Das Wichtigste in Kürze
  • Wir testeten Woks aus verschiedensten Materialien: Während Edelstahl in der Regel schnell anbrennt, aber gut für große Hitze geeignet ist, speichern Woks aus Gusseisen Wärme am besten, erhitzen aber langsamer und sind oft sehr schwer.
  • Es gibt Wokpfannen mit einem oder gleich mit zwei Griffen – zumeist aus Metall, manchmal auch aus Kunststoff. Bei manchen Modellen erhitzen diese unverhältnismäßig stark.
  • Achten Sie beim Kauf neben einer gleichmäßigen Wärmeverteilung und möglichst kurzen Aufheizzeit vor allem auf die Beschichtung, um eine zeitaufwendige Reinigung zu vermeiden.

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Der Begriff „Wok“ stammt aus dem Chinesischen und tatsächlich assoziieren die meisten Hobby-Köche mit der Wok-Pfanne das Zubereiten von fernöstlichem, also zumeist asiatischem Gemüse. Laut einer Umfrage des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) steht die chinesische Küche mit 53 % auf Platz 3 der beliebtesten internationalen Speisearten (nur knapp hinter der griechischen Küche mit 56 %, aber weit vor der spanischen, die mit 37 % auf Platz 4 folgt – Italienisch führt dabei mit 76 %).

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Getestet mit Gemüse und Tofu: Der C90819 Keramik-Wok von Tefal. Der rote Kreis im Zentrum signalisiert die Kompatibilität mit einem Induktionsherd.

Längst ist für viele das Anbraten, Dünsten, Schmoren und Räuchern von Tofu, Sojasprossen, Ingwer, Pilzen, Frühlingszwiebeln usw. in der eigenen Wokpfanne nicht mehr wegzudenken – tatsächlich gelingt all dies mit diesem speziellen Kochutensil besonders gut und effizient.

In unserem großen Wok-Test 2020 haben wir uns die beliebtesten und besten Woks, die derzeit verfügbar sind, genau für Sie angesehen und verraten Ihnen in unserer Kaufberatung u.a., worauf es bei der Wahl des richtigen Materials ankommt und zudem auch, welche Rezepte Sie nicht unversucht lassen sollten.

1. Wok-Test 2020 – Fazit: Edelstahl für die Profis, Keramik für den Einsteiger

wok-vgl-logoUnser Fazit im Überblick: Falls Sie regelmäßig und mit Leidenschaft kochen, dabei viel Geduld aufbringen und sich auch gerne ausprobieren, spricht nicht viel gegen die Investition in einen Wok aus Edelstahl oder eine Wokpfanne aus Gusseisen.

Falls Sie auf Nummer sicher gehen wollen und nur gelegentlich einfache Wok-Gerichte zubereiten, empfehlen wir Ihnen einen Wok mit Keramik-Beschichtung – diese sind leicht, brennen kaum an und sind zudem einfach zu reinigen.

Verfügen Sie über einen Induktionsherd, sollten Sie darauf achten, dass ihr persönlicher Wok-Testsieger auch für eine solche Herdplatte geeignet ist. Kochen Sie hingegen mit einem Gasherd, lohnt sich der Kauf einer speziellen Gas-Wokpfanne mit rundem Boden.

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2. Wokpfannen-Test 2020 – So haben wir getestet

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Wir haben unsere Test-Woks auf folgende wesentliche Kriterien hin untersucht:

  • Verarbeitung: Wie sauber und logisch sind die Einzelteile des Woks verarbeitet – erhitzen bspw. die Griffe leicht oder bleiben sie beim Kochen kühl genug? Wie stabil sind die Griffe?
  • Handhabung: Wie zügig erhitzt das gebratene Gemüse (mit Wok-Deckel, falls vorhanden)? Wie gleichmäßig erhitzt und durchgebraten ist das Gemüse in unseren Test-Woks nach 5, 10 bzw. 20 Minuten Bratzeit?
  • Ausstattung: Sind Wok-Deckel, Abtropfgitter und sogar eine Holzstange mit dabei? Ist die Wokpfanne zudem induktions- sowie spülmaschinengeeignet?

