Das Wichtigste in Kürze
  • Bei Vitaminpräparaten zur Nahrungsergänzung gilt: Qualität vor Quantität. Ein hoher Vitamin-C-Anteil bedeutet zwangsläufig nicht, dass das Produkt besser für Ihren Körper ist. Überschüssiges Vitamin C kann vom Körper nicht aufgenommen werden und wird wieder ausgespült.
  • Die empfohlene Tagesdosis an Vitamin C beträgt für Frauen ab 19 Jahren 95 mg und Männer 110 mg. Raucher und Menschen mit einem erhöhten Bedarf, wie beispielsweise Stillende oder Schwangere, sollten 150 mg bis 200 mg einnehmen.
  • Die Qualität lässt sich durch Gütesiegel bestimmten: Bio-Produkte sind besonders gut verträglich. GMP und HACCP sind zwei weitere Prüfsiegel, die eine unabhängige Laborprüfung der Produkte zertifizieren.

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Ist Ascorbinsäure das Gleiche wie Vitamin C?

Vitamin C fällt oft in Verbindung mit der Bezeichnung Ascorbinsäure.

Tatsächlich ist Ascorbinsäure der chemische Name für Vitamin C und die Grundlage der meisten Nahrungsergänzungsmittel.

Es wird im Labor hergestellt und ist ein farb- und geruchloser Kristall, der säuerlich schmeckt und wasserlöslich ist.

Dass Vitamine lebensnotwendig sind, verrät der Namen schon: Vita ist lateinisch und bedeutet Leben.

Von A bis E gibt es viele unterschiedliche Vitamine, die verschiedene Funktionen im Körper übernehmen.

Eines der wichtigsten Vitamine ist das C-Vitamin. Dieser Stoff kann vom menschlichen Körper nicht selbst gebildet werden.

Pures Vitamin C sollte deswegen am besten über die tägliche Nahrung aufgenommen werden.

Zu den Obstsorten, die besonders reich an natürlichem Vitamin C sind, zählen zum Beispiel Sanddornbeeren, Acerolabeeren, Hagebutten sowie Zitrusfrüchte und Schwarze Johannisbeeren.

Aber auch in Gemüse steckt viel Vitamin C. Bereits mit einer halben roten Paprika und einem Glas frisch gepressten Orangensaft haben Sie die empfohlene Verzehrmenge an Vitamin C für einen Tag abgedeckt.

Fehlt die Zeit für die Zufuhr von genügend Vitamin C auf dem natürlichen Weg, können Nahrungsergänzungsmitteln der Gesundheit auf die Sprünge helfen.

Vitamin C bietet folgende Eigenschaften:

fängt freie Radikale ab (Antioxidationsmittel)vitamin-c-icon

gegen Ermüdungsgefühl und Schlappheit

stärkt das Immun- und Nervensystem

schützt die Zellen

ist an der Kollagenbildung beteiligt: für gesunde Knochen, Knorpel, Blutgefäße sowie für Haut, Zahnfleisch und Zähne

erhöht die Aufnahme von Eisen

In unserem Vitamin-C-Vergleich 2020 haben wir von Vergleich.org die Inhaltsstofflisten verschiedener Hersteller und Marken von Nahrungsergänzungsmitteln mit Vitamin C miteinander verglichen. Wir verraten Ihnen außerdem, welche Darreichungsformen es gibt – und welche am besten zu Ihnen passt.

1. Ist natürliches Vitamin C verträglicher, Ascorbinsäure hingegen besonders hochdosiert?

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Vitamin-C-Tabletten oder -Kapseln werden entweder auf der Grundlage von natürlichen Vitamin-C-Quellen oder aus synthetisch hergestellter Ascorbinsäure hergestellt.

Reine Ascorbinsäure stammt aus dem Labor und ist kein komplettes Vitamin. Genau genommen ist es nur die äußere Schicht eines vollständigen Vitamin-C-Komplexes. Heutzutage befindet sich Ascorbinsäure in vielen Lebensmitteln wieder und fungiert dort als Konservierungsmittel.

Natürliches Vitamin C hingegen wird aus den Extrakten verschiedener Obst- und Gemüsesorten gewonnen. Bei der Herstellung werden am häufigsten Acerola-Kirschen, Hagebutten und die Camu-Camu-Früchte benutzt.

