Das Wichtigste in Kürze
  • Elektronische Fahrtenbücher sind häufig praktischer und zuverlässiger als handschriftliche Aufzeichnungen.
  • Die Systeme erfassen automatisch Fahrtinformationen wie Start- und Zielpunkte, Kilometerstände und Fahrtzeiten.
  • Ein digitales Fahrtenbuch können Sie unterschiedlich führen. Am zuverlässigsten ist eine Kombination aus Hardware, mobiler App und Cloud-Dienst.

Elektronisches-Fahrtenbuch-Test: Ein Mann hält ein Tablet mit den Fahrtdaten eines Fahrers in der Hand.

Gute elektronische Fahrtenbücher erleichtern die steuerlich korrekte Dokumentation beruflicher und privater Fahrten erheblich. Moderne Systeme erfassen Strecken automatisch, reduzieren den manuellen Aufwand und können gegenüber der 1-%-Regelung deutliche steuerliche Vorteile bringen.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Arten elektronischer Fahrtenbücher es gibt, wann sich die Fahrtenbuchmethode lohnt, welche Funktionen gute Fahrtenbuch-Apps enthalten und worauf Sie bei Tarifen zusätzlich achten sollten.

1. Welche Arten elektronischer Fahrtenbücher gibt es?

Elektronische Fahrtenbücher unterscheiden sich vor allem in der Art und Genauigkeit der Datenerfassung, dem Installationsaufwand und dem Bedienkomfort. Während einige Lösungen ausschließlich per Smartphone-App funktionieren, setzen andere auf zusätzliche Hardware wie OBD-Stecker oder fest verbaute Systeme im Fahrzeug.

Welche Variante am besten geeignet ist, hängt auch davon ab, wie viele Personen wie häufig fahren, wie wichtig Ihnen ein hoher Grad an automatischer Dokumentation ist und welche Anforderungen Sie an das Finanzamt erfüllen müssen.

1.1. Wie funktionieren elektronische Fahrtenbuch-Apps auf dem Smartphone?

Fahrtenbuch-Apps nutzen in der Regel das GPS-Modul des Smartphones, um Strecken automatisch zu erfassen. Sobald sich das Fahrzeug bewegt, startet die Aufzeichnung der Fahrt. Nach Fahrtende ergänzen Sie meist nur noch den Zweck sowie die Zuordnung als privat oder geschäftlich.

Häufig benötigen Sie keine zusätzliche Hardware, sondern lediglich die App selbst. Allerdings müssen Sie dabei mit Einschränkungen rechnen.

Die Genauigkeit der Streckenerfassung hängt stark vom Smartphone und den Standortdiensten ab, wobei eine dauerhafte GPS-Nutzung den Akku belastet. Darüber hinaus kann es passieren, dass Nutzer ihr Smartphone vergessen oder die App versehentlich nicht aktivieren.

Praktisch sind reine Fahrtenbuch-Apps vor allem dann, wenn…

  • Sie ein elektronisches Fahrtenbuch erst einmal testen möchten
  • kein fester Fuhrpark vorhanden ist
  • geringe Anschaffungskosten im Vordergrund stehen
  • Sie flexibel zwischen mehreren Fahrzeugen wechseln
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1.2. Welche Vorteile bieten elektronische Fahrtenbücher mit OBD-Stecker?

Eine Person hält ein Smartphone in der Hand, virtuell werden mehrere Orts-Symbole eingeblendet.

Bei Anbietern der besten Fahrtenbuch-Apps können Sie die aufgezeichneten Daten problemlos prüfen und verwalten. Sowohl über einen Webbrowser als auch mit einer Android- oder iOS-Version.

Digitale Fahrtenbücher mit OBD-Stecker bieten meist eine höhere Genauigkeit als Varianten, die nur auf eine Smartphone-App setzen. Kilometerstände und Fahrtdaten werden direkt aus dem Fahrzeug übernommen, wobei zusätzlich ein GPS-Modul zum Einsatz kommen kann.

Die kleinen Geräte lassen sich direkt an die sogenannte OBD-Schnittstelle des Fahrzeugs anschließen. Diese befindet sich bei nahezu allen modernen Fahrzeugen im Fahrerraum und dient eigentlich der Fahrzeugdiagnose.

Das Fahrtenbuch startet automatisch, sobald der Motor eingeschaltet wird, wodurch das Risiko vergessener Fahrten deutlich sinkt.

