Dashcam Test 2016

Die 7 besten Autokameras im Vergleich.

AbbildungTestsiegerPreis-Leistungs-Sieger
ModellBlackVue DR650S-1CHiTracker DC300 SiTracker GS6000 A7Garmin Dash-Cam 35 GPS KollisionswarneriTracker StealthcamPushingbest AT66ATranscend DRivePro 200 Onboard Kamera
Testergebnis¹
Hinweis zum Testverfahren
Vergleich.org
Bewertung1,4sehr gut
10/2016
Vergleich.org
Bewertung1,5gut
07/2016
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Bewertung1,5gut
10/2016
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Bewertung1,6gut
10/2016
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Bewertung1,7gut
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Bewertung1,8gut
09/2016
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Bewertung1,9gut
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Kundenwertung
128 Bewertungen
217 Bewertungen
845 Bewertungen
15 Bewertungen
702 Bewertungen
10 Bewertungen
10 Bewertungen
LCD-Monitor
2,7 Zoll

2,7 Zoll

3 Zoll

2,7 Zoll

2,7 Zoll

2,4 Zoll
maximale AuflösungFull HD
1.920 x 1.080 Pixel
Full HD
1.920 x 1.080 Pixel
Super HD
2.304 x 1.296 Pixel
Full HD
1.920 x 1.080 Pixel
Full HD
1920 x 1080 Pixel
Full HD
1.920 x 1.080 Pixel
Full HD
1.920 x 1.080 Pixel
VideoformateH.264H.264MPEG4, H.264AVIMOV, H.264MOV, H.264MOV, H.264
SpeichermediumMicro SDMicro SDHCMicro SDHC, Micro SDXCMicro SDMicro SDMicro SDMicro SDHC
WLAN
USB
Überwachung des ParkraumsKamera schaltet sich automatisch ein, wenn sich jemand dem parkenden Auto nähert.
GPS
G-SensorDer G-Sensor registriert eine plötzliche Geschwindigkeitsab- oder -zunahme. Es werden in dem Fall mehr und schärfere Bilder aufgenommen. Diese werden im Anschluss automatisch mit einem Schreibschutz versehen.
integriertes Mikro
Vorteile
  • kompatibel mit App (Android, iPhone)
  • viele Einstellungen
  • scharfe Aufnahmen
  • logische Menüführung
  • scharfe Aufnahmen
  • einfache Bedienung
  • guter Ton
  • scharfe Aufnahmen
  • scharfe Aufnahmen
  • Halterung sehr unauffällig, Klebehalterung
  • Displayhelligkeit gut
  • inkl. umfangreichem Zubehör
  • sehr robust
  • viele Einstellungen
  • scharfe Aufnahmen
  • sehr robust
  • einfache Bedienung
  • scharfe Aufnahmen bei Tag
  • kompatibel mit App (Android, iPhone)
  • viele Einstellungen
Zum Angebotzum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »zum Angebot »
Erhältlich bei
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Dashcam-Kaufberatung: So wählen Sie das richtige Produkt

Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Unfallkamera zeichnet im Gegensatz zu anderen Kameras durchgehend Bilder auf einer Speicherkarte auf, sobald der Motor gestartet wird. Ist die Speicherkarte voll, dann wird das bestehende Material einfach überschrieben. Die Geräte werden mithilfe eines Stativs am Armaturenbrett, der Windschutzscheibe oder der Heckscheibe befestigt. Sie dienen der Dokumentation des Verkehrs, von Unfällen oder von Polizeikontrollen.
  • Gute Dashcams verfügen über einen eingebauten G-Sensor, der eine schnelle Änderung der Geschwindigkeit registriert. Daraufhin werden schärfere  und mehr Bilder pro Sekunde aufgezeichnet. Diese werden dann im Anschluss mit einem Schreibschutz versehen. Hier findet man auch häufig eine GPS- und eine Bewegungsmelderfunktion. Mithilfe des Dashcam GPS lässt sich die gefahrene Strecke im Anschluss nachvollziehen. Ein Dashcam Bewegungsmelder schaltet die Videokamera an, wenn Bewegungen in der Nähe des Autos registriert werden. Ein guter Schutz gegen Einbrecher, wenn sich der Wagen im Parkmodus befindet.
  • Bezüglich einer Unfallkamera ist die Rechtslage in Deutschland zurzeit noch strittig. Für den privaten Gebrauch dürfen Aufnahmen gemacht werden. Aufnahmen von anderen Verkehrsteilnehmern ins Internet zu stellen wird im schlimmsten Fall jedoch mit einem Bußgeld bis zu 300 000 Euro geahndet. Ob die Aufzeichnungen als Beweis vor Gericht gelten dürfen, entscheidet der vorsitzende Richter.

