Das Wichtigste in Kürze
  • Gutes Kochgeschirr kann darüber entscheiden, wie viel Spaß Sie am Kochen haben. Ein guter Topf sollte nicht nur stabil sein, sondern sich auch einfach reinigen lassen. Der beste Topf trumpft zudem mit einer sehr guten Wärmeleitung auf, die Wasser in weniger als zehn Minuten zum Kochen bringt.
  • Beliebte Materialien sind vor allem Edelstahl und (Alu-)Gusseisen. Viele Hersteller mischen besonders in den Topfboden noch andere Bestandteile mit dazu: Kupfer soll beispielsweise die Wärmeleitfähigkeit und damit die Kochleistung erhöhen.
  • Teure Kochtöpfe sind in der Regel auch qualitativ sehr gut. Unter den günstigeren Kochtöpfen finden sich aber auch immer wieder hochwertige Produkte wie z.B. von axentia.

Kochtopf Test

Gutes Essen kann Ihre Lebensqualität und Ihr Wohlbefinden erheblich steigern – es ist mehr als nur Teil des Überlebens. Braucht Ihr Topf lange, bis er das Nudelwasser zum Kochen bringt und verzweifeln Sie fast beim Abgießen der al dente gekochten Pasta? Dann werden Sie seltener den Kochlöffel schwingen und Ihr teures Topfset liegt unbenutzt herum.

In unserem Kochtopf-Test 2020 haben wir uns Kochtöpfe aus Edelstahl, Aluguss und Gusseisen angesehen und für Sie hinsichtlich ihrer Kochfunktion und Handhabung getestet. Ein großer Kochtopf sollte unter sieben Liter fassen, damit er noch handlich ist.

Was Sie beachten müssen, wenn Sie sich einen neuen Kochtopf kaufen, erfahren Sie in unserer Kaufberatung. Was wir Ihnen vorab verraten können: Die teuersten Töpfe sind nach unserem Test nicht zwangsläufig besser als günstige. Wichtige Qualitätskriterien sind vielmehr das Material der Töpfe und die Beschaffenheit von Griffen und Deckeln.

1. Kochtopf-Test 2020: So haben wir getestet

Kochtopf-TestkriterienEin Kochtopf ist kein sehr kompliziertes Produkt, dennoch sollten Sie Ihre Ansprüche hinsichtlich der Qualität nicht auf die alleinige Fähigkeit, Lebensmittel zu kochen, beschränken. Wir haben beliebte Kochtöpfe für Sie in unserem Test an den folgenden Kriterien gemessen:

  • Kochfunktion:
    Wie schnell bringt der Topf 2 Liter Wasser – z. B. für Nudeln – zum Kochen? Je schneller das passiert, desto energiesparender ist der Topf.Wie gut hält der Topf Flüssigkeiten warm, falls eine Speise früher fertig ist als die restlichen? Ist die Wärmeentwicklung am Topfboden gleichmäßig oder brennt Ihnen das Gemüse an manchen Stellen bereits an, während es an anderen kaum Hitze abbekommt? Können Sie auf jedem Herd mit dem Kochgeschirr arbeiten und es gar im Backofen benutzen?
  • Handhabung:
    Wie einfach lässt sich der Kochtopf reinigen? Ist er handlich oder schneidet er beim Abgießen in Ihre Hände ein?Hilft Ihnen eine Innenskalierung bei der Mengenbestimmung und erleichtert ein Schüttrand das tropffreie Abgießen von Flüssigkeiten? Kochtöpfe mit 10 Liter Fassungsvermögen wären beispielsweise sehr unhandlich, da sie groß und schwer sind.
kochtopf-typen-vergleich

Drei Kochtopf-Typen im Test: Edelstahl, Aluguss und Gusseisen.

2. Edelstahl kocht schneller als Aluguss

Wenn Sie auf der Suche nach einem neuen Kochtopf sind, müssen Sie zuallererst eine Entscheidung hinsichtlich des Materials treffen. Im Folgenden finden Sie die einzelnen Merkmale zusammengefasst.

