Das Wichtigste in Kürze
  • Grundlegend wird zwischen Rotations- und Folienrasierern unterschieden. Rotationsrasierer eignen sich v.a. bei täglicher Rasur und sind vergleichsweise leise. Folienrasierer dagegen gelten als gründlicher und hautschonender.
  • Selbst einige qualitativ hochwertige Rasierer leiden jedoch an unangenehm starker Vibration und hoher Lautstärke.
  • Wenn Sie einen Rasierer kaufen möchten, achten Sie insbesondere auf ein abwaschbares wie wasserdichtes Gerät mit einem stabilen Detail-Trimmer und einer möglichst langen Akkulaufzeit.

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Mehr als 96 % der Männer tun es, davon im Jahr 2016 etwa noch immer knapp 40 % nass und beinahe 33 % trocken (23 % beides): Die Rede ist von der täglichen Rasur (Quelle: VuMA)! In unserem großen Rasierer-Vergleich 2020 haben wir uns die Lieblinge der Männer genau angesehen und jeden einzelnen Rasierapparat unserer Vergleichstabelle ausführlich auf Herz und Nieren untersucht.

Dabei schnitt nicht nur unser Rasierer-Vergleichssieger ausgezeichnet ab – auch viele weitere Modellen können Sie unbesorgt an Ihre Gesichtshaut lassen und von der evolutionär einst wichtigen Körperbehaarung befreien, ganz unabhängig davon, ob Sie Ihren Bart komplett rasieren oder lieber stutzen und im Detail trimmen möchten. Im Ratgeber zu unserem großen Rasierer-Vergleich 2020 erklären wir Ihnen ganz genau, worauf es beim perfekten Rasierer für Sie ankommen sollte. Neben einer qualitativ hochwertigen und hautschonenden Rasur, einem angenehm in der Hand liegenden Gerät mit einer guten Akkulaufzeit, einer möglichst geringen Vibrationsstärke und möglichst nützlichen Zusatzfunktionen.

Fast alle Modelle zeigen Stärken und Schwächen in der einen oder anderen Kategorie, einige wenige jedoch bieten beinahe durchgehend überragende Ergebnisse, andere hingegen kommen über Durchschnitts-Resultate nicht hinaus. Lassen Sie sich überraschen – unsere grafischen Darstellungen und übersichtlichen Ranglisten der Vergleichs-Ergebnisse werden Ihnen dabei helfen!

1. Welche Rasierer-Typen gibt es?

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Verschiedene elektrische Rasierapparate im Vergleich.

Sämtliche von uns in die Vergleichstabelle aufgenommenn Rasierer zählen entweder zu den Folien- oder den Rotationsrasierern – beide Arten von Rasierern haben ihre jeweiligen Vorzüge und Nachteile. In der nachfolgenden Tabelle stellen wir Ihnen neben diesen auch die Funktionsweise der beiden optisch eindeutig unterscheidbaren Typen vor.

Rasierertyp Beschreibung
Folienrasierer

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Funktionsweise: Folienrasierer bestehen aus einem tief liegenden, hin und her schwingenden Klingenblock, der mit einer Scherfolie bedeckt ist. Diese schützt die Haut vor Schnittverletzungen und ungewollten Reizungen. Die Rasierfläche ist für gewöhnlich sehr eben, wodurch sich besonders gleichmäßige und gerade Rasierbewegungen anbieten.

Vorteile:
Die Rasur ist oft nicht nur gründlicher, sondern auch hautschonender.
Das Ziehen von Konturen gelingt besser.
Schnelle und einfache Säuberung durch fließendes Wasser und den Einsatz einer kleinen Bürste.

