Induktionskochfeld Test 2016

Die 7 besten Induktionskochplatten im Vergleich.

AbbildungTestsiegerSiemens EH845BC17EPreis-Leistungs-SiegerEllrona 62065AEG HK 634250 X-BBosch PIV675N17EAEG HK 654070Bosch PKN645F17Rommelsbacher CT 3410/IN
ModellSiemens EH845BC17EEllrona 62065AEG HK 634250 X-BBosch PIV675N17EAEG HK 654070Bosch PKN645F17Rommelsbacher CT 3410/IN
Testergebnis
Vergleich.org
Bewertung1,1sehr gut
07/2016
Vergleich.org
Bewertung1,7gut
07/2016
Vergleich.org
Bewertung2,0gut
07/2016
Vergleich.org
Bewertung2,1gut
07/2016
Vergleich.org
Bewertung2,3gut
07/2016
Vergleich.org
Bewertung3,0befriedigend
07/2016
Vergleich.org
Bewertung3,0befriedigend
07/2016
Kundenwertung
6 Bewertungen
21 Bewertungen
195 Bewertungen
13 Bewertungen
65 Bewertungen
17 Bewertungen
118 Bewertungen
Einbaubreite79.5 cm57.5 cm60 cm60.6 cm57.6 cm58.3 cm60 cm
Anzahl der Kochzonen5244442
Anzahl der Leistungsstufen1710617141710
SteuerungDie einfachste Möglichkeit der Bedienung ist über ein simples Touchfeld. Auch die Verwendung von Drucktasten kommt noch vor. Die neue Technologie TwistPad beschreibt ein abnehmbares Steuerelement, dass ein verstellen der Hitzeregler durch andere Personen verhindern soll,Touch ControlTasten FeldTouch ControlTouch ControlTouch ControlTouch ControlTouch Control
KindersicherungJaNeinJaJaJaJaNein
BesonderheitRestwärmeanzeigeminutengenauer TimerPowerfunktion für jede KochzoneDigitalanzeige direkt auf dem KochfeldEinfaches Installationskonzeptzuschaltbare Bräterzone180 Minuten Zeitschaltuhr
Vorteile
  • gute Aufteilung der Kochfelder
  • schnelles Kochen dank Powerfunktion
  • leichtes Kochen dank Bräterzone
  • schnelle und einfache Bedienung
  • Timerfunktion von 1 bis 180 Minuten für genaues Kochen
  • als Zusatzkochplatte sehr gut geeignet
  • gute Aufteilung der Kochfelder
  • schnelles Kochen dank Powerfunktion
  • Kindersicherung funktioniert sehr gut
  • große Kochflächen
  • kurze Ankochzeiten
  • Flexinduktion
  • schneller Einbau
  • leicht zu reinigen
  • gute Aufteilung der Kochfelder
  • schnelles Kochen dank Powerfunktion
  • leichtes Kochen dank Bräterzone
  • schnelle und einfache Bedienung
  • Timerfunktion von 1 bis 180 Minuten mit Abschaltfunktion und Signalton für genaues Kochen
  • als Zusatzkochplatte sehr gut geeignet
Zum Anbieterzum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »
Hat Ihnen dieser Vergleich gefallen?
4.1/5 aus 53 Bewertungen

Induktionskochfeld-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Besitzer eines Induktionskochfelds freuen sich über einen geringeren Stromverbrauch als Nutzer eines gewöhnlichen Ceranfeldes.
  • Beim Kauf eines Induktionskochfelds sollten Sie auf die Maße achten – dies ist nicht nur für den Einbau, sondern auch für die Nutzung des Kochfelds wichtig.
  •  Induktionskochfelder können autark sein und deshalb in einigen Fällen auch räumlich getrennt vom Backofen in die Küchenzeile eingebaut werden.

Induktionskochfeld Test
Induktionskochfelder liegen voll im Trend und erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit. Sie galten vor nicht allzu langer Zeit als teure Exoten, doch inzwischen nehmen sie bei den meisten Herstellern von Haushaltselektrogroßgeräten und -Kleingeräten einen wichtigen Stellenwert im Angebotsportfolio ein. Sie sind ausgesprochen sparsam und eine sehr gute Alternative zu den anderen Kochtechnologien. Doch warum? Jedem Hobby-Koch und auch den Profis kochen ab und zu Speisen über. Besonders schwierig wird es, wenn Milch überkocht, denn diese lässt sich einmal eingebrannt nur schwer wieder entfernen. Diese zeitaufwendigen und lästigen Reinigungsarbeiten können Sie sich mit einem Induktionskochfeld sparen. Denn das übrige Kochfeld bleibt neben den Kochzonen nahezu kalt, selbst wenn Sie auf höchster Stufe kochen. Daher lässt sich mit dem Geräten in unserem Induktionskochfeld Vergleich Eingebranntes vermeiden und die Reinigung geht schnell vonstatten. Die Zeit, um sich an der Kochplatte die Finger zu verbrennen, ist mit einem Induktions-Kochfeld endgültig vorbei. Ist dies nun nur ein Marketing-Gag der Hersteller und was unterscheidet die Induktionskochfelder von klassischen Kochfeldern? Auf was müssen Verbraucher beim Kauf achten? Auf all diese Fragen gibt unser Induktionskochfeld Test 2016 Antwort.

1. So funktioniert ein Induktionskochfeld

Bestseller Amazon

Das am meisten gekaufte Induktionskochfeld auf Amazon – AEG HK 634250 X B

Verbraucher, die sich das erste Mal ein Induktionskochfeld kaufen, sind in der Regel überrascht, wie viele Unterschiede solch ein Kochfeld im Vergleich zu einem konventionellen Herd aufweist. Wie ist ein Induktionskochfeld eigentlich aufgebaut und wie funktioniert es?

1.1 Der Aufbau des Induktionskochfelds

Die inhaltlichen Bestandteile eines Induktionskochfelds sind recht überschaubar: eine aus feinen Drähten bestehende Magnet-Spule bildet das Herzstück. Diese Drähte sind miteinander verflochten und zu einer Hochfrequenzlitze angeordnet. Dadurch entsteht bei elektromagnetischer Einwirkung eine Hoch-Spannung. Mithilfe von Kondensatoren und Schalttransistoren erfolgt die Erzeugung eines für die Induktion notwendigen Wirbelstroms. Das Kochfeld selbst wird von einer Platte aus Glaskeramik abgedeckt.

1.2 Die Funktionsweise des Induktionskochfelds

Sobald nun das Kochfeld angeschaltet und die Spule mit Strom versorgt wird, entsteht eine hochfrequente Spannung, die in der Regel in einem Stromfrequenz Bereich von 30 bis 45 Hertz liegt. Diese Spannung ist veränderbar und erzeugt ein veränderliches Magnetfeld, welches sich wiederum auf das Kochgeschirr auf dem Induktionsherd auswirkt. In Form eines elektromagnetischen Wirbelstroms und Wechselfeldes wird die Energie auf den Boden des metallischen Topfes übertragen und in Wärme umgewandelt – dies wird auch als elektromagnetische Induktion bezeichnet.

