Das Wichtigste in Kürze
  • Motoröl schützt und kühlt den Motor. Sie sollten daher etwa alle 20.000 km einen Ölwechsel durchführen. Ölabsaugpumpen helfen Ihnen, den Ölwechsel selbst durchzuführen. Auch Treibstoff und andere Flüssigkeiten können damit gewechselt oder herausgepumpt werden.
  • Ölabsaugpumpen gibt es als manuelle und elektrische Version. Manuell werden sie per Hand betrieben, elektrisch erhalten sie Strom entweder von der Autobatterie oder per Netzkabel. Handpumpen sind praktischer, während elektrische Pumpen eine hohe Förderleistung versprechen.
  • Handpumpen sind einfacher aufgebaut und verfügen nur über einen Absaugschlauch. Dafür ist ein Auffangbehälter inklusive. Elektrische Ölpumpen nutzen zwei Schläuche: einen Absaugschlauch sowie einen Ablassschlauch. Diese erreichen jeweils Längen zwischen 1 und 1,50 m.

Ölabsaugpumpe-Test

Wer sein Auto liebt, der sollte es pflegen. Zur richtigen Pflege gehört ein regelmäßiger Ölwechsel. Das Öl schmiert den Motor, damit dieser reibungslos funktioniert und man nicht mit Qualm unter der Motorhaube am Straßenrand liegen bleibt.

In einer 2015 geführten Umfrage des DAT (Deutsche Automobilumfrage) gaben 53 % der befragten Autohalter in Deutschland an, jedes Jahr einen Ölwechsel durchzuführen. Weitere 37 % wechseln das Öl alle zwei Jahre. Bei aktuell knapp 47 Millionen gemeldeten Fahrzeugen auf Deutschlands Straßen (Quelle: KBA) kommt da eine beachtliche Summe zusammen.

Mit Abstand die meisten Kfz-Halter suchen für einen Ölwechsel eine Werkstatt auf (Quelle: DAT). Was die wenigsten wissen: Es ginge auch ganz einfach zuhause in der eigenen Garage mit einer Ölabsaugpumpe.

In unserer Kaufberatung zu unserem Ölabsaugpumpen-Vergleich 2020 erklären wir Ihnen nicht nur, warum ein Ölwechsel regelmäßig stattfinden sollte, wir zeigen auch auf, wie Sie dies mit einer Ölpumpe in Do-it-yourself-Manier hinbekommen.

Wählen Sie eine elektrische Ölpumpe für Großgeräte oder einen Ölabsauger als Handpumpe für den heimischen Rasenmäher. Finden Sie in unserem Vergleich.org-Ratgeber heraus, wie das Prinzip einer Ölabsaugpumpe funktioniert. Wir erklären es Ihnen.

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1. Sind Ölwechsel die Anti-Aging-Creme für das Auto?

Genau wie Ihre Haut Feuchtigkeit braucht, um gesund zu bleiben, so braucht ein Motor Öl, um wie geschmiert zu funktionieren. Dies gilt übrigens nicht nur für den Motor eines Autos. Ebenso notwendig ist dies für Traktoren, Boote oder sogar Rasenmäher. Mit einer Ölabsaugpumpe ist der Ölwechsel schnell erledigt. Doch warum genau eigentlich einen Ölwechsel machen?

1.1. Motoröl schützt, kühlt und hält den Motor geschmeidig

Was sind Additive?

Additive sind Zusatzstoffe, die bestimmten Produkten in geringsten Mengen zugesetzt werden, um deren Leistung zu verbessern. Solche Hilfsstoffe stecken beispielsweise in Lacken, Lösungsmitteln oder eben auch in Motorölen.

Mit einer Ölabsaugpumpe, kurz Ölpumpe oder Ölabsauger genannt, lässt sich der Ölwechsel schnell, effizient und ohne großen Aufwand umsetzen. Dabei können Sie auf günstige Ölabsaugpumpen setzen, die durch manuellen Betrieb (Ölabsauger-Handpumpen) gesteuert werden, oder auf elektrische Ölabsaugpumpen. Aber dazu gleich mehr.

Den ersten Grund für einen regelmäßigen Ölwechsel haben wir Ihnen bereits genannt: Öl schmiert den Motor. Das Öl hält den Motor feucht und geschmeidig, da besonders empfindliche Motorteile bei Trockenheit verschleißen. Kolben, Ventile, Zylinder – viele Bauteile verlangen nach Öl. Es dringt dabei bis in den hintersten Ritzen und Winkel.