Die OBD-Stecker verbinden sich häufig mit einer Cloud-Plattform. Von dort aus können Sie die Daten per Webbrowser oder mobiler App abrufen, kategorisieren und exportieren. Die Installation ist meist sehr einfach und es genügt, den Stecker einmal einzusetzen.

Hinweis: Gerade bei neueren Elektro- oder Hybridfahrzeugen kann es teilweise Einschränkungen bei der Nutzung von OBD-Trackern geben. Prüfen Sie am besten vorher die Kompatibilität mit entsprechenden Systemen. Einige Anbieter im Vergleich haben diesen Check auf ihrer Website integriert.

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1.3. Für welchen Zweck ist ein fest eingebautes digitales Fahrtenbuch sinnvoll?

Fest verbaute Fahrtenbuch-Systeme richten sich vor allem an Unternehmen mit mehreren Fahrzeugen oder Nutzer mit besonders hohen Anforderungen an Automatisierung und Ausfallsicherheit. Die Datenerfassung läuft vollständig automatisch und meist besonders zuverlässig.

Viele Anbieter fest verbauter Systeme kombinieren das elektronische Fahrtenbuch zusätzlich mit Funktionen zur Fuhrparkverwaltung, Fahrzeugortung oder Wartungsplanung. Der höhere Funktionsumfang bringt allerdings auch höhere Kosten mit sich, sodass sich diese Lösung für Privatnutzer oder kleine Betriebe daher oft nicht lohnt.

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2. Wann lohnt sich ein elektronisches Fahrtenbuch besonders?

Ein elektronisches Fahrtenbuch lohnt sich vor allem für Fahrer, die ihren Dienstwagen oder ihr Firmenfahrzeug überwiegend beruflich nutzen. In diesen Fällen ist die Fahrtenbuchmethode häufig günstiger als die pauschale 1-%-Regelung.

Gleichzeitig reduziert eine digitale Lösung den Aufwand bei der Dokumentation erheblich, da Fahrten automatisch erfasst und gespeichert werden. Ob sich die Anschaffung tatsächlich rechnet, hängt jedoch stark vom Fahrprofil, dem Fahrzeugwert und der beruflichen Nutzung ab.

2.1. Wie funktioniert die 1-%-Methode?

Die sogenannte 1-%-Methode ist eine pauschale Regelung zur Versteuerung privat genutzter Firmenwagen. Sie kommt häufig dann zum Einsatz, wenn kein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch geführt wird.

Die Berechnung erfolgt auf Basis des inländischen Bruttolistenpreises des Fahrzeugs zum Zeitpunkt der Erstzulassung. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Auto tatsächlich günstiger gekauft oder geleast wurde.

Die Grundregel lautet: Pro Monat wird 1 % des Bruttolistenpreises als geldwerter Vorteil versteuert.

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2.2. Wann ist ein Fahrtenbuch günstiger als die 1-%-Regelung?

Ein elektronisches Fahrtenbuch lohnt sich besonders dann, wenn der Privatanteil gering ist, viele berufliche Fahrten anfallen und das Fahrzeug einen hohen Listenpreis hat.

Beispiel: Hat ein Firmenwagen einen Listenpreis von 60.000 Euro, werden bei der 1-%-Methode monatlich pauschal 600 Euro als zusätzliches Einkommen versteuert. Dieser Betrag erhöht das steuerpflichtige Einkommen des Fahrers.

Hinzu kommt meist ein zusätzlicher geldwerter Vorteil für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte , der mit 0,03 % des Listenpreises pro Entfernungskilometer und Monat angesetzt ist. Davon können Sie allerdings die Steuerersparnis durch die Pendlerpauschale abziehen.

Damit sich ein Fahrtenbuch für Sie lohnt, muss der dadurch ermittelte geldwerte Vorteil geringer sein als bei der 1-%-Methode. Darüber hinaus müssen Sie die Kosten für das Fahrtenbuch mit berücksichtigen.

Gut zu wissen: Vor allem Außendienstmitarbeiter oder Selbstständige mit vielen Kundenterminen profitieren häufig von einem Fahrtenbuch. Wer dagegen fast ausschließlich privat fährt oder nur wenige berufliche Fahrten nachweisen kann, liegt mit der 1-%-Regelung oft richtig.

