Wärmeleitpaste Test 2017

Die 7 besten Kühlpasten im Vergleich.

Abbildung Vergleichssieger Preis-Leistungs-Sieger
Modell Cooler Master Mastergel Maker Arctic MX-4 Arctic Silver 5 Thermal Grizzly Conductonaut Arctic MX-2 be quiet! DC1 BZ001 Alpenföhn Schneekanone
Vergleichsergebnis¹
Hinweis zum Vergleichsergebnis
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Bewertung1,3sehr gut
11/2016
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Bewertung1,5gut
02/2017
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Kundenwertung
39 Bewertungen
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19 Bewertungen
WärmeleitfähigkleitDie Wärmeleitfähigkeit wird in Watt pro Meter und Kelvin (W/mK) angegeben. Je höher der Wert ist, desto effektiver wird die Wärme von einem Bauteil abgeleitet, beispielsweise an einen daneben montierten Kühlkörper. 95% 85% 90% 100% 60% 75% 30%
VerstreichbarkeitWie leicht eine WLP zu applizieren ist, hängt maßgeblich von ihrer Viskosität und ihrem stofflichen Verhalten bei Zimmertemperatur ab. Je leichter die Paste aufzutragen ist, desto höher fällt unsere Wertung aus. 70% 60% 65% 40% 85% 90% 65%
Menge
Grundpreis
4 g
ca. 2,40 € pro 1 g
4 g
ca. 1,45 € pro 1 g
3,5 g
ca. 2,00 € pro 1 g
1 g
ca. 16,00 € pro 1 g
4 g
ca. 1,10 € pro 1 g
9 g
ca. 0,67 € pro 1 g
1,5 g
ca. 3,55 € pro 1 g
Temperaturbereich - 50 bis 150 °C Kern­tem­pe­ra­turen abge­deckt
keine Angabe durch Her­s­teller
Kern­tem­pe­ra­turen abge­deckt
keine Angabe durch Her­s­teller
10 bis 140 °C Kern­tem­pe­ra­turen abge­deckt
keine Angabe durch Her­s­teller
- 50 bis 150 °C - 50 bis 300 °C
wärmeleitender StoffHier kommen zumeist Graphit, Metalloxide oder Silber zum Einsatz. Graphit und Silber leiten die Wärme etwas besser als eine Mischung verschiedener Metalloxide wie Zinkoxid.

Flüssigmetall-Pasten bestehen hauptsächlich aus Gallium, Indium und Silber, was zu ihrer hervorragenden Wärmeleitfähigkeit beiträgt.
Graphit Graphit Silber Silber, Indium Graphit Metalloxide Sili­zium, Gra­phit, Metalloxide
nicht elektrisch leitendElektrisch leitende Wärmeleitpasten sollten möglichst nur von Profis verwendet werden. Sie bestehen vornehmlich aus leitenden Metallen wie Silber und Indium. Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
inkl. Spachtel Ja Nein Nein Ja Nein Ja Ja
Vorteile
  • inkl. Rei­ni­gungs­tuch
  • beson­ders gute Wär­me­lei­tung beim Über­takten der CPU
  • trocknet kaum aus
  • gute Wär­me­lei­tung beim Über­takten der CPU
  • sehr leicht zu ent­fernen
  • sehr leicht auf­zu­tragen
  • auch für die CPU der Play­Sta­tion geeignet
  • inkl. Rei­ni­gungs­tuch
  • extrem gute Wär­me­lei­tung beim Über­takten der CPU
  • sehr ergiebig
  • sehr leicht auf­zu­tragen – gut geeignet für Ein­s­teiger
  • auch als Set mit meh­reren Tuben erhält­lich
  • ordent­liche Kühl­leis­tung
  • ohne gif­tige Inhalts­stoffe
  • sehr leicht auf­zu­tragen – gut geeignet für Ein­s­teiger
  • sehr ergiebig
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Wärmeleitpasten-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Wärmeleitpasten werden benutzt, um die Ableitung von Wärmeenergie von elektrischen Bauteilen wie Computerprozessoren noch effizienter zu gestalten. Sie werden als dünne Schicht zwischen den Hitzeverteiler und den Kühlkörper über dem Prozessor aufgetragen.
  • Die Pasten enthalten zumeist eine Mischung verschiedener Metalloxide und einen Trägerstoff wie Silikon. Wie hoch die Wärmeleitfähigkeit und damit die Effizienz einer Paste ist, bestimmt sich vornehmlich durch die Art und die Anteile der enthaltenen Metalloxide.
  • Eine besondere Kategorie unter den Pasten sind solche, die gänzlich aus Flüssigmetall bestehen, ohne weitere Trägerstoffe. Diese heben sich durch eine extrem gute Wärmeleitfähigkeit hervor, erfordern aber im Auftragen viel Übung und sollten daher von Profis appliziert werden.