Topf-Art Beschreibung
Edelstahledelstahl-kochtopf
  • Das Material leitet sehr gut Wärme – der Schulte Ufer Profi-Line i 6404-20 Kochtopf hat Kupfer im Boden, das Wärme noch besser leiten soll.
  • Die Wärmeverteilung am Boden ist bei allen getesteten Produkten gleichmäßig – davon profitieren Sie vor allem beim Anbraten.
  • In Edelstahl-Töpfen kocht Wasser am schnellsten.
  • Moderne Varianten haben oft eine eingebaute Abgießfunktion im Deckel: Sie können den Deckel aufliegen lassen und Ihr Nudelwasser abgießen, ohne Nudeln mitzuentsorgen.

abgiessfunktion-topfdeckel spart Energie und somit auch Stromkosten
handlich & praktisch mit Abgießfunktion
unempfindlich gegenüber Kochgeschirr

Alugussaluguss-kochtopf
  • Das Material ist meist nickelfrei.
  • Aluguss unterscheidet sich vom Gewicht nicht wesentlich von gleich großen Edelstahl-Kochtöpfen.
  • Diese Modelle brauchen länger, um Wasser zum Kochen zu bringen.
  • Die Wärmeverteilung am Topfboden ist bei allen getesteten Produkten unregelmäßig.

gut für Allergiker geeignet
handlich, da leicht

Gusseisengusseisern-kochtopf
  • Gusseisen ist sehr robust und langlebig.
  • Bei Glaskeramikherden sollten Sie aufpassen, sonst zerkratzt der Topf Ihren Herd.
  • Die Wärmeverteilung am Topfboden ist bei allen getesteten Produkten unregelmäßig.
  • Trotz der ungleichen Wärmeverteilung am Topfboden sind gusseiserne Töpfe nicht die langsamsten beim Wasserkochen.
  • Die Modelle sind meist sehr schwer und dadurch unhandlich.

sehr gut geeignet für die Braten-Zubereitung im Backofen
auch als Brotbackform geeignet

Kochtöpfe bei der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat bereits mehrere Kochtopf-Tests durchgeführt. Im test 01/2017 wurde der Fissler Intensa mit der Note 2,0 Kochtopf-Testsieger.

Welcher Topf-Typ der richtige für Sie ist, hängt von Ihren Kochgewohnheiten ab: Kochen Sie gerne Suppen, die Sie im Topf mit einem Stabmixer pürieren, empfehlen wir Ihnen, einen Kochtopf aus Edelstahl zu kaufen.

Der Pürierstab würde bei einem Aluguss- oder Gusseisen-Topf nur die Beschichtung bzw. den Topfboden auf Dauer beschädigen. Auch wenn Sie gerne eine Bratensoße machen, können Sie mit einem solchen Topf den Lebensmitteln mehr Aromen entlocken, da ein stärkeres Anbraten möglich ist.

Wenn Sie in Ihrem Kochtopf gerne schmoren und ihn in den Backofen stellen wollen, raten wir Ihnen, einen robusten Topf aus Gusseisen zu kaufen. Allerdings sollten Sie ihn nach jedem Gebrauch leicht einfetten, damit sich kein Rost bildet.

Ein Aluguss-Kochtopf ist leider nicht sehr langlebig, dafür aber auch schon sehr günstig und ab etwa 15 € zu haben. Ein guter Kochtopf aus Edelstahl liegt hingegen im mittleren und oberen Preissegment zwischen 20 und 100 € – Marken-Produkte mit kleinen Extras können auch mehr als 100 € kosten. Gusseisen befindet sich ebenfalls im oberen Preissegment zwischen 50 und 100 €.

Hier sehen Sie die Vorteile von Edelstahl gegenüber Aluguss zusammengefasst
  • bessere Wärmeleitung
  • langlebig
  • gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Topfinhalt brennt z. T. schneller an

herdtypen

3. Die Kochfunktion: Nicht alle Töpfe sind für Induktion geeignet

Ein Kochtopf sollte vor allem für Ihren Herd geeignet sein, gut kochen und die zubereitete Speise noch etwas länger warm halten können. In unserem Kochtopf-Test 2020 haben wir mit allen Töpfen auf einem E-Herd mit Ceranfeld gekocht. Alle Kochtöpfe waren für diese Herdart geeignet – und auch für alle weiteren gängigen Arten (Gas und anderer Elektro-Herde).

