Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Flüssigmetall-Kleber wird dazu verwendet, um zwei metallische Werkstücke zu verbinden, ohne dass Sie schweißen oder löten müssen.
  • Auch die Reparatur von kleineren Löchern oder Rissen ist mit Hilfe von Flüssigmetall möglich. Diese dürfen jedoch eine Größe von ca. 2 mm nicht übersteigen.
  • Der Zweikomponentenkleber lässt sich nach dem Aushärten wie Metall behandeln. Er ist bohr- und schleifbar und kann sogar lackiert werden.
2-Komponten-Kleber wird gerne im DIY Bereich eingesetzt.

2-Komponenten-Kleber wird gern im DIY-Bereich eingesetzt. Die Reparatur von alten Werkzeugen wird dabei zum wahren Flüssigmetall-Test. Denn nach dem Austrocknen muss der Kleber halten, egal, ob bei Messer, Hammer oder Säge.

Bevor Sie Ihre Werkstücke mit einem Flüssigmetall-Kleber verbinden, müssen beide Stücke entfettet und besonders sorgsam gesäubert sein. Anderenfalls besteht die Möglichkeit, dass der Kleber nicht richtig haftet.

Der erste Schritt zur richtigen Reinigung ist das Abschleifen und Entfernen von Rost. Dazu bietet sich die Behandlung mit Rostlöser oder einem Rostumwandler an.

Rostlöser entfernt den Rost, wohingegen ein Rostkonverter das schädigende Eisenoxid in stabile Eisenverbindungen umwandelt. Bevor Sie den Kleber mischen, müssen Sie alle Teile noch von Fetten befreien, dabei hilft ein Silikonlöser.

Der Flüssigmetall-Vergleich 2020 beschäftigt sich insbesondere mit den wichtigsten Kriterien wie den unterschiedlichen Aushärtungszeiten und wie groß der Verarbeitungszeitraum des Klebers ist.

In unserer Kaufberatung zeigen wir Ihnen außerdem, auf welche anderen Kriterien Sie beim Kauf eines Epoxyd-2-Komponenten-Kleber (2-K-EP-Klebstoffe) achten sollten, um immer das beste Flüssigmetall zu kaufen und Reparaturen an Ihren Werkstücken optimal durchzuführen.

1. Ist Flüssigmetall nach wenigen Minuten stahlhart?

Auch Metall und Hartkunststoff verbindet der Kleber.

Mit einem 2-Komponenten-Kleber kleben Sie nicht nur Metall auf Metall. Es ist Ihnen auch möglich, zwei unterschiedliche Materialien dauerhaft miteinander zu verbinden.

Wie lange das Flüssigmetall aushärten muss, wird durch den Wassergehalt im Kleber bestimmt. Befindet sich viel Wasser im Kleber, können bis zu 36 Stunden vergehen, bis das gesamte Wasser verdunstet und der Kleber komplett ausgehärtet ist. Die meisten Kleber härten jedoch nach etwa 24 Stunden komplett aus.

Möchten Sie nicht so lange warten und zügig mit Ihrer Arbeit weitermachen, empfiehlt sich also ein Kleber mit einem geringen Wasseranteil.

Diese Epoxyd-Kleber benötigen lediglich zwischen 0,5 und 4 Stunden, bis diese ihre komplette Aushärtung erreicht haben.

Besonders Kleber, die maximal 30 Minuten zum Aushärten benötigen, eignen sich für die schnelle Reparatur, beispielsweise an Autoteilen oder Schraubverbindungen. So müssen Sie nur wenige Minuten warten, bis der reparierte Gegenstand wieder einsatzbereit ist.

Das Vergleich.org-Team empfiehlt Ihnen, ein Epoxyd-Flüssigmetall zu wählen, dessen komplette Aushärtungszeit bei maximal 4 Stunden liegt. So umgehen Sie unnötiges Warten und können schon nach wenigen Stunden mit dem Arbeiten fortfahren und auch Schnellreparaturen bleiben möglich.

Flüssigmetall ist nicht gleich Flüssigmetall: Flüssigmetall-Kleber kann schnell mit wärmeleitendem Flüssigmetall verwechselt werden. Ersteres ist ein 2-Komponenten-Kleber auf Epoxyd-Basis, zweites gehört zur Kategorie der wärmeleitenden und nicht leitfähigen Flüssigkeiten oder Pasten, die in der Computertechnik am Kühler zum Einsatz kommen. Hierbei wird auf den CPU des Computers Flüssigmetall gegeben, das dort die Wärme aktiv an den Kühler des PCs ableitet.

2. Handfest: Nicht mehr von Hand zu trennen

mit Flüssigmetall retten Sie auch gebrochene oder abgerissene Teile.

Drücken Sie das geklebte Teil zusammen, damit der Kleber zu haften beginnt. Nach Möglichkeit sollten Sie jedoch Klemmen einsetzten, die genügend Druck aufbauen. Mit einem günstigen Flüssigmetall retten Sie auch teure Stücke.

