Herd Test 2016

Die 7 besten Herde im Vergleich.

AbbildungTestsiegerPreis-Leistungs-Sieger
ModellBeko CSM 67300 GXGorenje E52103AW AEG 47056IU-WN AEG 47056VS MNAEG-Electrolux COMPETENCEGorenje EC 55 CLI1 Herd ElektroGorenje G 51101 AW
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Bewertung1,9gut
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Bewertung2,6befriedigend
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Kundenwertung
32 Bewertungen
64 Bewertungen
noch keine
34 Bewertungen
4 Bewertungen
11 Bewertungen
18 Bewertungen
TypCeranKlassischInduktionCeranInduktionClassico CollectionGas
InstallationstypfreistehendFreistehendFreistehendFreistehendFreistehendfreistehendFreistehend
Anzahl der Kochfelder4444444
Ober-/UnterhitzeJaJaJaJaJaJaNein
UmluftJaNeinJaJaJaJaNein
HeißluftJaNeinJaNeinNeinNeinNein
Fassungsvermögen Backofen65 l49 l74 l66 l60 l48 l53 l
EnergieeffizienzklasseAAAAAAkeine, da Gasbackofen
Energieverbrauch
Unter-/Oberhitze
0.99 kWh0.79 kWh0.9 kWh0.8 kWh0.7 kWh83 kWh-
Leistung Backofen2400 Watt1850 Watt1800 Watt2200 Watt1500 Watt-1750 Watt
DisplayJaNeinJaJaNeinJaNein
RestwärmeanzeigeJaNeinNeinJaJaNeinNein
Maße (Höhe, Breite, Tiefe)85 x 60 x 60 cm85 x 50 x 60,5 cm85 x 60 x 6085 x 59,6 x 60 cm85,8 x 50,0 x 60,0 cm85 x 50 x 61 cm85 x 50 x 60 cm
BesonderheitenBackofentür abnehmbar, 3D multidimensionales KochenAmazon #1 Bestseller bei Standherdenversenkbare GriffeGeschirrwagenversenkbare GriffeRetro-LookAuslaufartikel - Hersteller hat Produktion eingestellt
Vorteile
  • besonders großes Fassungsvermögen
  • inkl. Drehspieß
  • wird schnell heiß
  • hochwertige Verarbeitung
  • inkl. Schubkasten
  • kompakt und leicht
  • leichte Bedienung
  • extra Pizzastufe
  • leises Kühlgebläse
  • leichte Reinigung
  • extra Pizzastufe
  • leicht zu reinigen
  • extra Pizzastufe
  • leichte Reinigung
  • Anti-Fingerabdruck Beschichtung
  • hochwertige Verarbeitung
  • leichte Reinigung
  • inkl. Abdeckung fürs Kochfeld
  • heizt sehr schnell
Zum Angebotzum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »
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Herd-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Allgemein wird zwischen drei Herdtypen unterschieden: Gasherd, Elektroherd und Induktionsherd. Erstere sind besonders energiesparend, während mittlere recht günstig und besonders leicht zu handhaben sind. Letztere verfügen über eine genaue und schnelle Temperaturregelung.
  • In der Regel verfügt jeder Herd auch über einen eigenen Backofen. Beide Elemente sollten regelmäßig, am besten direkt nach der Nutzung, von Fett- oder Essensspritzern bereinigt werden. Angebackene Flecken können mit Spülmittel zuvor eingeweicht oder mit einem speziellen Reiniger vorsichtig entfernt werden.
  • Achten Sie beim Kauf nicht auf die passenden Maße des neuen Küchengerätes, sondern auch auf die richtigen Anschlüsse. Ein Gasherd benötigt den klassischen Gasanschluss, bei Elektro- und Induktionsherd liegen mehrere Kabelanschlüsse vor, die nach einer festgeschriebenen Reihenfolge und am besten vom Fachmann angeschlossen werden.

Die Küche ist der Ort, wo Lebensmittel zubereitet werden. Egal ob braten, frittieren oder kochen, diese Dinge finden alle in der Küche statt. Das Herz der Küche, also das wichtigste Gerät, ist immer noch der Herd. Mittlerweile kann zwischen vielen Typen unterschieden werden und die Auswahl des richtigen Herdes kann eine Hürde darstellen, da abgewogen werden muss, welcher Typ für den Einzelnen am besten ist. Dieser Ratgeber hat es sich zur Aufgabe gemacht, die verschiedenen Herdtypen zu charakterisieren und in den einzelnen Kategorien die besten Koch- und Backofenkombinationen zu vergleichen. Am Ende sollen die wichtigsten Fragen zum Thema Herd geklärt werden. Egal ob Aufbau oder Reinigung, hier wird alles zum Thema Herd besprochen.

1. Die Geschichte des Herdes

Der Herd ist ein Gerät zum Kochen, Braten oder Backen von Lebensmitteln. Was anfangs eine Feuerstelle im Haus oder Zelt war, wurde im Laufe der Jahrtausende der Menschheitsgeschichte zu einem richtigen Hightech-Gerät entwickelt.

Herde haben sich ursprünglich eher im Freien befunden, z. B. als Mulde zwischen Steinen. Die frühesten Tonherde stammen aus Griechenland von der südwestlichen Peleponnes. Archäologen meinen, dass diese Kochvorrichtungen 23000 – 31.000 Jahre alt sind. Erst weitaus später gab es in römischr Zeit auch ausgemauerte Sockel, in denen sich Herde befanden. Im Mittelalter waren sie in Tischhöhe weit verbreitet. Braten musste man auf Rosten oder an Spießen und Kochen in Töpfen, die an Kesselhaken direkt über dem offenen Feuer hingen.