Nachteile:
x Reinigung des Klingenblocks ist nicht ungefährlich; oft treten hier Schnittverletzungen auf. Klingen sind zwar leicht nachzukaufen, allerdings sind sie auch nicht besonders billig.
x Folienrasierer eignen sich eher zum Trimmen als zum vollständigen Abrasieren

Rotationsrasierer

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Funktionsweise: Rotationsrasierer sind durch ihre drei relativ großen, rotierenden Klingen unverkennbar. Diese sind möglichst flexibel auf dem so genannten Rasierkopf befestigt. Durch die große Fläche kann der Bart in relativ kurzer Zeit gründlich rasiert werden. Die Barthaare werden hierbei aus mehreren Richtungen gestutzt. Wichtig ist: Durch das Rotationssystem sollten auch Ihre Rasierbewegungen möglichst kreisend geschehen.

Vorteile:
Eignen sich v.a. bei täglicher Rasur bzw. geringem oder langsamem Bartwuchs.
Rotationsrasierer verfügen oft über einen vergleichsweise leisen Motor.

Nachteile:
x Das Rasieren von Konturen und das detaillierte Abfahren von Barthaarkanten gelingt nur schwer, wodurch hier oft der Trimmer zum Einsatz kommen muss. Nicht alle Geräte verfügen jedoch über einen ausreichend stabilen Detail- oder Präzisionstrimmer.
x Nicht geeignet für empfindliche Hauttypen; es droht Rasurbrand (Rötungen, Reizungen und Rasierpickel auf rasierten Hautpartien).
x Regelmäßige Säuberung unabdingbar, da die Klingen schnell verstopfen.

Welcher Rasierer-Typ eignet sich am ehesten für Sie?

Grundlegend lässt sich feststellen: Bei besonders empfindlicher Haut und dem Wunsch nach mehr Kontrolle über die Rasur Ihrer Bartkonturen empfehlen wir den Kauf eines Folienrasierers. Bei täglicher Totalrasur Ihrer Gesichtshaut eignet sich eher ein Rotationsrasierer. Falls Ihre Haut am Anfang noch etwas gereizt reagiert, sollte sie sich nach kurzer Zeit an das Gerät gewöhnt haben.

2. Zur Kaufberatung: Auf diese Kriterien kommt es an

In diesem Abschnitt stellen wir Ihnen detailliert vor, welche Kriterien wir in unserem Rasierer-Vergleich2020 bewerten und worauf es außerdem ankommt bei einem möglichst gelungenes Rasurerlebnis – sei es ein gut gewachsener Vollbart, den Sie pflegen oder ein 3-Tage-Bart, welchen Sie mit dem Detail-Trimmer entsprechend zurechtstutzen wollen.

2.1. Unterschiede bei der Rasurqualität: Folienrasierer schlagen Rotationsrasierer

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Der Rotationsrasierer CaptureCut von Remington macht es vor: die Rasur-Qualität bei diesem Modell ist ausgesprochen gut.

Um die Rasur-Qualität haben wir eine Vielzahl von Nutzerberichten und -rezensionen von Amazon und anderen Portalen ausgewertet. Wichtig ist unserer Meinung nach: Wie gründlich arbeiten die Klingen des Rasierapparats? Wie oft muss man über die gleiche Bartstelle fahren, um ein möglichst sauberes Resultat zu erzielen? Und wie gut kommen die Rasierklingen mit verschiedenen Bartlängen zurecht?

Die Arbeit der Detail-Trimmer ist dabei ebenso relevant wie die Hauptklingen und (falls vorhanden) die Kammaufsätze des Haarschneiders. Generell gilt, dass Rotationsrasierer beim Rasier-Ergebnis schlechter abschneiden als Modelle mit einem Klingenblock (Folienrasierer). Beim Rasieren des Dreitagebarts sind die Qualitäts-Unterschiede zwischen Rotations- und Folienrasierern weniger auffällig, dennoch lässt sich feststellen: Die Folienrasierer machen hier einen gründlicheren Job und brauchen nur unwesentlich länger.

2.2. Hautschonung: Folienrasierer für sensible Haut

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Rasurbrand tritt zwar nicht nur, aber vor allem bei Rotationsrasierern auf – insbesondere, wenn Sie sich eher selten rasieren, sollten sie besser zu einem Folienrasierer greifen.