Induktion Funktion

Funktionsweise der magnetischen Induktion

Grundsätzlich funktioniert eine Erhitzung per Induktion mit allen metallischen und elektrisch leitenden Töpfen, so beispielsweise auch mit Töpfen aus Kupfer. Doch für einen hohen Wirkungsgrad muss der Boden von handelsüblichen Kochgeschirr aus ferromagnetischem Metall (Ferrum = lateinisch für Eisen) bestehen.

Ein Fühler, der unter der Glaskeramik-Kochfläche sitzt, misst die Temperatur. Dadurch kann eine Überhitzung des Topfes beim Leerkochen vermieden werden. Da Töpfe mit einer Aussparung in der Mitte des Bodens den Kontakt zum Fühler verschlechtern, ist solches Kochgeschirr weniger gut geeignet. Der Teil der Induktionsplatte, der aus der der ursprünglichen Wechsel-Spannung die für die Erhitzung erforderliche Frequenz generiert, wird Umrichter genannt. Auch dessen Bauteile sind temperaturempfindlich und daher mit Temperatursensoren ausgestattet. Bei zu hohen Temperaturen werden diese abgeschaltet. Da dieses verhindert werden soll, besitzen die besten Induktionskochfelder einen Lüfter. Daher sind auch beim Einbau des Induktionskochfelds die Einbauhinweise des Herstellers zu beachten, damit nicht versehentlich die Luft-Ein- oder –Auslassöffnungen verdeckt werden.

Um den verschiedenen Kochzonen eine Leistungserhöhung zu ermöglichen, sind fast alle Geräte in unserem Induktionskochfeld Vergleich 2016 mit einer Booster- oder Powerstufe ausgestattet. Wird diese gewählt, erhöht sich die Leistung entsprechend. Bei einer 21 Zentimeter großen Kochzone erhöht sich durch Zuschaltung der Powerstufe die Leistung von 2.300 Watt auf etwa 3.700 Watt. Die Nutzung der Powerstufe ist immer auf nur wenige Minuten begrenzt und da einige Kochzonen nur über zwei Umrichter verfügen, muss deshalb in der Regel die Leistung eines anderen Kochfeldes reduziert werden.

Vor- und Nachteile 

  • Energie sparend
  • punktgenaues Kochen
  • volle Leistung innerhalb weniger Sekunden
  • schnell
  • Reparatur anfällig
  • hohe Reparaturkosten

1.3 Die Unterschiede Gasherde, Cerankochfelder und Induktion

Moderne Herde gibt es für Gas und für Strom. Im Vergleich zu Elektroherden haben Gasherde den großen Vorteil, dass sie innerhalb weniger Sekunden ihre volle Leistung erreichen. Die Brenner machen eine schnelle und stufenlose Wärmeregulierung möglich und auch in der Energieeffizienz können sie punkten. In der Öko-Bilanz schneidet ein Elektroherd wegen der hohen Umwandlungsverluste und auch wegen der Schadstoffemissionen bei der Energieerzeugung schlechter ab.

Vor- und Nachteile Gasherd

  • punktgenaues Kochen
  • volle Leistung innerhalb weniger Sekunden
  • Energie sparsam
  • Gasanschluss notwendig

Induktionsherde weisen die gleichen Vorteile auf wie Gas-Herde. Denn anders als beim Kochen mit Strom oder Gas wird die Wärme gleich am Boden des Kochgeschirrs erzeugt und die entstehende Hitze der elektromagnetischen Wechselfelder überträgt sich sofort mit Aufsetzen des Topfes auf den Induktionsherd.
Kochen mit Induktion ist deshalb energiesparend, weil das Essen im Vergleich zu klassischen Ceranfeldern rund ein Drittel schneller auf den Tisch kommt. Wasser kann mit Induktion fast genauso schnell erhitzt werden, wie mit einem Wasserkocher.

Cerankochfelder hingegen haben den Vorteil, dass sie mit jedem Kochgeschirr zusammenarbeiten, solange nur der Boden flach ist und bündig auf der Platte aufliegt. Ein Glaskeramik-Kochfeld nutzt die physikalischen Eigenschaften von Glas, denn Glas hat eine sehr hohe Durchlässigkeit für Wärmestrahlung. Dadurch gelangt sehr viel von der produzierten Wärme durch die Glasplatte bis zum Boden des Topfes. Dabei geschieht der größte Teil der Wärmeübertragung durch eine Wärmestrahlung nach oben. Da es keine Wärmeleitung gibt, bleibt der Bereich neben der Kochstelle kalt und es geht nur wenig Energie verloren.

Vor- und Nachteile Cerankochfelder

  • preiswert
  • kaum Reparaturen
  • schwer zu reinigende Glaskeramik

Eisen- oder Stahl-Herdplatten nutzen für den Wärmetransport hingegen ausschließlich ihre hohe Wärmeleitfähigkeit. Daher benötigen sie mehr Energie und Zeit, um heiß zu werden und Speisen zum Kochen zu bringen. Gleichzeitig sind sie im Betrieb leiser, denn Kochfelder mit Induktion besitzen einen Lüfter, der immer wieder einmal anspringt, um die Elektronik zu kühlen. Und auch die Magnetspulen selbst sind teilweise recht deutlich wahrnehmbar. Händlern zufolge ist die Störanfälligkeit von Induktionsherden größer als bei einem Ceran-Kochfeld. Zudem können gleich mehre Bauteile Schaden nehmen, die in der Neuanschaffung vergleichsweise viel Geld kosten. Bei einem Cerankochfeld geht in der Regel nur hin und wieder ein preiswerter Schalter mit verbautem Thermostat kaputt.

2. Die Vorteile der neuen Induktionstechnologie

Ein Induktionskochfeld benötigt rund fünf bis zehn Prozent weniger Energie als ein Cerankochfeld. Dies kommt daher, dass Induktion das Geschirr direkt aufheizt und somit Wärmeverluste vermeidet. Jedoch treten bei der Umwandlung in die benötigte Stromfrequenz und auch durch die Magnet-Felder selbst ebenfalls größere Verlustleistungen auf.

