Das Wichtigste in Kürze
  • Das Kochen mit Induktion verspricht besonders viel Spaß: Schnell, effizient, kein Einbrennen, stufenlose Temperaturregelung und viele weitere Funktionen, die verlockend klingen. Dabei sollten Sie wissen, dass die Geräte zwar energieeffizienter sind, aber ihre Anschaffung teurer ist als die einer strahlungsbeheizten Kochplatte. Zudem benötigen Sie geeignete Töpfe und Pfannen, sonst müssen Sie Ihr bisheriges durch induktionsgeeignetes Kochgeschirr ersetzen. Ein Induktionsherd als Standherd kommt zwar seltener vor als seine Einbau-Variante, kann dafür aber selbst bei einem Umzug einfacher transportiert werden.

1. Wie funktioniert ein Induktionsstandherd?

Ein Standherd mit Induktion besitzt unter der Glas-Keramik-Oberfläche Kupferdraht-Spulen, die elektromagnetische Felder erzeugen. Berührt ein Topf nun die Kochplatte, entstehen in dessen Metall Wirbelströme, die als Wärmeenergie an den Topfinhalt abgegeben werden. Doch auch der beste Induktions-Standherd wird Ihnen nichts nützen, wenn Sie keine geeigneten Töpfe besitzen. Die Töpfe müssen aus einem ferromagnetischen Material bestehen. Töpfe aus Edelstahl, Kupfer oder Aluminium eignen sich daher nicht. Sie können das einfach herausfinden, indem Sie einen Magneten an Ihren Topf halten. Bleibt der Magnet am Boden haften, ist der Topf geeignet. Außerdem haben viele neuere Töpfe auf der Unterseite eine Spirale markiert, auch dann sind sie induktionsgeeignet.
Bei Induktions-Standherden empfiehlt es sich, einen Sicherheitsabstand von 10 bis 15 cm zur Kochplatte einzuhalten. Möchten Sie einen Induktions-Standherd kaufen und tragen einen Herzschrittmacher oder ähnliche elektronische Implantate, sollten Sie vor der Anschaffung ärztlichen Rat suchen. Das Bundesamt für Strahlenschutz sieht im Allgemeinen aber keine gesundheitliche Gefahr bei der Nutzung eines Induktions-Standherdes.

2. Welche Vorteile hat ein Induktionsstandherd?

Ein Induktionsherd hat freistehend den Vorteil, dass er nicht in eine Küchenzeile eingebaut werden muss, dennoch besitzen viele Modelle höhenverstellbare Füße, um sie perfekt anzupassen. Ein Standherd mit Induktion ist zwar in der Anschaffung meist teurer als Geräte mit strahlungsbeheizten Kochfeldern, sie haben aber auch einen um etwa 15 – 20 % niedrigeren Stromverbrauch. Bei intensiver Nutzung Ihres Geräts können Sie so bares Geld sparen. Mit Induktion kochen Sie in Windeseile und viele Hersteller von Induktions-Standherden wie Amica bieten sogar eine Booster-Funktion, die die Leistung der Kochfelder noch weiter erhöht. Es lohnt sich deshalb, beim Kochen darauf zu achten, alle Zutaten schon parat zu haben. Ist das Kochen einmal doch zu rasant, müssen Sie sich keine Sorgen machen, denn durch die induktive Funktionsweise können übergekochte Speisen nicht auf der Kochplatte einbrennen. Ein weiterer Vorteil ist die stufenlose Temperaturregelung, die ähnlich wie bei einem Gaskocher sofortige Ergebnisse erzielt und das auch bei niedrigen Temperaturen. Im Vergleich haben viele Modelle eine Breite von 50 – 60 cm wie die Induktionsherde von Siemens, was den meisten Menschen genügt. Mangelt es Ihnen oft an Platz auf Ihrem Herd, sollten Sie sich für einen Standherd mit Induktion und 90 cm Breite entscheiden.

3. Welche Backprogramme sind wichtig?

Verschiedene Tests von Induktions-Standherden im Internet machen deutlich, dass die meisten Backöfen eine Vielzahl an Standard- und Spezialprogrammen bieten, aber was verbirgt sich eigentlich dahinter? Spezialprogramme sind oft eine Kombination unterschiedlicher Beheizungsarten. Die wichtigste Art ist die Ober-/ und Unterhitze, die sich für alles eignet und deshalb als konventionelle Methode gilt. Darüber hinaus nutzen die meisten Öfen eine Möglichkeit, die Luft mit einem Ventilator im Backraum zu verteilen. Das geschieht entweder über Umluft, die die durch Ober-/Unterhitze erwärmte Luft im Backraum verteilt oder Heißluft, bei der bereits erwärmte Luft zirkuliert. Beim Vergleich von Induktions-Standherden zeigt sich jedoch kein großer Unterschied zwischen den beiden Arten. Möchten Sie gerne mit Ihrem Ofen grillen, sollten Sie darauf achten, dass auch eine Grillfunktion vorhanden ist. Die beliebte Pizzastufe ist eine Kombination aus Umluft und Unterhitze. Die Standherde mit Induktion von AEG bieten zusätzlich eine Dampfgarfunktion an – mit der feuchten Backluft werden Ihre Brote besonders knusprig.

Induktions-Standherd-Test