Mariendistel-Kapseln Test 2017

Die 7 besten Mariendistel-Kapseln im Vergleich.

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Abbildung Vergleichssieger Preis-Leistungs-Sieger
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Vergleichsergebnis Hinweise zum Test- und Vergleichsverfahren
Vergleich.org
Bewertung1,2sehr gut
03/2017
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Bewertung1,3sehr gut
03/2017
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Bewertung1,4sehr gut
06/2017
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Bewertung1,5gut
06/2017
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Bewertung1,6gut
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Bewertung1,7gut
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Bewertung1,9gut
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Kundenwertung
bei Amazon
99 Bewertungen
24 Bewertungen
3 Bewertungen
16 Bewertungen
23 Bewertungen
12 Bewertungen
11 Bewertungen
Menge 55 g | 90 Kap­seln 130 g | 200 Kap­seln 42 g | 120 Kap­seln 57 g | 90 Kap­seln 39 g | 100 Kap­seln 73 g | 120 Kap­seln 100 Kap­seln
empfohlene Dosis
Kosten pro Tag
Die empfohlene Dosis richtet sich nach den Angaben der Hersteller, der hier aufgeführten Produkte.

Nahrungsergänzungen sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung, weshalb Sie auf eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise achten sollten.
1 Kapsel pro Tag
ca. 0,17 €
1 Kapsel pro Tag
ca. 0,10 €
2 Kap­seln 2 - 3 mal Pro Tag
ca. 0,43 bis 0,65 €
1 Kapsel pro Tag
ca. 0,14 €
1 - 3 Kap­seln pro Tag
ca. 0,24 bis 0,72 €
1 Kapsel pro Tag
ca. 0,12 €
2 - 3 Kap­seln pro Tag
ca. 0,66 bis 0,99 €
Wirkstoff-Herkunft Mari­en­dis­tel­samen
leber­schüt­zende Wir­kung
Mari­en­dis­tel­samen
leber­schüt­zende Wir­kung
Mari­en­dis­tel­samen
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Tagesdosis SilymarinSilymarin ist das in den Mariendisteln (vor allem in den Früchten oder Samen) enthaltene Wirkstoff-Gemisch. Zur Linderung von Leber- und Gallenbeschwerden eignen sich nur Präparate, die mindestens eine Tagesdosis von 200 bis 400 mg aufweisen. 500 mg 420 mg keine Angabe 500 mg 140 – 420 mg 400 mg 334 – 501 mg
ohne MagnesiumstearatFüllstoff, der aus pflanzlichen oder tierischen Quellen stammen kann. Er wird aus Stearinsäure gewonnen und ist als Trennmittel oft Bestandteil von Nahrungsergänzungsmitteln in Tablettenform. Magnesiumstearat ist ein umstrittener Stoff, der zu Allergien und Immunschwächung führen kann. Man geht davon aus, dass durch Magnesiumstearat der eigentliche Wirkstoff eines Präparats schlechter vom Körper aufgenommen werden kann. Ja Ja Ja Ja Nein Nein Nein
fruktosefrei Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
laktosefrei Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
glutenfrei Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
ohne Farb- und Zusatzstoffe Ja Ja Ja Ja Nein Nein Nein
vegetarisch Nein Ja Nein Nein Ja Nein Nein
vegan Nein Ja Nein Nein Ja Nein Nein
Vorteile
  • klein und leicht zu schlu­cken
  • rie­chen ange­nehm
  • gut ver­träg­lich
  • rie­chen ange­nehm
  • gut ver­träg­lich
  • ent­hält zusätz­lich Arti­schocke u. Löw­en­zahn (gegen Ver­dau­ungs-Beschwerden)
  • klein und leicht zu schlu­cken
  • gut ver­träg­lich
  • klein und leicht zu schlu­cken
  • gut ver­träg­lich
  • sch­meckt und riecht ange­nehm
  • gut ver­träg­lich
  • klein und leicht zu schlu­cken
  • gut ver­träg­lich
  • klein und leicht zu schlu­cken
  • gut ver­träg­lich
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Mariendistel-Kapseln-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Aktuellen Untersuchungen zufolge, leiden ca. 67 % der Männer und 53 % der Frauen in Deutschland an Übergewicht. Der Hauptgrund liegt oft in einer fettreichen Ernährung, was zu einer verminderten Produktion an Gallenflüssigkeit in der Leber führt. Dadurch wird die Fettverdauung gestört. Die Folgen sind z.B. Magenkrämpfe, Völlegefühl, Appetitlosigkeit oder Blähungen.
  • Aber auch Alkohol, Nikotin, Medikamente oder Giftstoffe aus der Umwelt sind Substanzen, mit denen unsere Leber als Entgiftungsorgan jeden Tag konfrontiert ist. Ist die Leber mit dem Abbau der Fremdsubstanzen überfordert, kommt es zu einer gestörten Leberfunktion.
  • Die Mariendistel gehört – wie auch der Löwenzahn und die Artischocke – zu den Leberpflanzen und man sagt ihr einen positiven Effekt auf die Gesundheit aufgrund ihrer Leberschutz-Wirkung nach. Die Heilpflanze kann die Regeneration der Leberzellen anregen und die Produktion von Gallensaft fördern.
  • Heutzutage wird die Mariendistel meist als Nahrungsergänzung angeboten. Medizinische Verwendung finden in solchen Präparaten häufig die getrockneten Früchte oder Samen der Pflanze – das sogenannte Trockenextrakt. Dieses enthält ein Wirkstoffgemisch namens Silymarin.