2.1 Vorteil durch schnellere Kochvorgänge

Trotz der zuvor genannten Punkte bietet ein Induktionskochfeld einen sehr großen Vorteil: der Kochvorgang geschieht deutlich schneller. Das ist auch der wesentliche Grund, warum am Ende die Leistungsbilanz deutlich positiver ausfällt als bei einem Ceran Kochfeld. Experten schätzen die Zeitersparnis auf rund 35 Prozent. Auch beim Abkühlprozess ist ein Kochfeld auf Induktionsbasis von Vorteil, denn der Boden des Topfes wird nur indirekt mitgeheizt. Ebenfalls ist die Gefahr, sich am Topf zu verbrennen, wesentlich geringer. Zudem schaltet sich bei einer integrierten Topferkennung das Magnet-Feld automatisch ab, sobald der Topf oder die Pfanne von der Kochstelle genommen wird. Umgekehrt erfolgt eine unverzügliche Aktivierung, wenn das Kochgeschirr wieder zurückgestellt wird. Das Betätigen von Drehreglern ist damit überflüssig, was besonders dann hilfreich ist, wenn die Finger verschmutzt sind. Ein weiterer positiver Effekt: Kleinkinder finden keine Schalter, die sie unbeaufsichtigt betätigen können.

2.2 Vorteil durch schnelleres Abkühlen des Induktionsfeldes

Solange auf dem Induktionsherd kein Kochgeschirr steht, bleibt die Induktionskochplatte kalt. Das ist ideal für Haushalte mit kleinen Kindern, die gerne einmal an einem Induktionsfeld herumspielen. Verbrennungen an einer heißen Kochplatte sind daher so gut wie ausgeschlossen. Ebenfalls entfällt die mühsame Reinigung von angesetzten Essensresten am Boden des Topfes. Ein wichtiger nachteiliger Nebeneffekt ist jedoch, dass Käufer eines Induktionsfelds sich in der Regel auch mit neuen Töpfen und Pfannen ausstatten müssen. Zwar erhitzen sich Töpfe mit einem Boden aus Stahl ebenfalls, doch dies geschieht erheblich langsamer und auch ungleichmäßiger.

2.3 Induktionskochfelder – die neuen Lieblingsherde der Deutschen

Ellrona Doppelkochfeld

Doppeltes Induktionskochfeld mit 3.400 Watt des Herstellers Ellrona für unter 100 Euro

Das Verfahren der Induktion wird bereits seit den 80-er Jahren verwendet. Aber erst in letzter Zeit steigt auch die Zahl der Induktionsherde in Deutschlands Küchen. Haben sich im Jahr 2002 lediglich 12.000 Haushalte für den Kauf eines Induktionskochfelds entschieden, so waren es 2008 bereits über 230.000. Die erschwinglichen Preise, diverse Kochshows und auch ein vielfältiges Angebot locken zum Kauf einer Induktionskochplatte.

2.4 Energie sparen durch Induktion

Induktionskochen benötigt weniger Energie als Glaskeramik, doch die Ersparnis ist niedriger, als oft angenommen. Inklusive Standby-Betrieb verbraucht das beste Kochfeld in unserem Induktionskochfeld Test pro Monat 8 Kilowattstunden, was in etwa 1,60 € entspricht. Ein Ceran Kochfeld benötigt 10 Kilowattstunden und somit 2 Euro. Das macht auf das Jahr gesehen gerade einmal eine Ersparnis von 5 Euro. Größere Familien, die entsprechend viel kochen, können natürlich auch mehr sparen. Doch der Kauf der notwendigen Töpfe und Pfannen mit induktionstauglichen Böden gleicht die Ersparnis im Haushalt schnell wieder aus.

2.5 Vorteile der Topferkennung

Gasherd Flamme

Flamme eines Gasherdes – punktgenaues Garen, aber gefährlich für Kinder

Wie bereits erwähnt, beheizen Induktionskochfelder, die eine Topferkennung besitzen, eine Kochzone nur dann, wenn sich auf dieser auch tatsächlich ein Topf befindet. Hierfür wird mit Sensorspulen ein magnetisches Feld erzeugt, welches „fühlt“, ob sich darauf ein entsprechendes Kochgeschirr befindet. Durch das Aufsetzen oder Abheben des Topfes verändert sich das Magnet-Feld und eine Steuerungselektronik regelt, dass sich die Kochzone an- oder abschaltet. Im Gegensatz zu manuellen Kochfeldern wird durch das Einschalten demnach nicht ständig Energie durch die Magnetspule geschickt – dies erfolgt erst dann, wenn die Sensoren ihr „Okay“ geben.

Meistens ist diese Sensorik auch in der Lage zu erkennen, ob es bei dem abgestellten Gegenstand tatsächlich um Kochgeschirr handelt. Wird Besteck auf das Kochfeld gelegt, bleibt das System im Wartemodus und springt nicht an. Dieses gilt auch für Töpfe mit zu kleinem Durchmesser. Besonders praktisch ist eine automatische Topferkennung bei Induktionskochfeldern mit Mehrkreiskochzonen. Abhängig von der Größe des Topfes wird so auch nur die erforderliche Anzahl von Heizkreisen eingeschaltet. Allerdings ist diese Funktion kein Standard und wird nicht für alle Modelle in unserem Induktionskochfeld Test geboten. Sollten Sie sich für den Kauf eines Induktionskochfelds mit dieser Funktion interessieren, müssen Sie darauf beim Kauf explizit achten.

3. Tipps für den richtigen Umgang mit einem Induktionskochfeld

Reinigung-Induktionskochfeld

Kochen mit Induktion erfordert etwas Gewöhnung. Am besten kommen Sie mit einem Induktionskochfeld zurecht, wenn Sie das Kochen auf einem Gasherd gewohnt sind. Bedenken Sie, dass hier das Kochen besonders schnell vonstattengeht. Anders als beim Kochen mit Heizspiralen, reagiert ein Induktionsfeld auf Temperaturveränderungen unverzüglich und sekundengenau.

3.1 So gelingt Steak und Fleisch per Induktion

Mit der Induktions-Technologie gelingt auch ein BBQ hervorragend in der Pfanne. Mit einigen Induktionskochfeldern, so wie mit dem AEG MaxiSense, können Sie die Hitze schnell aktivieren und wieder zurückfahren. Diese Funktion nennt sich Power Booster. So gelingen Ihre Steaks nach kurzem Anbraten auf höchster Stufe perfekt, wenn Sie sie anschließend bei niedrigen Temperaturen weitergaren. Das Ergebnis ist dann außen knusprig und innen schön saftig.

Tipp: Tritt während des Bratens zu viel Saft aus, schalten Sie einfach die Power-Booster Funktion hinzu und die Flüssigkeit verdampft unverzüglich.

3.2 Fisch anbraten

Auch Fisch gelingt auf Induktion sehr gut – egal ob paniert oder natur. Auf herkömmlichen Kochfeldern besteht die Gefahr, dass der Fisch außen schnell dunkel wird und austrocknet, innen jedoch noch roh ist. Auf Induktion können Sie Fisch besonders punktgenau anbraten, selbst bei hohen Temperaturen.

3.3 Exotische Curryvarianten aus Indien

Egal ob vegetarisch oder mit Lamm oder Hühnchen – falls Sie eher der Curry-Typ sind, wissen Sie, dass das rasche Anbraten von Gemüse und Fleisch bei sehr hohen Temperaturen extrem wichtig ist. Bei zu geringer Hitze kann eventuell austretende Flüssigkeit nicht verdunsten. Statt geröstet, werden dann die Zutaten im eigenen Saft gekocht und die Aromen verfliegen. Dies kann Ihnen mit der modernen Induktionstechnik nicht passieren.