In modernen Küchen wird zunehmend aber auch auf Induktions-Kochfeldern gekocht, darum haben wir überprüft, welcher Topf auch dieser Herausforderung gewachsen ist. Alle Modelle aus Edelstahl meistern diesen Test. Auch der Gusseisen-Kochtopf ist induktionsfähig. Bei der Aluguss-Kategorie empfehlen wir Ihnen, sehr genau auf die Informationen des Herstellers zu achten, ob es sich um einen Induktionstopf handelt – hier sind nicht alle Produkte im Kochtopf-Test 2020 geeignet.

Außerdem sollte der Durchmesser des Bodens zu Ihren Herdplatten passen. Sind die Herdplatten zu groß, geht Ihnen Energie verloren und die Henkel können sehr heiß werden. Sind die Platten zu klein, werden Sie für den Kochvorgang mehr Zeit benötigen, da nicht die optimale Energiemenge an den Topf weitergegeben werden kann.

kochtopf kochen iconIn unserem Test war uns neben der Induktionsfähigkeit folgende Kriterien hinsichtlich der Kochfunktion wichtig:

  • Wie schnell kann der Topf Wasser kochen? In allen Töpfen wurden 2 l Wasser – ausgehend von derselben Wassertemperatur – auf höchster Stufe erhitzt und die Zeit gemessen, bis das Wasser kocht.
  • Hält er Speisen gut warm? Gemessen wurde die Wassertemperatur 20 Minuten nach dem Kochen.
  • Ist der Topf backofenfest? Hier haben wir uns an den Herstellerangaben orientiert.
  • Wie gleichmäßig verteilt sich die Wärme am Topfboden? Hier haben wir beobachtet, wie gleichmäßig Puderzucker im Topf schmilzt.

Für die Messung der Wärmeverteilung haben wir Puderzucker im Topf verteilt und erhitzt. Hierbei schneiden Materialien der Kochtöpfe im Vergleich sehr unterschiedlich ab:

  • Platz 1 belegt Edelstahl
  • Platz 2 geht an Aluguss
  • Platz 3 erreichte Gusseisen
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Die Wärmeverteilung am Topfboden ist bei Edelstahl am besten. Von links nach rechts: Edelstahl, Aluguss, Gusseisen.

4. Die Handhabung: Die Griffe sind für angenehme Handhabung ausschlaggebend

Der beste Kochtopf sollte nicht nur kochen können, sondern auch gut in der Hand liegen – seine Griffe sollten beim Abgießen von Speisen nicht in Ihre Hände einschneiden. Hierfür ist die Beschaffenheit der Griffe der ausschlaggebende Faktor. In unserem Kochtopf-Test 2020 haben wir diese gesondert unter die Lupe genommen und die Ergebnisse in unsere Bewertung mit einfließen lassen.

Einige Hersteller werben mit ummantelten Griffen, die nicht heiß werden sollen. In unserem Test haben wir tatsächlich festgestellt, dass die Isolierung nicht heiß wird. Allerdings sollten Sie bei nicht vollständig isolierten Griffen aufpassen: Fassen Sie beim Abgießen auf einen nicht isolierten Teil, können Sie sich verbrennen!

kochtoepfe-griffe-vergleich

Die meistens Topfgriffe werden nach einiger Zeit heiß und sollten nur mit Topflappen angefasst werden. Nur die Griffe des Fissler Intensa (erster von links) können Sie jederzeit ohne Schutz anfassen. Dafür ist der Fissler Topf nicht backofenfest.

Beim Abgießen selber kann natürlich auch die Wassermenge, die Sie zuvor in den Topf gefüllt haben, die Handlichkeit beeinflussen. In unserem Kochtopf-Test waren es immer zwei Liter.

Das zusätzliche Gewicht führte bei einigen Griffen zusammen mit dem Eigengewicht des Kochtopfes dazu, dass der Griff in der Handfläche als unangenehm empfunden wurde. Dies war besonders dann der Fall, wenn gleichzeitig der Deckel mit Topflappen fixiert werden musste – Sie könnten den Grip verlieren.