Der Fokus liegt hier darauf, wie sehr die Rotoren des Rotationsrasierers bzw. der Klingenblock des Folienrasierers die Haut schonen – und zwar bei verschiedenen Bartlängen, sowie mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Rasierbewegungen.

Viele Rasierer-Tests zeigen: Rotationsrasierer haben grundlegend große Probleme mit Hautreizungen, die in mehr oder minder schwerer Form stets auftreten. Eine verminderte Rasiergeschwindigkeit kann hier allerdings Abhilfe schaffen.

2.3. Verarbeitungsqualität und Haptik

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Rasierer mit Testsieger-Potential: Der Braun Series 7 7840s ist nicht nur exzellent verarbeitet, sondern überzeugt auch mit einem sehr soliden Klapp-Trimmer.

Sogut wie alle Rasierer in unserer Produkttabelle überzeugen durch eine gute bis sehr gute Verarbeitung und machen Nutzerberichten zufolge einen stabilen Eindruck – auch nach einigem Schütteln sowie tiefem Durchdrücken der Ein-/Ausschalter und anderer Tasten offenbaren sie keinerlei Schwächen.

Einigermaßen problematisch erscheinen hingegen die Detail-Trimmer bei einigen Modellen. Insbesondere der Remington XR1470 HyperFlex Aqua Pro sowie der Kissliss KLS7110 erweckt hier den Anschein, als ob die Metall-Federn des Ausklapp-Trimmers einer besonders liebevollen Behandlung bedürften, um Verschleiß entgegenzuwirken.

Bei der Haptik verhält es sich vom Prinzip her sehr ähnlich. Bei keinem Modell aus unserem Rasierer-Vergleich kommt es zu einem Total-Ausfall in der Bewertung; Unterschiede gibt es dennoch.

Positiv bewerten wir, wenn der Rasierer-Körper leicht, aber nicht zu geschwungen konstruiert wurde, so dass man ihn problemlos mit einer Hand umgreifen und beim Rasieren entsprechend leicht drehen und wenden kann.

2.4. Lade- und Akkulaufzeit: Die besten Rasierer laufen mehr als 2 bis 3 Stunden

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Und er surrt und surrt und surrt… der Rasierer-Akku des Braun Series 5 5030s (im Bild) hält mehr als 2 Stunden durch – Zeit genug für einen umfassenden Rasierer-Test.

Die von den Herstellern empfohlenen Angaben zur Mindestladezeit für die bestmögliche Ausreizung der Rasierer bei Normalbetrieb variiert stark: Während der durchschnittliche Rasierer circa 60 Minuten benötigt, kommt der Panasonic ES-RL21 mit 30 Minuten aus; der Philips Bodygroom Series 3000 2026/32 hingegen benötigt ganze 480 Minuten.

Insbesondere aber bei den Akkulaufzeiten der Geräte gibt es einige größere Überraschungen. Zunächst: Sämtliche Rasierer erreichen problemlos eine Akkulaufzeit von mehr als 60 Minuten. Viele Modelle schaffen darüber hinaus sogar Werte zwischen 70 und 90 Minuten (eine bis anderthalb Stunden); in der absoluten Spitzengruppe sind sogar Werte von 2 bis 3 Stunden möglich.

2.5. Vibrations- und Lautstärke: Von surrend leise bis unangenehm laut

Große Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen solle es auch bei der Lautstärke sowie der Vibrationsintensität geben.

Das typische Vibrationsgefühl ist bei einem Rasierer aus rein technischen Gründen nicht wegzudenken, allerdings kann es – gerade ab einer gewissen Intensität – beim Rasieren und vor allem beim feinfühligen Hantieren mit dem Trimmer durchaus irritieren und schnell unangenehm wirken.