Tipp: Bedecken Sie beim Anbraten den Pfannenboden mit nur einer Schicht Fleisch, damit es nicht zum Wasseraustritt kommt. Bei größeren Mengen sollten Sie daher portionsweise Anbraten.

3.4 Induktionskochfeld in alten Backofen nachrüsten

Sie müssen sich nicht gleich ein vollkommen neues Haushaltsgerät für Ihre Küche kaufen, wenn Sie auf moderne Induktion umstellen möchten. Denn die Bedienfelder von Kochzonen bei Geräten aus unserem Induktionskochfeld Test sind in der Regel von der Bedienung des Backofens unabhängig und die alten Schalter bleiben ohne Funktion.

3.5 Vorsicht bei Herzschrittmachern

Falls Sie elektronische Implantate tragen, wie beispielsweise einen Herzschrittmacher, sollten Sie vor dem Induktionskochfeld Kauf zunächst Ihren Arzt fragen, wie störungsempfindlich Ihr Implantat auf das Magnet-Feld reagiert. Grundsätzlich sind die elektromagnetischen Streufelder aber eher unbedenklich, da sie nur sehr gering ausfallen.
Überlegen Sie genau, wie viel Wasser Sie tatsächlich zum Garen der Speisen benötigen! Denn je mehr Wasser oder Flüssigkeit erwärmt werden muss, desto länger dauert es auch, bis dieses kocht und dementsprechend mehr Energie wird verbraucht. Grundsätzlich gilt, dass ausschließlich mit geschlossenem Deckel gekocht und aufgewärmt werden sollte. Möchten Sie nur eine kleine Portion aufwärmen? Dann ist aus Energiesparsicht das Aufwärmen in einer Mikrowelle zu empfehlen.

4. Induktionstöpfe – Boden muss magnetisch sein

Funktion-Kochgeschirr-Induktion

Moderne Induktionstöpfe sind schon lange keine Innovation mehr. Früher musste der Topf exakt zur Kochstelle passen, doch inzwischen ist durch das Aufkommen von Induktionskochfeldern mit Topferkennung auch die Vielfalt der Töpfe gewachsen. Einige Merkmale sind bei der Auswahl eines Topfes für ein Induktionskochfeld aus unserem Test allerdings immer noch Pflicht, die wir nachfolgend beschreiben. Dies betrifft überwiegend das verwendete Material.

Für einen guten Wirkungsgrad muss das verwendetet Material einen deutlich höheren elektrischen Widerstand aufweisen als das HF-Kupfer der Induktionsspule. Meistens ist dies bei Eisenlegierungen der Fall. Induktionstaugliches Kochgeschirr lässt sich an einem entsprechenden Symbol am Boden erkennen: in einem Quadrat sind die Drahtwendel einer Spule abgebildet.

Doch dieses Symbol gibt keine Garantie auf die tatsächliche Funktion. Am besten testen Sie die Tauglichkeit in der Praxis. In der Regel sind dickere Böden zu bevorzugen, da sie eine bessere Wärmeverteilung besitzen. Zudem übernehmen sie eine wärmespeichernde Funktion und heizen wesentlich schneller auf. Sie sind in der Lage, die Nachwärme auch bei einem ausgeschalteten Kochfeld zu nutzen.

kochen Induktion kalter Topf

Beim Kochen mit Induktion bleibt der Topf kalt

Generell sind Töpfe aus Gusseisen oder aus Stahlemaille geeignet. Nicht induktionsfähig sind jedoch Materialien wie Aluminium, Kupfer, Alu-Guss oder Edelstahl. Doch inzwischen führen viele Hersteller auch Edelstahlkochtöpfe im Sortiment, die auch induktionsgeeignet sind. Sie sind mit einem ferromagnetischen Boden ausgestattet, in dem elektromagnetische Felder Wirbelströme erzeugen und somit für die notwendige Hitze sorgen. Auch Kupfergeschirr ist durch eine hauchdünne Magnet-Schicht auf dem Topfboden inzwischen induktionsgeeignet. Dadurch lässt sich auf perfekte Weise die hervorragende Wärmeleitfähigkeit des Kupfers mit der punktgenauen Hitzeregulation eines Induktionskochfeldes verbinden. Die Herdhitze ist dadurch schneller verfügbar und die Temperatur kann genau kalkuliert werden. Übrigens muss der Topfboden absolut eben sein und flächenbündig auf dem Induktionsfeld aufliegen.

Auch wer kein Freund des teuren Kupfergeschirrs ist, findet recht schnell einen passenden Induktionstopf. Denn ihr Bodendurchmesser muss nicht mehr – wie früher üblich – exakt zu der Kochzone passen. Inzwischen reicht es, wenn sie das Kochfeld zu zwei Drittel abdecken. Doch selbst diese Hürde ist inzwischen mit der neuen Induktionskochfeld-Generation aufgehoben. So akzeptiert zum Beispiel der Siemens EI675 TV11E jede Form und Größe von Töpfen und Pfannen.

5. Reinigung – so reinigen Sie Ihr Induktionskochfeld, ohne es zu zerkratzen

Sie sehen in jeder Küche toll aus und erleichtern gleichzeitig das Kochen in vielerlei Hinsicht: Induktionskochfelder sind aus einer modernen Küche nicht mehr wegzudenken. Doch was tun, wenn trotz aller Vorsicht Speisen auf die Wärmequelle gelangen? Mit den nachfolgenden Tipps zur Pflege und Reinigung Ihres Kochfeldes haben Sie alles gut im Griff!

5.1. Das Induktionskochfeld richtig reinigen und pflegen

Entfernen Sie sämtliche Verschmutzungen auf der Induktionskochplatte sofort, so verhindern Sie, dass Speisereste eintrocknen. Grundsätzlich können Sie das Kochfeld am besten mit einem feuchten Tuch mit etwas Spülmittel reinigen und anschließend mit einem Tuch trocknen. Wenn es aber bereits zu spät ist und der Soßenspritzer bereits eingetrocknet ist, gibt es noch eine bessere Möglichkeit, ohne dass spezielle Reinigungsmittel erforderlich sind: einen Ceranfeld-Schaber. Seine scharfen Klingen entfernen Angetrocknetes ohne zu Kratzen und zu Scheuern.

5.2 Spülmaschinen Tab als Reinigungsmittel

AEG Einbauherd Induktionskochfeld

AEG Einbauherd EQ861EV01B mit Induktionskochfeld für 1.640 Euro

Lösen Sie einen Spülmaschinentab einfach mit ein wenig warmem Wasser auf und rühren Sie diese Mischung zu einer Paste. Die Paste tragen Sie auf die Kochstelle auf und lassen sie kurz einwirken. Danach können Sie die Kochstelle mit einem nassen Reinigungsschwamm reinigen. Kreisen Sie hierfür sanft und putzen Sie mit einem feuchten Lappen nach. Anschließend sollten Sie das Ganze mit einem Küchentuch o.ä. trocken wischen.