Mariendistel-Kapseln Test
Einer alten Legende nach suchte die Jungfrau Maria bei ihrer Flucht nach Ägypten Schutz unter dem Blätterdach einer Mariendistel, um ihr Kind zu stillen. Dabei fielen ihr einige Tröpfchen Milch auf die Blätter der Distel. Dies verhalf der Heilpflanze zu ihrem Namen: Mariendistel. In der Tat hat das Kraut weiße Flecken auf den Blättern.

Erwähnt wurde das Heilkraut schon im 1. Jahrhundert von Dioskurides (40 bis 90 nach Chr.), dem wohl bekanntesten griechischen Pharmakologen des Altertums, der in seiner „Materia medica“ auf die Mariendistel hindeutet. Seine Schrift umfasst rund 1.000 verschiedene pflanzliche, tierische und aus Mineralien stammende Arzneimittel.

Dass es sich bei der Mariendistel um eine wichtige Heilpflanze handelt, zeigt sich dadurch, dass sie schon im Mittelalter in Klostergärten angebaut wurde und in diversen wichtigen Werken Erwähnung findet, wie z.B. dem „Kreutterbuch“ des Matthiolus aus dem Jahre 1626, der die Pflanze empfiehlt, um „Seitenstechen der Geelsucht“ – der Gelbsucht – entgegenzuwirken. Und Adam Lonitzer schreibt in seinem „Kreuterbuch“ (1679), die Mariendistel sei „gut zu der entzündeten Leber“.

Im 19. Jahrhundert hat der Arzt Johann Gottfried Rademacher den Wert der Pflanze für die Therapie von Lebererkrankungen entdeckt. In unserem Mariendistel-Kapsel-Vergleich 2017 stellen wir Ihnen unterschiedliche Produkte vor und verraten Ihnen, worauf Sie beim Kauf des Nahrungsergänzungsmittels unbedingt achten sollten, damit Sie für sich die beste Mariendistel-Kapsel finden.

1. Mariendisteln: Vorkommen und Merkmale

Blätter der Mariendistel

Die Blätter der Mariendistel mit ihrer typischen weißen Zeichnung.