Erst 1735 hat François de Cuvilliés der Ältere den ersten vollummauerten Herd mit durchlöcherter Eisenplatte und einem Rauchfang entwickelt. Er nannte ihn Castrol-Herd (von Casseroles = Kochtöpfe). Durch den Rauchabzug rückten die Herde an die Wand. Befeuert wurden die Herde entweder durch Holz oder Steinkohle.

Mitte des 19. Jahrhunderts gab es die ersten Herde aus Metall. Ein im Volksmund noch bekannter Herd ist die sogenannte Küchenhexe. Er bestand aus verschiedenen Herdringen für unterschiedlich große Töpfe, Backröhren und Heißwasserbereiter. Insgesamt war er jedoch relativ teuer und nur wohlhabende Personen konnten sich ein solches Gerät leisten. Neben der Funktion des Kochens, wurden diese Herde auch normal zum heißen verwendet.

Heute werden die Herde meist elektrisch oder mit Gas betrieben. Gasherde wurden in der Mitte des 19. Jahrhunderts eingeführt, konnten sich aber erst durchsetzen, als Gas ab 1900 in den Großstädten für ein breites Publikum verfügbar war. Der erste Elektroherd wurde auf der Weltausstellung in Chicago 1893 vorgestellt. Erst in den 1920er Jahren wurden die Elektroherde so verbessert, dass sie auch für den Otto-Normalverbraucher erschwinglich wurden. Auch der Ausbau hat für dessen Verbreitung gesorgt.

2. Welche Herdtypen gibt es?

Neben dem klassischen Gasherd und Elektroherd gibt es mittlerweile den Induktionsherd oder das Cerankochfeld. Die Auswahl an Herdarten ist also wesentlich größer. Daher sollen hier kurz die wichtigsten Dinge zu den einzelnen Hertypen gesagt und auch Vor-und Nachteile aufgezählt werden.

2.1 Der Gasherd

Das erste Patent von 1826 für einen Gasherd stammt von James Sharp aus Northampton. Er gründete ein Unternehmen zur Herstellung der selbigen und konnte 1851 in London bei der Weltausstellung einen präsentieren. Erst 1880 begann die serienmäßige Herstellung mit wirtschaftlichem Erfolg.

Was muss ich beim Kochen mit Propangas beachten?

Für den Betrieb mit Propangasflaschen bedarf es einer amtlichen Genehmigung, wenn der Herd weniger als 11 kW Leistung hat. Der Raum muss über 20 m³ Volumen haben und über festem Erdboden sein. Nur dann darf eine 11 kg Propangasflasche vorhanden sein.

Heutzutage gibt es verschiedene Arten einen Gasherd zu befeuern. Am einfachsten ist sicherlich die Gasversorgung über Erd- oder Stadtgas durch eine Gassteckdose. Eine etwas knifflige Methode ist die Versorgung durch Propangas aus Flaschen. Falls man noch Propanflaschen benutzt, sollte man sicherstellen, dass man immer eine auf Vorrat hat für eventuelle Notfälle.

Auch wenn es in der Vergangenheit Probleme mit dem ungewollten Austreten von Gas gab, sind die modernen Geräte mit einem Thermoelement ausgestattet, das den Austritt des Gases bei nicht vorhandener Flamme stoppt. Auch die Zündung des Gases erfolgt mittlerweile standardmäßig über eine automatische Zündung.

Propangas Kochfeld

Gasbacköfen haben meist das Problem, dass sie Temperaturen unter 150° Celsius nicht realisieren können. Einige Modelle schaffen auch mit besonderer Taktung Temperaturen von 75-150° Celsius, jedoch sind sie noch die Ausnahme. Aus diesem Grunde gibt es viele Gas und Elektro Kombinationsmodelle. Das Kochfeld besteht aus Gasbrennern und der Backofen wird elektrisch betrieben. Relativ neu auf dem Markt sind Gaskochfelder mit fünf Flammen, wobei in der Mitte eine Wokflamme mit über 3 kW Leistung ist. Auch Kochfelder mit aufliegender Glasplatte sind erhältlich. Die Reinigung ist erheblich einfacher bei diesen Modellen.

  • schnelle Regulierung der Hitze
  • niedrige Energiekosten
  • umweltfreundlicher als Strom (bei konventionell hergestelltem Strom)
  • größere Hitze als in elektrischen Backöfen
  • Benutzung eines Woks möglich
  • Einsatz auch bei Stromausfall möglich
  • Verbrennungs- und Brandgefahr
  • Griffe von Kochtöpfen können sehr heiß werden
  • Wärmeverluste durch Konvektion und Strahlung
  • Lüftung des Raumes nötig
  • schwierigere Reinigung als bei Elektroherden, wenn keine Glasplatte vorhanden ist.

2.2 Der Elektroherd

Was ist Ceran?

Die Schott AG aus Mainz hat sich den Namen Ceran für Glaskeramikkochfelder einfallen lassen. 1971 wurde das erste Cerankochfeld in einer Kleinserie produziert. Erst in den 80er Jahren gelang der wirtschaftliche Erfolg. Heute ist das Unternehmen Marktführer in dem Bereich und der Modellname steht als Synonym für Glaskeramikkochfelder.

George B. Simpson erfand in den 1850er Jahren den Elektroherd. Er funktionierte einen Kohleherd um, indem er an der Kochplatte ein Stromkabel befestigte und über dessen Erwärmung den Herd befeuerte. 1859 erhielt er in den USA das Patent auf einen electroheater. Diese Geräte konnte man nur Ein- und Ausschalten. Eine Regulierung der Temperatur war nicht möglich. Erst in den 1920er Jahren konnte sich der E-Herd in den USA und Europa, durch technische Verbesserungen und den Ausbau des Stromnetzes, durchsetzen. In einigen europäischen Ländern ist der Elektroherd bis heute noch nicht angekommen. Paradebeispiel ist hier Italien. Da die Elektroherde mindesten einen 7 kW Hausanschluss benötigen, die meisten Haushalte dort aber nur 2 kW haben, kann diese Form des Herdes nicht benutzt werden.