Die Zeit zwischen der Anwendung und der vollständigen Aushärtung des Klebers wird auch als handfeste Aushärtung bezeichnet. In diesem Stadium sind die zusammengeklebten Teile nicht mehr von Hand lösbar.

In Zahlen lässt sich handfester Kleber als 0,1 Newton/mm² oder etwa 1 kg/cm² ausdrücken. Das bedeutet, dass Sie eine Zugkraft von etwa 1 kg pro Quadratzentimeter der geklebten Fläche anwenden müssten, um die geklebten Teile zu trennen. Dies ist im besten Fall nur durch Zuhilfenahme von Gewichten oder anderem Werkzeug zu schaffen.

Wie bei der Verarbeitungszeit und Zeit bis zur vollständigen Aushärtung sollte die Zeit bis zur Handfestigkeit relativ gering ausfallen. Ein potenzieller Flüssigmetall-Testsieger sollte eine Zeit bis zur Handfestigkeit von 10 bis 15 Minuten vorweisen. Ist die Zeit abgelaufen, können Sie das Werkstück weiterverarbeiten oder das geklebte Teil weiterverwenden.

Achten Sie beim Kauf eines 2-Komponenten-Klebers darauf, dass die Zeit bis zur Handfestigkeit nicht über 15 Minuten liegt. Sonst ist die Wartezeit bis zu Weiterverarbeitung und bis zur vollständigen Aushärtung zu lang und verzögert den Arbeitsprozess erheblich.

3. Wie viele Minuten reichen, um den Kleber zu verarbeiten?

Der Kleber kommt in einer Doppelspritze und sit einfach zu doseiren.

Durch die Doppelspritze ist der Kleber einfach zu dosieren. Bevor Sie den Kleber jedoch anmischen, stellen Sie sicher, dass die Werkstücke sauber sind. Das Anmischen des Klebers sollte ebenfalls auf einem sauberen Untergrund passieren.

Der Zeitraum, in dem Sie den Kleber nach dem Mischen nutzen können, nennt sich auch Topfzeit. Die optimale Topfzeit beträgt zwischen 4 und 10 Minuten. In diesem Zeitraum bleibt der Kleber handhabbar und die Werkstücke sind, trotz eingesetztem Kleber, noch justierbar.

Liegt die Topfzeit unter 4 Minuten, müssen Sie sehr gehetzt arbeiten, was den Spaß am Heimwerken einen Dämpfer versetzten kann. Nichts ist schlimmer, als gestresst in der eigenen Werkstatt zu stehen.

Eine zu lange Topfzeit hingegen verlängert mitunter auch die Trockenzeit des Klebers erheblich, sodass Sie längere Zeit darauf warten müssen, mit dem geklebten Werkstück weiterzuarbeiten oder es zu nutzen.

Wählen Sie einen Flüssigmetall-Kleber, dessen Topfzeit bei nicht mehr als 10 Minuten liegt. So müssen Sie nicht hetzen, um zu kleben, und die Teile bleiben lange genug bewegbar, um ihre Position zu justieren.

Vor- und Nachteile einer kurzen Topfzeit von 5 Minuten:

  • schnelles Aushärten
  • schnelles Weiterverarbeiten
  • maximal 5 Minuten zum Nachjustieren

4. Hält der Kleber auch bei extremen Temperaturen fest?

Temperatur: Gefrierfach und Heizkörper

Handelsübliche Gefrierfächer erreichen eine minimale Temperatur von etwa -20 °C.

Die Oberflächentemperatur von Heizkörpern kann auch schon einmal bis auf 80 °C ansteigen.

Dank eines insgesamt sehr breiten Temperaturspektrums sind die meisten Flüssigmetall-Kleber temperaturbeständig und demnach für die Reparatur im Kühlschrank oder an Heizungen nutzbar.

Ist also eine Schraube am Heizkörper undicht oder eine Bohrung ausgeleiert, sind diese Probleme einfach mit dem Einsatz eines 2-Komponenten-Klebers lösbar. Die vorallem im Winter schwankenden Temperaturen zwischen Heizköper und Raumluft werden dann zum richtigen Flüssigmetall-Test.

Spitzendisziplin für den Flüssigmetallkleber ist natürlich der Einsatz in schwankenden Temperaturen. Setzten Sie ihn für Reparaturen im Freien ein, darf er auch im tiefsten Winter und bei hohen Temperaturen im Sommer nicht porös werden.

Das Vergleich.org-Team empfiehlt daher, einen Kleber zu wählen, der Temperaturen von -40 bis 120 °C überbrückt. So müssen Sie sich keine Gedanken machen, ob der Kleber im Kühlschrank hält oder von der Sonne weggebrannt wird.

Nur Hochtemperaturkleber lassen sich für die Reparatur von Kaminen oder Öfen einsetzen, da diese bis zu 500 Grad Celsius temperaturbeständig sind. Diese Kleber sind, wie auch die gängigen Zweikomponentenkleber, alter- und witterungsbeständig.

5. Öl, Benzin, Säuren und Wasser machen dem Kleber nichts aus

Um den metallfarbigen Kleber auch in der Werkstatt, am Auto oder generell im Freien zu nutzen, muss er natürlich gewisse Resistenzen aufweisen.

