Das Wichtigste in Kürze
  • Jeder erwachsene Mensch benötigt täglich bis zu 10 mg Zink, um eine ausreichende und gesunde Versorgung mit dem Spurenelement zu gewährleisten. Zink kann nicht gebildet werden und muss daher über Lebensmittel zugeführt werden.
  • Gesunde Zinklieferanten sind in erster Linie Fleisch, Hülsenfrüchte, Getreide, Milchprodukte und Austern. Wer jedoch auf Fleisch, Fisch und Co. verzichtet, begünstigt jedoch unter Umständen einen Zinkmangel.
  • Ein erhöhter Bedarf an Zink besteht während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit. Auch Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts oder Krebs machen eine vermehrte Aufnahme von Zink nötig. Beachten Sie jedoch die Dosierempfehlungen des Herstellers. Ein Überschuss an Zink führt zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Fieber.

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Nichts ist wichtiger als die eigene Gesundheit. Egal, ob eine vermehrte Anfälligkeit für Erkältungen, Hauterkrankungen wie Akne und Neurodermitis oder ein gestörter Stoffwechsel: Jede Erkrankung belastet sowohl körperlich als auch seelisch.

arztUm nach Möglichkeit gesund zu bleiben und das Immunsystem zu stärken, greifen laut einer Erhebung des IfdD Allensbach fast sieben Millionen Deutsche regelmäßig zu rezeptfreien Mitteln, die die körpereigene Abwehr stärken.

Ein Supplement, das sich besonders positiv auf das Immunsystem auswirken kann, ist Zink. Doch wann und für wen lohnt sich die Einnahme des Nahrungsergänzungsmittels wirklich und welche Nebenwirkungen kann Zink auslösen? Diese und weitere Fragen beantworten wir Ihnen in unserem Zinktabletten-Vergleich 2020.

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Stumpfes Haar, ständig erkältet und raue Haut? Vielleicht sollten Sie Ihren Arzt auf einen versteckten Zinkmangel ansprechen.

1. Zinktabletten-Vergleich 2020: Kann ein Zinkmangel krank machen?

Jeder Mensch benötigt eine tägliche Portion Zink, um u. a. sein Immunsystem zu regulieren, eine reibungslose Wundheilung zu gewährleisten sowie den Hormonhaushalt auszugleichen. Daher ist eine ständige Zink-Zufuhr essenziell.

Um diese zu gewährleisten, können Sie ausreichend Zink über Lebensmittel aufnehmen. Doch unter bestimmten Umständen reicht die Ernährung nicht aus, um den Bedarf an Zink zu decken.

Dazu gehören:

  • Schwangerschaft & Stillzeit
  • Krebs- und Magen-Darm-Erkrankungen
  • Alkoholismus & starkes Rauchen
  • Leberkrankheiten & Aufnahmestörungen
  • Diabetes
  • einseitige Ernährung, Veganer & Vegetarier

Doch nicht jeder dieser Faktoren führt automatisch zu einem Zinkmangel. Es gibt jedoch Symptome, die auf eine mögliche Mangelerscheinung hindeuten. Besonders deutlich wird Zinkmangel auf Haut, Haaren und Nägeln deutlich.

Trockene Haut, brüchiges Haar, fleckige Nägel und eine verzögerte Wundheilung sind mitunter erste Anzeichen für ein Fehlen von Zink.

Zusätzlich kann eine Hormonstörung auftreten, die sich vor allem in einer verminderten Libido und Fruchtbarkeit widerspiegelt.

Auch Wahrnehmungsstörungen können ein Indikator sein. Achten Sie zudem auf Ihre allgemeine Verfassung.

Wenn Sie sich häufig krank, matt und abgeschlagen fühlen, kann die Ursache in einer Unterversorgung mit Zink zu finden sein.

arztDiese körperlichen Erscheinungen können auf die Diagnose Zinkmangel hindeuten, müssen es allerdings nicht. Bevor Sie präventiv auf eine Eigenmedikation mit Zink setzen, raten wir Ihnen dringend zu einer ärztlichen Untersuchung, um ernste Erkrankungen auszuschließen.

Eine grundlose Einnahme hochdosierter Nahrungsergänzungsmittel kann sich zudem negativ auf Ihre Gesundheit auswirken.

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Bevor Sie auf ein Zinkpräparat zurückgreifen, sollten Sie ganz genau auf den enthaltenen Wirkstoff achten. Besonders wirksam ist Zink-Bisglycinat.