Ein Mann sitzt am Steuer eines Autos, neben ihm befindet sich ein Navigationsgerät und ein Smartphone mit einer Navigations-App.

Alternativ verfügen einige Navigationssysteme über integrierte Fahrtenbücher. Diese bieten den Vorteil, dass Sie die Daten direkt in Ihrem Navigationsgerät verwalten können. Allerdings gestaltet sich der Datenexport teilweise schwieriger als bei einem elektronischen Fahrtenbuch mit App.

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3. Wie viel kostet ein elektronisches Fahrtenbuch?

Die Kosten für ein elektronisches Fahrtenbuch unterscheiden sich teilweise deutlich. Entscheidend sind vor allem die Art des Systems, der gewünschte Funktionsumfang und die Anzahl der Fahrzeuge.

Einfache Smartphone-Apps sind bereits für wenige Euro im Monat erhältlich, mit OBD-Stecker müssen Sie zwischen 10 und 25 Euro monatlich rechnen. Dazu kommt ein einmaliger Betrag für die Hardware, der häufig zwischen 50 und 200 Euro liegt. Professionelle Fuhrpark-Lösungen inklusive Hardware sind dagegen deutlich teurer.

3.1. Welche Anschaffungskosten entstehen bei elektronischen Fahrtenbüchern?

Die Einstiegskosten hängen in erster Linie davon ab, ob zusätzliche Hardware benötigt wird. Reine App-Lösungen sind meist am günstigsten, da sie lediglich auf dem Smartphone installiert werden.

Bei einigen Anbietern ist die Hardware bereits im monatlichen Abonnement enthalten. Andere verlangen eine einmalige Kaufgebühr plus laufende Softwarekosten.

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3.2. Welche monatlichen Gebühren fallen bei Fahrtenbuch-Apps an?

Viele elektronische Fahrtenbuch-Apps arbeiten inzwischen als Abo-Modell. Statt einer einmaligen Zahlung entstehen laufende monatliche Kosten für die Nutzung der Software und Cloud-Dienste.

Die Gebühren richten sich meist nach der Anzahl der Fahrzeuge, Nutzeranzahl, Speicher- und Funktionsumfang und dem Support-Paket. Einfache Apps für Einzelunternehmer oder Angestellte kosten häufig weniger als 10 Euro pro Monat. Professionelle Lösungen für Unternehmen können dagegen pro Fahrzeug monatlich zwischen 20 und 40 Euro kosten.

Gut zu wissen: Besonders bei günstigen Tarifen lohnt ein genauer Blick auf die enthaltenen Funktionen. Manche Basisversionen bieten lediglich die reine Fahrtenerfassung.

Ein weißer Transporter fährt durch die Stadt, während die Häuser verschwommen dargestellt werden.

Auch bei vielen Transportern können Sie den OBD-Stecker im Innenraum nutzen. Einige Anbieter wie PAJ GPS, Fleetize oder Vimcar bieten in höheren Tarifen zudem Lösungen zum Flottenmanagement für Unternehmen an.

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4. Welche Funktionen sollte eine Fahrtenbuch-App enthalten?

Während Basistarife vor allem die gesetzlich vorgeschriebene Dokumentation ermöglichen, richten sich umfangreichere Systeme an Vielfahrer, Selbstständige oder Unternehmen mit mehreren Fahrzeugen.

Welche Funktionen tatsächlich sinnvoll sind, hängt deshalb stark vom eigenen Nutzungsverhalten ab. Wichtig ist vor allem, dass die App zuverlässig arbeitet, vom Finanzamt akzeptiert wird und den Verwaltungsaufwand möglichst gering hält.

4.1. Welche Basisfunktionen sollte jede Fahrtenbuch-App bieten?

Bestimmte Grundfunktionen gehören zum Mindeststandard einer guten Fahrtenbuch-App. Sie sorgen dafür, dass Fahrten überhaupt ordnungsgemäß dokumentiert und später steuerlich genutzt werden können.

Zu den wichtigsten Basisfunktionen gehören:

  • eine im besten Fall automatische Fahrtenerfassung
  • Dokumentation von Datum und Uhrzeit
  • Aufzeichnung von Start- und Zielort
  • Erfassung der gefahrenen Kilometer
  • Kennzeichnung als Privat-, Arbeits- oder Geschäftsfahrt

Besonders wichtig ist außerdem eine einfache Nachbearbeitung von Fahrten. Nutzer sollten fehlende Informationen wie Kundenname oder Reisezweck schnell ergänzen können, ohne komplizierte Menüs durchsuchen zu müssen.