Wärmeleitpaste Test
Laut einer aktuellen Erhebung des Statistischen Bundesamts verfügen über 88 Prozent aller deutschen Privathaushalte über einen PC in Form eines stationären Rechners oder eines transportablen Geräts. Zudem geht der Trend auch immer mehr in Richtung selbst zusammengestellter oder sogar selbst zusammengebauter Computer.

Viele Fach- und Hobbyzeitschriften geben daher oft Tipps und Tutorials, was der Nutzer beim Herumbasteln am PC beachten muss. Dazu gehört auch ein effizientes Kühlsystem, das die modernen CPUs (Central Processing Units bzw. Hauptprozessoren) und Grafikkarten trotz hoher Taktraten wirkungsvoll vor zu großer Hitze schützen kann.

Unerlässlich dafür sind Wärmeleitpasten, welche die Hitzeleitung zwischen Prozessor und Kühlkörper verbessern. In unserem Wärmepasten-Vergleich 2017 befassen wir uns ausschließlich mit Produkten, die zur Kühlung verschiedener Prozessoren von Computern, Laptops oder Spielekonsolen genutzt werden. Zwar kommen ähnliche Stoffe auch zur Kühlung von speziellen Motoren und Heizgeräten zum Einsatz, sind aber für den Normalverbraucher weniger relevant.

1. Wärmeleitpasten: kühle Brise für die CPU

1.1. So werden Wärmeleitpasten angewendet

CPU Kühlpaste

Ein Klecks Wärmeleitpaste auf der CPU sorgt für eine gute Wärmeableitung.

Wie die Bezeichnung bereits vermuten lässt, kommen Wärmeleitpasten immer dann zum Einsatz, wenn es gilt, überschüssige Wärmeenergie von Prozessoren abzuleiten. Dazu wird die Paste, die zumeist aus Silikon und diversen Metalloxiden besteht, auf den sogenannten Heatspreader aufgetragen, der den Prozessor umhüllt. Dabei dient dieser Hitzeverteiler als physischer Schutz für die Prozessorkerne und zugleich als erste Instanz zum Ableiten der Verlustwärme, die der Prozessor im Betrieb abgibt.

Die dünne Schicht der Wärmeleitpaste soll dabei einen möglichst lückenlosen Kontakt zwischen dem Heatspreader und dem direkt darauf aufliegenden Kühlkörper aus Aluminium oder Kupfer sicherstellen. Letzterer ist ähnlich aufgebaut wie ein Heizkörper: Seine Oberfläche ist nicht glatt und eben, sondern stark gefurcht und mit tiefen Rillen überzogen. So entsteht auf kleinem Raum eine möglichst große Fläche, welche die Hitze des Prozessors aufnehmen und vom Prozessor wegleiten kann.

Sowohl der Hitzeverteiler als auch der Kühlkörper weisen materialbedingte minimale Unebenheiten auf. Würden beide Bauteile direkt aufeinander liegen, entstünden kleine Luftlöcher. Da Luft jedoch ein schlechter Wärmeleiter ist, müssen besagte Lücken geschlossen werden. Diese Aufgabe übernimmt die Wärmeleitpaste: Durch ihre spezielle Zusammensetzung wird die Wärme besonders effizient abgeleitet. Die Wärmeleitfähigkeit wird mit der Einheit Watt pro Meter und Kelvin W/(mK) angegeben.

Die Vor- und Nachteile von Wärmeleitpaste auf einen Blick:

  • verbessert die Funktion des Kühlkörpers
  • relativ leicht aufzutragen
  • preisgünstig und ergiebig
  • muss regelmäßig erneuert werden
  • je nach Art nicht mit allen Kühlkörpern kombinierbar

1.2. Woher kommt die Hitze am Prozessor?

Ein Begriff, viele Namen

Beim Kauf eines Computers trifft man auf viele verschiedene Bezeichnungen für die zentrale Steuereinheit des Geräts: CPU, ZE bzw. Zentraleinheit, Prozessor(kerne) und viele mehr. Dabei steht die Bezeichnung Prozessor für alle Arten von elektronischen Schaltungen in einem PC, also auch für die Schaltung der Grafikkarte oder der Soundkarte. CPU und ZE hingegen bezeichnen in diesem Zusammenhang dasselbe, nämlich den Hauptprozessor eines Computers, welcher alle Arbeitsvorgänge des Geräts regelt.