Zu den ergiebigsten natürlichen Vitamin-C-Quellen zählen:

  • Camu-Camu-Fruchtvitamin-c-icon
  • Hagebutte
  • Acerola-Kirsche
  • Schwarze Johannisbeere
  • Sanddorn
  • Kiwi
  • Petersilie
  • Paprika
  • Fenchel

Die Vor- und Nachteile von natürlichen Vitamin-C-Quellen als Grundlage von Vitamin-C-Präparaten im Gegensatz zu synthetischen Vitamin C erfahren Sie hier:

  • natürliches Vitamin C besteht aus dem vollen Vitamin-C-Komplex, während Ascorbinsäure nur die äußerste Schicht besitzt
  • besonders verträglich für den Körper
  • kommen oft ohne künstliche Zusatzstoffe aus
  • Nachhaltigkeit und Umwelt: aufwändige Gewinnung von exotischen Früchten mit langen Transportwegen
  • der Vitamin-C-Anteil in natürlichen Quellen ist deutlich geringer als bei der synthetisch hergestellten Ascorbinsäure

Bitte beachten Sie, dass Nahrungsergänzungsmittel eine ausgewogene Ernährung unterstützen soll. Es ist keineswegs als Ersatz für vielseitige und vitaminreiche Mahlzeiten gedacht.

2. Eignen sich Vitamin-C-Kapseln für unterwegs und Pulver zum Unterrühren?

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Wenn Sie Vitamin C kaufen möchten, kommt es nicht nur auf die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe an, sondern auch darauf, wie die Präparate eingenommen werden.

Für Menschen mit Schluckbeschwerden bietet sich Vitamin-C-Pulver an. Das Pulver kann ganz einfach in Speisen oder Getränke untergerührt werden, ist oft geschmackslos und löst sich zudem schnell auf.

Kapseln hingegen sind aufgrund der Hüllen nicht immer etwas für Vegetarier und Veganer – dafür aber besonders praktisch für unterwegs. Mit einem großen Schluck Wasser können die geschmacks- und geruchlosen Präparate heruntergeschluckt werden.

Wasserlösliche Vitamin-C-Brausetabletten sind oft mit Aromastoffen und Zucker versetzt, damit die aufgelöste Tablette im Wasser angenehm schmeckt. Andere Zusatzstoffe, wie Bindemittel und Füllstoffe, kommen auch vermehrt in hart gepressten Tabletten vor.

In der folgenden Tabelle hat Vergleich.org die gängigsten Darreichungsformen in den Kategorien Einnahme, Wirkungsdauer und Zusätze miteinander verglichen. Sie erfahren auch, welche Vorteile jede Darreichungs-Art von Vitamin C für Sie hat:

Darreichungs-Typ Eigenschaften
Vitamin-C-Tabletten

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  • Einnahme: entweder unzerkaut mit viel Wasser oder in Wasser gelöst zum Trinken
  • Wirkungsdauer: kann bis zu 30 Minuten dauer

+ Vorteil: haben oft einen angenehmen Geschmack

- Zusätze: können Füllstoffe, Zucker, Aromastoffe und Bindemittel enthalten

Vitamin-C-Kapseln

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  • Einnahme: unzerkaut mit viel Wasser herunterschlucken
  • Wirkungsdauer: kann bis zu 30 Minuten dauern

+ Vorteil: geschmacks- und geruchsneutral, gut für unterwegs
- Zusätze: Kapselhülle kann aus Gelatine hergestellt sein und ist somit nicht immer für Veganer und Vegetarier geeignet; kann Trennmittel enthalten

Vitamin-C-Pulver

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  • Einnahme: verdünnt in Flüssigkeit zum Trinken, als Zusatz im Joghurt und Süßspeisen oder Getränken
  • Wirkungsdauer: zieht direkt in den Blutkreislauf ein

+ Vorteil: einfach einzunehmen, besonders günstig
- Zusätze: kann Trennmittel enthalten

3. Vergleich.org rät: Lässt sich Qualität durch Güte- und Prüfsiegel erkennen?

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Um entscheiden zu können, was das beste Vitamin C für Sie ist, sollten Sie auch einen Blick auf die Siegel und Zertifizierungen der Produkte werfen. Prüfsiegel sind nur dann sinnvoll, wenn diese von unabhängigen Institutionen vergeben werden.