Auch die Lautstärke der Modelle stellt einen nicht zu unterschätzenden Faktor dar – man denke nur an das Trimmen bzw. Rasieren in der Nähe der Ohren; schnell ist hier ein unangenehmer Pegel erreicht.

2.6. Trimmer, Haarschneider und Aufsätze

Ein Rasierer mit zusätzlichem Trimmer (oder Langhaarschneider) am Rasierapparat ist nicht nur praktisch zum Entfernen von längerem Barthaar (die Hauptklinge würde hierbei wahrscheinlich versagen), sondern auch zum Nachstutzen und Kreieren einer bestimmten Bartform.

Fast alle Rasierer verfügen zwar über einen solchen Detail-Trimmer, in der Qualität unterscheiden sie sich allerdings deutlich. Zur Veranschaulichung hilft ein Blick in die folgende Tabelle.

Trimmer-Typ Beschreibung
Standard-Trimmer (aufklappbar)

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Das Problem bei vielen Rasierern ist nicht prinzipiell, dass der Trimmer unscharf oder qualitativ ungenügend schneidet, sondern dass der Widerstand beim Entlangführen des Rasierers so groß ist, dass die wichtige, kleine Klinge versehentlich wieder eingeklappt wird. Dies ist glücklicherweise nur bei einigen wenigen Rasierern der Fall. Andere Modelle

Bei anderen Modellen sind die Klapp-Trimmer hingegen stabil genug konstruiert.

Schiebbarer Trimmer

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Die Designer der Braun-Rasierer haben gegen dieses Problem eine ganz spezielle Lösung gefunden: Der Trimmer wird hier bei einigen Modellen nicht einfach ausgeklappt, sondern auf der Rückseite elegant nach vorne über die Klinge geschoben.

Eine automatisch einrastende Blockaderiegelung verhindert beim Trimmen ein versehentliches Zurückschieben. Bei den übrigen Geräten funktioniert der traditionelle Klapp-Trimmer allerdings gut genug.

Aufsteckbarer Trimmer

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Bei einigen Rasierer ist es möglich, den Hauptklingen-Kopf zu entfernen und gegen einen Haarschneider-Kopf auszuwechseln. Durch zusätzlich mitgelieferte Kammaufsätze lässt sich der Bart problemlos auf unterschiedliche Längen stutzen.

2.7. Sonstiges: Von Akkubetrieb bis Wasserdichtigkeit

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Die Klingen der Rasierer sind üblicherweise abwaschbar.

Sämtliche Modelle sind laut Herstellerangaben nicht nur abwaschbar, sondern auch wasserdicht. Dieses gewichtige Extra hat allerdings auch eine Kehrseite: Damit es nicht versehentlich zu einem unerfreulichen (und mitunter gefährlichen) Kurzschluss kommt, haben die meisten Hersteller den Betrieb bei Netzanschluss der Geräte unterbunden.

Fast jeder Rasierer funktioniert im Akkubetrieb, aber zum Aufladen setzen die Hersteller entweder auf eine zusätzliche Ladebox, in der das Gerät sicher stehen kann oder verzichten zugunsten eines direkt verknüpfbaren Ladekabels. Das Netzkabel wiederum variiert je nach Modell in der Länge (von 135 bis 190 cm).

2.8. Zusatzfunktionen

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Der Braun Series 7 7840s wird mit einem stabilen Transport-Etui geliefert.

Schließlich weisen die Rasierer aus unserer Vergleichtstabelle eine ganze Bandbreite an interessanten Zusatzfunktionen auf, von denen einige sehr nützlich, andere hingegen eher hinderlich sind.

Während die obligatorische Reinigungsbürste mittlerweile zum Standard-Accessoire bei einem Rasierer gehört, mangelt es manchem Modell an einer Aufbewahrungs- bzw. Transporttasche.

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Der Remington HyperFlex Aqua Pro ist einer von wenigen Rasierer mit so genanntem Turbo-Boost – leider ist dieser nicht besonders elegant verbaut.

