Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Leitungssucher ist ein Werkzeug, mit dem Sie Stromkabel, Wasserleitungen, Metall oder sogar Holz in einer Wand aufspüren können. Das Gerät zeigt Ihnen an, ob Sie gefahrlos mit der Bohrmaschine ein Loch in die Wand bohren können, um z.B. ein Bild oder ein Regal aufzuhängen.
  • Die Preisspanne für Leitungssucher ist sehr groß: Ein günstiges Modell kann lediglich Leitungen mit Wechselstrom wahrnehmen; hochwertige Produkte für mehr als 100 Euro sind zudem in der Lage, selbst nicht metallische Materialien exakt zu lokalisieren.
  • Einige Leitungssucher werden als Multidetektoren verkauft. Das bedeutet, Sie das Gerät z.B. als Spannungs- oder Durchgangsprüfer verwenden. So lassen sich Kabelbrüche leicht finden und reparieren.

Leitungssucher Test

Bosch Gerät Kabel

Wer mit dem Leitungssucher Kabel in der Wand geortet hat, kann beherzt zum Akkuschrauber greifen.

Der Akkuschrauber ist schnell parat, wenn es wieder ein Loch in die Wand zu bohren gilt, doch die Gefahren bedenken Hobby-Heimwerker viel zu selten. Nicht umsonst passieren zu Hause die meisten Unfälle, 2010 sogar doppelt so viele wie im Straßenverkehr.

Neben dem Unfall mit der Leiter sind insbesondere Stromkabel und -leitungen Gefahrenquellen für Handwerker. Sollten Sie also eine Renovierung anstreben oder einfach nur ein paar Dübel in die Wand schrauben wollen, sollten Sie sich zumindest einen günstigen Leitungssucher kaufen.

In unserem Leitungssucher-Vergleich 2020 möchten wir Ihnen unterschiedliche Typen von Kabelsuchgeräten vorstellen und Ihnen dabei helfen, den besten Leitungssucher für Ihre vier Wände zu finden.

1. Wie funktioniert ein Leitungssucher?

Viele Namen, ein Produkt
  • Leitungssucher
  • Leitungssuchgerät
  • Stromdetektor
  • Stromfinder
  • Kabelsuchgerät
  • Kabelfinder
  • Kabelsucher

Mit einem Leitungssucher werden, das verrät bereits der Name, Leitungen gesucht. Genauer gesagt heißt das, dass dieses Ortungsgerät den Wechselstrom aufspüren kann, der in den Stromleitungen hinter Ihren Wänden fließt. Auch Metall wird von den meisten Leitungssuchern schnell gefunden – Holz oder Nicht-Metalle sind dagegen wesentlich schwieriger aufzuspüren. Dafür benötigt es einen Leitungssucher aus dem oberen Preissegment, mit dem Sie Ihre Wand zuverlässig scannen können.

Das Funktionsprinzip variiert zwar von Detektor zu Detektor, doch grundsätzlich läuft die Ortung von Materialien wie Metall, Holz oder Kupfer-Kabeln wie folgt ab:

  1. Das Leitungssuchgerät wird eingeschaltet und beginnt, elektromagnetische Wellen auszusenden.
  2. Die Wellen können auch durch Wände (Tiefen von bis zu 12 cm sind möglich) gesendet werden.
  3. Trifft eine Welle auf eine bestimmte Oberfläche, werden Veränderungen im elektromagnetischen Feld messbar.
  4. Diese Veränderungen kann der Leitungssucher registrieren und dem Anwender anzeigen.

Schnell und einfach: Die meisten Leitungssucher sind sehr schlichte Detektoren, die wenige Knöpfe vorweisen und sehr leicht zu bedienen sind. Die besten Leitungssucher kosten über 100 Euro und können neben Stromleitungen auch Metall und sogar Holz orten. Damit lassen sie sich sogar als Metalldetektoren einsetzen.