Derzeit gibt es den Elektroherd in verschiedenen Ausführungen. Zum einen kann man ihn mit einem klassischen Massekochfeld finden. Diese Herde haben Erhebungen aus Stahl, auf denen die Töpfe stehen. Wegen der Unebenheit der Herdplatte ist hier der Topfwechsel schwieriger und auch die Reinigung. Es gibt auch Ceran Kochfelder. Diese haben eine Glaskeramikplatte als oberste Schicht. Durch die glatte Oberfläche ist der Herd wesentlich einfacher zu reinigen und auch bedienungsfreundlicher.

  • geringer Anschaffungspreis
  • benötigt keinen Gasanschluss
  • Backöfen auch auf niedrige Temperaturen einstellbar
  • einfache Reinigung
  • langsames Aufheizen der Platte
  • Regulierung der Temperatur braucht sehr lange
  • Wärmeverluste durch die Nachwärme der Platte
  • Verbrennungs- und Brandgefahr
  • Griffe von Kochtöpfen können sehr heiß werden
  • Kochen mit Elektro ist im Allgemeinen teurer als mit Gas, da die Energienutzung der Geräte schlechter ist
  • Fehler bei Bedienung entstehen leicht, wenn man den falschen Knopf andreht, und werden meist zu spät korrigiert

2.3 Der Induktionsherd

Dies ist eigentlich ebenfalls ein Elektroherd, der aber einige Eigenschaften eines Gaskochfeldes hat. Die Töpfe werden hier durch Induktion erzeugte Wirbelströme erwärmt. Die Übertragung der Energie auf den Topf erfolgt durch ein elektromagnetisches Wechselfeld.

Durch dieses Prinzip sind die Reaktionszeiten der Temperaturregelung deutlich geringer als bei einem konventionellen Elektroherd und dem von einem Gasherd sehr ähnlich. Durch die Entstehung der Wärme im Boden der Kochtöpfe wird die Glaskeramikplatte nur durch den Kontakt mit dem Topf erwärmt. Es mindert die Verbrennungsgefahr und sorgt für eine einfachere Reinigung des Gerätes. Bei längeren Kochzeiten kann es auch bei einem Induktionsherd zur Wärmeentwicklung und zum Einbrennen von Lebensmitteln kommen. Ein großer Nachteil dieses Prinzips ist, dass durch das Wechselfeld auch Kochtöpfe benötigt werden, die es nutzen können. Sie müssen einen magnetischen Boden haben.

  • benötigt keinen Gasanschluss
  • Backöfen auch auf niedrige Temperaturen einstellbar
  • einfache Reinigung
  • geringe Verbrennungsgefahr
  • sehr schnelle Reaktionszeiten bei der Temperaturregelung
  • geringere Wärmeverluste als bei Gasherd
  • Topfgriffe werden nicht warm
  • hoher Anschaffungspreis der Geräte
  • besondere Kochtöpfe werden benötigt mit hohem Anschaffungspreis
  • Kochtöpfe aus Aluminium oder Kupfer können gar nicht verwendet werden
  • Kochen mit Elektro ist im Allgemeinen teurer als mit Gas
  • Kinder lernen nicht, dass von einer Kochstelle auch Gefahr ausgeht

3. Der Kostenvergleich, wo ist das Erwärmen von 1 Liter Wasser am billigsten?

Die Ergebnisse stammen aus der Stiftung Warentest 01/2013 zum Thema Wasserkocher. Basis für die Kosten war ein Strompreis von 0,27 €/kWh und ein Gaspreis von 0,07 €/kWh

Kochgerät Zeit in Min. Benötigte Energie in Wh Kosten in Cent pro Liter
Wasserkocher 3.18 115 3,1
Induktionsherd 4.36 123 3,3
Gasherd 5.18 270 1,9
Ceran 5.42 169 4,6
Masseherd 6.18 208 5,6
Mikrowelle 12.18 231 6,2

Tipp: Ein Gasherd ist immer noch die billigste Methode, um Wasser zu erwärmen. Ein Wasserkocher die schnellste.

4. Aufbau eines Herdes

Standherd von Gorenje

Gorenje Elektroherd

Ein Herd besteht immer aus einem Kochfeld und einem Backofen. Die einzelnen Modelle weichen in den Ausführungen stark voneinander ab, daher sollen hier nur die wesentlichen Prinzipien der einzelnen Geräte beschrieben werden.

Der Gasherd ist die traditionellste Variante des Herdes. Für dessen Funktion wird ein Gasanschluss benötigt. Von diesem aus gelangt das Gas über Schläuche zu den verschiedenen Düsen, an denen das Gas entzündet wird. Mittlerweile geschieht die Zündung automatisch durch elektrische Mechanismen, sobald der Knopf zum Austritt des Gases betätigt wurde. Durch die neuen Sicherheitsstandards kann eigentlich kein nicht entzündetes Gas mehr austreten.

Der klassische Elektroherd verfügt über mehrere Heizkreisläufe aus Elektrokabeln für die Erwärmung der Herdplatten und des Backofens. Durch die Erwärmung der Kabel wird der Herd erwärmt. Da die Wärme nicht wie beim Gasherd primär erzeugt wird, ist er nicht so ökonomisch wie ein Gasherd.