Gleichzeitig gibt es jedoch noch eine andere wichtige Eigenschaft von Motoröl. Motoröl kühlt den Motor ab, indem es Hitze umleitet bzw. absorbiert. Dies geschieht durch Zusatzstoffe, die als sogenannte Additive dem Öl beigemengt sind und die Eigenschaften des Öls positiv beeinflussen.

Über längere Zeiträume werden diese Zusatzstoffe im Motoröl jedoch aufgebraucht und verunreinigt. Sie können damit nicht mehr zu hundert Prozent ihre positive Leistung vollbringen. Ein Wechsel des Öls ist nötig. Dabei wird das alte Öl gegen neues getauscht bzw. durch neues wieder aufgefüllt.

Da Sie nun wissen, wie wichtig ein Ölwechsel ist, was dieser bewirkt und dass er regelmäßig erfolgen muss, erschließt sich sicher, warum der Kauf einer Ölabsaugpumpe sinnvoll ist.

Übrigens: Wussten Sie, dass ein Ölwechsel Sie je nach Werkstatt bis zu 100 Euro kosten kann? Eine angemessene Absaugpumpe bekommen Sie schon für unter 20 Euro. Wir von Vergleich.org empfehlen Ihnen daher, mit einer Ölabsaugpumpe für Pkws richtig Geld zu sparen.

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1.2. Ölabsaugpumpen-Tests im Internet beweisen: Was es braucht, ist Druck

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Um einen Ölmangel zu vermeiden, sollten Sie regelmäßig den Ölstand überprüfen.

Das Prinzip einer Ölabsaugpumpe ist schnell erklärt, denn es entspricht der Wirkungsweise jeder anderen Pumpe. Dabei wird in der Pumpe ein Unterdruck hergestellt, mit welchem das Öl bzw. die Flüssigkeit an- und herausgesaugt wird. Üblicherweise wird die Flüssigkeit dann in einem Behältnis gesammelt.

Da das Prinzip einer Pumpe nahezu immer gleich ist, ist es nicht verwunderlich, dass Sie mit einem Druckluft-Ölabsauggerät nicht nur Motoröl absaugen können, sondern auch Heizöl oder Treibstoff wie Diesel oder Benzin.

Aber Vorsicht: Nicht jede Pumpe eignet sich für jede Flüssigkeit. Gerade bei elektrischen Druckluft-Ölabsaugpumpen in Verbindung mit Benzin sollten Sie vorsichtig sein, da dieses schnell entflammbar ist. Wir empfehlen Ihnen dazu die Herstellerangaben zu beachten oder den Hersteller im Zweifelsfall zu kontaktieren.

Ölpumpen kommen zudem nicht nur beim Auto vor. Überall wo ein Motor regelmäßig neues Öl benötigt, können Sie Ölwechsel-Pumpen verwenden. Dazu zählen auch Motorräder oder Rasenmäher. Gerade für Rasenmäher sind Ölabsaugpumpen, die per Hand betrieben werden, völlig ausreichend.

Wollen Sie eine Ölabsaugpumpe an Boot, Lastwagen oder gar Kleinflugzeug verwenden, empfehlen wir, ein leistungsfähigeres Gerät. So sollten Sie für Ihr Boot eine Ölabsaugpumpe verwenden, die elektrisch betrieben ist. Das führt uns zu den Unterschiedenen verschiedener Ölabsaugpumpen-Typen.

1.3. Ölpumpen können per Hand, Autobatterie oder Netzstrom betrieben werden

Der große Unterschied der diversen Ölabsaugpumpen-Typen liegt in der Art des Antriebs. So sind Druckluft-Ölabsaugpumpen als manuelle und elektrische Variante erhältlich. Darüber hinaus teilen sich elektrische Ölpumpen in solche, die Strom per Netzkabel erhalten, und jene, die direkt an die Autobatterie angeschlossen werden.

Die unterschiedlichen Ölpumpen-Typen hier im kurzen Überblick:

Ölabsaugpumpen-Typ Eigenschaften
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Ölabsauger-Handpumpe

  • Druckluft wird durch Pumpbewegung per Hand erzeugt
  • funktioniert vollkommen ohne Strom
  • umfasst meist zusätzlichen Auffangbehälter
  • geringe Förderleistung abhängig von physischem Pumpvorgang
  • z. B. Ölabsaugpumpe von ATU
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Ölabsaugpumpe 12V
(Autobatterie)