2. Wirkstoff & Bioverfügbarkeit: Wird Zink-Bisglycinat gut aufgenommen?

Bevor Sie sich für Zinktabletten oder Zink-Kapseln einer Marke entscheiden, sollten Sie auf den zugesetzten Wirkstoff achten. Zink ist nicht gleich Zink.

Das Spurenelement kann in verschiedenen organischen Komplexen und Verbindungen vorkommen, die sich hinsichtlich ihrer Bioverfügbarkeit (Aufnahme im Körper) unterscheiden.

Folgende Typen stehen Ihnen zur Auswahl:

  • Zinkoxid: eher für Salben genutzt; besitzt eine Bioverfügbarkeit von ca. 50 Prozent
  • Zinkgluconat: findet häufig Verwendung; besitzt eine Bioverfügbarkeit von ca. 60,9 Prozent
  • Zinkcitrat: findet relativ häufig Verwendung; besitzt eine Bioverfügbarkeit von ca. 61,3 Prozent
  • Zink-Bisglycinat: ein Zinkchelat wie Zinkhistidin; an Aminosäuren gekoppelt und daher besonders wirksam; besitzt eine 43 Prozent höhere Bioverfügbarkeit als Zinkgluconat

Egal, für welche Kategorie Sie sich entscheiden, achten Sie zwingend auf die vom Hersteller empfohlene Dosis, um eine Zink-Überdosierung zu vermeiden.

dosierung

3. Dosierung: Wie hoch sind die meisten Präparate dosiert?

Der Tagesbedarf an Zink liegt laut DGE (Deutsche Gesellschaft für gesunde Ernährung e.V.) bei einem gesunden Mann bei 10 mg und bei einer gesunden Frau bei 7 mg. Sowohl in der Schwangerschaft als auch in der Stillzeit erhöht sich der Bedarf leicht und liegt bei bis zu 11 mg Zink.

Zinktabletten-Tests wie in der Ausgabe 09/2002 der Stiftung Warentest zeigen allerdings, dass die meisten Nahrungsergänzungen deutlich überdosiert sind.

Sie eignen sich daher nicht zwingend für den Dauergebrauch, obwohl die tägliche Aufnahme von bis zu 25 mg Zink pro Tag zumeist als gesundheitlich unbedenklich gilt.

kapselWenn Sie die Vermutung haben, unter einem Zinkmangel zu leiden, raten wir Ihnen zu einem Bluttest bei Ihrem Arzt, um eine eindeutige Diagnose zu erhalten. Daraus resultierend kann eine exakte und vertretbare Dosierung der besten Zinktabletten für Ihre Bedürfnisse ermittelt werden.

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4. Zusätze & Allergene: Verzichten Sie auf Magnesiumstearat

Unabhängig davon, ob Sie günstige Zinktabletten kaufen oder sich für ein teures Präparat entscheiden, achten Sie in jedem Fall auf die Inhaltsstoffe. Viele Produkte enthalten ausschließlich Zinkgluconat, Zinkcitrat oder Komplexe wie Zinkhistidin. Letzteres ist eine Verbindung aus Zink und Histidin, einer Aminosäure, die die Bioverfügbarkeit erhöht.

Weitere Zusätze können Vitamine, Spurenelemente oder Mineralstoffe wie Vitamin C, Kupfer oder Calcium sein. Welche positiven Nebeneffekte diese Zusätze mitbringen, zeigt Ihnen die folgende Tabelle:

Zusatz-Art Kaufberatung
Vitamin C
  • natürlicher Radikalfänger

+ unterstützt den Energiestoffwechsel

+ erhöht die Kollagenproduktion

+ unterstützt Eisen-Aufnahme

- zusätzliches Vitamin C schützt nicht zwingend präventiv

Kupfer
  • natürlicher Radikalfänger

+ unterstützt die Bildung roter Blutkörperchen

- Zink-Einnahme reduziert oftmals Kupferwerte

Calcium
  • essenziell für Zähne und Knochen

+ unterstützt Muskelfunktionen

+ begünstigt Zink-Aufnahme

Abgesehen von komplexen Wirkstoffen enthalten einige Produkte verschiedener Marken bestimmte Füllstoffe oder Zusätze, die unter Umständen als Allergene wirken können. Letzteres ist vor allem für Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz und Zöliakie entscheidend.

magnesiumstearateGenerell empfehlen wir Ihnen zudem, auf das Trennmittel Magnesiumstearat zu verzichten. Dieses Salz aus der Stearinsäure steht in Verdacht, gesundheitsschädigend und allergieauslösend zu wirken. Setzen Sie daher bevorzugt auf Nahrungsergänzungsmittel, Kapseln und Tabletten, die diesen Stoff vermeiden.