Cerankochfelder können neben den Heizkreisläufen auch eine Halogenkochzone haben. Unter der Glaskeramikplatte befindet sich ein Halogenstrahler, dessen Prinzip dem eines Halogenstrahlers mit Reflektor ähnlich ist. Für eine bessere Energieausnutzung ist der Strahler im Infrarotbereich angesiedelt. Dort ist der Verlust der Energieübertragung am geringsten. Der Vorteil bei dieser Methode liegt in den geringeren Reaktionszeiten als bei den klassischen Elektroherden. Gegenüber dem Induktionsherd kann jedes Kochgerät verwendet werden. Der große Nachteil ist, dass für die Erwärmung noch mehr Strom benötigt wird, als bei konventionellen Geräten.

Als letztes muss noch kurz auf den Induktionsherd eingegangen werden. Unter dem Glaskeramikkochfeld befindet sich eine große, flache und einlagige Heizspule aus Hochfrequenzlitze. Sie erzeugt ein hochfrequentes magnetisches Wechselfeld. Mithilfe von Kondensatoren wird ein Schwingkreis erzeugt. IGBT-Schalttransistoren sorgen für die benötigte Resonanz. Um diese Funktion zu ermöglichen, gibt es verschiedene Schaltungen. Für die Transistoren wird meist ein regelbarer Gleichspannungszwischenkreis benötigt. Zur Herstellung der Gleichspannung werden steuerbare Halbleiterdioden verwendet. Die Heizleistung wird durch den Verlauf von Gleichspannung und Gleichstrom im Gleichspannungskreis bestimmt.
Wegen der magnetischen Eigenschaften hat der Kochtopf Rückwirkungen im Stromfluss des Hochfrequenzkreises der Heizspule. Als Lösung des Problems werden die Änderungen des Resonanzverhaltens durch Messwerte aus den Stromwandlern des Gleichspannungszwischenkreises kompensiert.

5. Was ist beim Kauf eines Herdes zu beachten?

Der Online-Kauf eines Herdes unterscheidet sich nicht grundlegend vom Kauf eines solchen Gerätes bei einem Geschäft für Haushaltselektronik. Der Vorteil eines Kaufes im Geschäft ist jedoch, dass man das Kochfeld und den Backofen sehen und alle Teile (vor allem beim Gasherd) einmal auseinander nehmen kann. Trotzdem kann man sagen, dass die Auswahl im Internet weitaus größer ist und vor allem hier die technischen Details besser verglichen werden können. Bei einem Kauf eines Herdes sollte man sich erst einmal Vorstellungen machen, was für ein Gerät man haben möchte. Man sollte sich zunächst folgende Fragen stellen:

  • Welche Möglichkeiten des Anschlusses habe ich?
  • Welches Kochgeschirr verwende ich? Hat es magnetische Eigenschaften?
  • Möchte ich einen Elektro-oder Gasherd?
  • Brauche ich Zusatzfunktionen wie Uhr oder Timer?
  • Habe ich kleine Kinder? Muss die Verbrennungsgefahr verringert werden?
  • Kann ich mich an einen Elektroherd gewöhnen, der lange Reaktionszeiten hat?
  • Kann die Reinigung mehr Zeit in Anspruch nehmen?
  • Koche ich viel oder wenig?
  • Brauche ich einen Herd mit Geschirrwagen?
  • Brauche ich einen Backofen mit verschiedenen Heizarten?

Wenn man sich diese Fragen gestellt hat, kann man sich um weitere technische Details kümmern. Als erstes muss die Entscheidung über die Art des Herdes fallen. Wenn dies geleistet wurde, kann ein weiterer Vergleich stattfinden.

Die nächste große Frage ist die Art des Installationstyps. Brauche ich einen freistehenden Herd, oder einen zum Einbauen. Diese Frage ist vor allem in Bezug auf die Induktionsherde wichtig, da die meisten Modelle dort zum Einbau sind. Bei den anderen Kategorien findet sich eine recht große Auswahl an Produkten für beide Installationstypen.

Bei den Gasherden sollte man sich klar machen, ob man auch einen mit Gas betriebenen Backofen haben möchte, oder nicht. Ein Elektrobackofen hat den Vorteil, dass auch niedrige Temperaturen eingestellt werden können. Gasbacköfen erreichen in aller Regel höhere Temperaturen als Elektro Geräte. Man sollte sich genau überlegen, was man benötigt.

Umluft, Heißluft und 3D-Heißluft – was ist das?

Grundlegend muss man sagen, dass jeder Hersteller seine eigenen Bezeichnungen hat. Aus diesem Grund ist der Vergleich recht schwierig.

  • Umluft: Ober/Unterhitze wird durch einen Ventilator verteilt. Backen ist nur auf einer Ebene möglich.
  • Heißluft: Die Wärme kommt durch einen Ringheizkörper und wird gleichmäßig im ganzen Garraum verteilt, dadurch ist ein Backen auf mehreren Ebenen möglich.
  • 3D-Heißluft: Die Wärme wird hier durch einen Ringheizkörper erzeugt und durch einen Ventilator verteilt. Zusätzliche Luftschlitze in dem hinteren Teil des Backofens sorgen für eine bessere Luftzirkulation, die ein Backen auf mehreren Ebenen ermöglicht und bessere Ergebnisse als nur Heißluft liefert. Diese Funktion wird von Siemens und Bosch 3D-Heißluft genannt. Es stellte vor ungefähr 10 Jahren eine Weiterentwicklung der normalen Heißluft dar. Mittlerweile wurde das System bei vielen anderen Herstellern auch zum Standard. Bei Privileg wird es Heißluft+ genannt. Bei anderen Herstellern kann auch die Bezeichnung Heißluft zutreffend sein (z. B. Neff). In unserer Tabelle wurde diese Funktion daher nur als Heißluft benannt.
  • 4D-Heißluft ist der neueste Trend von Siemens. Um ein Backen auf 4 Ebenen zu ermöglichen, wurde die Bewegung des Ventilators verändert. Dieser dreht jetzt in Abständen Vorwärts und Rückwärts, damit eine gleichmäßigere Verteilung erreicht wird. Ein Beispiel für ein solches Modell ist der Siemens HB674GBS1.