Nicht immer ist ein ganzer Tab vonnöten. Sie können einen Tab leicht teilen, indem Sie ihn in eine Klarsichtstüte geben und ihn mit einem Fleischklopfer oder ähnlichem zerschlagen. So fliegen keine kleinen Teile in der Küche rum und die Tüte lässt sich gleichzeitig als Verpackung für den restlichen Tab verwenden.

5.3 Backpulver als Hausmittel gegen Verkrustungen

Wenn Sie keinen Ceranfeld-Schaber besitzen, gibt es für die Beseitigung von hartnäckigen Verkrustungen auch eine preiswerte Alternative: Backpulver. Mischen Sie einfach etwas Backpulver mit Wasser, sodass eine Paste entsteht. Diese tragen Sie auf das Kochfeld auf. Lassen Sie es kurz einwirken und wischen Sie es anschließend gemäß unserer Anleitung unter Punkt 5.2 wieder ab.

5.4 Zitrone sorgt für frischen Duft und killt Keime

Für einen frischen Duft in Ihrem Haushalt und strahlenden Glanz sorgt Zitronensaft als Reinigungsmittel. Das Induktionskochfeld mit dem Zitronensaft einreiben, kurz einwirken lassen und anschließend mit klarem Wasser und einem Tuch abwischen. Zitronensaft hat noch zusätzlich den Effekt, dass die darin enthaltene Zitronensäure die Keimbildung hemmt. Das ist natürlich für alle Flächen, die der Zubereitung von Essen dienen, sehr nützlich.

5.5 Induktionskochfeld mit Glasreiniger ohne Aufwand reinigen

Soll es besonders schnell gehen und es sind keine groben Verschmutzungen vorhanden? Dann gibt es auch eine ganz einfache und simple Putz-Methode für Ihr Induktionskochfeld: die Reinigung mit Glasreiniger. Denn trotz der besonderen Eigenschaften ist ein Induktionskochfeld schließlich auch nur eine Glasplatte.

6. Induktionskochfeld Test der Stiftung Warentest 09/2009

Induktionskochfelder sind modern. Wenn Sie Ihre Küche mit einem solchen Kochfeld ausrüsten möchten, müssen Sie besonders gut auf die Qualität achten. Stiftung Warentest nahm im September 2009 in ihrem Induktionskochfeld Test sieben Herde mit Induktionstechnik genau unter die Lupe. Getestet wurden:

  • Sicherheit
  • Handhabung
  • Stromverbrauch

Das Ergebnis des Induktionskochfeld Test: im Vergleich zu herkömmlichen Geräten gelingt das Kochen mit Induktion schneller und stromsparender.

Testsieger ist das Induktionskochfeld von AEG. Es erhitzt die Speisen schnell, verteilt die Wärme gleichmäßig im Kochtopf und auch der Stromverbrauch und die Sicherheit stimmen. Sechs der sieben getesteten Induktionskochfelder schnitten mit gut ab. Der Induktionskochfeld Testsieger, das Modell AEG-Electrolux 78001K-MN, schlägt mit rund 1.300 Euro zu Buche, das preiswerteste ebenfalls mit gut benotete Modell von Ikea ist bereits für 700 Euro zu haben.

Modell Preis ca. Testnote
AEG Electrolux 78001K-MN 1.300 Euro Gut (1,9)
Küppersbusch EKI607.2M 1.500 Euro Gut (2,1)
Miele KM 5945 1.700 Euro Gut (2,1)
Neff TT4440N 11 1.450 Euro Gut (2,1)
Siemens EH675 MB11E 11 1.800 Euro Gut (2,2)
Ikea / Nutid HB 14 Art.-Nr. 30147618 12 700 Euro Gut (2,3)
Quelle / Privileg GK824000 STC Best.-Nr. 01000864 900 Euro Befriedigend (2,7)

7. Kaufratgeber – darauf sollten beim Induktionskochfeld Kauf achten

Vor der endgültigen Kaufentscheidung eines Induktionskochfeldes sind verschiedene Kriterien zu überdenken. Im Handel gibt es verschiedene Modelle, die sich in ihren Funktionen, in den vorhandenen Kochzonen, in der Bedienung und in der Sicherheit voneinander unterscheiden. Wir schildern nachfolgend in unserem Induktionskochfeld Test, auf was Sie beim Kauf achten sollten. Hinzu kommt, dass Einbau- oder Standinduktions-Herd in verschiedenen Breiten und Tiefen angeboten werden. Übliche Breiten sind:

  • 50 cm
  • 60 cm
  • 70 cm
  • 80 cm
  • 90 cm

7.1 Bedienungsarten

Neff TT 4597 N mit 5 Induktionskochzonen

Neff TT 4597 N mit 5 Induktionskochzonen

Je nach Modell können Sie zwischen einer Touch Bedienung, den üblichen Drehreglern und Schaltknebeln, Tasten und einer Sensorbedienung wählen. Die Mehrheit der Induktionskochfelder in unserem Test ist mit einer Touch- oder Sensorbedienung ausgestattet, die Bedienung mit einem Schaltknebel ist dagegen eher selten. Diese sind praktisch und lassen sich deutlich einfacher sauber halten als die alten Drehknöpfe. Eine Besonderheit stellen die sogenannten Slider-Steuerungen dar – hier lassen sich die Regler, je nach gewünschter Leistung, einfach per Touch mit dem Finger hin- und herschieben. Neff stattet einige seiner Induktionskochfelder mit einem TwistPad aus, wie beispielsweise das autarke Induktionskochfeld T54T97N2 TT 5497 N. Bei Kochfeldern mit TwistPad liegt neben der Digitalanzeige ein abnehmbarer magnetischer Bedienknopf auf der Oberfläche der Glaskeramik auf. Durch Permanent-Magnete, die sich unter der Oberfläche befinden, wird er in Position gehalten. Bei Bewegung des Reglers registrieren spezielle Sensoren im Induktionskochfeld die Richtungsänderung und nehmen die gewünschte Einstellung vor. Wird der Knopf entfernt oder verschoben, schaltet das Kochfeld ab und der Wischschutz schaltet sich automatisch ein. Der Wischschutz verhindert, dass beim Reinigen versehentlich etwas verstellt wird. Dabei werden alle Funktionen gespeichert.