Wer mehr oder weniger regelmäßig sehr rechenintensive Anwendungen wie Spiele, Online-Streams oder Grafikprogramme am Computer nutzt, kennt das immerwährende Geräusch des Lüfters nur zu gut. Dieser bildet zusammen mit diversen Kühlkörpern und Wärmeleitpasten das Temperaturmanagement der zentralen Recheneinheit eines PCs, eines Laptops oder einer Spielekonsole. Doch warum benötigen Prozessoren solche Systeme überhaupt?

Prozessoren bestehen aus vielen sogenannten Transistoren, welche elektrische Spannungen und Ströme an andere Bauteile eines Computers weiterleiten und somit die Steuerzentrale bilden. Besonders die zentrale Einheit, auch CPU bzw. Central Processing Unit genannt, muss sehr viele dieser Schaltvorgänge leisten. Dabei wird jedoch nicht die komplette Menge an eingespeistem Strom von den Transistoren weitergeleitet. Ein Teil wird als Verlustleistung in Form von Wärme abgegeben. Wird diese Wärme nicht vom Prozessor weggeleitet, kann dieser überhitzen und Schaden nehmen.

Im Wesentlichen gibt es drei Gründe für die Hitzeentwicklung in einem Prozessor:

Kupferkühler

Dynamisches Duo: Die CPU Wärmeleitpaste und der Kühlkörper sorgen dafür, dass Ihr Prozessor nicht überhitzt.

  1. Hohe Taktung: Moderne Prozessoren steuern ihre Transistoren in sehr hoher Frequenz an, was zu einer erhöhten Wärmeentwicklung führt.
  2. Leckströme zwischen Transistoren: Bei vielen Prozessoren wird eine große Anzahl von Transistoren auf kleiner Fläche verbaut. Das steigert zwar die Leistungsfähigkeit, sorgt aber auch dafür, dass ungewollt Ströme zwischen den Transistoren fließen können, welche wiederum Wärme produzieren.
  3. Leerlauf: Der Takt eines Prozessors steuert alle Funktionseinheiten an, auch solche, die gerade nicht benötigt werden. Der zusätzliche Stromfluss sorgt für mehr Wärme.

2. Richtig cool bleiben – verschiedene Arten von Wärmeleitern

Auch der beste Prozessorkühler mit Stickstoff- oder Wasserkühlung arbeitet ohne den richtigen Wärmeleiter zwischen Prozessor und Kühlkörper nicht effektiv. Neben zwei verschiedenen Typen von Kühlpasten gibt es zudem noch Wärmeleitpads zu kaufen, die für ebendiese Aufgabe zum Einsatz kommen können. Die wichtigsten Informationen zu diesen drei Kühlmethoden finden Sie in folgender Tabelle.

Art des Wärmeleiters Eigenschaften
Paste auf Metalloxid- oder Graphitbasis
wärmeleitpaste silber
  • besteht aus Silikonöl und Metalloxid bzw. Graphit
  • meist wird nur Zinkoxid verwendet
  • höherwertige Pasten beinhalten zusätzlich Aluminium, Kupfer oder Silber
  • relativ gute Wärmeleitfähigkeit von 0,8 bis ca. 10 W/(mk)
  • leicht aufzutragen und zu entfernen
Flüssigmetall Wärmeleitpaste
Flüssigmetal Wärmeleitpaste
  • besteht aus einer metallischen Legierung – flüssig bei Raumtemperatur
  • Mischung aus Gallium und Indium, Rhodium, Silber, Zink oder Zinn
  • extrem gute Wärmeleitfähigkeit von 40 bis ca. 80 W/(mK)
  • elektrisch leitfähig – mit Vorsicht anzuwenden
  • nicht für die Verwendung auf Aluminium-Kühlkörpern oder Heatspreadern geeignet
Wärmeleitpad / -folie
Wärmeleitfolie
  • auf Kunststoff- oder Metallbasis
  • wird direkt auf den Heatspreader aufgeklebt
  • gute bis sehr gute Wärmeleitfähigkeit, je nach Material
  • leicht zu applizieren
  • kann Luftpolster zwischen Heatspreader und Kühlkörper hinterlassen
Fazit: Wärmepasten sind die einfachste und günstigste Variante der Prozessorkühlung, da das Auftragen wenig bis gar keine Übung erfordert. Wärmeleitfolien oder -pads sind noch einfacher anzuwenden, aber häufig weniger effizient. Produkte aus Flüssigmetall gelten als Hochtemperatur-Wärmeleitpasten, sind aber für ungeübte Nutzer sehr schwer korrekt aufzutragen.