Eine gute Basis-App sollte außerdem übersichtliche Monatsberichte erstellen, Fahrten exportieren können, regelmäßige Datensicherungen durchführen und auf mehreren Geräten nutzbar sein.

Hinweis: Auch die Bedienung spielt eine große Rolle. Müssen Fahrten ständig manuell korrigiert werden oder reagiert die App unzuverlässig, steigt die Fehlerquote schnell an. Gerade im Alltag zeigt sich deshalb, wie wichtig eine stabile und intuitive Benutzeroberfläche ist.

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4.2. Welche fortgeschrittenen Funktionen erleichtern den Alltag?

Fortgeschrittene Funktionen zielen vor allem darauf ab, den manuellen Aufwand weiter zu reduzieren und zusätzliche Auswertungen zu ermöglichen. Besonders Vielfahrer oder Unternehmen profitieren von einem höheren Automatisierungsgrad.

Sehr praktisch sind bei den besten elektronischen Fahrtenbüchern beispielsweise:

  • eine intelligente Fahrer- und Fahrzeugerkennung
  • Cloud-Synchronisation in Echtzeit
  • DATEV-Export für Steuerberater
  • digitale Belegverwaltung
  • Tankkosten- und Wartungsübersichten
  • automatische Spesenabrechnungen

Für Außendienstmitarbeiter oder größere Teams können auch Kalender-Integrationen sinnvoll sein. Manche Systeme erkennen Kundentermine automatisch und ordnen Fahrten passenden Terminen zu.

Gut zu wissen: Unternehmen profitieren außerdem von Funktionen zur Fuhrparkverwaltung. Dazu gehören auch die Fahrerzuordnung, zentrale Administrationsoberflächen, Auswertungen zu Fahrleistung und Kosten oder Schnittstellen zu Buchhaltungssoftware.

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5. Welche Anforderungen vom Finanzamt muss ein elektronisches Fahrtenbuch erfüllen?

Damit ein elektronisches Fahrtenbuch steuerlich anerkannt wird, muss es strenge Anforderungen erfüllen. Das Finanzamt akzeptiert nur Systeme, die Fahrten vollständig, nachvollziehbar und manipulationssicher dokumentieren.

Bereits kleinere Fehler oder nachträgliche Änderungen ohne Protokollierung können dazu führen, dass das gesamte Fahrtenbuch verworfen wird. In diesem Fall wird rückwirkend häufig die deutlich teurere 1-%-Regelung angesetzt. Umso wichtiger ist es, bereits bei der Auswahl des Systems auf Finanzamt-Konformität zu achten.

5.1. Wichtige Angaben: Was muss vollständig dokumentiert werden?

Ein elektronisches Fahrtenbuch muss sämtliche Fahrten lückenlos erfassen. Dabei gelten für berufliche und private Fahrten unterschiedliche Anforderungen.

Bei geschäftlichen Fahrten müssen in der Regel folgende Angaben dokumentiert werden:

  • Datum der Fahrt
  • Start- und Zielort
  • Kilometerstand zu Beginn und Ende der Fahrt
  • Reisezweck
  • besuchte Geschäftspartner oder Kunden

Private Fahrten müssen dagegen meist nur als „privat“ gekennzeichnet werden. Eine detaillierte Dokumentation der Ziele ist hier normalerweise nicht erforderlich.

Entscheidend ist außerdem die zeitnahe Erfassung. Fahrten sollten möglichst direkt oder zumindest kurzfristig nach Abschluss ergänzt werden. Werden Angaben erst Wochen später nachgetragen, kann das Finanzamt Zweifel an der Glaubwürdigkeit äußern.

Dennoch bleibt der Nutzer verantwortlich, fehlende Informationen wie den konkreten Geschäftszweck korrekt zu ergänzen.

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5.2. Warum ist Manipulationssicherheit so wichtig?

Das Finanzamt verlangt, dass Fahrtenbücher nachträglich nicht unbemerkt verändert werden können. Genau hier liegt der größte Unterschied zwischen einfachen Tracking-Apps und anerkannten Fahrtenbuch-Systemen.