Vor allem bei den Backöfen gibt es einige große Unterschiede. Man kann dort zwischen konventionellen, Umluft-, Heißluft-, 3D-Heißluft- und Infrarotbacköfen unterscheiden. Durch die Unterschiede kommen auch verschiedene Kombinationen zustande, die für ein besseres Backergebnis sorgen können. Andere Funktionen wie Auftauprogramm und Pizzaprogramm können ebenfalls vorhanden sein, werden aber wahrscheinlich nur in den wenigsten Küchen Verwendung finden.

Als letztes sollte man bei dem Kauf eines Gerätes auf die Maße und das Gewicht achten. Im Test gab es Modelle mit allen möglichen Breiten, die von 50 cm bis 90 cm reichten, so dass für jede Küche ein passendes Gerät gefunden werden kann. Das Gewicht ist wichtig, falls man den Herd Einbauen muss. Die Geräte im Test wogen alle zwischen 30 und 50 kg, so dass für die Aufstellungen 2 Personen zur Verfügung stehen sollten.

Viele Menschen verlassen sich auf das Testurteil der Stiftung Warentest. Herde wurden bisher noch nicht von der Stiftung Warentest getestet. Der letzte Test von Einbauherden stammt aus der Stiftung Warentest 08/2004. Die Produkte sind heute nicht mehr verfügbar.

6. Was haben wir im Herd Test 2016 getestet?

Bei unserem Herd Test haben wir grundlegend die Kategorien Induktionsherd, Gasherd und Elektroherd unterschieden. Auch wenn die Vergleichskriterien relativ ähnlich waren, sollten Sie diese Typen unterscheiden. Neben dem Installationstyp sollte man auf die Anzahl der Kochfelder, die Heizart des Backofens, das Fassungsvermögen des Ofens und die zusätzlichen Funktionen achten. Die Maße und das Gewicht sind nochmal vor allem für den Einbau von besonderer Bedeutung.

6.1 Der Elektroherd Test

Bei den Elektroherden wurde grundlegend zwischen Ceran- und Massekochfeld unterschieden. Der einzige gute klassische Masseherd war der Gorenje E52103AW. Er hat einen geringen Anschaffungspreis und ist ein gutes Gerät für eine normale Küche. Er kann jedoch beim Backofen nur konventionell betrieben werden. Grill und Umluft sind zwar zuschaltbar, aber können nicht in der Temperatur oder in Stufen variiert werden. Er verfügt ebenfalls über eine ausziehbare Ablage für Geschirr, falls man noch Bratpfanne oder Töpfe verstauen muss. Dieses Gerät ist vor allem für Singlehaushalte in einer Mietswohnung zu empfehlen.

Bei den Cerankochfeldern war die Auswahl an guten Geräten weitaus größer. Von Siemens, Gorenje und Beko stammen hier gute Modelle. Am meisten überraschten die guten Ergebnisse im Herd Test bei der Energieeffizienzklasse. Alle Geräte hatten ähnliche Werte und die Energieeffizienzklasse A. Trotzdem war das stromsparendste Modell der Siemens EQ231EK02.
Auch bei dem Fassungsvermögen der Backöfen gab es nur einige Unterschiede. So konnten der Siemens HC724220, der Gorenje Hot Set und der Siemens EQ231EK02 mit einem Volumen von mehr als 65 Liter überzeugen. Es sind große Backöfen, die vor allem im Familienalltag zu empfehlen sind. Beim Beko CSM 57100 GW und Gorenje E52103AW war das Fassungsvermögen deutlich geringer, so dass man diese Modelle eher für Single Haushalte empfehlen kann.

Alle Geräte hatten nur 4 Herdplatten. Bei Elektrogeräten ist es also eher unüblich eine weitere Flamme für Woks zu installieren, wie es bei einigen Gasherden der Fall ist.

Durch weitere Zusatzfunktionen konnten sich vor allem der Gorenje Hot Set und der Siemens EQ231EK02 auszeichnen. Sie verfügten neben einer guten Grillfunktion und einem Auftauprogramm auch über eine Timerfunktion. Letztere sendet nach einer bestimmten Zeit ein akustisches Signal aus. Diese Funktion kann z. B. beim herkömmlichen Kochen von Eiern von Bedeutung sein. Die Auftaufunktion kann ihre Vorteile haben, falls man mal vergisst, etwas aus dem Gefrierschrank zu holen.

Der Siemens EQ231EK02 war das einzige Gerät mit einer Restwärmeanzeige. Vor allem als Verbrennungsschutz ist diese Anzeige geeignet, da man immer weiß, ob die Herdplatte noch heiß ist. Dieser Herd hatte auch als einziger im Test in der Kategorie Elektroherd einen 3D-Heißluft Backofen. Auch wenn die Hersteller immer verschiedene Namen verwenden und meist auch nur wenig Auskunft über ihre Technik geben, kann man sagen, dass das eine Kombination von Umluft und Heißluft ist. Es ermöglicht auf jeden Fall ein gleichmäßigeres Backen auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig. Das Ergebnis ist am Ende besser als bei normaler Heißluft, wenn man mehrere Ebenen benötigt.