 

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3. Von Alu bis Gusseisen: Welcher Wok-Typ der richtige für Sie ist

Die Frage, die Ihnen wahrscheinlich am meisten auf den Lippen brennt: Welches Material ist das beste für meine neue Wokpfanne? In der folgenden Übersicht stellen wir Ihnen die wichtigsten Material-Typen mitsamt Vor- und Nachteilen vor.

Wok-Art Beschreibung
Edelstahl-Wok

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Edelstahl-Wokpfannen sind in der Regel nicht zusätzlich beschichtet, was bedeutet, dass das Bratgut bei Nichtachtsamkeit vergleichsweise schnell anbrennt. Dafür jedoch sind sie außerordentlich robust und solide und speichern Wärme zudem sehr gut ab.

+ bestens geeignet für große Hitze
+ perfekt geeignet zum schnellen Anbraten von bspw. Soja oder Fleisch

- vergleichsweise viel Öl zum Braten nötig
- relativ schlechte Wärmeleitfähigkeit

Gusseisen-Wok

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Wokpfannen aus Gusseisen ähneln denen aus Schmiedeeisen, sind aber meist noch schwerer. Woks dieser Art benötigen wegen der hohen Masse zwar relativ lange, um richtig aufzuheizen, dafür speichern sie die Wärme aber auch gut und verteilen diese sehr gleichmäßig.

Wokpfannen aus Aluguss leiten Wärme dabei besser als Woks aus Eisenguss sowie Edelstahl-Wokpfannen.

+ sehr gute Wärmespeicherung
+ hervorragende Wärmeverteilung

- sehr schwer
- vergleichsweise langsames Erhitzen
- Essen brennt vergleichsweise schnell an

Alu-Wok

wok aus aluminium, alu-wok

Wokpfannen aus Aluminium sind nicht nur besonders leicht, sondern auch ausgesprochen leitfähig und oft zusätzlich beschichtet.

+ sehr leicht
+ sehr gute Wärmeverteilung
+ Antihaftbeschichtung verhindert Anbrennen

- nicht geeignet zum starken Erhitzen

Keramik-Wok

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Wokpfannen mit einer Keramik-Beschichtung gelten als beinahe unverwüstlich, insbesondere bei sehr starker Hitze. Keramik-Woks sind zumeist zusätzlich beschichtet, wodurch nicht nur das Anbrennen vermieden, sondern auch die Reinigung stark erleichtert wird.

+ vergleichsweise leicht
+ Antihaftbeschichtung verhindert Anbrennen
+ sehr leicht zu reinigen

- Antihaftwirkung von Keramikwoks lässt mit der Zeit deutlich nach

Neben dem Material unterscheiden sich Wok-Pfannen insbesondere durch ihre Eignung für Induktionskochplatten – die Bezeichnung „induktionsgeeignet“ findet sich dabei mittlerweile auf den meisten Wokpfannen, doch was sind eigentlich die Vor- und Nachteile von Induktionsherden?

  • extrem schnelles Kochen mit dem Wok möglich
  • schnelle Temperaturregulierung möglich
  • sehr energieeffizient
  • besonders sicher, da nur der Wok erhitzt wird (und nicht die Platte)
  • teuer in der Anschaffung
  • passendes Kochgeschirr benötigt
  • durch das Magnetfeld ungeeignet für Schwangere sowie Träger von Herzschrittmachern

Einen Induktionswok erkennen Sie an seinem flachen, ferromagnetischen Boden, denn er sollte möglichst flach auf der Induktionsplatte aufliegen, um seine Vorteile (siehe oben) optimal nutzen zu können. Dies trifft auf die meisten, aber nicht auf alle Modelle aus unserem Wokpfannen-Test zu (siehe Produkt-Tabelle); mit einem traditionellen Gas-Herd sollten Sie allerdings keine Probleme haben.