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5. Zink-Wirkung: Welche Nebenwirkungen können auftreten

Gängige Zinktabletten-Tests zeigen, dass die Gründe für die Einnahme sehr vielseitig sein können. Doch egal, ob Sie ein Zink-Supplement gegen Haarausfall und Pickel oder Zinktabletten gegen Herpes oder Durchfall nehmen: Die richtige Dosis ist das A und O.

Während Sie allein durch die Ernährung keine Sorge vor einer Überdosis zu haben brauchen, ist zu viel an Zink durch Präparate durchaus eine Option. Dafür müssen langfristig ca. 200 mg Zink eingenommen werden.

Folgende Symptome einer Zink-Überdosierung können auftreten:

  • Kopfschmerzen
  • Erbrechen
  • metallischer Geschmack auf der Zunge

Unabhängig einer Vergiftung kann die Einnahme von Zinkmangel-Präparaten Symptome hervorrufen. Wenn Sie nach der Einnahme Magenschmerzen oder Durchfall feststellen, reagieren Sie unter Umständen empfindlich auf den Wirkstoff.

Versuchen Sie dann Zink allein durch die Nahrung zu konsumieren oder Präparate zusammen mit Ihren Mahlzeiten und nicht auf nüchternen Magen einzunehmen. Sollten Sie keine Verbesserung feststellen, raten wir Ihnen zu einem Arztbesuch.

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6. FAQs zum Thema Zinktabletten

6.1. Wann und wie sollte man Zinktabletten einnehmen?

Generell wird empfohlen, Zink-Präparate ca. 30 Minuten vor den Mahlzeiten zu konsumieren. Sie unterstützen die Aufnahme Ihres persönlichen Zinktabletten-Testsiegers zusätzlich, wenn Sie Ihre Tagesdosis morgens auf nüchternen Magen zusammen mit einem Glas Wasser einnehmen.

arztAchten Sie zudem darauf, Zink nicht in Verbindung mit Tee zu schlucken. Tee-Sorten, die viele Gerbstoffe besitzen, mindern die Aufnahme des Spurenelements deutlich. Gleiches gilt für Antibiotika. Während das Antibiotikum die Bioverfügbarkeit von Zink minimiert, hemmt letzteres die Aufnahme des Medikaments.

Wenn Sie regelmäßig verordnete Medikamente einnehmen, raten wir Ihnen zu einem Gespräch mit Ihrem Arzt, um etwaige Kreuzreaktionen auszuschließen.

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6.2. Zink-Einnahme: Wie lange kann man Zink einnehmen?

Zink für Kinder?

Wenn Sie eine ausgeprägte Anfälligkeit für Infekte oder Hautveränderungen bei Ihrem Kind feststellen, kann unter Umständen ein Zinkmangel vorliegen. Klären Sie diese Option jedoch dringend durch einen Arzt ab. Nahrungsergänzungen sind für Kinder ungeeignet und viel zu hoch dosiert. Sollte Ihr Kind ein Zinkpräparat benötigen, gibt es spezielle Medikamente, die auf kindliche Bedürfnisse angepasst sind.

Normalerweise kann Zink in ausreichender Menge über die Nahrung aufgenommen werden.

Besonders Schalentiere wie Austern, rotes Fleisch, Milchprodukte und Getreide gelten als gute Zinklieferanten.

Leiden Sie jedoch unter Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts oder leben als Vegetarier oder Veganer, kann die Aufnahme über Nahrungsmittel mitunter nicht ausreichen.

Hier können Nahrungsergänzungsmittel wie Zinktabletten, Zink-Kapseln, Pulver oder auch Brausetabletten langfristig unterstützend einem Zinkmangel vorbeugen.

Entscheidend ist jedoch die Dosis. Ob Sie unter einem tatsächlichen Zinkmangel leiden, kann ein Arzt mit einer Blutuntersuchung feststellen.

zinkkapselUm dieses Defizit auszugleichen, können hochdosierte Zinkpräparate über mehrere Wochen eingenommen werden. Im Schnitt enthalten derartige Präparate bis zu 30 mg Zink.

Von einer dauerhaften Einnahme hochdosierter Zinkpräparate sollten Sie jedoch absehen. Das Spurenelement reduziert die Aufnahme von Kalzium, Mangan, Kupfer und Eisen, was letztlich zu anderen negativen Begleiterscheinungen führen und Ihrer Gesundheit schaden kann. Eine Substitution mit Dosen von bis zu 10 mg gilt jedoch in der Regel als unbedenklich.