Das Wichtigste in Kürze
  • Drei Kategorien von Ventilatoren haben wir für Sie getestet: Tischventilatoren, Turmventilatoren und Standventilatoren mit Rotor. Jeder Typ hat seine individuellen Stärken und Schwächen sowie einen begrenzten Einsatzbereich.
  • Im Test kam es uns vor allem auf Windstärke und Lautstärke an. Der Ventilator sollte sowohl einen starken als auch einen schwachen Luftstrom erzeugen können. Für eine gute Note musste das Produkt weniger laut sein als ein vergleichbar starkes.
  • Legen Sie Wert auf Komfort? Dann achten Sie in unserer Tabelle darauf, einen Ventilator mit Fernbedienung auszusuchen. Ebenso angenehm sind ein guter Tragegriff und eine Zeitschaltuhr, damit das Gerät nicht die ganze Nacht lang bläst.

Ventilator Test

Was hilft im Sommer, wenn die Temperaturen unerbittlich steigen und Ihr Zimmer sich in einen Hochofen verwandelt? Füße in kaltes Wasser und ein leckeres Eis, klar. Aber da beides nicht immer verfügbar (oder praktikabel) ist, muss ein vernünftiger Ventilator her.

Ein Standventilator und Tischventilator stehen nebeneinander.

Groß oder klein, mit Rotor oder ohne? Unser Ratgeber hilft Ihnen dabei, ein passendes Modell auszuwählen.
Im Bild: Trotec Standventilator und Tischventilator.

Standventilatoren mit Rotor machen am meisten Wind. Großer Beliebtheit erfreuen sich aber auch Turmventilatoren, die zwar nur etwa halb so stark pusten, dafür aber auch auf kleiner Stufe fast lautlos arbeiten können. Wer hingegen einen kleinen Ventilator kaufen möchte, der auf dem Schreibtisch Platz finden soll, muss bei den Tischventilatoren schauen.

Generell gingen wir bei der Bewertung danach, wie gut ein Ventilator im Vergleich zu ähnlich starken Geräten abschnitt. Ein leises Modell musste beispielsweise leiser sein als andere Modelle, die einen ähnlich starken Luftstrom erzeugten.

Kein Ventilator im Test war ein Totalausfall – allerdings konnten sich auch nur wenige Modelle wirklich von der Masse abheben. Ein günstiger Ventilator kostet in der Regel um die 30 bis 40 Euro, die besten Ventilatoren meist zwischen 60 und 80 Euro.

Tortendiagramm der Kriterien im Ventilator-Test: Leistung 40 %, Lautstärke 30 %, Bedienkomfort 30 %.Wichtigstes Kriterium in unserem Ventilator-Test 2020 war die erzeugte Luftumwälzung. Zu einer guten Note zählte auch die Fähigkeit, bei Bedarf besonders wenig Wind zu erzeugen.

Wie den Luftstrom maßen wir auch die Lautstärke aus etwa einem Meter Entfernung. Wichtig war, dass die Geräte leiser waren als andere Ventilatoren mit ähnlich starker Blaskraft. Zudem belohnten wir eine besonders niedrige Lautstärke auf kleinster Stufe.

Im Weiteren kam es noch auf verschiedene Aspekte des Bedienkomforts an, darunter etwa eine Fernbedienung, ein Tragegriff und eine Zeitschaltuhr.

Sie finden bei uns zudem Tests zu den Ventilator-Typen. Beachten Sie, dass einige Geräte dort abweichende Noten erhielten, weil bestimmte Parameter anders gewichtet wurden.

1. Der beste Ventilator kann schnell, langsam – und alle Stufen dazwischen

Wichtig ist, dass der Ventilator eine Drehzahlregelung besitzt, die viele Geschwindigkeitsstufen zulässt. So können Sie frei zwischen starkem und schwachem Wind wählen.
Im Bild: Ventilator Rowenta VU5640.

Wichtigster Aspekt bei der Bewertung der Ventilatoren war die Windkraft, welche die Geräte erzeugen konnten. Standventilatoren schnitten hier insgesamt am besten ab, während Turmventilatoren selbst auf höchster Geschwindigkeitsstufe an ihre Grenzen gerierten.

Daneben zählte aber auch, dass der Motor im Ventilator möglichst stufenlos regelbar war. Außerdem musste es möglich sein, dass nicht immer nur besonders viel Wind herauskam, sondern der Ventilator auch langsam drehen und einen angenehm sanften Luftstrom verbreiten konnte.

Aufgrund des kleinen Rotor-Durchmessers schnitten Tischventilatoren in dieser Disziplin naturgemäß am schlechtesten ab – ein Nachteil, den sie auch in den anderen Kategorien nicht wettmachen konnten.