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Achtung: Egal, ob teurer oder günstiger Wok – vor der ersten Verwendung sollten Sie das Wok-Einbrennen angehen. Zunächst: Schrubben Sie den Wok vor der ersten Nutzung mit Staubwolle und heißem Wasser, um die Industrie-Reste, Schmutz und Staub vollständig zu entfernen. Im Anschluss sollten Sie Ihre neue Wokpfanne mit Öl einreiben und (bestenfalls) mit Frühlingszwiebeln würzen, um sie im Anschluss komplett zu erhitzen, um das Metall mit einem angenehmen Aroma auszustatten.

Das folgende Video veranschaulicht den Einsatz eines induktionsgeeigneten Woks auf einem entsprechenden Kochfeld:

4. Verarbeitung und Beschichtung: Nichts anbrennen lassen!

Essen verbrannt?

Vergessen Sie das Umrühren, verwandelt sich der Tofu schneller in einen schwarzen Block, als Ihnen lieb ist – nicht nur ist verkohltes Essen nicht länger genießbar, es ist durch die Bildung von Natriumnitrit (E250) auch hochgradig giftig. Insbesondere Fisch, Fleisch, Wurstwaren und gepökelte Speisen erweisen sich hier als akute Gesundheitsgefährder.

Nichts beim Wokken ist frustrierender als gut durchgewürztes Gemüse, das Ihnen bei hungrigem Magen anbrennt und zu ungenießbarem Kohlenstoff mutiert. Vermeiden lässt sich das durch zwei Möglichkeiten:

  1. Sie lassen Ihre Wokpfanne nicht aus den Augen und rühren den Inhalt regelmäßig um, bestenfalls unter Nutzung von ausreichend viel Speiseöl.
  2. Sie entscheiden sich bei Ihrem neuen Wok für ein Modell mit möglichst guter Anti-Haft-Beschichtung.

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wok-vgl-logoVergleich.org rät: Zählen Sie eher zu den pragmatischen Hobby-Köchen, die öfter etwas anbrennen lassen, als ihnen lieb ist, sollten Sie sich für einen Wok mit Keramikbeschichtung entscheiden. Auch mit einem Wok aus Aluminium (nicht aber Aluguss) sind Sie hier auf der richtigen Seite.

5. Handhabung: Besonders schnell geht es mit Eisenguss

(Nicht nur) Kochprofis setzen vor allem auf eine gute Wärmeverteilung – also einen Wok mit der Eigenschaft, sein Inneres möglichst gleichmäßig zu erwärmen. Bei unserem Wokpfannen-Test 2020 machten vor allem Alu- und Eisenguss eine gute Figur; auch Keramik-Woks konnten hier überzeugen. Wokpfannen aus Eisenstahl hingegen erwiesen sich bei der Wärmeverteilung als etwas enttäuschend.

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Klare Ergebnisse konnten wir bei der Aufheizzeit ans Küchenlicht bringen: Woks der Kategorie Eisengenuss waren in Sachen Geschwindigkeit ungeschlagen – erneut im Gegensatz zu Modellen aus Edelstahl.

Neben einer guten Haptik (bzw. Handlichkeit) bewerteten wir auch die Reinigung der Test-Woks: Keramik erwies sich als absolutes Spitzenmaterial – an dieser Stelle sei jedoch gewarnt, dass auch die besten Keramik-Woks ihre gute Anti-Haft-Beschichtung bei regelmäßiger Nutzung nicht länger als 1 bis 2 Jahre aufrecht erhalten können.

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wok-vgl-logoVergleich.org empfiehlt: Falls Sie des Öfteren gleich mehrere hungrige Mägen füllen wollen und Geschwindigkeit bei Ihnen ein relevantes Kriterium ist, sollten Sie sich insbesondere Modelle aus Eisenguss genauer ansehen, bevor Sie sich einen neuen Wok kaufen. Guss-Wokpfannen glänzen durch eine kurze Aufheizzeit und eine ausgeglichene Wärmeverteilung.

6. Ausstattung: Schnelles Aufheizen auch ohne Deckel möglich

Die Exemplare aus unserem Wok-Vergleich wurden wahlweise als Komplettpaket bzw. Wok-Set (zusammen mit Deckel und passendem Abtropfgitter) geliefert oder verzichteten gänzlich auf zusätzliche Ausstattung wie bspw. Holz-Stäbchen oder Chopsticks (für überwiegend asiatische Gerichte) und auch Holzzangen.