dashcam test verkehr

Das Auto ist nach wie vor das beliebteste Fortbewegungsmittel der Deutschen. Egal ob auf dem alltäglichen Weg zur Arbeit, dem Wochenendausflug raus aus der Stadt oder auf dem Weg in den Urlaub, gerne wird das Auto genutzt. Doch ganz so sicher ist es auf den Straßen nicht immer. Häufig passieren Unfälle durch Unachtsamkeit oder zu schnelles und zu langsames Fahren der Autofahrer oder anderer Verkehrsteilnehmer. Wer dann im Falle eines Unfalls im Anschluss sein Recht bekommt, ist oft durch die Probleme bei der Rekonstruktion des Unfallherganges schwer zu bestimmen. Warum deshalb den Unfall nicht vorher selber aufzeichnen? Das geht heute ganz einfach mit sogenannten Dashcams. Doch darf man das überhaupt? Wie sieht die Dashcam Rechtslage aus? Und was sollte ich beachten, wenn ich mir eine solche Autokamera zulegen möchte? Diese und viele weitere Fragen beantworten wir Ihnen in der Kaufberatung zu unserem Dashcam Test 2016. In diesem finden Sie neben vielen wichtigen Informationen auch eine Auswahl der besten Dashcam Produkte, die Ihre zukünftige Kaufentscheidung bestmöglich unterstützen sollen.

1. Was ist eine Dashcam und wie funktioniert sie?

Anfänge

Bekannt wurde die Autokamera in Deutschland erstmals im Jahr 2013. Auslöser waren die Aufnahmen einer Dash Cam aus Russland. Diese filmte zufällig den Meteoriteneinschlag in Tscheljabinsk. Das Video verbreitete sich über das Internet weltweit und verschafft der Autokamera hierzulande einen großen Bekanntheitsgrad.

Vielleicht wissen Sie schon, um was es sich bei einer Dashcam (fälschlicherweise auch immer wieder Daschcam), also den Modellen im Dashcam Test, genau handelt. Für alle, die noch keine wirklichen Berührungspunkte mit diesem Thema hatten, sich aber gerne eine Dashcam kaufen möchten, lohnt es sich, sich zunächst einmal mit der Materie bekannt zu machen. Wir steigen im Dashcam Vergleich deshalb zunächst mit den Grundlagen zu diesen Geräten ein. Schon der Name sagt Einiges über die letztendliche Nutzung aus. So bedeutet engl. dash (von dash board) so viel wie Armaturenbrett. Dort nämlich, wahlweise auch an der Windschutzscheibe oder auch an der Heckscheibe, lassen sich die Kameras befestigen. Und zwar genauer auf einem Stativ, das mithilfe eines Saugnapfes oder eines speziellen Klebers an der Scheibe hält. Das Stativ selbst ist mit einem Kugelkopf ausgestattet, der es erlaubt, die Kamera genau zu justieren und eine bestimmte Winkeleinstellung für die Aufnahme vorzunehmen. Betrieben wird das Gerät über einen Dashcam Akku. So kann die Kamera auch laufen, ohne, dass dafür Autostrom vorhanden sein muss. Geladen wird der Dashcam Akku über ein Mini USB Kabel. Natürlich kann aber auch Strom über das Auto bezogen werden. Entweder über den Zigarettenanzünder oder über den USB-Anschluss des Autos. Dann schaltet sich die Kamera mit der Zündung ein und aus.