7.2 Anzahl der Kochzonen

Ein weiterer wichtiger Kaufaspekt ist die Anordnung der Kochzonen sowie deren Größe. Denn eine zweckmäßige Aufteilung des Kochfeldes ermöglicht ein problemloses Zubereiten verschiedener Gerichte gleichzeitig in mehreren Kochtöpfen. Hobbyköche bemängeln oftmals, dass es aufgrund der ungünstigen Aufteilung der Kochzonen eines Induktionskochfeldes Probleme mit größeren Pfannen oder einem Wok gibt. Wer nun öfter mit großen Pfannen kocht, sollte darauf achten, dass sich das neue Induktionskochfeld der Größe des Kochgeschirrs anpassen lässt. Dies ist mit einigen Modellen in unserem Induktionskochfeld Test möglich.

Eine Bräterzone vergrößert eine einfache kreisrunde Kochplatte zu einem ovalen Kochfeld und bringt daher mehr Flexibilität beim Braten. Induktionskochzonen gibt es als Einkreiskochzone, Zweikreiskochzone, Dreikreiskochzone, Powerkochzone, Variokochzone, Wokkochzone und Warmhaltekochzone.

Zweikreis- und Dreikreisheizkochzonen lassen sich wahlweise mit kleinem, mittlerem oder größerem Durchmesser nutzen. Dadurch ist eine optimale Anpassung an den Durchmesser des Kochgeschirrs möglich. Bei der Vario- und der Wokkochzone wird wie bei der Bräterzone die runde Kochzone durch ein oder zwei weitere Kochzonen erweitert, sodass nun eine rechteckige oder ovale Kochzone für entsprechend größeres Geschirr entsteht. Das Zuschalten der weiteren Heizkreise erfolgt – abhängig vom jeweiligen Gerät – durch Überdrehen eines Drehschalters oder durch das Betätigen zusätzlicher Druck- oder Sensortasten auf dem Induktionskochfeld.

Induktionskochfelder mit einer Breite von über 60 cm können mit einer speziellen Warmhalte-Zone ausgestattet sein. Auch diese werden in unterschiedlichen Größen angeboten und werden durch Tasten auf dem Kochfeld gesteuert.

Der Durchmesser und die Heizleistung der Induktionskochzonen unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller und sind nicht genormt. Beispiele für die Heizleistung abhängig von den Durchmessern der Induktionskochstellen:

Durchmesser Kochzone Leistung ca.
15 cm 1.400 W
16 cm 1.800 W
18 cm 2.000 W
21 cm 2.200 W
28 cm 2.800 W
Bräterzone 2.300 W

Durch das Hinzuschalten der Boostfunktion lässt sich – zeitlich begrenzt – die Leistung der Kochzonen noch einmal um bis zu 50 Prozent steigern.

7.3 Bauarten der Induktionsfelder

Family cooking healthy food in domestic kitchen

Autarke Induktionskochfelder werden immer beliebter. Dies sind Induktionskochfelder, die über mindestens eine, in der Regel aber vier oder mehr Kochstellen verfügen und alle notwendige Technik besitzen, um alleine ohne Backofen betrieben zu werden. Sie eignen sich sehr gut zum Nachrüsten bei bereits vorhandenen klassischen Elektroherden. So kann auch ohne Umbau zusätzlich mit Induktion gekocht werden. Größere Kochfelder in der Kategorie der autarken Induktionskochfelder mit vier und mehr Kochzonen bieten sich zum Einbau in die Arbeitsplatte an und lösen den herkömmlichen Koch-Herd vollständig ab. Üblich sind Induktionskochfelder zum Einbau. Diese können auch ein herkömmliches Cerankochfeld ersetzen, ohne dass der zugehörige Backofen ebenfalls ausgetauscht werden muss. Wenn Sie erst einmal ausprobieren möchten, wie es sich mit einem Induktionskochfeld kocht, können Sie sich auch ein einzelnes mobiles Induktionskochfeld mit nur einer Platte kaufen und testen. Standgeräte verfügen über einen Elektrobackofen in Kombination mit einem Induktionskochfeld.

7.4 Die verschiedenen Funktionen

Bei einer Ankochautomatik erfolgt das Herunterregeln von hoher Leistung nach dem Erwärmen auf Kochtemperatur zu einer niedrigeren Leistung automatisch, um das Essen schonend weiter zu garen. Jeder Hersteller nutzt eine eigene Zeitspanne für die volle Heizleistung, bevor auf niedrige Stufe umgestellt wird. Durch diese Ankochautomatik erspart man sich das sonst notwendige Überwachen des Kochvorganges und ein manuelles Umschalten. In einigen Fällen wird die Ankochdauer optisch angezeigt. Die meisten Hersteller nutzen den Buchstaben A am Drehschalter für die Wahl des Ankochvorganges, danach wird die gewünschte Fortgareinstellung über entsprechende Zahlen gewählt. Die Ankochzeiten unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller:

Schalterstellung AEG Ankochdauer Bosch / Siemens Ankochdauer
1 keine 1,0 Min.
2 0,26 Min 1,4 Min.
3 3,12 Min. 2,2 Min.
4 5,85 Min. 3,2 Min.
5 10,2 Min. 4,3 Min.
6 1,4 Min. 1,4 Min.
7 2,46 Min. 1,4 Min.
8 2,87 Min. 1,6 Min.
9 dauerhaft höchste Leistung 0,3 Min.

Die Brückenfunktion lässt sich per Tastendruck aktivieren und fasst so zwei Kochzonen zu einer großen Zone zusammen, sodass Sie selbst ungewöhnlich geformte Pfannen und Töpfe auf der Kochfläche verteilen können.

Mit der Boost-Funktion können Sie kurzfristig für bestimmte Speisen, wie zum Beispiel für das Anbraten von Steaks, eine bis zu 50 Prozent höhere Temperatur erreichen. Die Kochzonen glühen dann besonders schnell auf. Eine PowerManagement-Funktion verteilt die hierfür benötigte Energie auf verschiedene Platten auf. Ein Kurzzeitwecker ist sehr hilfreich, denn aufgrund der Schnelligkeit eines Induktionskochfeldes wird schnell das Ende der Garzeit übersehen. Mit dem Timer können Sie die Zeit überwachen und verhindern so, dass Speisen übergaren. Eine Memoryfunktion speichert die letzte Einstellung Ihrer Kochplatte. Werden Sie einmal abgelenkt, so können Sie den Kochvorgang einfach durch Betätigen einer Pause Taste unterbrechen und das Kochfeld so anhalten. Möchten Sie wieder weiterkochen, können Sie durch ein nochmaliges Betätigen der Pause-Funktion wieder alle Einstellungen des Hochfeldes herstellen, inklusive der Timer-Einstellungen. Diese Funktion wird auch als Stop and Go-Funktion bezeichnet.

Einige Hersteller bieten verschiedene Warmhaltefunktionen an. Diese sind:

  • Schmelzen
  • Warmhalten
  • Simmern

Dadurch wird Ihr Kochfeld noch vielseitiger. Der Topferkennungssensor erkennt die Topfgröße und passt die Größe des Kochfeldes dem Kochgeschirr an. Zudem schaltet sich das beste Induktionskochfeld nicht ein, wenn kein Kochgeschirr auf dem Glas steht.