Mit einem Anemometer wird die Windgeschwindigkeit vor einem Ventilator gemessen.

Mehr Umdrehungen machen mehr Wind, erzeugen auch mehr Lärm im Ventilator. Hier messen wir den Luftstrom vor einem Ventilator.
Im Hintergrund: CasaFan Greyhound.

In erster Linie zählte, dass die Ventilatoren viel Wind machen konnten. Vorteilhaft ist aber auch, wenn sich der Luftstrom bei Bedarf auf eine sanfte Brise drosseln lässt.

Standventilatoren mit Rotor blasen am stärksten, Turmventilatoren noch recht passabel, Tischventilatoren sind hingegen nur für einen kleinen Bereich ausgelegt und entsprechend schwächer.

2. Die Zauberformel: Wenig Lärm bei viel Wind

Ein Redakteur lauscht den Geräuschen, die aus dem Ventilator kommen.

Wir hielten auch Nebengeräusche wie etwa ein Klappern oder Röhren fest, die an sich zwar nicht laut, aber trotzdem sehr störend sein können.
Rechts im Bild: Trotec TVE 15 Tischventilator.

Drei Aspekte zählten bei der Bewertung der Lautstärke zusammen.

Erstens kam es uns darauf an, dass der Ventilator leiser als vergleichbar starke Ventilatoren war. So vermieden wir, dass alle Geräte mit eher schwachem Luftstrom automatisch volle Punkte erhielten. Gleichermaßen verzeihten wir lauteren Modellen, dass sie etwas mehr Lärm erzeugten. Letztlich war wichtig, dass Sie als Anwender gewissermaßen „viel Wind für den entstandenen Lärm“ bekommen.

Zweitens mussten es eine besonders niedrige Stufe geben, auf welcher der Ventilator möglichst geräuschlos arbeitete. Dabei spielte es keine Rolle, wie schwach der Luftstrom ausfiel. Hauptsache, Ihr Schlaf wird durch den möglichst lautlosen Ventilator nicht gestört.

Drittens zählte, dass der Ventilator nicht nur leise war, sondern auch keine Nebengeräusche erzeugte, die von uns als störend wahrgenommen werden – obwohl sie an sich nicht besonders laut waren. Jedes Klappern, Flattern, Röhren, Klicken, Knattern und Rauschen führte zur Abwertung.

Mit einem Lautstärke-Messgerät wird ein Ventilator von Unold gemessen.

Mit Hilfe eines Dezibel-Messgeräts konnten wir die Lautstärke der Geräte etwas näher bestimmen.
Im Hintergrund: Unold Ventilator aus dem Standventilator-Test.

In diesem Artikel finden Sie überdies eine Zusammenstellung ausschließlich besonders leiser Ventilatoren:

Eine gute Note gab es, wenn die Ventilatoren im Verhältnis zum von ihnen erzeugten Wind leise waren. Darüber hinaus belohnten wir einen besonders leisen Nachtmodus (unabhängig von der Windstärke) und werteten bei störenden Nebengeräuschen ab.

Während Standventilatoren immer recht stark pusten (und dementsprechend laut sind), lassen sich viele Turmventilatoren gut nach unten regulieren und arbeiten dann beinahe völlig geräuschlos.

3. Gute Ausstattung sorgt für perfekten Komfort

Eine Fernbedienung wird in einem Dach am Turmventilator verstaut.

Nicht wenige Ventilatoren lassen sich mit einer Fernbedienung steuern (welche genau, sehen Sie auf einen Blick in der Tabelle am Anfang dieses Ratgebers), aber nur bei Turmventilatoren gibt es ein kleines Fach oder ähnliches zur Aufbewahrung.
Im Bild: Fernbedienung Im Brandson Ventilator.

Was manche als Luxus betrachten, gehört für andere zur Grundausstattung. Wir bewerteten verschiedene Einstellmöglichkeiten und Zubehör, die letztlich Geschmackssache sind. Um ein passendes Gerät zu finden, scrollen Sie hoch zur Produtktabelle am Anfang dieser Kaufberatung und wählen selbst, was Ihnen wichtig ist.

Besonders beliebt: Der Ventilator mit Fernbedienung. Kein Aufstehen vom Sessel oder Schreibtischstuhl mehr, um die Kraft eine Stufe hoch oder runterzustellen. Alle Fernbedienungen hatten mindestens 10 Meter Reichweite.

Für alle interessant, die nur bei einem kühlen Luftzug einschlafen können: Ein integrierter Timer, also ein Ventilator mit Zeitschaltuhr, der selbstständig nach einer voreingestellten Stundenzahl ausschaltet.