Die Mariendistel ist eine Pflanze, die aus dem Mittelmeergebiet stammt und heute sowohl in Nordafrika, Kleinasien und Südrussland verbreitet ist. Sie wurde auch nach Nord- und Südamerika sowie Südaustralien eingeschleppt und wächst dort. In Mitteleuropa gibt es manchmal verwilderte Mariendisteln.

Mariendisteln gehören zu den Korbblütlern. Sie können eine Größe von anderthalb Metern erreichen und bevorzugen sonnige, trockene Steinhänge, Wegränder und Viehweiden.

Der lateinische Name der Mariendistel, Silybum marianum, wird aus dem Griechischen von sílybon oder sílybos abgeleitet, was so viel wie „Troddel“ oder „Quaste“ bedeutet. Der Artname marianum entstammt dem Lateinischen und verweist auf die Marien-Legende, die die Entstehung dieser Distel-Art erklärt.

Eine Pflanze – viele Namen

Die Mariendistel (Silybum marianum) – auch manchmal als „wilde Artischocke“ bezeichnet – ist in verschiedenen Mariendistel-Kapseln-Tests unter vielen weiteren Namen bekannt:

  • Christi Krone
  • Donnerdistel
  • Silberdistel
  • Fieberdistel
  • Leberdistel
  • Stechkörner
  • Stechkraut
  • Stechsamen
  • Fehdistel
  • Milchdistel
  • Venusdistel
  • Weißdistel
  • Felddistel
  • Magendistel
  • Schreckdistel
  • Frauendistel
  • Heilanddistel
  • Marienkörner

Besonders auffällig an der Pflanze sind ihre glänzenden, grünen Blätter mit den weißen Flecken sowie auch ihre braunen eiförmigen Früchte, die weiße, seidige Haarbüschel tragen. Die Mariendistel blüht von Juni bis September und trägt dann rote bis violette Blüten, die von dornigen Blättern umgeben sind.

Bevor wir zur medizinischen Anwendung der Mariendistel kommen, noch ein Hinweis: Die Heilpflanze kommt auch in der Küche zum Einsatz: Aus den frischen Blättern kann man Salate zubereiten, was vor allem in Frankreich beliebt ist, und die Wurzeln können gekocht als Gemüse dienen.

In der Volksmedizin wird die Mariendistel zur Behandlung folgender Krankheiten bzw. Symptome eingesetzt:

  • Leberbeschwerden (z.B. Hepatitis, Leberzirrhose)
  • Gallenbeschwerden
  • Verdauungsbeschwerden
  • Herz- und Kreislaufbeschwerden
  • bei Fieber
  • bei Vergiftung durch Knollenblätterpilze
  • zur Entgiftung bei Alkoholismus, Drogenkonsum und Chemikalien
  • Zellschutz und Regeneration (z.B. bei Fettleibigkeit)

Wichtig: Bei der Volksmedizin handelt es sich um kein medizinisch fundiertes Fachwissen, sondern um volkstümliche, vom Volk überlieferte Erfahrungen und auf Volksglauben beruhende Heilkunde.

2. Wirkstoffe: Welche Typen von Mariendistel-Kapseln gibt es?

Mariendiestel

Die meisten Mariendistel-Kapseln beziehen ihren Wirkstoff aus den Früchten bzw. Samen der Heilpflanze.

Medizinische Verwendung finden bei der Mariendistel die getrockneten Früchte (ohne Haarbüschel) oder Samen und das Kraut. Geerntet werden die Früchte noch vor der vollständigen Reife im August oder September, sodass sie dann nachreifen können.

Das Wirkstoffgemisch Silymarin mit dem Hauptwirkstoff Silybin (auch: Silibinin) kann also aus unterschiedlichen Teilen der Heilpflanze gewonnen werden. Silymarin sagt man eine leberschützende Wirkung nach, da es die äußere Zellmembran der Leberzellen (Hepatozyten) so verändert, dass keine Lebergifte ins Zellinnere gelangen können. Weiterhin soll Silymarin die Regeneration (Erholung nach einer Schädigung) der Leber anregen.