Folgende Gütesiegel gibt es, die Qualität bei den Inhaltsstoffen von Vitamin-C-Präparaten nachweisen:

  1. Mit dem Bio-Siegel werden Produkte gekennzeichnet, die ausschließlich Zutaten aus der ökologischen Landwirtschaft beinhalten. Es ist ein staatliches Gütesiegel, das bestimmte Kriterien beim Anbau von Nahrungsmitteln voraussetzt.vitamin-c-icon
  2. GMP steht für Good Manufactoring Practice (auf Deutsch: gute Herstellungspraxis) und bezieht sich vor allem auf Arzneimittel- und Nahrungsergänzungsmittelbestimmungen. Um das Siegel zu bekommen, wird die Qualität von Herstellung, Verarbeitung und Verpackung geprüft und bewertet.
  3. Die international anerkannte HACCP-Kennzeichnung steht für Qualitätsmanagement bei der Herstellung von Produkten mit Lebensmitteln. Dafür wurden einige Kontrollpunkte eingeführt, die den Herstellungsprozess auf Aspekte, wie beispielsweise Hygiene, kontrollieren.
  4. ISO-9001 ist ein internationales Qualitätssiegel, das auf die Optimierung von Unternehmensleistungen gepolt ist. Das Siegel zielt somit eher auf den Herstellungsprozess ab als auf die Prüfung der Inhaltsstoffe. Das Siegel steht für mehr Transparenz für Verbraucher.

Auch die Stiftung Warentest hat mithilfe von Vitamin-C-Tests die Qualität verschiedener Produkte überprüft. Das Verbraucherinstitut hat sich mit Vitamin-Präparaten im Allgemeinen und mit Vitamin C im Speziellen auseinandergesetzt und die Ergebnisse in einem umfassenden Testbericht (09/2017) veröffentlicht.

Als allgemeingültiges Ergebnis hält die Stiftung Warentest fest: Viele Vitamin-Präparate sind hochdosiert bis überdosiert. Das bedeutet, dass Vitamin-Präparate oft die bis zu fünffache Menge an einem Vitamin enthalten, als von Gesundheitsbehörden als empfohlene Tagesdosis festgesetzt wurde. Hinsichtlich Vitamin-C-Tests der Stiftung Warentest bedeutet das, dass ein Präparat mit bis zu 600 mg hochdosiert ist. Vitamin C mit 1.000 mg zählt als überdosiert.

Die Vitamin-C-Tests der Stiftung Warentest zeigen zwar auch, dass eine Vitamin-C-Überdosis schwer zu erreichen ist, da überschüssiges Vitamin C mit dem Urin wieder ausgeschieden wird, dass es aber bei einer regelmäßigen Einnahme von zu großen Mengen (über 5 Gramm pro Tag) über einen Zeitraum von mehreren Wochen hinweg zu Magenverstimmungen und Verdauungsproblemen kommen kann.

Auch Nierensteine sind ernstzunehmende Nebenwirkungen, die durch eine überdosierte Vitamin-C-Einnahme über mehrere Monate hinweg eintreten können.

Einen Vitamin-C-Testsieger der Stiftung Warentest gibt es nicht. Alle von ihr geprüften Produkte zählen mit mindestens 300 mg Vitamin C zu hochdosierten Produkten.

Mehr ist nicht zwingend besser: Die Stiftung Warentest hat verschiedene Vitamin-Präparate überprüft mit einem einschlägigen Ergebnis. Einige Produkte liefern deutlich mehr Vitamine, als der Körper aufnehmen kann. Die empfohlene Tagesdosis wird dabei oft um ein Vielfaches überschritten. Über einen kurzen Zeitraum ist die Einnahme von hochdosierten Produkten nicht schädlich für den Körper – erst bei einer regelmäßigen Überdosierung über Monate hinweg, können ernstzunehmende Nebenwirkungen entstehen.

4. Fragen und Antworten rund um das Thema Vitamin C finden Sie hier

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Unsere Kaufberatung lässt noch Fragen für Sie offen? Vielleicht finden Sie Ihre Antworten darauf hier, in den FAQs zu Vitamin C.

4.1. Ist Vitamin C auch was für Kinder?

Auch für Kinder ist Vitamin C essentiell. Grundsätzlich sollte der Vitamin-Haushalt von Kindern über natürliche Energie-Quellen gefüllt werden. Eine gesunde Ernährung auf der Basis von Lebensmitteln, die reich an Vitamin C sind, ist hier das A und O. Dazu zählen beispielsweise Zitrusfrüchte, Paprikas und Brokkoli.

