert werden.

8. Tragegurte und Zweihandgriffe erleichtern Ihnen die Handhabung und ermöglichen ergonomisches Arbeiten

Selbst schwere Geräte mit einem Gewicht von über drei Kilogramm lassen sich mit der Hilfe von einem Zweihandgriff und einem Tragegurt leicht handhaben. Mit dem Tragegurt können Sie sich den Akku-Laubsauger über die Schulter hängen und auf diese Weise Ihren Rücken entlasten, was besonders bei längeren Arbeitsgängen sehr erleichternd ist.

Zusätzlich gibt es verschiedene Typen von Zweihandgriffen, die es Ihnen erlauben, den Laubsauger mit zwei Händen zu führen. Dabei ist meist an der Oberseite des Gerätes vor dem ersten Griff ein zweiter Griff oder Knauf angebracht, sodass sowohl Linkshänder als auch Rechtshänder in der Lage sind, ihren persönlichen Akku-Laubsauger Testsieger beidhändig zu verwenden.

Laubgebläse