Das einzige Modell mit einer so genannten Turbo-Boost-Funktion (der Remington XR1470 HyperFlex Aqua Pro) ist nur auf dem ersten Blick hilfreich. Leider wurde diese Funktion (die das Gerät extra kräftig rotieren lässt) so ungünstig verbaut, dass sie eigentlich eher zum Nachteil wurde: Sie wird mit dem Ein-/Ausschalter aktiviert, was sich mit einem intuitiven Rasierapparat-Handling beißt. Will man das Gerät nach erfolgter Nutzung ausschalten und zur Seite legen, erschrickt man sich eher zwecks unbeabsichtigter Aktivierung des Boosts.

3. Pflege und Reinigungstipps

Ihren Rasierer richtig und regelmäßig zu reinigen sollte aus verschiedenen Gründen viel Priorität bei Ihnen genießen: Einerseits haben Sie auf diese Weise sehr viel länger Freude an Ihrem mitunter sehr teuren Bartschneider, andererseits sollten Sie auch hygienische Grundmaßnahmen nicht unterschätzen.

Ein verdreckter Scherkopf bzw. Klingenblock entwickelt sich schnell zur Bakterien-Brutstätte und dies in Kombination mit einem Rasurbrand kann schwerwiegende Infektionen zur Folge haben – und dies nicht nur mitten im Gesicht, sondern (je nach Anwendung) auch im Intimbereich.

3.1. Reinigung mit Wasser

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Achten Sie darauf, Ihren Rasierer trotz genereller Wasserdichtigkeit nicht länger als notwendig unter Wasser zu halten.

Achtung: Ziehen Sie unbedingt den Netzstecker bzw. das Stromkabel aus dem Rasierer, wenn Sie ihn reinigen, um einen elektrischen Schlag zu vermeiden.

  • Achten Sie beim Reinigen mit Wasser darauf, kein Salzwasser zu verwenden.
  • Halten Sie Ihren Rasierer grundlegend nicht länger als für die Reinigung notwendig unter Wasser.
  • Verwenden Sie ein mit Seifenwasser befeuchtetes Tuch.
  • Vermeiden Sie die Verwendung von Verdünner, Benzin und konzentrierten Alkohol. Nutzen Sie stattdessen spezielle Rasierlösungen aus der Drogerie.

3.2. Trockene Reinigung

Spätestens, wenn Sie sich nach wochenlanger Nutzung zu wundern beginnen, warum Ihr Rasierer plötzlich nicht mehr so gründlich schneidet wie noch vor einiger Zeit, liegt die Vermutung nahe, dass Ihr Barthaarauffangbehälter verstopft sein könnte. Für eine wirklich gründliche Rasierer-Reinigung sollten Sie nicht mehr als 3 bis 4 Wochen verstreichen lassen.

Noch bevor Sie also zur mitgelieferten Reinigungsbürste greifen, können Sie diesen ganz einfach entleeren – zumindest, wenn Sie am frühen Morgen unter Zeitmangel leiden. Sobald Sie allerdings mehr Zeit zur Verfügung haben, sollten Sie sich dem Innenleben Ihres Rasierers widmen. Im Folgenden haben wir einige wichtige Ratschläge zur trockenen Reinigung für Sie zusammengestellt:

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Zu jedem Rasierer liefert der Hersteller die passende Reinigungsbürste – nutzen Sie diese auch!

  • Betrachten Sie die Reinigungsbürste als essenziellen Bestandteil Ihres Rasierers, nicht nur als potenzielles Extra.
  • Gehen Sie behutsam bei der Entfernung des Scherenkops bzw. des Klingenblocks vor. Gerade kleine Bestandteile von Rotationsrasierern sind sehr fragil.
  • Der Klingenblock im Folienrasierer ist häufig sehr viel schärfer als Sie erwarten; dies sollte aber kein Grund sein, sich nicht an die Reinigung zu trauen.
  • Nutzen Sie einen Tropfen Öl zur Pflege des Scherkopfes (etwa 1 x pro Monat).