Besonders wichtig ist auch, dass Sie nach Möglichkeit einen oszillieren Ventilator auswählen – was nichts anderes bedeutet, als dass das Gerät dank eines kleinen Motors automatisch nach links und rechts schwenkt. Der unregelmäßige Luftstrom verhindert, dass Sie einen steifen Nacken bekommen.

Collage mit zwei Bildern eines Ventilators, bei dem der Kopf nach links und rechts schwenkt (also oszilliert).

Bewegt sich der Kopf nach links und rechts (Oszillation genannt), funktioniert die Luftumwälzung im Raum besser.
Im Bild: Ventilator Charly Stand der Marke Stadler Form.

Fernbedienung auf einem Ventilator von Dyson

Clevere Lösung bei Dyson: Die Fernbedienung hält dank eines Magneten oben auf dem Gerät.
Im Bild: Fernbedienung auf dem Dyson Turmventilator AM07.

In unserem Test finden Sie sowohl Ventilatoren mit Fernbedienung als auch mit Zeitschaltuhr. Diese Ausstattungsmerkmale machten einen eher kleinen Teil der Note aus.

Wichtig war zudem, dass das Gerät oszillieren (schwenken) kann und der Kopf möglichst auch nach oben und unten neigbar ist.

4. Standventilator: Der Starke

Ventilator Charley Stand der Marke Stadler Form

Ein guter Standventilator pustet Sie beinahe vom Stuhl. Sie können damit auch einen größeren Raum belüften.
Im Bild: Charley Stand Ventilator im Edelstahl-Look der Marke Stadler Form.

Dieser Klassiker unter den Propeller-Ventilatoren ist groß, stark und gute Modelle auch für wenig Geld zu haben. Im Ventilator-Test erzeugten diese Modelle dank ihres Rotors den kräftigsten Wind.

Hier werden Sie fündig, wenn Sie ein Produkt suchen, das Ihre Wohnung auch bei Rekord-Temperaturen zu einem erträglichen Ort macht. Bei hochwertigen Geräten bleibt der Lärm im Vergleich zur Windkraft im Rahmen.

Ihre Schwäche: Sie lassen sich kaum drosseln. Ist es mal nur mäßig warm im Zimmer und ein zu starker Luftstrom unangenehm, pustet der Standventilator trotzdem noch recht kräftig. Außerdem erreicht das Gerät niemals eine besonders geringe Lautstärke. Das macht ihn unattraktiv für Anwender, die nachts eine sanfte Brise Wind im Schlafzimmer haben und dabei nicht durch den geringsten Lärm gestört werden möchten.

Standventilatoren erzeugen den stärksten Luftstrom. Das macht sie zur ersten Wahl an besonders heißen Orten und Tagen.

Sie eignen sich für große Räume, lassen sich aber nicht gut herunterregulieren und sind auch auf kleinster Stufe nicht lautlos.

5. Turmventilator: Der Regulierbare

Ventilator Brandson im Büro

Turmventilatoren erfreuen sich bereits seit längerer Zeit einer großen Beliebtheit. Wenn Sie gelegentlich nur einen sanften Luftstrom brauchen, sind Sie mit dem Gerät gut bedient. Zudem wirkt dieser Typ Ventilator äußerlich modern.
Im Bild Brandson Ventilator mit Display.

Der Turmventilator ist auch als Säulenventilator bekannt. Er glänzt in genau den Disziplinen, in welchen der Standventilator mit Rotor schwächelt.

Die Geräte lassen sich sehr weit herunterregulieren, bis nur noch ein sehr sanfter Luftstrom austritt, der keinesfalls als störend wahrgenommen wird. Auf dieser niedrigen Geschwindigkeitsstufe sind Turmventilatoren zudem ausgesprochen leise und stören Ihren Schlaf nicht.

Der Nachteil: Diese Art von Ventilatoren ist nicht sehr stark. Der Wind ist auf höchster Stufe zwar gut spürbar, aber weit entfernt von einem ordentlichen Sturm. In Räumen jenseits der 20 Quadratmeter kommt in der gegenüberliegenden Ecke praktisch keine Luftverwirbelung mehr an.

Dafür hat dieser Typ Ventilator dank seiner kerzengeraden Bauform einen sehr sicheren Stand. Trotz des kleinen Standfußes fügt er sich perfekt in Lücken ein und passt selbst in kleine Räume – für die er ja auch gedacht ist.

Turmventilatoren sind gut regulierbar und fallen in einer leisen Umgebung nicht negativ auf, da Sie auf niedrigster Stufe fast lautlos bleiben.