  • wird per Klemmen an die Autobatterie angeschlossen
  • zieht den Gleichstrom aus der Batterie
  • Flüssigkeit wird über Absaugschlauch herausgepumpt
  • über Ablassschlauch wird die Flüssigkeit wieder ausgegeben
  • Förderleistung bis zu 5 l/min möglich
  • z. B. Ölabsaugpumpe von Proxxon
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Absaugpumpe Netzstrom

  • gleiches Prinzip wie bei batteriebetriebener Pumpe
  • erhält Strom jedoch durch Netzstecker aus der Dose
  • besticht durch sehr hohe Watt-Leistung
  • Stromleistung zeigt sich in hoher Förderleistung von mehr als 40 l/min
  • z. B. Ölabsaugpumpe von Deuba

2. Was sind die Gerätemerkmale von Ölabsaugpumpen?

Wenn Sie eine Ölabsaugpumpe kaufen wollen, dann sollten Sie sich als erstes entscheiden, ob Sie lieber auf eine Handpumpe oder ein elektrisches Modell zurückgreifen wollen.

2.1. Gängige Pumpen werden an die Autobatterie geklemmt

Die manuelle Version eines Druckluft-Ölabsauggerätes besteht aus einer Handpumpe, bei welcher der Unterdruck zum Ansaugen durch eine Pumpbewegung entsteht, ähnlich dem Prinzip einer Fahrradpumpe. Der Vorteil ist, dass Sie auch vollkommen ohne Strom Öl oder andere Flüssigkeiten abpumpen können.

Gerade falls Sie eine Ölabsaugpumpe am Rasenmäher oder anderen Kleingeräten mit Motor nutzen wollen, ist eine Handpumpe praktisch und einfach zu handhaben. Schließlich gibt es keine Batterie, an welche Sie die Pumpe anschließen und betreiben können. Modelle sind vielfältig erhältlich, von unbekannten Herstellern wie auch von bekannten, wie beispielsweise Ölabsaugpumpen von A-T-U (Auto-Teile-Unger).

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Nützliches Zubehör für den Ölwechsel sind Trichter und Kunststoffkanister.

Handelsüblich und am weitesten verbreitet sind 12-V-Ölabsaugpumpen. Diese werden per Gleichstrom aus einer Autobatterie versorgt. Dies geschieht, indem Sie die mitgelieferten Klemmen an der Autobatterie anschließen.

Ölabsaugpumpen von Proxxon oder Monzana sind in dieser Kategorie besonders beliebt. Die Förderleistung beträgt meist zwischen 2 und 5 Litern pro Minute, wie Ölabsaugpumpen-Tests im Internet gezeigt haben.

Falls Sie mehr Leistung brauchen, empfehlen wir Ihnen den Kauf einer Absaugpumpe, die per Stromkabel an den Netzstrom angeschlossen werden kann. Diese hat eine deutlich höhere Leistung von bis zu über 300 W und ermöglicht demzufolge auch höhere Förderleistungen von mehr als 40 Litern pro Minute.

Gerade bei Booten sind je nach Größe Ölmengen von mehr als 10 Litern keine Seltenheit. Auch wenn Sie Treibstoffe oder Heizöl per Dieselpumpe abpumpen, schnellt die Literzahl in die Höhe. Legen Sie sich in diesem Fall besser eine Netzstrom-Pumpe zu, die eine hohe Förderleistung verspricht.

Wir von Vergleich.org empfehlen: Lassen Sie sich jedoch nicht nur von der Volt-Leistung blenden. Eine manuelle Ölpumpe kann auch Vorteile mit sich bringen. Die Vor- und Nachteile einer Handpumpe gegenüber einer elektrischen Pumpe hier im Überblick:

  • kinderleichte Handhabung
  • kein Strom benötigt
  • ein Auffangbehälter ist meist bereits Teil der Handpumpe
  • sehr günstig in der Anschaffung
  • geringes Gewicht von unter einem Kilogramm
  • die Fördermenge pro Minute ist deutlich geringer
  • gerade bei größeren Mengen kann das Pumpen anstrengend sein

2.2. Absaugpumpen-Tests im Internet haben ergeben: Ablass- und Absaugschlauch sind Standard

Während Handpumpen üblicherweise nur mit einem Schlauch auskommen, durch welchen die Flüssigkeit in einen Behälter geleitet wird, sind bei elektrischen Ölabsaugpumpen zwei Schläuche üblich.

Der sogenannte Absaugschlauch wird in den entsprechenden Tank gegeben und saugt die Flüssigkeit ab. Durch den Ablassschlauch wiederum wird die Flüssigkeit in ein Behältnis weitergeleitet.