Tipp: Ähnlich dem Nassrasierer bedarf auch ein elektrischer Rasierer eines Wechsels der Klingen sowie der Scherfolie – um Verletzungen vorzubeugen, sollten Klingenblock und Scherfolie alle 20 bis 24 Monate ausgetauscht werden.

4. Fazit zum Rasierer-Vergleich von Vergleich.org

Gibt es einen Rasierer-Test der Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest führte letztmalig im Dezember 2013 einen Elektro-Rasierer-Test durch und erwies sich hier als äußerst kritischer Begutachter: Nur ein Modell schnitt letztlich mit einem Testergebnis „Sehr gut“ ab.

Überraschenderweise fallen viele der von uns verglichenen Rasierer durch eine gewisse Ambivalenz auf. Jene Modelle, die beim Rasier-Ergebnis am besten abschneiden, verlieren oft Punkte in den (weniger stark bewerteten) Kategorien Akku- und Ladezeit sowie Laut- und Vibrationsstärke.

Die Modelle, die dort hingegen punkten können (zumeist Rotationsrasierer mit weniger starken Motoren) sind entweder nicht besonders hautfreundlich oder können bei der Qualität der Rasur nicht überzeugen.

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5. Häufige Fragen zum Thema Rasierer und Rasur

5.1. Wie oft sollte ich Rasierer-Bestandteile wie das Scherblatt austauschen?

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Falls Ihnen beim Reinigen einmal Klingenblätter kaputt oder verloren gehen, können Sie diese beim Hersteller auch nachbestellen.

Allgemein sollte ein Austausch nicht nur vom Scherblatt (bzw. der Scherfolie), sondern auch vom Klingenblock alle 20 bis 24 Monate stattfinden. Bei vielen Herstellern können Sie diese Bestandteile ganz einfach auf deren Website nachbestellen.

5.2. Kann ich meinen Rasierer immer auch unter der Dusche verwenden?

Sämtliche Marken-Rasierer funktionieren mit Akkubetrieb, sind abwaschbar und zugleich komplett wasserdicht; all diese Geräte können Sie also auch problemlos unter der Dusche verwenden. Auf zwei Dinge sollten Sie dennoch achten:

  • Übertreiben Sie es nicht beim Bewässern des Geräts und achten Sie darauf, Ihren Rasierer nicht etwa in eine Wasserlache fallen zu lassen (bspw. weil sie beim Duschen einen Stöpsel verwendet haben).
  • Nutzen Sie Ihren Rasierer niemals bei Netzbetrieb unter laufendem Wasser, es droht ein Elektroschlag und damit ggf. sogar Lebensgefahr!

5.3. Welchen Rasierer nutze ich bei besonders empfindlicher Haut?

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Bei besonders empfindlicher Haut empfehlen wir Ihnen, auf einen Rotationsrasierer (wie hier im Bild) zu verzichten oder zumindest besonders vorsichtig zu agieren, bis sich Ihre Haut an die
Rotoren gewöhnt hat.

Grundlegend gilt: Bei besonders empfindlicher Haut sollten Sie lieber trocken statt nass rasieren. Zur Rasur eines Drei-Tage-Barts empfehlen wir Ihnen, lieber einen Folien- statt einen Rotationsrasierer zu verwenden.

Letztere eignen sich dafür eher bei täglicher Rasur, insbesondere, da durch die größere Fläche effizienter rasiert werden kann.

Die Modelle von Philips aus unserem Rasierer-Vergleich bilden dabei einen nicht zu unterschätzenden Kompromiss durch ihre austauschbaren Scherköpfe: Hier haben Sie die Wahl zwischen hautschonendem Trimmer und effizienten Rotationsblättern.