Mariendistel wird heutzutage hauptsächlich verwendet, um Kapseln, Tabletten oder Dragées herzustellen, die es in der Apotheke, im Reformhaus oder der Drogerie (dm, Rossmann etc.) zu kaufen gibt. Des Weiteren gibt es Mariendistel-Tee für leichtere Verdauungsbeschwerden.

Kategorien Beschreibung
mariendistel kraut geschnittenMariendistelkraut
  • enthält u.a. verschiedene Flavonoide (antioxidative Wirkung zur Krankheitsprävention, oft in Anti-Aging-Produkten)
  • wird häufig lediglich zur Herstellung von Tees verwendet, da es eine relativ geringe medizinische Wirkung aufweist
  • selten Bestandteil von Mariendistel-Präparaten, weil die Silymarin-Konzentration als zu gering gilt
Samen der MariendistelMariendistelfrüchte oder Mariendistelsamen
  • nach der Blüte entwickeln sich etwa 6 mm lange, braune Früchte mit einer harten, glänzenden Schale, die aufgrund ihres Aussehens auch Samen genannt werden
  • enthalten den Hauptwirkstoff Silymarin mit einem Anteil von 1,5 bis 3 %
  • enthalten außerdem u.a. verschiedene Flavonoide, fettreiches Öl und Eiweiß
  • werden arzneilich verwendet, insbesondere bei Leberschäden, chronischen Lebererkrankungen (etwa Hepatitis C) und Pilzvergiftungen; wirken entgiftend
  • häufiger Bestandteil von Nahrungsergänzungsmitteln mit Mariendistel
Bei Lebererkrankungen helfen nur Präparate, die einen hohen Gehalt an Silymarin bzw. Silybin enthalten, und zwar von etwa 70 bis 80 %. Der Tee aus Mariendistelfrüchten oder -kraut kann aufgrund der sehr viel geringeren Silymarin-Konzentration nicht bei Lebererkrankungen oder Pilzvergiftungen angewendet werden. Verdauungsbeschwerden, wie etwa Blähungen, Sodbrennen oder Völlegefühl, können damit behandelt werden.

3. Wann sollte man Mariendistel-Kapseln einnehmen?

modell von leber und galle

Sie sehen ein Modell einer menschlichen Leber (dunkelrot) und der Gallenblase (grün).

Die Leber ist mit ca. 1,5 Kilogramm das schwerste Organ unseres Körpers. Sie hat zahlreiche Aufgaben, wie z.B. die Entgiftung diverser körpereigener Abbauprodukte und Fremdsubstanzen (etwa Alkohol, Nikotin oder Medikamente) sowie deren Vorbereitung zur Ausscheidung durch die Gallenflüssigkeit.

Gallenflüssigkeit (auch: Galle) wird von der Leber gebildet. Eine der Hauptaufgaben der Galle besteht in der Fettverdauung. Wenn Ihre Leber überfordert ist und zu wenig Galle bildet, kann es zu Magen-Darm-Beschwerden kommen. Der Grund dafür liegt darin, dass das Fett, welches Sie mit der Nahrung aufnehmen, nicht ausreichend abgebaut werden kann und Ihren Dünndarm belastet.

Anzeichen für eine gestörte Leberfunktion oder einer zu geringen Galle-Produktion können sein:

  • krampfartige Schmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Völlegefühl
  • Druck im Oberbauch (vor allem auf der rechten Seite)
  • Blähungen

Achtung! Auch wenn Mariendistel-Kapseln häufig als „Leberschutzmittel“ angeboten werden, ist nicht ausreichend nachgewiesen, dass diese Schutzwirkung auch wirklich eintritt. Dies ist immer auch vom Grad der bereits bestehenden Leberschäden abhängig.