2. Kaufberatung für Leitungssucher: Wie wichtig sind Handhabung, Signale und Batterien?

2.1. Wie eine Wünschelrute

Leitungsmessgerät

Mit diesem Bosch Ortungsgerät (Multidetektor GMS 120) können Sie sogar die Balken aus Holz lokalisieren, die sich hinter der Wand befinden.

Das richtige Format

Ein Ortungsgerät sollte leicht zu bedienen sein, da Sie, um eine Stromleitung zu finden und ihren Verlauf zu erfassen, mitunter in unbequemen Positionen oder an schwer zugänglichen Orten arbeiten müssen.

Besonders kleine Stromfinder sind in ihrer Form mit einer Taschenlampe vergleichbar und wiegen im Durchschnitt nur etwa 200 Gramm. Größere Stromdetektoren (wie etwa ein Bosch Ortungsgerät) sehen einem Laser-Entfernungsmesser zum Verwechseln ähnlich und wiegen mit etwa 400 Gramm nur wenig mehr, sind allerdings nicht ganz so handlich.

Bedienung via Knopfdruck

Sie haben kein Händchen für technische Geräte, müssen aber trotzdem eine Stromleitung finden? Kein Problem: Kabelsuchgeräte lassen sich meist intuitiv bedienen und bedürfen keines technischen Know-hows.

Ortungstiefe

Wie tief Kabel in Ihrer Wand liegen, lässt sich nicht pauschal beantworten. Eine Ortungstiefe von 12 cm zeichnet ein sehr gutes Leitungssuchgerät aus – meist kommen Sie mit einer Tiefe von etwa 8 bis 10 cm aus.

Zumeist läuft die Kabelsuche wie folgt ab:

  1. Legen Sie die oftmals mitgelieferten Batterien in das Kabelsuchgerät ein.
  2. Schalten Sie den Leitungssucher ein und beobachten Sie das Display bzw. die LED-Anzeige.
  3. Führen Sie die Spitze des Geräts an eine Wand, hinter der Sie eine Stromleitung vermuten. Es erfolgt zumeist eine Kalibrierung der Wand, nach der Sie dann auf die Suche nach Leitungen gehen können.
  4. Alle Produkte aus unserem Leitungssucher Vergleich verfügen über eine Signalfunktion: Sie bekommen entweder über einen Alarm-Ton oder über eine leuchtende LED-Lampe mitgeteilt, ob etwas erfasst worden ist. Leider zeigen die Geräte meist nicht an, welches Material gefunden wurde, sondern nur, dass sich ewas hinter der Wand befindet.

2.2. Auf die Signale achten

Zwei gängige Arten von Signalen haben sich bei Leitungssuchern durchgesetzt: akustische und visuelle Signale. Wo die Vor- und Nachteile liegen, soll die folgende Tabelle klären:

Akustische Signale Visuelle Signale
Warnton oft sehr präzise
ideal um Verlauf zu folgen
x kann als störend empfunden werden
zeigt Leitungen Digital via LED an
Farbspektrum zur besseren Ortung
x mitunter weniger präzise
Leitungsprüfer Set
Doppelt hält besser: Verfügt Ihr persönlicher Leitungssucher-Testsieger über beide Signalfunktionen, wird Ihnen die Arbeit leichter und schneller von der Hand gehen. Doch auch ein einzelnes Signal reicht, um Kabel und Metall effektiv zu lokalisieren.

2.3. Die Batterien im Blick

Digitale Leitungssucher werden nicht über ein Stromkabel betrieben, sonders stets mit Batterien bzw. Akkus. Diese sind bei den meisten Kabelfindern bereits im Preis inbegriffen.

Wenn dieses Zubehör dem Stromsucher nicht beiliegt, können Sie z.B. eine 9 Volt Blockbatterie einfach bei Amazon bestellen – der Preis von etwa 5 Euro ist für die lange Lebensdauer von bis zu 10 Jahren vertretbar.