7.5 Wichtige Sicherheitsfunktionen

Achten Sie beim Kauf Ihres Induktionskochfeldes aus unserem Vergleich unbedingt auf die Sicherheits-Funktionen. Eine Abschaltautomatik und ein Überhitzungsschutz verhindern beispielsweise eine Überhitzung des Kochgeschirrs und das Kühlgebläse die Überhitzung der Elektronik. Eine Kindersicherung ist oft mit einer Bedienfeldsperre verbunden. Sie verriegelt die Sensoren. Steht kein Kochtopf auf dem Induktionskochfeld, so verhindert die Inbetriebnahmesperre, die automatisch erkennt, dass der Topf fehlt, den Betrieb des Induktionskochfeldes.

Kontrollleuchten zeigen die Restwärme an und eine Sicherheitsabschaltung schützt das Induktionskochfeld vor Überhitzung. Die Urlaubsschaltung schaltet das Induktionskochfeld dann automatisch ab, wenn Sie es längere Zeit nicht mehr benutzt haben. Dies bedeutet, dass Sie künftig unbesorgt Ihren Urlaub genießen können, ohne sich ständig fragen zu müssen, ob Sie den Herd abgeschaltet haben. Die Fehlerüberwachung schaltet das Kochfeld automatisch ab, wenn sich Flüssigkeit oder ein Gegenstand auf der Bedienoberfläche befindet. Dadurch sind Sie vor ungewollten Leistungseinstellungen geschützt. Kocht beispielsweise Wasser über, wird ein Überlaufschutz aktiviert und das Kochfeld stellt sich automatisch ab.

7.6 Die Preisunterschiede

Unser Induktionskochfeld Vergleich ergab, dass besonders im Fachhandel extreme Preisunterschiede vorhanden sind. Stiftung Warentest fand beispielsweise in ihrem Induktionskochfeld Test im September 2009 heraus, dass durchaus Preisdifferenzen von bis zu 1.600 Euro auftreten können. Für ein und dasselbe Einbaugerät von Neff verlangte ein Händler stolze 2.380 Euro, während ein anderer lediglich 780 Euro für das günstige Induktionskochfeld wollte. Besonders teuer wird es in Möbelhäusern und Küchenstudios: diese kalkulieren oftmals mit den unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller, die aber nicht den tatsächlichen Marktpreis wiedergeben. Zwar wird danach Rabatt eingeräumt, aber in unserem Induktionskochfeld Test und Induktionskochfeld Vergleich haben Sie alle Preise im Blick und finden hier den Induktionskochfeld Testsieger ebenso wie das günstigste Induktionskochfeld.

8. Die richtige Aufstellung und der Anschluss von Induktionskochfeldern

Wenn Sie Ihre Küche neu planen, sollten Sie den Standort des Induktions-Standgeräts abhängig von der verfügbaren Fläche so wählen, dass dieser dem Arbeitsablauf entspricht. Ist ein Induktionskochfeld autark, ist man bei der Einrichtung der Küche weniger eingeschränkt. Dennoch ist die Unterscheidung, ob Sie Rechts- oder Linkshänder sind, wichtig. Für Rechtshänder muss der Herd von rechts nach links angeordnet sein. In der Regel befindet sich der Kochbereich hier rechts vom Spülbereich.

Ein möglichst rationelles Arbeiten ist gegeben, wenn sich rechts vom Herd eine mindestens 30 bis 60 cm breite bündige Arbeitsfläche befindet. Links vom Herd sollte diese zwischen 60 und 90 cm betragen. Dies wird für alle Geräte in unserem Induktionskochfeld Vergleich empfohlen.

8.1 Die richtige Ausrichtung eines Einbauherds

Bei der Aufstellung Ihres neuen Induktions-Standherds sollten Sie darauf achten, dass dieser waagerecht ausgerichtet ist. Bodenunebenheiten können Sie mit höhenverstellbaren Schraubfüßen ausgleichen. Durch diese Maßnahme verhindern Sie, dass Speisen in Töpfen, Pfannen und Backformen verlaufen. Einbaumöbel müssen exakt an der Arbeitsplatte ausgerichtet werden.

8.2 So erfolgt der Anschluss eines Induktionsherds

Der Elektroanschluss muss unbedingt durch einen eingetragenen Elektroinstallateur erfolgen. Dabei sind die technischen Anschlussbestimmungen des VDE einzuhalten.

Induktionsherd anschließen: Das sollten Sie wissen

Für Elektroherde mit einem Anschlusswert von über 4,6 kW ist ein Drehstromanschluss vorgesehen. Ist keine Drehstromanlage vorhanden, können Elektroherde von 9 bis 11 kW teilweise auch an Wechselstrom angeschlossen werden. Die maximale Absicherung beträgt dabei 25 A. Außergewöhnliche Gerätekombinationen, wie zum Beispiel besonders große Kochfelder oder Backöfen mit einer Breite von 90 cm, können auch eine Absicherung von drei Mal 20 A erfordern.

8.3 Autarke Induktionskochfelder einbauen

Ein Induktionskochfeld ist autark, wenn es in eine Arbeitsplatte eingebaut werden kann und über alle notwendigen Bauteile verfügt. Autarke Induktionskochfelder unterscheiden sich in der Anbringung der Bedienelemente sowie in der Ausführung. Die Einbautiefe schwankt je nach Hersteller zwischen 2,5 und 16,5 cm.

Solche Induktionskochfelder bestehen aus Glas und verfügen teilweise über einen Rahmen. Rahmenlose Kochfelder können flächenbündig komplett in die Arbeitsfläche eingelassen werden, die aus Granit, Stein, Kunststoff oder Holz bestehen kann.

Autarke Induktionskochfelder sind eigenständige Geräte und können auch räumlich getrennt vom Backofen in die Küchenzeile eingebaut werden. Alle für die Kochstelle notwendigen Bedienelemente und Funktionen sind bereits im Kochfeld integriert. In der Regel befinden sich die Bedienelemente an der Vorderseite oder an der rechten Seitenkante. Der Einbau eines Induktionskochfeldes unterscheidet sich nicht von dem eines klassischen Glascerankochfeldes. Einzig die erforderliche Lüftung muss gewahrt bleiben.

8.4 Dunstabzugshaube richtig positionieren

Zusätzlich können Induktionskochfelder auch an einer zweiten erhöhten Ebene oder in einer Kücheninsel oder Küchentheke mit darüber befindlicher Dunstabzugshaube angebracht werden. Die Wirksamkeit der Dunstabzugshaube hängt vor allem von einer großzügigen Überdeckung des Kochfeldes ab. Damit die Kochdünste möglichst optimal und vollständig abgesaugt werden, ist die Positionierung extrem wichtig. Die minimale Überdeckung des Kochfeldes durch die Dunstabzugshaube muss bei Wandhauben beidseitig 100 mm betragen und bei Inselhauben beidseitig 180 mm.