Anders als andere Videokameras zeichnet eine Dashcam übrigens ununterbrochen das Geschehen auf der Straße auf und speichert dieses digital. Als Speichermedium dient hierbei eine Speicherkarte. Wählen kann man bei den SD Memory Cards je nach Kamera-Modell zwischen einer Micro SDHC (32 GB) und einer Micro SDXC (64 GB). 32 GB halten für ca. 8 Stunden. Anschließend wird die alte Dashcam Daueraufnahme automatisch überschrieben. Die Dashcam Laufzeit ist deshalb auch unbegrenzt. Damit man die Aufnahmen später auf dem Computer ansehen kann, wird das Material durch H.264 komprimiert. Mit Hilfe von USB (Computer) oder eines HDMI Kabels (Fernseher) und einer speziellen Dashcam Software kann man die Videos bequem vom Gerät übertragen.

Auch gibt es bei der besten Dashcam ein großes Ausmaß an zusätzlichen Funktionen: Ein G-Sensor, auch Beschleunigungssensor, dient als Schreibschutz für das Video im Falle eines Unfalls. Dieses Ereignis wird somit dauerhaft gespeichert und nicht überschrieben. Dieser Sensor lässt sich dabei auch manuell ein- oder ausschalten und auch in seiner Empfindlichkeit regulieren. Ein GPS-Empfänger bestimmt Position und Geschwindigkeit des Fahrzeuges. Die WDR-Technologie sorgt für eine gute Bild Qualität auch bei wechselnden Sichtverhältnissen oder schwachem Licht. Außerdem beliebt sind ein Spurhalteassistent, ein Abstandswarner, eine Verkehrszeichenerkennung und ein Parkmodus.

Am häufigsten genutzt werden die Kameras zur Dokumentation von Verkehrsabläufen, von Verkehrsunfällen und von Polizeikontrollen. Ob eine Dashcam erlaubt ist und ob eine Dashcam vor Gericht zulässig ist, dazu später mehr.

2. Kaufkriterien für Dashcams: Darauf müssen Sie achten

Die DC300 S von iTracker.

Die DC300 S von iTracker.

Was muss ein Dashcam Testsieger besitzen, damit er Nutzer zufrieden stellen kann? Natürlich sollte er vorrangig gute Videos mit einer hohen Bildqualität liefern. Es gibt jedoch einige weitere Dinge, die wir Ihnen im Dashcam Test 2016 näher erläutern möchten und die bei den einzelnen Modellen mehr oder weniger empfehlenswert sind.

2.1. Das Display

Im Dashcam Vergleich finden wir persönlich eine Dashcam ohne Display sinnvoller. Die bewegten Bilder im Display lenken gerade Neulinge während der Fahrt stark vom Verkehr auf der Straße ab. Wenn Sie also ein Modell mit einem Display kaufen, dann sollte sich dieses zumindest manuell aus- und einschalten lassen. So können Sie je nach Aufmerksamkeitsspanne immer wieder frei wählen.

2.2. Die Auflösung

Leider müssen wir Ihnen sagen: Wenn Sie eine günstige Dashcam (ca. 30 Euro) kaufen, dann liefert diese Ihnen sehr häufig schlechtere Bilder. Für eine hohe Bildqualität müssen Sie schon etwas tiefer in die Tasche greifen (ab ca. 100 Euro). Orientieren Sie sich auch an der Auflösung. Mindestens 720 p (progressive Bildübertragung) sollten es unbedingt sein. Damit wären Sie bei HD Ready. HD Ready reicht oft schon vollkommen aus, um Kennzeichen oder Verkehrsschilder lesbar darzustellen. Es muss also nicht unbedingt Full HD sein.

2.3. GPS

GPS steht für Globales Positionsbestimmungsystem und versieht Ihre Aufnahmen mit der gefahrenen Geschwindigkeit. Auch die zurückgelegte Strecke können Sie mit Hilfe des Dashcam GPS später am PC nachvollziehen. Die Karten sind meist schon Teil der Dashcam Software.