3. Eiskalt kalkuliert – Kaufberatung für Wärmeleitpasten

Um Ihren persönlichen Vergleichssieger unter den Wärmeleitpasten zu finden, sollten Sie sich vor dem Kauf überlegen, was die Paste leisten soll. Für gelegentliches Übertakten, Spielen und Streamen ist eine Paste auf Graphit- oder Metalloxid-Basis eine gute Wahl. Flüssigmetallpasten sind eher für fortgeschrittene Anwender geeignet.

3.1. Wärmeleitfähigkeit und Applikation

Wärmeleitpaste Silber

Je nach Konsistenz der Paste ist das Auftragen mit einer Spritze die einfachste Methode.

Die Wärmeleitfähigkeit und das Verhalten beim Auftragen auf den Heatspreader haben sich in Wärmeleitpasten-Tests als die wichtigsten Kriterien erwiesen. Beide hängen vornehmlich von der Zusammensetzung der Paste ab, die jedoch von den meisten Herstellern auch bei bekannten Marken selten genau angegeben wird.

Wärmleitpasten, die größtenteils aus Metalloxiden bestehen, besitzen grundsätzlich eine gute Wärmeleitfähigkeit. Als Trägersubstanz kommt meist Silikonöl zum Einsatz, was auch dafür sorgt, dass sich die Paste leicht auf einer Oberfläche verstreichen lässt. Die Applikation ist hier also besonders anwenderfreundlich.

Pasten aus Flüssigmetall leiten dank hohen Konzentrationen an Gallium, Silber und Indium die Wärme besonders gut ab, sind allerdings in der Anwendung recht anspruchsvoll, da diese Wärmeleitpasten silikonfrei sind. Sie lassen sich nur schwer wieder entfernen und sind zudem relativ flüssig, was kaum Fehler beim Auftragen verzeiht. Außerdem sind diese Wärmeleitpasten meist elektrisch leitend und können daher bei unsachgemäßer Benutzung zu Kurzschlüssen führen.

Achtung: Benutzen Sie nie eine Flüssigmetallpaste in Verbindung mit einem Aluminium-Kühlkörper! Das enthaltene Gallium reagiert stark mit dem Aluminium und löst dieses auf.

3.2. Der wärmeleitende Stoff

kupferkühler

Mit einer Wärmeleitfähigkeit von 401 W/(mK) ist Kupfer ein besonders effizienter Kühler. Doch das Anbringen der Pads will geübt sein.

Wie bereits erwähnt, variiert die thermale Leitfähigkeit je nach Zusammensetzung der Inhaltsstoffe. Günstige Wärmeleitpasten beinhalten hauptsächlich Zinkoxid, bei Produkten mit besserer Wärmeleitung sind noch andere Stoffe wie Aluminium, Silber oder Kupfer enthalten. Auch Graphit stellt einen guten Wärmeleiter dar. Eine Übersicht darüber, wie gut bestimmte Materialien und Stoffe die Wärme ableiten, finden Sie hier.

3.3. Der Temperaturbereich

Dieser Wert gibt an, bei welchen Temperaturen das Produkt zuverlässig Wärme abzuleiten vermag. In unserem Wärmeleitpasten Vergleich überstehen die meisten Leitpasten Temperaturen zwischen – 50 und 150 °C, einige bleiben sogar bis zu 300 °C stabil. Solche Werte werden jedoch in der Praxis nie erreicht und sind vielmehr durch die Inhaltsstoffe bedingt. Normalerweise sollte die CPU einer Festplatte oder die Grafikkarte nie heißer als 70 °C werden.