Je näher sich der Abzug beim Kochgut befindet, desto effizienter arbeitet er. Das Kochen selber sollte allerdings nicht durch eine zu geringe Tiefe beeinträchtigt werden. Maßgebend für die Mindesthöhe sowie die Verkleidung der Abluftrohre sind die Brandschutzvorschriften. Doch auch vom Induktionskochfeld selbst sind die Mindestabstände abhängig. Entnehmen Sie daher die genauen Maße der Bedienungsanleitung und den technischen Daten Ihres Herstellers. Als Richtwert gelten 600 mm bei Induktionskochfeldern.

Da Luft ständig in Bewegung ist, beeinflusst auch dies die Wirksamkeit der Dunstabzugshaube. Daher darf über dem Kochfeld keine Querströmung bestehen, wenn der Kochdunst komplett erfasst werden soll.

 

Preis-Leistung-Sieger

Noch keine Kommentare vorhanden

Helfen Sie anderen Lesern von Vergleich.org und hinterlassen Sie den ersten Kommentar zum Thema Induktionskochfeld.

Neuen Kommentar verfassen

Antworten abbrechen

Ähnliche Vergleiche in der Kategorie Elektro-Großgeräte

Elektro-Großgeräte Ablufttrockner

Eine beliebte Alternative zu Wäscheleine und Wäscheständer sind Ablufttrockner. Diese können die Wäsche in kurzer Zeit trocknen und dabei auch …

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Backofen

Backofen, Pizzaofen und Dampfgarer in einem? Mit modernen Backöfen kein Problem, denn heutzutage weisen Backöfen meist eine Reihe von …

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Bosch-Geschirrspüler

Geschirrspülmaschinen von Bosch gelten seit Jahren als qualitativ hochwertig und gehören mit etwa 12 Prozent Marktanteil zu den drei beliebtesten …

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Dunstabzugshaube

In der Kategorie der Dunstabzugshauben gibt es verschiedene Modelle. Einfache Unterbauhauben, die unter einem Schrank montiert werden, sind am hä…

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Durchlauferhitzer

Durchlauferhitzer sind Geräte zur Warmwasseraufbereitung für Haushalte, die nicht an die zentrale Warmwasserversorgung angeschlossen sind…

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Elektroherd

Ein Elektroherd ist eine gute Alternative zum Gasherd. Sie können einen Elektroherd als Standherd oder als Einbauherd kaufen…

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Frontlader

Bei der Suche nach einer Waschmaschine werden Sie auf zwei große Unterarten stoßen: die Toplader-Waschmaschine und die Frontlader-Waschmaschine. Der…

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Gasherd

Beim Gasherd wird das Kochfeld ausschließlich mit Gas betrieben. Das Gas-Kochfeld erhitzt sich schnell und die Temperatur kann haargenau reguliert …

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Gaskochfeld

Gaskochfelder sind autark, wenn sie einzeln installiert und unabhängig vom Herd betrieben werden. Sie sind eine in Deutschland kaum genutzte, aber …

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Teilintegrierte Gesc…

Ein teilintegrierbarer Geschirrspüler wird unter eine vorhandene Arbeitsplatte gestellt und die Vorderfront nachträglich, dem Design der Kü…

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Vollintegrierbarer G…

Ein vollintegrierbarer Geschirrspüler (z.B. von Neff, Bauknecht etc.) zählt zur Kategorie der Einbauspülmaschinen. Er ist wie ein Unterbau …

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Geschirrspüler

Zeit für die wichtigen Dinge: Überlassen Sie den Abwasch einem Geschirrspüler Testsieger - er arbeitet leise, effizient und gründlich…

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Getränkekühlschrank

Ein Getränkekühlschrank oder Flaschenkühlschrank ist ein Kühlgerät, das ausschließlich für die Lagerung und Kühlung von Getränken genutzt …

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Herd

Allgemein wird zwischen drei Herdtypen unterschieden: Gasherd, Elektroherd und Induktionsherd. Erstere sind besonders energiesparend, während …

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Induktionsherd

Ein Induktionsherd besteht aus einem regulären Elektro-Backofen sowie einem modernem Induktionskochfeld…

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Kondenstrockner

Ein Kondenstrockner spart im Haushalt viel Zeit. Denn innerhalb kürzester Zeit ist eine Ladung Wäsche trocken – viel schneller, als wenn Sie Ihre …

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Mini-Waschmaschine

Beim Kauf einer Mini-Waschmaschine können Sie zwischen zwei Arten wählen: Einer Mini-Waschmaschine ohne Wasseranschluss, die manuell mit Wasser und …

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Pyrolyse-Backofen

Pyrolyse Backöfen reinigen sich selbst. Diese Funktion bewirkt, dass die Innenwände des Backofens auf bis zu 600° Celsius erhitzt werden. …

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Tischgeschirrspüler

Tischgeschirrspüler erledigen das Abwaschen dreckigen Geschirrs ebenso zuverlässig wie herkömmliche Spülmaschinen…

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Toplader-Waschmaschi…

Toplader haben eine kompakte Bauweise und sind mit ca. 40 bis 43 cm Breite deutlich schmaler als Frontlader-Waschmaschinen. Aufgrund ihrer Bauweise …

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Unterbau-Geschirrspü…

Unterbau-Geschirrspüler sind Spülmaschinen für die Einbauküche, die direkt unter der Arbeitsplatte installiert werden. Daher besitzen sie keine …

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Wärmepumpentrockner

Wärmepumpentrockner bieten heutzutage die verlässlichste und beste Möglichkeit, Wäsche zu trocknen, wenn Sie z.B. keinen Balkon oder Garten haben…

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Wäschetrockner

Der beste Wäschetrockner glänzt mit geringem Verbrauch um 220 kWh, hohem Fassungsvermögen um 7 kg und kurzer Trockenzeit um 110 min…

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Warmwasserspeicher

Elektro-Warmwasserspeicher oder Warmwasserboiler sollen ein bestimmtes Volumen an Wasser in relativ kurzer Zeit erwärmen. Dafür dient eine …

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Waschmaschine

Es gibt zwei Arten von Waschmaschinen: Frontlader sind die häufigeren Geräte, besitzen eine große Trommel und lassen sich bequem von der …

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Waschtrockner

Waschtrockner kombinieren im Vergleich zu den handelsüblichen Trocknern die Funktionen des Waschens und Trocknens miteinander. Sie gelten noch immer…

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte Wasserenthärtungsanl…

Zwar erhöht eine Wasserenthärtungsanlage auch die Qualität von Trinkwasser, sie soll jedoch in erster Linie einen hohen Kalkgehalt im Wasser …

zum Vergleich

Elektro-Großgeräte WLAN-Waschmaschine

WLAN Waschmaschinen sind Smart Home Geräte, die per Smartphone App gesteuert werden können…

zum Vergleich