Sie erzeugen allerdings deutlich weniger Wind und enttäuschen an besonders heißen Tagen, wenn Sie die Abkühlung am meisten nötig haben.

6. Tischventilator: Der Kompakte

Ein Ventilator der Marke Tristar steht auf einem Tisch.

Wenn Sie beim Ventilator auf das Design Wert legen, finden Sie insbesondere unter den Tischventilatoren interessante Modelle.
Im Bild: Ventilator VE-5974.

Der eine oder andere wünscht sich einen Ventilator, der klein genug ist, um auf dem Tisch Platz zu finden. Diesen Bedarf deckt der Tischventilator am besten ab.

Er ist kompakt und leicht zu transportieren. Die meisten dieser Modelle machen nur wenig Wind, damit sie kein Papier auf dem Schreibtisch aufwirbeln oder unangenehm aus kurzer Distanz in Ihr Gesicht blasen. Die niedrige Windstärke sorgt auch dafür, dass der Tischventilator vergleichsweise leise ist.

Ausnahmen bestätigen hier die Regel: Manche Tischventilatoren fallen eine ganze Ecke größer aus und können bei der Windstärke mit den größeren Ventilator-Typen mithalten. Achten Sie in unserer Produkttabelle darauf, wenn Sie einen dieser kleinen Apparate aussuchen.

Tischventilatoren wurden für die Belüftung eines sehr kleinen Bereichs gebaut. Ihr Luftstrom ist zumeist schwach, doch dafür machen sie auch wenig Krach.

In vielen Fällen versucht dieser Ventilator, durch Design zu punkten. Rote, Schwarz-glänzende oder silberne Modelle mit Edelstahl-Look sind keine Seltenheit.

7. Fragen und Antworten zum Ventilator-Test

7.1. Welche Arten von Ventilatoren gibt es noch?

Deckenventilator Bodenventilator USB-Ventilator
Deckenventilatoren sorgen für eine gleichmäßige Luftumwälzung von oben herab. Sie eigenen sich auch für große Räume. Bodenventilatoren ähneln Tischventilatoren, haben aber einen stabileren Standfuß, sodass sie auf dem Fußboden stehen können. USB-Ventilatoren sind Mini-Ventilatoren, die an die USB-Buchse Ihres Laptops angeschlossen werden. Ihr Luftstrom ist eher schwach.
zu den Deckenventilatoren zu den Bodenventilatoren zu den USB-Ventilatoren

7.2. Welches Werkzeug benötige ich für die Montage?

Mit einem Schraubendreher wird ein Ventilator zusammengebaut.

Für den Aufbau brauchen Sie nur wenig Werkzeug.
Im Bild: Montage des Ventilators von AEG.

In der Regel nur einen Kreuzschlitz-Schraubendreher.

Die Montage an sich dauert bei allen Geräten höchstens zehn Minuten und ist auch für Laien gut machbar.

7.3. Gibt es einen Ventilator-Test von Stiftung Warentest?

Nein, allerdings von der schweizerischen Schwester-Zeitschrift Saldo. Ventilator-Testsieger wurde ein Modell von Dyson – nicht jedoch der aktuelle Turmventilator AM07 (den Sie auch in diesem Test finden), sondern der mittlerweile veraltete Standventilator AM08.

7.4. Lohnt sich ein energiesparender Ventilator?

Mit einem Strommessgerät wird ein Standventilator untersucht.

Ein Strommessgerät ermöglichte uns, den Verbrauch der Geräte zu erfassen. Allzu groß fielen die Unterschiede beim Verbrauch nicht aus.
Im Bild: Ventilator Greyhound der Marke CasaFan.

Kaum. Selbst im Dauerbetrieb verursacht der Ventilator keine exorbitanten Stromkosten.

Beispiel: Läuft ein Ventilator mit 40 Watt Leistung (höchste Stufe) etwa vier Stunden am Tag über einen Zeitraum von drei Monaten hinweg, beläuft sich der Stromverbrauch am Ende des Sommers auf ca. 15 Kilowattstunden und damit etwa fünf Euro. Ein Stromfresser mag vielleicht acht und ein Stromsparer nur vier Euro benötigen, aber größer sind die Unterschiede nicht.

Wir haben den Stromverbrauch daher nicht in die Benotung einfließen lassen.

Folgende Testmuster wurden uns von den Herstellern überlassen:

  • CasaFan Greyhound SV45-7
  • Dyson AM07
  • Klarstein Skyscraper Office
  • Stadler Form Charly Stand

(Eine Leihgabe hat keinen Einfluss auf die Bewertung.)