Tipp: Um Ihre Haut zusätzlich zu schonen, empfehlen wir Ihnen, vor der Rasur ein Pre-Shave-Mittel anzuwenden, das verstopften Poren vorbeugt und Unreinheiten verhindert.

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6. Hierauf sollten sie beim erfolgreichen Rasieren achten

6.1. Trocken oder nass rasieren?

Was viele nicht wissen: Zahlreiche Elektrorasierer-Modelle werden mittlerweile derart konstruiert, dass sie sich problemlos unter dem laufenden Wasserhahn abwaschen lassen, ohne beschädigt zu werden. Außerdem interessant ist die ewige Frage: Sollte ich besser trocken oder nass rasieren?

Um Ihnen die Wahl zu erleichtern, haben wir Ihnen im Folgenden die Vor- und Nachteile einer Trockenrasur gegenüber einer Nassrasur zusammengefasst:

  • Rasieren gelingt schnell und bequem
  • hautschonender
  • Gesicht muss nicht komplett trocken sein
  • besonders für Pickel oder unebene Haut geeignet
  • minimales Verletzungsrisiko
  • kein teures Wechseln der Klingen notwendig
  • keine Pflegeprodukte notwendig
  • mangelnde Genauig- bzw. Gründlichkeit (Barthaare werden „nur“ abgehobelt)
  • bei sehr starkem Bartwuchs ist Nassrasur effizienter
  • auf Strom zum Aufladen des Akkus angewiesen
  • teilweise sehr laute Motoren
  • teils unangenehme Vibration

Neben der Trocken- und der Nassrasur haben Sie auch noch die folgenden weiteren Möglichkeiten zur Entfernung Ihrer Haare: Beim eher schmerzhaften Epilieren (mit einem Epiliergerät oder auch mit Wachs) werden die Barthaare direkt der Haarwurzel entrissen. Dies verzögert das Nachwachsen um bis zu 6 Wochen. Beim Epilieren mit einem Laser wird die Haarwurzel gezielt am Wachsen gehindert. Zwar benötigen Sie hierfür mehrere Sitzungen, als Ergebnis erwarten Sie Monate oder gar Jahre komplett ohne Haarwachstum.

6.2. Generelle Tipps und Tricks

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Bei besonders dichtem oder dicken Haar sollten Sie vor der Rasur bzw. dem Trimmen mit einer Schere nachhelfen.

  • Bevor Sie Ihren Bart trimmen, sollten Sie ihn gut durchbürsten, um eventuelle Knoten zu lösen.
  • Scheuen Sie nicht davor zurück, ggf. mit einer Schere nachzuhelfen; dies kann vor allem bei besonders dickem und widerspenstigem Haar helfen.
  • Setzen Sie Ihren Rasierer nicht zu stark auf Ihre Haut auf – dies kann die Entstehung von Rasurbrand begünstigen.
  • Nutzen Sie bei der Trocken- wie auch der Nassrasur ein Feuchtigkeit spendendes Aftershave – insbesondere, falls Sie an übersensibler Haut leiden sollten.
  • Weichen Sie Ihr Gesicht vor der Rasur mit warmem Wasser auf – am besten während einer heißen Dusche.
  • Nach der Rasur sollten Sie das Gesicht mit kaltem Wasser abspülen, damit sich die Hautporen besser schließen können.

6.3. Tipps zur sicheren Intimrasur

Laut einer aktuellen Umfrage unter 20- bis 35-Jährigen rasieren sich nicht nur 97 % der Frauen und 75 % der Männer ihre Achselhaare, auch die Rasur im Intimbereich wird immer beliebter: 67 % der befragten Frauen und immerhin 50 % der Männer rasieren sich gar komplett zwischen den Beinen (Quelle: Neon Magazin, 2017). Umso wichtiger ist es also, genau zu wissen, was man tun sollte, um Hautrötungen, Rasurbrand und auch wirklich ernste Verletzungen zu vermeiden.