Die Stiftung Warentest hat in einem Medikamenten-Test (Stand: Oktober 2016) verschiedene pflanzliche Mariendistel-Supplemente untersucht und ist zu dem Schluss gekommen, dass Silymarin die Leber vor Vergiftungen (bspw. durch Giftpilze oder Alkohol) schützen und die Leber-Regeneration beschleunigen kann. Bei chronischen Erkrankungen der Leber, anhaltenden Oberbauchschmerzen oder Gelbsucht (u.a. an einer Gelbfärbung der Haut erkennbar) sollte jedoch unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Hier sollte nicht auf die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln wie Mariendistel-Kapseln vertraut werden.

4. Kaufberatung für Mariendistel-Kapseln: Darauf müssen Sie achten

mariendistel samen

Samen der Mariendistel eignen sich u.a. zur Herstellung von Mariendistel-Öl.

4.1. Tagesdosis & Herkunft des Wirkstoffes Silymarin

Will man Symptome (siehe Punkt 3) mit Mariendistel-Kapseln lindern, eignen sich nur Fertigpräparate mit einer hohen Silymarin-Dosis von etwa 200 bis 400 mg pro Tag und keine Tees, denn Silymarin ist in Wasser löslich und in Tees in zu geringer Menge vorhanden.

Die von uns verglichenen Präparate werden mit einer Tagesdosis von rund 125 bis 500 mg angeboten. Oft kann der Verbraucher selbst entscheiden, wie viele Kapseln er am Tag zu sich nehmen möchte.

Wie Sie auch unserem Mariendistel-Kapsel-Vergleich entnehmen können, bezieht ein Großteil der Präparate den Wirkstoff Silymarin aus den Früchten oder Samen der Mariendistel; nur wenige verwenden das Kraut der Heilpflanze als Grundlage.

Wichtig: Als Verbraucher sollten Sie Wert darauf legen, dass Ihr Mariendistel-Kapseln-Vergleichssieger den Wirkstoff aus den Früchten oder Samen der Pflanze beinhaltet, da andererseits vermutlich keine Wirkung eintritt, wenn das Silymarin aus dem Kraut gewonnen wurde.

An dieser Stelle noch einmal die Vor- und Nachteile von Mariendistel-Kapseln:

  • Silymarin in Kapseln hat eine hohe medizinische Wirkung
  • enthalten neben Flavonoide auch fettiges Öl und Proteine
  • können sowohl bei Verdauungsbeschwerden als auch bei Pilz-Vergiftungen angewendet werden
  • kann bei Entgiftungen (etwa Alkohol, Drogen, Nikotin und Medikamente) unterstützend wirken
  • sehr selten treten Nebenwirkungen auf
  • kann Allergien auslösen (Korbblütler)
  • Kapseln können Magnesiumstearat oder andere Farb- und Zusatzstoffe enthalten
  • Kapseln sind oft weder vegetarisch noch vegan aufgrund der Gelatinehülle
  • bei chronischen Lebererkrankungen sollte lieber ein Arzt aufgesucht werden
  • während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte ein Arzt konsultiert werden, da die Wirkung der Heilpflanze hier noch nicht genügend erforscht ist

4.2. Zusatzstoffe und Allergene

Mariendistel

Die Mariendistel-Frucht nach der Blütezeit.

Kapseln besitzen häufig eine Gelatinehülle und in ihrem Inneren ist ein fester oder flüssiger Wirkstoff enthalten. Wie auch bei Nahrungsergänzungsmitteln in Tablettenform kann in Kapseln Magnesiumstearat enthalten sein (z.B. auch in Magnesium-, Zink– oder Aminosäure-Komplex-Präparate).

Magnesiumstearat wird aus Stearinsäure gewonnen und es ist im Verdacht, Allergien und eine Schwächung des Immunsystems auszulösen. Außerdem nimmt man an, dass es die Aufnahme des eigentlichen Wirkstoffs im Körper hemmt.

Viele der in den meisten Mariendistel-Kapseln-Tests vorgestellten Produkte enthalten Rinder- oder Schweinegelatine in der Kapselhülle und sind daher weder für Vegetarier noch für Veganer geeignet.