2.4. G-Sensor

Die DrivePRO 200 Onboard Kamera von Transcend.

Die DrivePRO 200 Onboard Kamera von Transcend.

Der G-Sensor, auch Beschleunigungssensor, misst eine Geschwindigkeitsab- und -zunahme. Stellt das Gerät diese fest, dann geht es von einem Unfall aus und hält Bilder in einer höheren Qualität oder mehr Bilder pro Sekunde fest. Die Aufnahmen sind sehr detailreich und sorgen dafür, dass die Situation später besser rekonstruiert werden kann.

2.5. Nachtsicht

Als Autofahrer ist man natürlich nicht nur tagsüber im Straßenverkehr unterwegs. Um eine bessere Sicht bei Nacht zu gewährleisten, sollte man beim Dashcam kaufen auch über eine Nachtsicht-Funktion nachdenken. Diese funktioniert über ein Infrarot-LED-Licht. Dieses leuchtet die Straße vor dem Auto aus, ist aber durch die Wellenlänge von 700 nm bis 1000 nm für das menschliche Auge während der Fahrt unsichtbar.

2.6. Bewegungserkennung

Die Bewegungserkennung wird häufig auch als Parkmodus bezeichnet. Parken Sie Ihr Auto, nimmt die Autokamera bei Bewegungen rund um das Auto kurze Aufnahmen auf. So können später möglicherweise Einbrecher identifiziert werden.

3. Hersteller und Marken

Dash Cam, Autokamera oder auch Unfallkamera – Bezeichnungen gibt es viele. Und auch einige Hersteller und Marken bieten ihre Produkte in dieser Kategorie an. Wir sagen Ihnen im Dashcam Vergleich, welche Sie unbedingt kennen sollten.

  • Rollei
  • TrueCam
  • Hewlett-Packard HP
  • iTracker
  • Media-Tech
  • Aiptek
  • BlackSys
  • NavGear
  • Prestigio
  • Ampire
  • BlackVue
  • Mio
  • Transcend

4. Die Rechtslage in Deutschland und anderen Ländern

Wenn Sie sich eine Dashcam kaufen, möchten Sie diese auch benutzen, das steht natürlich außer Frage. Leider ist der Einsatz einer Auto Kamera in Deutschland äußerst umstritten. Die zentrale Frage lautet deshalb: Ist eine Dashcam in Deutschland erlaubt? oder Ist eine Dashcam verboten? und Dient eine Dashcam als Beweis? Oft liest man Meldungen, in denen Meinungen laut werden, die Unfallkamera würde den Datenschutz gefährden und wäre ein starker Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Bürger. Ob eine Dashcam vor Gericht als Beweismittel gelten kann, das zeigen verschiedene Prozesse der Vergangenheit, hängt sehr stark mit dem vorsitzenden Richter zusammen. Es besteht in Deutschland also bis zum jetzigen Zeitpunkt bezüglich der Dashcam Rechtslage noch keine Rechtssicherheit.

Wie die Dashcam Rechtslage in den einzelnen Ländern genau aussieht, sehen Sie in der folgenden Tabelle:

Land Dashcam Rechtslage
Irland
Großbritannien
Spanien
Frankreich
Italien
Norwegen
Finnland
Russland
Estland
Slowenien
Griechenland
Türkei
Serbien
Portugal
Belgien
Schweiz
Luxemburg
Schweden
Polen
Deutschland
Österreich

= erlaubt, = unklar, = verboten

dashcam auto

5. Fragen und Antworten rund um das Thema Dashcam

5.1. Gibt es eine Dashcam App?

Wer sich keine Hardware zulegen möchte, kann sich auch nur eine reine Dashcam Software fürs Smartphone (Android oder iPhone) herunterladen. Die Dashcam App gibt es entweder komplett kostenlos oder aber zu einem sehr günstigen Preis im Appstore zu kaufen. Hier haben wir Ihnen einmal die Vorteile und Nachteile der Dashcam App im Dashcam Test zusammengefasst:

