Nicht in jeder Tablette, auf der steht, dass sie 25 mg Zink enthalte, sind auch wirklich 25 mg Zink in Reinform drin. Zink existiert kaum in Reinform, sondern ist meistens an organische oder anorganische Verbindungen geknüpft; z.B. als Zinkoxid oder Zinkchelat. Diese Verbindungen werden unterschiedlich gut vom Körper aufgenommen. Wenn Sie Zink kaufen, sollten Sie daher darauf achten, in welcher Form der Mineralstoff in Ihrem Nahrungsergänzungsmittel vorkommt.
Folgende Zinkverbindungen kommen am häufigsten vor; geordnet nach der Reihenfolge ihrer Wirksamkeit, von der am besten vom Körper resorbierbaren Verbindung zur am schlechtesten resorbierbaren:
- Zinkchelat
- Zinkhistidin
- Zinkgluconat
- Zinkcitrat
- Zinksulfat
- Zinkorotat
- Zinkoxid
Wie Sie unserem Zink-Ratgeber 2025 entnehmen können, kommen insbesondere Zinkchelat, Zinkgluconat oder Zinkhistidin in Nahrungsergänzungsmitteln vor, weshalb wir Ihnen diese drei Verbindungen auch etwas genauer erläutern wollen:
4.1. Zinkchelat
Wo kommt Zink in der Natur vor?
Zink ist vor allem in der Erdkruste enthalten. Der Mineralstoff wird von Tieren und Pflanzen aufgenommen, verwertet und wieder ausgeschieden. Deshalb gibt es im Boden, im Wasser und in der Luft eine natürliche Zink-Konzentration, wobei diese je nach Ort und Lage unterschiedlich hoch sein kann
Hierbei handelt es um ein an eine Aminosäure gebundenes Zink, was im Gegensatz zu anderen Zinkverbindungen als diejenige Zinkform gilt, die am besten vom Körper aufgenommen werden kann, da es an unterschiedlichen Stellen im Körper resorbiert werden kann. Zinkchelat findet man z.B. im Nahrungsergänzungsmittel des Herstellers Peak.
4.2. Zinkhistidin
Die Verbindung aus Zink und der Aminosäure Histidin hat eine sehr gute Bioverfügbarkeit im menschlichen Körper, was daran liegt, dass das körpereigene Histidin der natürliche Transportpartner von Zink ist. Zinkhistidin ist also die natürliche Form des Zinks in unserem Körper. Zum Vergleich: Bei der Einnahme von 15 mg Zink in Form von Zinkhistidin entsteht der gleiche Plasmaspiegel wie bei der Einnahme von 45 mg Zink als Zinksulfat.
Aufgrund der hohen Resorption von Zinkhistidin im Körper benötigt man nur geringe Mengen an Zinkhistidin, um die gewünschte Zinkzufuhr sicherzustellen. Zinkhistidin kann ohne nennenswerten Resorptionsverlust zu Mahlzeiten eingenommen werden. Der Hersteller STADAvita nutzt für sein Supplement Curazink die Zinkverbindung Zinkhistidin.
4.3. Zinkgluconat

Wir finden heraus, dass dieser Dr.-Kneißl-Zink-Komplex aus Österreich kommt.
Zink koppelt hierbei an ein Gluconat-Molekül. Diese Verbindung trifft man besonders häufig in Supplementprodukten an. Da es sich um eine organische Verbindung handelt, wird diese besser aufgenommen als bspw. Zinkoxid. Zinkgluconat ist z.B. Bestandteil der Supplemente der Hersteller NordFit, Vihado oder Zelltuning.
4.4. Zinkcitrat
Ebenfalls häufig in Nahrungsergänzungsmitteln anzutreffen ist das Zinkcitrat. Hierbei ist Zink an die körpereigene Substanz Citronensäure gebunden. Zinkcitrat wird sehr gut vom Körper aufgenommen. Supplemente mit Zinkcitrat gibt es bspw. von Abtei, Vitabay oder Vitasyg.
Übrigens: In Zinksalbe kommt die Zinkverbindung Zinkoxid vor. Zinksalben werden zur Behandlung von chronischen Hautausschlägen, Akne, Herpes, Verbrennungen und Flechten eingesetzt.

Diese Altapharma-Zink-Vitamin-C-Brausetabletten werden in einer typischen Verpackung für Brausetabletten angeboten, wie wir meinen.
Für Haare und Nägel sind Zink und Kupfer absolut notwendig. Nach der Schwangerschaft habe ich Zink mit sibirischen Herben eingenommen, da ist beides drin, genau in der richtigen Proportion. Und in organischer Form werden solche Mineralien immer besser aufgenommen. Ich hatte schon zwei Einnahmekursen, aber schon in der Mitte des ersten begannen die Haare aktiv zu wachsen.
Liebes Vergleich.org Team,
ist es richtig, dass ein Zusammenhang zwischen Eisenmangel und Zinkmangel besteht?
Viele Grüße aus Magdeburg
M. Schallmeier
Liebe Frau Schallmeier,
ja, das ist richtig. Wenn Sie besonders viel Eisen mit der Nahrung aufnehmen, wird die Zinkaufnahme gehemmt. Der Grund hierfür ist, dass Eisen und Zink Konkurrenten beim Transport in die Zellen sind. Gefährlich ist das insbesondere für Säuglinge und Kinder, da diese alle Spurenelemente benötigen, um sich richtig zu entwickeln.
Viel Erfolg bei Ihrer ausgewogenen Ernährung!
Ihr Vergleich.org Team