Da Magnesiumstearat sowohl pflanzlichen oder tierischen Ursprungs sein kann und dies von den Supplement-Herstellern nicht immer angegeben wird, lässt sich nicht immer sagen, ob ein Mariendistel-Präparat vegan ist (Beispiele für vegane Mariendistel-Kapseln sind die Marken Lindens und Netzeband).

Viele der Nahrungsergänzungsmittel aus gängigen Mariendistel-Kapseln-Tests sind frei von Allergenen, also auch glutenfrei, fruktosefrei und laktosefrei: z.B. von fairvital, Kräuterhandel Sankt Anton, Netzeband. STADA oder Vitabay.

Achtung! Mariendisteln sind Korbblütler. Wer allergisch auf Korbblütler (z.B. Arnika, Schafgarbe, Beifuß etc.) ist, sollte die Heilpflanze vorsichtshalber nicht anwenden. Allergene der Korbblütler finden sich häufig in vielen Salatpflanzen, Gewürzen, einigen Gemüsen (Artischocke, Schwarzwurzel, Chicorée usw.), Sonnenblumen (Kerne und Öl) und diversen Arzneitees (etwa Kamille oder Löwenzahn).

An dieser Stelle möchten wir Ihnen noch eine kurze Auflistung von weiteren Inhaltsstoffen liefern, die zur Unterstützung der Leberschutz-Wirkung öfters in Mariendistel-Kapseln enthalten sein können:

Inhaltsstoff Wirkung
ArtischockenArtischocken-Blätter oder Artischocken-Extrakt
  • kann gegen Verdauungsbeschwerden (etwa Blähungen, Krämpfe) helfen
  • kann Gallenfluss verbessern
  • kann Funktion der Bauchspeicheldrüse fördern
  • kann den Cholesterinspiegel senken
  • kann Verdauung und Nährstoffverwertung optimieren
loewenzahnLöwenzahn-Blätter oder Löwenzahn-Wurzeln
  • kann gegen Magen-und Darmbeschwerden helfen (z.B. Völlegefühl, Blähungen)
  • kann Appetit steigern
  • kann das Durchspülen der Harnwege anregen
Vitamin E
  • kann den Alterungsprozess verlangsamen (Zellschutz-Funktion)
  • kann vor Herz- und Kreislauferkrankungen schützen

Übrigens: Löwenzahn und Artischocke zählen neben der Mariendistel zu den wichtigsten „Leberpflanzen“, die eine schützende Funktion für die Leber haben können. Weitere Leberpflanzen sind etwa die Ringelblume, Wermut oder die Erdbeere (hier finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Leber-Heilpflanzen und ihrer Anwendung).

4.3. Was kosten Mariendistel-Kapseln?

Günstige Mariendistel-Kapseln gibt es bereits für 5 bis 15 Cent pro Tag. Im mittleren Preissegment gibt es Präparate für täglich rund 25 Cent. Und wenn Sie etwas tiefer in die Tasche greifen wollen, können Sie Mariendistel-Kapseln kaufen, die pro Tagesdosis zwischen 60 und 90 Cent kosten.

mariendistel-kapsel test

5. Nebenwirkungen der Mariendistel

netzeband mariendistel

Das vegane Mariendistel-Extrakt der Marke Netzeband enthält 420 mg Silymarin pro Kapsel.

Wenn Sie sich bei der Einnahme von Mariendistel-Präparaten an die Packungsbeilage halten, sollten keine Nebenwirkungen auftreten. Sie sollten allerdings sicher gehen, dass Sie unter keiner Korbblütler-Allergie leiden (siehe Punkt 1 dieses Ratgebers).