6.2 Der Gasherd Test

Bomann Gasherd

In der Kategorie der Gasherde hat sich in unserem großen Herd Test gezeigt, dass es zwei verschiedene Arten gibt. Als erstes kann man Gasherde haben, die über Gaskochfeld und Gasofen verfügen. Eine zweite Variante ist die Kombination von Gas und Elektro. Bei Elektrobacköfen sind natürlich die Funktionen bedeutend größer als bei Gasbacköfen, was sie in der Benutzung meist praktikabler macht.

Bei den reinen Gasherden konnten sich vor allem zwei Modelle besonders auszeichnen. Es waren der Gorenje G 51101 AW und der Bomann GH 538 E. Sie verfügen über 4 Flammen im Bereich des Kochfeldes. Der Backofen hatte ein Fassungsvermögen von mehr als 50 Liter. Die Leistung von über 1700 Watt vom Backofen sorgt für ein gutes Ergebnis und ein schnelles Vorheizen des Gerätes. Beide Gasherde waren Freistehend und der Bomann GH 538 E verfügt sogar über einen Geschirrwagen. Bei dem Gorenje G 51101 AW ist erwähnenswert, dass es sich um ein Auslaufmodell handelt und dieses Gerät nicht mehr vom Hersteller produziert wird.

Bei den Kombinationsgeräten von Gas und Elektro gab es einige größere Unterschiede. Testsieger wurde der Beko GM 15020 DX. Er verfügt über 5 Flammen, eine große in der Mitte mit über 3 kW Leistung. Dieser Herd ist vor allem für Wokliebhaber geeignet. Das Fassungsvermögen des Backofens ist mit 144 Litern sehr groß und der Backofen verfügt über Heißluft und Umluft. Eine Grill- und Auftaufunktion ist ebenfalls vorhanden. Abstriche muss das Gerät bei der Energieeffizienzklasse hinnehmen, da der Gasherd hier nur ein B hat.

Die Einbaugeräte konnten mit der Größe und Leistungsfähigkeit kaum mithalten. Sowohl der EHG 3020 als auch der EMAX GEEH 621-1 K verfügen über nur 4 Flammen. Außerdem ist das Fassungsvermögen des Backofens mit gerade mal 60 Litern nur normal groß. Auch sie haben eine Grill- und Auftaufunktion und können damit punkten. Außerdem verfügen beide über ein Display mit Anzeige der Uhrzeit, was beim Kochen manchmal von Vorteil sein kann. Der EHG 3020 kann einmal mehr mit ansehenden Designer Knebel überzeugen.
Standardmäßig besitzen die Gasherde Sicherheitsmechanismen, damit Gas nicht ungehindert entweichen kann. Austretendes Gas wird immer entzündet und man muss keine große Angst haben, dass man sich selbst mit Gas vergiftet.

6.3 Der Induktionsherd Test

Die meisten Geräte im Induktionsherd Test waren Einbauherde. Nur ein Modell der AEG 47056IU-WN war ein freistehenden Herd.
Die Geräte waren von ihren technischen Daten alle relativ ähnlich. So gab es keine großen Überraschungen beim Stromverbrauch. Alle Induktionsherde verfügen über die Energieeffizienzklasse A. Trotz allem hatte der Testsieger der Bosch HBD72PF50 den geringsten Stromverbrauch.

Bei dem Fassungsvermögen des Backofens waren die Geräte ebenfalls relativ ähnlich mit 65 Litern. Eine Ausnahme stellt hier der AEG 47056IU-WN dar. Der Herd hat ein Volumen von 74 Litern. Bei der Anzahl der Heizprogramme gab es große Unterschiede. So werden zwischen 9 und 4 Programmen angeboten. Die Anbieter Bosch und AEG können hier eine große Vielfalt vorweisen. Es sind die folgenden Programme:

Bosch HBD72PF50 AEG 47056IU-WN
Oberhitze Oberhitze
Unterhitze Unterhitze
3D-Heißluft Plus Heißluftgrillen
Umluft-Infra-Grill Heißluft mit Ringheizkörper
Variabler Großflächengrill Auftauen
Variabler Kleinflächengrill Light cooking
Auftauen Pizzastufe
Pizzastufe
Heißluft ECO

Tipp: Der Vergleich der einzelnen Programme von verschiedenen Herstellern ist relativ schwer. In der Regel gilt hier, dass weniger mehr sein kann, da man meist nur bestimmte Programme im Alltag verwendet.

Die Geräte von Siemens, Gorenje und Neff hatten ähnlich gute Ergebnisse im Vergleich. Letztlich haben alle Geräte Umluft und Heißluft, einen Grill und meistens eine Auftaufunktion. Man kann ohne Bedenken auf den Preis-Leistungs-Sieger von Gorenje DEHM-BO6306ZXIT612 setzen.

Tipp:
Allgemein sind Induktionsherde zu empfehlen, wenn man keinen Gasanschluss hat und trotzdem einen Herd haben möchte, der im Verhalten einem Gasherd sehr nahe kommt. Auch wenn man Kinder hat, ist dieser Herd von Vorteil, da sich die Verbrennungsgefahr in Grenzen hält.

7. Hersteller und Bezugsmöglichkeiten

7.1 Bezugsmöglichkeiten

Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen Herd zu kaufen. Zum einen kann man zu einem Elektronik Markt gehen, wie Saturn oder Mediamarkt. Den Gasherd Gorenje G 51101 AW bekommt man bei Saturn für 220 €, also zum geringfügig höheren Preis, wie er online angeboten wird. Der Testsieger in der Kategorie Elektroherd, der SIEMENS EQ 231 EK 02, wird bei Media Markt für 470 € angeboten. Er ist zumindest im Angebot deutlich preiswerter als online, auch wenn man einen möglichen Versand mit berechnet. Auch die Induktionsherde, wie den Siemens EQ241EV02T, kann man bei Mediamarkt für 1020€ bekommen. Also ein wenig billiger als beim online Kauf.