  • gratis oder für einen günstigen Preis zu kaufen
  • geringer Bedienkomfort
  • Handykamera nicht für Nachtfahrten geeignet
  • geringer Weitwinkel

Die Dashcam App ist laut Einschätzung des Dashcam Vergleich eher eine nette Spielerei oder für spontane Aufnahmen während der Autofahrt geeignet. Mit einer herkömmlichen Dash Cam kann es die Dashcam App aber leider noch lange nicht aufnehmen. Wer sich jedoch keine Autokamera kaufen möchte und nach einer passenden Alternative sucht, ist auch mit einer Actioncam, z.B. der Mobius Action Cam, gut bedient. In unserem Action Cam Test finden Sie hierzu alle wichtigen Informationen.

5.2. Gibt es bis zum jetzigen Zeitpunkt ein klares Dashcam Urteil?

Die GS6000 A7 von iTracker.

Die GS6000 A7 von iTracker.

Mit der Dashcam Unfall und Verkehr filmen und das Video später vor Gericht verwenden? Ein klares Dashcam Urteil gibt es bis zum jetzigen Zeitpunkt in Deutschland noch nicht. Es besteht keinerlei Rechtssicherheit. Manche Richter lassen die Dashcam als Beweis vor Gericht zu, andere wehren sich vehement dagegen. So hat beispielsweise das Ansbacher Verwaltungsgericht im August 2014 die Nutzung einer Dashcam vor Gericht als unzulässig eingestuft. Das Amtsgericht Nienburg hingegen hat den Einsatz einer Dashcam vor Gericht erlaubt. In dem Fall ging es um einen Autofahrer, der einen anderen mit seinem Fahrzeug auf der Straße soweit abgedrängt hatte, dass dieser in der Leitplanke hängen blieb. Der geschädigte Autofahrer schaltete geistesgegenwärtig für die Zeit des Unfalls seine Dashcam an und filmte so den Unfall Hergang. Vor Gericht war das Video erlaubt, weil die Kamera nur zu einem bestimmten Zweck eingeschaltet wurde und nicht die ganze Zeit lief. sie wurde also nicht bewusst als „Spionagekamera“ verwendet. Auch wurden keine Personen gefilmt, sondern nur die Autos. Deshalb war hier die Dashcam legal und die Aufnahmen dienten als Beweisstück vor Gericht.

Die Dashcam Rechtslage ist deshalb noch lange nicht eindeutig geklärt. Was Sie sich aber heute schon merken sollten ist: Eine Windschutzscheibenkamera darf nicht verwendet werden, um bewusst Aufnahmen anderer Verkehrsteilnehmer zu machen, um diese dann ins Internet zu stellen oder auch an Dritte, wie beispielsweise die Polizei, weiterzugeben. Dies gilt als ein Verstoß gegen das Datenschutzgesetz und als Eingriff in die Persönlichkeitsrechte anderer Verkehrsteilnehmer. Anders als in Österreich ist eine Autokamera hierzulande aber grundsätzlich erlaubt. Sie dürfen z.B. die Landschaft auf einer schönen Strecke mit ihr filmen oder bestimmte Fahrten mit ihrer Hilfe anschließend nachvollziehen. Auch zur Kontrolle der Geschwindigkeit, als Spurhalteassistent, zum Lesen von Verkehrsschildern oder die Dashcam als Rückfahrkamera zu benutzen, ist erlaubt. Personen, die auf den Videos zu sehen sind, müssen jedoch im Nachhinein unkenntlich gemacht werden. Das Gleiche gilt auch für Nummernschilder, die auf den Videos zu sehen sind. Wenn Sie dies nicht beherzigen und die Videos trotzdem ins Internet stellen, dann drohen Ihnen im schlimmsten Falle bis zu 300 000 Euro Bußgeld.