Zur Unterstützung des Immunsystems, vor allem an kälteren Wintertagen, können Säuglinge, Kinder und Jugendliche laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung täglich folgende Vitamin-C-Anteile zu sich nehmen:

  • 0 bis 4 Jahre: 20 mg pro Tag
  • 4 bis unter 7 Jahre: 30 mg pro Tag
  • 7 bis unter 10 Jahre: 45 mg pro Tag
  • 10 bis unter 13 Jahre: 65 mg pro Tag
  • 13 bis unter 15 Jahre: 85 mg pro Tag
  • 15 bis unter 19 Jahre: 90 bis 105 mg pro Tag

Besonders bei Säuglingen und Kleinkinder raten wir Ihnen bei einem Vitamin-C-Mangel-Verdacht einen Arzt aufzusuchen. Heutzutage können über umfassende Blutbilder Vitaminmängel bestimmt werden und eine gezielte Behandlung besprochen werden.

4.2. Vitamin-C-Überdosis: Kann man zu viel Vitamin-C einnehmen?

Eine Vitamin-C-Überdosis ist grundsätzlich eher unwahrscheinlich. Der Grund dafür ist, dass Vitamin C wasserlöslich ist und so ein Überschuss des Vitamins beim nächsten Toilettengang im Urin wieder herausgespült wird.

Trotzdem gibt es mögliche Nebenwirkungen, die bei einer überdosierten Einnahme (mehr als 5 Gramm pro Tag) über einen Zeitraum von mehreren Tagen hinweg eintreten können. Dazu zählen neben Magenverstimmungen mit Durchfall oder Verstopfungen und Nierensteine.

Beachten Sie deswegen unbedingt die Packungsbeilage und Dosierempfehlungen der Hersteller. Mehr als 5 Gramm Vitamin-C pro Tag sollten Sie keinesfalls einnehmen.

4.3. So erkennen Sie einen Vitamin-C-Mangel

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Ein Vitamin-C-Mangel kann negative Auswirkungen auf Ihren Körper haben. Erkennen können Sie einen solchen Vitamin-C-Mangel anhand folgender Symptome:

  • trockene, raue und schuppige Hautvitamin-c-icon
  • Gliederschmerzen
  • erhöhte Krankheits- und Infektanfälligkeit
  • verzögerte Wundheilung

Wenn Sie eine Gewissheit hinsichtlich möglicher Vitamin- und Nährstoffmängel in Ihrem Organismus haben möchten, sollten Sie sich ein Blutbild bei einem Arzt erstellen lassen.

4.4. Welche Vitamine sind neben Vitamin C noch wichtig zur Nahrungsergänzung?

Neben Vitamin C benötigt der Körper noch andere Vitamine, um lebenswichtige Funktionen im Organismus aufrechtzuerhalten. Denn: Vitamine können nicht bedarfsdeckend allein vom Stoffwechsel synthetisiert werden. Deswegen müssen auch andere Vitamine durch Nahrung und Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.

Diese Vitamine sind wichtig für Ihren Körper:

4.5. Gibt es auch Vitamin-C-Tropfen?

Ja, es gibt Vitamin-C-Tropfen – und Seren, die für die äußere Anwendung gedacht sind. Ein Vitamin-C-Serum für die Gesichtspflege ist häufig mit weiteren Vitaminen (zum Beispiel Vitamin E) sowie mit Jojoba-Öl, Aloe vera und Hyaluronsäure versetzt.

Bei einer regelmäßigen Anwendung versprechen Hersteller, dass sich das Hautbild verjüngt und gleichzeitig gepflegter aussieht.

4.6. Gibt es günstige Vitamin-C-Tabletten auch bei Lidl und Aldi?

Mittlerweile haben Drogeriemärkte, wie beispielsweise Rossmann und dm, eine große Auswahl an Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln. Dort findet man Produkte aller Preiskategorien von verschiedenen Marken.

Prinzipiell macht es keinen Unterschied in der Qualität der Produkte, ob Sie Vitamin-C-Tabletten aus der Apotheke oder aus dem Drogeriemarkt kaufen. Wichtig ist immer, die Inhaltsstoffe zu überprüfen und auf Prüfsiegel zu achten.

In unserer Vergleichstabelle finden Sie die wichtigsten Hersteller transparent und auf einen Blick. Dort finden Sie bestimmt die idealen Vitamin-C-Präparate für Ihre Bedürfnisse – und Ihren Geldbeutel.