Vereinzelt können Mariendistel-Kapseln, insofern sie aus den Früchten bzw. Samen der Pflanze zubereitet wurden, Magen-Darm-Beschwerden, wie etwa Durchfall und Übelkeit, verursachen. In sehr seltenen Fällen können auch aufgrund von Überempfindlichkeitsreaktionen Hautausschläge, Juckreiz oder Atemnot auftreten.

Wird Mariendistel durch eine Infusionstherapie verabreicht (z.B. nach einer Knollenblätterpilzvergiftung), kann es zu sogenannten Flushs (anfallsweise Hautrötung).

Im Falle einer Überdosierung kommt es meistens zu Durchfällen und Sie sollten einen Arzt aufsuchen.

Hinweis: Häufig wird empfohlen, als Tagesdosis nicht mehr als 15 g Samen bzw. 400 mg Silymarin einzunehmen. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt halten, wenn Sie die Mariendistel-Einnahme erwägen. Bisher gibt es keine Studien, die sich mit der Mariendistel-Kapsel-Wirkung bei Schwangerschaft und Stillzeit befassen.

6. Fragen und Antworten rund um das Thema Mariendistel-Kapseln

6.1. Gibt es neben Kapseln noch andere Mariendistel-Produkte?

gemahlene samen der mariendistel

Gemahlene Mariendistelsamen sind im Handel als Pulver erhältlich.

Neben Mariendisteln als Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform gibt es auch Pulver und Tabletten. Beim Pulver handelt es sich häufig um gemahlene Samen der Heilpflanze.

Weiterhin gibt es Mariendistelsamen zu kaufen, aus denen Sie z.B. Mariendistel-Samenöl herstellen können, die Sie einfach pur genießen können oder mit deren Hilfe Sie einen Mariendistel-Tee zubereiten können. Die Samen eignen sich auch, um Mariendisteln selbst auszusäen.

6.2. Wann und wie lange nimmt man Mariendistel-Präparate ein?

Nehmen Sie die Kapseln am besten vor dem Essen mit reichlich Flüssigkeit (z.B. Wasser) ein. Wenn die Tagesdosis aus nur einer Kapsel besteht, eignet sich hierfür das Mittagessen gut. Was die Einnahmedauer angeht, so gibt es keine genaue Regel, wie lange eine Mariendistel-Kur dauern sollte. Gegebenenfalls können Sie die Dosis verringern, wenn sich Ihre Verdauungsbeschwerden gebessert haben.

6.3. Was muss man bei der Einnahme von Mariendistel-Kapseln beachten?

Zu beachten sind die folgenden Punkte:

  • Sie sollten die angegebene Tagesmenge nicht überschreiten.
  • Essen Sie fettarm, denn so wird auch weniger Gallenflüssigkeit produziert.
  • Belasten Sie Ihre Leber nicht noch zusätzlich mit Giftstoffen wie etwa Alkohol.
  • Suchen Sie bei chronischen Lebererkrankungen, anhaltenden Oberbauchschmerzen oder Gelbsucht einen Arzt auf.

Hier noch einmal ein zusammenfassendes Video zum pflanzlichen Heil- und Arzneimittel Mariendistel:

6.4. Zum Schluss: Welche Tipps für die gesunde Verdauung gibt es?

  1. Kauen Sie alle Speisen gut durch, damit Ihr Magen nicht übermäßig belastet wird.
  2. Wählen Sie lieber kleine Portionen, um eine Magen-Überdehnung zu vermeiden.
  3. Es ist besser mehrere kleine Mahlzeiten zu essen als zwei bis drei sehr große. Dies hat den Vorteil, dass der Magen im Verlaufe des Tages nie leer wird und die Magensäure ständig durch Speisen gebunden ist und die Magenschleimhaut nicht reizen kann.
  4. Machen Sie nach dem Essen einen Verdauungsspaziergang, weil dadurch Ihre Verdauung angekurbelt wird. Bettruhe hingegen kann sogar zu Sodbrennen führen, weil aufgrund der horizontalen Liegeposition des Mageninhalts die Magensäure zurücklaufen könnte.
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