Um den Temperaturbereich optimal auszunutzen, ist es entscheidend, dass die Wärmeleitpaste richtig aufgetragen wird. Wie Sie die alte Wärmeleitpaste wirksam entfernen und die neue korrekt auftragen, zeigt Ihnen dieses Video:

4. Fragen und Antworten rund um das Thema Kühlpasten

4.1. Wie viel Wärmeleitpaste muss ich auf den Heatspreader auftragen?

Wie im Video beschrieben, reicht eine sehr kleine, etwa erbsengroße Menge der Paste völlig aus. Vor dem Auftragen sollten Sie den Heatspreader gründlich von den Rückständen der alten Paste befreien. Das geht am besten mit einigen Tropfen Isopropanol und einem Wattepad. Damit lässt sich Wärmeleitpaste rückstandslos entfernen und der Stoff selbst verdunstet rückstandslos.

Geben Sie im Anschluss einen Klecks Wärmeleitpaste auf die Oberfläche und verteilen Sie diese mit einem sauberen Kunststoff-Spatel. Alternativ können Sie den Kühlkörper auch direkt auf die Paste legen und anpressen.

Wichtig ist, dass die Schicht der Paste so dünn wie möglich ist, da sie lediglich die materialbedingten Lücken zwischen Heatspreader und Kühlkörper schließen soll. Zu viel Paste sorgt für eine schlechtere Wärmeleitung.

4.2. Gibt es einen guten Ersatz oder eine Alternative zur Wärmeleitpaste?

Wärmeleitkleber

Das im Kleber enthaltene Epoxidharz geht eine dauerhaft haltbare Verbindung mit dem Kühler ein.

Statt eine Paste zu benutzen, können Sie ebenso gut auf ein Wärmeleitpad zurückgreifen. Für diese Variante spricht vor allem die einfache Applikation. Neben Pasten gibt es zudem Wärmeleitkleber. Diese Zweikomponentenkleber werden für eine erhöhte, thermale Leitfähigkeit mit Aluminiumoxid oder -nitrit versetzt und ebenso wie herkömmliche Wärmeleitpasten auf den Heatspreader einer CPU oder eines anderen Prozessors aufgetragen.

Die Verbindung mit dem aufliegenden Kühlkörper ist jedoch dauerhaft oder zumindest sehr fest. Ein Ausbau der Einzelteile gestaltet sich nach dem Auftragen von Wärmeleitkleber also schwierig.

Einige Tüftler haben auch bereits mit Substanzen wie Zahnpasta, Ketchup oder einer Paste aus Graphitstaub und Wasser experimentiert. Empfehlen würden wir solche Hilfsmittel allein aus Sicherheitsgründen jedoch nicht, denn eine Wärmeleitpaste zu kaufen, ist in jedem Fall günstiger als der Erwerb neuer Hardware und dem entsprechenden Zubehör.

4.3. Hat die Stiftung Warentest einen Wärmeleitpasten-Test durchgeführt?

Was bedeutet Overclocking?

Wer sich bereits intensiver mit dem Thema Computerprozessoren beschäftigt hat, kennt diesen Begriff vermutlich bereits. Mit Overclocking, zu Deutsch Übertakten, ist das kurzfristige oder dauerhafte Betreiben eines Prozessors mit einer höheren Taktfrequenz als der vom Hersteller angegebenen gemeint. Ziel ist dabei immer eine höhere Rechenleistung des Computers. Am einfachsten lässt sich die Frequenz über Einstellungen im Basissystem des Computers oder mittels spezieller Software erhöhen.

Wichtig ist: Je schneller die CPU ihre Transistoren taktet, desto höher ist die Wärmeentwicklung. Die Verwendung der für solche Zwecke besten Wärmeleitpaste, wahlweise aus Flüssigmetall, ist daher unumgänglich.

Bisher haben die Experten noch keine Wärmeleitpasten im Test untersucht. Allerdings gibt es eine umfassende Themenseite zu PCs, Laptops und Netbooks, die Ihnen bei der Wahl des für Sie besten Geräts helfen kann.

Einen guten Überblick bieten zudem auch unsere Vergleiche zu:

4.4. Hat Wärmeleitpaste ein Mindesthaltbarkeitsdatum?

Theoretisch enthält Wärmeleitpaste keine Stoffe, die nur für einen begrenzten Zeitraum haltbar sind. Wichtig ist jedoch, dass Sie eine angebrochene Tube sorgfältig verschließen, um ein Austrocknen zu verhindern. So sollte die Paste problemlos mehrere Jahre haltbar sein.

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