Ein vom Finanzamt akzeptiertes elektronisches Fahrtenbuch muss Änderungen protokollieren, ursprüngliche Einträge nachvollziehbar speichern, nachträgliche Manipulationen sichtbar machen und vollständige Historien archivieren.

Werden beispielsweise Fahrten gelöscht oder Kilometerstände verändert, muss das System diese Änderungen dokumentieren. Unsichtbare Korrekturen sind nicht zulässig. Einfache Tabellenkalkulationen erfüllen diese Anforderungen normalerweise nicht. Denn dort lassen sich Daten jederzeit ändern, ohne dass dies nachvollziehbar bleibt.

Hinweis: Die elektronischen Fahrtenbücher im Vergleich arbeiten deshalb mit revisionssicherer Speicherung, Cloud-Archivierung, automatischen Änderungsprotokollen sowie geschützten Benutzerrechten.

Dadurch sinkt das Risiko, dass das Finanzamt die Aufzeichnungen wegen möglicher Manipulationen ablehnt.

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5.3. Wann lehnt das Finanzamt ein Fahrtenbuch in der Praxis ab?

Die Ablehnung eines Fahrtenbuchs erfolgt häufig schneller als viele Nutzer vermuten. Bereits kleinere Unstimmigkeiten können dazu führen, dass die gesamte Dokumentation als nicht ordnungsgemäß gilt.

Besonders problematisch sind fehlende Fahrten, unvollständige Angaben, unrealistische Kilometerstände, widersprüchliche Zeitangaben, nachträgliche Sammeländerungen oder nicht nachvollziehbare Korrekturen.

Auch Lücken zwischen einzelnen Fahrten wirken bei einer Steuerprüfung schnell verdächtig. Stimmen die dokumentierten Kilometerstände beispielsweise nicht mit Werkstattrechnungen oder TÜV-Berichten überein, kann das Finanzamt Zweifel an der Richtigkeit äußern.

Deshalb empfehlen viele Steuerberater Fahrten möglichst sofort zu prüfen, fehlende Angaben zeitnah zu ergänzen, automatische Systeme zu bevorzugen und regelmäßige Backups anzulegen. Vor allem bei hohen steuerlichen Vorteilen prüfen Finanzämter elektronische Fahrtenbücher oft besonders genau.

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6. Der beste Fahrtenbuch-Tarif: Worauf sollten Sie zusätzlich achten?

Neben Funktionen und Finanzamt-Konformität entscheiden auch Tarifdetails wie Vertragslaufzeiten, Support und Datenschutz über eine gute Software. Zuverlässige Anbieter mit regelmäßigen Updates und DSGVO-konformer Datenspeicherung bringen Ihnen langfristig einen deutlichen Mehrwert.

6.1. Wie wichtig sind Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen?

Viele Fahrtenbuch-Anbieter bieten sowohl monatlich kündbare Tarife als auch langfristige Jahresabonnements an. Jahresverträge sind häufig günstiger, binden Nutzer jedoch länger an das System.

Kurze Vertragslaufzeiten sind vor allem dann sinnvoll, wenn die Fahrtenbuch-App zunächst getestet werden soll, noch unklar ist, welche Funktionen wirklich benötigt werden, Fahrzeuge oder Smartphones regelmäßig wechseln oder der berufliche Fahrumfang stark schwankt.

Gut zu wissen: Einige Anbieter elektronischer Fahrtenbücher im Vergleich haben Kündigungsfristen von mehreren Wochen zum Vertragsende, wobei sich der Tarif ohne Kündigung in der Regel automatisch verlängert. Gängig sind bei den Softwares von PAJ GPS, Fleetize, Vimcar oder Lexware allerdings auch Testphasen von bis zu 30 Tagen mit Geld-zurück-Garantien.

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6.2. Welche Rolle spielen Support und Updates?

Ein herkömmliches Fahrtenbuch liegt zusammen mit einem Kugelschreiber und einem Spielzeugauto auf einer Tastatur.

Ähnlich wie eine handschriftliche Version, bietet ein Online-Fahrtenbuch ohne OBD- oder GPS-Tracking die Gefahr von Übertragungsfehlern. Wir raten daher von solchen Lösungen ab.

Ein elektronisches Fahrtenbuch wird meist täglich genutzt. Umso wichtiger ist ein zuverlässiger Support bei technischen Problemen oder Fragen zur Steuerdokumentation.