3. Welche weiteren Funktionen bieten Leitungssucher?

Spannungsprüfer Durchgangsprüfer Wandscanner
Spannungsprüfer Durchgangsprüfer Wallscanner
Ein Spannungsprüfer kommt dann zum Einsatz, wenn getestet werden soll, ob Wechsel- oder Gleichspannung anliegt. Sie können auch eine Strommesszange als Leitungsmessgerät verwenden. Ein Durchgangsprüfer hilft bei der Zuordnung von elektrischen Verbindungen. Sie können damit eine Verkabelung auf Störungen untersuchen und einen Kabelbruch schnell ausfindig machen. Dieser Leitungssucher von Bosch (GMS 120) ist ein Mutlidetektor: Er eignet sich sowohl als Kabelsuchgerät als auch als Wandscanner. Das Gerät kann sogar Nichteisen-Metalle exakt orten.

4. Fragen und Antworten rund um das Thema Leitungssucher

4.1. Welche Hersteller von Leitungssuchern gibt es?

Spannungsprüfer

Spannungsprüfer im Einsatz.

Neben Marken wie König, MAKA, Brennenstuhl, Fluke, Beha und Eligant, dominieren die Hersteller Bosch und Testboy den Markt. Während Leitungsdetektoren von Testboy meist klein und handlich sind, zählen die Bosch Leitungssucher zur Kategorie der großen digitalen Leitungssucher.

Sie können Kabel- und Leitungssuchgeräte bei Obi, Bauhaus, Hornbach oder sogar Aldi kaufen. Alternativ lassen sich die Geräte mitsamt Zubehör auch im Netz bestellen, z.B. bei Conrad oder Amazon.

4.2. Kann man einen Leitungssucher ausleihen?

Ja, denn große Baumärkte wie Bauhaus bieten viele Werkzeuge zum Verleih an. Hier können Sie sich einen Leitungsfinder kurzerhand ausleihen und die Arbeiten in Ihrem Haus erledigen.

Wir empfehlen Ihnen jedoch, die Gebühren für die Gerätschaften genau im Blick zu behalten. Schnell können die Preise für den Verleih den Wert der Geräte übersteigen.

Apropos Kosten: Die Stiftung Warentest berät in Ihrem Test (06/09), welche Strommessgeräte Ihnen dabei helfen können, effektiv Strom zu sparen. Der Testsieger von Conrad überzeugt durch das Auffinden der Stromfresser in Ihrem Haushalt.

4.3. Gibt es eine App, mit der das Smartphone zum Leitungssucher wird?

Ja, die gibt es tatsächlich. Mit dem MetallDetektor FREE können Sie Ihr Handy zum Metalldetektor umfunktionieren. Die App ist zwar kostenlos und kann tatsächlich funktionieren, wird jedoch von Kunden als sehr unzuverlässig beschrieben.

Zu Ihrer eigenen Sicherheit raten wir vom Verwenden dieser Applikation ab. Ein günstiger Leitungssucher muss nicht viel kosten und liefert zuverlässige Ergebnisse. So laufen Sie nicht Gefahr beim eigenen Leitungssucher-Test, unabsichtlich Ihre Wasserleitung anzubohren.

Hier noch einmal die Vor- und Nachteile von Leitungssucher-Apps im Überblick:

  • kostenlos
  • schnell zu verwenden
  • unzuverlässig
  • eher als Zeitvertreib oder z.B. fürs Geocaching

4.4. Kann man sich einen Leitungssucher selber bauen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Leitungen in den Wänden ausfindig zu machen. Einige schwören auf bestimmte Klopf-Techniken, durch die Hohlräume ausfindig gemacht werden können. Andere vertrauen auf ihr Know-how und versuchen, den Verlauf der Kabelbündel zu erahnen, da diese zumeist nach einem bestimmten Muster verlegt werden.

Viel sicherer sind zuverlässiger sind die Leitungssucher aus unserem Leitungssucher-Vergleich 2020. Im folgenden Video können Sie u.a. den Bosch GMS 120 Professional im Leitungssucher-Einsatz-Test erleben.