Die Suche nach günstigen Angeboten kann sich also lohnen. Ein Nachteil vom Markt ist, dass die Angebote sehr begrenzt sind. So lassen sich die restlichen getesteten Induktionsherde bei Mediamarkt oder Saturn nicht finden.

Man kann einen Herd auch nach einem guten Vergleich online kaufen. In der Regel hat der Besuch eines Marktes den Vorteil, dass man sich das Produkt genau anschauen kann. Da die meisten Firmen aber an einem Internetkauf interessiert sind, ist die Bebilderung im Internet meist so gut, dass man sich auch ein verlässliches Bild von dem Produkt machen kann.

7.2 Hersteller

  • AEG
  • Amica
  • Bauknecht
  • Bomann
  • Bosch
  • Elektrolux
  • Gorenje
  • Miele
  • Neff
  • Samsung
  • Siemens
  • Smeg

8. Beliebte Modelle

Bauknecht Bako Gustafino

In unserem Herd Test haben sich einige Geräte als besonders praktikabel oder auch als sehr günstig herausgestellt. Diese Geräte sollen nun noch näher vorgestellt werden.

8.1 Bauknecht BAKO GUSTOFINO 3

Der Induktionsherd von Bauknecht hat 4 Herdplatten. Er ist mit Energieklasse A sehr effizient. Das Fassungsvermögen des Backofens ist mit 65 Litern angemessen. Auch verfügt er über Heißluft und Umluft. Insgesamt hat er 12 verschiedene Programme, die eine ideale Garung von Lebensmitteln erlauben. Mit zusätzlichen Funktionen wie Display mit Uhrzeit, Timer und Restwärmeanzeige kann dieses Gerät von Bauknecht im Alltag überzeugen.

8.2 Beko GM 15020 DX

Der Gasherd von Beko kann vor allem durch seine Größe überzeugen. Er hat 5 Flammen, die genügend Leistung haben, um auch einen Wok befeuern zu können. Durch seinen eingebauten Elektroofen verfügt er über einen praktikablen Ofen, der von 50-200° Celsius stufenlos einstellbar ist. Bei dem Elektroofen kann vor allem das Fassungsvermögen mit 104 Litern überzeugen. Dank der Kombination von Umluft und Heißluft, kann dieses Gerät empfohlen werden, wenn mehrere Bleche gleichzeitig gebacken werden müssen. Vor allem für größere Familien ist der Herd geeignet. Singlehaushalte sollten lieber die Finger davon lassen. Ein großes Manko des Gerätes ist die Breite von 90 cm, die wohl nicht in jeder Küche vorhanden ist.

Beko Gasherd

8.3 Siemens EQ231EK02

Der Elektroherd von Siemens mit Ceran Kochfeld ist zum Einbau geeignet. Er hat 4 Kochstellen und verfügt über einen Backofen mit Umluft und 3D-Heißluft. Durch diese Technik soll das Gerät ein besonders gutes Ergebnis bei dem Backvorgang auf mehreren Ebenen erzielen. Neben Grill-, Auftau- und Timer Funktion kann der Herd mit einer integrierten Kindersicherung punkten. Außerdem verfügt der Backofen über folgende Programme: Ober-/Unterhitze, 3D-Heißluftplus, Pizzastufe, separate Unterhitze, Umluft-Grill-System, VARIO-Großflächengrill, VARIO-Kleinflächengrill. Von der Ausstattung zählt dieses Gerät zu einem der besten im Vergleich.

9. Reinigung eines Herdes

Ein Herd der zum Kochen verwendet wird, verdreckt mit der Zeit. Sei es das etwas überkocht, oder aus dem Topf spritzt. Die goldene Regel hier ist, dass man die Sachen immer gleich wegwischen sollte. Vor allem bei Gasherden kann dies problematisch sein. Es kommt demnach vor, dass etwas einbrennt und verkrustet. Egal ob Soßen oder Fett, am Ende muss man einen Weg finden, wie man das Kochfeld wieder sauber bekommt.
Zunächst sollte man erstmal versuchen die Reste mit einem feuchten Lappen und Spülmittel weg zu bekommen. Falls das nicht funktioniert, muss man die verkrusteten Stellen gegebenenfalls einweichen lassen.

ProWin Bachofenreiniger

Dazu kann es ebenfalls dienlich sein, wenn man Spülmittel direkt auf die Stellen aufträgt. Vor allem bei Gasherden kann es sein, dass ein Fleck richtig eingebrannt ist. Falls man einen solchen Fleck hat, sollte man nicht auf dem Metall herumkratzen, da sich diese Spuren im Metall erhalten. Man kann versuchen ProWin, einen Backofenreiniger, zu verwenden. Mit ihm gehen fast alle Verschmutzungen ab, wenn man die Anweisungen befolgt. Ein W5- BioPutzstein kann einen ähnlichen Erfolg bringen, falls man keine Chemie benutzen möchte.

Was für Gasherde richtig und wichtig ist, sollte man bei Ceranfeldern nicht unbedingt ausprobieren. Auch hier sollte man bevor man zu speziellen Reinigern greift, erst versuchen, den Dreck mit einem feuchten Tuch und Spülmittel weg zu bekommen. Von einem groben Schwamm sollte man absehen, da dieser Kratzer auf dem Ceranfeld hinterlassen könnte. Falls die Verschmutzung größer ist, muss man über den Einsatz von speziellen Reinigungsmitteln oder Geräten nachdenken. Bosch und Siemens bieten hier Kochfeldreiniger an. Im Set können diese auch recht günstig mit Metallschaber erworben werden. Metallschaber und Reiniger sind speziell entwickelt worden, damit man das Glaskeramikkochfeld nicht zerkratzt.