Achtung: Bei elektrischen Ölpumpen sind meist keine Auffangbehälter im Lieferumfang enthalten. Diese müssen extra angeschafft werden. Wir empfehlen Ihnen dazu Kunststoff- oder Metallkanister.

Bei den Schläuchen sollten Sie darauf achten, dass die Länge ausreichend ist. Während der Absaugschlauch oft nur zwischen 1 m und 1,25 m lang ist, liegt die Länge des Ablassschlauchs in vielen Fällen bei etwa 1,50 m.

3. Welche Hersteller und Marken von Ölabsaugpumpen gibt es?

Einfache Handpumpen sowie Ölabsauger fürs Auto bis hin zu Profi-Ölabsaugpumpen finden Sie in allen gängigen Baumärkten. Bei Obi sind Ölabsaugpumpen ebenso zu erhalten wie Ölabsaugpumpen bei Bauhaus, Toom, Hornbach oder Hagebau.

Bau- und Fachmärkte haben zudem den Vorteil, dass Sie sich vom dortigen Personal weitere Tipps und Empfehlungen holen können. Sie können außerdem die Geräte persönlich in Augenschein nehmen.

Im Einzelhandel wie bei Aldi, Rewe oder Edeka werden Sie Ölpumpen nur selten finden. Das Gleiche gilt für Drogeriemärkte wie Rossmann oder dm. Auch hier gehören Ölpumpen üblicherweise nicht zum Sortiment.

Dafür gibt es jedoch zahlreiche Hersteller und Marken für Ölabsaugpumpen. Dies sind einige der verbreitetsten:

  • Pela
  • Proxxon
  • Silverline
  • Monzana
  • Deuba
  • Fuxtec
  • Eufab

Aktuelle Ölabsaugpumpen-Tests oder Ölabsaugpumpen-Vergleiche der Stiftung Warentest finden sich aktuell nicht. Demzufolge werden Sie dort auch keinen Ölabsaugpumpen-Testsieger finden.

Wir empfehlen Ihnen daher, eine Kaufentscheidung aufgrund der Informationen dieses Ratgebers zu treffen.

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4. Häufig im Internet gestellte Fragen zum Thema Ölabsaugpumpe

Für den Fall, dass Sie noch offene Fragen haben, die sich um das Thema Ölabsaugpumpe drehen, werfen Sie einen Blick auf den folgenden Abschnitt. Wir von Vergleich.org beantworten Fragen, die im Internet besonders häufig zu Ölpumpen gestellt werden.

  • 4.1. Welche Ölabsaugpumpe eignet sich für das Auto?

    Generell eignen sich alle handelsüblichen Ölabsaugpumpen für Pkws. Dazu zählen elektrische Ölpumpen ebenso wie Ölabsauger als Handpumpe. Die manuelle Variante bedeutet nur etwas mehr Arbeit, da Sie den Druck, der zum Abpumpen notwendig ist, mit der Hand erzeugen müssen.

    Manuelle Modelle finden Sie gelegentlich sogar im Einzelhandel, wie beispielsweise Ölabsaugpumpen bei Lidl & Co.. Diese sind günstig, jedoch nur in speziellen Angebotswochen zu bekommen.

    Eine elektrische Ölwechsel-Pumpe wie von Proxxon oder Monzana vereinfacht die Arbeit. Das gilt insbesondere dann, wenn der Ölabsauger an Autos zur Verwendung kommt, die eine stattlichere Größe erreichen und mehr sowie regelmäßiger Öl schlucken.

    Auch Treibstoff wie Diesel oder gar Heizöl können mit der Pumpen abgesaugt werden. Davon abgesehen empfehlen wir Ihnen jedoch, diesen Ratgeber zu studieren und anhand der Informationen die für Sie beste Ölabsaugpumpe zu finden.

  • 4.2. Wie oft muss man einen Ölwechsel durchführen?

    An dieser Frage scheiden sich die Geister, denn sie ist nicht pauschal zu beantworten. Letztlich hängt der Zeitraum für notwendige Ölwechsel von Ihren Nutzungsgewohnheiten Ihres Fahrzeuges ab. Wer sein Auto oft und gerade auf für lange Strecken nutzt, der sollte öfter das Öl wechseln als Autobesitzer, die wenig fahren.

    Als ungefähre Faustregel gilt, dass das Motoröl etwa alle 15.000 bis 35.000 Kilometer gewechselt werden sollte. Wer im Jahr 20.000 Kilometer fährt, sollte etwa jedes Jahr auch einen Ölwechsel machen.