Besonders im Werkstattbereich wird es oft ölig. Viele Werkzeuge benötigen die richtige Schmierung, um einwandfrei zu funktionieren.

Möchten Sie Teile Ihres alten Rasenmähers oder einen Bruch am Gehäuse des Standbohrers reparieren, muss der Kleber auch halten, wenn er dauerhaft mit Öl, Benzin und anderen Flüssigkeiten in Berührung kommt.

Sie müssen nur darauf achten, dass die zu reparierenden Teile vor dem Einsatz des Klebers komplett sauber und fettfrei sind.

Der 2-K-EP-Klebstoff muss also unbedingt gegen Feuchtigkeit, Öl und verdünnte Säuren beständig sowie benzinfest sein, damit sich der Kleber universell und wirklich überall einsetzen lässt.

6. Einsatzgebiete in der heimischen Werkstatt

Flüssigmetall-Test: Besonders das Zusammenkleben von zwei unterscheidlichen Materialien stellt den Kleber auf die Probe.

Zur zusätzlichen Verbindung von Klinge und Griff bietet ein 2-Komponenten-Kleber die optimale Lösung. Der Kleber verbindet Werkstücke aus verschiedenen Materialien.

Anders als Epoxyd-Harz wird Epoxyd-Kleber nicht zum Ausfüllen von größeren Flächen genutzt. Der Kleber verbindet jedoch unterschiedliche Materialien, weswegen er besonders gern bei der Herstellung von Messern und anderen Werkzeugen mit Holzgriffen genutzt wird.

Der Messerrohling wird mit dem Holzgriff verklebt und später vernutet. Da der Kleber schleifbar ist, kann der Griff im Nachhinein in die gewünschte Form geschliffen werden. Auch ein späteres Lackieren ist möglich.

Ein weiteres Einsatzgebiet von Flüssigmetall-Kleber ist die Reparatur von Bohrlöchern oder beim Festsetzen von Schrauben. Ist das Bohrloch zu groß oder das Gewinde der Schraube ausgeleiert, lässt sich dieses Problem einfach mit Flüssigmetall-Kleber lösen.

Des Weiteren lassen sich kleinere Risse, Löcher oder Lunkerstellen in Metallteilen aus Stahl, Aluminium oder Eisen zu reparieren. Hierbei ist es egal, um welches Metall es sich handelt. Viele Kleber lassen sich auch in Kombination mit Beton, Holz oder sogar Keramik einsetzen.

Bricht der Griff Ihrer gusseisernen Pfanne ab, müssen Sie diese also nicht wegschmeißen. Starten Sie Ihr eigenes Projekt: Reparieren Sie sie, anstatt neu zu kaufen, und machen Ihren eigenen Flüssigmetall-Test zu Hause.

Auch die Stiftung Warentest stellt mit ihrem Buch „Supertricks für Heimwerker“ neue Möglichkeiten vor, wie man in der heimischen Werkstatt alten Dingen neues Leben einhaucht. So machen Sie den verklebten Farbpinsel einfach mit einem Bad im Weichspüler wieder einsatzbereit.

7. Sicherheitshinweise

Schutz in der Werkstatt. Schutzbrille und Handschuhe sollten Pflicht sein.

Geklebtes Metall, wie Stahl, Eisen oder Aluminium, bleibt bohr- und sogar schleifbar. Machen Sie zu Hause Ihren eigenen Flüssigmetall Test und testen Sie, wie gut sich Flüssigmetall behandeln lässt.

Bevor Sie den Kleber öffnen und anmischen, lesen Sie die Produkt- und Sicherheitshinweise des Herstellers aufmerksam durch. Diese können, je nach Inhaltsstoffen und Marke, variieren.

Achten Sie bei der Arbeit mit Flüssigmetall unbedingt auf Ihre Sicherheit. Tragen Sie Handschuhe und eine Sicherheitsbrille, da bei der Berührung mit der Haut oder den Augen Reizungen und Schäden entstehen können.

Weiterhin darf der Epoxyd-Kleber nicht in den Wasserkreislauf gelangen und muss umweltgerecht entsorgt werden. Leider stellte das Magazin Öko-Test fest, dass nur etwa 56 % des gesammelten Abfalls in Deutschland tatsächlich getrennt werden.

Die Umwelt wird dabei besonders durch Gefahrengut geschädigt, das trotzdem im Restmüll entsorgt wird. Kleinmengen sind dabei als gewerbliche Siedlungsabfälle zu entsorgen.

Das Vergleich.org-Team hat für Sie eine Tabelle zusammengestellt, in der Sie nachlesen können, was die Gefahrensymbole bedeuten, die Sie auf den Doppelspritzen des Flüssigmetalls finden.

Gefahrensymbole Gefahrentyp
umweltgefaerlich giftig für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung
Hautreizungen und ätzend. verursacht Hautreizungen und kann allergische Hautreaktionen verursachen
allgemeines Warnzeichen verursacht schwere Augenschäden und Augenreizungen