Die Backofenreinigung ist in der Regel schwieriger und mit einigen größeren Problemen verbunden. Meist empfiehlt es sich hier zu einem speziellen Backofenreiniger zu greifen, wie dem K2r Backofen-Grillreiniger Spray. Falls man diesen Schritt noch nicht gehen möchte, gibt es einige durchaus hilfreiche Haushaltstyps, die man probieren kann:

  • Spinat gegen Milchreste: Der heiße Spinat wird dabei auf die Reste gegeben. Nach einer halben Stunde kann man den Spinat und die Milchreste dann wegwischen. Aufgrund der Oxalsäure hat Spinat auch eine reinigende Wirkung.
  • Rasierschaum ist ein Löser von Fett. Einfach einmassieren und dann wegwischen.

    Ceran Pflege Set

  • Waschpulver kann für die Bodenreinigung verwendet werden. Das Pulver wird auf den Boden gestreut und mit 2 Lagen Küchenrolle überdeckt. Nach einer Einwirkzeit von 12 Stunden(eine Nacht) kann man die Küchenrolle mit dem Schmutz entfernen und muss nur noch einmal den Backofen feucht auswischen.
  • Salz kann ebenfalls gegen Fett und Angebranntes helfen. Dazu muss zunächst der Backofen angefeuchtet werden. Dann wird eine Schicht Salz ausgestreut. Der Backofen sollte auf die höchste Stufe gestellt werden. Ausschalten sollte man ihn, wenn das Salz braun ist. Nach einer Abkühlungsphase kann man das Salz ausfegen, wenn es nur noch handwarm ist. Danach sollte der Backofen noch feucht ausgewischt werden.

10. Anschluss eines Herdes

Tipp: Der Anschluss eines Herdes sollte nur von Fachpersonal getätigt werden, da sonst keine Haftung von Versicherungen besteht, falls ein Schaden endsteht.

Auch wenn mittlerweile bei jedem technischen Gerät der Hinweis beisteht, dass ein ausgebildeter Fachmann die Geräte anschließen sollte, kann ein Laie zumindest einen Elektro- oder Induktionsherd anschließen. Im Allgemeinen sollte man 3 Sicherheitsregeln beachten.

  • Freischalten: Alle Sicherungen für den Herd müssen abgeschaltet werden. Im normalen Haushalt sind die ersten drei Sicherungen für den Herd zuständig.
  • Gegen Widereinschalten sichern: Die Sicherungen sollten mit Klebeband abgeklebt werden, damit wirklich nichts geschieht
  • Spannungsfreiheit feststellen: Dazu wird ein zweipoligen Spannungsprüfer benötigt. Nun muss die Spannung gemessen werden. Zuerst zwischen L1 (Phase 1) und L2 (Phase 2), dann zwischen L1 (Phase 1) und L3 (Phase 3) und ein letztes Mal mit L2 (Phase 2) und L3 (Phase 3). Als letztes müssen noch folgende Punkte gemessen werden: L1 (Phase 1) und N (Neutralleiter), L2 (Phase 2) und N (Neutralleiter), L3 (Phase 3) und N (Neutralleiter). Falls eine Spannung vorhanden ist, wurde die falsche Sicherung ausgeschaltet.
  • Die Anschlüsse müssen nun nach der Beschreibung des Herstellers vorgenommen werden. Diese ist meist in der Bedienungsanleitung erklärt.

Folgende Farbkodierungen sollte man für den Anschluss kennen:

Anschluss Farbkodierung nach DIN VDE neu Farbkodierung nach DIN VDE alt Farbkodierung nach DIN VDE sehr alt
PE (Erdung) Grün Gelb Grün Gelb Rot
N (Neutralleiter) Blau Blau Grau
L1 (Phase 1) Braun Schwarz Schwarz
L2 (Phase 2) Schwarz Braun Blau
L3 (Phase 3) Grau Schwarz Schwarz

Gasleitungen sollten generell vom Fachmann gelegt werden. Sollte man doch einmal in die Verlegenheit kommen, einen Anschluss für den Herd selber verbinden zu müssen, sollte man nie die Dichtigkeit der Verbindung mit einem Feuerzeug überprüfen wollen. Um zu überprüfen ob eine Gasverbindung wirklich dicht ist, nimmt man Wasser mit Spülmittel. Wenn an der Verbindungsstelle blasen entstehen, ist die Verbindung nicht geschlossen und muss nachgebessert werden.

Spannungsprüfer

11. Fazit

Die Auswahl des richtigen Herdes stellt eine Wissenschaft für sich dar. Als erstes sollte man sich entscheiden, welcher Herd für einen am geeignetsten ist. Braucht man also einen Gasherd, einen Elektroherd oder einen Induktionsherd. Bei den Herden konnten vor allem die Anbieter Siemens, Gorenje, Bosch und Beko überzeugen. Falls man nur einen preiswerten Elektroherd braucht, kann man auch auf AEG zurückgreifen.

In der Kategorie Elektroherd war der Testsieger Siemens EQ231EK02 in Bezug auf Effizienz und Ausstattung am besten. Dieser Herd ist als Ceran Kochfeld zu empfehlen.

In der Kategorie Gasherd konnte vor allem der Beko GM 15020 DX mit seinen 5 Flammen punkten. Wer einen richtigen Gasherd mit Gas betriebenem Backofen haben will, sollte auf den Bomann GH 538 E gehen.

Bei den Induktionsherden ist der Bosch HBD72PF50 das beste Produkt. Er überzeugt durch eine gute Effizienz und eine große Ausstattung. Ein günstigeres Produkt ist der Gorenje DEHM BO6306ZXIT612. Er kann vor allem als alltagstauglicher Herd überzeugen.

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