Einige Wokpfannen kommen zum zügigen Aufheizen und zu einer guten Hitzeverteilung auch ohne Deckel aus – allerdings: Ein Abtropfgitter erweist sich oft als sehr nützlich, bspw. zum Garen von Soja bzw. Tofu.

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wok-vgl-logoVergleich.org rät: Zusätzlich mitgeliefertes Wok-Besteck ist ein netter Bonus, aber sollte für Sie nur bedingt zur Kaufentscheidung beitragen. Wichtiger sind Induktionsfähigkeit und Spülmaschineneignung – für die große Mehrzahl der von uns untersuchten Wokpfannen trifft dies zu.

7. Fragen und Antworten rund um das Test-Thema

7.1. Was sind die beliebtesten Hersteller und Marken von Woks?

Zu den beliebtesten Wok-Herstellern gehören die folgenden Anbieter:

  • Fissler
  • Zwilling
  • AEG
  • Silit
  • Tefal
  • WMF
  • Rösle
Jamie Olivers Wok-Wahl

Seit 2004 gibt es eine Jamie Oliver Professional Series von Tefal – der bekannte britische Sterne-Koch Jamie Oliver ist seitdem eng mit dem Unternehmen verbunden.

Zu einem der bekanntesten und populärsten Hersteller von Woks gehört die 1956 in Rumilly (Frankreich) gegründete Firma Tefal – der Name setzt sich dabei aus den Anfangsbuchstaben von „Teflon“ und „Aluminium“ zusammen.

Tefal (im U.S.-amerikanischen Markt unter dem Namen „T-fal“) gilt zudem global als Vorreiter bei antihaftbeschichteten Woks und Pfannen.

Neben diesem und anderen großen Namen gibt es allerdings auch zahlreiche kleinere oder noch unbekannte Hersteller von Wokpfannen, zu denen wir die folgenden zählen:

  • Staub
  • Krüger
  • K&K
  • Albrecht
  • Orbsmart
  • Karcher
  • Kopf
  • Brabantia
  • Domo
  • Master Class
  • ELO
  • Jade Tempel
  • Stoneline

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7.2. Ist ein Elektro-Wok eine gute Alternative?

Ganz grundlegend können Sie mit einem E-Wok (nicht zu verwechseln mit den Waldbewohnern aus dem Star-Wars-Universum) auch komplett ohne einen traditionellen Herd köcheln – vorausgesetzt, eine Steckdose ist in Reichweite. Wir haben die Vorzüge eines elektrischen Woks an dieser Stelle kompakt für Sie zusammengefasst:

  • arbeiten sehr viel energieeffizenter als herkömmliche Wokpfannen
  • Größe des eigenen Herds bzw. der eigenen Herdplatte irrelevant
  • keine Gefahr durch offenes Feuer beim Kochen
  • hohe Flexibilität (bspw. im Urlaub oder bei einem BBQ im Garten)

7.3. Wo finde ich die besten Wok-Kochrezepte?

wokken-nach-rezept

Wokken nach Rezept: Bei unserem großen Wokpfannen-Test haben wir einiges ausprobiert.

Ein großer Vorteil beim so genannten „Wokken“ ist, dass gerade bei Wokpfannen mit kurzer Aufheizzeit das Gemüse meistens nur für kurze Zeit gart und daher auch beim Servieren noch knackig genug bleibt – inklusive der damit erhaltenen Vitamine.

Neben einem von der Stiftung Warentest empfohlenen vegetarischen Kochbuch (204 Seiten, 2017 erschienen) können wir Ihnen auch einige Wok-Rezepte aus dem Internet empfehlen: vebu.de sowie lecker.de. Zu ausgewählten Speisen gehören dort bspw. ein Gemüse-Kokos-Wok, ein Sweet-Chili-Wok mit Soba-Nudeln und Nüssen sowie ein Chicoree-Wok mit Honig.