Bei Kochtöpfen, die über eine integrierte Abgießfunktion im Deckel verfügten, war die Handhabung insgesamt angenehmer als bei einem klassischen Deckel. Hier müssen Sie nicht fürchten, dass Ihnen Nudeln im Abfluss abhandenkommen und Sie müssen den Deckel nicht ständig nachjustieren.

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Einige Deckel müssen Sie beim Abgießen ankippen, während Deckel mit Abgießfunktion flach aufliegen. Den Deckel vom Fissler Intensa können Sie sogar ohne Topflappen anfassen.

Die Qualität des Deckels haben wir jedoch nicht nur danach beurteilt, ob er eine integrierte Abgießfunktion besitzt. In unserem Test war uns auch wichtig, dass man bei einem Kochtopf mit Glasdeckel auch während des Kochens Einblick in das Innere des Topfes hat – andernfalls wäre der Vorteil eines Glasdeckels hinfällig.

Darum haben wir Töpfe, bei denen der Glasdeckel so stark beschlagen ist, während wir das Wasser erhitzten, wie einen Deckel ohne Glas bewertet. Muss man den Deckel anheben, um zu sehen, ob das Wasser bereits kocht, geht Wärme und somit Energie verloren. Wir empfehlen Ihnen, zu leicht nach oben gewölbten Glasdeckeln zu greifen.

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Ein Schüttrand mit Ausbuchtung erleichtert Ihnen ein tropffreies Abgießen von Flüssigkeiten.

Wenn der Deckel Ihres Kochtopfes eine integrierte Abgießfunktion haben soll, dann wird der Kochtopf selber auch einen Schüttrand mit Ausbuchtung haben, der Ihnen das Abgießen von Wasser erleichtert.

Wie gut sich die Töpfe reinigen lassen, ist ebenfalls in das Testkriterium „Handhabung“ mit eingeflossen. Alle Topfböden ließen sich vergleichsweise einfach von dem Karamell befreien, das beim Puderzucker-Test entstanden ist. Ein wenig Wasser mit Spülmittel in den Topf und das ganze kurz aufkochen lassen – sauber war der Boden.

Die Topfwände ließen sich hingegen unterschiedlich gut reinigen, da das Wasser nicht bis ganz nach oben reichen konnte. Hier hatte Edelstahl als Material wieder die Nase vorne. Bei Aluguss-Töpfen müssen Sie aufpassen, dass Sie die Beschichtung nicht mit abkratzen. Der gusseiserne Topf wollte sich an manchen Stellen nur ungern vom leckeren Karamell trennen.

5. Ein Topfset besteht aus verschiedenen Topf-Typen

kochtopf-innenskalierung

Je detaillierte eine Innenskala ist, desto hilfreicher ist diese für Sie.

Die Typenvielfalt von Kochtöpfen mit Deckel – oder auch ohne, wie beim Milchtopf – ist sehr groß. Die verschiedenen Arten können Sie bei den meisten Herstellern auch gleich in einem Topfset kaufen.

Vor dem Kauf empfehlen wir Ihnen, einen Blick ins Innere der Töpfe zu werfen: Eine Innenskala kann Ihnen bei vielen Gerichten die Zubereitung erleichtern. Müssen Sie z. B. für eine Soße oder Suppe eine bestimmte Flüssigkeitsmenge hinzugeben, benötigen Sie so kein zusätzliches Gefäß zum Abmessen.

Beliebt sind z. B. Topfsets von Silit und WMF. Ein beschichtetes Topfset finden Sie beispielsweise bei der Marke Ballarini. Hier finden Sie einige Begriffe, die Sie auf einer Topfverpackung wiederfinden können:

  • Milchtopf
  • Suppentopf
  • Fleischtopf
  • Gemüsetopf
  • Schmortopf
  • Bräter
  • Stieltopf
  • Schnellkochtopf
  • Simmertopf

Neben Kochtöpfen besteht Kochgeschirr noch aus vielen weiteren Bestandteilen. Das sind unter anderem:

  • Grillpfanne
  • Bratpfanne
  • Emaille-Topf
  • Keramik-Kochtopf