Gute Anbieter bieten schnellen E-Mail-Support, telefonische Hilfe, ausführliche Hilfebereiche, regelmäßige Software-Updates sowie Anpassungen an neue Betriebssysteme.

Für Unternehmen ist außerdem interessant, ob persönliche Ansprechpartner verfügbar sind, wie schnell auf Supportanfragen reagiert wird, ob Schulungen angeboten werden und wie zuverlässig der Anbieter langfristig arbeitet.

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6.3. Warum sollten Sie auf Datenschutz und Datenspeicherung achten?

Elektronische Fahrtenbücher speichern sensible Bewegungsdaten. Deshalb sollten Datenschutz und -sicherheit auch bei der Tarifwahl berücksichtigt werden.

Wichtige Fragen in der Übersicht:

  • Wo werden die Daten gespeichert?
  • Wie lange bleiben Fahrten archiviert?
  • Werden Daten verschlüsselt übertragen?
  • Befinden sich die Serverstandorte innerhalb der EU?
  • Gibt es automatische Backups?

Hinweis: Gerade bei kostenlosen elektronischen Fahrtenbüchern oder sehr günstigen Tarifen ist oft unklar, wie umfangreich Datenschutz und Datensicherung tatsächlich umgesetzt werden. Problematisch ist außerdem, wenn ältere Fahrtdaten nur begrenzt gespeichert werden, zusätzliche Archivierung Geld kostet, Datenexporte eingeschränkt oder Backups nur in höheren Tarifen enthalten sind.

Da Fahrtenbücher häufig über mehrere Jahre aufbewahrt werden müssen, sollte die langfristige Datenspeicherung unbedingt Teil der Tarifbewertung sein.

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7. Häufige Fragen zu Tests oder Vergleichen elektronischer Fahrtenbücher

7.1. Gibt es einen Elektronische-Fahrtenbücher-Test der Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest bietet verschiedene Informationen über digital geführte Varianten, jedoch keinen umfassenden Test zu elektronischen Fahrtenbüchern.

Nutzen Sie unsere Vergleichstabelle, um unter den elektronischen Fahrtenbüchern Ihren persönlichen Testsieger zu finden. Dort finden Sie unter anderem Anbieter wie PAJ GPS, Fleetize, Vimcar, Lexware Fahrtenbuch, WISO oder die Fahrtenbuch-App.

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7.2. Funktioniert ein mobiles Fahrtenbuch ohne Handyverbindung?

Die elektronische Fahrtenbuchschreiber in unserem Vergleich funktionieren in der Regel auch ohne eine aktive Handyverbindung. So werden Daten vorübergehend intern zwischengespeichert. Sobald wieder eine Verbindung besteht, synchronisieren Apps oder OBD-Stecker die erfassten Daten automatisch mit der jeweiligen Plattform.

Dies ermöglicht eine fortlaufende Protokollierung Ihrer Fahrten mit dem automatischen Fahrtenbuch, selbst in Gebieten mit schlechtem Mobilfunkempfang.

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7.3. Wie lange werden die aufgezeichneten Daten gespeichert?

Die besten elektronischen Fahrtenbücher speichern Fahrtdaten bis zu 10 Jahren, da steuerlich relevante Unterlagen langfristig aufbewahrt werden müssen. Seriöse Anbieter sichern die Daten verschlüsselt in der Cloud und erstellen automatische Backups.

Unterschiede gibt es jedoch je nach Tarif: Manche Apps begrenzen Speicherplatz oder Archivierungsdauer. Wichtig ist, dass Fahrten jederzeit exportiert und auch bei einem Gerätewechsel oder einer Steuerprüfung vollständig abgerufen werden können.

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7.4. Eignen sich elektronische Fahrtenbücher für das Ausland?

Manche digitale Fahrtenbücher eignen sich für die Nutzung im Ausland. Diese bieten Funktionen, die speziell auf eine internationale Nutzung abgestimmt sind. Dazu gehören die Anpassung der Datenerfassung an die Anforderungen unterschiedlicher Länder und die Berücksichtigung verschiedener Währungen. Prüfen Sie vorab, ob das jeweilige Fahrtenbuch GPS-Funktionen und Datenspeicherungsoptionen bietet, die weltweit arbeiten.

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Quellenverzeichnis