5.3. Gibt es einen Dashcam Test der Stiftung Warentest?

Leider gibt es bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen speziellen Test zu Unfallkameras von der Stiftung Warentest und deshalb auch von dieser Seite keinen Dashcam Testsieger, den wir Ihnen präsentieren könnten. Jedoch interessiert die unklare Dashcam Rechtslage auch das Prüfunternehmen. Besucht man die Seite und sucht nach themenspezifischen Einträgen, stößt man immer wieder auf aktuelle Artikel zum Thema. Einen etwas längeren Beitrag gab es zuletzt in der Ausgabe 09/2014 nach dem Urteil des Ansbacher Verwaltungsgerichts. Im Beitrag wird darauf hingewiesen, dass eine rein private Nutzung der Videos als unproblematisch einzustufen ist. Werden die Videos hingegen ins Internet gestellt oder als Beweismaterial an Dritte, wie die Polizei weitergegeben, sieht die Sache schon anders aus. In diesem Fall kann der Betroffene durchaus Probleme mit der Datenschutzaufsichtsbehörde bekommen. Möchten Sie die Windschutzscheibenkamera im Urlaub benutzen, dann sollten Sie vorab für jedes Land gesondert noch einmal die Dashcam Rechtslage prüfen. Eine Übersicht bekannter Länder und der dort bestehenden Regelungen sehen Sie in der obigen Tabelle im Ratgebertext zum Dashcam Vergleich. Den ausführlichen Beitrag der Stiftung Warentest finden Sie hingegen hier.

5.4. Gibt es Dashcam Videos, die man sich im Internet ansehen kann?

Natürlich gibt es im Internet trotzdem zahlreiche Videos. Das liegt daran, dass gerade in anderen Ländern, wie z.B. Russland, der Einsatz einer Auto Kamera nicht so strengen Richtlinien unterliegt wie bei uns. Und nicht nur schlimme Unfälle sind dort zu sehen, sondern es gibt auch viele sehr amüsante Momente, die eine Autokamera am Tag so aufzeichnen kann. Oft zeichnet eine Dashcam mit Bewegungsmelder auch Dinge auf, die nicht im laufenden Verkehr passieren sondern um die Parkposition des Autos herum. Sie sehen gerne „Ups, die Pannenshow“? Dann ist das folgende Video sicher ein guter und unterhaltsamer Tipp für Sie:

5.5. Was kostet eine Dashcam?

Eine Kamera des Typs Dashcam kostet zwischen 20 und 400 Euro. Kaufen Sie eine günstige Dashcam, müssen Sie aber sehr wohl Abstriche bei der Bildqualität und bei den gebotenen Funktionen machen. Die günstigen Kameras filmen in der Regel nur den laufenden Verkehr. Mittelpreisige Modelle (ca. 100 – 200) Euro besitzen schon einen eingebauten G-Sensor, der Bilder im Falle eines Unfalls auf der Speicherkarte speichert, ein GPS, mit dem die Fahrt später aufgezeichnet werden kann und ein Dashcam Bewegungsmelder, der auch die Umgebung aufzeichnet, wenn das Auto irgendwo geparkt wird. Hochpreisige Geräte verfügen auch häufig schon über einen Spurhalteassistenten und einen Abstandshalter.

5.6. Dashcam – wo anbringen?

Sie haben ein Produkt gekauft und fragen sich nun, wo genau Sie es jetzt denn nun in Ihrem Wagen einbauen sollen? Natürlich hängt der Einbau auch ein wenig vom jeweiligen Wagen ab. Einige Dinge gelten jedoch in jedem Fall immer: Eine Autokamera sollte immer möglichst unauffällig im Wagen angebracht werden. Niemals sollte Sie das Sichtfeld des Fahrers behindern. Wir empfehlen Ihnen im Dashcam Test deshalb eine selbstklebende Halterung. Denn im Gegensatz zu einer Befestigung mit Saugnapf lässt sich das Gerät hier viel näher an der Scheibe montieren. So stört es die Sicht bei der Fahrt weniger. Der beste Platz ist der hinter dem Rückspiegel des Fahrzeugs.

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