Wir empfehlen daher, die folgenden Punkte zu verinnerlichen:

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    Duschen Sie vor der Intimrasur heiß – durch das warme Wasser werden die Haare aufgeweicht, was das Rasieren erleichtert.

    Nehmen Sie sich Zeit und agieren Sie langsam und behutsam, denn die Haut im Schambereich ist besonders empfindlich und sehr kammauiel anfälliger für kleine Schnittverletzungen als bspw. jene auf der Brustoder gar im Gesicht.

  • Trimmen Sie Ihre Haare vorher mit einem Langhaarschneider bzw. einem Haarschneider mit Kammaufsatz. Auch eine Sicherheitsschere kann hier zum Einsatz kommen.
  • Duschen Sie heiß, um die gekürzten Haare vorher aufzuweichen – das erleichtert die Rasur. Falls nicht genug Zeit für eine Dusche ist, tut es auch ein Waschlappen, den Sie vorher unter warmes Wasser gehaltenhaben. Auf diese Weise werden nicht nur die Haare weicher, sondern auch das Haarbald bzw. die Haarfollikel (sozusagen die Produktionsstätte des Haars unter der Haut); die Rasur wird damit insgesamt komfortabler.

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    Der Philips Bodygroom ist durch seine drei Haarschneider-Aufsätze besonders für die Intimrasur geeignet.

  • Nutzen Sie Rasurcreme Rasierschaum bzw. Preshave, um nicht nur unsaubere Ergebnisse zu vermeiden, sondern auch Verletzungen. Wählen Sie hier möglichst eine mildere und weniger aggressive Variante als für IhreGesichtshaut. Wichtig ist auch: Shampoo oder Duschgel sind kein adäquater Ersatz!
  • Rasieren Sie in Strichrichtung, also normalerweise von oben nach unten. Das Ergebnis ist möglicherweise nicht gleich so glatt wie sie es von anderen Körperstellen gewohnt sind, allerdings ist diese Rasur auchdeutlich sicherer. Rasieren Sie erst gegen die Strichrichtung, wenn Sie genug Übung haben.
  • Spülen Sie den gesamten Intimbereich nach der Rasur gut ab und verzichten Sie unbedingt auf ein Aftershave oder andere mit Alkohol und Duftstoffen versehene Flüssigkeiten. Vergessen Sie nicht das Abtrocknenund kontrollieren Sie die rasierten Stellen ggf. auf kleine Verletzungen.

Für den Fall, dass Sie sich beim Rasieren trotz größter Vorsicht doch verletzten, empfehlen wir Ihnen zur Desinfektion das rezeptfreie Betaisodona-Wundgel. Tragen Sie es mehrmals täglich auf die entsprechende Stelle auf. Da das Mittel den Jodspiegel im Blut erhöhen kann, sollten Sie bei Schilddrüsenerkrankungen allerdings vorher einen Arzt befragen.

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Nutzen Sie nach der Intimrasur, wenn möglich, eine Waschlotion – auf diese Weise vermeiden Sie die Bildung von Keimen und Infektionen.

Um Probleme bei der Intimrasur zu vermeiden, haben wir noch folgende, allgemeine Tipps für Sie:

  • Führen Sie eine Intimrasur niemals auf trockener Haut durch.
  • Drücken Sie mit dem Rasierer niemals zu stark auf – denken Sie an die unterschiedliche Hautstärke.
  • Wählen Sie als Zeitpunkt für eine Intimrasur den Abend, damit Ihre Haut im Anschluss während der Nacht entspannen kann.
  • Falls verfügbar, empfiehlt sich nach der Intimrasur die Anwendung einer antibakteriellen Waschseife.
  • Drücken Sie nach der Rasur entstandene Pickel auf keinen Fall aus, da sich die Entzündung durch das Eindringen von Keimen noch verschlimmern kann.
  • Waschen Sie entzündete Stellen mindestens zwei Mal am Tag mit kaltem Wasser ab und verzichten Sie im Zweifel auf eng anliegende Unterwäsche.